Die aktuelle Mißbrauchsdebatte

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cantus planus
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Die aktuelle Mißbrauchsdebatte

Beitrag von cantus planus »

Ich habe einen neuen Strang zur aktuellen Mißbrauchsdebatte eröffnet, da der alte Überlänge hatte. Frühere Beiträge finden sich hier.
cantus planus, Mod.

Gamaliel hat geschrieben:Pressemitteilung von P. Schmidberger

Daraus:
...die traurigen Kindsmißbrauchsfälle, die täglich in den Massenmedien breitgewalzt werden, haben die Kirche zutiefst erschüttert und ihr großen Schaden zugefügt. Die jetzige Hetzkampagne gegen Papst und Kirche grenzt zum Teil an Selbstzerfleischung.
Die Umkehr schließt den ernsten Vorsatz zur Lebensbesserung und zum Streben nach Tugend ein. Die Verbreitung von Pornographie muss ein Ende haben, die Schwulenlobbys in Schranken gewiesen werden. Die permissive Moral hat sich als katastrophaler Irrweg erwiesen.
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Raimund J.
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Re: Die aktuelle Mißbrauchsdebatte

Beitrag von Raimund J. »

Der Bayerische Rundfunk hat sich als Top Thema vollkommen auf Bischof Müller eingeschossen:

http://www.br-online.de/aktuell/kirche- ... 586266.xml
So distanzierte sich der Präsident des Zentralkomitees der Katholiken, Alois Glück, klar von Bischof Müller: "Das hilft uns nicht weiter, sondern führt dazu, dass der eine oder andere den Eindruck hat, dass es in der Kirche Kräfte gibt, die letztlich keine Aufklärung wollen", sagte Glück im Bayerischen Rundfunk. Bischof Müller spreche nicht für die Kirche.

Auch Kurienkardinal Walter Kasper rät Bischof Müller, nicht mit dem Finger auf andere zu zeigen. Am Rande der evangelischen Landessynode in Weiden sagte er: "Wir sollten unser eigenes Haus in Ordnung bringen." Darüber wie die Medien berichteten, könne man verschiedener Meinung sein, sagte Kasper. "Sie haben aber auch die Aufgabe, die Dinge offen zu legen."

Der Deutsche Journalisten-Verband (DJV) kritisierte Müllers Äußerungen als "skandalöse Polemik" und verlangte eine Entschuldigung. Es sei Aufgabe von Journalisten, kritisch über die Missbrauchsfälle durch Geistliche zu berichten, sagte die stellvertretende DJV-Vorsitzende Ulrike Kaiser. "Bischof Müller polemisiert gegen die Überbringer der schlechten Nachrichten und versucht so offenbar, von den Fakten abzulenken."

Der Vorsitzende des Bayerischen Journalisten-Verbands Wolfgang Stöckl sagte, es sei ein unsäglicher Angriff auf die Pressefreiheit. Müller solle klar sein, dass wegen unpassender Nazi-Vergleiche schon Politiker und Kabarettisten zurückgetreten seien, so Stöckl.
Der Herr ist mein Hirte; mir wird nichts mangeln.
Nec laudibus, nec timore

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Peregrin
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Re: Die aktuelle Mißbrauchsdebatte

Beitrag von Peregrin »

Raimund Josef H. hat geschrieben:
Der Vorsitzende des Bayerischen Journalisten-Verbands Wolfgang Stöckl sagte, es sei ein unsäglicher Angriff auf die Pressefreiheit. Müller solle klar sein, dass wegen unpassender Nazi-Vergleiche schon Politiker und Kabarettisten zurückgetreten seien, so Stöckl.
Na und, hier geht's ja um passende.
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Maurus
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Re: Die aktuelle Mißbrauchsdebatte

Beitrag von Maurus »

Raimund Josef H. hat geschrieben:Der Bayerische Rundfunk hat sich als Top Thema vollkommen auf Bischof Müller eingeschossen:

http://www.br-online.de/aktuell/kirche- ... 586266.xml
So distanzierte sich der Präsident des Zentralkomitees der Katholiken, Alois Glück, klar von Bischof Müller: "Das hilft uns nicht weiter, sondern führt dazu, dass der eine oder andere den Eindruck hat, dass es in der Kirche Kräfte gibt, die letztlich keine Aufklärung wollen", sagte Glück im Bayerischen Rundfunk. Bischof Müller spreche nicht für die Kirche.

