Alles zu Bußsakrament/Beichte
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Raphaela
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Re: Alles zu Bußsakrament/Beichte
Es lohnt sich, diesen Beitrag anzuhören!
Dauert zwar mit Beantwortung der Fragen über ein Stunde, aber auch diese Fragen inklusive Antworten sind gut.
Dauert zwar mit Beantwortung der Fragen über ein Stunde, aber auch diese Fragen inklusive Antworten sind gut.
Re: Alles zu Bußsakrament/Beichte
ja, es dauert, bis man an die Fragen kommt, aber es lohnt sich echt. Ist wirklich sehr interessant.
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Raphaela
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Zur Beichte
Paul Heliosch hat geschrieben:Würzburg
Einladung zum Vortrag* (.PDF)
am Sonntag, 22. Mai 2011, 16:00 Uhr
Referent: P. Michael Wildfeuer (Albbruck/Unteralpfen)
Thema: Die eine Braut Christi – Entwicklungen in der Ökumene
Ort: St. Burkardus-Haus in Würzburg (an der Südseite des Domes)
Veranstalter: Liborius Wagner-Kreis
Scheint ja auf der einen Seite ganz gut zu sein, aber was mich wundert: Er ist an einer sehr kleinen Schule, ich glaube, er ist der einzige Priester dort. Doch der Schulleiter legt Wert darauf, dass die Schüler nicht ihn als geistliche Begleitung haben oder zu ihm zum Beichten gehen. Die Schüler gehen alle zu einem Kloster in der Nähe.
Warum eigentlich?
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- Melody
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Re: Veranstaltungshinweise
OT
Dürfen/sollen eigentlich Priesteramtskandidaten bei ihrem Regens beichten?!?!?! Weiß das jemand?!
/OT
Das ist eine interessante Fragestellung. Ich selbst, der ich natürlich nicht Priester bin und keine Ahnung habe, stelle es mir aber schwer vor, das, was einem in der Beichte gesagt wird, wirklich beiseitezulassen, wenn ich einen Schüler objektiv als Lehrer (mit Schulnoten) zu beurteilen habe. Klar, mit der Gnade Gottes sollte das wohl gehen, aber vllt. möchte man hier einfach strikt trennen?!Raphaela hat geschrieben:Scheint ja auf der einen Seite ganz gut zu sein, aber was mich wundert: Er ist an einer sehr kleinen Schule, ich glaube, er ist der einzige Priester dort. Doch der Schulleiter legt Wert darauf, dass die Schüler nicht ihn als geistliche Begleitung haben oder zu ihm zum Beichten gehen. Die Schüler gehen alle zu einem Kloster in der Nähe.
Warum eigentlich?
Dürfen/sollen eigentlich Priesteramtskandidaten bei ihrem Regens beichten?!?!?! Weiß das jemand?!
/OT
Ewa Kopacz: «Für mich ist Demokratie die Herrschaft der Mehrheit bei Achtung der Minderheitenrechte, aber nicht die Diktatur der Minderheit»
Re: Veranstaltungshinweise
Ich dachte, dafür gäbe es den Spiritual.Melody hat geschrieben:Dürfen/sollen eigentlich Priesteramtskandidaten bei ihrem Regens beichten?!?!?!
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Re: Veranstaltungshinweise
Sie dürfen es, sie sollen es aber außer im Notfall nicht tun. Der Rektor ist die oberste Instanz der äußeren Leitung, und er darf Wissen, das er aus der Beichte hat, niemals für diese äußere Leitung berücksichtigen. Um hier Interessenskonflikte zu vermeiden, regelt das Kirchenrecht:HeGe hat geschrieben:Ich dachte, dafür gäbe es den Spiritual.Melody hat geschrieben:Dürfen/sollen eigentlich Priesteramtskandidaten bei ihrem Regens beichten?!?!?!
