"Den Weg der Erneuerung weitergehen" 2.0

Allgemein Katholisches.
Lauralarissa
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Re: "Den Weg der Erneuerung weitergehen" 2.0

Beitrag von Lauralarissa » Freitag 13. Dezember 2019, 11:46

Und wo ist hier das Problem?

Ralf
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Re: "Den Weg der Erneuerung weitergehen" 2.0

Beitrag von Ralf » Freitag 13. Dezember 2019, 11:53

Lauralarissa hat geschrieben:
Freitag 13. Dezember 2019, 11:46
Und wo ist hier das Problem?
Das hat nichts mit Missio zu tun.
Hier im Kreuzgang-Forum ist es weit verbreitet, Gericht über die Bischöfe als Hirten der Kirche zu halten. Manch einer dünkt sich besonders schlau und autoritativ. Man sollte das nicht allzu ernst nehmen.

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Kai
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Re: "Den Weg der Erneuerung weitergehen" 2.0

Beitrag von Kai » Freitag 13. Dezember 2019, 11:53

(Edit: Oha, da kamen einige Beiträge dazwischen während ich schrieb, ich beziehe mich auf einen der Beiträge auf der letzten Seite.)

Laura, die Frage ist m.E. doch vielmehr: Verstehe ich, dass ich ein Sünder bin, der Erlösung nötig hat, und versuche den Weg zur Heiligkeit zu gehen (mit allen Rückschlägen), oder versuche ich, die Kirche davon zu überzeugen, meine praktizierten Sünden als heilig zu erklären und sich den jeweiligen gesellschaftlichen zeitgeistigen Ansichten anzupassen wie es der Welt gerade gefällt?

Wie der Weg der Mehrheit in Deutschland seit Jahrzehnten aussieht und wohin er führt ist offensichtlich (an der Tendenz der kirchlichen Entwicklung – inhaltlich und demographisch – gut abzulesen). Welche Verblendung, dass am deutschen Theologenwesen die Welt noch immer genesen solle. Dabei sind wir mittlerweile Missionsgebiet, vermeintliche theologische Speerspitze am Arsch, Vollversagen. Die Mehrzahl der Jugendlichen Karteichristen sind überhaupt keine Christen mehr, praktizierend schon gar nicht, haben miestenteils nie eine Katechese genossen die den Namen verdient; die meisten (zumindest am Gymnasium meiner Kinder nach deren Aussage) sind nichtmal mehr gottgläubig und die kath. Relilehrerein (mit Missio natürlich, grrrr) versucht den Schülern den letzten Rest an Glauben auszutreiben.

Die Volkskirche wird es nicht mehr lange geben. (Sind je eh nur noch Reste aus Kulturtradition größtenteils.) Die Mehrheit wird sich, so erwarte ich zumindest, relativ easy der vorherrschenden neuen Weltanschauung anpassen, entweder agnostisch-atheistisch wie derzeit vorherrschend oder in ein paar Jahrezehnten muslimisch. Ohne göttliches Einwirken sehe ich eine recht bescheidene Zukunft für die Kirche in Westeuropa. Und diese entkachetisierte Wischiwaschikirche ist sowieso ohne Zukunft.
Zuletzt geändert von Kai am Freitag 13. Dezember 2019, 11:57, insgesamt 1-mal geändert.
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Ralf
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Re: "Den Weg der Erneuerung weitergehen" 2.0

Beitrag von Ralf » Freitag 13. Dezember 2019, 11:56

Lauralarissa hat geschrieben:
Freitag 13. Dezember 2019, 11:10
Ralf hat geschrieben:
Freitag 13. Dezember 2019, 10:51
Abschaffung des RU in staatlichen Schulen: nein, aber doch Änderung des Auftrages. Es macht wenig Sinn, den Lehrern eine katholische Missio zu erteilen, wenn sie keine katholische Missio erfüllen wollen und sollen.
Das ist in der Tat diskussionswürdig.
Letztlich ist die Frage, was man als "katholisch" bezeichnet.
Wenn ich eine Liste zum Abhaken vorlege mit Items wie
-> besucht jeden Sonntag die Messe
-> geht mindestens 1x im Jahr beichten
-> glaubt alles, was im Katechismus steht
-> lebt nicht unverheiratet zusammen
-> hat keine schwule/ lesbische Partnerschaft
-> ist nicht geschieden/wiederverheiratet
-> verhütet nur natürlich
-> wählt - im Falle ungewollter Kinderlosigkeit - keine künstliche Befruchtung
...
dann wird wohl kaum irgendein Lehrer/in noch katholisch sein (und wahrscheinlich auch kaum ein Forumsnutzer hier)
Ich habe ja nur eine Minimalforderung: der RU lehrt die Kinder, was die Kirche lehrt - jeweils altersgemäß - und stellt es positiv im Sinne der Kirche dar. Also eigentlich nur, daß der kRU das macht, was der Name "katholischer Religionsunterricht" besagt. Ist das zu viel verlangt?

Ich hatte das Glück 13 Jahre RU zu genießen und hatte Null Ahnung, was die Kirche lehrt. Als mehrfacher Firmkatechet kann ich bestätigen, daß meine Erfahrung auch 20 Jahre später noch gilt.

Ich sehe auch anhand des vorgestellten Lehrplans keine Notwendigkeit des Theologiestudiums - vergleichende Religionswissenschaft wäre doch viel passender.
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Re: "Den Weg der Erneuerung weitergehen" 2.0

Beitrag von Ralf » Freitag 13. Dezember 2019, 11:59

Kai hat geschrieben:
Freitag 13. Dezember 2019, 11:53
(Edit: Oha, da kamen einige Beiträge dazwischen während ich schrieb, ich beziehe mich auf einen der Beiträge auf der letzten Seite.)

