Rund ums Theologiestudium

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Juergen
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Re: Wo studieren?

Beitrag von Juergen » Sonnabend 9. August 2014, 22:21

Gruß
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Re: Wo studieren?

Beitrag von Siard » Sonnabend 9. August 2014, 22:21

Juergen hat geschrieben:Wer die Zugangsvorraussetzungen für eine Uni besitzt, sollte in der Lage sein, auch eine zu finden, ohne einen Troll durchs Internet zu schicken.
Jedenfalls sollte er, wissen wo er entsprechende Informationen findet. Und, so er eine klassische Bildung hat, auch Latein und Griechisch beherrschen und darum nur noch Hebräisch zu lernen haben.

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kleine_therese
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Re: Wo studieren?

Beitrag von kleine_therese » Sonnabend 9. August 2014, 22:22

Und nun? Ist das empfehlenswert? Die kleine_therese erläuterte doch bereits das Problem, dass Weltnetzpräsentationen immer den Dargestellten in möglichst gutem Lichte erscheinen lassen. Wer wollte da aufgrund solcher Eindrücke urteilen und nicht stattdessen fachkundigen Rat von Experten einholen? Solcher sei hiermit erbeten!

...meint bittend die kleine_therese

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Re: Wo studieren?

Beitrag von Juergen » Sonnabend 9. August 2014, 22:25

Zwischen meinem Link und der Antwort lagen jetzt 87 Sekunden.
Der "Imagefilm" dauert 11:07 Minuten. Er wurde also angesehen.

Wären wir hier im Kindergarten, dann würde ich in der Tat den Kleinen was erzählen, aber bei dieser Ignoranz hier erspare ich mir das.
Gruß
Jürgen

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Re: Wo studieren?

Beitrag von kleine_therese » Sonnabend 9. August 2014, 22:28

Juergen hat geschrieben:Zwischen meinem Link und der Antwort lagen jetzt 87 Sekunden.
Der "Imagefilm" dauert 11:07 Minuten. Er wurde also angesehen.

Wären wir hier im Kindergarten, dann würde ich in der Tat den Kleinen was erzählen, aber bei dieser Ignoranz hier erspare ich mir das.
Sie haben es noch nicht verstanden, darob sei es gern erneut erklärt: Selbstdarstellungen jedwelcher Art sind der kleinen_therese suspekt, sie hofft auf fachkundigen Rat dritter. Ein glamouröses Filmchen kann ein jeder flugs ins Weltnetz setzen, aber kritisch urteilen, das können nur wenige - doch dies Forum ist voll solcher Geistesgrößen, denen es doch eine Freude sein müsste, derlei kompetenten Rat erteilen zu können.

...meint, hoffentlich nun ihr Anliegen hinreichend und auch für Herrn/Frau Juergen plausibel gemacht habend, die kleine_therese

Siard
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Re: Wo studieren?

Beitrag von Siard » Sonnabend 9. August 2014, 22:28

kleine_therese hat geschrieben:Die kleine_therese erläuterte doch bereits das Problem, dass Weltnetzpräsentationen immer den Dargestellten in möglichst gutem Lichte erscheinen lassen.
Das gilt nicht nur dafür.
Meine Meinung habe ich oben geschrieben. Für Lehramtstreue kann ich dort nicht garantieren, das ist für das anscheinend angestrebte Ziel wohl auch nicht erforderlich.

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Re: Wo studieren?

Beitrag von kleine_therese » Sonnabend 9. August 2014, 22:33

Siard hat geschrieben:
kleine_therese hat geschrieben:Er möchte einen guten "Rundumschlag", also lieber brauchbares Niveau in allen Fächern als Exzellenz in einigen wenigen Fächern und dafür bodenlose Inkompetenz in allen anderen. Sein Interesse dürfte weniger im praktischen als mehr im historischen und systematischen Bereiche liegen. Es möchte scheinen, dass die Bibel ihm bislang eher wenig in ihrem Potentiale erschlossen, er gleichwohl Begeisterung dafür entwickeln könnte, so man es ihm didaktisch angemessen vermittelte.
Was die Vielfältigkeit der Möglichkeiten angeht, würde ich Frankfurt, Berlin oder München vorschlagen. Eine evangelisch-theologische Fakultät sollte vorhanden sei, der Ausgewogenheit der Sichtweisen wegen. Dort gibt es jeweils mehrere Hochschulen mit unterschiedlichen Schwerpunkten und Ausrichtungen, was sicher nicht schlecht ist.
Verbindlichsten Dank! Dieser Beitrag war der kleinen_therese in der Fülle der klugen Wortspenden in diesem Forum entgangen!

