Die aktuelle Mißbrauchsdebatte

Allgemein Katholisches.
Kilianus
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Re: Die aktuelle Mißbrauchsdebatte

Beitrag von Kilianus »

lutherbeck hat geschrieben:
Herr Mixa
:ikb_furious:

Lieber Lutherbeck,

"Herr Mixa" ist jetzt nicht direkt eine Beleidigung. Zumindest nicht nach bürgerlichen Maßstäben.

Nach bürgerlichen Maßstäben ist es vielleicht auch keine Beleidigung, wenn man "Frau Windsor" schreibt und die Königin von England meint.

In einem beliebigen englischen Royalisten-Forum wäre solche Wortwahl aber vielleicht trotzdem nicht verständigungsfördernd.

Verstanden was ich meine?

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Robert Ketelhohn
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Re: Die aktuelle Mißbrauchsdebatte

Beitrag von Robert Ketelhohn »

Kilianus hat geschrieben:Nach bürgerlichen Maßstäben ist es vielleicht auch keine Beleidigung, wenn man "Frau Windsor" schreibt und die Königin von England meint.
Jawohl. Es muß heißen: „Frau Battenberg“.
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Robert Ketelhohn
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Re: Die aktuelle Mißbrauchsdebatte

Beitrag von Robert Ketelhohn »

lutherbeck hat geschrieben:Herr Mixa zeigt endlich einen Rest von Rückgrat - das wird die nötige Katharsis der römischen Gemeinschaft fruchtbar voranbringen
Was du Katharsis nennst, ist aus Sicht des Gläubigen die „Reinigung“ der Kirche von Elementen, die standhaft den apostolischen Glauben zu bewahren sich mühen.
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cantus planus
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Re: Die aktuelle Mißbrauchsdebatte

Beitrag von cantus planus »

Lutherbeck verwendet den "Herrn Mixa" ebenso konsequent wie die "römische Gemeinschaft". Nicht falsch, aber er weiss genau, dass der kleine Nadelstich ankommt. Man sollte sich darüber nicht aufregen. Es lohnt sich nicht.
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Niels
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Re: Die aktuelle Mißbrauchsdebatte

Beitrag von Niels »

Eduard Nagel hat geschrieben:(...)es ist gut und richtig, wenn in dieser Zeit in den Fürbitten der Opfer von Missbrauch und auch der Täter gedacht wird. Allerdings zeigt sich gerade hier, wie verkehrt es ist, wenn Gebet missbraucht wird für gute Ratschläge an Gott und Menschen. „Für die Verantwortlichen in der Kirche, dass sie schonungslos aufklären, was …“ – diesen Rat brauchen im Augenblick weder der Papst noch die Bischöfe. Was sie brauchen, ist Mut, den Realitäten ins Auge zu blicken, und Kraft, um das auszuhalten, was auf sie zukommt, und durchzuführen, was geboten erscheint. Und muss man Gott wirklich sagen, er möge dafür sorgen, „dass die Opfer Menschen finden, die sie verstehen und begleiten“? Was sie brauchen, ist die Heilung ihrer Wunden, Licht in der Finsternis ihrer Erinnerungen, Kraft zu Vergebung – ob durch verständnisvolle Mitmenschen, durch eine Therapie oder auch durch Gebet, das dürfen wir ihnen und Gott überlassen. Und schließlich die Täter: „dass sie erkennen …“, was der kluge Fürbittenformulierer in seiner großen Weisheit schon erkannt hat. Ihr erstes Problem ist inzwischen wohl weniger das Erkennen, wohl aber, wie sie mit der Schuld leben sollen: vor den Opfern, vor Gott, vor sich selbst. (...)
Fürbitte halten heißt: Menschen mit ihrer Not vor Gott hintragen wie einst die Männer, die den Gelähmten durch das aufgeschlagene Dach vor Jesus hinabließen. Sie wollten, dass Jesus ihm Kraft in die Beine gibt. Jesus aber hat ihm zuerst die Sünden vergeben. Das müsste auch uns beim Formulieren vorsichtig machen (...)
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SpaceRat
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Re: Die aktuelle Mißbrauchsdebatte

Beitrag von SpaceRat »

civilisation hat geschrieben:Da gibt es doch auch noch diesen Menschen aus Köln, BAP-Mitglied, der irgendwann in den letzten Tagen ganz öffentlich von seinem eigenen MIßbrauch berichtet hat ...
Wolfgang Niedecken

Der war auf dem Internat, das zu dem von mir besuchten Gymnasium (Vinzenz-Pallotti-Kolleg) gehört. Er hat wohl das städtische Gymnasium besucht (Zu seiner Zeit könnte das sogar noch in unmittelbarer Nachbarschaft gelegen haben).
Seine Mißbrauchsvorwürfe sind aber auch nicht neu, die kennt man seit Jahrzehnten (Hat er schon in seiner Autobiographie erwähnt), hat bislang nur kein Schwein interessiert.