Laura, die Frage ist m.E. doch vielmehr: Verstehe ich, dass ich ein Sünder bin, der Erlösung nötig hat, und versuche den Weg zur Heiligkeit zu gehen (mit allen Rückschlägen), oder versuche ich, die Kirche davon zu überzeugen, meine praktizierten Sünden als heilig zu erklären und sich den jeweiligen gesellschaftlichen zeitgeistigen Ansichten anzupassen wie es der Welt gerade gefällt?

Wie der Weg der Mehrheit in Deutschland seit Jahrzehnten aussieht und wohin er führt ist offensichtlich (an der Tendenz der kirchlichen Entwicklung – inhaltlich und demographisch – gut abzulesen). Welche Verblendung, dass am deutschen Theologenwesen die Welt noch immer genesen solle. Dabei sind wir mittlerweile Missionsgebiet, vermeintliche theologische Speerspitze am Arsch, Vollversagen. Die Mehrzahl der Jugendlichen Karteichristen sind überhaupt keine Christen mehr, praktizierend schon gar nicht, haben miestenteils nie eine Katechese genossen die den Namen verdient; die meisten (zumindest am Gymnasium meiner Kinder nach deren Aussage) sind nichtmal mehr gottgläubig und die kath. Relilehrerein (mit Missio natürlich, grrrr) versucht den Schülern den letzten Rest an Glauben auszutreiben.

Die Volkskirche wird es nicht mehr lange geben. (Sind je eh nur noch Reste aus Kulturtradition größtenteils.) Die Mehrheit wird sich, so erwarte ich zumindest, relativ easy der vorherrschenden neuen Weltanschauung anpassen, entweder agnostisch-atheistisch wie derzeit vorherrschend oder in ein paar Jahrezehnten muslimisch. Ohne göttliches Einwirken sehe ich eine recht bescheidene Zukunft für die Kirche in Westeuropa. Und diese entkachetisierte Wischiwaschikirche ist sowieso ohne Zukunft.
Da finde ich mich jetzt wieder (außer daß meine Kinder noch nicht auf der weiterführenden Schule sind).
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Re: "Den Weg der Erneuerung weitergehen" 2.0

Beitrag von Ralf » Freitag 13. Dezember 2019, 12:33

Kai hat geschrieben:
Freitag 13. Dezember 2019, 11:53
Laura, die Frage ist m.E. doch vielmehr: Verstehe ich, dass ich ein Sünder bin, der Erlösung nötig hat, und versuche den Weg zur Heiligkeit zu gehen (mit allen Rückschlägen), oder versuche ich, die Kirche davon zu überzeugen, meine praktizierten Sünden als heilig zu erklären und sich den jeweiligen gesellschaftlichen zeitgeistigen Ansichten anzupassen wie es der Welt gerade gefällt?
Kai, diese Frage ist in der Tat die entscheidende. Nun ist allerdings die jeweils aktuelle Gesellschaft eines Staates immer der Meinung, "weiter" zu sein als die vorherigen - das in wirklich gutem Glauben. Es gibt auch nicht wenige, die bspw. an den Fortschritt der Menschheit insgesamt glauben (theolog. Anklänge daran finden sich u.a. bei Teilhard de Chardin). Ich halte das für zutiefst naiv, die menschliche Natur ist in jeder Generation dieselbe. Die "Welt" kümmert sich um eher oberflächliches, was sehr wichtig sein kann und in der Tat Fortschritte zeigen kann, die Kirche hat sich um die Seele zu sorgen - und die ändert sich nie.
Gerade die Christenheit sollte das wissen und proklamieren. Der Mensch ist und bleibt der Mensch.
Dieser Fortschrittsglaube, der mit der Selbstüberschätzung der eigenen Generation einhergeht (man hält sich ja für die Speerspitze der Spezies) - und den man bei weisen Historikern bspw. weniger findet, weil sie auch anderes gut kennen - hat sich auch tief in zumindest den hiesigen Theologiebetrieb verwurzelt. Das alles, wie gesagt, aus gutem Glauben und fester allerdings nicht immer reflektierter Überzeugung.
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Benedikt
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Re: "Den Weg der Erneuerung weitergehen" 2.0

Beitrag von Benedikt » Freitag 13. Dezember 2019, 12:41

Juergen hat geschrieben:
Freitag 13. Dezember 2019, 11:43
Für die unteren Klassen (5/6)
Inhaltsfeld 6: Weltreligionen und andere Wege der Sinn- und Heilssuche
Inhaltlicher Schwerpunkt:
-Abrahamitische Religionen

Sachkompetenz
Die Schülerinnen und Schüler können

- die wichtigsten Stationen im Leben großer Gestalten der abrahamitischen Religionen beschreiben,
- grundlegende Gemeinsamkeiten und Unterschiede in Glaube und Glaubenspraxis der abrahamitischen Religionen benennen,
- die gemeinsamen Wurzeln der abrahamitischen Religionen und deren Bedeutung für das Zusammenleben der Religionen anhand von ausgewählten Erzählungen erläutern,
- Merkmale jüdischen und muslimischen Lebens in ihrer Umgebung aufzeigen,
- erklären, dass der Glaube an „Jesus den Christus“ das entscheidende Merkmal für die Christen ist.

