Zölibat und Co.

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Athanasius0570
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Re: Zölibat und Co.

Beitrag von Athanasius0570 » Montag 14. Juli 2014, 11:36

CIC_Fan hat geschrieben:Was mich an der Sache stutzig mach ist daß das jetzt zum zweiten mal vorkommt es könnte durchaus sein daß der gute Pater Lombardi ohne Wissen des Papstes dementiert
Ja, könnte durchaus sein, oder dass P. Lombardi (oder der Papst? oder Herr Scalfari?) von Außerirdischen (oder dem CIA? oder den Freimaurern? oder der Kurie?) entführt wurde und durch einen Klon oder was da grade am Markt ist, ersetzt wurde.
Oder es könnte sein, dass es so ist, wie P. Lombardi sagt. - Ach nein, das ist natürlich die unwahrscheinlichste Annahme ... wie komm ich nur auf sowas???
In una fide nil officit ecclesiae consuetudo diversa. Gregorius Magnus Papa.

Ralf
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Re: Zölibat und Co.

Beitrag von Ralf » Montag 14. Juli 2014, 11:41

CIC_Fan hat geschrieben:das einzig wirklich positive am Vatikanum II war daß es unterbunden wurde daß ständig versucht wurde die Unierten zu latninisieren vor allem in der Zölibatsfrage
die lateinische Hierarchie hat sich zum teil aufgeführt als wären Sie die Gutsherren und die unierten die arme Verwandtschaft daß es Unionsverträge gibt wurde laufend versucht zu untergraben
Ohne manche lateinische Bischöfe in den USA, die dem dortigen verheirateten unierten Klerus die Anerkennung versagten (sprich: sie hatten damals keinen eigenen Bischof und durften wegen dieser lat. Bischöfe nicht für ihre Gläubigen seelsorglich aktiv werden), hätte es nie die OCA (Orthodox Church of America) in dieser Größe gegeben - die allermeisten waren ursprünglich mal Unierte.
Hier im Kreuzgang-Forum ist es weit verbreitet, Gericht über die Bischöfe als Hirten der Kirche zu halten. Manch einer dünkt sich besonders schlau und autoritativ. Man sollte das nicht allzu ernst nehmen.

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Re: Zölibat und Co.

Beitrag von CIC_Fan » Montag 14. Juli 2014, 15:54

Athanasius0570 hat geschrieben:
CIC_Fan hat geschrieben:Was mich an der Sache stutzig mach ist daß das jetzt zum zweiten mal vorkommt es könnte durchaus sein daß der gute Pater Lombardi ohne Wissen des Papstes dementiert
Ja, könnte durchaus sein, oder dass P. Lombardi (oder der Papst? oder Herr Scalfari?) von Außerirdischen (oder dem CIA? oder den Freimaurern? oder der Kurie?) entführt wurde und durch einen Klon oder was da grade am Markt ist, ersetzt wurde.
Oder es könnte sein, dass es so ist, wie P. Lombardi sagt. - Ach nein, das ist natürlich die unwahrscheinlichste Annahme ... wie komm ich nur auf sowas???
entschieden nein den solche blödheiten wie sie da von sich gegeben wurden , bringen nur die originale der herrschaften zu wege

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HeGe
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Re: Zölibat und Co.

Beitrag von HeGe » Mittwoch 16. Juli 2014, 14:29

Kardinal Brandmüller entgegnet Herrn Scalfari: http://www.kath.net/news/46756
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Zarahfication
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Re: Zölibat und Co.