Zeitungsartikel zu Vorfällen im Internat der Pallottiner

Ich kann sie sogar insofern bestätigen, daß ich einen der letzten der Brutalo-Patres noch selber als (Musik-)Lehrer hatte. Ob es stimmt oder nicht, weiß ich nicht, aber es ging das Gerücht um, er wäre im 2. Weltkrieg ein grauer Wolf (Also bei der U-Boot-Flotte) gewesen und sei deshalb so drauf. Er hat auch tatsächlich mindestens ein Mal jemandem aus meiner Klasse eine geballert, ob mir oder einem Mitschüler weiß ich nicht mehr, ich bin da nicht so empfindlich.
Im Nachhinein betrachtet würde ich sagen, daß auch mein Lateinlehrer (Der Pater, nicht der richtige) mit Pädagogik völlig überfordert gewesen war. Wir haben absolut nichts gelernt, weil der Mann beim kleinsten Rascheln langanhaltend verbal ausgerastet ist. Kleinstes Rascheln heißt z.B., als Letzter noch einen Stift im Federmäppchen zu suchen. Möglicherweise fehlte dem einfach der Streßabbau durch Draufhauen, zu meiner Zeit war das nämlich eigentlich nicht mehr akzeptabel (Und im Gegensatz zum Musikpater hat er sich auch zurückgehalten), aber vom Alter her konnte er eigentlich nur die "Gut Kind will Keile haben"-Pädagogik kennen.
Jedenfalls wurde er so selber zum größten Unterrichtsstörer: Die Parallelklasse mit zivilem Lateinlehrer war über 10 Lektionen weiter und der Stoff saß auch besser und das, obwohl dieser Lehrer auch noch zu dem Inhalt jeder Lektion ausführliche, geschichtliche Hintergrundinformationen gegeben hat.
Ansonsten gab es zu meiner Zeit nur noch 3 weitere Patres ...
- Pater Erhard, den Schulleiter
- Pater ???, Religionslehrer für die Römer
- Pater Ludwig, Kunstlehrer

Pater Ludwig war der liebste von allen. Ich habe zwar von seinem Kunstunterricht ein Trauma, weil in seinem Keller für Töpferarbeiten immer WDR4 lief und ich bis heute dieses dämliche "dödödöpp, dödödödödödöpp, WDR 4 .... Musikexpress" nicht aus dem Schädel kriege, aber ansonsten ist er bis heute der einzige römische Kirchenmann, der auch wie einer wirkte.
Vor dem geistigen Auge sehe ich ihn mit gefalteten Händen durch den Raum schweben ... das tat er zwar nicht, aber irgendwie wirkte es so.

Ansonsten waren zu meiner Zeit schon alle anderen Lehrer "Zivilisten", aber ich bin auch "etwas" jünger als Wolfgang Niedecken, dessen Bruder mein Hautarzt war :)
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lutherbeck
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Re: Die aktuelle Mißbrauchsdebatte

Beitrag von lutherbeck »

Gamaliel;
niemand bestreitet daß es auch in der evengelischen Kirche verschiendene Mißbrauchsfälle gegeben hat - aber die EKD tut eben alles für eine lückenlose Aufklärung!

Zudem: bei Herrn Mixa geht es doch gar nicht um Mißbrauch, sondern um den Vorwurf von Schlägen, wochenlangem Leugnen und fraglichen Geldmitteleinsätzen; daß man aber dieses völlig anders gelagerte Thema stur hier im Mißbrauchsstrang behandelt, habe ich persönlich noch nie verstanden - genau dies jedoch stellt Herrn Mixa erst in die Mißbrauchsecke...

civi:
natürlich sind die evangelischen Kirchen KIRCHE in der Tradition der reinen Lehre der Urkirche - die römische Gemeinschaft hat sich davon etwas weiter entfernt, weil sie vieles durch menschliche Traditionen verstellt hat - dennoch hält ihr das von ev. Seite niemand beständig vor...

Nochmals:
ich bin FÜR die KIRCHE - und froh, daß die Gelegenheit der Katharsis nun endlich wahrgenommen wird! So wird die Glaubwürdigkeit in den Augen der Öffentlichkeit wieder hergestellt; wie sonst hätte man jemals moralische Äußerungen des Klerus wieder enrstgenommen...

