nomads hat geschrieben: ↑Samstag 30. Mai 2026, 11:24
Fuchsi hat geschrieben: ↑Freitag 29. Mai 2026, 12:41
Bin auf weitere Beiträge gespannt...
Hallo Fuchsi,
ich möchte Dir kurz die Fronleichnamsprozession beschreiben (so gut ich mich noch erinnern kann) , die ich (mit der ganzen Gemeinde - versteht sich) jedes Jahr in den 70-er und 80-er gegangen bin:
Nach der hl. Messe in der Kirche sind wir 3 km gegangen mit allem was dazu gehört – vor der prunkvollen Monstranz mit dem Allerheiligsten, die unter einem nicht wenig prunkvollem Baldachin getragen wurde, gingen die Erstkommunion Mädchen in weiß gekleidet und streuten Rosenblätter von Pfingstrosen auf die Strasse. Gehend sprachen wir Gebete und sangen Lieder und vor jedem der 4 Straßen-Altäre ebenso. Normalerweise braucht ein Mensch für 3km ca.35 Min. da wir aber langsam gingen, dauerte die Prozession ca. 2 Stunden und endete wieder in der Kirche, aus der wir losgegangen sind – also dauerte alles ca. 3 Std und endete nicht mit einem Würstcheneintopf.
Hallo Nomads,
huch - da meld ich mich an für einen Beitrag zu verfassen, da ist brühwarm einer von Dir eingetrudelt. Das sind ja die Erinnerungen, die ich zum Teil auch noch habe, aber nun mal nicht i dieser ganzen Ausführung. Ich kann mich schwach an Blumenteppiche vor der Kirche erinnern 1. Hälfte 80er, die dann Ende der 80er bereits verschwunden waren. An Blumen streuen erinnere ich mich "Dank der Kommunion meiner älteren Schwester" im Jahr 1980. In meiner Heimatpfarrei habe ich es danach nicht mehr gesehen. Es war aber dennoch eine würdige, feierliche Prozession. Die ging mit Messe von 8 bis 11.30 Uhr. Sakramentslieder, Fahnenschmuck... an den Altären jeweils 2 Lobgesänge durch den Kirchenchor (Sacriis Solemmniis von Haller und so)
Nun aber zum geplanten Beitrag mit Link seis drum:
Man beachte das schöne Segensaltarbild Seite 3
https://www.kirche-essen.com/fileadmin/ ... i_2026.pdf
Dann lese man zwischen den Zeilen und denke an meine Skepsis dem Diözesanwasserkopf gegenüber:
Zitat:
Charakteristisch für die Fronleichnamspro-
zession in Bevern sind u. a. die Sakraments-
häuschen, die auf dem Prozessionsweg zu
finden sind und von „Hügelgemeinschaften“
immer liebevoll hergerichtet werden. Es ist
gar nicht so einfach, diese Tradition durch-
zuhalten. Auf der Gemeindeversammlung in
Bevern am 23. April 2026 wurde offen darüber
gesprochen. Nachwuchs für die Pflege zu
finden, ist schwer, und so bleibt die Arbeit
oftmals immer bei denselben Leuten hängen.
Aber deshalb alles abzusagen oder den
traditionellen Prozessionsweg, der durch
schöne Landstriche führt, zu ändern, dazu
konnte sich die Gemeindeversammlung nicht
entschließen. Man will es in diesem Jahr noch-
mals versuchen, neue Kräfte zu gewinnen.
Pfr. Borth lobte den ehrenamtlichen Einsatz
der Leute zum Gelingen der alten Tradition
und versprach seinerseits dafür Sorge zu
tragen, auch diese Prozession inhaltlich
ansprechend weiter zu entwickeln, damit sie
möglichst viele ansprechen kann.
weiteres Zitat:
Auf dem Weg werden aktuelle Themen ins
Gebet genommen. Die dazu notwendigen
Texte und Lieder werden in einem Heft
zusammengefasst. Es wird zu Beginn der Hl.
Messe ausliegen.
Schlussfolgerung/Text zwischen den Zeilen gelesen:
Der Pfarrer bekommt wohl Anweisung aus "Münster" bzw "Vechta", die Prozession auszuhebeln. Die bockigen "Dorfdeubel" sind stur und unwillig. Der Pfarrer hackt inhaltlich alles "kurz und klein", möglicherweise etwa wie folgt (Worst-Case-Szenario): statt "Kommt Cherubim hernieder" und Rosenkranz/Litanei "Ukraine-Texte" und dann konsequenterweise "Heeeeeehr gibbunz deinen Friiiiiedeeeen " So fängt das i. d. R. an...

in zwei drei Jahren wird dann "durchdiskutiert bis zum einknicken" vulgo "durchregiert" und Aus Ende...
Immerhin erfreulich, dass sich die "sturen Dorfdeubel" (noch) nicht die Butter vom Brot nehmen lassen (müssen)