Auch Kurienkardinal Walter Kasper rät Bischof Müller, nicht mit dem Finger auf andere zu zeigen. Am Rande der evangelischen Landessynode in Weiden sagte er: "Wir sollten unser eigenes Haus in Ordnung bringen." Darüber wie die Medien berichteten, könne man verschiedener Meinung sein, sagte Kasper. "Sie haben aber auch die Aufgabe, die Dinge offen zu legen."

Der Deutsche Journalisten-Verband (DJV) kritisierte Müllers Äußerungen als "skandalöse Polemik" und verlangte eine Entschuldigung. Es sei Aufgabe von Journalisten, kritisch über die Missbrauchsfälle durch Geistliche zu berichten, sagte die stellvertretende DJV-Vorsitzende Ulrike Kaiser. "Bischof Müller polemisiert gegen die Überbringer der schlechten Nachrichten und versucht so offenbar, von den Fakten abzulenken."

Der Vorsitzende des Bayerischen Journalisten-Verbands Wolfgang Stöckl sagte, es sei ein unsäglicher Angriff auf die Pressefreiheit. Müller solle klar sein, dass wegen unpassender Nazi-Vergleiche schon Politiker und Kabarettisten zurückgetreten seien, so Stöckl.
Ohne Müllers Aussagen zu bewerten: Ein Angriff auf eine bestimmte Berichterstattung oder auch nur Kritik an den Medien ist mitnichten ein "Angriff auf die Pressefreiheit". Das hätte Herr Stöckl wohl gerne. Er sollte sich mal den ersten Satz des Artikels 5 durchlesen.

LaudaSion870
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Re: Die aktuelle Mißbrauchsdebatte

Beitrag von LaudaSion870 »

Der Bischof von Regensburg hat völlig recht. Diese Hetzkampagnie gegen die Kirche hat mit seriöser Berichterstattung nicht mehr viel zu tun. Die Medien sollten sich mit dem unsäglichen Skandal des millionenfachen Mordes im Mutterleib auseinandersetzen, aber dazu fehlt der Mut. Draufgedroschen wird nur dort, wo man sich des "Kreuzige ihn" des Pöbels sicher ist. Letztendlich geht es- trotz aller Krokodiltränen- doch überhaupt nicht um die Opfer, sondern nur darum, pauschalierend kirchliche Jugendarbeit in den Dreck zu ziehen. Eine Schande ist das !

Christian
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Re: Die aktuelle Mißbrauchsdebatte

Beitrag von Christian »

Wir sollten auch bedenken das evtl. viele Journalisten nicht nur aus Bosartigkeit so schlecht berichten, sondern weil sie es einfach nicht besser wissen. Ein Teil der Medienberichte strotzt nur von Fehlern in der Allgemeinbildung, ein noch größerer Teil der Berichte ist schlampig recherchiert oder gar aus immer ein und derselben Quelle abgeschrieben. Viele Journalisten haben mit der Kirche nichts am Hut , sie kennen nicht die Hierarchien oder Dienstanweisungen. Die Journalisten mißtrauen der Amtskirche und deren Verlautbarungen (weil sie immer wishi waschi sind?) und benutzen dann unseriöse Quellen wie WsK oder Leutheuser-Schnarrenberger. Wenn Bischof Müller jemand angreift dann muß er nicht die Medien angreifen, sondern die Drahtzieher der Hetze diese Drahtzieher sind bekannt und jonglieren bewußt mit falschen Zahlen und Fakten Politiker wie Beck, Leutheuser-Schnarrenberger, Roth und selbst der kleinste antikirchliche Ratsherr sind es welche ständig falsche Fakten an die Öffentlichkeit tragen. Wenn man den Journalisten einen Vorwurf machen kann dann nur den das alles ungeprüft veröffentlicht wird.