Lutherbeck :)
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Gamaliel
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Re: Die aktuelle Mißbrauchsdebatte

Beitrag von Gamaliel »

Bistum Augsburg bestätigt:

Bischof Walter Mixa bittet Papst Benedikt XVI. um Entpflichtung


Die "Süddeutsche" tritt nach:

Ein Bischof am Abgrund
...Er hat nicht verstanden, dass er am geistlichen Fundament seines Amtes kratzt, wenn er Geld für sich nimmt, das den Armen gehört.

Mixa ist ein gespaltener Mensch: Da ist der leutselig-konservative Seelsorger, da ist aber auch die abgründige Seite dessen, der selbstherrlich die Maßstäbe des Evangeliums, für die er stehen soll, außer Kraft setzt. Das ist der Grund für Mixas Rücktritt, nicht die einzelnen Taten sind es. Wer so denkt, darf nicht Bischof sein.

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Niels
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Re: Die aktuelle Mißbrauchsdebatte

Beitrag von Niels »

:traurigtaps:
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SpaceRat
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Re: Die aktuelle Mißbrauchsdebatte

Beitrag von SpaceRat »

cantus planus hat geschrieben:Lutherbeck verwendet den "Herrn Mixa" ebenso konsequent wie die "römische Gemeinschaft". Nicht falsch, aber er weiss genau, dass der kleine Nadelstich ankommt. Man sollte sich darüber nicht aufregen. Es lohnt sich nicht.
Darauf habe ich aber eigentlich ein ©

Seit der "Klarstellung zu DI" verwende ich das in mykath und kreuzgang fast durchgehend, je mehr ev. Bischöfe in Gänsepaddels u.ä. Sachlichkeiten mir begegnen, desto begeisterter.

Aber von mir aus, solange lutherbeck keine elektrischen Steuerungen baut und E-Installationen vornimmt, will ich mal nicht so sein und ihm ein Nutzungsrecht einräumen und auch von der Durchführung von Blinddarm-OPs absehen.
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Florianklaus
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Re: Die aktuelle Mißbrauchsdebatte

Beitrag von Florianklaus »

lutherbeck hat geschrieben:Gamaliel;
niemand bestreitet daß es auch in der evengelischen Kirche verschiendene Mißbrauchsfälle gegeben hat - aber die EKD tut eben alles für eine lückenlose Aufklärung!

Zudem: bei Herrn Mixa geht es doch gar nicht um Mißbrauch, sondern um den Vorwurf von Schlägen, wochenlangem Leugnen und fraglichen Geldmitteleinsätzen; daß man aber dieses völlig anders gelagerte Thema stur hier im Mißbrauchsstrang behandelt, habe ich persönlich noch nie verstanden - genau dies jedoch stellt Herrn Mixa erst in die Mißbrauchsecke...

civi:
natürlich sind die evangelischen Kirchen KIRCHE in der Tradition der reinen Lehre der Urkirche - die römische Gemeinschaft hat sich davon etwas weiter entfernt, weil sie vieles durch menschliche Traditionen verstellt hat - dennoch hält ihr das von ev. Seite niemand beständig vor...

Nochmals:
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cantus planus
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Re: Die aktuelle Mißbrauchsdebatte

Beitrag von cantus planus »

lutherbeck hat geschrieben:Gamaliel;
niemand bestreitet daß es auch in der evengelischen Kirche verschiendene Mißbrauchsfälle gegeben hat - aber die EKD tut eben alles für eine lückenlose Aufklärung!
Das ist mir neu.
lutherbeck hat geschrieben:Zudem: bei Herrn Mixa geht es doch gar nicht um Mißbrauch, sondern um den Vorwurf von Schlägen, wochenlangem Leugnen und fraglichen Geldmitteleinsätzen; daß man aber dieses völlig anders gelagerte Thema stur hier im Mißbrauchsstrang behandelt, habe ich persönlich noch nie verstanden - genau dies jedoch stellt Herrn Mixa erst in die Mißbrauchsecke...
Ich frage mich bei dir immer stärker, ob deine Aussagen aus Boshaftigkeit oder einfach einem Mangel aus Erkenntnis kommen. Zum wiederholten Male erkläre ich - und damit auch zum letzten Mal in diesem Strang, denn ich fühle mich allmählich wie eine gesprungene Schallplatte -, dass Bischof Mixa aus der Deckung der Anonymität heraus mit angeblichen "eidesstattlichen Versicherungen" schwerste Mißhandlungen und fortgesetzte Gewalt, u.a. durch Stockhiebe vorgeworfen wurden. Ja, es war gar die Rede von der Drohung mit dem prügelnden Stadtpfarrer als systematischem Erziehungsmittel! Wenn das keine Mißhandlungsvorwürfen (vulgo heute Mißbrauchsvorwürfe) sind, weiss ich es auch nicht.

