Kollar und Habit?

Allgemein Katholisches.
Wise Guy
Beiträge: 242
Registriert: Dienstag 13. Januar 2004, 12:27

Beitrag von Wise Guy »

Angela Merkel mit Anzug und Krawatte?
Das will ich sehen :mrgreen:

Und warum tragen der Manager von Vodafone und die Leute von der CDU eigentlich die gleichen Sachen?

Haben die nicht unterschiedliche Berufe (Berufungen?)?

fragt sich

Wise Guy
Es ist nicht so wichtig etwas über Gott zu wissen, sondern ihn zu kennen. (Rahner)

Ralf

Beitrag von Ralf »

Eines fiel mir gerade ein, was meine eigene Argumentation ein bisschen untergräbt: wenn es so ist, wie Thierry (cathol) schreibt, dass an der Uni angehende Kleriker und Priester mit Klerikerkleidung eher gemieden werden, dann wäre das ja geradezu (wenn dem überall so wäre, was ich bestreite) ein probates Mittel, um seine Ruhe zu haben!! ;)
Zuletzt geändert von Ralf am Freitag 2. April 2004, 16:00, insgesamt 1-mal geändert.

Wise Guy
Beiträge: 242
Registriert: Dienstag 13. Januar 2004, 12:27

Beitrag von Wise Guy »

Noch mal ne andere Frage in diesem Zusammenhang.

Priester mit Vollbart kenne ich.

Bischöfe (röm-kath) mit Vollbart kenne ich nur einen: Den neuen Administrator von Magdeburg, Weihbischof dort.

Warum gibt es so wenig Bischöfe mit Vollbart?

fragt

Wise Guy
Es ist nicht so wichtig etwas über Gott zu wissen, sondern ihn zu kennen. (Rahner)

Ralf

Beitrag von Ralf »

Wise Guy hat geschrieben: Und warum tragen der Manager von Vodafone und die Leute von der CDU eigentlich die gleichen Sachen?

Haben die nicht unterschiedliche Berufe (Berufungen?)?

fragt sich

Wise Guy
Weil die Gesellschaft langweiliger ist als die Kirche. :)

sagt mit einem

Ralf

Beitrag von Ralf »

Wise Guy hat geschrieben:
Warum gibt es so wenig Bischöfe mit Vollbart?

fragt

Wise Guy
Weil das früher als Abgrenzung zur Orthodoxie Pflicht war und sich so "einbürgerte".

Nachtrag: sagt mit einem

Benutzeravatar
Nietenolaf
Beiträge: 3053
Registriert: Donnerstag 23. Oktober 2003, 14:26
Wohnort: Blasegast

Beitrag von Nietenolaf »

Ralf hat geschrieben:Weil das früher als Abgrenzung zur Orthodoxie Pflicht war...
Im Ernst? :D

Raphael

Beitrag von Raphael »

@ Wise Guy
Wise Guy hat geschrieben:Noch mal ne andere Frage in diesem Zusammenhang.

Priester mit Vollbart kenne ich.

Bischöfe (röm-kath) mit Vollbart kenne ich nur einen: Den neuen Administrator von Magdeburg, Weihbischof dort.

Warum gibt es so wenig Bischöfe mit Vollbart?

fragt

Wise Guy
Spontan fällt mir das noch ein anderer Bischof ein, allerdings nicht aus Deutschland: Weihbischof Andreas Laun aus Salzburg!

GsJC
Raphael

Raphael

Beitrag von Raphael »

Vor kurzem (und es war nicht der 1.[Punkt] ;) ) war im Fernsehen ein kurzer Bericht über einen bayerischen Polizisten zu sehen, der sich mit seinem Dienstherrn über die Länge seines Haupthaares stritt. Laut Dienstvorschrift dürfen diese wohl nicht über den Kragen des Diensthemdes fallen; dies würde dem Ansehen der Staatsmacht zum Beispiel bei Streifengängen in belebten Fußgängerzonen abträglich sein. Man hörte (und staunte), daß es in Deutschland tatsächlich Dienstvorschriften gibt, in denen die angemessene Länge der Haare von öffentlich besoldeten Menschen festgelegt worden ist. Nicht nur das sich jemand hinsetzt und diese Dinger schreibt, nein, es gibt auch Leute, die sich ernsthaft mit der Einhaltung dieser Dienstvorschriften die Zeit vertreiben. :motz:
Die Reaktion des Dienstherrn war, nachdem sich der unbotmäßige Streifenpolizist nicht die Haare kürzen wollte, ihn in den Innendienst zu versetzen. Am Personalcomputer ist dieses überlange Haupthaar anscheinend nicht mehr geeignet, öffentliches Ärgernis zu erregen. :kratz:

