"Memorandum Kirche 2011" und Gegeninitiativen
Re: "Memorandum Kirche 2011" und Gegeninitiativen
Bericht von der Übergabe der Petition Pro Ecclesia: http://echoromeo.blogspot.com/211/3/u ... lesia.html
Iúdica me, Deus, et discérne causam meam de gente non sancta
Re: "Memorandum Kirche 2011" und Gegeninitiativen
Dokumentation zur "Petition pro Ecclesia"
http://petitionproecclesia.wordpress.com/dokumentation/
http://petitionproecclesia.wordpress.com/dokumentation/
Gruß Jürgen
Dieser Beitrag kann unter Umständen Spuren von Satire, Ironie und ähnlich schwer Verdaulichem enthalten. Er ist nicht für jedermann geeignet, insbesondere nicht für Humorallergiker. Das Lesen erfolgt auf eigene Gefahr.
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civilisation
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Re: "Memorandum Kirche 2011" und Gegeninitiativen
„Diskussion ohne Vorbehalte“
Geteiltes Echo auf Dialogfahrplan der Bischöfe
http://www.domradio.de/bischofskonferen ... halte.html
daraus:
Geteiltes Echo auf Dialogfahrplan der Bischöfe
http://www.domradio.de/bischofskonferen ... halte.html
daraus:
Zugleich mahnte Präsident Alois Glück eine Diskussion ohne Vorbehalte an. ...
... (BDKJ) zeigte sich erfreut, „dass die Bischöfe einen strukturierten, intensiven und zukunftsorientierten Dialog beginnen“. Als wichtigste Themen nannte BDKJ-Bundesvorsitzender Dirk Tänzler den Umgang mit Macht in der Kirche, Fragen zur Sexualität, Weiterentwicklung des Priesterbildes, das Miteinander von Priestern und Laien, die Förderung demokratischer Strukturen und die Stärkung von Frauen in der Kirche.
Nach ... Erzbischof Robert Zollitsch, können auch Streitfragen Themen des Gesprächsprozesses sein, etwa die priesterliche Ehelosigkeit oder die kirchliche Sexualmoral. Es werde aber keine Revolution geben: „Wir bleiben die katholische Kirche.“ Der Essener Bischof Franz-Josef Overbeck sagte, auf Ebene der Bischöfe würden „lehramtlich geklärte Themen“ wie das Priestertum der Frau, die Priesterweihe erprobter verheirateter Männer (viri probati) und die Frage der Homosexualität nicht zum Thema gemacht.
... „Initiative Kirche von unten“ kritisierte „äußerst ungenügende Rahmenbedingungen“ des Dialogs und sprach von einer „hochglanzpolierten Imagekampagne“. Das verspielte Vertrauen werde „mit Mauschelrunden von Funktionären und schönen Worten für die Öffentlichkeit“ nicht zurückgewonnen.
... „Wir sind Kirche“ äußerte sich enttäuscht über die Vorgaben der Bischöfe.
Eine klare Ergebnisorientierung vermisst der Diözesanrat der Katholiken im Erzbistum Köln ... bislang nicht die Bereitschaft der Bischöfe zu erkennen, sich am Ende eines solchen Prozesses auf verbindliche Vereinbarungen mit Klerikern und Laien einzulassen, so eine Erklärung am Freitag.
Re: "Memorandum Kirche 2011" und Gegeninitiativen
Ich glaub, der Tänzler kann sich nur im strukturierten Dialog Triebabfuhr verschaffen.
Re: "Memorandum Kirche 2011" und Gegeninitiativen
Was Trieb- und/oder Reformstau angeht: http://www.kreuzgang.org/viewtopic.php?p=491736#p491736Gallus hat geschrieben:Ich glaub, der Tänzler kann sich nur im strukturierten Dialog Triebabfuhr verschaffen.
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Re: "Memorandum Kirche 2011" und Gegeninitiativen
Ich finde es übrigens schade, daß man jetzt die Unterzeichner nicht mehr nachlesen kann.