Dass diese angeblichen "eidesstattlichen Versicherungen" offenbar nirgendwo vorliegen und auch juristisch nicht verwertet werden, spricht für sich. Fakt ist auch, dass man den Bischof damit vor sich hergetrieben hat, um irgendetwas zu finden, was ihn schaden kann. Was genau dabei als Vorwurf dienen konnte, war vollkommen egal. Unter diesem Druck hat Mixa selber dann ungeschickt agiert. Das ist keine Frage. Daraus aber einen Rücktritt abzuleiten, und in völliger Verkennung der Tatsachen eine "Katharsis" kommen zu sehen, ist abenteuerlich.

Fakt ist, dass über die wenigen tatsächlichen Mißbrauchsfälle, über die homosexuellen Seilschaften im Klerus udn über das Schweigen der Verantwortlichen (besonders prominent die Leitung der Legionäre Christi) wieder einmal nicht gesprochen wird.

Fakt ist, dass der ganze Aufhänger der Mixa-Geschichte ein "Gutachten" ist, dass dieser Bezeichnung Hohn spricht. Ich halte nochmals fest: kein Gespräch mit dem Bischof, kein Gespräch mit den Opfern(!), Auswertung von Aussagen unbeteiligter Dritter und Kolportage von Gerüchten. Dieses Machwerk von einem selbsternannten Gutachter ist derzeit der einzige Beweis gegen den Bischof. Es ist schlimm, dass so etwas mittlerweile ausreicht, um einen Menschen zu vernichten. Weit ist es wieder gekommen in Deutschland...

Statt dessen jubeln Liberale nun über den Abschuss eines konservativen Hirten. Die charakterlosen Bischöfe haben selbst einen Präzedenzfall geschaffen, den sie noch sehr bereuen werden.

Was einige hier in grenzenloser Naivität als "Aufklärung" feiern, ist das genau Gegenteil. Es ist gutmenschliches und politisierendes Betroffenheitsgeseiere, gegen das das von unserem Herrn kritisierte Pharisäertum noch harmlos war. Dass jene die dicksten Steine werfen, die ihre Sünden öffentlich begehen, ist erstaunlich. Die Presse als neue moralische Instanz? Ein Witz!

Man kann sich nur voll Ekel abwenden von soviel Scheinheiligkeit und Moralinspritzerei.

Kurz und gut: diese ganze Entwicklung ist ein schweres Ärgernis. Die Kirche wird daran aber nicht zugrunde gehen. Helfen wird es ihr aber auch nicht. Das sieht man schon jetzt an den Kommentaren zum Rücktrittsangebot. Ein unnützes Opfer auf dem Altar der politischen Korrektheit. Erinnert in mehrfacher Hinsicht fatal an die stalin'schen Säuberungen (=Katharsis). Nur dass sogar da die Anklagen besser gemacht waren.
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Maurus
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Re: Die aktuelle Mißbrauchsdebatte

Beitrag von Maurus »

Florianklaus hat geschrieben:
lutherbeck hat geschrieben:Gamaliel;
niemand bestreitet daß es auch in der evengelischen Kirche verschiendene Mißbrauchsfälle gegeben hat - aber die EKD tut eben alles für eine lückenlose Aufklärung!

Zudem: bei Herrn Mixa geht es doch gar nicht um Mißbrauch, sondern um den Vorwurf von Schlägen, wochenlangem Leugnen und fraglichen Geldmitteleinsätzen; daß man aber dieses völlig anders gelagerte Thema stur hier im Mißbrauchsstrang behandelt, habe ich persönlich noch nie verstanden - genau dies jedoch stellt Herrn Mixa erst in die Mißbrauchsecke...

civi:
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Was soll eigentlich die von Dir ständig erwähnte "römische Gemeinschaft" sein? Von dieser habe ich vorher noch nie etwas gehört.
Das ist die beleidigte Reaktion auf "Dominus Iesus". Kreativer gings grad nicht.

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Anselmus
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Re: Die aktuelle Mißbrauchsdebatte

Beitrag von Anselmus »

Florianklaus hat geschrieben:
lutherbeck hat geschrieben:Gamaliel;
niemand bestreitet daß es auch in der evengelischen Kirche verschiendene Mißbrauchsfälle gegeben hat - aber die EKD tut eben alles für eine lückenlose Aufklärung!