Allerdings sei darauf hingewiesen, dass Berlin über keine katholisch-theologische (Voll-)Fakultät verfügt. So bleiben denn Frankfurt am Main und München, in Frankfurt wären's dann die Gelehrten der Societas Iesu, so mich nicht irrt. Doch existiert dort evangelische Theologie? Leicht wird es zu eruieren sein.

...meint freundlich dankend die kleine_therese

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Re: Wo studieren?

Beitrag von heiliger_raphael » Sonnabend 9. August 2014, 22:35

"Weltnetz".... :heul: :freude: :D

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Re: Wo studieren?

Beitrag von kleine_therese » Sonnabend 9. August 2014, 22:37

heiliger_raphael hat geschrieben:"Weltnetz".... :heul: :freude: :D
Ist dies nicht die korrekte Bezeichnung? Auf dieser klugen Weltnetzseite werden ja auch Briefe namens "E-Post" versendet!

meint etwas irritiert die kleine_therese

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Re: Wo studieren?

Beitrag von heiliger_raphael » Sonnabend 9. August 2014, 22:40

Ja! Und da gibt es auch Ausweise für das Personal der Bundesrepublik. Muss man nur in Mittelerde abstempeln lassen, direkt nach der Abzweigung zur Hohlwelttheorie. Hohlwelttheorie ist sowieso toll. Wenn man dem Innen wie Außen, Oben wie Unten folgt, dann wandeln ne Menge Hohlwelten auf Erden umher.

:maske:

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Re: Wo studieren?

Beitrag von kleine_therese » Sonnabend 9. August 2014, 22:40

heiliger_raphael hat geschrieben:Ja! Und da gibt es auch Ausweise für das Personal der Bundesrepublik. Muss man nur in Mittelerde abstempeln lassen, direkt nach der Abzweigung zur Hohlwelttheorie. Hohlwelttheorie ist sowieso toll. Wenn man dem Innen wie Außen, Oben wie Unten folgt, dann wandeln ne Menge Hohlwelten auf Erden umher.

:maske:
Verbindlichsten Dank für dieses freundliche Stück Amusements zur rechten Zeit!

meint dankend die kleine_therese

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Re: Wo studieren?

Beitrag von Mary » Sonnabend 9. August 2014, 22:56

kleine_therese hat geschrieben:
Allerdings sei darauf hingewiesen, dass Berlin über keine katholisch-theologische (Voll-)Fakultät verfügt. So bleiben denn Frankfurt am Main und München, in Frankfurt wären's dann die Gelehrten der Societas Iesu, so mich [/b]. Doch existiert dort evangelische Theologie? Leicht wird es zu eruieren sein.

...meint freundlich dankend die kleine_therese
So die kleine_therese nicht irrt...

wollte die kleine_therese wohl sagen :narr:
Who is so great a God as our God? You are the God who does wonders!

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Re: Wo studieren?

Beitrag von kleine_therese » Sonnabend 9. August 2014, 22:58

Mary hat geschrieben:
kleine_therese hat geschrieben:
Allerdings sei darauf hingewiesen, dass Berlin über keine katholisch-theologische (Voll-)Fakultät verfügt. So bleiben denn Frankfurt am Main und München, in Frankfurt wären's dann die Gelehrten der Societas Iesu, so mich [/b]. Doch existiert dort evangelische Theologie? Leicht wird es zu eruieren sein.

...meint freundlich dankend die kleine_therese
So die kleine_therese nicht irrt...

wollte die kleine_therese wohl sagen :narr:
Keineswegs. Die kleine_therese überrascht gern ihre Umwelt und ihr Umfeld mit noch niemals dagewesenem.

