Alles rund um die Intinctio

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Kai
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Re: Alles rund um die Intinctio

Beitrag von Kai »

Hallo Incarnata,

das mit der Zitierfunktion ist nicht so schwer und es wäre nett, wenn Du Dir die Mühe machtest, es zu lernen, denn das ist in der Form wie oben nicht nur unübersichtlich und sperrig zu lesen, sondern genau genommen zitierst Du den anderen damit falsch, da Deine Kommentare ja formal nun Bestandteil des Zitats sind.

Es ist eigentlich recht simpel: Zitate werden durch die Tags
vorne und
hinten eingefasst. Zitate in Zitaten ebenfalls, du kannst schachteln bis der Arzt kommt. Wenn Du im vorderen Tag hinter dem Wort "quote" ein Gleichzeichen und dann einen Namen in Anführungszeichen schreibst, erscheint derjenige als der Zitierte.

Beispiel:

Heinz hat geschrieben: "Hundeflöhe spielen gerne Skat. Außerdem sind sie schnell beleidigt."

Walter will dieses zitieren und zu jedem Satz einen eigenen Senf geben. Sieht dann so aus:
Heinz hat geschrieben:Hundeflöhe spielen gerne Skat.
Davon habe ich auch schon mal gehört.
Heinz hat geschrieben:Außerdem sind sie schnell beleidigt.
Das ist mir wiederum neu.


Wenn jetzt Ludger das ganze zitieren und mit einem Kommentar bedenken will und seinerseits von mir hier wiederum zitiert wird, sieht es so aus:
Ludger hat geschrieben:
Walter hat geschrieben:
Heinz hat geschrieben:Hundeflöhe spielen gerne Skat.
Davon habe ich auch schon mal gehört.
Heinz hat geschrieben:Außerdem sind sie schnell beleidigt.
Das ist mir wiederum neu.
Was für ein absurder Dialog.
Klick bei diesem meinem Posting hier mal auf "zitieren", dann siehst Du, wie ich das mit den Tags gemacht habe.
Tipp zur einfacheren Handhabung: Damit Du die Tags nicht immer manuell eingeben musst, gibt es die Möglichkeit, einen Text zu markieren und dann oben auf die Schaltfläche "Quote" zu klicken. Der markierte Text wird dann als Zitat gesetzt. Namentliche Zitate (z.B. ="Heinz") musst Du dann manuell eintippen. Bei Fällen wie Deinem oben, setze ich gerne einmal mittels markieren und Schaltfläche ein Zitat, füge den Namen des zitierten ein und nutze dann Copy und Paste, um die Teile voneinenader abzusetzen und einzeln kommentieren zu können. Wenn das noch neu für Dich ist: Vor dem Abschicken immer erst Vorschau nutzen. ;)
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Mary
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Re: Alles rund um die Intinctio

Beitrag von Mary »

incarnata hat geschrieben:ps.das mit dem Zitieren von Einzelteilen eines Schriebs hab ich nicht drauf-deshalb hab ich meinen senf dazwischen geschrieben !
Aber hallo... so geht das denn doch nicht. Bitte bring das in Ordnung. Kai hat es Dir ja gut erklärt.
(So sieht es so aus, als hätte ich das alles gesagt!)
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Mary
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Re: Alles rund um die Intinctio

Beitrag von Mary »

Raphael hat geschrieben: laß Dich von der Mary nicht ins Bockshorn jagen; die knabbert immer noch an ihrer Konversion. :huhu:
Aha.
Und woran beliebt der Herr zu meinen, das erkannt zu haben?

Tipp: Mir ging es in dem Post gerade um ziemlich lieblosen INNERrömischen Umgang miteinander.
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overkott
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Re: Alles rund um die Intinctio

Beitrag von overkott »

Ich hab zunächst Instinctio gelesen und mich gefragt, ob es sich dabei um eine Kardinaltugend handelt.

Die Eintaucherei der heiligen Eucharistie kann ich im Hinblick auf das gemeinsame Eintauchen mit Judas nicht befürworten. Nach Samstagsbeichte und Bußakt erscheint das liturgisch nicht angemessen.

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berneuchen
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Re: Alles rund um die Intinctio

Beitrag von berneuchen »

overkott hat geschrieben:Ich hab zunächst Instinctio gelesen und mich gefragt, ob es sich dabei um eine Kardinaltugend handelt.