Wollte noch ganz gerne nachschauen, weil ich die letzten Tage nicht dazugekommen war. Da steht nur, daß schlußendlich insgesamt 13.928 unterzeichnet haben (
)
Wollte noch ganz gerne nachschauen, weil ich die letzten Tage nicht dazugekommen war. Da steht nur, daß schlußendlich insgesamt 13.928 unterzeichnet haben (
Der Kult ist immer wichtiger als jede noch so gescheite Predigt. Die Objektivität des Kultes ist das Größte und das Wichtigste, was unsere Zeit braucht. Der Alte Ritus ist der größte Schatz der Kirche, ihr Notgepäck, ihre Arche Noah. (M. Mosebach)
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civilisation
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Re: "Memorandum Kirche 2011" und Gegeninitiativen
PNP-Interview mit Jesus-Bestseller-Autor
http://www.pnp.de/nachrichten/heute_in_ ... Autor.html
daraus:
http://www.pnp.de/nachrichten/heute_in_ ... Autor.html
daraus:
Berger: Die Spaltung ist schon da. In Baden Württemberg muss man sich ganz klar entscheiden: Zu welcher Gemeinde gehst du? Die eine Gemeinde, zu der ich nominell gehöre, feiert nur mehr alle 14 Tage Gottesdienst und jeweils immer zusammen mit den Protestanten. Konzelebration ist gar kein Prob- lem mehr. Der evangelische und der katholische Pfarrer stehen alle 14 Tage gemeinsam vor dem Altar, abwechselnd in der katholischen und evangelischen Kirche. Dieses Memorandum läuft darauf hinaus, dass die bestehenden Katholiken nichts weiter tun sollen, als Protestanten zu werden. Alle Positionen, die dort genannt werden, betreffen ökumenische Themen, nur das Thema Ökumene selbst wird ausgespart.
Re: "Memorandum Kirche 2011" und Gegeninitiativen
Berger: Die eine Gemeinde, zu der ich nominell gehöre, feiert nur mehr alle 14 Tage Gottesdienst und jeweils immer zusammen mit den Protestanten. Konzelebration ist gar kein Prob- lem mehr. Der evangelische und der katholische Pfarrer stehen alle 14 Tage gemeinsam vor dem Altar, abwechselnd in der katholischen und evangelischen Kirche.
Geht's noch doller?
Christi vero ecclesia, sedula et cauta depositorum apud se dogmatum custos, nihil in his umquam permutat, nihil minuit, nihil addit; non amputat necessaria, non adponit superflua; non amittit sua, non usurpat aliena. (Vincentius Lerinensis, Com. 23, 16)
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civilisation
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Re: "Memorandum Kirche 2011" und Gegeninitiativen
Es melden sich mal wieder die "Funktionärskatholikinnen" in Form der Vizepräsidentinnen des überflüssigen ZdK (Karin Kortmann und Claudia Lücking-Michel) in einem Gastbeitrag der Frankfurter Rundschau zu Wort.
Der Klerus mauert
http://www.fr-online.de/politik/meinung ... index.html
daraus:

Der Klerus mauert
http://www.fr-online.de/politik/meinung ... index.html
daraus:
Die Begabungen, Erfahrungen und Charismen von Frauen kommen aber nach wie nicht ausreichend vor; sie haben strukturell keine Chance, sich gleichberechtigt in die Gestaltung kirchlicher Wirklichkeit einzubringen. Immer noch behindert ein offener oder sublimer Klerikalismus eine echte Beteiligung insbesondere der Frauen am Leben der Gemeinde, am Leben der Diözese und am Leben der Weltkirche. Und „Leben“ meint hier ebenso die Alltagsvollzüge wie das öffentliche Erscheinungsbild und die Macht- und Entscheidungsstrukturen.
Re: "Memorandum Kirche 2011" und Gegeninitiativen
Dass solche Leute immer noch Pöstchen im Funktionärskatholizismus haben, das ist das wirkliche Drama. 
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Re: "Memorandum Kirche 2011" und Gegeninitiativen
Unser Kardinal zum Memorandum: http://www.kath.net/detail.php?id=3687
So erfreulich diese Kritik ist: so abgeschottet kann das bischöfliche Haus doch nicht sein, dass ihm das jetzt erst auffällt?! Und wieso hat er Angst, diesen Professoren Theologiestudenten anzuvertrauen, hat aber offensichtlich beispielsweise kein Problem damit, junge Katholiken bei einem Herrn Berger in den Unterricht zu schicken?
