Zölibat und Co.

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Siard
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Re: Zölibat und Co.

Beitrag von Siard » Donnerstag 23. August 2018, 13:47

CIC_Fan hat geschrieben:
Donnerstag 23. August 2018, 13:44
naja wenn sich in unseren Breiten mehr als 50% der ständigen Diakone weihen lassen würden wäre es zumindest erwas einfacher
Davor graut mir.
Sie sägten die Äste ab, auf denen sie saßen
Und schrieen sich zu ihre Erfahrungen,
Wie man schneller sägen könnte, und fuhren
Mit Krachen in die Tiefe, und die ihnen zusahen,
Schüttelten die Köpfe beim Sägen und
Sägten weiter.

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Re: Zölibat und Co.

Beitrag von CIC_Fan » Donnerstag 23. August 2018, 13:51

also besser keinen Priester als solche?

Siard
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Re: Zölibat und Co.

Beitrag von Siard » Donnerstag 23. August 2018, 14:00

CIC_Fan hat geschrieben:
Donnerstag 23. August 2018, 13:51
also besser keinen Priester als solche?
Möglicherweise.
Sie sägten die Äste ab, auf denen sie saßen
Und schrieen sich zu ihre Erfahrungen,
Wie man schneller sägen könnte, und fuhren
Mit Krachen in die Tiefe, und die ihnen zusahen,
Schüttelten die Köpfe beim Sägen und
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Re: Zölibat und Co.

Beitrag von CIC_Fan » Donnerstag 23. August 2018, 14:04

mit welcher Begründung?

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Iuxta crucem
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Re: Zölibat und Co.

Beitrag von Iuxta crucem » Freitag 14. September 2018, 09:23

CIC_Fan hat geschrieben:
Donnerstag 23. August 2018, 14:04
mit welcher Begründung?
Möglicherweise stört Siard sich an der „ nicht Fisch nicht Fleisch“-Lösung, durch den ständigen Diakonat , ohne Zölibat wird das Amt unter Umständen entwertet. Man ist Kleriker ohne Zölibat, dazu vielleicht auch noch halbtags, der sich nicht getraut hat, den entscheidenden Schritt zu gehen. Man ist weder richtiger Laie noch richtiger Kleriker, man steht mit einen Fuß im Geistlichen mit dem andern im Weltlichen. Nur der Priester wird noch als geweihter wahrgenommen. So habe ich es bei unseren Zivildiakonen beobachtet.

Ich hoffe ich lehne mich damit nicht zuweist aus dem Fenster, Siard.

Aber ich zumindest störe mich daran, wenn ich trotzdem sagen muss, besser wir haben ständige Diakone, als gar keine. Ich würde mir wünschen , dass man den Diakonat neu entdeckt wird, denn alle Priesteramtskandidaten werden heute so schnell weitergeweiht, dass der Diakon nur ein kurzer Zwischenstopp ist.

Beim Schreiben dieses Posts merke ich , dass mich vor allem der Diakon mit Zivilberuf stört, quasi als Hobbykleriker.

Aber wie auch immer, wenn es auch nicht, in meinen Augen , die Ideallösung ist, sorgt der ständige Diakon dafür, dass es überhaupt Diakone gibt, ist also positiv zu werten. Es ist kein einfacher Beruf.
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Re: Zölibat und Co.

Beitrag von HeGe » Freitag 14. September 2018, 15:02

Iuxta crucem hat geschrieben:
Freitag 14. September 2018, 09:23
Möglicherweise stört Siard sich an der „ nicht Fisch nicht Fleisch“-Lösung, durch den ständigen Diakonat , ohne Zölibat wird das Amt unter Umständen entwertet. Man ist Kleriker ohne Zölibat, dazu vielleicht auch noch halbtags, der sich nicht getraut hat, den entscheidenden Schritt zu gehen. Man ist weder richtiger Laie noch richtiger Kleriker, man steht mit einen Fuß im Geistlichen mit dem andern im Weltlichen. Nur der Priester wird noch als geweihter wahrgenommen. So habe ich es bei unseren Zivildiakonen beobachtet.

Ich hoffe ich lehne mich damit nicht zuweist aus dem Fenster, Siard.