Zudem: bei Herrn Mixa geht es doch gar nicht um Mißbrauch, sondern um den Vorwurf von Schlägen, wochenlangem Leugnen und fraglichen Geldmitteleinsätzen; daß man aber dieses völlig anders gelagerte Thema stur hier im Mißbrauchsstrang behandelt, habe ich persönlich noch nie verstanden - genau dies jedoch stellt Herrn Mixa erst in die Mißbrauchsecke...

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Was soll eigentlich die von Dir ständig erwähnte "römische Gemeinschaft" sein? Von dieser habe ich vorher noch nie etwas gehört.
Auf die "römische Gemeinschaft" und "Herrn Mixa" von Lutherbeck geht man am besten einfach nicht ein, wie auch cantus planus schon schrieb. Damit will Lutherbeck nur provozieren und freut sich wohl über jeden Post, der sich über diese "Nomenklatur" ärgert. Tun wir ihm den Gefallen also einfach nicht und ignorieren das einfach.

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lifestylekatholik
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Re: Die aktuelle Mißbrauchsdebatte

Beitrag von lifestylekatholik »

SpaceRat hat geschrieben:Darauf habe ich aber eigentlich ein ©
Aber du bist immerhin ein standhafter Protestant und keine weinerliche Ich-liebe-euch-doch-alle-Gestalt. ;)
»Was muß man denn in der Kirche ›machen‹? In den Gottesdienſt gehen und beten reicht doch.«

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Granuaile
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Re: Die aktuelle Mißbrauchsdebatte

Beitrag von Granuaile »

Anselmus hat geschrieben:
Florianklaus hat geschrieben:
lutherbeck hat geschrieben:Gamaliel;
niemand bestreitet daß es auch in der evengelischen Kirche verschiendene Mißbrauchsfälle gegeben hat - aber die EKD tut eben alles für eine lückenlose Aufklärung!

Zudem: bei Herrn Mixa geht es doch gar nicht um Mißbrauch, sondern um den Vorwurf von Schlägen, wochenlangem Leugnen und fraglichen Geldmitteleinsätzen; daß man aber dieses völlig anders gelagerte Thema stur hier im Mißbrauchsstrang behandelt, habe ich persönlich noch nie verstanden - genau dies jedoch stellt Herrn Mixa erst in die Mißbrauchsecke...

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Was soll eigentlich die von Dir ständig erwähnte "römische Gemeinschaft" sein? Von dieser habe ich vorher noch nie etwas gehört.
Auf die "römische Gemeinschaft" und "Herrn Mixa" von Lutherbeck geht man am besten einfach nicht ein, wie auch cantus planus schon schrieb. Damit will Lutherbeck nur provozieren und freut sich wohl über jeden Post, der sich über diese "Nomenklatur" ärgert. Tun wir ihm den Gefallen also einfach nicht und ignorieren das einfach.

Wenn ich eure Empfindlichkeit betrachte, muss ich mich schon sehr zusammennehmen, dass ich nicht zynisch werde. Was ist gewünscht? Etwa dass dieser Lügner - und gelogen hat er mindestens mit Bezug auf das Verhauen von ihm anvertrauten Kindern offensichtlich - auch noch als "Exzellenz" bezeichnet wird? "Herr" scheint mir in der gegebenen Situation eine durchaus passende und neutrale Formulierung zu sein.
(Und jetzt soll mir niemand kommen, ich als Evangelischer nutze die Gelegenheit, auf die katholische Kirche und einen ihrer Bischöfe einzudreschen. Ich habe weiter vorne in diesem Tread kritisiert, dass Bischof Mixa alte längst vergangene Geschichten zur Last gelegt werden, die mit seiner heutigen Aufgabe als Bischof nichts zu tun haben.)

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cantus planus
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Re: Die aktuelle Mißbrauchsdebatte

Beitrag von cantus planus »

Warum sollte der Bischof nicht mehr "Exzellenz" genannt werden, nur weil er möglicherweise Schuld auf sich geladen hätte?

Was hat das Amt mit dem Fehler des Menschen zu tun?

Also sage ich nochmal: Mixa ist nicht Käßmann, auch, wenn nun alle das protestantische Amtsverständnis für die katholische Kirche anlegen.
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Torsten
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Re: Die aktuelle Mißbrauchsdebatte

Beitrag von Torsten »

Wie schnell geht das eigentlich mit der Anerkennung des Rücktrittsgesuchs? Die Woche wird das doch eh nichts mehr? Da liegt doch bestimmt haufenweise Papierkram aus aller Welt auf dem Schreibtisch, der erstmal Vorrang hat?