Beitrag von Zarahfication » Mittwoch 16. Juli 2014, 23:06

Gallus hat geschrieben:
taddeo hat geschrieben:Man sollte einfach keine Texte veröffentlichen, die ein 90jähriger aus dem Gedächtnis (bzw. dem, was davon noch vorhanden ist) zusammenfantasiert. :vogel:
Man sollte vielleicht auch einem 90jährigen, von dem man weiß, daß er das tut, keine Gesprächstermine mehr einräumen, die er dann doch nur als Vorwand für seine Märchenstunden nimmt.
:daumen-rauf:



Du hast den Nagel auf den Kopf getroffen. Mir ist schleierhaft was Sinn und Zweck von Interviews mit Scalfari sein sollen? Der Papst will ja nach eigener Aussage weder Scalfari bekehren noch den Atheismus hinterfragen, noch herausfordern oder ihm Jesus Christus bezeugen.

Franziskus will bekanntlich eine verbeulte Kirche. Beulen kommen ja von Schläge, meist mit Absicht zu verletzen und zu schaden. Warum läd man einen atheistischen Hardliner und notorischen Kirchenkritiker der Kirche Beulen zu bescheren? Wo ist der Gewinn? Ich weiß nicht, ob es respektvoll ist, den Papst wie ein kleines naives Kind zu behandeln, der nicht weiß worauf er sich einlässt und sich über die Konsequenzen nicht klar ist, obwohl schon zuvor sein Scalfari- Interview für Wirbel und Furore gesorgt hat.

Man kann auch nicht immer wieder reflexartig den Medien und Scalfari den Schwarzen Peter zuschieben und so tun als ob der Papst mit all dem nix zu tun hat.
Wenn ein Papst kein Interview gibt, kann Scalfari auch nichts aus dem Nähkästchen plaudern und Oberlehrer spielen.

Außerdem hat der Papst selbst gesagt, man solle von gewissen Themen nicht besessen sein und nicht ständig darüber reden. Zölibat ist doch so ein Thema, von dem viele insbesonderes Kirchenkritiker und Medien "besessen" sind. Warum schweigt der Papst gemäß seinem Rat dazu nicht, zumal ja die Haltung der katholischen Kirche bezüglich des Zölibats hinlänglich bekannt ist.

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Gamaliel
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Re: Zölibat und Co.

Beitrag von Gamaliel » Freitag 18. Juli 2014, 09:35


Prikoszovits bittet Papst um Entpflichtung

Daraus:
Jetzt, noch vor Ablauf des Sabbatjahres, lässt der frühere Dompfarrer wieder aufhorchen. In einem Schreiben an Freunde und Wegbegleiter teilte er mit, dass er noch im Juli beim Papst um die „Entpflichtung von seinem priesterlichen Dienst“ bitten werde.
Seine Berufung will Prikoszovits nun in einem anderem Bereich leben, wie er schrieb: Ab September übernimmt er bei der Vereinigung der Ordensschulen Österreichs die Agenden der Schulpastoral.
:vogel:

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Gamaliel
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Re: Zölibat und Co.

Beitrag von Gamaliel » Sonnabend 19. Juli 2014, 11:10

Weihbischof Dominikus Schwaderlapp: "Der Zölibat ist zeitgemäß und notwendig"

Daraus:
Erfordert der Priestermangel eine Debatte auch über den Zölibat?

Schwaderlapp: Nein, ich bin der Meinung, dass der Zölibat nicht nur zeitgemäß, sondern notwendig ist.
[...]
Der Zölibat bewahrt uns Priester, die wir in Deutschland ziemlich bürgerlich leben, ganz und gar zu verbürgerlichen. Erneuerung der Kirche kann nach meiner Überzeugung nie durch weniger, sonder immer nur durch mehr Hingabe gelingen.
:daumen-rauf:

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Heinrich II
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Re: Zölibat und Co.

Beitrag von Heinrich II » Sonnabend 19. Juli 2014, 18:06

Ein sehr schönes Interview!
Wer euch ein anderes Evangelium verkündet, als ihr angenommen habt, der sei verflucht. Geht es mir denn um die Zustimmung der Menschen, oder geht es mir um Gott?

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Re: Zölibat und Co.