Aber ich zumindest störe mich daran, wenn ich trotzdem sagen muss, besser wir haben ständige Diakone, als gar keine. Ich würde mir wünschen , dass man den Diakonat neu entdeckt wird, denn alle Priesteramtskandidaten werden heute so schnell weitergeweiht, dass der Diakon nur ein kurzer Zwischenstopp ist.

Beim Schreiben dieses Posts merke ich , dass mich vor allem der Diakon mit Zivilberuf stört, quasi als Hobbykleriker.

Aber wie auch immer, wenn es auch nicht, in meinen Augen , die Ideallösung ist, sorgt der ständige Diakon dafür, dass es überhaupt Diakone gibt, ist also positiv zu werten. Es ist kein einfacher Beruf.
Mit deiner Kritik denkst du zu sehr deutsch. Aufgrund der guten Alimentierung dank Kirchensteuer können sich Pfarrer bei uns auf die Seelsorge beschränken. In anderen Ländern müssen auch viele Priester durchaus noch nebenbei Geld verdienen, um leben zu können. Das wäre für mich also kein zwingender Grund zur Kritik.

(Da mir hier Frankreich als konkretes Beispiel einfiel, hatte ich bei Google mal die Wörter "Frankreich" und "Priester" eingegeben. Schon toll, welche Suchvorschläge man da bekommt. :irritiert: )
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Re: Zölibat und Co.

Beitrag von Iuxta crucem » Sonntag 16. September 2018, 16:10

Stimmt da habe ich zu national beschränkt gedacht. :patsch:
Die schlimme Situation der französischen Priester ist mir leider auch bekannt :heul:
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Re: Zölibat und Co.

Beitrag von Raphaela » Donnerstag 27. September 2018, 19:38

Iuxta crucem hat geschrieben:
Freitag 14. September 2018, 09:23
CIC_Fan hat geschrieben:
Donnerstag 23. August 2018, 14:04
mit welcher Begründung?
Beim Schreiben dieses Posts merke ich , dass mich vor allem der Diakon mit Zivilberuf stört, quasi als Hobbykleriker.
Ich gehe davon aus, dass du keinen einzigen ständigen Diakon mit Zivilberuf kennst? Ich schon. Und da gibt es einen Unterschied: Da sind zum einen diejenigen, die ein theologisches Studium haben, die auch oft während der Messe im Altarraum als Diakon anwesend sind.
Dann gibt es diejenigen, die einen handwerklichen Beruf haben, die eben nicht immer im Altarraum zu sehen sind, die bewusst sagen, dass sie Gläubige wie andere sind und eben das nicht zu sehr "verklerikern" wollen.
Wie es alle mit weiteren Zivilberufen sehen? Wohl irgendwo dazwischen. Aber ich spreche aus Erfahung, weil ich sowohl Theologen, als auch Handwerker kenne, die ständiger Diakon sind. Und die haben mir auch ihre Sicht erklärt.
Ich bin gerne katholisch, mit Leib und Seele!

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Re: Zölibat und Co.

Beitrag von Siard » Donnerstag 27. September 2018, 20:56

Raphaela hat geschrieben:
Donnerstag 27. September 2018, 19:38
…, die bewusst sagen, dass sie Gläubige wie andere sind ….
Das sind sie aber nicht.
Wenn sie keine Kleriker sein wollen, dann dürfen sie sich nicht weihen lassen.
Und wenn sie mit "verklerikern" etwas anderes meinen, dann gibt es viele "normale Gläubige", die schlimmere "Klerikalisten" sind, als die meisten Kleriker.
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Re: Zölibat und Co.

Beitrag von Juergen » Sonntag 30. September 2018, 13:22

Im Zuge der Diskussionen um die sog. Studie zum sex Mißbrauch an Minderjährigen durch Kle­ri­ker in der katholischen Kirche wird auch die Diskussion zum Zölibat wieder angefeuert.

Es fallen dann bekannt Sätze, wie die, daß es keine Denkverbote geben dürfe; daß man in alle Rich­tun­gen Überlegungen anstellen müsse; daß man hören müssen, was die Gläubigen denken u.v.m.

Die Bischöfe sollten sich darüber im Klaren sein, daß die Abschaffung des Zölibatversprechens ei­nen gan­zen Rattenschwanz an Konsequenzen nach sich zieht, über die es schon im Vorfeld nachzudenken gilt.