...meint überraschend die kleine_therese

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Re: Wo studieren?

Beitrag von Niels » Sonnabend 9. August 2014, 23:05

Haben Euer Merkwürden irgendwo in D, A, oder CH studiert? :detektiv: ... fragt ganz kleinlaut der kleine Niels
O Herr, verleih, dass Lieb' und Treu'
in dir uns all verbinden,
dass Hand und Mund zu jeder Stund'
dein' Freundlichkeit verkünden,
bis nach der Zeit den Platz bereit'
an deinem Tisch wir finden.

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Re: Wo studieren?

Beitrag von kleine_therese » Sonnabend 9. August 2014, 23:15

Niels hat geschrieben:Haben Euer Merkwürden irgendwo in D, A, oder CH studiert? :detektiv: ... fragt ganz kleinlaut der kleine Niels
Ist die kleine_therese gemeint? Ja, sie hat irgendwie in der BR Deutschland, der Republik Österreich oder der Confoederatio Helvetica studiert.

..meint korrekterweise die kleine_therese

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Re: Rund ums Theologiestudium

Beitrag von Juergen » Mittwoch 16. September 2015, 12:26

Gruß
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Re: Rund ums Theologiestudium

Beitrag von Juergen » Donnerstag 3. März 2016, 18:49

In PB gibt's den ersten (Bologna-)Magister
http://www.erzbistum-paderborn.de/126- ... rborn.html
Gruß
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Lupus
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Re: Rund ums Theologiestudium

Beitrag von Lupus » Donnerstag 3. März 2016, 22:52

Ista nu Magista oda Priesta?
+L.
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Re: Rund ums Theologiestudium

Beitrag von Lycobates » Donnerstag 3. März 2016, 23:54

Juergen hat geschrieben:
:D
Nun, "specialisatio" ist doch wohl ein Armutszeugnis. Das geht wirklich nicht.
Da wäre eher noch "specialitas" akzeptabel gewesen.
Aber noch besser hätte man peritia oder provincia singularis oder p. specialis oder (weit weniger klassisch) p. particularis schreiben sollen.

Und nationalitas, na ja, ich hätte doch civitas geschrieben.
Und es gäbe noch einiges.

Wenn schon Latein, dann richtig.
Wie seinerzeit in meiner Alma mater...

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Re: Rund ums Theologiestudium

Beitrag von Raphaela » Sonntag 6. März 2016, 09:41

Lupus hat geschrieben:Ista nu Magista oda Priesta?
+L.
Mit 25 Jahren schon Priester? - In Deutschland inzwischen ein Ding der Unmöglichkeit, frühestens mit 26 Jahren.
Außerdem steht im Artikel ganz klar und deutlich:
Welchen Beruf der gebürtige Paderborner nach dem Studium ergreifen möchte, ist allerdings noch nicht entschieden, wenngleich sein Interesse der historischen Forschung und besonders dem Kirchenrecht gilt. „Zunächst bleibe ich an der Theologischen Fakultät als Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Kirchenrecht und darf weiter über Johannes Linneborn forschen, der auch an den Verhandlungen zum Preußenkonkordat beteiligt war“, erklärt Klüner, der seit diesem Wintersemester zudem das „Lizentiat im Kanonischen Recht“ an der Universität Münster anstrebt.
Ich bin gerne katholisch, mit Leib und Seele!

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Re: Rund ums Theologiestudium

Beitrag von taddeo » Sonntag 6. März 2016, 09:43

Raphaela hat geschrieben:
Lupus hat geschrieben:Ista nu Magista oda Priesta?
+L.
Mit 25 Jahren schon Priester? - In Deutschland inzwischen ein Ding der Unmöglichkeit, frühestens mit 26 Jahren.
Nicht erst seit Abiturienten teilweise erst 17 Jahre alt sind, ist das durchaus möglich. Das kanonische Mindestalter spricht jedenfalls nicht dagegen.