Die Eintaucherei der heiligen Eucharistie kann ich im Hinblick auf das gemeinsame Eintauchen mit Judas nicht befürworten. Nach Samstagsbeichte und Bußakt erscheint das liturgisch nicht angemessen.
Die Apostel haben doch wohl alle in die Schüssel getaucht, WIMRE gehört das zum Passah - bzw. Seder dazu.

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Amanda
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Re: Kurze Fragen - kurze Antworten V

Beitrag von Amanda »

http://www.pfarre-suedstadt.at/sakramen ... kommunion/

Oberes Foto:
Die Erstkommunikantin greift in die Schale mit den Hostien?????? :nein:
"Die Kirche scheint immer der Zeit hinterher zu sein,
obwohl sie doch in Wirklichkeit jenseits der Zeit ist;
sie wartet, bis der letzte Tick seinen letzten Sommer gehabt hat."
Gilbert Keith Chesterton

iustus
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Re: Kurze Fragen - kurze Antworten V

Beitrag von iustus »

Amanda hat geschrieben:http://www.pfarre-suedstadt.at/sakramen ... kommunion/

Oberes Foto:
Die Erstkommunikantin greift in die Schale mit den Hostien?????? :nein:
Schlimm. :(

Vgl. den passenden Thread http://www.kreuzgang.org/viewtopic.php? ... =intinctio.
„Was den Gegenstand des Glaubens betrifft, hat sich das Konzil nichts Neues ausgedacht, noch hat es Altes ersetzen wollen." (Papst Benedikt XVI.)

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taddeo
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Re: Kurze Fragen - kurze Antworten V

Beitrag von taddeo »

iustus hat geschrieben:
Amanda hat geschrieben:http://www.pfarre-suedstadt.at/sakramen ... kommunion/

Oberes Foto:
Die Erstkommunikantin greift in die Schale mit den Hostien?????? :nein:
Schlimm. :(
Nein, tut sie offensichtlich nicht. Sie taucht die Hostie in den Kelch. Ist zwar keinen Deut besser und auch verboten, aber man kann dem Mädchen kaum vorwerfen, daß sie sich an das hält, was ihr der Pfarrer sagt. Und der kann sich auf eine weithin übliche Praxis berufen, die von keinem Bischof beanstandet wird.

ad_hoc
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Re: Kurze Fragen - kurze Antworten V

Beitrag von ad_hoc »

taddeo hat im Beitrag oben u. a.geschrieben:
.....aber man kann dem Mädchen kaum vorwerfen, daß sie sich an das hält, was ihr der Pfarrer sagt. Und der kann sich auf eine weithin übliche Praxis berufen, die von keinem Bischof beanstandet wird.
Man kann auch Fehlverhalten von Bischöfen nach Rom melden, oder nicht?

Gruß, ad_hoc
quidquid cognoscitur, ad modum cognoscentis cognoscitur (n. Thomas v. Aquin)

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Amanda
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Re: Kurze Fragen - kurze Antworten V

Beitrag von Amanda »

taddeo hat geschrieben:
iustus hat geschrieben:
Amanda hat geschrieben:http://www.pfarre-suedstadt.at/sakramen ... kommunion/

Oberes Foto:
Die Erstkommunikantin greift in die Schale mit den Hostien?????? :nein:
Schlimm. :(
Nein, tut sie offensichtlich nicht. Sie taucht die Hostie in den Kelch. Ist zwar keinen Deut besser und auch verboten, aber man kann dem Mädchen kaum vorwerfen, daß sie sich an das hält, was ihr der Pfarrer sagt. Und der kann sich auf eine weithin übliche Praxis berufen, die von keinem Bischof beanstandet wird.
Du hast recht...
Kirchenrechtlich nicht erlaubt, aber niemand hält sich dran.
Und natürlich ist nicht dem Kind ein Vorwurf daraus zu machen, sondern höchstens dem Pfarrer und den vorbereitenden Katecheten.
"Die Kirche scheint immer der Zeit hinterher zu sein,
obwohl sie doch in Wirklichkeit jenseits der Zeit ist;
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umusungu
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Re: Kurze Fragen - kurze Antworten V

Beitrag von umusungu »

ad_hoc hat geschrieben:Man kann auch Fehlverhalten von Bischöfen nach Rom melden, oder nicht?
Nein, wenigsten nicht ad hoc, sondern nach reiflicher Überlegung!