Beitrag von Wim1964 » Sonnabend 19. Juli 2014, 19:47

Gamaliel hat geschrieben:Weihbischof Dominikus Schwaderlapp: "Der Zölibat ist zeitgemäß und notwendig"
Im Wesentlich schönes Interview - die Vorstellung bzgl. den Krankenhäusern überzeugt mich allerdings nicht...

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Re: Zölibat und Co.

Beitrag von HeGe » Dienstag 22. Juli 2014, 15:07

Preces meae non sunt dignae: / Sed tu bonus fac benigne, / Ne perenni cremer igne.

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Gamaliel
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Re: Zölibat und Co.

Beitrag von Gamaliel » Dienstag 22. Juli 2014, 20:08

Trier: Leiter des Exerzitienhauses legt Priesteramt nieder

Daraus:
Der Leiter des Exerzitienhauses des Bistums Trier in St. Thomas, Pfarrer Ralf Braun, hat gegenüber Bischof Dr. Stephan Ackermann erklärt, sein Amt aufgeben zu wollen. Als Grund gibt der Priester an, im Zölibat nicht mehr seine Lebensform zu sehen.

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Re: Zölibat und Co.

Beitrag von Vir Probatus » Mittwoch 23. Juli 2014, 19:58

Gamaliel hat geschrieben:Trier: Leiter des Exerzitienhauses legt Priesteramt nieder

Daraus:
Der Leiter des Exerzitienhauses des Bistums Trier in St. Thomas, Pfarrer Ralf Braun, hat gegenüber Bischof Dr. Stephan Ackermann erklärt, sein Amt aufgeben zu wollen. Als Grund gibt der Priester an, im Zölibat nicht mehr seine Lebensform zu sehen.
Wie hiess es in der "Ex": "Der letzte macht´s Licht aus!"
"Die Frau ist für die Kirche unabdingbar und wichtiger als manche Bischöfe." (Papst Franziskus)

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Re: Zölibat und Co.

Beitrag von CIC_Fan » Donnerstag 24. Juli 2014, 10:55

es rächt sich jetzt bitter was man in der Priesterausbildung nach dem Konzil verbrochen hat nämlich das Augen zwinkernte zu raunen der Zölibath wird eh abgeschafft auch zeigt sie wie wenig Substanz diese moderne Kirche hat warum sollte man für so etwas auch den Zölibat auf sich nehmen

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Gallus
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Re: Zölibat und Co.

Beitrag von Gallus » Donnerstag 24. Juli 2014, 11:18

CIC_Fan hat geschrieben:es rächt sich jetzt bitter was man in der Priesterausbildung nach dem Konzil verbrochen hat nämlich das Augen zwinkernte zu raunen der Zölibath wird eh abgeschafft auch zeigt sie wie wenig Substanz diese moderne Kirche hat warum sollte man für so etwas auch den Zölibat auf sich nehmen
Gibt es denn Zahlen, die belegen, daß in den letzten Jahrzehnten mehr Priester am Zölibat scheitern als früher? Zumal man ja auch noch eine Dunkelziffer berücksichtigen muß. Früher blieben auch die Gescheiterten oft weiter Priester, schon aus wirtschaftlichen Gründen, und brachen den Zölibat eben mehr oder weniger geheim. Heute machen sie sich halt selbständig und werden freiberufliche Theologen oder Psychotherapeuten, oder sie werden Lehrer.

Also, ich glaube zwar auch, daß Fehler in der Priesterausbildung sicher eine Rolle spielen, aber viel wird auch daran liegen, daß man der Kirche heute sehr viel leichter den Rücken kehren kann, ohne daß das wirtschaftlich katastrophale Folgen hätte.

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Re: Zölibat und Co.

Beitrag von CIC_Fan » Donnerstag 24. Juli 2014, 11:36

noch nie war die zahl so hoch wie seit Mitte der 60er Jahre das ist tatsache

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HeGe
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Re: Zölibat und Co.