Im Folgenden mal ein paar Dinge, die mir spontan einfallen:
  • Soll/kann dann die Weihe weiterhin ein Ehehindernis sein?
  • Die Versetzungspraxis muß überdacht werden: Insbesondere dann, wenn Kinder in der Ehe vorhanden sind oder auch dann, wenn die Ehefrau berufstätig ist.
  • Wie sorgt die Kirche für Priester-Witwen? Das gesamte kirchliche System der Al­ters­vor­sor­ge muß auf den Prüfstand.
  • Wie geht die Kirche mit zerrütteten und (zivil) geschiedenen Priestern und ihren Ex-Ehe­frau­en um?
  • Wie geht die Kirche mit (zivil) erneut verheirateten Priestern um?
  • Gilt die staatliche „Ehe für alle“ dann auch in der Kirche? Kann man sich dann auch eine Ehe bestehend aus zwei Priestern vorstellen? (Alter Witz: Sollen Priester hei­ra­ten dür­fen? – Ja, wenn sie sich lieben.)
:hmm:
Gruß
Jürgen

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Re: Zölibat und Co.

Beitrag von CIC_Fan » Sonntag 30. September 2018, 13:37

Die Kirche in Deutschland wird sicher was die weltlichen Probleme betrifft gerne von der Apostolischen Exarchie der Ukrainer in München geholfen oder noch besser vom Wiener Erzbischof der verheiratete ukrainische Priester als Kapläne in Pfarren des lat Ritus einsetzt und somit ja diese Probleme lösen muß
warum eigentlich diese unbedingte Festhalten an der Kirchenrechts Bestimmung des Pflicht zölibat gewisser Kreise

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Edi
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Re: Zölibat und Co.

Beitrag von Edi » Sonntag 30. September 2018, 13:45

Man hat ja sonst keine Probleme......
Es lebt der Mensch im alten Wahn.
Wenn tausend Gründe auch dagegen sprechen,
der Irrtum findet immer freie Bahn,
die Wahrheit aber muss die Bahn sich brechen.

Die meisten Leute werden immer schmutziger je älter sie werden, weil sie sich nie waschen.

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Re: Zölibat und Co.

Beitrag von marcus-cgn » Sonnabend 6. Oktober 2018, 00:13

Juergen hat geschrieben:
Sonntag 30. September 2018, 13:22
Im Zuge der Diskussionen um die sog. Studie zum sex Mißbrauch an Minderjährigen durch Kle­ri­ker in der katholischen Kirche wird auch die Diskussion zum Zölibat wieder angefeuert.


Es ist doch kein Geheimnis, dass es der Teufel immer auf die kostbarsten Edelsteine abgesehen hat, und ein solcher ist in der Krone der katholischen Kirche zweifelsohne die Verpflichtung ihrer Priester zum Zölibat. Kein Wunder dass die Päpste quer durch die Jahrhunderte keine Gelegenheit ausgelassen haben ihn einzuschärfen und den Berufenen ans Herz zu legen.

Es sind doch immer die üblichen Handlanger aus dem deutschen Verbandskatholizismus die bar jeder historischen Kenntnis versuchen eine tragende Säule unseres Priestertums einzureißen.
Auf wen setzen solche Leute ihre Hoffnung? Auf den Papst? Wie Franziskus zum Zölibat steht bleibt schleierhaft, doch dürften von diesem erschlafften Pontifikat kaum noch revolutionäre Impulse ausgehen. Vorerst gilt:

Haltet die Luft an, ihr Verbandskatholiken, die Zölibatspflicht überlebt uns alle!

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Re: Zölibat und Co.

Beitrag von Vir Probatus » Sonnabend 6. Oktober 2018, 00:55

marcus-cgn hat geschrieben:
Sonnabend 6. Oktober 2018, 00:13
Juergen hat geschrieben:
Sonntag 30. September 2018, 13:22
Im Zuge der Diskussionen um die sog. Studie zum sex Mißbrauch an Minderjährigen durch Kle­ri­ker in der katholischen Kirche wird auch die Diskussion zum Zölibat wieder angefeuert.


Es ist doch kein Geheimnis, dass es der Teufel immer auf die kostbarsten Edelsteine abgesehen hat, und ein solcher ist in der Krone der katholischen Kirche zweifelsohne die Verpflichtung ihrer Priester zum Zölibat. Kein Wunder dass die Päpste quer durch die Jahrhunderte keine Gelegenheit ausgelassen haben ihn einzuschärfen und den Berufenen ans Herz zu legen.