Gruß,

Christian
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Gamaliel
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Re: Die aktuelle Mißbrauchsdebatte

Beitrag von Gamaliel »

Ich teile Deine Auffassung nicht, denn:

1. sind die Journalisten genauso zur Wahrhaftigkeit verpflichtet, wie jeder andere Mensch auch, sie dürfen also nicht einfach drauf los schreiben, nur weil sie es nicht besser wissen;
2. die Journalisten/Medien sind ganz wesentlich für diese Hetze mitverantwortlich, denn ohne sie gäbe es nur die Aussagen einer handvoll Kirchenfeinde, die niemand erfahren würde und die daher auch keinen Einfluß auf den "Volkszorn" hätten. Bischof Müller hat also richtig gehandelt.

Nachstehend noch ein Beispiel aus der Lehre der Kirche über die unselige Pressefreiheit: Leo XIII - Libertas praestantissimum
Lüge und Laster haben kein Recht

23 Betrachten wir nun auch in Kürze die Rede- und Pressefreiheit. Wir brauchen kaum zu erwähnen, dass eine solche unbeschränkte, alles Maß und alle Schranken überschreitende Freiheit kein Recht auf Existenz besitzen kann. Das Recht ist nämlich eine sittliche Macht, und es ist daher töricht zu glauben, dasselbe sei von der Natur unterschiedslos und in gleichem Maße sowohl der Wahrheit wie der Lüge, der Sittlichkeit wie dem Laster verliehen. Es besteht ein Recht: das, was wahr und sittlich ist, frei und weise im Staat auszubreiten, damit es möglichst vielen zu gute komme; mit Recht unterdrückt aber die Obrigkeit, so viel sie kann, lügenhafte Meinungen, diese größte Pest des Geistes, wie auch Laster, welche die Seelen und die Sitten verderben, damit sie nicht zum Schaden des Staates um sich greifen.

Der Staat hat das Volk vor verderblichen Irrtümern zu bewahren

Es ist in der Ordnung, dass durch die Autorität der Gesetze auch die Irrtümer eines ausschweifenden Geistes, die das unerfahrene Volk geradezu vergewaltigen, ebenso kräftig unterdrückt werden, wie die mit offener Gewalt an den Schwächeren verübten Ungerechtigkeiten. Und dies umso mehr, da sich der weitaus größere Teil des Volkes vor diesen Scheingründen und verfänglichen Trugschlüssen, namentlich wenn sie der Leidenschaft schmeicheln, gar nicht oder doch nur sehr schwer zu schützen vermag. Wird unbeschränkte Rede- und Pressefreiheit gestattet, so bleibt nicht mehr heilig und unverletzt; es werden selbst die höchsten und sichersten Urteile unserer natürlichen Vernunft nicht verschont bleiben, trotzdem sie doch das gemeinsame und kostbarste Erbgut des Menschengeschlechtes bilden. Wenn so allmählich die Wahrheit verdunkelt worden ist, gewinnen leicht vielfache und verderbliche Irrtümer die Oberhand. Die Zügellosigkeit wird dabei gerade so viel gewinnen, als die Freiheit Schaden leiden muss; die Freiheit ist eben um so größer und um so gesicherter, je festere Zügel der Zuchtlosigkeit angelegt werden.

civilisation
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Re: Die aktuelle Mißbrauchsdebatte

Beitrag von civilisation »

Bischof suspendiert schwulen Pfarrer
Geistlicher soll Homosexuellen-Homepage betrieben haben

http://www.welt.de/die-welt/politik/art ... arrer.html

daraus:
Der Erzbischof erstattete Anzeige. Die Staatsanwaltschaft Paderborn prüft nun einen strafrechtlichen Anfangsverdacht. Dem Bericht zufolge soll der Mann zudem in Dortmund Homosexuellen-Partys veranstaltet und "Workshops" organisiert haben. Dabei sei Teilnehmern der "richtige Umgang mit dem Rohrstock" beigebracht worden. Engel wollte das nicht bestätigen. Es habe Ende Februar einen Hinweis gegeben. Darin sei von diesen Vorwürfen die Rede gewesen. Zu dem Zeitpunkt habe die Staatsanwaltschaft bereits recherchiert.