Beitrag von HeGe » Donnerstag 24. Juli 2014, 11:39

Gallus hat geschrieben:Gibt es denn Zahlen, die belegen, daß in den letzten Jahrzehnten mehr Priester am Zölibat scheitern als früher? Zumal man ja auch noch eine Dunkelziffer berücksichtigen muß. Früher blieben auch die Gescheiterten oft weiter Priester, schon aus wirtschaftlichen Gründen, und brachen den Zölibat eben mehr oder weniger geheim. Heute machen sie sich halt selbständig und werden freiberufliche Theologen oder Psychotherapeuten, oder sie werden Lehrer.
Nicht nur aus wirtschaftlichen Gründen. Früher zog es ja auch eine gewisse soziale Ächtung nach sich, wenn man sein Versprechen gegenüber Gott brach. Heute wohl eher eine Art von Heiligsprechung durch die Zivilgesellschaft. Beides sollte nicht sein.
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Athanasius0570
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Re: Zölibat und Co.

Beitrag von Athanasius0570 » Donnerstag 24. Juli 2014, 12:49

Ich denke, man darf nicht alle Fälle in einen Topf werfen.

Das eine ist das persönliche Scheitern, dass man sich gegen das gegebene Versprechen versündigt, es aber nicht aufgibt und sich wieder und wieder um seine Einhaltung müht.

Dann gibt es jene, die sich nicht öffentlich gegen dieses Versprechen richten, es aber in ihrem Leben nicht mehr halten wollen. (Wie schon angesprochen, war das im vergangenen halben Jahrtausend sicher öfters der Fall.)

Die Priester, die aus der Erkenntnis, den Zölibat nicht leben zu können, um Entbindung von den Rechten und Pflichten des Priesteramtes ersuchen, anerkennen damit meistens die kirchlichen Vorschriften (und ihr gegebenes Versprechen) und leben weiterhin mehr oder weniger in Einklang mit der Kirche.

Schließlich gibt es noch die Gruppe, die am meisten auffällt: Sie lehnen den Zölibat entweder (wie die Reformatoren) grundsätzlich oder als Verpflichtung für jeden Priester als falsch ab und bestehen auf einer Abschaffung der entsprechenden Vorschriften. Dabei ist es dann schon nebensächlich, ob sie offen gegen ihr Versprechen verstoßen und im Konkubinat leben (wie es regelmäßig in den Zeiten der Fall war, wo die römische Kirche zwar die Priesterehe verboten hat, aber nicht die Möglichkeit oder den Willen hatte, dies mehr als äußerlich durchzusetzen, zb. in Europa von der karolingischen Zeit bis tw. zum Konzil v. Trient.) oder nur die Abschaffung verlangen, sie halten ihr eigenes Versprechen für nichtig.
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Re: Zölibat und Co.

Beitrag von Vir Probatus » Dienstag 5. August 2014, 01:16

http://mobil.rhein-zeitung.de/region/ne ... 88599.html
Rhein Zeitung hat geschrieben:Durch Müllers Weggang entsteht im Dekanat Bad Kreuznach bereits die dritte Vakanz, von der nicht klar ist, wann sie beendet ist: Das machte Dechant Günter Hardt klar. Für die nächsten Monate wird der Bischof einen Pfarrverwalter ernennen, und das Pastoralteam wird bestimmen, wer die Seelsorge übernimmt. Weitere Aufgaben verteilt die Pfarreiengemeinschaft. „Es ist klar, dass es ohne Pastor erst einmal Einschränkungen geben wird", kündigte Hardt an. Vermutlich werde sich auch nicht so schnell ein Nachfolger finden. „Wir brauchen Geduld", fügte er hinzu.
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Re: Zölibat und Co.

Beitrag von Caviteño » Mittwoch 6. August 2014, 09:49

Das Bistum Trier scheint wohl besonders von diesen Fällen betroffen zu sein. Dort haben in den vergangenen 18 Monaten fünf Priester ihr Amt aufgegeben.

http://www.kath.net/news/46964

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Re: Zölibat und Co.