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umusungu
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Re: Kurze Fragen - kurze Antworten V

Beitrag von umusungu »

taddeo hat geschrieben:Nein, tut sie offensichtlich nicht. Sie taucht die Hostie in den Kelch. Ist zwar keinen Deut besser und auch verboten, aber man kann dem Mädchen kaum vorwerfen, daß sie sich an das hält, was ihr der Pfarrer sagt. Und der kann sich auf eine weithin übliche Praxis berufen, die von keinem Bischof beanstandet wird.
Vielleicht sollte Rom einmal seine eigenen Vorschriften einer kritischen Sichtung aus dem Blick von 2014 unterziehen unter Berücksichtigung der Erfahrungen der Gemeinden und der Pfarrer.
Mir ist die Vollgestalt der hl. Kommunion lieber als die unpraktikablen Vorschriften dazu.
Von Vorschriften erwarte ich mir Ermutigung und nicht Verhinderung!

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Reinhard
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Re: Kurze Fragen - kurze Antworten V

Beitrag von Reinhard »

umusungu hat geschrieben:...
Von Vorschriften erwarte ich mir Ermutigung und nicht Verhinderung!
Na ja, dieses blöde "Eintunken" ist ja nun wirklich eine elende Krücke ... (erinnert mich an meine Großmutter mit ihren Brotkanten !)

Die echte Vollgestalt wäre, die Hostie und den Kelch zu empfangen und aus dem Kelch zu trinken.
So halte ich es tatsächlich immer bei der Kommunion in beiderlei Gestalt, und bei uns ist das auch problemlos möglich.
Ok, ganz nebenbei ist es auch noch "Rom-konform", aber das muss ja kein Problem sein ... :unbeteiligttu: )

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umusungu
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Re: Kurze Fragen - kurze Antworten V

Beitrag von umusungu »

Leider mögen ganz viele Leute das Trinken nicht .........

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Reinhard
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Re: Kurze Fragen - kurze Antworten V

Beitrag von Reinhard »

umusungu hat geschrieben:Leider mögen ganz viele Leute das Trinken nicht .........
Das kann ich von den Leuten bei uns in der Gegend nicht so direkt sagen ... :pfeif: Bier und ein "Kurzer" gehören hier schon dazu. ;D

Als Alternative tatsächlich die Mundkommunion in beiderlei Gestalt, das hat was !
Ich habe es auf ignatianischen, charismatischen Exerzitien erlebt, ganz einfach auf den Boden zu knien und in dieser Form Christus empfangen ... das war sehr gut, und passte perfekt zu der Intimität der Christusbegegnung und des Gebets dort !

Ja - auch dafür bin ich zu haben ! :ja:
Aber ich glaube, das meintest Du nicht ... Allerdings: versaut man den Leuten nicht die intime Begegnung mit Christus, wenn man die Eucharistie "billig" macht ?

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umusungu
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Re: Kurze Fragen - kurze Antworten V

Beitrag von umusungu »

Reinhard hat geschrieben:Aber ich glaube, das meintest Du nicht ... Allerdings: versaut man den Leuten nicht die intime Begegnung mit Christus, wenn man die Eucharistie "billig" macht ?
"Billig" gemacht hat Christus es dann selbst! "Trinket" ...... wir sollten seine eindeutige Anweisung aus der Lebenswirklichket (seiner und unserer) nicht durch angebliche dogmatische Verzierungen unterlaufen!
Trinken ... Punkt!
Bis zum Ziel sollten wir das Eintunken tolerieren ..... (und nicht aus Frömmigkeitsbedenken verbieten).

ad_hoc
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Re: Kurze Fragen - kurze Antworten V

Beitrag von ad_hoc »

"Nehmt.....Trinkt....." = Empfangen. Punkt!
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iustus
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Re: Kurze Fragen - kurze Antworten V

Beitrag von iustus »

umusungu hat geschrieben:
taddeo hat geschrieben:Nein, tut sie offensichtlich nicht. Sie taucht die Hostie in den Kelch. Ist zwar keinen Deut besser und auch verboten, aber man kann dem Mädchen kaum vorwerfen, daß sie sich an das hält, was ihr der Pfarrer sagt. Und der kann sich auf eine weithin übliche Praxis berufen, die von keinem Bischof beanstandet wird.
Vielleicht sollte Rom einmal seine eigenen Vorschriften einer kritischen Sichtung aus dem Blick von 214 unterziehen unter Berücksichtigung der Erfahrungen der Gemeinden und der Pfarrer.
Mir ist die Vollgestalt der hl. Kommunion lieber als die unpraktikablen Vorschriften dazu.
Von Vorschriften erwarte ich mir Ermutigung und nicht Verhinderung!
Das hatten wir doch alles hier schon ausführlich diskutiert: http://www.kreuzgang.org/viewtopic.php? ... =intinctio.