Es sind doch immer die üblichen Handlanger aus dem deutschen Verbandskatholizismus die bar jeder historischen Kenntnis versuchen eine tragende Säule unseres Priestertums einzureißen.
Auf wen setzen solche Leute ihre Hoffnung? Auf den Papst? Wie Franziskus zum Zölibat steht bleibt schleierhaft, doch dürften von diesem erschlafften Pontifikat kaum noch revolutionäre Impulse ausgehen. Vorerst gilt:

Haltet die Luft an, ihr Verbandskatholiken, die Zölibatspflicht überlebt uns alle!

Zuerst einmal muss der Klerikalismus aufhören. Solange das nicht ist, glauben die Herren doch, daß die Gesetze für sie nicht gelten. Und damit ist dann schon die erste Hemmschwelle zum Missbrauch abgebaut. So sagt es die Studie.
"Die Frau ist für die Kirche unabdingbar und wichtiger als manche Bischöfe." (Papst Franziskus)

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Re: Zölibat und Co.

Beitrag von Lupus » Sonnabend 6. Oktober 2018, 01:53

Wenn es denn jemanden in diesem "katholischen Forum" geben sollte, der mir ohne Wenn und Aber, vor allem ohne jede Einseitigkeit erklären kann, was ich unter Klerikalismus zu verstehen habe, dann wäre ich ihm sehr dankbar.
Ich habe den Eindruck,dass der Begriff als Waffe gebraucht wird um jedes richtige, ernsthafte Gespräch abzuwürgen!
Da schreibt Jemand, Klerikalismus müsse aufgegeben werden, und dann erwartet er, dass alle den Kopf senken, in sich gehen und ab sofort etwas unterlassen oder abschaffen, das ihnen gar nicht bewußt ist.
Klerikalismus: ein Totschlagwort! meiner Meinung nach!
Ebenso wie, nach der gestern bekannt gewordenen Bertelsmann-Studie, der Begriff "Populismus" als Totschlagargument in unseren Tagen und Streitgesprächen erhoben wird: Wer nicht bei seinen Einlassungen der "öffentlich kursierenden Meinung (Vor allem der z.Z. Regierenden) entspricht ist dann ein Populist!
Dann war schon "Jesus Christus ein Populist, Mertin Luther ebensdo. Karl Marx selbstverständlich. Der Prophet Jeremias, Ferdinand Lasalle, Bertza Buttner. Sie alle waren Populisten.usw.
Gebe Gott, dass es endlich wieder einmal möglich wird, auch hier im "Kreuzgang" ohne KLassierungen der Beteiligten, ohne argumentativ leeres Gesc wätz mit einander oder auf einander zugehend und zuhörend
ein offenes Gespräch zu führen. Das, so denke ich jedenfalls wäre auch der Sinn, der Zweck unseres "Kreuzgangs"!
+Lupus
Christus mein Leben, Maria meine Hoffnung, Don Bosco mein Ideal!

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Re: Zölibat und Co.

Beitrag von Lupus » Sonnabend 6. Oktober 2018, 07:50

Lupus hat geschrieben:
Sonnabend 6. Oktober 2018, 01:53
Wenn es denn jemanden in diesem "katholischen Forum" geben sollte, der mir ohne Wenn und Aber, vor allem ohne jede Einseitigkeit erklären kann, was ich unter Klerikalismus zu verstehen habe, dann wäre ich ihm sehr dankbar.
Ich habe den Eindruck,dass der Begriff als Waffe gebraucht wird um jedes richtige, ernsthafte Gespräch abzuwürgen!
Da schreibt Jemand, Klerikalismus müsse aufgegeben werden, und dann erwartet er, dass alle den Kopf senken, in sich gehen und ab sofort etwas unterlassen oder abschaffen, das ihnen gar nicht bewußt ist.
Klerikalismus: ein Totschlagwort! meiner Meinung nach!
Ebenso wie, nach der gestern bekannt gewordenen Bertelsmann-Studie, der Begriff "Populismus" als Totschlagargument in unseren Tagen und Streitgesprächen erhoben wird: Wer nicht bei seinen Einlassungen der "öffentlich kursierenden Meinung (Vor allem der z.Z. Regierenden) entspricht ist dann ein Populist!
Dann war schon "Jesus Christus ein Populist, Martin Luther ebenso. Karl Marx selbstverständlich. Der Prophet Jeremias, Ferdinand Lasalle, Berta Suttner. Sie alle waren Populisten.usw.
Gebe Gott, dass es endlich wieder einmal möglich wird, auch hier im "Kreuzgang" ohne KLassierungen der Beteiligten, ohne argumentativ leeres Geschwätz mit einander oder auf einander zugehend und zuhörend
ein offenes Gespräch zu führen. Das, so denke ich jedenfalls wäre auch der Sinn, der Zweck unseres "Kreuzgangs"!
+Lupus
...wie man an der Uhrzeit erkennen kann, habe ich diesen "Ärger" nachts geschrieben, da er mich einfach nicht einschlafen ließ. ´L.
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Re: Zölibat und Co.