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Re: Rund ums Theologiestudium

Beitrag von Juergen » Sonntag 6. März 2016, 15:19

taddeo hat geschrieben:
Raphaela hat geschrieben:
Lupus hat geschrieben:Ista nu Magista oda Priesta?
+L.
Mit 25 Jahren schon Priester? - In Deutschland inzwischen ein Ding der Unmöglichkeit, frühestens mit 26 Jahren.
Nicht erst seit Abiturienten teilweise erst 17 Jahre alt sind, ist das durchaus möglich. Das kanonische Mindestalter spricht jedenfalls nicht dagegen.
Richtig

Mit 17 Abitur
1 Jahr Propädeutikum
5 Jahre Studium
2 Jahre Pastoralkus

Mit 25 ist durchaus möglich. Dabei kommt es auf das Geburtsdatum ebenso an, wie auf die nicht einheitlichen Stichtage für das Alter der Einschulung sowie auf die nicht einheitlichen Weihetermine.
Als man noch mit 18 oder 19 das Abi machte, war das auch möglich, da es damals zumeist noch kein Propädeutikum gab und somit die Studiendauer ein Jahr kürzer war.
Gruß
Jürgen

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Re: Rund ums Theologiestudium

Beitrag von Lupus » Sonntag 6. März 2016, 15:52

Was ich nicht so recht verstehe:

Warum kann heute kaum ein Neupriester Latein oder Altgriechisch?
Wer hat das einschlägige Studium abgeschafft?

Ich habe mit 14 die Gärtnerlehre begonnen, nach bestandener Gehilfenprüfung mit 17, mit 19 damit angefangen das (humanistische) Abitur nachzuholen. Dazu gehörte ganz selbstverständlich Latein und Griechisch. Mit 23 Ins Noviziat SDB; mit 26 Abitur. Pädagog. Praktikum in Würzburg und Regensburg; in Regensburg und Benediktbeuern Studium. 1971 mit 35 Priesterweihe durch Erzbischof Josef Stimpfle.

Wie kann man ehrlicherweise und intensiv Theologie studieren ohne Griechisch (NT) und Latein.

Gern erinnere ich mich an Prälat Prof. Franz Mußner, der erst kürzlich verstarb. Er hat streng darauf geschaut, dass wir Studiosi unsern Nestle/Aland dabei hatten!

+L.







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Re: Rund ums Theologiestudium

Beitrag von Juergen » Sonntag 6. März 2016, 16:39

Lupus hat geschrieben:Was ich nicht so recht verstehe:

Warum kann heute kaum ein Neupriester Latein oder Altgriechisch?
Wer hat das einschlägige Studium abgeschafft?
Die „Abschaffrung“ hat vermutlich damit zu tun, daß immer mehr Studenten vor Beginn des Studiums kein Griechisch und vielfach auch kein Latein in der Schule gelernt haben.

Für das Studium müssen sie die Sprachen nachlernen: Da kam man dann auf die Idee, um die Studenten nicht über Gebühr zu belasten, vereinfachte Formen zu schaffen. Das waren und sind die sogenannten „fakultätsinternen Sprachnachweise“, die teiweise weniger sind als das alte „kleine Latinum“. Die Kurse dauern zwei oder drei Semester. In der Zeit ist es einfach unmöglich das nachzuholen, was andere am Gymnasium in 9 Jahren Lateinunterricht und 7 Jahren Griechischunterricht gelernt haben. Es reicht zwar um eine Sprachprüfung zu bestehen, doch durch die kurze Zeit schleift sich nichts ein, was zur Folge hat, daß das Gelernte ganz schnell wieder vergessen wird. Da passiert um so schneller, je weniger die Sprache gebraucht wird. (Im Häbräischen kann ich so gerade noch die Buchstaben entziffern, mehr nicht).

Ich mußte auch solche Kurse machen und kann weder die eine noch die andere Sprachen – allenfalls bruchstückhaft.
Lupus hat geschrieben:Wie kann man ehrlicherweise und intensiv Theologie studieren ohne Griechisch (NT) und Latein.
Wer Priester werden will, der will kein Exeget werden. Für die Exegese braucht man zwar (normalerweise) Griechisch, aber für die Predigtvorbereitung nicht.
Und Latein… ja wo braucht man das denn? Ich habe es ganz vereinzelt mal im Kirchenrecht gebraucht, wenn Bezug auf den CIC/1917 genommen wurde. Ansonsten gab es für die meisten Sachen Übersetzungen.