So erfreulich diese Kritik ist: so abgeschottet kann das bischöfliche Haus doch nicht sein, dass ihm das jetzt erst auffällt?! Und wieso hat er Angst, diesen Professoren Theologiestudenten anzuvertrauen, hat aber offensichtlich beispielsweise kein Problem damit, junge Katholiken bei einem Herrn Berger in den Unterricht zu schicken?
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Re: "Memorandum Kirche 2011" und Gegeninitiativen
Ich bin überzeugt, dass der Kardinal einen Brief von Dir entsprechenden Inhalts liest und beantwortet!
Ich habe dieser Tage meinem Bischof und dem zuständigen Freiburger Metropoliten geschrieben wegen der Aussage zur Schuld beim "Bußgottesdienst" in Paderborn; allerdings erwarte ich keine Antwort!
+L.
Ich habe dieser Tage meinem Bischof und dem zuständigen Freiburger Metropoliten geschrieben wegen der Aussage zur Schuld beim "Bußgottesdienst" in Paderborn; allerdings erwarte ich keine Antwort!
+L.
Christus mein Leben, Maria meine Hoffnung, Don Bosco mein Ideal!
Re: "Memorandum Kirche 2011" und Gegeninitiativen
88410 Bad Wurzach Eintürnenberg, am 15. März 2011
Seiner Exzellenz, Herrn Erzbischof Zollitsch,
Herrn Bischof Fürst
Exzellenzen, hochwürdigste Herren Bischöfe,
sicher mit großer Aufmerksamkeit wurde der Gottesdienst z.B. über „domradio“ mitgefeiert, den Sie im Dom zu Paderborn anlässlich der Bischofskonferenz gehalten haben. Es sollte wohl der Öffentlichkeit, und in ihr vor allem den der Kirche zum großen Teil nicht gerade positiv gegenüber stehenden Medien gegenüber gesagt und gezeigt werden, wie sehr „die Kirche“ in Schuld verstrickt sei und wie sie mit dieser an „Kollektivschuld“ erinnernden Aktion unserer Herren Bischöfe in Zukunft stets in „Sack und Asche“ aufzutreten habe.
Es bleibe dahin gestellt, welches Bild unsere verehrten Bischöfe von unserer Mutter Kirche haben. Jedenfalls stellen sich mir doch Fragen wie: hat irgendein „Kirchenmann“ (ich muss Ihnen zuliebe auch sagen „Kirchenfrau“), sei er Bischof, Priester, Diakon oder Laie jemals den Auftrag erteilt, Kinder und Jugendliche sexuell zu missbrauchen? Haben die „Kirchenleute“, die sich in erbärmlicher, scheußlicher Weise an jungen Menschen vergriffen haben, wirklich mit Wissen und Zustimmung „der Kirche“ gehandelt?
Nun berichten die Medien natürlich ausführlich über die Ausführungen des Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz bei diesem Gottesdienst.
Herr Erzbischof Zollitsch habe gesagt, diese Schuld kann niemals ungeschehen gemacht werden. Dass die fast unvergebbar erscheinenden Sünden von Mitbrüdern das Bild der Kirche in fast unsagbarer Weise beschädigt haben, ist sicher eine Tatsache, die uns, die wir im aktiven Dienst an und in unseren Pfarrgemeinden stehen, immer wieder zum Teil in hämischer und oft sehr verletzender Weise vorgehalten wird. Das steht außer Zweifel.
Da ich in meiner sehr begrenzten Freizeit, (ich habe drei Gemeinden zu „versorgen“) trotzdem mit vielen jungen Leuten über das „Internet“ in Verbindung stehe und dort einen sonst kaum vorzufindenden Glaubenseifer feststellen darf, möchte ich Ihnen, verehrte Herren Bischöfe zu lesen geben, woran durchaus junge Menschen heute „leiden“, wenn es darum geht, aktiv und beispielgebend im öffentlichen Leben zu stehen.
Ich darf vorausschicken, dass ich kürzlich meinen 75. Geburtstag begangen habe, an Peter und Paul 2011mein 40. Priesterjahr feiere und gerne weiterhin, solange es meine Gesundheit erlaubt, im Dienst stehen möchte.
In den 40 Jahren seit meiner Weihe durch Erzbischof Stimpfle ist es mir nie so schwer gefallen wie in diesen Monaten und Wochen des ständigen Missbrauchs mit dem Missbrauch!