Urteilskompetenz
Die Schülerinnen und Schüler können

zu gegenwärtigen Vorurteilen zwischen den abrahamitischen Religionen Stellung nehmen.
Obere Klassen (7–10)
Inhaltsfeld 6: Weltreligionen und andere Wege der Sinn- und Heilssuche

Inhaltliche Schwerpunkte:
- Religionen als Wege der Heilssuche
- Zeitgenössische Sinn- und Heilsangebote

Sachkompetenz
Die Schülerinnen und Schüler können

- religiöse Zeichen, Räume und Rituale unterschiedlicher Weltreligionen (u. a. Judentum, Islam) benennen,
- die historische Entstehung verschiedener Weltreligionen in Grundzügen darstellen,
- wesentliche Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen den Weltreligionen (u. a. den abrahamitischen) benennen,
- ethische Leitlinien und religiöse Vorschriften einzelner Weltreligionen sachgemäß darlegen,
- außerkirchliche zeitgenössische Formen der Suche nach Sinn und Heil beschreiben.

Urteilskompetenz
Die Schülerinnen und Schüler können

- religiöse Vorurteile und fundamentalistische Positionen erörtern,
- die Chancen und Schwierigkeiten des interreligiösen Dialogs erörtern,
- beurteilen, inwieweit zeitgenössische Sinn- und Heilsangebote ihrem Leben Halt und Orientierung geben.
Wenn das wirklich der Lehrplan ist, werde ich meine Tochter vom Reliunterrichtet abmelden und bei Philosophie oder Ethik anmelden.

6 Schuljahre á 2 Stunden und da kommen derart lächerliche Basics raus, daß man sie in der 5. Klasse in einem Halbjahr lernen kann.
"Kommt ihm der Staatsumwälzer nicht wie Sisyphus vor? Die Last wird nie oben bleiben, wenn nicht eine Anziehung gegen den Himmel sie auf der Höhe schwebend erhält." - Novalis: Europa

Ralf
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Re: "Den Weg der Erneuerung weitergehen" 2.0

Beitrag von Ralf » Freitag 13. Dezember 2019, 12:53

Zu meiner Schulzeit war der Philosophielehrer überzeugter Katholik, der Relilehrer eher eine gescheiterte Existenz. Was macht man da? Ich überlege auch für meine Kinder, was zu tun ist.
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martin v. tours
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Re: "Den Weg der Erneuerung weitergehen" 2.0

Beitrag von martin v. tours » Freitag 13. Dezember 2019, 14:11

Die einzig vernünftige Lösung ist: Die Kinder vom Religionsunterricht abmelden.
Nach dem sie nicht erreicht hat, daß die Menschen praktizieren, was sie lehrt, hat die gegenwärtige Kirche beschlossen, zu lehren, was sie praktizieren.
Nicolás Gómez Dávila

Ralf
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Re: "Den Weg der Erneuerung weitergehen" 2.0

Beitrag von Ralf » Freitag 13. Dezember 2019, 15:44

nun, ich habe gerde erst jetzt bemerkt, daß Jürgen da nicht ganz sauber war. Er hat nur einen Teil des Lehrplans gebracht (und ich unterstelle ihm Absicht), nur jeweils den Teil 6. Außerdem fehlt ein Quellennachweis.

Doch auch wenn was ganz anderes im Lehrplan steht - nach der Erfahrung vieler verlassen die Kinder den kRU nach vielen Jahren komplett ahnungslos.
Der kRU hat natürlich nicht das Ziel, einen Glauben zu generieren. Doch wie ein spanischer Sprachunterricht die Fähigkeit vermitteln soll, sich die Grundzüge der Sprache anzueignen und sich damit ausdrücken zu können, könnte der kRU das Ziel haben - wenn er denn will - daß dasselbe auch katholischen Kindern gelingt, damit sie sich in ihrer Religion zuhause fühlen.
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Estephanaus
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Re: "Den Weg der Erneuerung weitergehen" 2.0

Beitrag von Estephanaus » Freitag 13. Dezember 2019, 16:28

Tja. Wenn sich die Religionslehrer wenigstens an diese missratenen Lehrpläne halten würden... Die haben auch langsam begriffen, dass ihr Fach seitens der Schulen eh nur stiefmütterlich behandelt wird und die Kinder, die es belegen, nahezu ausnahmslos nur ihrer Eltern wegen noch da sind. Da traut man sich natürlich nicht ernsthaften Unterricht zu machen sondern macht es dem Rest so recht, dass er, wie man hofft, bleiben soll. D.h. es wird alles, was als "uncool" gilt vermieden oder verneint (keine Jungfrauengeburt, das Christentum ist nur eine minderwertige Weltanschauung unter vielen, Gott -nach "traditioneller" Definition- gibt es eh nicht, etc.).
Habe in meiner Schulzeit den evangelischen Religionsunterricht besucht. Dieser bestand in den letzten Jahren aus Gesprächen bei Kaffee und Keksen über "fachgerechte" Themen wie Gandhi, Grundlagen des Hinduismus oder die Frage, wie man die Bergpredigt zur Grundlage eines Fernsehformats à la RTL II machen könnte. :gaehn:
Wenn ich dann gemerkt habe, dass ein bedeutender Teil unserer katholischen Mitschüler noch weniger auf den Weg an Allgemeinwissen über das Christentum mitbekam, habe ich mich immer gefragt, wie man drüben offenbar das Kunststück vollbracht hatte, das mir bekannte "Niveau" noch zu unterbieten... :achselzuck:
«Alexander, Cäsar, Karl der Grosse (…) haben Reiche gegründet. Aber worauf (…) ? Auf Gewalt. (…) Jesus Christus gründete sein Reich auf der Liebe; und zu dieser Stunde würden Millionen Menschen für ihn sterben.» - Napoléon Bonaparte

Lauralarissa
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Re: "Den Weg der Erneuerung weitergehen" 2.0

Beitrag von Lauralarissa » Freitag 13. Dezember 2019, 18:09

Irgendwie habe ich das Gefühl, dass es hier den Konsens gibt, das Religionsunterricht nur sch... sein kann, weil er nicht katholisch genug ist.
Und ich weiß nicht, ob Interesse an einer ehrlichen Auseinandersetzung mit dem RU im staatlichen Schulsystem vorhanden ist oder ob man eben sich eigentlich nur ausk... möchte (was auch legitim ist).