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taddeo
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Re: Die aktuelle Mißbrauchsdebatte

Beitrag von taddeo »

lutherbeck hat geschrieben:Gamaliel;
niemand bestreitet daß es auch in der evengelischen Kirche verschiendene Mißbrauchsfälle gegeben hat - aber die EKD tut eben alles für eine lückenlose Aufklärung!
... und die Erde ist eine Scheibe ...

Nee, im Ernst: Behalte Dir Deinen guten Glauben, so wie ich mir den meinen behalten möchte.
Aber direkt in meiner Nachbarschaft wurde kürzlich ein entsprechender Fall offenbar (ich hatte es auch irgendwo hier verlinkt), der genau das Gegenteil von Deiner Behauptung aufgezeigt hat - die EKD konnte das Vertuschen genauso gut wie unser Verein, und hat es mit genau denselben Mitteln praktiziert. SO ökumenisch sind wir dann doch ... :pfeif:

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Re: Die aktuelle Mißbrauchsdebatte

Beitrag von SpaceRat »

cantus planus hat geschrieben:
lutherbeck hat geschrieben:Gamaliel;
niemand bestreitet daß es auch in der evengelischen Kirche verschiendene Mißbrauchsfälle gegeben hat - aber die EKD tut eben alles für eine lückenlose Aufklärung!
Das ist mir neu.
Und wenn: Umso bemerkenswerter, daß es der EKD gelingt, diesen Eindruck zu erzeugen/erhalten.

Ein weiterer Beleg dafür, daß man mit etwas Fingerspitzengefühl längst aus den Schlagzeilen raus sein könnte.
Dieses weinerliche Opfer-Gehabe mit "Hetzkampagne", "wahres Ziel = Zerstörung der Kirche" usw. usf. nervt einfach nur.

Die Menschen stellen bei der Kirche und auch der römischen Gemeinschaft einfach andere Ansprüche an die Glaubwürdigkeit, als bei Politikern und Managern.
Eigentlich sollte man dafür dankbar sein, daß man eben nicht mit diesen Ausgeburten der Hölle auf eine Stufe gestellt wird.
Uwe Mixas, äh, ich meine Walter Barschels, ach ne ... Walter Mixas Ehrenwortgehabe :kotz: t die Leute an, nichts mehr, aber auch nicht weniger.
Die Verlogenheit einer Organisation, die für sich die Lufthoheit über die Moral und vor allem die Betten der Menschen beansprucht, sich dann aber rausredet, wenn sie selbst gegen Moral und Anstand verstößt, ist das Problem.

Und wenn derart enttäuschte Menschen die Reaktionen hier lesen, dann kommt denen gleich noch mal das Essen hoch.
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Re: Die aktuelle Mißbrauchsdebatte

Beitrag von taddeo »

Torsten hat geschrieben:Wie schnell geht das eigentlich mit der Anerkennung des Rücktrittsgesuchs? Die Woche wird das doch eh nichts mehr? Da liegt doch bestimmt haufenweise Papierkram aus aller Welt auf dem Schreibtisch, der erstmal Vorrang hat?
Das kommt ganz auf den Papst an. Es kann innerhalb von Stunden funktionieren, wenn man will, aber es kann auch Monate dauern.

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cantus planus
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Re: Die aktuelle Mißbrauchsdebatte

Beitrag von cantus planus »

SpaceRat hat geschrieben:
cantus planus hat geschrieben:
lutherbeck hat geschrieben:Gamaliel;
niemand bestreitet daß es auch in der evengelischen Kirche verschiendene Mißbrauchsfälle gegeben hat - aber die EKD tut eben alles für eine lückenlose Aufklärung!
Das ist mir neu.
Und wenn: Umso bemerkenswerter, daß es der EKD gelingt, diesen Eindruck zu erzeugen/erhalten.

