Rund ums Theologiestudium

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Moderator: taddeo

Vulpius Herbipolensis
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Rund ums Theologiestudium

Beitrag von Vulpius Herbipolensis » Donnerstag 27. Mai 2010, 22:04

incarnata hat geschrieben:Bitte diesen Beitrag zu einem neuen Strang machen:
Thema: Wo kann man noch Theologie studieren, ohne den vollen Müll des Modernismus abzubekommen?
Gibt es einen solchen inzwischen? Würde mich sehr interessieren.

Vulpius

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Niels
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Re: Katholische Universität Eichstätt

Beitrag von Niels » Donnerstag 27. Mai 2010, 22:08

Das ist eine schwierige Frage. Versuchen wir's mal mit dem Ausschlussprinzip...

Ich biete: Münster.
O Herr, verleih, dass Lieb' und Treu'
in dir uns all verbinden,
dass Hand und Mund zu jeder Stund'
dein' Freundlichkeit verkünden,
bis nach der Zeit den Platz bereit'
an deinem Tisch wir finden.

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cantus planus
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Re: Katholische Universität Eichstätt

Beitrag von cantus planus » Donnerstag 27. Mai 2010, 22:22

Als gutes Institut würde ich Heiligenkreuz, Eichstätt und die römischen Seminare nennen. Fréjus-Toulon ist sehr gut, aber eben französisch. Im deutschen Sprachraum fällt mir nichts ein. :achselzuck:
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Linus
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Re: Katholische Universität Eichstätt

Beitrag von Linus » Freitag 28. Mai 2010, 01:07

cantus planus hat geschrieben:Als gutes Institut würde ich Heiligenkreuz, Eichstätt und die römischen Seminare nennen. Fréjus-Toulon ist sehr gut, aber eben französisch. Im deutschen Sprachraum fällt mir nichts ein. :achselzuck:
ich mag mich ja irren, aber ist Heiligenkreuz nicht im Deutschen Sprachraum? ;)

ggf das ITI in Trumau vormals Gaming
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incarnata
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Re: Katholische Universität Eichstätt

Beitrag von incarnata » Freitag 28. Mai 2010, 01:09

Wo studieren eigentlich die Kandidaten des Seminars der Petrusbruderschaft in Wigratzbad ?
"Nur" in ihrem Seminar oder auch irgendwo an einer Uni der Augsburger Diäzöse ?
Durch die barmherzige Liebe unseres Gottes wird uns besuchen das aufstrahlende
Licht aus der Höhe.......(Lk1,76)

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cantus planus
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Re: Katholische Universität Eichstätt

Beitrag von cantus planus » Freitag 28. Mai 2010, 09:21

Im Seminar.
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Re: Katholische Universität Eichstätt

Beitrag von Vulpius Herbipolensis » Freitag 28. Mai 2010, 21:57

Niels hat geschrieben:Das ist eine schwierige Frage. Versuchen wir's mal mit demAusschlussprinzip...

Ich biete: Münster.
cantus planus hat geschrieben:Als gutes Institut würde ich Heiligenkreuz, Eichstätt und die römischen Seminare nennen. Fréjus-Toulon ist sehr gut, aber eben französisch. Im deutschen Sprachraum fällt mir nichts ein. :achselzuck:
Man kann wohl, wenn man ganz großzügig ist, sowohl Eichstätt als auch Münster zugestehen, deutschsprachig zu sein.

Wie schätzt ihr Münster und Eichstätt jeweils ein?

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Re: Katholische Universität Eichstätt

Beitrag von cantus planus » Sonnabend 29. Mai 2010, 20:18

Ich meinte natürlich "keine weiteren Institute im deutschsprachigen Raum". Eichstätt ist gut, habe ich ja auch empfohlen. Zu Münster kann ich nur eines sagen: Finger weg!! Wissenschaftlich hervorragend, aber durch und durch häretisch.

Kennt eigentlich jemand Erfurt? Hatte immer einen ganz ordentlichen Ruf. Dazu kann ich aber nichts persönlich sagen.
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Re: Gute Orte für das Theologiestudium?

Beitrag von cantus planus » Sonnabend 29. Mai 2010, 20:22

Vulpius Herbipolensis hat geschrieben:Gibt es einen solchen inzwischen?
Ja. ;D
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Re: Katholische Universität Eichstätt

Beitrag von taddeo » Sonnabend 29. Mai 2010, 20:37

Niels hat geschrieben:Das ist eine schwierige Frage. Versuchen wir's mal mit demAusschlussprinzip...