Wenn Interesse daran da ist, sich wirklich differenziert mit der Position des RU in einer pluralistischen Schule auseinanderzusetzen, kann ich gerne was dazu schreiben. Da kenne ich mich ausnahmsweise mal echt aus ...

Sonst lasse ich es lieber - denn sonst wir die Diskussion nur aggressiv.

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Hanspeter
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Re: "Den Weg der Erneuerung weitergehen" 2.0

Beitrag von Hanspeter » Freitag 13. Dezember 2019, 18:12

Lauralarissa hat geschrieben:
Freitag 13. Dezember 2019, 18:09
Irgendwie habe ich das Gefühl, dass es hier den Konsens gibt, das Religionsunterricht nur sch... sein kann, weil er nicht katholisch genug ist.
Und ich weiß nicht, ob Interesse an einer ehrlichen Auseinandersetzung mit dem RU im staatlichen Schulsystem vorhanden ist oder ob man eben sich eigentlich nur ausk... möchte (was auch legitim ist).

Wenn Interesse daran da ist, sich wirklich differenziert mit der Position des RU in einer pluralistischen Schule auseinanderzusetzen, kann ich gerne was dazu schreiben. Da kenne ich mich ausnahmsweise mal echt aus ...

Sonst lasse ich es lieber - denn sonst wir die Diskussion nur aggressiv.
Nur zu, ggfs. kann man ja einen eigenen Strang dafür eröffnen.

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Re: "Den Weg der Erneuerung weitergehen" 2.0

Beitrag von taddeo » Freitag 13. Dezember 2019, 18:17

Lauralarissa hat geschrieben:
Freitag 13. Dezember 2019, 18:09
Irgendwie habe ich das Gefühl, dass es hier den Konsens gibt, das Religionsunterricht nur sch... sein kann, weil er nicht katholisch genug ist.
Und ich weiß nicht, ob Interesse an einer ehrlichen Auseinandersetzung mit dem RU im staatlichen Schulsystem vorhanden ist oder ob man eben sich eigentlich nur ausk... möchte (was auch legitim ist).
Ich kenne berufs- und familienbedingt ne ganze Menge Religionslehrer.

Meiner Ansicht nach liegt das Hauptproblem bei denen als Personen, und nicht so sehr an den Lehrplänen. Gerade im RU hat ein Lehrer schon ganz erheblichen Gestaltungsspielraum, was er den Schülern im Rahmen des Lehrplans tatsächlich näherbringen möchte.

Aber wenn es bei Religionslehrern eine seltene Ausnahme ist statt die Regel, dass man selber die Lehre der Kirche ernsthaft und überzeugt glaubt, daß man sonn- und feiertags grundsätzlich in die Kirche geht, daß man kirchlich verheiratet ist, daß man als Geschiedene/r (was ja oft unvermeidlich und nicht immer Schuld des Betroffenen ist) mit einem neuen Partner wenigstens auf den Sakramentenempfang verzichtet - tja, dann hilft kein Lehrplan mehr. Ich kann nur an andere weitergeben, wovon ich selber überzeugt bin und was ich auch selber praktiziere.

Ich weiß von etlichen Religionslehrern, daß die dieses Fach eigentlich nur studiert haben und unterrichten, weil es ein weniger arbeitsintensives Zweitfach mit einigem Bespaßungspotential ist. Da können Mathe, Latein oder Deutsch einfach nicht mithalten.

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Re: "Den Weg der Erneuerung weitergehen" 2.0

Beitrag von Siard » Freitag 13. Dezember 2019, 19:10

taddeo hat geschrieben:
Freitag 13. Dezember 2019, 18:17
Meiner Ansicht nach liegt das Hauptproblem bei denen als Personen, und nicht so sehr an den Lehrplänen.
Den Eindruck habe ich auch gewonnen. :(
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Re: "Den Weg der Erneuerung weitergehen" 2.0

Beitrag von Lauralarissa » Freitag 13. Dezember 2019, 19:30

Siard hat geschrieben:
Freitag 13. Dezember 2019, 19:10
taddeo hat geschrieben:
Freitag 13. Dezember 2019, 18:17
Meiner Ansicht nach liegt das Hauptproblem bei denen als Personen, und nicht so sehr an den Lehrplänen.
Den Eindruck habe ich auch gewonnen. :(
Und warum bist du dann keiner geworden?

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Juergen
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Re: "Den Weg der Erneuerung weitergehen" 2.0

Beitrag von Juergen » Freitag 13. Dezember 2019, 20:46

Benedikt hat geschrieben:
Freitag 13. Dezember 2019, 12:41
Wenn das wirklich der Lehrplan ist, werde ich meine Tochter vom Reliunterrichtet abmelden und bei Philosophie oder Ethik anmelden.