CIC 1983 Can. 985 — Der Novizenmeister und sein Gehilfe sowie der Rektor eines Seminars oder einer anderen Erziehungseinrichtung dürfen sakramentale Beichten ihrer Alumnen, die sich im selben Haus aufhalten, nur hören, wenn die Alumnen in Einzelfällen von sich aus darum bitten.
Re: Veranstaltungshinweise
Abgesehen davon, daß beide Fälle (Schule - Seminar) nicht vergleichbar sind, dürfen Seminaristen (in Einzelfällen) per se auch beim Regens eine Beichte ablegen, sofern dieser bereit ist ihre Beichte zu hören:Melody hat geschrieben:Dürfen/sollen eigentlich Priesteramtskandidaten bei ihrem Regens beichten?!?!?! Weiß das jemand?!
Als regelmäßiger Beichtvater oder Seelenführer wird der Regens jedoch sicher nicht zur Verfügung stehen, denn:Can. 240 — § 1. Neben den ordentlichen Beichtvätern haben regelmäßig andere Beichtväter in das Seminar zu kommen, den Alumnen hat es immer freizustehen, unter Beachtung der Seminarordnung einen beliebigen Beichtvater innerhalb oder außerhalb des Seminars aufzusuchen.
Der Regens ist jedoch durch sein Amt gezwungen eine Stellungnahme über die Zulassung zur Weihe zu geben.Can. 240 — § 2. Bei Entscheidungen über die Zulassung der Alumnen zu den Weihen oder über ihre Entlassung aus dem Seminar darf niemals eine Stellungnahme des Spirituals und der Beichtväter eingeholt werden.
- Melody
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Re: Veranstaltungshinweise
Danke, taddeo (und Gamaliel).
Ich finde aber schon, dass man das mit der Schule und damit der Ausgangsfrage von Raphaela vergleichen kann.
Ich finde aber schon, dass man das mit der Schule und damit der Ausgangsfrage von Raphaela vergleichen kann.
Ewa Kopacz: «Für mich ist Demokratie die Herrschaft der Mehrheit bei Achtung der Minderheitenrechte, aber nicht die Diktatur der Minderheit»
Re: Veranstaltungshinweise
Inwiefern?Melody hat geschrieben:Ich finde aber schon, dass man das mit der Schule und damit der Ausgangsfrage von Raphaela vergleichen kann.
- Melody
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Re: Veranstaltungshinweise
Weil man als Lehrer - und so hab ich das verstanden, oder erliege ich hier einem Missverständnis, was diesen Pater Wildfeuer SJM und die Frage von Raphaela auf der Vorseite betrifft?! - doch auch eine Beurteilung seiner Schüler abzugeben hat.
Ich halte es für besser, das von dem Amt des Beichtvaters zu trennen.
Ich halte es für besser, das von dem Amt des Beichtvaters zu trennen.
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Re: Zur Beichte
P. Wildfeuer ist ausgebildeter Gymnasiallehrer für die Fächer Mathematik und Physik. Was das Hören des Bekenntnisses von Sünden mit der Mathenote zu tun hat, ist mir nicht klar. Im übrigen muß auch jeder Pfarrer beurteilen, ob er diesen oder jenen seiner Gläubigen als Jugendleiter, Sakristan, Sekretär,... einstellt, auch wenn diese bisher bei ihm zur Beichte gekommen sind. Es ist für jeden Priester völlig klar, daß er das in der Beichte erlangte Wissen in keine dieser Entscheidungen (Benotung, Einstellung,...) einfließen lassen darf.
Übrigens: P. Wildfeuer ist nicht Mitglied der SJM (und war es auch nie).
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- Knecht Ruprecht
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Re: Alles zu Bußsakrament/Beichte
Gibt es in Deutschland überhaupt noch Priester, die vorm Ende des Gottesdienst über die Beichtgelegenheiten informieren? Vor Jahrzehnten hab ich zumindest vor Weihnachten und Ostern sowas gehört. Doch diese Zeiten sind ja schon lange zurück. Die Priester infomieren nur noch über Termine von fair gehandelten Waren und Frühshoppen.