Bleibt noch Griechisch und Latein für die Philosopie: Ja, in den 90er Jahren, als ich studiert habe, waren die Sprachen hilfreich, wenn man sich denn mit dem leidigen, aber notwendigen Übel Philosophie intensiver auseinander setzen wollte. Aber wer wollte das schon? Viele Texte die es damals ausschließlich im Original gab, sind inzwischen aber im Internet – da braucht man keine Bücher mehr – in irgendeiner modernen Sprache als Übersetzung abrufbar.

Und auch hier gilt (oder galt zu meiner Zeit jedenfalls): die Leute wollen Priester werden und keine Akademiker.

Heute wäre es vielleicht sinnvoll, wenn zusätzlich im Studium noch Fächer wie Büroorganisation, Management, Marketing etc. angeboten würden.
DAS wird gebraucht.
Aber wer braucht schon in der Pastoral 2.x Latein oder Griechisch?
Gruß
Jürgen

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Re: Rund ums Theologiestudium

Beitrag von Hubertus » Sonntag 6. März 2016, 16:57

Juergen hat geschrieben:Aber wer braucht schon in der Pastoral 2.x Latein oder Griechisch?
Richtig. Überspitzt gesagt, Theologie braucht er eigentlich auch nicht. Religionspädagogik reicht doch auch. :|
Der Kult ist immer wichtiger als jede noch so gescheite Predigt. Die Objektivität des Kultes ist das Größte und das Wichtigste, was unsere Zeit braucht. Der Alte Ritus ist der größte Schatz der Kirche, ihr Notgepäck, ihre Arche Noah. (M. Mosebach)

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Re: Rund ums Theologiestudium

Beitrag von Juergen » Sonntag 6. März 2016, 16:59

Hubertus hat geschrieben:
Juergen hat geschrieben:Aber wer braucht schon in der Pastoral 2.x Latein oder Griechisch?
Richtig. Überspitzt gesagt, Theologie braucht er eigentlich auch nicht. Religionspädagogik reicht doch auch. :|
So ist das :/
Gruß
Jürgen

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Re: Rund ums Theologiestudium

Beitrag von Lupus » Sonntag 6. März 2016, 18:04

(Na, machts mal halblang!!)


Gelegentlich höre oder lese ich davon, dass es heute wieder vor allem auch junge Priester gäbe, die den ao. Ritus zelebrierten. In meiner Nachbarschaft wohnt ein Pfarrpensionär, Spätberufener, der ohne Lateinkenntnisse diesen Ritus zelebriert.
Das halte ich für bedenklich, da er ja die Gebete zwar lesen kann, sie aber doch kaum versteht.

Ob das aber im Sinne von Vater Benedikt XVI. und "Summorum Pontificum" ist?
Hat er nicht eigens darauf hingewiesen, dass die jungen Studenten eigens auch im ao Ritus unterwiesen werden sollen, Aber wo geschieht das?

Ich kann für mich sagen, dass ich meine Kindheit und Jugend im ao Ritus durchlebt habe, deshalb ist für mich die Zelebration im ao Ritus immer ein besonderes festliches Ereignis.

(Heruntergelesene Messen gibt es wahrlich schon genug!)

+L.
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Re: Rund ums Theologiestudium

Beitrag von Juergen » Sonntag 6. März 2016, 18:12

Lupus hat geschrieben:
Hat er nicht eigens darauf hingewiesen, dass die jungen Studenten eigens auch im ao Ritus unterwiesen werden sollen, Aber wo geschieht das?
Ja, darauf hatte Papst Benedikt hingewiesen, allerdings mit dem Zusatz, daß dies dort geschehen möge, wo Bedarf an dem Ritus besteht. Wir wissen aber durch die unfehlbare deutsche Bischofskonferenz, daß im gesamten deutschsprachigen Raum absolut überhaupt kein Bedarf an dem Ritus besteht.
Daher gibt es in den Seminarien auch keine entsprechende Ausbildung. – Und mal ehrlich: Es gibt doch schon keine vernünftige Ausbildung für die ordentliche Form, wie sollen sie da noch die außerordentliche Form erlernen?
Ich kann mich noch erinnern, als mir mal ein jemand, der für die liturgische Ausbildung und das „liturgische Üben“ im Pastoralkurs zuständig war, sein Leid klagte, daß er jede Minute, die er mit den Seminaristen über wolle, sich hart vom Regens erkämpfen müßte, während für alle möglichen anderen „Spielchen“ Zeit en masse vorhanden war.