6 Schuljahre á 2 Stunden und da kommen derart lächerliche Basics raus, daß man sie in der 5. Klasse in einem Halbjahr lernen kann.
Lehrplan NRW Realschule:
https://www.schulentwicklung.nrw.de/leh ... index.html

Ralf hat geschrieben:
Freitag 13. Dezember 2019, 15:44
nun, ich habe gerde erst jetzt bemerkt, daß Jürgen da nicht ganz sauber war. Er hat nur einen Teil des Lehrplans gebracht (und ich unterstelle ihm Absicht), nur jeweils den Teil 6. Außerdem fehlt ein Quellennachweis.
Natürlich war das Absicht. Ich schrieb:
Juergen hat geschrieben:
Freitag 13. Dezember 2019, 10:45
Solange der RU in staatlichen Schulen glaubenskonform abgehalten wird, gibt es theoretisch keinen Grund in abzuschaffen. Da aber die meißten RU-Lehrer von der kath. Lehre so gut wie keine Ahnung haben und der RU-Unterricht inhaltlich eher aus religionsvergleichendem Blabla besteht in dem Toleranz gegenüber Irrlehren und Unglauben wichtiger ist als der katholische Glaube, gibt es praktisch gute Gründe ihn abzuschaffen.
Und genau der kritisierte Punkte ist Teil des Lehrplans, was ich mit dem Zitat des Inhaltsfeldes Nr. 6 belegt habe.

Gruß Jürgen

Dieser Beitrag kann unter Umständen Spuren von Satire, Ironie und ähnlich schwer Verdaulichem enthalten. Er ist nicht für jedermann geeignet, insbesondere nicht für Humorallergiker. Das Lesen erfolgt auf eigene Gefahr.

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Re: "Den Weg der Erneuerung weitergehen" 2.0

Beitrag von Reli-U » Freitag 13. Dezember 2019, 20:55

Juergen hat geschrieben:
Freitag 13. Dezember 2019, 20:46
Benedikt hat geschrieben:
Freitag 13. Dezember 2019, 12:41
Wenn das wirklich der Lehrplan ist, werde ich meine Tochter vom Reliunterrichtet abmelden und bei Philosophie oder Ethik anmelden.

6 Schuljahre á 2 Stunden und da kommen derart lächerliche Basics raus, daß man sie in der 5. Klasse in einem Halbjahr lernen kann.
Lehrplan NRW Realschule:
https://www.schulentwicklung.nrw.de/leh ... index.html

De facto ist es so dass der Großteil der SuS nicht mal die Basics des kath Glaubens verstanden haben, selbst wenn sie Abitur machen. Der Grund liegt vor allem darin dass 1.)
der LP (= Lehrplan) nicht wirklich systematisch aufgebaut ist sondern vielmehr im Rahmen der "Kompetenzen" zunehmend irgendwelche Randthemen in den Blick genommen werden und
2.) ein kath "Grundgeist" im RU fehlt. Viele Themen könnte man echt katholisch "aufziehen", aber der LP und damit das Schulbuch bleiben in absoluten "Banalitäten" stecken. Wer da noch im Sinne des Glaubens der Kirche "zufüttern" möchte, ist komplett auf sich allein gestellt!

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Re: "Den Weg der Erneuerung weitergehen" 2.0

Beitrag von Vir Probatus » Freitag 13. Dezember 2019, 21:08

Ich habe eine junge Frau in der Verwandtschaft, die Lehrerin wurde und auch das Fach Kath. Religion mit Missio unterrichten wollte.
Als sie ernsthaft damit begann, rutschten die Notendurchschnitte diverser Schüler in dem Fach im Vergleich zu den Lehrern davor ab.
Sie wurde sofort von den Eltern unter Druck gesetzt und als sie ihre Benotung aufrecht erhielt, vor dem Verwaltungsgericht verklagt. Man sah den Abidurchschnitt in Gefahr.
Sie suchte sich entnervt eine andere Tätigkeit: Betreuung von Behinderten, wo es keine Noten gibt.
„Die Kirche will herrschen, und da muss sie eine bornierte Masse haben, die sich duckt und die geneigt ist, sich beherrschen zu lassen. Die hohe, reich dotierte Geistlichkeit fürchtet nichts mehr als die Aufklärung der unteren Massen.“ (J.W. von Goethe)

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Re: "Den Weg der Erneuerung weitergehen" 2.0

Beitrag von Estephanaus » Samstag 14. Dezember 2019, 15:22

Vir Probatus hat geschrieben:
Freitag 13. Dezember 2019, 21:08
Ich habe eine junge Frau in der Verwandtschaft, die Lehrerin wurde und auch das Fach Kath. Religion mit Missio unterrichten wollte.
Als sie ernsthaft damit begann, rutschten die Notendurchschnitte diverser Schüler in dem Fach im Vergleich zu den Lehrern davor ab.
Sie wurde sofort von den Eltern unter Druck gesetzt und als sie ihre Benotung aufrecht erhielt, vor dem Verwaltungsgericht verklagt. Man sah den Abidurchschnitt in Gefahr.
Sie suchte sich entnervt eine andere Tätigkeit: Betreuung von Behinderten, wo es keine Noten gibt.
Echt? Es gibt noch Religionslehrer, die nicht alle kategorisch mit Einsen abspeisen? :hae?:
«Alexander, Cäsar, Karl der Grosse (…) haben Reiche gegründet. Aber worauf (…) ? Auf Gewalt. (…) Jesus Christus gründete sein Reich auf der Liebe; und zu dieser Stunde würden Millionen Menschen für ihn sterben.» - Napoléon Bonaparte

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Re: "Den Weg der Erneuerung weitergehen" 2.0

Beitrag von Lauralarissa » Samstag 14. Dezember 2019, 15:57

Estephanaus hat geschrieben:
Samstag 14. Dezember 2019, 15:22
Vir Probatus hat geschrieben:
Freitag 13. Dezember 2019, 21:08
Ich habe eine junge Frau in der Verwandtschaft, die Lehrerin wurde und auch das Fach Kath. Religion mit Missio unterrichten wollte.
Als sie ernsthaft damit begann, rutschten die Notendurchschnitte diverser Schüler in dem Fach im Vergleich zu den Lehrern davor ab.
Sie wurde sofort von den Eltern unter Druck gesetzt und als sie ihre Benotung aufrecht erhielt, vor dem Verwaltungsgericht verklagt. Man sah den Abidurchschnitt in Gefahr.
Sie suchte sich entnervt eine andere Tätigkeit: Betreuung von Behinderten, wo es keine Noten gibt.
Echt? Es gibt noch Religionslehrer, die nicht alle kategorisch mit Einsen abspeisen? :hae?:
Falls es dich beruhigt: Ich habe schon mehr als einen Schüler wegen Religion durchs Abitur fallen lassen ...
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Re: "Den Weg der Erneuerung weitergehen" 2.0