Erlauben sie mir außerdem eine Frage, die mich ständig beschäftigt, ohne dass meine Bischöfe je eine klare und deutliche Antwort darauf gegeben haben:
Wann stehen unsere verehrten Oberhirten endlich auf und verteidigen das ungeborene Leben im Mutterschoß mit ähnlicher Intensität wie die nach langem Zaudern und Verschweigen endlich erfolgenden Reaktionen auf den Missbrauch Unschuldiger und zwar so, dass nicht wieder wir alle, also „die Kirche“, in Haftung genommen werden?
Beten wir nicht immer und immer wieder im Gebet des Herrn „und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern“? Ist also, wenn wir ernst nehmen, was wir da beten, Schuld doch irgendwann einmal vergebbar? Müssten nicht die Täter selbst sich darum bemühen, im Sakrament der Buße, das ja aber heute so viel wie verdunstet ist, um Vergebung zu bitten, die nach aufrichtiger Reue auch von Gott gewährt wird? Kann die Kirche wirklich immer einspringen oder herangezogen werden, wenn, wie in diesen Fällen offenbar, eine Vergebungsbitte kaum einmal von den Tätern ausgesprochen wird. Dürfen wir das „supplet ecclesia“ wirklich immer so verstehen?
Bei den „Schuldbekenntnissen“ unserer Bischöfe im Namen der Kirche mag der Verdacht aufkommen, als wenn auch nach Offenbarwerden der schrecklichen Sünden mancher Priester (Es sind, gesehen auf alle Mißbrauchsfälle, wie man hört, Promillezahlen!) schon wieder mit dem Mantel der „Barmherzigkeit“
gearbeitet würde. So als wollte man sagen, halte dich ruhig, wir stehen zu dir und finden schon die rechten Worte für die Öffentlichkeit.
Bitte, verzeihen Sie mir meine kritisch erscheinenden Worte! Ich musste sie einfach einmal zu Papier bringen, da mich jenes Problem belastet und eigentlich auch eine ersprießliche Seelsorgsarbeit erschwert.
Ich lege Ihnen die Ausdrucke von Stellungnahmen junger Leute in einem katholischen Internetforum bei ohne sie näher hin zu beurteilen.
Mit der Bitte um Ihren bischöflichen Segen!
Seiner Exzellenz, Herrn Erzbischof Zollitsch,
Herrn Bischof Fürst
Exzellenzen, hochwürdigste Herren Bischöfe,
sicher mit großer Aufmerksamkeit wurde der Gottesdienst z.B. über „domradio“ mitgefeiert, den Sie im Dom zu Paderborn anlässlich der Bischofskonferenz gehalten haben. Es sollte wohl der Öffentlichkeit, und in ihr vor allem den der Kirche zum großen Teil nicht gerade positiv gegenüber stehenden Medien gegenüber gesagt und gezeigt werden, wie sehr „die Kirche“ in Schuld verstrickt sei und wie sie mit dieser an „Kollektivschuld“ erinnernden Aktion unserer Herren Bischöfe in Zukunft stets in „Sack und Asche“ aufzutreten habe.
Es bleibe dahin gestellt, welches Bild unsere verehrten Bischöfe von unserer Mutter Kirche haben. Jedenfalls stellen sich mir doch Fragen wie: hat irgendein „Kirchenmann“ (ich muss Ihnen zuliebe auch sagen „Kirchenfrau“), sei er Bischof, Priester, Diakon oder Laie jemals den Auftrag erteilt, Kinder und Jugendliche sexuell zu missbrauchen? Haben die „Kirchenleute“, die sich in erbärmlicher, scheußlicher Weise an jungen Menschen vergriffen haben, wirklich mit Wissen und Zustimmung „der Kirche“ gehandelt?
Nun berichten die Medien natürlich ausführlich über die Ausführungen des Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz bei diesem Gottesdienst.
Herr Erzbischof Zollitsch habe gesagt, diese Schuld kann niemals ungeschehen gemacht werden. Dass die fast unvergebbar erscheinenden Sünden von Mitbrüdern das Bild der Kirche in fast unsagbarer Weise beschädigt haben, ist sicher eine Tatsache, die uns, die wir im aktiven Dienst an und in unseren Pfarrgemeinden stehen, immer wieder zum Teil in hämischer und oft sehr verletzender Weise vorgehalten wird. Das steht außer Zweifel.