Beitrag von kleine_therese » Mittwoch 6. August 2014, 16:45

Caviteño hat geschrieben:Das Bistum Trier scheint wohl besonders von diesen Fällen betroffen zu sein. Dort haben in den vergangenen 18 Monaten fünf Priester ihr Amt aufgegeben.

http://www.kath.net/news/46964
Das besagt statistisch noch gar nichts. In den 199er-Jahren hatte das Erzbistum Paderborn unter Kardinal Degenhardt einmal eine ähnliche Laisierungs-Welle. Ehe man hier statistisch signifikante Ergebnisse erzielt, die Rückschlüsse auf die Amtsführung des (Erz-)Bischofs oder das geistige Klima des Bistums schließen ließen, müssen noch einige Jahre vergehen.

...meint die kleine_therese

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Re: Zölibat und Co.

Beitrag von berneuchen » Freitag 8. August 2014, 20:46

kleine_therese hat geschrieben:
Caviteño hat geschrieben:Das Bistum Trier scheint wohl besonders von diesen Fällen betroffen zu sein. Dort haben in den vergangenen 18 Monaten fünf Priester ihr Amt aufgegeben.

http://www.kath.net/news/46964
Das besagt statistisch noch gar nichts. In den 199er-Jahren hatte das Erzbistum Paderborn unter Kardinal Degenhardt einmal eine ähnliche Laisierungs-Welle. Ehe man hier statistisch signifikante Ergebnisse erzielt, die Rückschlüsse auf die Amtsführung des (Erz-)Bischofs oder das geistige Klima des Bistums schließen ließen, müssen noch einige Jahre vergehen.

...meint die kleine_therese
...und steckt das Köpfchen weiter tapfer in den Sand.

Tritonus
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Re: Zölibat und Co.

Beitrag von Tritonus » Freitag 8. August 2014, 20:55

:D :kugel: :freude: :daumen-rauf:

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Re: Zölibat und Co.

Beitrag von gc-148 » Freitag 8. August 2014, 23:01

CIC_Fan hat geschrieben:es rächt sich jetzt bitter was man in der Priesterausbildung nach dem Konzil verbrochen hat nämlich das Augen zwinkernte zu raunen der Zölibat wird eh abgeschafft auch zeigt sie wie wenig Substanz diese moderne Kirche hat warum sollte man für so etwas auch den Zölibat auf sich nehmen
Woher weisst Du das denn?

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Re: Zölibat und Co.

Beitrag von Raphaela » Sonnabend 9. August 2014, 09:26

CIC_Fan hat geschrieben:es rächt sich jetzt bitter was man in der Priesterausbildung nach dem Konzil verbrochen hat nämlich das Augen zwinkernte zu raunen der Zölibat wird eh abgeschafft auch zeigt sie wie wenig Substanz diese moderne Kirche hat warum sollte man für so etwas auch den Zölibat auf sich nehmen
Ach ja? :hmm: :hmm: :hmm:
1. Gibt es mehr als genug Priester, die nach dem 2. Vatikanischen Konzil zu studieren begonnen haben und den Zölibat in Treue leben und glücklich sind.
2. Hast du gar nicht geschrieben, welches Konzil du denn meinst.... :breitgrins:
3. Was ist für die eine sogenannte moderne Kirche?
4. Ich kenne Priester, die sich absolut an die Vorschriften halten und andere, die so einiges ändern. Und nun rate mal, welche von denen den Mut haben, den Leuten bei Erstkommunionfeiern, Firmungen... auch zu sagen, dass sie stehen, knien... sollen? (Es sind diejenigen, die normalerweise so einiges ändern)
5. ist eine Verallgemeinerung nie gut
Ich bin gerne katholisch, mit Leib und Seele!

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Re: Zölibat und Co.