Merkwürdigerweise lassen sich viele Leute außerhalb der Kirche – diesen deutschen Helden des Beamtentums einmal ausgenommen ;) – also in beruflichen Dingen viel mehr gefallen, als dies z.B. ein Tragen von Collar oder Habit von einem Priester respektive einem Mönch verlangen würde. Wenn man sich in der privaten Wirtschaft umsieht, wird dort ebenfalls viel mehr unter dem Vorzeichen „Corporate Identity“ den Mitarbeitern zugemutet, vom Postboten bis zum McD-Mitarbeiter.

Nun, Vergleiche hinken selbstverständlich immer, aber nichtsdestoweniger verstärkt sich der Eindruck, daß selbst die überwiegende Anzahl von Gläubigen, die Priester werden wollen, eine Beschränkung ihres „Selbstbestimmungsrechtes“ vehement ablehnen, wenn es um die persönliche Bekleidung geht.
Es wird von der Kirche die Schaffung einer herausragenden Position für alle Lebensbereiche verlangt, jedoch ist man nicht bereit, von sich aus auch auf die verstehbaren Wünsche der Kirche als Organisation einzugehen. Hier scheint die Anspruchshaltung der modernen, westlichen Gesellschaften durch, die als modernistisch gegeißelt werden kann. Hieß es nicht 'mal Priestersein ist Berufung und nicht Beruf?

GsJC
Raphael

Ralf

Beitrag von Ralf »

Nietenolaf hat geschrieben:
Ralf hat geschrieben:Weil das früher als Abgrenzung zur Orthodoxie Pflicht war...
Im Ernst? :D
Ich glaube ja, glaube aber auch, dass ein wie auch immer gearteter Bart bei orth. Priestern immer noch Pflicht ist.

max72
Beiträge: 1032
Registriert: Montag 10. November 2003, 16:42

Beitrag von max72 »

Ralf hat geschrieben:
Nietenolaf hat geschrieben:
Ralf hat geschrieben:Weil das früher als Abgrenzung zur Orthodoxie Pflicht war...
Im Ernst? :D
Ich glaube ja, glaube aber auch, dass ein wie auch immer gearteter Bart bei orth. Priestern immer noch Pflicht ist.
Ebenso wie eine tiefe Bass-Gesangsstimme?

(Wie man sich das halt so vorstellt...)

Max

Benutzeravatar
Nietenolaf
Beiträge: 3053
Registriert: Donnerstag 23. Oktober 2003, 14:26
Wohnort: Blasegast

Beitrag von Nietenolaf »

Ralf hat geschrieben:Ich glaube ja, glaube aber auch, dass ein wie auch immer gearteter Bart bei orth. Priestern immer noch Pflicht ist.
Sicher, aber das hat nicht den Grund, sich von irgendwem abzugrenzen, schon gar nicht von Katholiken. Ein geschorenes Gesicht galt seit jeher als heidnisch.

Wise Guy
Beiträge: 242
Registriert: Dienstag 13. Januar 2004, 12:27

Beitrag von Wise Guy »

@Raphael: Ich kenne keinen Postboten und keinen Mitarbeiter von MC-Donalds, der außerhalb seiner Arbeitszeit in Uniform auftaucht., von daher sehe ich nicht so ganz wo denen da mehr zugemutet wird als den Priestern,
außerdem würde ich auch lieber ein fröhliches Gelb oder ein nettes Rot anziehen als langweiliges Schwarz-Weiß :)
(vielleicht sollte ich Bischof werden, da könnte ich dann schöne rote Hemden anziehen :mrgreen: )

@Ralf: Die zwei orthodoxen Priester, die ich kenne, tragen auch Bart ...
ich habe irgendwo mal gelesen, dass die Priester die eine große Wallfahrt gemacht haben (Jerusalem? Santiago? Rom?) einen Bart tragen durften, ob´s stimmt?

Wise Guy
Es ist nicht so wichtig etwas über Gott zu wissen, sondern ihn zu kennen. (Rahner)

max72
Beiträge: 1032
Registriert: Montag 10. November 2003, 16:42

Beitrag von max72 »

Wise Guy hat geschrieben:@Raphael: Ich kenne keinen Postboten und keinen Mitarbeiter von MC-Donalds, der außerhalb seiner Arbeitszeit in Uniform auftaucht., von daher sehe ich nicht so ganz wo denen da mehr zugemutet wird als den Priestern,

Zum einen ist Priester nicht einfach nur ein Beruf, den man um 5 Uhr ablegt.

