(Kirchliche) Kuriositäten

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Juergen
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Re: (Kirchliche) Kuriositäten

Beitrag von Juergen »

Kai hat geschrieben:
Mittwoch 17. Juni 2020, 13:02
Mir ist über die Jahre immer wieder aufgefallen, dass deutsche Kleriker anscheinend so ausgebildet werden, dass sie das Wort "Witwe" nicht wie der Normalbürger ausprechen, also mit offenem und unbetontem "e" am Ende, sondern mit geschlossenem und betontem "e".

Woher kommt das und was soll das?
Ich glaube nicht, daß das eine klerikerspezifische Angelegenheit ist. Vielleicht hört man das Wort häufiger von Klerikern als von anderen Personen, weil Kleriker beruflich mit dem Tod und Angehörigen etc. zu tun haben.

Ich vermute zum einen, daß das regional unterschiedlich gesprochen wird, wie das bei vielen Wörtern der Fall ist. Hier in der Gegend wird z.B. das g am Wortende häufig als ch gesprochen – oft auch das g am Wortanfang, aber das ist ein anderes Thema.

Zudem könnte man vielleicht vermuten, daß die Aussprache des mit betontem e die Unterscheidung bei der Aussprache der weiblichen Form von der männlichen Form verdeutlicht.ˈvɪtvə und ˈvɪtvɐ hört sich ja recht ähnliche an, während der Unterschied bei ˈvɪtve und ˈvɪtvɐ (oder gar noch mit r am Ende) größer ist.
Gruß Jürgen

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Kai
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Re: (Kirchliche) Kuriositäten

Beitrag von Kai »

Nee, nee, ich meinte nicht in freier Rede bei Beerdigungen, sondern bei Evangelienlesungen vor allem.

Mir fallen direkt drei Priester ein, die das aufweisen: Zwei Diözesanpriester aus dem Bistum Münster, einer aufgewachsen in Westfalen, der andere am nördlichen Niederrhein und ein FSSP-Priester, aufgewachsen in Köln, ausgebildet in Wigratzbad.

»Wit-weeeh...«

Im normalen Leben kenne ich niemanden, der das Wort so ausspricht. Nur Priester am Ambo.
"We have feminized the Church so much that it is not attractive to men."
(Eric Sammons)

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Robert Ketelhohn
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Re: (Kirchliche) Kuriositäten

Beitrag von Robert Ketelhohn »

Lycobates hat geschrieben:
Mittwoch 17. Juni 2020, 13:28
Bühnenaussprache?
Da würde sich Siebs aber bedanken. – Nee, es gibt wohl einfach Leute mit pathologischer Vorliebe für den hinteren Teil.
Propter Sion non tacebo, | ſed ruinas Romę flebo, | quouſque juſtitia
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Robert Ketelhohn
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Re: (Kirchliche) Kuriositäten

Beitrag von Robert Ketelhohn »

Juergen hat geschrieben:
Mittwoch 17. Juni 2020, 13:29
Hier in der Gegend wird z.B. das g am Wortende häufig als ch gesprochen
Das ist ja auch die deutsche Standardaussprache. (Auch nach Siebs.)
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