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Knecht Ruprecht
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Re: Die aktuelle Mißbrauchsdebatte

Beitrag von Knecht Ruprecht »

Mich wundert, dass dieser propagierte antikichliche Skandal immer noch auf biegen nud brechen am Leben erhalten wird. Man kann es nur kurz wiederholen, dass es vor 50 Jahren, wieso auch immer, homosexuelle Verbrecher in kicheliche Einrichtubgen eingestellt wurden und heute vom Staat nicht mehr belangt werden können, weil der Staat sich selbst solche Gesetze geschaffen hat. Daraus jetzt eine wochenlange antikichliche Propaganda zu basteln ist sehr skuril.
Während tausendfacher Kindermissbrauch in nicht kirchlichen Einrichtungen geschieht wird dieser von deutscher Poliitk und Medien verschwiegen. Das ist der Skandal.

Christian
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Re: Die aktuelle Mißbrauchsdebatte

Beitrag von Christian »

Gamaliel hat geschrieben:Ich teile Deine Auffassung nicht, denn:

1. sind die Journalisten genauso zur Wahrhaftigkeit verpflichtet, wie jeder andere Mensch auch, sie dürfen also nicht einfach drauf los schreiben, nur weil sie es nicht besser wissen;
2. die Journalisten/Medien sind ganz wesentlich für diese Hetze mitverantwortlich, denn ohne sie gäbe es nur die Aussagen einer handvoll Kirchenfeinde, die niemand erfahren würde und die daher auch keinen Einfluß auf den "Volkszorn" hätten. Bischof Müller hat also richtig gehandelt.
Hallo ,

zu1. Die Quellen die befragt werden sind sog. "kritische Quellen" (WsK,abgefallene Priester, Atheisten) . Ich behaupte das sich der normale Wald-und Wiesenjournalist überhaupt nicht mit kirchlichen Angelegenheiten auseinandersetzt. Journalisten sind ein Teil der Gesellschaft im gesellschaftlichen Leben ist die Kirche Tod. Mit kirchlichen Themen setzt sich die Mehrheit der Bevölkerung nur oberflächlich auseinander und der gemeine Wald- und Wiesenjournalist ist ein Teil dieser Oberflächlichkeit. Die Wahrhaftigkeit ist aus der Sicht des Journalisten gegeben, denn er kaut nach was seine "kritischen Quellen" hergeben.

zu2. Selbstverständlich sind die Medien mitverantwortlich allen voran Bild,Spiegel und Stern, jedoch wird die Munition nicht in den Redaktionen geschmiedet sondern in der Politik. Ohne politische Rückendeckung wäre die Kampagne schon vergessen, jedoch zündeln die politischen Brandstifter immer weiter, wenn das Feuer zu erlischen droht. In den vergangenen Jahren hatten wir die Angriffe gegen den Papst seitens Frau Merkel dieses Jahr wird eine neue Kampagne gestartet. Die Kirche wird seitens der Politik massiv angegriffen der letzte der die Kirche dermaßen angegriffen hatte war Bismarck. Es steckt System hinter diesen politischen Angriffe die Kirche soll zurückgestutzt werden auf einen Folkloreverein ohne Machtanspruch und nur noch Glockengeläut zu Ostern und Weihnachten.