Re: Alles zu Bußsakrament/Beichte
Man könnte ja auch die Pfarrnachrichten lesen? Hier wird es auch immer angesagt...Knecht Ruprecht hat geschrieben:Gibt es in Deutschland überhaupt noch Priester, die vorm Ende des Gottesdienst über die Beichtgelegenheiten informieren? Vor Jahrzehnten hab ich zumindest vor Weihnachten und Ostern sowas gehört. Doch diese Zeiten sind ja schon lange zurück. Die Priester infomieren nur noch über Termine von fair gehandelten Waren und Frühshoppen.
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Ihr seid im Gebet ... mal schauen, ob/wann ich hier wieder reinsehe ...
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- Knecht Ruprecht
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Re: Alles zu Bußsakrament/Beichte
Es geht hier nicht um irgendwelche Aushänge, sondern darum dass sowas wie fair gehandelte Waren und Frühshoppen es in Bekanntgabe nach dem Gottesdienst schaffen, während Beichtgelegenheiten unter ferner liefen laufen.Ecce Homo hat geschrieben:Man könnte ja auch die Pfarrnachrichten lesen? Hier wird es auch immer angesagt...Knecht Ruprecht hat geschrieben:Gibt es in Deutschland überhaupt noch Priester, die vorm Ende des Gottesdienst über die Beichtgelegenheiten informieren? Vor Jahrzehnten hab ich zumindest vor Weihnachten und Ostern sowas gehört. Doch diese Zeiten sind ja schon lange zurück. Die Priester infomieren nur noch über Termine von fair gehandelten Waren und Frühshoppen.
Re: Alles zu Bußsakrament/Beichte
Bei uns gibt es beides so nicht. Bei uns wird das geistliche Leben angesagt, die anderen Dinge nicht. Also wird bei uns Beichte angesagt, wenn sie stattfindet (man kann es auch nachlesen, weil es ja auch aushängt) und die anderen Sachen, die stehen nur am schwarzen Brett...
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- ChrisCross
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Re: Alles zu Bußsakrament/Beichte
Bei uns wird die Beichte auch nicht extra angesagt, weil sie regelmäßig stattfindet. man gibt ja auch nicht den nächsten normalen Gottesdienst jedesmal bekannt. Den Termin kennt schließlich jeder, der im Pfarrbreif nachliest.
Tu excitas, ut laudare te delectet, quia fecisti nos ad te et inquietum est cor nostrum, donec requiescat in te.
Augustinus Conf. I. 1
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Re: Alles zu Bußsakrament/Beichte
Bei uns wird die Beichte nicht bekanntgegeben,ganz einfach,weil es keine Beichttermine gibt. 
- Christiane
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Re: Alles zu Bußsakrament/Beichte
Tja, ich warte gar nicht erst auf die Bekanntgabe irgendwelcher Termine, sondern schnapp mir einfach immer nen Priester, wenn ich mal wieder beichten muss (was ziemlich häufig der Fall ist) - meistens den (jeweiligen) Priester meiner Gemeinschaft. Neo sein hat durchaus Vorteile...
Christiane
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"Die Demokratie feiert den Kult der Menschheit auf einer Pyramide von Schädeln." - Nicolás Gómez Dávila
"Gott kann machen, dass eine Communio entsteht zwischen dem Idiot und dem Arschloch." (Ausspruch auf einem NK-Gemeinschaftstag)
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Re: Alles zu Bußsakrament/Beichte
Generell bin ich froh, einen regelmäßigen BV zu haben. Dienstags ist mein Tag und wenn ich da mal nicht hinkann oder er nicht da ist (und ich nicht zu seiner Aushilfe gehen will), dann fahre ich eben am Mittwoch.
Da muss ich mir echt keine Gedanken machen...
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Re: Alles zu Bußsakrament/Beichte
Zufällig bin ich auf einen Text der Kleruskongregation vom März 2011 aufmerksam geworden.
