Theologie im Fernkurs

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Maja
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Re: Theologie im Fernkurs

Beitrag von Maja » Sonnabend 20. Oktober 2018, 21:22

lutherbeck hat geschrieben:
Sonnabend 28. Februar 2015, 12:17
Hat jemand in der Zwischenzeit neue Erfahrungen gemacht?
Hier https://www.katholisch.de/aktuelles/akt ... ssensdurst wird von neuen Erfahrungen berichtet.
"Jetzt schauen wir in einen Spiegel und sehen nur rätselhafte Umrisse, dann aber schauen wir von Angesicht zu Angesicht. Jetzt erkenne ich unvollkommen, dann aber werde ich durch und durch erkennen, so wie ich auch durch und durch erkannt worden bin." 1 Kor 12

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Petrus
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Re: Theologie im Fernkurs

Beitrag von Petrus » Sonnabend 20. Oktober 2018, 21:44

ich halte das für seriös.

Den Grundkurs habe ich abgeschlossen, und auch die Prüfung gemacht. Am Aufbaukurs habe ich auch noch teilgenommen. Beides auf eigene Kosten (ich konnte das aber von der Steuer absetzen, "Fortbildung in einem nicht ausgeübten Beruf").


:ja:
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Juergen
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Re: Theologie im Fernkurs

Beitrag von Juergen » Sonntag 21. Oktober 2018, 14:14

Wie man an „Petrus“ sieht, bringt so ein Kurs rein gar nichts. :tuete:
Gruß
Jürgen

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Raphael
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Re: Theologie im Fernkurs

Beitrag von Raphael » Sonntag 21. Oktober 2018, 15:46

Juergen hat geschrieben:
Sonntag 21. Oktober 2018, 14:14
Wie man an „Petrus“ sieht, bringt so ein Kurs rein gar nichts. :tuete:
Ein wahres Wort, gelassen niedergeschrieben! :daumen-rauf:
Die Welt kann man nur verstehen, wenn man vor dem Kreuz von Golgatha kniet!

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Petrus
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Re: Theologie im Fernkurs

Beitrag von Petrus » Sonntag 21. Oktober 2018, 22:12

Juergen hat geschrieben:
Sonntag 21. Oktober 2018, 14:14
Wie man an „Petrus“ sieht, bringt so ein Kurs rein gar nichts. :tuete:
danke Dir, Juergen,
für Dein feed-back.

könntest Du - falls es Dir nicht zu viel Zeit und Mühe macht - gelegentlich Deine These noch ein bißchen erläutern?

Dafür Dir im Voraus herzlichen Dank.

Petrus :)
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Petrus
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Re: Theologie im Fernkurs

Beitrag von Petrus » Montag 22. Oktober 2018, 10:09

Juergen hat geschrieben:
Sonntag 21. Oktober 2018, 14:14
Wie man an „Petrus“ sieht, bringt so ein Kurs rein gar nichts. :tuete:
dazu möchte ich dann doch noch etwas schreiben. (ich vermute, dieser Beitrag wird etwas länger werden, aber hoffentlich nicht länglich. Und: Mein Beitrag hat etwas mit dem Thema zu tun. Und auch mit mir.)

@Juergen: Nicht alles, was so zu sein scheint, wie es zu sein scheint, ist so, wie es ist :)

Also.

ich muß ein bißchen ausholen.

ich hatte ja mal Theologie studiert. Auf Priesteramt (das hat man damals so gesagt). Keine Prüfungen gemacht, manchmal gern im Englischen Garten, war gar nicht weit weg, einfach mir die Sonne auf den Bauch scheinen lassen, Theologie "nach gusto" studiert. war 'ne schöne Zeit.

die nächsten Jahrzehnte übergehe ich, das würde dann doch zu lang, außerdem muß ich heute noch Hecke schneiden.

Nach vielen langen Jahren habe ich gemerkt: ich habe
eine Berufung. Zum Diakon. Und, wer eine Berufung hat, muß dann "hier" sagen. Bei den zuständigen Autoritäten. Das habe ich gemacht. Und die zuständigen Autoritäten haben mir dann gesagt, dass, weil ich ja mein Theologiestudium abgebrochen hatte, noch mal von vorne anfangen muß. Aber zunächst, bis die zuständigen Autoritäten mich aufnehmen, auf mein eigenes Risiko (=selbst zahlen). Also, Fernkurs bestellt, mich informiert, über den Begleitkurs zum Fernkurs, wo das ist (da habe ich übrigens sehr interessante Menschen kennengelernt und interessante Erlebnisse gehabt, und auch noch Klerus-Witze erfahren, die ich noch nicht kannte, und das will bei mir was heißen).

Also. Ich reingekommen, mich vorgestellt, "ich bin Peter X." Leiter zum mir: "Mensch - Peter!" ich: "Aber wer sind Sie denn bitte?" Leiter: "Ja kennst Du mich denn nimmer? ich bin doch der X,Y!" Wir kannten uns vom Studium, und sind uns nach Jahrzehnten wieder begegnet.

Die Diskussionen waren interessant, ich habe auch zwei Mitstudierende vor der mündlichen Prüfung gebrieft im Cafe Glockenspeiel, dass man, wenn die Frage kommt, was unsere Sakramente seien, bitte nicht antworten sollte, "Magie". Prüfung war in Dreiergruppen, die beiden haben sich mich als Prüfungspartner rausgesucht.

Vor der mündlichen Prüfung (ich hatte keine Angst davor) dann noch auf dem Gang meinen Traupriester, den Ehrenfried, zufällig getroffen.

so.

in der Zwischenzeit war bei den örtlichen Behörden, die mein schriftliches Gesuch erhalten hatten - Funkstille. Nun hatte ich dann doch mal nach einem halben Jahr angerufen, was damit sei. Am Telefon die Sekretärin, die sich bei mir entschuldigte, über die Funkstille. Dann begab es sich, dass ich wieder mal an einem Freitag, dem 31. Oktober, als Werktagsministrant, es war ein schöner, sonniger Morgen, Dienst hatte in der Winthirkirche. Danach hab ich meine Frau angerufen, das ich gleich heimkomme. Meine Frau: "Du, es ist Post da, von der Diözese, für Dich!" ich: "mach auf!" Sie: "abgelehnt." Ich bin dann gut nach Hause gekommen, und - naja, Männer weinen eigentlich nicht. eigentlich.

Zwei Sachen sind mir wichtig:

1) Später dann habe ich gemerkt, dass es nicht gut gewesen wäre, wenn ich zum Diakon gewiehen worden wäre. Die Diakone (das habe ich erlebt) werden normalerweise in der Kirche als Reservekapläne "verheizt".

2) Wenn Du berufen bist (ich weiß, ein großes Wort), endet Deine Berufung nicht, wenn die Örtlichen Autoritäten Deine Meldung abgelehnt haben. Meine Berufung bleibt.

3) Mit dieser Sache bin ich versöhnt. Hat gedauert, aber ich bin damit versöhnt.

Peter.
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