Gruß,

Christian
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civilisation
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Re: Die aktuelle Mißbrauchsdebatte

Beitrag von civilisation »

Im Erzbistum Paderborn gibt es eine zweite Suspendierung. - Allerdings hat sich der Pastor selbst wegen einer sexuellen Beziehung zu einer 17jährigen Ministranten selbst angezeigt.

http://www.sauerlandkurier.de/pastor-ha ... 13219.html

civilisation
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Re: Die aktuelle Mißbrauchsdebatte

Beitrag von civilisation »

Alle kommen jetzt aus ihren Löchern hervor und werfen Dreck. - Heute der Herr Hasenhüttl in einem Interview mit der Saarbrücker Zeitung.

Hasenhüttl gibt Papst Schuld an der Vertuschung
http://www.saarbruecker-zeitung.de/aufm ... 56,3237934

daraus:
...
Ich hätte mir vorgestellt, dass man gesagt hätte: "Wir bereuen zutiefst, dass wir die Machtinteressen der Institution Kirche über das Leid der Opfer gestellt haben, und wir werden in Zukunft die Umkehr vollziehen." Das wäre ein Zeichen der Veränderung im kirchlichen Selbstverständnis. Aber genau das Gegenteil ist beim Hirtenbrief der Fall. ...

Eine Wiedergutmachung in dem Sinn gibt es nicht. Aber man sollte alles tun, um den Opfern zu helfen. Nicht nur mit Geld, sondern mit Rat und Tat von kompetenten Leuten - und nicht von Hierarchen, die nur das Heil der Institution Kirche im Auge haben.

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Bernado
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Re: Die aktuelle Mißbrauchsdebatte

Beitrag von Bernado »

Knecht Ruprecht hat geschrieben: Man kann es nur kurz wiederholen, dass es vor 50 Jahren, wieso auch immer, homosexuelle Verbrecher in kicheliche Einrichtubgen eingestellt wurden
Von seltensten ausnahmen abgesehen wurden natürlich keine "homosexuellen Verbrecher" von der Kirche eingestellt, sondern junge unbescholtene Leute, die aus welchem Grund auch immer a) nicht ausreichend auf ihre persönliche eignung überprüft worden waren und b) auch nicht ausreichend durch ihre Erziehung und ausbildung darauf vorbereitet waren, den auf sie zukommenden Versuchungen so zu begegnen, wie das unabdingbar ist. c) kann man dann noch hinzufügen, daß die "Autoritäten" in den Fällen, in denen Verfehlungen vorkamen und entdeckt wurden, oft unangemessen reagiert haben.

Das macht insgesamt gesehen aber doch einen Unterschied.
„DIE SORGE DER PÄPSTE ist es bis zur heutigen Zeit stets gewesen, dass die Kirche Christi der Göttlichen Majestät einen würdigen Kult darbringt.“ Summorum Pontificum 2007 (http://www.summorum-pontificum.de/)

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Re: Die aktuelle Mißbrauchsdebatte

Beitrag von Bernado »

Christian hat geschrieben:Wir sollten auch bedenken das evtl. viele Journalisten nicht nur aus Bosartigkeit so schlecht berichten, sondern weil sie es einfach nicht besser wissen. Ein Teil der Medienberichte strotzt nur von Fehlern in der Allgemeinbildung, ein noch größerer Teil der Berichte ist schlampig recherchiert oder gar aus immer ein und derselben Quelle abgeschrieben.
Das ist richtig - aber bei weitem keine Entschuldigung. In den letzten Jahren ist das Selbstbild und Selbstbewußtsein der Journalisten enorm gestiegen, während ihre fachliche und menschliche Qualifikation immer geringer geworden ist. Der gesamte Medienapparat ist darauf ausgelegt, das so zu fördern.
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Bernado
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Re: Die aktuelle Mißbrauchsdebatte

Beitrag von Bernado »

civilisation hat geschrieben:Im Erzbistum Paderborn gibt es eine zweite Suspendierung. - Allerdings hat sich der Pastor selbst wegen einer sexuellen Beziehung zu einer 17jährigen Ministranten selbst angezeigt.