Dort habe ixh auch auf diese Bemerkung reagiert. Die derzeitigen Vorschriften sind sehr praktikabel und bitter nötig , um zu verhindern, das zahlreiche Trppfen des hl. Blutes auf dem Boden landen und die Leute drauftreten.
„Was den Gegenstand des Glaubens betrifft, hat sich das Konzil nichts Neues ausgedacht, noch hat es Altes ersetzen wollen." (Papst Benedikt XVI.)

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Amanda
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Re: Kurze Fragen - kurze Antworten V

Beitrag von Amanda »

umusungu hat geschrieben:Vielleicht sollte Rom einmal seine eigenen Vorschriften einer kritischen Sichtung aus dem Blick von 2014 unterziehen unter Berücksichtigung der Erfahrungen der Gemeinden und der Pfarrer.
Mir ist die Vollgestalt der hl. Kommunion lieber als die unpraktikablen Vorschriften dazu.
Von Vorschriften erwarte ich mir Ermutigung und nicht Verhinderung!
Von kirchlichen Vorschriften ist zu erwarten, dass sie in erster Linie das Allerheiligste vor Verunehrung [Punkt]
Nicht mehr und nicht weniger.
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obwohl sie doch in Wirklichkeit jenseits der Zeit ist;
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taddeo
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Re: Kurze Fragen - kurze Antworten V

Beitrag von taddeo »

umusungu hat geschrieben:Mir ist die Vollgestalt der hl. Kommunion lieber als die unpraktikablen Vorschriften dazu.
Hochwürden, mal ne ganz ernsthafte Frage: Was ist an den Vorschriften "unpraktikabel"? (Ich kenne die Vorschriften sehr gut, das nur zur Info, ich bin selber Akolyth.)
EINE der problemlos erlaubten und sehr praktikablen Möglichkeiten, die Kommunion unter beiderlei Gestalt zu spenden, ist es, daß der Priester (Diakon, ...) den Kelch hält, auf der einen Seite neben ihm ein Kommunionhelfer mit der Hostienschale steht und auf der anderen Seite ein Kommunionhelfer mit einer (eigentlich ebenfalls vorgeschriebenen, aber selten verwendeten) Kommunionpatene. Der Priester (!) nimmt aus der Hostienschale eine Hostie, taucht sie selber (!) in den Kelch und spendet sie als Mundkommunion, wobei der Kommunionhelfer die Patene darunter hält, damit nicht etwa Tropfen oder Brösel zu Boden fallen.
Das ist eine ausgesprochen würdige Zeremonie, die die Bedeutung der Kommunion auch durch die äußere Form hervorhebt. Das geht natürlich etwas langsamer als sonst, dafür verliert es den Charakter der schnellen "Abspeisung" (wie man früher sagte). Zudem ist das eine herausragende Möglichkeit, den Dienst des Kommunionhelfers absolut sinnvoll und prominent zur Geltung zu bringen!

iustus
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Re: Kurze Fragen - kurze Antworten V

Beitrag von iustus »

Sehr richtig, taddeo, danke!
„Was den Gegenstand des Glaubens betrifft, hat sich das Konzil nichts Neues ausgedacht, noch hat es Altes ersetzen wollen." (Papst Benedikt XVI.)

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Hubertus
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Re: Kurze Fragen - kurze Antworten V

Beitrag von Hubertus »