Da ich in meiner sehr begrenzten Freizeit, (ich habe drei Gemeinden zu „versorgen“) trotzdem mit vielen jungen Leuten über das „Internet“ in Verbindung stehe und dort einen sonst kaum vorzufindenden Glaubenseifer feststellen darf, möchte ich Ihnen, verehrte Herren Bischöfe zu lesen geben, woran durchaus junge Menschen heute „leiden“, wenn es darum geht, aktiv und beispielgebend im öffentlichen Leben zu stehen.
Ich darf vorausschicken, dass ich kürzlich meinen 75. Geburtstag begangen habe, an Peter und Paul 2011mein 40. Priesterjahr feiere und gerne weiterhin, solange es meine Gesundheit erlaubt, im Dienst stehen möchte.
In den 40 Jahren seit meiner Weihe durch Erzbischof Stimpfle ist es mir nie so schwer gefallen wie in diesen Monaten und Wochen des ständigen Missbrauchs mit dem Missbrauch!
Erlauben sie mir außerdem eine Frage, die mich ständig beschäftigt, ohne dass meine Bischöfe je eine klare und deutliche Antwort darauf gegeben haben:
Wann stehen unsere verehrten Oberhirten endlich auf und verteidigen das ungeborene Leben im Mutterschoß mit ähnlicher Intensität wie die nach langem Zaudern und Verschweigen endlich erfolgenden Reaktionen auf den Missbrauch Unschuldiger und zwar so, dass nicht wieder wir alle, also „die Kirche“, in Haftung genommen werden?
Beten wir nicht immer und immer wieder im Gebet des Herrn „und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern“? Ist also, wenn wir ernst nehmen, was wir da beten, Schuld doch irgendwann einmal vergebbar? Müssten nicht die Täter selbst sich darum bemühen, im Sakrament der Buße, das ja aber heute so viel wie verdunstet ist, um Vergebung zu bitten, die nach aufrichtiger Reue auch von Gott gewährt wird? Kann die Kirche wirklich immer einspringen oder herangezogen werden, wenn, wie in diesen Fällen offenbar, eine Vergebungsbitte kaum einmal von den Tätern ausgesprochen wird. Dürfen wir das „supplet ecclesia“ wirklich immer so verstehen?
Bei den „Schuldbekenntnissen“ unserer Bischöfe im Namen der Kirche mag der Verdacht aufkommen, als wenn auch nach Offenbarwerden der schrecklichen Sünden mancher Priester (Es sind, gesehen auf alle Mißbrauchsfälle, wie man hört, Promillezahlen!) schon wieder mit dem Mantel der „Barmherzigkeit“
gearbeitet würde. So als wollte man sagen, halte dich ruhig, wir stehen zu dir und finden schon die rechten Worte für die Öffentlichkeit.
Bitte, verzeihen Sie mir meine kritisch erscheinenden Worte! Ich musste sie einfach einmal zu Papier bringen, da mich jenes Problem belastet und eigentlich auch eine ersprießliche Seelsorgsarbeit erschwert.
Ich lege Ihnen die Ausdrucke von Stellungnahmen junger Leute in einem katholischen Internetforum bei ohne sie näher hin zu beurteilen.
Mit der Bitte um Ihren bischöflichen Segen!
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Re: "Memorandum Kirche 2011" und Gegeninitiativen
Danke, Herr Pfarrer!
Solche Hirten brauchen wir, ehrlich! Danke!
User inaktiv seit dem 05.06.2018.
Ihr seid im Gebet ... mal schauen, ob/wann ich hier wieder reinsehe ...
Ihr seid im Gebet ... mal schauen, ob/wann ich hier wieder reinsehe ...
Re: "Memorandum Kirche 2011" und Gegeninitiativen
@Lupus
Ein schöner und notwendiger Brief!

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- Robert Ketelhohn
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Re: "Memorandum Kirche 2011" und Gegeninitiativen
Ja, vergelt’s der Herr!
Propter Sion non tacebo, | ſed ruinas Romę flebo, | quouſque juſtitia
rurſus nobis oriatur | et ut lampas accendatur | juſtus in eccleſia.
rurſus nobis oriatur | et ut lampas accendatur | juſtus in eccleſia.