Beitrag von Petrus » Sonnabend 6. Oktober 2018, 08:36

hallo Lupus,

Von mir aus hättest diesen Beitrag auch tagsüber schreiben können - will heißen, ich kann nichts Überzogenes, nichts Beleidigendes, nichts Herabsetzendes usw., in Deinem Beitrag entdecken. Du hast einfach Deine Meinung geschrieben. Und: Ärger muß man schon mal loswerden. Auch dazu ist ein Forum da, daß man sich mal was "von der Seele" schreiben kann. Ich weiß das. Von mir.

Zum Thema "Klerikalismus": Ja, es gibt ihn. Ich muß aber erst mal darüber nachdenken, bevor ich etwas dazu formulieren und schreiben kann. Dass man diesen Begriff als "Schlagwort" (ja, mit Worten kann man erschlagen) mißbraucht, ist eine andere Sache. Am Beispiel "Populismus" hast Du das ja aufgezeigt, in Deinem Beitrag.

Alle Begriffe, die auf -"ismus" enden, sind mir ein bißchen suspekt. Klerikalismus, Populismus, Marxismus, Katholizismus, Protestantismus …

naja, wenigstens gibt es das Wort "Lutherismus" nicht.

Dir und Allen wünscht einen schönen Tag
der Peter.
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Re: Zölibat und Co.

Beitrag von martin v. tours » Sonnabend 6. Oktober 2018, 09:26

Hallo Lupus
Ich kann deinen Frust schon nachvollziehen.
Und wenn manchmal über "Klerikalismus" geschimpft wird - wo bitte gibts den noch ausser in der Phantasie?

Weil es gerade passt, nachfolgend ein guter Vortrag:
https://www.youtube.com/watch?v=XFwN_VoX-4s
Bei Minute 19.05 gehts auch um diesen ominösen Klerikalismus.Hoffentlich ein bisschen Balsam auf deine Seele.

p.s.
der ganz Vortrag ist gut so wie auch viele Vorträge dieses Priesters!
Nach dem sie nicht erreicht hat, daß die Menschen praktizieren, was sie lehrt, hat die gegenwärtige Kirche beschlossen, zu lehren, was sie praktizieren.
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Re: Zölibat und Co.

Beitrag von Raphael » Sonnabend 6. Oktober 2018, 09:43

martin v. tours hat geschrieben:
Sonnabend 6. Oktober 2018, 09:26
Hallo Lupus
Ich kann deinen Frust schon nachvollziehen.
Und wenn manchmal über "Klerikalismus" geschimpft wird - wo bitte gibts den noch ausser in der Phantasie?

Weil es gerade passt, nachfolgend ein guter Vortrag:
https://www.youtube.com/watch?v=XFwN_VoX-4s
Bei Minute 19.05 gehts auch um diesen ominösen Klerikalismus.Hoffentlich ein bisschen Balsam auf deine Seele.

p.s.
der ganz Vortrag ist gut so wie auch viele Vorträge dieses Priesters!
Genial, da spricht einer genau das aus, was ist! :ja:

DAS hat was Katholisches. 8)
Die Welt kann man nur verstehen, wenn man vor dem Kreuz von Golgatha kniet!

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Re: Zölibat und Co.

Beitrag von Juergen » Sonnabend 6. Oktober 2018, 10:32

Vir Probatus hat geschrieben:
Sonnabend 6. Oktober 2018, 00:55
Zuerst einmal muss der Klerikalismus aufhören. Solange das nicht ist, glauben die Herren doch, daß die Gesetze für sie nicht gelten. Und damit ist dann schon die erste Hemmschwelle zum Missbrauch abgebaut. So sagt es die Studie.