Ein weiterer Beleg dafür, daß man mit etwas Fingerspitzengefühl längst aus den Schlagzeilen raus sein könnte.
Da bin ich ganz deiner Meinung. Und ich stimme zu, dass Bischof Mixas etwas ungeschicktes Herumrudern die Sache unnötig verschlimmert hat. Hätte er die Ohrfeigen gleich eingeräumt, wäre der "Skandal" vermutlich noch in der Entstehung verpufft.
SpaceRat hat geschrieben:Die Menschen stellen bei der Kirche und auch der römischen Gemeinschaft einfach andere Ansprüche an die Glaubwürdigkeit, als bei Politikern und Managern.
Richtig. Und das ärgerliche sind für mich eben die zahlreichen Nebenschauplätze, die man jetzt aufgemacht hat. Wer profitiert vom Rücktritt des Bischofs wirklich? Niemand. Am wenigsten die tatsächlichen Opfer des Mißbrauchs, deren Anliegen mal wieder in einer Moralinwelle erstickt und in der Schnellebigkeit der Medien schon wieder uninteressant geworden sind.
SpaceRat hat geschrieben:Und wenn derart enttäuschte Menschen die Reaktionen hier lesen, dann kommt denen gleich noch mal das Essen hoch.
Das kann kein Kriterium für die Lehre der Kirche sein. Die Kirche hat niemals gelehrt, dass Amtsträger nicht sündigen. Sie hat niemals gelehrt, dass sie persönlich unfehlbar sind. Im Gegenteil: auch ein Bieschof, ja sogar der Papst, braucht einen Beichtvater.

Mir kommt das Essen bei jenen hoch, die jetzt lauthals Freude über den Rücktritt des Bischofs verkünden. Wie viele jubeln wohl mit, die ihre Frau vermöbeln, sich an ihren Kindern vergehen, selber merkwürdiges Finanzgebahren aufweisen oder auch schon einmal nicht die volle Wahrheit eingestanden haben?
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Torsten
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Re: Die aktuelle Mißbrauchsdebatte

Beitrag von Torsten »

taddeo hat geschrieben:Es kann innerhalb von Stunden funktionieren, wenn man will, aber es kann auch Monate dauern.
Wer hat es denn eilig? Das sind Entscheidungen, die nicht überhastet getroffen werden dürfen, im Eindruck des Momentes.

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SpaceRat
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Re: Die aktuelle Mißbrauchsdebatte

Beitrag von SpaceRat »

taddeo hat geschrieben:
lutherbeck hat geschrieben:Gamaliel;
niemand bestreitet daß es auch in der evengelischen Kirche verschiendene Mißbrauchsfälle gegeben hat - aber die EKD tut eben alles für eine lückenlose Aufklärung!
... und die Erde ist eine Scheibe ...
Ein sehr putziger Zynismus für ein katholisches Forum, wurde Herr Galileo „Und sie bewegt sich doch!“ Galilei doch erst 1992 rehabilitiert.

Die Einführung des Gregorianischen Kalenders in protestantischem Gebieten erfolgte im Vergleich dazu in Lichtgeschwindigkeit: "Nur" 118 Jahre nach den römischen Gebieten.

Kleiner Einblick für Römer: „Und sie bewegt sich doch!“ lernt man bei evangelischer Sozialisation gleichzeitig und gleichrangig mit "Hier stehe ich, ich kann nicht anders, Gott helfe mir, Amen!".
Zweiter Tip: Die Erde ist nicht nur keine Scheibe, sie dreht sich obendrein auch noch um die Sonne!
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cantus planus
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Re: Die aktuelle Mißbrauchsdebatte

Beitrag von cantus planus »

SpaceRat hat geschrieben:Ein sehr putziger Zynismus für ein katholisches Forum, wurde Herr Galileo „Und sie bewegt sich doch!“ Galilei doch erst 1992 rehabilitiert.
Das klingt mal wieder richtig gut. So, als habe die Kirche einen fundamentalen Fehler viel zu spät eingestanden. Kommt auch immer gut an. Ist aber trotzdem falsch. Und gehört darüberhinaus überhaupt nicht in dieses Thema.
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Robert Ketelhohn
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Re: Die aktuelle Mißbrauchsdebatte

Beitrag von Robert Ketelhohn »

cantus planus hat geschrieben:Hätte er die Ohrfeigen gleich eingeräumt, wäre der "Skandal" vermutlich noch in der Entstehung verpufft.
Nein, garantiert nicht.
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Kilianus
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Re: Die aktuelle Mißbrauchsdebatte

Beitrag von Kilianus »

SpaceRat hat geschrieben: Ein weiterer Beleg dafür, daß man mit etwas Fingerspitzengefühl längst aus den Schlagzeilen raus sein könnte.
Quark. Sorry, Ihr Protestanten seid schlicht und einfach zu langweilig. Wir bieten die hübscheren Bilder.

Oder meinst Du, es liegt am "Fingerspitzengefühl" der Protestanten, daß Dan Brown seine netten Geschichtchen noch nie um das Kirchenamt in Hannover oder den lutherischen Weltbund gesponnen hat?