http://www.sauerlandkurier.de/pastor-ha ... 13219.html
"Wenigstens war es nicht gegen die Natur" - ist man versucht, zu sagen.
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Siard
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Re: Die aktuelle Mißbrauchsdebatte

Beitrag von Siard »

Wenn ich dies alles lese, frage ich mich, wann der erste Priester angezeigt wird (oder sich selbst anzeigt), weil er zölibatär lebt... :vogel:

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cantus planus
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Re: Die aktuelle Mißbrauchsdebatte

Beitrag von cantus planus »

Naja, Sex mit Minderjährigen ist ja keine Kleinigkeit, zumal wenn man den Mißbrauch eines Abhängigkeitsverhältnisses oder ähnliches hineinkonstruieren kann. Dass er in der derzeit aufgeheizten Stimmung reinen Tisch macht, muss man ihm hoch anrechnen.

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taddeo
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Re: Die aktuelle Mißbrauchsdebatte

Beitrag von taddeo »

cantus planus hat geschrieben:Wer seine Sünden offen bekennt, der kann Vergebung erfahren.
Aber auch nur in der Kirche, nicht in der (ver)öffentlich(t)en Meinung.

Christian
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Re: Die aktuelle Mißbrauchsdebatte

Beitrag von Christian »

taddeo hat geschrieben:
cantus planus hat geschrieben:Wer seine Sünden offen bekennt, der kann Vergebung erfahren.
Aber auch nur in der Kirche, nicht in der (ver)öffentlich(t)en Meinung.
Wenn es strafbar ist, dann auch nicht vor Gericht.

http://de.wikipedia.org/wiki/Schutzalter
Außerdem werden sexuelle Handlungen mit Jugendlichen im Alter von 16 und 17 Jahren nach § 174 StGB bestraft, wenn dem Täter der Jugendliche zur Erziehung, zur Ausbildung oder zur Betreuung in der Lebensführung anvertraut oder im Rahmen eines Dienst- oder Arbeitsverhältnisses untergeordnet ist und das damit verbundene Abhängigkeitsverhältnis missbraucht wurde.
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cantus planus
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Re: Die aktuelle Mißbrauchsdebatte

Beitrag von cantus planus »

Eben. Darauf wollte ich hinaus. Selbst wenn das, was geschehen ist, im beiderseitigem Einverständnis geschah, reagiert der Gesetzgeber hier sehr klar.
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Juergen
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Re: Die aktuelle Mißbrauchsdebatte

Beitrag von Juergen »

cantus planus hat geschrieben:Wer seine Sünden offen bekennt, der kann Vergebung erfahren.
Im forum internum schon, im forum externum offensichtlich nicht.

"Radio Hochstift" meldet heute
Dienstag 23. März 2010
Erzbischof Becker beurlaubt weiteren Priester

Paderborns Erzbischof Hans Josef Becker hat einen weiteren Priester von seinem Amt entpflichtet. Der Mann hatte in den 80erJahren einen Jugendlichen missbraucht und war daraufhin vom Bistum Hildesheim ins Erzbistum Paderborn versetzt worden. Gemäß der damaligen Leitlinien der katholischen Kirche und nach Erstellung eines fachärztlichen Gutachtens war er dann seit 2005 in Bielefeld als Krankenhausseelsorger tätig. Jetzt wurde der Priester aber wegen der aktuellen Diskussion um eine Verschärfung der Leitlinien in der katholischen Kirche beurlaubt.
Er wurde also "wegen der aktuellen Diskussion um eine Verschärfung der Leitlinien in der katholischen Kirche beurlaubt." - Nicht deswegen, weil es sich nochmals etwas hätte zuschulden kommen lassen.