Beitrag von Maurus » Sonnabend 9. August 2014, 10:51

gc-148 hat geschrieben:
CIC_Fan hat geschrieben:es rächt sich jetzt bitter was man in der Priesterausbildung nach dem Konzil verbrochen hat nämlich das Augen zwinkernte zu raunen der Zölibat wird eh abgeschafft auch zeigt sie wie wenig Substanz diese moderne Kirche hat warum sollte man für so etwas auch den Zölibat auf sich nehmen
Woher weisst Du das denn?
Ach kommen Sie...auch in meiner Gemeinde gibt es einen ständigen Diakon, dem damals gesagt wurde, seine Priesterweihe komme, sobald der Zölibat weggefallen sei. Davon ist man damals offensichtlich ausgegangen.

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Re: Zölibat und Co.

Beitrag von Juergen » Sonnabend 9. August 2014, 10:58

CIC_Fan hat geschrieben:es rächt sich jetzt bitter was man in der Priesterausbildung nach dem Konzil verbrochen hat nämlich das Augen zwinkernte zu raunen der Zölibat wird eh abgeschafft auch zeigt sie wie wenig Substanz diese moderne Kirche hat warum sollte man für so etwas auch den Zölibat auf sich nehmen
Mein Prof. für Liturgiewissenschaft (1980 geweiht) hat das auch erzählt, wenngleich er weniger von "Raunen" sprach, sondern davon, daß dies offen so gesagt wurde.
Daß ein Studienkollege von ihm im Priesterseminar eine rote Fahne an der Wand hängen hatte, zeugt von einer gewissen Grundeinstellung des/der Studenten und daß sie hängen bleiben durfte von der grundlegenden Denkrichtung der Seminarleitung.
Gruß
Jürgen

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Re: Zölibat und Co.

Beitrag von Athanasius0570 » Sonnabend 9. August 2014, 11:34

Hat man damals mit "Zölibat abschaffen" gemeint, dass die Ehe kein Weihehindernis mehr sein wird, oder auch dass die Weihe kein Ehehindernis mehr sein wird?
(Oder dass es keine sakramentale Weihe und Ehe mehr geben wird??? :hmm: )
In una fide nil officit ecclesiae consuetudo diversa. Gregorius Magnus Papa.

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Re: Zölibat und Co.

Beitrag von kleine_therese » Sonnabend 9. August 2014, 14:03

Juergen hat geschrieben:
CIC_Fan hat geschrieben:es rächt sich jetzt bitter was man in der Priesterausbildung nach dem Konzil verbrochen hat nämlich das Augen zwinkernte zu raunen der Zölibat wird eh abgeschafft auch zeigt sie wie wenig Substanz diese moderne Kirche hat warum sollte man für so etwas auch den Zölibat auf sich nehmen
Mein Prof. für Liturgiewissenschaft (1980 geweiht) hat das auch erzählt, wenngleich er weniger von "Raunen" sprach, sondern davon, daß dies offen so gesagt wurde.
Daß ein Studienkollege von ihm im Priesterseminar eine rote Fahne an der Wand hängen hatte, zeugt von einer gewissen Grundeinstellung des/der Studenten und daß sie hängen bleiben durfte von der grundlegenden Denkrichtung der Seminarleitung.
Oder es zeugte vom Großmut der Seminarleitung: eine Eigenschaft, die zu haben uns die heiligen Väter ebenso lehren wie die letzten Heiligen Väter!

...meint traditionsverbunden die kleine_therese

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Re: Zölibat und Co.