Er trägt den Titel: DER PRIESTER, DIENER DER GÖTTLICHEN BARMHERZIGKEIT - ARBEITSHILFE FÜR BEICHTVÄTER UND GEISTLICHE BEGLEITER
Die ersten 30 Seiten über die Beichte hätte man zwar leicht auf 5 Seiten zusammenfassen können, wenn man unnötige Wiederholungen und manches Geschwurbel weggelassen hätte, aber immerhin werden in dem Text, der sich ja primär an Priester richtet, einige wichtige Punkte in Erinnerung gerufen. Einige Beispiele (es gäbe noch mehr):
Beichtpflicht vor Erstkommunion:
Besonders erfreulich ist der als Anhang beigefügte Beichtspiegel für Priester:

Er trägt den Titel: DER PRIESTER, DIENER DER GÖTTLICHEN BARMHERZIGKEIT - ARBEITSHILFE FÜR BEICHTVÄTER UND GEISTLICHE BEGLEITER
Die ersten 30 Seiten über die Beichte hätte man zwar leicht auf 5 Seiten zusammenfassen können, wenn man unnötige Wiederholungen und manches Geschwurbel weggelassen hätte, aber immerhin werden in dem Text, der sich ja primär an Priester richtet, einige wichtige Punkte in Erinnerung gerufen. Einige Beispiele (es gäbe noch mehr):
Beichtpflicht vor Erstkommunion:
Nr. 29 hat geschrieben:Daher müssen solche Seelen, ehe sie die Erstkommunion empfangen, durch eine passende, zum Bußsakrament hinführende Katechese vorbereitet werden.
Profunde Kenntnis der christlichen Spiritualität:Nr. 44 hat geschrieben:In allem hat man sich an die kirchliche Morallehre zu halten.
Beichthören statt konzelebrieren:Der Priester, der ja im Namen Christi, des Guten Hirten, handelt, muss die geistlichen Krankheiten kennen, sie voneinander zu unterscheiden wissen und es verstehen, demjenigen, der die Beichte ablegt, beizustehen; er muss sich in Bezug auf Moral und christliche Vollkommenheit an die Lehre der Kirche halten, ein echtes Gebetsleben führen,...
Nr. 56 hat geschrieben:Im Falle einer Konzelebration ist es sehr zu empfehlen, dass einige Priester darauf verzichten zu konzelebrieren, um so den Gläubigen, die das Sakrament der Versöhnung empfangen möchten, zur Verfügung zu stehen."
Besonders erfreulich ist der als Anhang beigefügte Beichtspiegel für Priester:
Ist das heilige Messopfer der Mittelpunkt meines inneren Lebens?
[...]
Feiere ich die hl. Messe nach den festgesetzten Riten und Normen, mit echter Motivation, nach den approbierten liturgischen Büchern?
[...]
Trage ich in Würde die von der Kirche vorgeschriebenen liturgischen Gewänder...
[...]
Halte ich treu an dem täglichen Besuch vor dem allerheiligsten Sakrament fest?
[...]
Bete ich vollständig, würdig, gewissenhaft und andächtig die tägliche Liturgie des Stundengebets?
[...]
Komme ich mit Freude der Verpflichtung meiner Liebe gegenüber Gott nach, indem ich die zölibatäre Enthaltsamkeit lebe?
[...]
Kenne ich von Grund auf die Lehren der Kirche? Eigne ich sie mir an und gebe ich sie wahrheitsgetreu weiter?
usw.
Re: Alles zu Bußsakrament/Beichte
Nur schade, daß das - wie fast alles aus Rom - meistens ignoriert oder bewußt mißachtet wird.
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Raimund J.
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Re: Alles zu Bußsakrament/Beichte
Gibt es eigentlich eine Richtlinie innerhalb welcher Zeitspanne die in der Beichte auferlegte Buße zu absolvieren ist? Unmittelbar im Anschluss oder geht auch drei Tage später?