Der Priester konnte Beichten, Bußte tun und Reue zeigen und die Lossprechung erhalten, womit ihm vom Herrgott vergeben wurde, aber er gilt weiterhin als geächtet. Das ist "Sündenvergebung auf katholische Art".
Gruß Jürgen

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lifestylekatholik
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Re: Die aktuelle Mißbrauchsdebatte

Beitrag von lifestylekatholik »

Juergen hat geschrieben:Das ist "Sündenvergebung auf katholische Art".
Wieso? Was ist daran Sündenvergebung und was ist daran katholisch?
»Was muß man denn in der Kirche ›machen‹? In den Gottesdienſt gehen und beten reicht doch.«

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Lioba
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Re: Die aktuelle Mißbrauchsdebatte

Beitrag von Lioba »

Dass der Mann jetzt nach so vielen guten Diesntjahren prophylaktisch aus dem aktiven Dienst genommen wurde ist tasächlich - nun ja.
Es lässt sich aber schlecht beurteilen, ob das eigentliche Motiv vorauseilender Gehorsam gegen Vater Staat bzw. Mama Merkel und Tante Schnarrenberger war oder eher der Versuch, den Betreffenden aus der Schusslinie zu holen, ehe er der Enthüllungspresse in die Hände fällt.
Die Herrschaft über den Augenblick ist die Herrschaft über das Leben.
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Re: Die aktuelle Mißbrauchsdebatte

Beitrag von LaudaSion870 »

oder eher der Versuch, den Betreffenden aus der Schusslinie zu holen, ehe er der Enthüllungspresse in die Hände fällt.
Das wäre natürlich schön, aber bei unseren meisten Oberhirten dürfte der Wunsch, den Mitbrüdern beizustehn, eher untergeordnet sein. Ich vermute, dass man seinen eigenen .... retten möchte.

Christian
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Re: Die aktuelle Mißbrauchsdebatte

Beitrag von Christian »

LaudaSion870 hat geschrieben:
oder eher der Versuch, den Betreffenden aus der Schusslinie zu holen, ehe er der Enthüllungspresse in die Hände fällt.
Das wäre natürlich schön, aber bei unseren meisten Oberhirten dürfte der Wunsch, den Mitbrüdern beizustehn, eher untergeordnet sein. Ich vermute, dass man seinen eigenen .... retten möchte.
Man will Ruhe und man hat Angst vor weiteren "Leichen" im Keller.
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Juergen
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Re: Die aktuelle Mißbrauchsdebatte

Beitrag von Juergen »

Christian hat geschrieben:Man will Ruhe und man hat Angst vor weiteren "Leichen" im Keller.
Das wäre doch auch mal eine Maßnahme, die der Staat ergreifen könnte... alle Leute, die irgendwann in ihrem Leben mal straffällig geworden sind, sammeln wir wieder ein und sperre sie ihr Leben lang weg.
Gruß Jürgen

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LaudaSion870
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Re: Die aktuelle Mißbrauchsdebatte

Beitrag von LaudaSion870 »

Juergen hat geschrieben:
Christian hat geschrieben:Man will Ruhe und man hat Angst vor weiteren "Leichen" im Keller.
Das wäre doch auch mal eine Maßnahme, die der Staat ergreifen könnte... alle Leute, die irgendwann in ihrem Leben mal straffällig geworden sind, sammeln wir wieder ein und sperre sie ihr Leben lang weg.

Du hast voll recht. Genau so kommt es einem in der Kirche vor ! Ich würde -wie anno dazumal die Leiche des Fortunatus wieder ausgebuddelt und bestraft wurde- mindestens alle Vergehen ab 1220 bis heute nachträglich ahnden und bestrafen, die Namen der Täter von den Grabsteinen löschen, Heilige Messen für ihr Seelenheil verbieten und allein das Reden darüber mit schwersten kanonischen Strafen belegen. :panisch: :panisch: :panisch:

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Re: Die aktuelle Mißbrauchsdebatte

Beitrag von Christian »