Beitrag von Juergen » Sonnabend 9. August 2014, 14:11

Athanasius0570 hat geschrieben:Hat man damals mit "Zölibat abschaffen" gemeint, dass die Ehe kein Weihehindernis mehr sein wird, oder auch dass die Weihe kein Ehehindernis mehr sein wird?
Sowohl als auch.
Der Unterschied der Weihe als Ehehindernis und der Ehe als Weihehindernis ist sowieso den meisten unklar.
Ich gehe davon aus, daß alle, die heute die Abschaffung des Zölibats wünschen, auch wünschen, daß es diese Unterscheidung nicht gibt und es somit egal ist, ob man vor oder nach der Weihe heiratet.
kleine_therese hat geschrieben:Oder es zeugte vom Großmut der Seminarleitung: eine Eigenschaft, die zu haben uns die heiligen Väter ebenso lehren wie die letzten Heiligen Väter!
...labert das Alter-Ego eines Wohlbekannten, der sich momentan kleine_therese nennt
In Hochzeiten der sog. Befreiungstheologie (das Buch "Teología de la liberación" von Gustavo Gutiérrez ist von 1971) mit den entsprechenden lehramtlichen Verurteilungen etc. als Seminarist unbehelligt von der Seminarleitung eine rote Fahren im Zimmer hängen zu haben, zeugt in Bezug auf die Seminarleitung nicht von Großmut, sondern von Ignoranz.
Gruß
Jürgen

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Re: Zölibat und Co.

Beitrag von Kilianus » Sonnabend 9. August 2014, 14:15


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Re: Zölibat und Co.

Beitrag von kleine_therese » Sonnabend 9. August 2014, 14:17

Juergen hat geschrieben:
Athanasius0570 hat geschrieben:Hat man damals mit "Zölibat abschaffen" gemeint, dass die Ehe kein Weihehindernis mehr sein wird, oder auch dass die Weihe kein Ehehindernis mehr sein wird?
Sowohl als auch.
Der Unterschied der Weihe als Ehehindernis und der Ehe als Weihehindernis ist sowieso den meisten unklar.
Ich gehe davon aus, daß alle, die heute die Abschaffung des Zölibats wünschen, auch wünschen, daß es diese Unterscheidung nicht gibt und es somit egal ist, ob man vor oder nach der Weihe heiratet.
kleine_therese hat geschrieben:Oder es zeugte vom Großmut der Seminarleitung: eine Eigenschaft, die zu haben uns die heiligen Väter ebenso lehren wie die letzten Heiligen Väter!
...labert das Alter-Ego eines Wohlbekannten, der sich momentan kleine_therese nennt
In Hochzeiten der sog. Befreiungstheologie (das Buch "Teología de la liberación" von Gustavo Gutiérrez ist von 1971) mit den entsprechenden lehramtlichen Verurteilungen etc. als Seminarist unbehelligt von der Seminarleitung eine rote Fahren im Zimmer hängen zu haben, zeugt in Bezug auf die Seminarleitung nicht von Großmut, sondern von Ignoranz.
Welch harsches Urteil - woher die Gewissheit, dass Gott, der einzige Richter, dessen Sohn uns auftrug, uns nicht Richter zu nennen und nicht zu richten, dies genauso fällte? Ist kein Raum zumindest für die bescheidene Vermutung, dass die Seminarleitung in dieser Form Großmut zu üben sich berufen sah?

...fragt bibelfest die kleine_therese

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Re: Zölibat und Co.

Beitrag von Athanasius0570 » Sonnabend 9. August 2014, 18:14

Juergen hat geschrieben:
Athanasius0570 hat geschrieben:Hat man damals mit "Zölibat abschaffen" gemeint, dass die Ehe kein Weihehindernis mehr sein wird, oder auch dass die Weihe kein Ehehindernis mehr sein wird?
Sowohl als auch.
Der Unterschied der Weihe als Ehehindernis und der Ehe als Weihehindernis ist sowieso den meisten unklar.
Ich gehe davon aus, daß alle, die heute die Abschaffung des Zölibats wünschen, auch wünschen, daß es diese Unterscheidung nicht gibt und es somit egal ist, ob man vor oder nach der Weihe heiratet.
Da ich davon ausgehe, dass denjenigen, die darüber entscheiden können, diese Unterscheidung schon klar ist (immerhin wirkt sie sich ja auch bei den ständigen Diakonen sichtbar aus), hoffe ich sehr, dass selbst für den Fall, dass der "Pflichtzölibat" "abgeschafft" wird, dieser Wunsch nicht in Erfüllung gehen wird.
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