Der Herr ist mein Hirte; mir wird nichts mangeln.
Nec laudibus, nec timore
Nec laudibus, nec timore
Re: Alles zu Bußsakrament/Beichte
Nein, da ist man grundsätzlich völlig frei, außer der Beichtvater hätte eine bestimmte zeitliche Frist ausdrücklich erwähnt (z.B. Buße = Besuch einer Wochentagsmesse innerhalb der kommenden Woche).Raimund Josef H. hat geschrieben:Gibt es eigentlich eine Richtlinie innerhalb welcher Zeitspanne die in der Beichte auferlegte Buße zu absolvieren ist? Unmittelbar im Anschluss oder geht auch drei Tage später?
Vorgeschrieben ist nur die Buße vor der nächsten Beichte zu verrichten, das können theoretisch also auch Monate sein.
Wer natürlich die Sache mit einigem Ernst angeht, wird die Buße sobald wie möglich verrichten (sofort oder innerhalb von Stunden/Tagen).
Re: Alles zu Bußsakrament/Beichte
Aber immerhin kann man den betroffenen Herrschaften den Text dann unter die Nase halten (und sogar eventuell Beschwerde einlegen).holzi hat geschrieben:Nur schade, daß das - wie fast alles aus Rom - meistens ignoriert oder bewußt mißachtet wird.
Außerdem ist so ein Text, gerade auch der Beichtspiegel eine gute objektive Orientierung für die Gläubigen, in der zum Ausdruck kommt, was die Kirche von ihren Priestern erwartet und was sie gegebenenfalls als sündhaftes Verhalten betrachtet.
Re: Alles zu Bußsakrament/Beichte
Was macht man, wenn man eine dreiundreißigtägige Andacht als buße aufbekommt, aber schon an Tag 21 wieder beichten gehen will? (Beispielshalber)Gamaliel hat geschrieben:Nein, da ist man grundsätzlich völlig frei, außer der Beichtvater hätte eine bestimmte zeitliche Frist ausdrücklich erwähnt (z.B. Buße = Besuch einer Wochentagsmesse innerhalb der kommenden Woche).Raimund Josef H. hat geschrieben:Gibt es eigentlich eine Richtlinie innerhalb welcher Zeitspanne die in der Beichte auferlegte Buße zu absolvieren ist? Unmittelbar im Anschluss oder geht auch drei Tage später?
Vorgeschrieben ist nur die Buße vor der nächsten Beichte zu verrichten, das können theoretisch also auch Monate sein.
Wer natürlich die Sache mit einigem Ernst angeht, wird die Buße sobald wie möglich verrichten (sofort oder innerhalb von Stunden/Tagen).
"Katholizismus ist ein dickes Steak, ein kühles Dunkles und eine gute Zigarre." G. K. Chesterton
"Black holes are where God divided by zero. - Einstein
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Re: Alles zu Bußsakrament/Beichte
In Zukunft etwas bescheidener sündigen, damit man nicht solche Bußen aufgebrummt kriegt ...Linus hat geschrieben:Was macht man, wenn man eine dreiundreißigtägige Andacht als buße aufbekommt, aber schon an Tag 21 wieder beichten gehen will? (Beispielshalber)
- Sursum Corda
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Re: Alles zu Bußsakrament/Beichte
Auf, eilen liebentzündet, auch wir zum heil'gen Streit! Der Herr, der's Haus gegründet, uns ew'gen Sieg verleiht.
Re: Alles zu Bußsakrament/Beichte
Is doch wahr ...
... der Linus ist gut verheiratet und kinderlos - was muß so einer denn anstellen, daß er so eine Buße bekommt?
Irgendwie schaut mir das so aus: Der Beichtvater scheint froh zu sein, daß überhaupt mal einer zu ihm kommt, und den allein "verknackt" er dann zu all den schönen Frömmigkeitsübungen, die ein Pfarrer früher auf eine ganze Pfarrei verteilt hat.