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Florianklaus
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Re: Die aktuelle Mißbrauchsdebatte

Beitrag von Florianklaus »

SpaceRat hat geschrieben:
cantus planus hat geschrieben:Lutherbeck verwendet den "Herrn Mixa" ebenso konsequent wie die "römische Gemeinschaft". Nicht falsch, aber er weiss genau, dass der kleine Nadelstich ankommt. Man sollte sich darüber nicht aufregen. Es lohnt sich nicht.
Darauf habe ich aber eigentlich ein ©

Seit der "Klarstellung zu DI" verwende ich das in mykath und kreuzgang fast durchgehend, je mehr ev. Bischöfe in Gänsepaddels u.ä. Sachlichkeiten mir begegnen, desto begeisterter.

Aber von mir aus, solange lutherbeck keine elektrischen Steuerungen baut und E-Installationen vornimmt, will ich mal nicht so sein und ihm ein Nutzungsrecht einräumen und auch von der Durchführung von Blinddarm-OPs absehen.

Ich schlage vor, daß wir aus Gründen der Höflichkeit, wie es auch im ökumenischen Dialog üblich ist und ohne Aufgabe der eigenen ekklesiologischen Positionen, die jeweilige Selbstbezeichnung der jeweiligen Denomination verwenden. Das würde Nebenkriegsschauplätze vermeiden helfen und einer sachlichen Diskussion dienlich sein.

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SpaceRat
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Re: Die aktuelle Mißbrauchsdebatte

Beitrag von SpaceRat »

lifestylekatholik hat geschrieben:
SpaceRat hat geschrieben:Darauf habe ich aber eigentlich ein ©
Aber du bist immerhin ein standhafter Protestant und keine weinerliche Ich-liebe-euch-doch-alle-Gestalt. ;)
So standhaft nun auch wieder nicht. Den Klausnerei-Mods bin ich dermaßen zu liberal, daß man mir umgehend die Worte aus den Postings streicht. Ich lasse mich ungerne in eine Schublade stecken.

Sagen wir mal so: Ich bin so überzeugter und standhafter Christ, daß ich Euch alle liebe, weil mein Erlöser sagt :regel: , man solle auch seine Feinde lieben. :dudu:
Wobei das nicht heißt, daß ich nicht dennoch nicht mehr zum Sitzen käme, wenn alle das täten, was sie mich könnten. Aber wenn die mich nicht ... könnten, wären's ja auch keine Feinde mehr und es würde keinen Sinn mehr ergeben, sie zu lieben :pfeif:

Und mit dem "andere Backe hinhalten" halte ich es so, daß ich schon gucke, daß in Schwungrichtung eine schön rauh verputzte Wand oder sowas ist und mich dann doch rechtzeitig ducke. Von "dann auch nicht wegziehen" war ja keine Rede. :narr:
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Siard
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Re: Die aktuelle Mißbrauchsdebatte

Beitrag von Siard »

Gerade auf 3Sat: Orientierung. Mit einem guten Interview mit Kardinal Schönborn und einem Anti-Papst Beitrag, der mit Unwahrheiten arbeitete.

Wie stand es so schön in einem Leserbrief im Internet: "Jeder Mensch sollte wissen, dass die kath. Kirche mehr als 1 Milliarden Menschen in 2000 Jahren getötet hat."

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Robert Ketelhohn
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Re: Die aktuelle Mißbrauchsdebatte

Beitrag von Robert Ketelhohn »

SpaceRat hat geschrieben:… wurde Herr Galileo „Und sie bewegt sich doch!“ Galilei doch erst 1992 rehabilitiert.
Nein.
SpaceRat hat geschrieben:Zweiter Tip: Die Erde ist nicht nur keine Scheibe, sie dreht sich obendrein auch noch um die Sonne!
Auch nicht. Aber zu Galileo bitte da entlang:
http://kreuzgang.org/viewtopic.php?p=38153#38153
http://kreuzgang.org/viewtopic.php?t=36 ... sc&start=
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SpaceRat
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Re: Die aktuelle Mißbrauchsdebatte

Beitrag von SpaceRat »

Siard hat geschrieben:Wie stand es so schön in einem Leserbrief im Internet: "Jeder Mensch sollte wissen, dass die kath. Kirche mehr als 1 Milliarden Menschen in 2000 Jahren getötet hat."
Stimmt. Diese Zahl ist ja bei weitem untertrieben, wenn man die Taufen mitzählt.
Tod und Wiedergeburt, diesmal aber reingewaschen von der Erbsünde.
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