Beitrag von Siard » Samstag 14. Dezember 2019, 19:50

Lauralarissa hat geschrieben:
Freitag 13. Dezember 2019, 19:30
Siard hat geschrieben:
Freitag 13. Dezember 2019, 19:10
taddeo hat geschrieben:
Freitag 13. Dezember 2019, 18:17
Meiner Ansicht nach liegt das Hauptproblem bei denen als Personen, und nicht so sehr an den Lehrplänen.
Den Eindruck habe ich auch gewonnen. :(
Und warum bist du dann keiner geworden?
Weil ich einen anderen Weg eingeschlagen habe.
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Re: "Den Weg der Erneuerung weitergehen" 2.0

Beitrag von Niels » Sonntag 15. Dezember 2019, 08:20

Lauralarissa hat geschrieben:
Samstag 14. Dezember 2019, 15:57
Estephanaus hat geschrieben:
Samstag 14. Dezember 2019, 15:22
Vir Probatus hat geschrieben:
Freitag 13. Dezember 2019, 21:08
Ich habe eine junge Frau in der Verwandtschaft, die Lehrerin wurde und auch das Fach Kath. Religion mit Missio unterrichten wollte.
Als sie ernsthaft damit begann, rutschten die Notendurchschnitte diverser Schüler in dem Fach im Vergleich zu den Lehrern davor ab.
Sie wurde sofort von den Eltern unter Druck gesetzt und als sie ihre Benotung aufrecht erhielt, vor dem Verwaltungsgericht verklagt. Man sah den Abidurchschnitt in Gefahr.
Sie suchte sich entnervt eine andere Tätigkeit: Betreuung von Behinderten, wo es keine Noten gibt.
Echt? Es gibt noch Religionslehrer, die nicht alle kategorisch mit Einsen abspeisen? :hae?:
Falls es dich beruhigt: Ich habe schon mehr als einen Schüler wegen Religion durchs Abitur fallen lassen ...
Bisher zum Glück auch ohne Elternbeschwerden ...
:auweia:
War der zu katholisch? ;)
Nolite timere pusillus grex, quia complacuit Patri vestro dare vobis regnum.

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Re: "Den Weg der Erneuerung weitergehen" 2.0

Beitrag von Lauralarissa » Sonntag 15. Dezember 2019, 10:47

Niels hat geschrieben:
Sonntag 15. Dezember 2019, 08:20
Lauralarissa hat geschrieben:
Samstag 14. Dezember 2019, 15:57
Estephanaus hat geschrieben:
Samstag 14. Dezember 2019, 15:22
Vir Probatus hat geschrieben:
Freitag 13. Dezember 2019, 21:08
Ich habe eine junge Frau in der Verwandtschaft, die Lehrerin wurde und auch das Fach Kath. Religion mit Missio unterrichten wollte.
Als sie ernsthaft damit begann, rutschten die Notendurchschnitte diverser Schüler in dem Fach im Vergleich zu den Lehrern davor ab.
Sie wurde sofort von den Eltern unter Druck gesetzt und als sie ihre Benotung aufrecht erhielt, vor dem Verwaltungsgericht verklagt. Man sah den Abidurchschnitt in Gefahr.
Sie suchte sich entnervt eine andere Tätigkeit: Betreuung von Behinderten, wo es keine Noten gibt.
Echt? Es gibt noch Religionslehrer, die nicht alle kategorisch mit Einsen abspeisen? :hae?:
Falls es dich beruhigt: Ich habe schon mehr als einen Schüler wegen Religion durchs Abitur fallen lassen ...
Bisher zum Glück auch ohne Elternbeschwerden ...
:auweia:
War der zu katholisch? ;)
Auch deswegen kann man durchfallen. Nicht, weil man es selbst so glaubt und praktiziert, sondern weil man unfähig ist, den Unterrichtsstoff zu verstehen und zu merken, dass er keine Gefährdung des eigenen Glaubens, sondern eine Anregung zur Reflexion sein soll.

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Hanspeter
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Re: "Den Weg der Erneuerung weitergehen" 2.0

Beitrag von Hanspeter » Sonntag 15. Dezember 2019, 11:27

Lauralarissa hat geschrieben:
Sonntag 15. Dezember 2019, 10:47
Niels hat geschrieben:
Sonntag 15. Dezember 2019, 08:20
Lauralarissa hat geschrieben:
Samstag 14. Dezember 2019, 15:57
Estephanaus hat geschrieben:
Samstag 14. Dezember 2019, 15:22
Vir Probatus hat geschrieben:
Freitag 13. Dezember 2019, 21:08
Ich habe eine junge Frau in der Verwandtschaft, die Lehrerin wurde und auch das Fach Kath. Religion mit Missio unterrichten wollte.
Als sie ernsthaft damit begann, rutschten die Notendurchschnitte diverser Schüler in dem Fach im Vergleich zu den Lehrern davor ab.
Sie wurde sofort von den Eltern unter Druck gesetzt und als sie ihre Benotung aufrecht erhielt, vor dem Verwaltungsgericht verklagt. Man sah den Abidurchschnitt in Gefahr.
Sie suchte sich entnervt eine andere Tätigkeit: Betreuung von Behinderten, wo es keine Noten gibt.
Echt? Es gibt noch Religionslehrer, die nicht alle kategorisch mit Einsen abspeisen? :hae?:
Falls es dich beruhigt: Ich habe schon mehr als einen Schüler wegen Religion durchs Abitur fallen lassen ...
Bisher zum Glück auch ohne Elternbeschwerden ...
:auweia:
War der zu katholisch? ;)
Auch deswegen kann man durchfallen. Nicht, weil man es selbst so glaubt und praktiziert, sondern weil man unfähig ist, den Unterrichtsstoff zu verstehen und zu merken, dass er keine Gefährdung des eigenen Glaubens, sondern eine Anregung zur Reflexion sein soll.
Bitte nicht Katholischsein mit Dummheit verwechseln.