Irgendwie schaut mir das so aus: Der Beichtvater scheint froh zu sein, daß überhaupt mal einer zu ihm kommt, und den allein "verknackt" er dann zu all den schönen Frömmigkeitsübungen, die ein Pfarrer früher auf eine ganze Pfarrei verteilt hat.
Re: Alles zu Bußsakrament/Beichte
1. Man geht zur beabsichtigten Beichte.Linus hat geschrieben:Was macht man, wenn man eine dreiundreißigtägige Andacht als buße aufbekommt, aber schon an Tag 21 wieder beichten gehen will? (Beispielshalber)
2. Man verrichtet den noch ausstehenden Teil der Buße von der alten Beichte ganz normal weiter.
3. Wenn man möchte, kann man den Beichtvater darauf hinweisen, daß man die Buße vom letzten Mal noch nicht vollständig verrichten konnte. Der Priester kann dies für die Auferlegung bzw. dem Umfang der neuen Buße berücksichtigen.
Re: Alles zu Bußsakrament/Beichte
Die Tatsache, daß eine Buße 33 Tage dauert, macht sie noch lange nicht zu einer großen Buße; es hängt ganz entscheidend auch vom auferlegten Werk ab. Bestünde dies darin täglich ein "Ave Maria" zu beten, dann wäre die 33-tägige Buße insgesamt deutlich geringer, als die Verpflichtung einen einzigen Rosenkranz zu beten und dafür muß man - menschlich betrachtet - nicht viel anstellen.taddeo hat geschrieben:was muß so einer denn anstellen, daß er so eine Buße bekommt?
- lifestylekatholik
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- Registriert: Montag 6. Oktober 2008, 23:29
Re: Alles zu Bußsakrament/Beichte
Gamaliel, wie löst sich der Widerspruch zwischen deiner letzten Antwort an Linus und dieser Aussage:
Sehe ich es richtig, dass ich direkt nach der Beichte aller Todsünden, genauer gesagt, nach der Absolution, wieder die hl. Eucharistie empfangen darf, auch wenn ich die mir auferlegte Buße (noch) nicht verrichtet habe?
Welche Verbindlichkeit besteht denn zur Verrichtung der Buße? Sprich, hat es Folgen für mich, wenn ich, bevor ich Buße getan habe, etwa verunfalle?
Andere Frage:Gamaliel hat geschrieben:Vorgeschrieben ist nur die Buße vor der nächsten Beichte zu verrichten
Sehe ich es richtig, dass ich direkt nach der Beichte aller Todsünden, genauer gesagt, nach der Absolution, wieder die hl. Eucharistie empfangen darf, auch wenn ich die mir auferlegte Buße (noch) nicht verrichtet habe?
Welche Verbindlichkeit besteht denn zur Verrichtung der Buße? Sprich, hat es Folgen für mich, wenn ich, bevor ich Buße getan habe, etwa verunfalle?
»Was muß man denn in der Kirche ›machen‹? In den Gottesdienſt gehen und beten reicht doch.«
Re: Alles zu Bußsakrament/Beichte
Rein quantitativ stimmt das natürlich. Allerdings ist die Verpflichtung, über einen so langen Zeitraum irgendein Bußwerk zu verrichten, schon nicht ohne. Die "gefühlte" Buße dürfte da allein wegen der Dauer größer sein, als wenn man sie auf einen Schlag "erledigen" kann.Gamaliel hat geschrieben:Die Tatsache, daß eine Buße 33 Tage dauert, macht sie noch lange nicht zu einer großen Buße; es hängt ganz entscheidend auch vom auferlegten Werk ab. Bestünde dies darin täglich ein "Ave Maria" zu beten, dann wäre die 33-tägige Buße insgesamt deutlich geringer, als die Verpflichtung einen einzigen Rosenkranz zu beten und dafür muß man - menschlich betrachtet - nicht viel anstellen.taddeo hat geschrieben:was muß so einer denn anstellen, daß er so eine Buße bekommt?