Re: "Memorandum Kirche 2011" und Gegeninitiativen
Danke für alles [Punkt]
Re: "Memorandum Kirche 2011" und Gegeninitiativen
Iúdica me, Deus, et discérne causam meam de gente non sancta
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civilisation
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Re: "Memorandum Kirche 2011" und Gegeninitiativen
Quelle: http://www.kath.net/detail.php?id=3738Geplant ist nach den Worten von Erzbischof Zollitsch ein "Dialog nach innen und nach außen". Der Dialog erfolge nicht nur in den bestehenden, vertrauten Strukturen der Kirche mit ihren Räten und Gremien: "Zugleich soll auch mit den Menschen das Gespräch gesucht werden, die der Kirche fernstehen oder sie verlassen haben. Alle seien eingeladen, ihre "Überlegungen und Erfahrungen in die Gemeinschaft des Glaubens der Kirche von Freiburg" einzubringen und sich am „Dialog im Licht des Evangeliums“ zu beteiligen, betonte Erzbischof Zollitsch in Freiburg.
Da sage ich doch nur: Dann werkelt mal schön in Freiburg und macht eure Sandkastenspielchen in der Gemeinschaft des Glaubens "der Kirche von Freiburg". Immer schön die Kreise noch weiter, noch größer machen. Die Grundlage wird verbreitert und damit der Glaube immer mehr verwässert.
Dafür ist Zollitsch augenscheinlich der richtige Mann und beweist so (wieder mal) seine eigene Unfähigkeit.
- Melody
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- Wohnort: in der schönsten Stadt am Rhein... ;-)
Re: "Memorandum Kirche 2011" und Gegeninitiativen
"Kirche von Freiburg"?! Was soll DAS denn sein?!
Und was ist mit den Menschen, die nicht in den ganzen (unkatholischen) Räten und Gremien organisiert sind, aber der Kirche auch nicht fernstehen oder sie verlassen haben?! Was diese denken, interessiert keinen, oder wie?!
Und was ist mit den Menschen, die nicht in den ganzen (unkatholischen) Räten und Gremien organisiert sind, aber der Kirche auch nicht fernstehen oder sie verlassen haben?! Was diese denken, interessiert keinen, oder wie?!
Ewa Kopacz: «Für mich ist Demokratie die Herrschaft der Mehrheit bei Achtung der Minderheitenrechte, aber nicht die Diktatur der Minderheit»
Re: "Memorandum Kirche 2011" und Gegeninitiativen
Grundsätzlich gibt es an dem Begriff nichts auszusetzen.Melody hat geschrieben:"Kirche von Freiburg"?! Was soll DAS denn sein?!
Christi vero ecclesia, sedula et cauta depositorum apud se dogmatum custos, nihil in his umquam permutat, nihil minuit, nihil addit; non amputat necessaria, non adponit superflua; non amittit sua, non usurpat aliena. (Vincentius Lerinensis, Com. 23, 16)
- Florianklaus
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- Wohnort: Bistum Münster
Re: "Memorandum Kirche 2011" und Gegeninitiativen
Jedes Territorialbistum ist eine Ortskirche. Diese wird dann eben als Kirche von Freiburg oder Kirche von X-Stadt bezeichnet. Die Bezeichnung ist auch theologisch völlig korrekt. Ubi ebiscopus, ibi ecclesia.Melody hat geschrieben:"Kirche von Freiburg"?! Was soll DAS denn sein?!
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civilisation
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Re: "Memorandum Kirche 2011" und Gegeninitiativen
Pfarrer Ix aus dem Bistum Aachen hat einen offenen Brief an den Vorsitzenden der DBK geschickt. Darin geht es um den "diesjährigen Staatsbesuch vom Heiligen Vater Papst Benedikt XVI. aus Anlass meines 40jährigen Ortsjubiläums in der Pfarrgemeinde St. Georg in Schleiden-Dreiborn und der Veröffentlichung des Memorandums der Theologen".
Einige Zitate daraus:
Kommentare verkneife ich mir dazu.
Einige Zitate daraus:
Quelle:Umso bestürzter bin ich über den heutigen Zustand der Römisch-Katholischen Kirche. Das Theologenmemorandum kann ich nur in in jeder Beziehung unterstützen.
Die zahlreichen Fälle von sexueller Gewalt einiger weniger Priester und Ordensleute und das viel zu lange Wegschauen der Personalchefs, Bischöfe und des Papstes sind ungeheuerlich und nur
schwer verzeihbar aus Sicht der Opfer und ihrer Familien.