Zum anderen hat die "Kleiderpflicht" doch Auswirkungen auf das Private: Du kannst in den meisten Berufen auch nicht zB gruen gefaerbte Haare haben, auch wenn Du das im Privatleben noch so gern magst.
Gruss

Max

Benutzeravatar
Linus
Beiträge: 15072
Registriert: Donnerstag 25. Dezember 2003, 10:57
Wohnort: 4121 Hühnergeschrei

Beitrag von Linus »

So weit ich weiß, müsste theoretisch ein Priester be seinem zuständigen Bischof anfragen, ob er sich einen Bart wachsen lassen darf. Bei einem Priester weiss ichs der machte das, mit der Begründung sein Vater war Orthodox, quasi als andenken an ihn. Es wurde ihm gewährt.

Also dürfte es doch auch um die differenz orthodox/katholisch gehen.
"Katholizismus ist ein dickes Steak, ein kühles Dunkles und eine gute Zigarre." G. K. Chesterton
"Black holes are where God divided by zero. - Einstein

Benutzeravatar
Robert Ketelhohn
Beiträge: 26022
Registriert: Donnerstag 2. Oktober 2003, 09:26
Wohnort: Velten in der Mark
Kontaktdaten:

Beitrag von Robert Ketelhohn »

Nietenolaf hat geschrieben:»Sicher, aber das hat nicht den Grund, sich von irgendwem abzugrenzen, schon gar nicht von Katholiken. Ein geschorenes Gesicht galt seit jeher als heidnisch.«
Kannst du so nicht sagen. Es gibt nicht wenige sehr alte Christusdarstellungen, die den Herrn bartlos zeigen – bis ungefähr in die Zeit, da das »nicht von Menschenhand gemachte Bildnis« bekannt wurde. Von den Aposteln werden traditionell Thomas und der Hellenist Philippus bartlos dargestellt.

Auch die Heiden hatten andererseits ihre Barttracht: den kurzen Soldatenbart und den langen Philosophenbart. Ein Zusammenhang dieses Philosophenbarts mit der Barttracht des frühen Mönchtums scheint mir nicht ganz von der Hand zu weisen zu sein. Na, wie auch immer, ich ziehe Bärte vor.
Propter Sion non tacebo, | ſed ruinas Romę flebo, | quouſque juſtitia
rurſus nobis oriatur | et ut lampas accendatur | juſtus in eccleſia.

Benutzeravatar
Nietenolaf
Beiträge: 3053
Registriert: Donnerstag 23. Oktober 2003, 14:26
Wohnort: Blasegast

Beitrag von Nietenolaf »

Linus hat geschrieben:...Also dürfte es doch auch um die differenz orthodox/katholisch gehen.
Muß mich doch sehr wundern, daß das ein Erkennungsmerkmal sein soll. Die armen Männer, die zur Rasur gezwungen werden! Die verlieren damit ja sozusagen den gottgegebenen äußeren Ausdruck ihrer Würde (cf. Hl. Clemens von Alexandira u.v.a.m.)!
Ob man als orthodoxer Priester den Bart stutzt, schneidet, kämmt, rasiert, oder sonstwas macht, hängt davon ab, ob das Teil des Eides bei der Priesterweihe war. Wildwucher ist bei der weißen Priesterschaft eigentlich nie Pflicht. Bei Mönchen ist das was anderes. Wie schon anderswo mehrfach gesagt - tot für die Welt.
Ein kahlrasierter Priester ist aber nicht deswegen seltsam, weil er dann aussieht wie ein Katholik, sondern weil es ganz allgemein eher seltsam ist, wenn ein Mann sich rasiert. Man denke an Samson, und daran, wodurch er seine Kraft verlor.

Benutzeravatar
Robert Ketelhohn
Beiträge: 26022
Registriert: Donnerstag 2. Oktober 2003, 09:26
Wohnort: Velten in der Mark
Kontaktdaten:

Beitrag von Robert Ketelhohn »

Nietenolaf hat geschrieben:Ein kahlrasierter Priester …, weil er dann aussieht wie ein Katholik
:D
Propter Sion non tacebo, | ſed ruinas Romę flebo, | quouſque juſtitia
rurſus nobis oriatur | et ut lampas accendatur | juſtus in eccleſia.

