Herde

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Jakobgutbewohner
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Herde

Beitrag von Jakobgutbewohner »

Beim Herumstöbern im Forum fand ich mit etwas Erstaunen keinen Thead zu diesem Thema.

Was meint ihr, wie Schafe eine Herde erleben, wie sie sich gegenseitig erleben?
"Selig sind ... die durch die Tore eingehen in die Stadt. Draußen aber sind die Hunde und die "Pharmazeuten" und die Buhler und die Mörder und die Götzendiener und jeder, der die Lüge liebt und tut." Off 22,14+15

Peduli
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Re: Herde

Beitrag von Peduli »

Neue dekonstruktivistische Spielwiese? :schnarch: :schnarch: :schnarch:
Wer nicht weiß, wo er herkommt, weiß auch nicht, wo er hinwill.
Schauen wir dankbar zurück, mutig vorwärts und gläubig aufwärts!

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Dr.Hackenbush
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Re: Herde

Beitrag von Dr.Hackenbush »

Jakobgutbewohner hat geschrieben:
Sonntag 4. Dezember 2022, 15:31
Beim Herumstöbern im Forum fand ich mit etwas Erstaunen keinen Thead zu diesem Thema.

Was meint ihr, wie Schafe eine Herde erleben, wie sie sich gegenseitig erleben?
sie brauchen einander – sie brauchen Gesellschaft. En einziges Schaf im Stall würde wahrscheinlich ständig nach seinen Artgenossen „rufen“. Aber wahrscheinlich reichen einem einsamen Schaf auch andere Tiere (Ziegen, Kühe, Pferde, Hühner…) im Stall, um zu „glauben“, das es nicht verloren ging. ;)

Peduli
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Re: Herde

Beitrag von Peduli »

Dr.Hackenbush hat geschrieben:
Sonntag 4. Dezember 2022, 19:06
Jakobgutbewohner hat geschrieben:
Sonntag 4. Dezember 2022, 15:31
Beim Herumstöbern im Forum fand ich mit etwas Erstaunen keinen Thead zu diesem Thema.

Was meint ihr, wie Schafe eine Herde erleben, wie sie sich gegenseitig erleben?
sie brauchen einander – sie brauchen Gesellschaft. En einziges Schaf im Stall würde wahrscheinlich ständig nach seinen Artgenossen „rufen“. Aber wahrscheinlich reichen einem einsamen Schaf auch andere Tiere (Ziegen, Kühe, Pferde, Hühner…) im Stall, um zu „glauben“, das es nicht verloren ging. ;)
Andere Tiere sind bspw. auch Stachelschweine. :pfeif:
Wie die miteinander umgehen, kann man bei dem protestantischen Philosophen Schopenhauer nachlesen, welcher by the way ein Vorläufer des Gott-ist-tot-Philosophen Nietzsche war, der wiederum von Geburt her protestantischer Pastorensohn war. :doktor:
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Jakobgutbewohner
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Re: Herde

Beitrag von Jakobgutbewohner »

Dr.Hackenbush hat geschrieben:
Sonntag 4. Dezember 2022, 19:06
sie brauchen einander – sie brauchen Gesellschaft. En einziges Schaf im Stall würde wahrscheinlich ständig nach seinen Artgenossen „rufen“.
Ich denke es kann heute davon ausgegangen werden, daß Schafe auch Individuen sind. Eine Verbindung zu einem Schäfer könnte sein, daß sie sich tatsächlich von ihm in gewisser Weise beschützt fühlen?
Das Habitat des Mufflons sind gebirgige Landschaften. Hier bilden Weibchen mit einem, manchmal zwei Lämmern[3] Herden von bis zu hundert Tieren, während die Böcke nur zur Paarungszeit zu den Herden stoßen. In ihren Einbürgerungsgebieten zeichnen sie sich dagegen vor allem dadurch aus, dass sie sich vorwiegend im Wald aufhalten. Waldnahe Agrarflächen werden nur zu bestimmten Tages- und Jahreszeiten aufgesucht.[4] Sowohl im ursprünglichen Lebensraum als auch in den Regionen, in denen Mufflons eingebürgert wurden, kommt es zu jahreszeitlichen Vertikalwanderungen.