...
Feindseligkeiten und gegenseitige Schuldzuweisungen häufen sich. Die größte Gefahr geht aus von einer kleinen, aber einflussreichen Gruppe von Fundamentalisten, die sich lautstark und aggressiv zu Wort melden und einen verhängnisvollen Einfluss haben auf manch einen Oberhirten und bis in die Kurie und zum Papst. Fundamentalisten - nicht nur in der Kirche - sind dialogunfähig, das Gegenteil des Jesus von Nazareth.
...
Der gegenseitige Respekt verlangt diesen Dialog mit dem mutigen Theologen-Memorandum und der Kirche von unten. Es ist eine unerträgliche Überheblichkeit, das mit einer Handbewegung zur Seite zu schieben.
...
Wenn der Heilige Vater Papst Benedikt XVI. zum Staatsbesuch in diesem Jahr nach Deutschland kommt, müssen alle Themen auf den Tisch kommen ...
Die Frauen sollten in Scharen dem Papst und den Bischöfen die gelbe Karte zeigen - es ist höchste Zeit dazu. Nur so kann ein Exodus in ungeahntem Ausmaß verhindert werden.
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http://www.bruno-ix.de/index.php/7-blog/8-offener-briefRe: "Memorandum Kirche 2011" und Gegeninitiativen
Pastor Bruno Ix - Der zarte Rebellcivilisation hat geschrieben:Pfarrer Ix aus dem Bistum Aachen...
Daraus:
Die 4-seitige gefühlsduselige Lobeshymne, die dann im "Focus" folgt, erweist untrüglich, daß der Mann völlig auf dem Holzweg ist.Er ist ein katholischer Priester. In seinem Pfarrhaus lebt er mit einer Frau zusammen. Zwei Kinder sagen „Vater“ zu ihm. Pastor Bruno Ix wagt, seiner Kirche zu widersprechen. Und predigt die wahre Liebe. Seine Gemeinde ist begeistert.
- Berolinensis
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Re: "Memorandum Kirche 2011" und Gegeninitiativen
Und das wird vom Bischof (immerhin einem Mitglied der Apostolischen Signatur und der Kleruskongregation!) geduldet? Es ist wirklich unaussprechlich.
Re: "Memorandum Kirche 2011" und Gegeninitiativen
Sehr schöner BriefLupus hat geschrieben:Ich habe dieser Tage meinem Bischof und dem zuständigen Freiburger Metropoliten geschrieben wegen der Aussage zur Schuld beim "Bußgottesdienst" in Paderborn; allerdings erwarte ich keine Antwort!
+L.
Ich glaub du kriegst ne Antwort darauf
Christus vincit - Christus regnat - Christus imperat
- Robert Ketelhohn
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Re: "Memorandum Kirche 2011" und Gegeninitiativen
Der Artikel in seiner suggestiven Diktion, mit welcher er die schmutzigsten Lügen präsentiert, folgt demselben Schema wie schon Liebeneiners diabolischer Euthanasiepropagandafilm. Das ist die mächtigst nachwirkende Schöpfung des Joseph Göbbels, diese Propagandamasche. Darin hat er die grobschlächtigen Bolschewiken seiner Zeit weit übertroffen. Erst deren Nachfolger samt ihren libertär-demokratischen Kumpanen haben sich’s adaptiert.Gamaliel hat geschrieben:Pastor Bruno Ix - Der zarte Rebellcivilisation hat geschrieben:Pfarrer Ix aus dem Bistum Aachen...
Daraus:Die 4-seitige gefühlsduselige Lobeshymne, die dann im "Focus" folgt, erweist untrüglich, daß der Mann völlig auf dem Holzweg ist.Er ist ein katholischer Priester. In seinem Pfarrhaus lebt er mit einer Frau zusammen. Zwei Kinder sagen „Vater“ zu ihm. Pastor Bruno Ix wagt, seiner Kirche zu widersprechen. Und predigt die wahre Liebe. Seine Gemeinde ist begeistert.
Über diesen Pfarrer Ix sage ich möglichst wenig. Er gehört zu den ganz wenigen Personen, bei denen ich nach einem ganz kurzen Blick auf eine Photographie und ohne irgendein erklärendes Wort dazu gelesen zu haben, die Gewißheit besitze, es mit einer satanischen Gestalt zu tun zu haben.