Thema verfehlt!
Hier geht es um den Zölibat und nicht den sex. Mißbrauch.


Lupus hat geschrieben:
Sonnabend 6. Oktober 2018, 07:50
...wie man an der Uhrzeit erkennen kann, habe ich diesen "Ärger" nachts geschrieben, da er mich einfach nicht einschlafen ließ. ´L.
Wohl dem, der auch nachts noch gute Gedanken formulieren kann.

Gruß
Jürgen

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Re: Zölibat und Co.

Beitrag von Juergen » Sonnabend 6. Oktober 2018, 11:12

Kardinal Marx fordert Debatte über Zölibat

Ja, ne is klar!
Wer verheiratet ist, mißbraucht keine Kinder. – Oder wie?
Gruß
Jürgen

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Re: Zölibat und Co.

Beitrag von Sascha B. » Sonnabend 6. Oktober 2018, 12:35

Juergen hat geschrieben:
Sonnabend 6. Oktober 2018, 11:12
Kardinal Marx fordert Debatte über Zölibat

Ja, ne is klar!
Wer verheiratet ist, mißbraucht keine Kinder. – Oder wie?
Der Kardinal behauptet ja nicht dass Verheiratete keine Sexualdelikte begehen würden. Dass aber eine unreife Sexualität, die tabuisierung der eigenen Sexualität und dann noch widernatürliche Vorgaben aus einem Menschen einen Täter machen können darf man durchaus vermuten. Mehr macht Marx nicht. Man sollte die Debatte also nicht gleich Verweigern sondern sich den Argumenten der Zölibatskritiker stellen und, wenn möglich, selbie Widerlegen. Sollten die Kritiker im Recht sein, muss mana uch vom geliebten Zölibat abschied nehmen.

Aber auf beiden Seiten gibt es eher wenige Leute die ergebnisoffen an die Sache rangehen wollen. Die einen sind aus Prinzip für die Abschaffung und die anderen für die Beibehaltung. Trauriger Zustand.
Um den Frieden von oben und das Heil unserer Seelen lasset zum Herrn uns beten.
Herr, erbarme dich.

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Re: Zölibat und Co.

Beitrag von SIMONBLN » Sonnabend 6. Oktober 2018, 12:57

Ich finde das alles schwierig.
Ich bin auch der Meinung das das Verleugnen und/oder das Unterdrücken der eigenen Sexualität ungesund ist.
Andererseits: Ich denke unsere Gesellschaft ist viel zu stark fixiert auf Sexualität. Ich denke schon, dass wenn ein Mensch gute Bindungen zum Beispiel zu Familie und Freunden hat, er durchaus auf das Ausleben von Sexualität verzichten kann. Das unterscheidet uns Menschen von den Tieren.
In jeder Ehe gibt es Konflikte die auszutragen sind. Ich denke ein zölibatär lebender Geistliche kann sich besser auf Gott und auf die Gemeinde konzentrieren, als jemand, der sich noch zusätzlich um eine Familie kümmern muss.
In der Altkatholischen Kirche oder bei den meisten evangelischen Kirchen darf man heiraten und es gibt deswegen dort trotzdem nicht mehr Gläubige oder Priester.
Den Zölibat halte ich nicht für den problematischsten Punkt.
Mir sind die Begründungen für den Zölibat beispielsweise Stichhaltiger als für die Nicht-Ordination von Frauen oder Homosexuellen. Nur weil Jesus ein Mann war? Nach der Vorstellung müssen alle Priester Juden sein, weil Jesus ein Jude war oder wie? xD. Und bei homosexuellen Priestern sehe ich keinen Unterschied zu heterosexuellen Priestern. Beide versprechen den Zölibat und wenn sich beide daran halten ist doch gut. Wo ist da ein Unterschied, da beide ihre Sexualität nicht ausleben. :achselzuck:
Soweit ich weiß existiert statistisch kein Zusammenhang von Homosexualität und sexuellen Übergriffen. Die meisten passieren eher im familiären Umfeld.
Also ich kann nicht ganz nachvollziehen warum so massiv der Zölibat in Frage gestellt wird :achselzuck:

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Petrus
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Re: Zölibat und Co.