Ich biete: Münster.
Als nicht empfehlenswert würde ich auch Regensburg einstufen. Die dortige Fakultät hat weder ein katholisches noch ein wissenschaftliches Profil, das man empfehlen könnte.
Passau hat mittlerweile keinen Studiengang für Diplom mehr, fällt also ohnehin aus.

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Re: Gute Orte für das Theologiestudium?

Beitrag von Gregorio Magno » Sonnabend 29. Mai 2010, 20:39

Also: habe EI 4 Semester genossen und kann sagen, dass NT das Einzige war, was wirklich spitze war. AT, Philo (Kantianer), AKG, MNKG, PhiloG waren einfach ein Scheiß. Sorry, dass ich das Wort gewählt habe, doch es trifft die Situation sehr gut. Man merkt bei den Profs, die Priester sind, dass sie diesen an der Schwelle zur Uni ablegen und NUR Profs sind. Bei NT war es ganz anders: man merkte, dass er von der priesterlichen Spiritualität her geprägt ist und auf diese Themen auch eingeht. Also: Lass von EI die Finger, da jetzt, gerade mit der Umstellung des Studiengenags, alles nur noch schlimmer geworden ist.
[Eine Aussage zensiert, die mit dem Thema nicht direkt etwas zu tun hatte. cantus planus, Mod.]

Im deutschen Sprachraum kann ich dir München, Heiligenkreuz und Brixen empfehlen. Alle 3 kenne ich gut, in Brixen bin ich selber nach meinem Freijahr geblieben. Hier gibt es, kleine Ausnahmen inbegriffen, eine gute Lehre, eine gute Umstellung auf das neue Studiensystem und katholische Professoren, besonders in Dogmatik, KG und ökumenischer Dogmatik. Heiligenkreuz ist ähnlich.
"solis instar sola regnet caritas" gregor d. gr.

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MODERATION

Beitrag von cantus planus » Sonnabend 29. Mai 2010, 20:41

Zur Vereinfachung des Verfahrens empfehle ich, hier die empfehlenswerten Studienorte aufzuzählen. Sonst wird's schnell unübersichtlich... :pfeif:
cantus planus, Mod.
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Re: Katholische Universität Eichstätt

Beitrag von cantus planus » Sonnabend 29. Mai 2010, 20:45

cantus planus hat geschrieben:Kennt eigentlich jemand Erfurt? Hatte immer einen ganz ordentlichen Ruf. Dazu kann ich aber nichts persönlich sagen.
Hat überhaupt jemand Überblick über die ostdeutschen Fakultäten? Gibt es da etwas Empfehlenswertes?
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Petra
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Re: Gute Orte für das Theologiestudium?

Beitrag von Petra » Sonnabend 29. Mai 2010, 20:55

Vulpius Herbipolensis hat geschrieben:
incarnata hat geschrieben:Bitte diesen Beitrag zu einem neuen Strang machen:
Thema: Wo kann man noch Theologie studieren, ohne den vollen Müll des Modernismus abzubekommen?
Gibt es einen solchen inzwischen? Würde mich sehr interessieren.

Vulpius
"Müll des Modernismus" :roll:

Wenn es nach euch ginge, dann wäre kein Wort in der Messe verständlich. :|

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Re: Gute Orte für das Theologiestudium?

Beitrag von cantus planus » Sonnabend 29. Mai 2010, 20:56

Selbst Sedisvakantisten predigen in der Landessprache. :roll:
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Petra
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Re: Gute Orte für das Theologiestudium?

Beitrag von Petra » Sonnabend 29. Mai 2010, 21:02

cantus planus hat geschrieben:Selbst Sedisvakantisten predigen in der Landessprache. :roll:
Die könnten ja eine Ausnahme machen. 8)

Raphaela
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Re: Gute Orte für das Theologiestudium?

Beitrag von Raphaela » Sonnabend 29. Mai 2010, 21:18

Gustav-Siewerth-Akdemie
http://www.siewerth-akademie.de/
Ich bin gerne katholisch, mit Leib und Seele!

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Bernado
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Re: Gute Orte für das Theologiestudium?

Beitrag von Bernado » Sonnabend 29. Mai 2010, 21:38

Raphaela hat geschrieben:Gustav-Siewerth-Akdemie
http://www.siewerth-akademie.de/
Gustav Siewert ist sehr gut - aber gerade Theologie kann man da nur im Nebenfach zu "Familienwissenschaften" oder so was ähnlichem studieren. Ist wohl eher was für ein Auswärtssemester.