Vgl. Instruktion Universæ Ecclesiæ
21. Die Ordinarien werden ersucht, dem Klerus die Möglichkeit zu bieten, eine angemessene Hinführung zu den Feiern der forma extraordinaria zu erhalten. Dies gilt auch für die Seminare, die für eine geeignete Ausbildung der zukünftigen Priester durch das Studium der lateinischen Sprache sorgen müssen und, wenn die pastoralen Erfordernisse dies nahelegen, die Möglichkeit bieten sollen, die forma extraordinaria des Ritus zu erlernen.

Notabene: Es gibt allerdings auch Seminaristen, die sich für die a.o. Form interessieren. Jedenfalls interpretiere ich es wohlwollend so, wenn man sie sonntags in der entsprechenden Messe sieht. Zum Erlernen der Zelebration des Ritus müssen sie sich freilich andere Orte suchen als ihr eigenes Seminar.
Gruß
Jürgen

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Re: Rund ums Theologiestudium

Beitrag von thesaurus » Sonnabend 21. Mai 2016, 21:56

Selbstverständlich lernt man auch heute noch im Theologiestudium Latein und Griechisch. Wie gut man es allerdings lernt, wieviel davon man dann auch behält, ist eine ganz andere Frage. Ich kann mir jedenfalls nach meiner Erfahrung nicht vorstellen wie man sein Diplom/Magister wirklich bestehen soll, ohne halbwegs Griechisch und Latein zu können. .Gut genug um das NT zu übersetzten und die Messe auf Latein zu feiern, sollten die Kenntnisse aber allemal sein. Man muss es dann halt wollen.....

lg thesaurus http://katholischeschatzkiste.blogspot. ... gsten.html

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Re: Rund ums Theologiestudium

Beitrag von umusungu » Sonntag 22. Mai 2016, 00:02

thesaurus hat geschrieben:Gut genug um .... die Messe auf Latein zu feiern, sollten die Kenntnisse aber allemal sein. Man muss es dann halt wollen.....
eine praktische Notwendigkeit besteht allerdings nicht.

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Hubertus
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Re: Rund ums Theologiestudium

Beitrag von Hubertus » Sonntag 22. Mai 2016, 11:12

thesaurus hat geschrieben:Ich kann mir jedenfalls nach meiner Erfahrung nicht vorstellen wie man sein Diplom/Magister wirklich bestehen soll, ohne halbwegs Griechisch und Latein zu können.
:kugel: :kugel: :kugel:
Der Kult ist immer wichtiger als jede noch so gescheite Predigt. Die Objektivität des Kultes ist das Größte und das Wichtigste, was unsere Zeit braucht. Der Alte Ritus ist der größte Schatz der Kirche, ihr Notgepäck, ihre Arche Noah. (M. Mosebach)

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Re: Rund ums Theologiestudium

Beitrag von taddeo » Sonntag 22. Mai 2016, 12:33

Hubertus hat geschrieben:
thesaurus hat geschrieben:Ich kann mir jedenfalls nach meiner Erfahrung nicht vorstellen wie man sein Diplom/Magister wirklich bestehen soll, ohne halbwegs Griechisch und Latein zu können.
:kugel: :kugel: :kugel:
:D Wenn das ein Kriterium wäre, gäbe es heute so gut wie keine Theologen mehr. Die Griechischkenntnisse beschränken sich in aller Regel auf "Kyrie eleison" (solange man nicht nach der Übersetzung fragt :pfeif: ), beim Latein reicht es nicht mal zum richtig betonten Lesen einfacher liturgischer Texte, vom Übersetzen ganz zu schweigen.

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