Benutzeravatar
Nietenolaf
Beiträge: 3053
Registriert: Donnerstag 23. Oktober 2003, 14:26
Wohnort: Blasegast

Beitrag von Nietenolaf »

Robert, Du hast Recht! Manche führen die Bartpflicht auf die Assimilation hellenistischer Elemente im 4./5. Jahrhundert zurück. Aber die Schrift (AT, aber auch NT) gibt genügend Hinweise darauf, daß Bart und ungeschorene Haare zumindest üblich waren.

Benutzeravatar
Robert Ketelhohn
Beiträge: 26022
Registriert: Donnerstag 2. Oktober 2003, 09:26
Wohnort: Velten in der Mark
Kontaktdaten:

Beitrag von Robert Ketelhohn »

Richtig.

Bild
Propter Sion non tacebo, | ſed ruinas Romę flebo, | quouſque juſtitia
rurſus nobis oriatur | et ut lampas accendatur | juſtus in eccleſia.

Stefan

Beitrag von Stefan »

Nee, komm, Nee, nä?

Benutzeravatar
Linus
Beiträge: 15072
Registriert: Donnerstag 25. Dezember 2003, 10:57
Wohnort: 4121 Hühnergeschrei

Beitrag von Linus »

Nietenolaf hat geschrieben: Wildwucher ist bei der weißen Priesterschaft eigentlich nie Pflicht. Bei Mönchen ist das was anderes. Wie schon anderswo mehrfach gesagt - tot für die Welt.
Weiße Priester? Was ist das? Gibts auch gelbe regenbogenbunte und andere?
"Katholizismus ist ein dickes Steak, ein kühles Dunkles und eine gute Zigarre." G. K. Chesterton
"Black holes are where God divided by zero. - Einstein

Benutzeravatar
Nietenolaf
Beiträge: 3053
Registriert: Donnerstag 23. Oktober 2003, 14:26
Wohnort: Blasegast

Beitrag von Nietenolaf »

Linus hat geschrieben:Weiße Priester? Was ist das? Gibts auch gelbe regenbogenbunte und andere?
Mit der weißen Priesterschaft meint man im allgemeinen Geistliche, die keine Mönche sind. Meist gebraucht man das also auf verheiratete Priester. Die schwarze Priesterschaft sind entsprechend Priestermönche.

Edith
Beiträge: 2544
Registriert: Sonntag 5. Oktober 2003, 20:38

Beitrag von Edith »

Bernd Heinrich Stein hat geschrieben: Es ist ein offensichtlich erkennbares äußeres Merkmal. Es könnte also durchaus auch als "Bekenntnis" verstanden werden.
Mich würde eher interessieren, warum Priester in der Öffentlichkeit nicht als solcher erkennbar sein wollen.
Priester, oder Ordensleute.
Wie ist das. Würdet Ihr gern einen Ordensmann erkennen, wenn ihr ihn trefft? (ich meine, an der Kleidung?) :roll:

Benutzeravatar
Robert Ketelhohn
Beiträge: 26022
Registriert: Donnerstag 2. Oktober 2003, 09:26
Wohnort: Velten in der Mark
Kontaktdaten:

Beitrag von Robert Ketelhohn »

Am Bart. 8)
Propter Sion non tacebo, | ſed ruinas Romę flebo, | quouſque juſtitia
rurſus nobis oriatur | et ut lampas accendatur | juſtus in eccleſia.

Edith
Beiträge: 2544
Registriert: Sonntag 5. Oktober 2003, 20:38

Beitrag von Edith »

Robert Ketelhohn hat geschrieben:Am Bart. 8)
da hättest jetzt gern... gell. :D
Soll ich Dich rasieren?
(Obgleichs eine Schande wäre... ich mag Deinen Bart...)

Biggi
Beiträge: 820
Registriert: Donnerstag 11. Dezember 2003, 16:46

Beitrag von Biggi »

Edith hat geschrieben: Priester, oder Ordensleute.
Wie ist das. Würdet Ihr gern einen Ordensmann erkennen, wenn ihr ihn trefft? (ich meine, an der Kleidung?) :roll:
Eindeutig ja!
Das Christentum nimmt den Menschen, wie er ist, und macht ihn zu dem, was er sein soll.
(Adolph Kolping, Patron des XX. Weltjugendtags 2005)

Edith
Beiträge: 2544
Registriert: Sonntag 5. Oktober 2003, 20:38

Beitrag von Edith »

Biggi hat geschrieben:Eindeutig ja!
eindeutig, auch ja. 8)

Micha

Beitrag von Micha »

leer
Zuletzt geändert von Micha am Donnerstag 3. Februar 2005, 21:19, insgesamt 1-mal geändert.