Beitrag von Petrus » Sonnabend 6. Oktober 2018, 13:18

martin v. tours hat geschrieben:
Sonnabend 6. Oktober 2018, 09:26

Und wenn manchmal über "Klerikalismus" geschimpft wird - wo bitte gibts den noch ausser in der Phantasie?
in der Kirche.
non moriar sed vivam et narrabo opera Domini

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Re: Zölibat und Co.

Beitrag von CIC_Fan » Sonnabend 6. Oktober 2018, 13:23

Sascha B. hat geschrieben:
Sonnabend 6. Oktober 2018, 12:35
Juergen hat geschrieben:
Sonnabend 6. Oktober 2018, 11:12
Kardinal Marx fordert Debatte über Zölibat

Ja, ne is klar!
Wer verheiratet ist, mißbraucht keine Kinder. – Oder wie?
Der Kardinal behauptet ja nicht dass Verheiratete keine Sexualdelikte begehen würden. Dass aber eine unreife Sexualität, die tabuisierung der eigenen Sexualität und dann noch widernatürliche Vorgaben aus einem Menschen einen Täter machen können darf man durchaus vermuten. Mehr macht Marx nicht. Man sollte die Debatte also nicht gleich Verweigern sondern sich den Argumenten der Zölibatskritiker stellen und, wenn möglich, selbie Widerlegen. Sollten die Kritiker im Recht sein, muss mana uch vom geliebten Zölibat abschied nehmen.

Aber auf beiden Seiten gibt es eher wenige Leute die ergebnisoffen an die Sache rangehen wollen. Die einen sind aus Prinzip für die Abschaffung und die anderen für die Beibehaltung. Trauriger Zustand.
ich hätte es nicht so gut formulieren können danke

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Re: Zölibat und Co.

Beitrag von Juergen » Sonnabend 6. Oktober 2018, 21:25

Sascha B. hat geschrieben:
Sonnabend 6. Oktober 2018, 12:35
Juergen hat geschrieben:
Sonnabend 6. Oktober 2018, 11:12
Kardinal Marx fordert Debatte über Zölibat

Ja, ne is klar!
Wer verheiratet ist, mißbraucht keine Kinder. – Oder wie?
Der Kardinal behauptet ja nicht dass Verheiratete keine Sexualdelikte begehen würden. Dass aber eine unreife Sexualität, die tabuisierung der eigenen Sexualität und dann noch widernatürliche Vorgaben aus einem Menschen einen Täter machen können darf man durchaus vermuten. Mehr macht Marx nicht. Man sollte die Debatte also nicht gleich Verweigern sondern sich den Argumenten der Zölibatskritiker stellen und, wenn möglich, selbie Widerlegen. Sollten die Kritiker im Recht sein, muss mana uch vom geliebten Zölibat abschied nehmen.

Aber auf beiden Seiten gibt es eher wenige Leute die ergebnisoffen an die Sache rangehen wollen. Die einen sind aus Prinzip für die Abschaffung und die anderen für die Beibehaltung. Trauriger Zustand.
Jedes Jahr werden in Deutschland polizeilich mehr als 10.000 Mißbrauchsfälle aktenkundig. In 25% stammen die Täter aus dem engsten Familienkreis, in 50% aus dem sozialen Nahfeld (Fa­mi­lie-, Be­kann­ten­kreis). Dabei werden 80-90% der Taten durch Männer begangen, die aus al­len soz. Schichten stammen und die sich durch kein äußeres Merkmal nich nicht-miß­brau­chen­den Män­nern unterscheiden.
Mißbrauch hat nichts mit dem Familienstand oder der Lebensweise zu tun. – Perverse gibt es überall.

Die Mißbrauchsfälle sind kein Argument gegen den Zölibat!
Gruß
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Re: Zölibat und Co.