Während in Deutschland (mit Ausnahme vielleicht des Hausstudiums von Mariawald) derzeit wenig Hoffnungsvolles zu sehen ist, scheint sich in Rom einiges zu bessern. Sowohl vom Angelicum der Dominikaner als auch vom Nordamerikanischen Kolleg hört man in letzter Zeit viel Positives. Beide nehmen in gewissem Umfang auch Gäste auf - wenn man einen geeigneten Türöffner findet.
„DIE SORGE DER PÄPSTE ist es bis zur heutigen Zeit stets gewesen, dass die Kirche Christi der Göttlichen Majestät einen würdigen Kult darbringt.“ Summorum Pontificum 2007 (http://www.summorum-pontificum.de/)

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Re: Gute Orte für das Theologiestudium?

Beitrag von ar26 » Sonnabend 29. Mai 2010, 21:50

@ Petra
Dein Einwand ist polemisch. Modernismus dürfte im erwähnten Kontext nichts mit dem Ablauf der Liturgie zu tun haben. Wenn die göttliche Liturgie des Hl. Johannes Goldmund in der Landesprache gefeiert wird, finde ich das in Ordnung :breitgrins:

@ cantus
Schon aufgrund der konfessionellen (Entschuldigung Robert) Lage in Mittel- und Ostdeutschland kannst Du Dir ausmalen, daß man dort um die eine oder andere Häresie nicht drum herum kommt. Der Ökumenismus ist hier viel tiefer verwurzelt, als andernorts in Deutschland. Wenn einer der Seminaristen in Erfurt Schliff hat, dann holt er sich den im Freijahr. Persönlich kenne ich das Institut für katholische Theologie an der Philosophischen Fakultät in Dresden. Habe da vor fünf Jahren mal an einem Proseminar über Ratzingers "Einführung in das Christentum" teilgenommen. Die Hälfte des Kurses waren fachfremde Interessierte wie ich, der Rest studierte Theologie auf Leeramt o.ä. Selbst der altliberale Professor (Krawattinerorden) musste konstatieren, daß die Fachfremden irgendwie interessierter und kompetenter waren. Selbiger Professor ist mir noch aus einem Disput mit P. Pfluger FSSPX im gleichen Jahr in Erinnerung. An meiner Fakultät wurde ein Vortrag von P. Pfluger über die Hl. Messe organisiert. Danach begann ein heftiger Streit, leider war der Professor emotional sehr geladen. Damit konnte man die Diskussion in die Tonne treten.
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Re: Gute Orte für das Theologiestudium?

Beitrag von EcceLignum » Sonnabend 29. Mai 2010, 22:00

Hat jemand Erfahrungen mit Paderborn gemacht???

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cantus planus
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Re: Gute Orte für das Theologiestudium?

Beitrag von cantus planus » Sonnabend 29. Mai 2010, 22:01

Paderborn ist nach meinem Kenntnisstand auch ganz OK. :ja:

(OK heißt bei mir, im Großen und Ganzen bei kritischer Wachsamkeit in Ordnung. Nicht, dass jetzt jemand losschreit: "Da gibt es aber einen Professor, der...". Einen hat man sowieso an jeder Fakultät. Das war auch schon immer so.)
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Re: Gute Orte für das Theologiestudium?

Beitrag von Petra » Sonnabend 29. Mai 2010, 22:29

ar26 hat geschrieben:@ Petra
Dein Einwand ist polemisch.
Und das mit Absicht. :ja: :blinker:

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Re: Gute Orte für das Theologiestudium?

Beitrag von Vulpius Herbipolensis » Sonntag 30. Mai 2010, 13:13

Zu welcher/n Diözese(n) gehören eigentlich die in Heiligenkreuz
ausgebildeten Priester (außer den Mönchen natürlich)?

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Re: Gute Orte für das Theologiestudium?

Beitrag von Robert Ketelhohn » Sonntag 30. Mai 2010, 13:35

ar26 hat geschrieben:Schon aufgrund der … Lage in Mittel- und Ostdeutschland kannst Du Dir ausmalen, daß man dort um die eine oder andere Häresie nicht drum herum kommt. Der Ökumenismus ist hier viel tiefer verwurzelt, als andernorts in Deutschland.
Das halte ich für eine komplette Fehleinschätzung. Es ist, wenn schon, dann genau anders herum. Was du meinst, ist erst in Nachwendezeiten allmählich aus dem Westen herübergeschwappt.
Propter Sion non tacebo, | ſed ruinas Romę flebo, | quouſque juſtitia
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Re: Gute Orte für das Theologiestudium?