Mufflons sind standorttreue Tiere; die Mutterfamilienverbände besetzen zum Teil über Generationen traditionelle Territorien. Die genaue Kenntnis ihres jeweiligen Lebensraumes ist wesentlicher Teil ihrer Feindvermeidungsstrategien. Nähern sich Wölfe, die zu den bedeutendsten Fressfeinden des Mufflons gehören, versucht das Muttertier mit dem Lamm klippiges Gelände zu erreichen. Dorthin kann der Wolf ihr in der Regel nicht folgen.
https://de.wikipedia.org/wiki/Mufflon
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Peduli
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Re: Herde

Beitrag von Peduli »

Jakobgutbewohner hat geschrieben:
Sonntag 4. Dezember 2022, 21:13
Ich denke ......
Juliane Werding :pfeif: :pfeif: :pfeif:
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Peduli
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Re: Herde

Beitrag von Peduli »

Wer nicht weiß, wo er herkommt, weiß auch nicht, wo er hinwill.
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Peduli
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Re: Herde

Beitrag von Peduli »

Dann schau'n wir doch 'mal, was so außerhalb der Herde alles los war: :roll: :roll: :roll:

Kurzer geschichtlicher Überblick über die letzten 500 Jahre ohne Anspruch auf Vollständigkeit

1. 31.10.1517: Anschlag von 95 Thesen an der Schlosskirche von Wittenberg.
Der Augustiner-Mönch Martin Luther startet die Reformation.
Im Zeitablauf spaltet sich die Bewegung in Lutheraner, Calvinisten, Reformierte, Zwinglianer, Methodisten, Episkopale und eine unzählige Anzahl von weiteren Absplitterungen.
2. In den 30-er Jahren des 16. Jahrhunderts spaltet sich die anglikanische Kirche von der katholischen Kirche ab und unterstellt sich dem englischen König; der vormalige defensor fidei Heinrich VIII. wird zum Schismatiker.
3. 1618 bis 1648 wütet der 30-jährige Krieg in Europa:
Die protestantischen und die katholischen Fürsten streiten um die Vorherrschaft auf dem Kontinent. Ein Ende führt erst der westfälische Friede von Münster herbei.
4. Ebenfalls in der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts versucht König Charles I. in England eine absolutistische Monarchie zu etablieren. Der Versuch endet für ihn nach einem blutigen Bürgerkrieg auf dem Schafott:
Er wird enthauptet!
Ein für europäische Verhältnisse bis dahin undenkbarer Tabubruch.
Der Philosoph Thomas Hobbes äußert den Kommentar „Der Mensch ist des Menschen Wolf!“ und entdeckt den Leviathan als Vorbild für einen modernen Staat.
5. Im 18. Jahrhundert beginnen Philosophen mit dem, was sie Aufklärung nennen. Jean-Jacques Rousseau schwärmt vom „edlen Wilden“ und behauptet einen „contrat social“, Voltaire verspottet alles, was in seine Reichweite kommt, und will das Infame (gemeint ist die katholische Kirche) zermalmen. Immanuel Kant verweist Gott in den Bereich der praktischen Vernunft und ist der festen Überzeugung, der Menschheit damit einen Dienst erwiesen zu haben.
Die Enzyklopädisten versuchen durch Wissenssammlung die Weisheit zu steigern; ein Vorläuferversuch von wikipedia!
6. Aus der Logik einer Aufklärung, die lediglich vorgibt aufzuklären, entsteht zum Ende des 18. Jahrhunderts die Französische Revolution. Eine echte Zeitenwende in Europa.
Auch hier verliert ein absolutistischer Monarch im echten Sinne des Wortes seinen Kopf:
Ludwig XVI.!
7. Parallel dazu entwickelt sich auf dem nordamerikanischen Kontinent – natürlich erst nach dem Ausfechten eines blutigen Unabhängigkeitskrieges gegen das „Mutterland“ Großbritannien – ein monarchieloses System. Es wird eine republikanische Demokratie errichtet, die jedoch die deistische Weltanschauung als ihre gedankliche Voraussetzung annimmt und damit einen „Webfehler“ implementiert, unter dem noch die heutige Bevölkerung leidet.
Die Hybris manifestiert insbesondere in dem Slogan „God’s own country!“.
8. Nach den chaotischen Jahren in Frankreich ergreift Napoleon Bonaparte die Macht und überzieht in den folgenden Jahren Europa mit einem Krieg nach dem anderen.
Simon Laplace benötigt die „Hypothese Gott“ nicht mehr.
9. Der Wiener Kongress setzt dem Expansionsdrang der Franzosen ein Ende. Die katholische Kirche wird eines großen Teils des Vermögens beraubt, welches sie über Jahrhunderte in Europa angesammelt hatte.
10. Im 19. Jahrhundert geht die Aristokraten-Herrschaft peu a peu zu Ende. Demokratische Strukturen incl. konstitutionellen Monarchien setzen sich mehr und mehr durch. Georg Hegel vermeint einen historischen Mechanismus zu entdecken, den er Dialektik nennt. Karl Marx schreibt das „Kommunistische Manifest“ und Friedrich Nietzsche stellt bei seinen kritischen Betrachtungen zum Christentum fest, daß Gott tot seie.
11. Der Beweis für die Gottlosigkeit wird dann im 20. Jahrhundert angetreten:
2 Weltkriege mit KZ’s hinter den Frontlinien und dem Abwurf zweier Atombomben, eugenische Versuche werden teilweise gesellschaftsfähig, ein „Recht auf Abtreibung“ wird propagiert, der Feminismus ist total für den Kampf gegen die (vorgeblich vorhandene) Unterdrückung der Frau.
Wer nicht weiß, wo er herkommt, weiß auch nicht, wo er hinwill.
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Peduli
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Re: Herde