Uwe Schmidt
Beiträge: 1153
Registriert: Donnerstag 18. März 2004, 04:56

Beitrag von Uwe Schmidt »

cathol01 hat geschrieben:Ich glaube nicht, dass Priesterkleidung ein heute noch geeignetes Mittel der Verkündigung ist. Dies mag wohl in einzelnen Fällen der Fall sein, jedoch wird dieses Zeichen meistens nicht mehr verstanden bzw. in eine andere Richtung interpretiert. Priesterkleidung ist meines Erachtens oft kontraproduktiv.


Darf ich in Erinnerung rufen, dass die Heilige Brigitte schon um 1300 gesagt hat, dass der Beginn der Apokalypse unter Anderem daran abgelesen werden kann, dass die Priester keine Priesterkleidung mehr tragen und dass sich Frauen wie Männer und Männer wie Frauen kleiden? Man sieht, es kann nicht mehr lange dauern.......

Bernd Heinrich Stein

Beitrag von Bernd Heinrich Stein »

Micha hat geschrieben:Nein.
Ich würde ihn lieber daran erkennen, was er sagt und - vor allem - tut!
Micha
Sollte es da wirklich ein "entweder - oder" geben??
Natürlich sollte das Handeln mit dem "öffentlichen Bekenntnis", dem sichtbaren Zeichen übereinstimmen.
Schließlich kann ein Priester nicht ununterbrochen handelnd in der Öffentlichkeit herumlaufen. Er kann allerdings seine Bekenntnis so sichtbar machen, dass die Menschen sehen: Da ist ein Mann Gottes. Es gibt sie! Sie sind unter uns. Gerade in der heuteigen Zeit mit den heftigsten Werteveränderungen braucht es m. E. das sichtbare Zeichen und das entsprechende handeln und die entsprechende Rede!

Bernd Heinrich

Pina Colada
Beiträge: 136
Registriert: Donnerstag 14. Oktober 2004, 11:07

Beitrag von Pina Colada »

Wisst ihr eigentlich, dass ihr ein wenig an der Realität vorbeiredet?

Meint ihr wirklich, dass die grosse Masse der Leute einen Ptiester an einem Cllar erkennt?
Bewegt ihr euch auch ab und zu ausserhalb eurer gläubigen Bekanntschaft?

Zwei wahre Begebenheiten dazu:
Ein Benediktiner, der in Hamburg unterwegs war (vor ungefähr 15 Jahren) wurde auf der Strasse angesprochen, dass Männer keine Frauenkleidung tragen sollen, laut Bibel.....Er war (leider) zu verdattert, um ein Gespräch anzufangen.

En junger Priester wurde (letztes Jahr) angesprochen, ob dieses Ding da denn jetzt Mode sein, und wo das herkäme: Paris, Mailand oder Rom.
Er meinte, Rom......und erklärte.....


Ein Erkennungszeichen ist das vielleicht noch in einem ähnlichen Sinn wie der Fisch am vor zweitausend Jahren.....nur für Eingeweihte.....

Trotzdem halte ich es für sinnvoll. Und es ist kein Widerspruch zum Erkennen durch Worte und Taten. Im Gegenteil, die Priester, die ich kenne, die Collar tragen, sind durch Wort und Tat viel eher as Priester zu erkennen als die anderen.

Liegt vielleicht daran, dass das heute genauso eine manchmal schwierige Entscheidung ist, wie es Worte und Taten oft sind....

Edith
Beiträge: 2544
Registriert: Sonntag 5. Oktober 2003, 20:38

Beitrag von Edith »

Pina Colada hat geschrieben: Bewegt ihr euch auch ab und zu ausserhalb eurer gläubigen Bekanntschaft?
aber nur gaaanz selten! :D
Pina Colada hat geschrieben: Zwei wahre Begebenheiten dazu:
Ein Benediktiner, der in Hamburg unterwegs war (vor ungefähr 15 Jahren) wurde auf der Strasse angesprochen, dass Männer keine Frauenkleidung tragen sollen, laut Bibel.....Er war (leider) zu verdattert, um ein Gespräch anzufangen.
den muss ich mir merken.... den bring ich mal.... und warte, was geantwortet wird... 8) :D

Antworten Vorheriges ThemaNächstes Thema