Beitrag von cantus planus » Sonntag 30. Mai 2010, 13:36

Robert Ketelhohn hat geschrieben:Das halte ich für eine komplette Fehleinschätzung. Es ist, wenn schon, dann genau anders herum. Was du meinst, ist erst in Nachwendezeiten allmählich aus dem Westen herübergeschwappt.
Den Eindruck habe ich auch. Gibt es denn eine empfehlenswerte ostdeutsche Fakultät?
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Re: Gute Orte für das Theologiestudium?

Beitrag von ottaviani » Sonntag 30. Mai 2010, 13:39

Vulpius Herbipolensis hat geschrieben:Zu welcher/n Diözese(n) gehören eigentlich die in Heiligenkreuz
ausgebildeten Priester (außer den Mönchen natürlich)?

Vulpius
zu allen möglichen. aber es sind mehr orden und andere Gemeinschaften, die ihre Leute zum Studium nach Heiligenkreuz schicken

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Re: Gute Orte für das Theologiestudium?

Beitrag von Linus » Sonntag 30. Mai 2010, 21:42

ottaviani hat geschrieben:
Vulpius Herbipolensis hat geschrieben:Zu welcher/n Diözese(n) gehören eigentlich die in Heiligenkreuz
ausgebildeten Priester (außer den Mönchen natürlich)?

Vulpius
zu allen möglichen. aber es sind mehr orden und andere Gemeinschaften, die ihre Leute zum Studium nach Heiligenkreuz schicken
Hier gibts eine Auflistung

http://www.leopoldinum.at/leo/index.php ... &Itemid=54
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Re: Gute Orte für das Theologiestudium?

Beitrag von ar26 » Montag 31. Mai 2010, 00:02

Nein Robert. Das Gefühl, daß man eigentlich zusammengehöre, hatte sich nicht zuletzt durch die gemeinsame Oppositionsrolle in der Zone, viel eher herausgebildet als andernorts. Ein gemeinsamer Gegner eint nun mal mehr. Mir fielen jetzt genügend Beispiele aus der Zeit vor 1990 ein, teils aus eigenem Erleben, teils aus Berichten der Elterngeneration.
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Re: Gute Orte für das Theologiestudium?

Beitrag von Robert Ketelhohn » Montag 31. Mai 2010, 01:13

»Daß man eigentlich zusammengehöre«, das mag für bestimmte Situationen staatlichen Drucks gelten (und ist da noch nicht mal falsch), aber in keiner Weise für ökumenistischen Schnickschnack. Das entspricht schlicht nicht den Tatsachen. Das Gegenteil ist wahr.
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Re: Gute Orte für das Theologiestudium?

Beitrag von ar26 » Montag 31. Mai 2010, 08:12

Robert, ich will die insoweit Recht geben, als daß man nicht ständig bestrebt war, den Ökumenismus dogmatisch zu rechtfertigen. Dies kam erst später, gewiss. Im Praktischen war eine weitgehende Indifferenz zwischen der Kirche und den Protestanten an der Tagesordnung.
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Re: Gute Orte für das Theologiestudium?

Beitrag von Robert Ketelhohn » Montag 31. Mai 2010, 09:17

:neinfreu:
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Re: Gute Orte für das Theologiestudium?

Beitrag von Bernado » Montag 31. Mai 2010, 09:17

ar26 hat geschrieben:
Robert, ich will die insoweit Recht geben, als daß man nicht ständig bestrebt war, den Ökumenismus dogmatisch zu rechtfertigen. Dies kam erst später, gewiss. Im Praktischen war eine weitgehende Indifferenz zwischen der Kirche und den Protestanten an der Tagesordnung.
Ich habe auch den Eindruck, daß die Kirche in der früheren DDR bei der "Umsetzung des Konzils" insgesamt etwas zurückhaltender vorgegangen ist als im Westen. Geldmangel mag dabei eine Rolle gespielt haben, aber im Umfeld des atheistischen Staates war vielleicht auch die Versuchung geringer, sich so vorbehaltlos zur "Welt" zu öffnen, wie das viele im Westen ersehnten.
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