Juergen hat geschrieben:
Christian hat geschrieben:Man will Ruhe und man hat Angst vor weiteren "Leichen" im Keller.
Das wäre doch auch mal eine Maßnahme, die der Staat ergreifen könnte... alle Leute, die irgendwann in ihrem Leben mal straffällig geworden sind, sammeln wir wieder ein und sperre sie ihr Leben lang weg.
Das versucht der Staat ja. Stichwort : nachträgliche Sicherheitsverwahrung

Gruß,

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Re: Die aktuelle Mißbrauchsdebatte

Beitrag von cantus planus »

Juergen hat geschrieben:
Jetzt wurde der Priester aber wegen der aktuellen Diskussion um eine Verschärfung der Leitlinien in der katholischen Kirche beurlaubt.
Er wurde also "wegen der aktuellen Diskussion um eine Verschärfung der Leitlinien in der katholischen Kirche beurlaubt." - Nicht deswegen, weil es sich nochmals etwas hätte zuschulden kommen lassen.
Ja, sowas ist schlimm. Leider bemüht sich die Kirche hier wieder, es der Welt rechtzumachen.
Andererseits kann ich den Erzbischof schon verstehen: zeigt er keine Milde, wird ihm unchristliches Verhalten vorgeworfen. Zeigt er Milde, heißt es, er würde vertuschen. Passiert nichts, heißt es, es könnte ja doch etwas passieren. Passiert etwas, heißt es, das hätte man vorher wissen können. :roll:
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Re: Die aktuelle Mißbrauchsdebatte

Beitrag von Juergen »

cantus planus hat geschrieben:
Juergen hat geschrieben:
Jetzt wurde der Priester aber wegen der aktuellen Diskussion um eine Verschärfung der Leitlinien in der katholischen Kirche beurlaubt.
Er wurde also "wegen der aktuellen Diskussion um eine Verschärfung der Leitlinien in der katholischen Kirche beurlaubt." - Nicht deswegen, weil es sich nochmals etwas hätte zuschulden kommen lassen.
Ja, sowas ist schlimm. Leider bemüht sich die Kirche hier wieder, es der Welt rechtzumachen.
Andererseits kann ich den Erzbischof schon verstehen: zeigt er keine Milde, wird ihm unchristliches Verhalten vorgeworfen. Zeigt er Milde, heißt es, er würde vertuschen. Passiert nichts, heißt es, es könnte ja doch etwas passieren. Passiert etwas, heißt es, das hätte man vorher wissen können. :roll:
Genauso ist es.
Egal was ein Bischof macht (oder der Papst sagt/tut/schreibt), es ist in der "öffentlichen Meinung" immer "falsch" oder wied später als falsch empfunden.

Maßstab für das aktuelle Handeln kann aber nur die Gerechtigkeit sein und nicht Vermutungen, Meinungen, Ängste usw.
Die Gerechtigkeit wird aber hier mit Füßen getreten - von einem Bischof.
Gruß Jürgen

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Re: Die aktuelle Mißbrauchsdebatte

Beitrag von cantus planus »

Da hast du leider vollkommen recht.
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Juergen
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Re: Die aktuelle Mißbrauchsdebatte

Beitrag von Juergen »

Manche Dinge, die derzeit passieren, halte ich einfach nur für blinden Aktionismus.


civilisation hat geschrieben:Im Erzbistum Paderborn gibt es eine zweite Suspendierung. - Allerdings hat sich der Pastor selbst wegen einer sexuellen Beziehung zu einer 17jährigen Ministranten selbst angezeigt.
http://www.sauerlandkurier.de/pastor-ha ... 13219.html
Oh ha!
Eine Stola in Farben für alle liturgischen Anlässe...
http://www.siegener-zeitung.de/news/sz/ ... m822.html
Gruß Jürgen

Dieser Beitrag kann unter Umständen Spuren von Satire, Ironie und ähnlich schwer Verdaulichem enthalten. Er ist nicht für jedermann geeignet, insbesondere nicht für Humorallergiker. Das Lesen erfolgt auf eigene Gefahr.
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