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rurſus nobis oriatur | et ut lampas accendatur | juſtus in eccleſia.
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Re: "Memorandum Kirche 2011" und Gegeninitiativen
Das Schisma wird immer offenkundiger.
-
Benedikt
Re: "Memorandum Kirche 2011" und Gegeninitiativen
Nun komm mal wieder runter. Was der Mann braucht, ist einfach ein Machtwort vom Bischof. Sich von Frau und Kind trennen oder Suspension. Dann ist es aus mit dem verklemmten Selbstbewusstsein (das sehe ich nämlich in dem Bild).Robert Ketelhohn hat geschrieben:Über diesen Pfarrer Ix sage ich möglichst wenig. Er gehört zu den ganz wenigen Personen, bei denen ich nach einem ganz kurzen Blick auf eine Photographie und ohne irgendein erklärendes Wort dazu gelesen zu haben, die Gewißheit besitze, es mit einer satanischen Gestalt zu tun zu haben.
Re: "Memorandum Kirche 2011" und Gegeninitiativen
Wirklich erstaunlich ist doch, wie solche abgefallenen Priester ihre Gemeinden erfolgreich in die willige Kollaboration hinein manipulieren. Das ist eben das, was sich in den letzten zwanzig, dreißig Jahren wirklich geändert hat. Die Zeit, in der man in einem kleinen, relativ konservativen Eifeldorf so jemanden einfach aus dem Pfarrhaus gejagt hätte ist noch gar nicht so lange her.
-
Benedikt
Re: "Memorandum Kirche 2011" und Gegeninitiativen
Das sind die mündigen Christen.Gallus hat geschrieben:Wirklich erstaunlich ist doch, wie solche abgefallenen Priester ihre Gemeinden erfolgreich in die willige Kollaboration hinein manipulieren. Das ist eben das, was sich in den letzten zwanzig, dreißig Jahren wirklich geändert hat. Die Zeit, in der man in einem kleinen, relativ konservativen Eifeldorf so jemanden einfach aus dem Pfarrhaus gejagt hätte ist noch gar nicht so lange her.
Re: "Memorandum Kirche 2011" und Gegeninitiativen
Mir reichen schon die ersten Sätze, um nicht mehr weiterzulesen:
Mein erster Blick in den neuen Jugendkatechismus fiel dagegen auf folgende Aussage:Der Jesus von St. Georg leidet nicht. Er ist unversehrt, durch seine Hände und Füße bohren sich keine Nägel. Wenn die Morgensonne durch das rote Kirchenfenster strahlt, taucht sie das Kruzifix über dem Altar in warmes Licht. Dann scheint es sogar, als würde der Mann am Kreuz lächeln. Bruno Ix hat die Messingskulptur mit Bedacht ausgewählt. Der Pastor aus Dreiborn in der Eifel wollte keinen Gefolterten, keinen Hingerichteten über dem Altar.
Bruno Ix ist ein katholischer Geistlicher, und er sagt etwas unerhört Unkatholisches: „Gott hat nicht gewollt, dass sein Sohn so stirbt. Und er hat nicht gewollt, dass wir Schuld empfinden.“ Und so ist dieser Christus in seiner Kirche keiner, dessen Sterben den Kindern des Dorfes Furcht einflößt oder der die Erwachsenen demütig stimmt. „Es geht mir um die Frohbotschaft, nicht um die Drohbotschaft“, sagt Ix.
und weiter:Niemand darf "den Juden" eine Kollektivschuld am Tod Jesu geben. Was die Kirche mit Sicherheit bekennt, ist hingegen die Mitschuld aller Sünder am Tod Jesu.
Pfarrer Ix verkündet also Irrlehren, die offensichtlich den Ohren seiner Gemeinde schmeicheln. Er gehört - wenn er nicht die katholische Lehre verkündet, sondern das Gegenteil - schon deshalb entlassen.Wollte Gott den Tod seines Sohnes?
(...) Jesus wurde "nach Gottes beschlossenem Willen und Vorauswissen hingegeben" (2 Kor 5,21). Damit wir Kinder der Sünde das Leben haben, hat der Vater im Himmel "den, der keine Sünde kannte, für uns zur Sünde gemacht" (2 Kor 5,21).