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Juergen
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Re: "Den Weg der Erneuerung weitergehen" 2.0

Beitrag von Juergen » Sonntag 15. Dezember 2019, 12:55

Es geht weiter…
Heute erwähnte der Zelebrant in der Predigt, daß in Paderborn ein Papier zum Thema Neuevangelisierung in Arbeit sei. Derzeit existiere nur der erste Vorentwurf, doch der habe schon rund 40 Seiten.

Man darf gespannt sein.
Gruß Jürgen

Dieser Beitrag kann unter Umständen Spuren von Satire, Ironie und ähnlich schwer Verdaulichem enthalten. Er ist nicht für jedermann geeignet, insbesondere nicht für Humorallergiker. Das Lesen erfolgt auf eigene Gefahr.

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Juergen
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Re: "Den Weg der Erneuerung weitergehen" 2.0

Beitrag von Juergen » Sonntag 15. Dezember 2019, 16:39

Wenn ich manche Stellenausschreibung lese, bekomme ich das Grausen:
https://www.perspektivekirche.de/Jobboe ... .93.p.5753
Das Erzbistum Paderborn sucht für die Hauptabteilung Pastorale Dienste im Erzbischöflichen Generalvikariat zum nächstmöglichen Zeitpunkt einen
Theologen (m/w/d)
für das Fachgebiet "Innovative Zugänge zu Liturgie und Spiritualität"
mit einem Beschäftigungsumfang von 19,5 Wochenstunden.
Hinweis: Eine Kombination dieser Stelle zusammen mit der Stelle im Fachgebiet "Dialogische Pastoral in Kirche und Gesellschaft" ist in Vollzeit möglich.

Ihre Aufgaben:
- Sichten und Bereitstellen von wissenschaftlichen, pastoraltheologischen, liturgiewissenschaftlichen Entwicklungen im deutschsprachigen Raum und darüber hinaus
- Erarbeiten von Grundlagen zu Fragen aktueller liturgischer Entwicklungen im Erzbistum Paderborn
- Inhaltliches Gestalten, Weiterentwickeln, Erproben und Evaluieren von digitalen Formaten für spirituelle Impulse
- Mitentwickeln experimenteller Formate für neue Liturgien und Gottesdienstformen
https://www.perspektivekirche.de/Jobboe ... .93.p.5759
Das Erzbistum Paderborn sucht für die Hauptabteilung Pastorale Dienste im Erzbischöflichen Generalvikariat zum nächstmöglichen Zeitpunkt einen
Theologen (m/w/d)
für das Fachgebiet "Dialogische Pastoral in Kirche und Gesellschaft"
mit einem Beschäftigungsumfang von 19,5 Wochenstunden.
Hinweis: Eine Kombination dieser Stelle zusammen mit der Stelle im Fachgebiet "Innovative Zugänge zu Liturgie und Spiritualität" ist in Vollzeit möglich.

Ihre Aufgaben:
- Sichten und Bereitstellen von wissenschaftlichen, pastoraltheologischen Entwicklungen und relevanten Veröffentlichungen u.a. zur Evangelisierung sowie gesellschaftlicher Entwicklungen im deutschsprachigen Raum und darüber hinaus
- Weiterentwickeln, Vernetzen und Evaluieren nachfrage- und erwartungsorientierter Leistungsangebote und Projekte mit verschiedenen Kooperationspartnern und Trägerorganisationen
- Konzeptionelles und strategisches Mitarbeiten bei der Umsetzung des Klimaschutzkonzeptes des Erzbistums Paderborn bezogen auf Themen im Bereich der Schöpfungstheologie
- Steuern der Zertifizierungsprozesse zur „Fairen Gemeinde“ bzw. „Fairen Einrichtung“ im Erzbistum Paderborn


Es ist zudem interessant zu sehen, welche Ansprüche an Mitarbeiter heutzutage gestellt werden. Waren vor der Renovierung z.B. teilweise Studenten an der Pforte des Liborianums, so wünscht man sich nun Leute mit abgeschlossener Ausbildung als Hotelfachfrau/-mann. Diese Anforderung betrifft sogar den Nachtpförtner.
:roll:
Gruß Jürgen

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Re: "Den Weg der Erneuerung weitergehen" 2.0

Beitrag von Siard » Sonntag 15. Dezember 2019, 18:49

Juergen hat geschrieben:
Sonntag 15. Dezember 2019, 16:39
Theologen (m/w/d)

Es ist zudem interessant zu sehen, welche Ansprüche an Mitarbeiter heutzutage gestellt werden. Waren vor der Renovierung z.B. teilweise Studenten an der Pforte des Liborianums, so wünscht man sich nun Leute mit abgeschlossener Ausbildung als Hotelfachfrau/-mann. Diese Anforderung betrifft sogar den Nachtpförtner.
:roll:
Werden – bei gleicher Qualifikation – eigentlich Diverse aus Gründen der Gleichberechtigung bevorzugt?
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Juergen
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Re: "Den Weg der Erneuerung weitergehen" 2.0

