Nein, da wir die Gottesmutter und die Heiligen
alleine wegen ihres Bezuges zu Gott selbst ehren, sie um Fürsprache an Seinem Thron bitten und uns ihr heiligmäßiges Leben zum Vorbild nehmen.
Heiligenverehrung ist nur dann recht, wenn sie der Anbetung Gottes nichts hinwegnimmt, sondern mit Hilfe der Heiligen zur Anbetung Gottes führt. Die Heiligen können uns den Weg dahin weisen.
"Gloria in excelsis Deo" - "Ehre Gott in den Höhen" ist außerdem als Huldigungsgesang direkt himmlischen Ursprungs, wie die Bibel uns überliefert, wie auch das Sanctus, so dass hier besonders deutlich wird, dass wir uns in der Heiligen Messe "mit allen Engeln und Heiligen, den Thronen und Mächten, und allen Scharen des himmlischen Heeres" zum Lobgesang der göttlichen Herrlichkeit vereinen. Es gibt viele alte Bilder, die diesen Zusammengang gut zeigen (auf uns wirken sie heute freilich recht kitschig):
Deshalb ist bereits die Messe hier auf Erden eine Vorwegnahme der himmlischen Liturgie, wie Kardinal Ratzinger in seinen Büchern sehr schön ausführte, und darf schon deshalb nicht Experimentierfeld für anthropozentrische Selbsterfahrungsséancen werden.