taddeo hat geschrieben:
umusungu hat geschrieben:Mir ist die Vollgestalt der hl. Kommunion lieber als die unpraktikablen Vorschriften dazu.
Hochwürden, mal ne ganz ernsthafte Frage: Was ist an den Vorschriften "unpraktikabel"? (Ich kenne die Vorschriften sehr gut, das nur zur Info, ich bin selber Akolyth.)
EINE der problemlos erlaubten und sehr praktikablen Möglichkeiten, die Kommunion unter beiderlei Gestalt zu spenden, ist es, daß der Priester (Diakon, ...) den Kelch hält, auf der einen Seite neben ihm ein Kommunionhelfer mit der Hostienschale steht und auf der anderen Seite ein Kommunionhelfer mit einer (eigentlich ebenfalls vorgeschriebenen, aber selten verwendeten) Kommunionpatene. Der Priester (!) nimmt aus der Hostienschale eine Hostie, taucht sie selber (!) in den Kelch und spendet sie als Mundkommunion, wobei der Kommunionhelfer die Patene darunter hält, damit nicht etwa Tropfen oder Brösel zu Boden fallen.
Das ist eine ausgesprochen würdige Zeremonie, die die Bedeutung der Kommunion auch durch die äußere Form hervorhebt. Das geht natürlich etwas langsamer als sonst, dafür verliert es den Charakter der schnellen "Abspeisung" (wie man früher sagte). Zudem ist das eine herausragende Möglichkeit, den Dienst des Kommunionhelfers absolut sinnvoll und prominent zur Geltung zu bringen!
:daumen-rauf:
Der Kult ist immer wichtiger als jede noch so gescheite Predigt. Die Objektivität des Kultes ist das Größte und das Wichtigste, was unsere Zeit braucht. Der Alte Ritus ist der größte Schatz der Kirche, ihr Notgepäck, ihre Arche Noah. (M. Mosebach)

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Amanda
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Re: Kurze Fragen - kurze Antworten V

Beitrag von Amanda »

:daumen-rauf: auch von mir für taddeos Ausführungen!!

Wenn Du, umusungu, diese notwendigen Vorschriften als nicht praktikabel und somit unnötig bezeichnest, musst Du Dich schon fragen lassen, ob das heiligste aller Sakramente, der Leib und das Blut des Herrn, Dir noch so viel wert ist, dass Du gewillt wärest, Dich an eben diese kirchlichen Vorschriften zu halten. Sie wurden erlassen, um das Allerheiligste zu schützen, nicht um die Gläubigen zu ärgern...
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Maurus
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Re: Kurze Fragen - kurze Antworten V

Beitrag von Maurus »

umusungu hat geschrieben:Leider mögen ganz viele Leute das Trinken nicht .........
Pech.

Ralf

Re: Kurze Fragen - kurze Antworten V

Beitrag von Ralf »

taddeo hat geschrieben:
umusungu hat geschrieben:Mir ist die Vollgestalt der hl. Kommunion lieber als die unpraktikablen Vorschriften dazu.
Hochwürden, mal ne ganz ernsthafte Frage: Was ist an den Vorschriften "unpraktikabel"? (Ich kenne die Vorschriften sehr gut, das nur zur Info, ich bin selber Akolyth.)
EINE der problemlos erlaubten und sehr praktikablen Möglichkeiten, die Kommunion unter beiderlei Gestalt zu spenden, ist es, daß der Priester (Diakon, ...) den Kelch hält, auf der einen Seite neben ihm ein Kommunionhelfer mit der Hostienschale steht und auf der anderen Seite ein Kommunionhelfer mit einer (eigentlich ebenfalls vorgeschriebenen, aber selten verwendeten) Kommunionpatene. Der Priester (!) nimmt aus der Hostienschale eine Hostie, taucht sie selber (!) in den Kelch und spendet sie als Mundkommunion, wobei der Kommunionhelfer die Patene darunter hält, damit nicht etwa Tropfen oder Brösel zu Boden fallen.
Das ist eine ausgesprochen würdige Zeremonie, die die Bedeutung der Kommunion auch durch die äußere Form hervorhebt. Das geht natürlich etwas langsamer als sonst, dafür verliert es den Charakter der schnellen "Abspeisung" (wie man früher sagte). Zudem ist das eine herausragende Möglichkeit, den Dienst des Kommunionhelfers absolut sinnvoll und prominent zur Geltung zu bringen!
Da im Selbstverständnis der Kommunionhelfer diese Tätigkeit zur Austeilung der Kommunion berechtigt (es menschelt halt überall!) sind Deine Ausführungen, taddeo, so sehr sie den Geist der Anbetung atmen und daher vollkommen zu empfehlen sind, leider doch unpraktikabel. In meiner Gemeinde bleibt immer der Diakon oder auch der Konzelebrant sitzen, damit alle Kommunionhelfer auch "austeilen" dürfen.
So sind die Menschen eben. Selbstbeschränkung kann man eben nicht fordern.