Beitrag von Juergen » Sonntag 15. Dezember 2019, 19:03

Siard hat geschrieben:
Sonntag 15. Dezember 2019, 18:49
Werden – bei gleicher Qualifikation – eigentlich Diverse aus Gründen der Gleichberechtigung bevorzugt?
Nein, dafür muß der Bewerber in der Regel Schwerbehindert sein; z.B. Blind oder so.
Gruß Jürgen

Dieser Beitrag kann unter Umständen Spuren von Satire, Ironie und ähnlich schwer Verdaulichem enthalten. Er ist nicht für jedermann geeignet, insbesondere nicht für Humorallergiker. Das Lesen erfolgt auf eigene Gefahr.

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Re: "Den Weg der Erneuerung weitergehen" 2.0

Beitrag von Siard » Sonntag 15. Dezember 2019, 22:52

Juergen hat geschrieben:
Sonntag 15. Dezember 2019, 19:03
Siard hat geschrieben:
Sonntag 15. Dezember 2019, 18:49
Werden – bei gleicher Qualifikation – eigentlich Diverse aus Gründen der Gleichberechtigung bevorzugt?
Nein, dafür muß der Bewerber in der Regel Schwerbehindert sein; z.B. Blind oder so.
Wie reaktionär! :blinker:
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CIC_Fan
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Re: "Den Weg der Erneuerung weitergehen" 2.0

Beitrag von CIC_Fan » Montag 16. Dezember 2019, 09:01

Juergen hat geschrieben:
Sonntag 15. Dezember 2019, 16:39
Wenn ich manche Stellenausschreibung lese, bekomme ich das Grausen:
https://www.perspektivekirche.de/Jobboe ... .93.p.5753
Das Erzbistum Paderborn sucht für die Hauptabteilung Pastorale Dienste im Erzbischöflichen Generalvikariat zum nächstmöglichen Zeitpunkt einen
Theologen (m/w/d)
für das Fachgebiet "Innovative Zugänge zu Liturgie und Spiritualität"
mit einem Beschäftigungsumfang von 19,5 Wochenstunden.
Hinweis: Eine Kombination dieser Stelle zusammen mit der Stelle im Fachgebiet "Dialogische Pastoral in Kirche und Gesellschaft" ist in Vollzeit möglich.

Ihre Aufgaben:
- Sichten und Bereitstellen von wissenschaftlichen, pastoraltheologischen, liturgiewissenschaftlichen Entwicklungen im deutschsprachigen Raum und darüber hinaus
- Erarbeiten von Grundlagen zu Fragen aktueller liturgischer Entwicklungen im Erzbistum Paderborn
- Inhaltliches Gestalten, Weiterentwickeln, Erproben und Evaluieren von digitalen Formaten für spirituelle Impulse
- Mitentwickeln experimenteller Formate für neue Liturgien und Gottesdienstformen
https://www.perspektivekirche.de/Jobboe ... .93.p.5759
Das Erzbistum Paderborn sucht für die Hauptabteilung Pastorale Dienste im Erzbischöflichen Generalvikariat zum nächstmöglichen Zeitpunkt einen
Theologen (m/w/d)
für das Fachgebiet "Dialogische Pastoral in Kirche und Gesellschaft"
mit einem Beschäftigungsumfang von 19,5 Wochenstunden.
Hinweis: Eine Kombination dieser Stelle zusammen mit der Stelle im Fachgebiet "Innovative Zugänge zu Liturgie und Spiritualität" ist in Vollzeit möglich.

Ihre Aufgaben:
- Sichten und Bereitstellen von wissenschaftlichen, pastoraltheologischen Entwicklungen und relevanten Veröffentlichungen u.a. zur Evangelisierung sowie gesellschaftlicher Entwicklungen im deutschsprachigen Raum und darüber hinaus
- Weiterentwickeln, Vernetzen und Evaluieren nachfrage- und erwartungsorientierter Leistungsangebote und Projekte mit verschiedenen Kooperationspartnern und Trägerorganisationen
- Konzeptionelles und strategisches Mitarbeiten bei der Umsetzung des Klimaschutzkonzeptes des Erzbistums Paderborn bezogen auf Themen im Bereich der Schöpfungstheologie
- Steuern der Zertifizierungsprozesse zur „Fairen Gemeinde“ bzw. „Fairen Einrichtung“ im Erzbistum Paderborn


Es ist zudem interessant zu sehen, welche Ansprüche an Mitarbeiter heutzutage gestellt werden. Waren vor der Renovierung z.B. teilweise Studenten an der Pforte des Liborianums, so wünscht man sich nun Leute mit abgeschlossener Ausbildung als Hotelfachfrau/-mann. Diese Anforderung betrifft sogar den Nachtpförtner.
:roll:
Arbeiten die so qualifizierten nur an der Pforte und was ist das für ein Haus

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Osthugo
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Re: "Den Weg der Erneuerung weitergehen" 2.0

Beitrag von Osthugo » Montag 16. Dezember 2019, 15:00

Ralf hat geschrieben:
Donnerstag 12. Dezember 2019, 15:45

Vordenker sind meisten Spinner.
Kurze Sätze sind manchmal jene mit dem meisten Inhalt! :breitgrins: :breitgrins: :daumen-rauf:
"Heiliger Engel, Schützer meiner Seele und meines Leibes, verlaß mich Sünder nicht! Weiche nicht von mir wegen meiner Sünden! Umfasse meine schwache Hand und führe mich den Weg des Heiles!"
(Makarios der Ägypter)

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