Beitrag von Peduli »

Und dann fragen sich manche, warum die Kirche ein Hort der Vernunft ist? :doktor:

Um nicht zu sagen: Selbige subsistiert in ihr! 8)
Wer nicht weiß, wo er herkommt, weiß auch nicht, wo er hinwill.
Schauen wir dankbar zurück, mutig vorwärts und gläubig aufwärts!

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Dr.Hackenbush
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Re: Herde

Beitrag von Dr.Hackenbush »

Peduli hat geschrieben:
Sonntag 4. Dezember 2022, 20:12
Dr.Hackenbush hat geschrieben:
Sonntag 4. Dezember 2022, 19:06
Jakobgutbewohner hat geschrieben:
Sonntag 4. Dezember 2022, 15:31
Beim Herumstöbern im Forum fand ich mit etwas Erstaunen keinen Thead zu diesem Thema.

Was meint ihr, wie Schafe eine Herde erleben, wie sie sich gegenseitig erleben?
sie brauchen einander – sie brauchen Gesellschaft. En einziges Schaf im Stall würde wahrscheinlich ständig nach seinen Artgenossen „rufen“. Aber wahrscheinlich reichen einem einsamen Schaf auch andere Tiere (Ziegen, Kühe, Pferde, Hühner…) im Stall, um zu „glauben“, das es nicht verloren ging. ;)
Andere Tiere sind bspw. auch Stachelschweine. :pfeif:
na ja... im Gegensatz zu den Schafen und Menschen leben Stachelschweine monogam – das macht sie so sympatisch. ;)

Peduli
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Re: Herde

Beitrag von Peduli »

Dr.Hackenbush hat geschrieben:
Mittwoch 14. Dezember 2022, 21:50
Peduli hat geschrieben:
Sonntag 4. Dezember 2022, 20:12
Dr.Hackenbush hat geschrieben:
Sonntag 4. Dezember 2022, 19:06
sie brauchen einander – sie brauchen Gesellschaft. En einziges Schaf im Stall würde wahrscheinlich ständig nach seinen Artgenossen „rufen“. Aber wahrscheinlich reichen einem einsamen Schaf auch andere Tiere (Ziegen, Kühe, Pferde, Hühner…) im Stall, um zu „glauben“, das es nicht verloren ging. ;)
Andere Tiere sind bspw. auch Stachelschweine. :pfeif:
na ja... im Gegensatz zu den Schafen und Menschen leben Stachelschweine monogam – das macht sie so sympatisch. ;)
Wenn Stachelschweine stechen, wird der Gestochene geweckt! ;)
Wer nicht weiß, wo er herkommt, weiß auch nicht, wo er hinwill.
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(F.J.S.)

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