Beitrag von marcus-cgn » Sonntag 7. Oktober 2018, 00:24

Juergen hat geschrieben:
Sonnabend 6. Oktober 2018, 21:25

Die Mißbrauchsfälle sind kein Argument gegen den Zölibat![/font][/blocksatz]
Das waren sie auch nie.
Es scheint aber so, dass gewisse Kreise nicht davor zurückschrecken solche Delikte als Deckmantel zu benutzen, um gegen den Zölibat vorzugehen.
So etwas würde man in anderen Zusammenhängen zurecht als abgründig bezeichnen. Sie sehen den Zeitpunkt als günstig an: Mit einem wankelmütigen Pontifex an der Spitze. Doch sie werden sich täuschen.
Die Zölibatspflicht ist dank Johannes Paul fest verankert und in die Nähe göttlichen Rechts gerückt. Marx und Co führen Scheingefechte. Der Papst hat keine Kraft mehr dieses prekäre Thema anzupacken, und im Hintergrund steht immer noch wachend und betend Benedikt XVI.
Grund genug dem durchsichtigen Manöver von Herrn Marx mit Gelassenheit und Nachsicht zu begegnen.

CIC_Fan
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Re: Zölibat und Co.

Beitrag von CIC_Fan » Sonntag 7. Oktober 2018, 12:20


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Re: Zölibat und Co.

Beitrag von Juergen » Sonntag 7. Oktober 2018, 18:55

Die Weihe von verheirateten Priestern gibt es, wie Erzbischof Ludwig selbst sagt, ja schon lan­ge. Dabei handelt es sich dann um ehemalige protestantische Pfarrer, die nach nachdem sie zum Glauben konvertiert sind, die Priesterweihe erhalten.

Insofern ist das nichts Neues.

Es ist allerdings etwas anderes, einen Verheirateten zum Priester zu weihen, als einen Priester zu verheiraten.
Die Weihe ist (immer noch) ein Ehehindernis.
Oben hatte ich das schon genannt, daß bei Strei­chung der Zölibatspflicht über dieses Ehe­hin­der­nis nachgedacht werden muß. Was soll sonst die Diskussion bringen?
Wenn es, wie in der orthodoxen Kirche so sein soll, daß Verheiratete zu Priestern geweiht werden dürfen, aber – wie dort auch – Priester nicht heiraten dürfen, dann ist die ganze Dis­kus­sion sinnlos.
Übrigens dürfen natürlich verheiratete Priester in Ost und West, nachdem die Ehe­frau ge­stor­ben ist, auch nicht erneut heiraten.

Ich habe selbst Studienkollegen in meinem Semester erlebt, die der ukrai­nisch-ka­tho­li­schen Kirche angehörten. Sie waren während des Studium fortwährend auf „Brautschau“, da sie ja vor der Weihe noch eine Frau finden „mußten“. Da bliebt nicht viel Zeit für's Studium…
Gruß
Jürgen

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Re: Zölibat und Co.

Beitrag von Sascha B. » Sonntag 7. Oktober 2018, 19:35

Juergen hat geschrieben:
Sonntag 7. Oktober 2018, 18:55
Es ist allerdings etwas anderes, einen Verheirateten zum Priester zu weihen, als einen Priester zu verheiraten.
Die Weihe ist (immer noch) ein Ehehindernis.
Oben hatte ich das schon genannt, daß bei Strei­chung der Zölibatspflicht über dieses Ehe­hin­der­nis nachgedacht werden muß. Was soll sonst die Diskussion bringen?
Wenn es, wie in der orthodoxen Kirche so sein soll, daß Verheiratete zu Priestern geweiht werden dürfen, aber – wie dort auch – Priester nicht heiraten dürfen, dann ist die ganze Dis­kus­sion sinnlos.
Übrigens dürfen natürlich verheiratete Priester in Ost und West, nachdem die Ehe­frau ge­stor­ben ist, auch nicht erneut heiraten.
In der Theorie stimmt das. Priester mit noch recht jungen Kindern, deren Ehefrau starb, wird aber meist vom Bischof eine zweite Ehe erlaubt. Die Weihe schließt also keine Eheschließung aus.

Wie oft das in der Praxis vorkommt kann ich aber nicht sagen. Dürfte aber sehr selten sein.
Um den Frieden von oben und das Heil unserer Seelen lasset zum Herrn uns beten.
Herr, erbarme dich.

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Re: Zölibat und Co.

Beitrag von Juergen » Sonntag 7. Oktober 2018, 20:15

Sascha B. hat geschrieben:
Sonntag 7. Oktober 2018, 19:35
… Die Weihe schließt also keine Eheschließung aus.
Quelle für die Westkirche?
Gruß
Jürgen

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Re: Zölibat und Co.

Beitrag von CIC_Fan » Montag 8. Oktober 2018, 08:02

aber aber andere Studenten kriegen das ja auch hin :blinker:

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