Raphael

Re: Kurze Fragen - kurze Antworten V

Beitrag von Raphael »

Ralf hat geschrieben:So sind die Menschen eben.
conditio humana .........
Ralf hat geschrieben:Selbstbeschränkung kann man eben nicht fordern.
Warum nicht?
Die Forderung nach Selbstbeschränkung engt doch nicht den freien Willen ein.
Oder siehst Du das anders? :detektiv:

Lilaimmerdieselbe
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Re: Kurze Fragen - kurze Antworten V

Beitrag von Lilaimmerdieselbe »

Die von Taddeo beschriebene sehr würdevolle Praxis scheitert meiner Meinung nach nicht an dem eventuell übertriebenen Selbstbewußtsein der Kommunionhelfer, sondern daran, dass sie zwingend die Mundkommunion voraussetzt, was zum Beispiel in meiner Gemeinde nicht durchsetzbar wäre.

iustus
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Re: Kurze Fragen - kurze Antworten V

Beitrag von iustus »

Ralf hat geschrieben:
taddeo hat geschrieben:
umusungu hat geschrieben:Mir ist die Vollgestalt der hl. Kommunion lieber als die unpraktikablen Vorschriften dazu.
Hochwürden, mal ne ganz ernsthafte Frage: Was ist an den Vorschriften "unpraktikabel"? (Ich kenne die Vorschriften sehr gut, das nur zur Info, ich bin selber Akolyth.)
EINE der problemlos erlaubten und sehr praktikablen Möglichkeiten, die Kommunion unter beiderlei Gestalt zu spenden, ist es, daß der Priester (Diakon, ...) den Kelch hält, auf der einen Seite neben ihm ein Kommunionhelfer mit der Hostienschale steht und auf der anderen Seite ein Kommunionhelfer mit einer (eigentlich ebenfalls vorgeschriebenen, aber selten verwendeten) Kommunionpatene. Der Priester (!) nimmt aus der Hostienschale eine Hostie, taucht sie selber (!) in den Kelch und spendet sie als Mundkommunion, wobei der Kommunionhelfer die Patene darunter hält, damit nicht etwa Tropfen oder Brösel zu Boden fallen.
Das ist eine ausgesprochen würdige Zeremonie, die die Bedeutung der Kommunion auch durch die äußere Form hervorhebt. Das geht natürlich etwas langsamer als sonst, dafür verliert es den Charakter der schnellen "Abspeisung" (wie man früher sagte). Zudem ist das eine herausragende Möglichkeit, den Dienst des Kommunionhelfers absolut sinnvoll und prominent zur Geltung zu bringen!
Da im Selbstverständnis der Kommunionhelfer diese Tätigkeit zur Austeilung der Kommunion berechtigt (es menschelt halt überall!) sind Deine Ausführungen, taddeo, so sehr sie den Geist der Anbetung atmen und daher vollkommen zu empfehlen sind, leider doch unpraktikabel. In meiner Gemeinde bleibt immer der Diakon oder auch der Konzelebrant sitzen, damit alle Kommunionhelfer auch "austeilen" dürfen.
So sind die Menschen eben. Selbstbeschränkung kann man eben nicht fordern.
Auch Kommunionhelfer dürfen doch bei Vorliegen der auch sonst zu erfüllenden Voraussetzungen (große Anzahl an Gläubigen, zu wenige ordentliche Spender) die Kommunion in der von taddeo beschriebenen Weise austeilen.
„Was den Gegenstand des Glaubens betrifft, hat sich das Konzil nichts Neues ausgedacht, noch hat es Altes ersetzen wollen." (Papst Benedikt XVI.)

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Re: Kurze Fragen - kurze Antworten V

Beitrag von iustus »

Lilaimmerdieselbe hat geschrieben:Die von Taddeo beschriebene sehr würdevolle Praxis scheitert meiner Meinung nach nicht an dem eventuell übertriebenen Selbstbewußtsein der Kommunionhelfer, sondern daran, dass sie zwingend die Mundkommunion voraussetzt, was zum Beispiel in meiner Gemeinde nicht durchsetzbar wäre.
Es wird ja niemand zur Mundkommunion gezwungen. Wer sie nicht mag, verzichtet eben auf das Blut oder trinkt aus dem Kelch (Letzteres kann ja zusätzlich angeboten werden).
„Was den Gegenstand des Glaubens betrifft, hat sich das Konzil nichts Neues ausgedacht, noch hat es Altes ersetzen wollen." (Papst Benedikt XVI.)

ad_hoc
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Re: Kurze Fragen - kurze Antworten V

Beitrag von ad_hoc »

So sind die Menschen eben. Selbstbeschränkung kann man eben nicht fordern.
Ein solider, aber von Herzen kommender Tritt in den Hintern, überzeugt immer.

Gruß, ad_hoc
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