Wie glaubwürdig sind unsere Pastoren/Priester?

Rund um Anglikanertum, Protestantismus und Freikirchenwesen.

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Marcus
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Re: wie glaubwürdig sind unsere Pastoren/Priester?

Beitrag von Marcus » Dienstag 11. August 2009, 19:45

Raimund Josef H. hat geschrieben:
SpaceRat hat geschrieben:
Pit hat geschrieben:Der eigentlich zuständige katholische Kollege - liess sich nicht sehen, in den 4 Wochen!
Es war auch eine echte Freude, einen rk. Pfarrer für die Krankensalbung meiner Schwiegeroma zu kriegen. Urlaub, nicht erreichbar, kann nicht ...
Der, der dann kam, betrat das Zimmer mit den Worten "Heute sterben sie aber auch wie die Fliegen ..."

Mahlzeit.

Ich bin da echt froh, evangelisch zu sein, denn die üppigere Personaldecke sorgt dafür, daß wirklich immer jemand zu kriegen ist,.
Bei den Evangelischen gibts Krankensalbung?
Auch bei uns gibt es so etwas, auch wenn die meisten Protestanten das nicht wissen dürften, weil sie kaum praktiziert und auch herzlich wenig „Werbung“ dafür gemacht wird. Als der ev.-luth. Theologe und Pfarrer Löhe im 19. Jahrhundert die Krankensalbung wiederentdeckte und auch praktizierte, musste er sich damals vorwerfen lassen, ein „Kryptokatholik“ zu sein. Heute gibt es selbst in den Landeskirchen liturgische Ordnungen für die Krankensalbung. Auch die SELK kennt sie.
Jesus spricht: „Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater denn durch mich.“ (Joh. 14,6)

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anneke6
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Re: Wie glaubwürdig sind unsere Pastoren/Priester?

Beitrag von anneke6 » Dienstag 11. August 2009, 19:50

Wäre ja auch schwer abzuschaffen, da sie ihm Jakobus(?)brief erwähnt wird.
???

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incarnata
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Re: Wie glaubwürdig sind unsere Pastoren/Priester?

Beitrag von incarnata » Dienstag 11. August 2009, 20:38

Also: würde sagen: da gibt´s wie überall so´-neund so´-ne.Der Pfarrer unseres 15000 EW-
Städtchens,davon ca 2/3 Katholiken ist ausser in seinem Urlaub,wo er meist in ein Kloster geht oder wenn er mit den Ministranten oder der Kolpingfamilie im selbst restaurierten Familienfreizeithaus in Italien ist oder wenn er mal wieder in Argentinien nach dem rechten sieht in einem Projekt für Strassenkinder,wo regelmässig "Missionare auf Zeit" aus der Pfarrei mitarbeiten- per Handy immer erreichbar.Er ist sehr aktiv als Notfallseelsorger;insbesondere bei Unfällen,plötzlichen Todesfällen etc steht er als einer der ersten bei den Angehörigen-egal welcher Konfession auf der Matte. Und viele haben mir schon sehr dankbar über seine Hilfe berichtet,auch wenn sie der Kirche vorher eher fernstanden.Zudem hat er noch das Amt des Dekans und entsprechende Sitzungstermine über die üblichen hinaus.Dennoch findet man ihn auch regelmässig im Beichtstuhl und zuweilen auch einfach betend in der Kirche.Würde er nicht regelmässig gewisse liturgische Missbräuche betreiben wie
Kommunion unter beiden Gestalten durch Eintauchen der Hostie durch die Kommunizierenden bei der Werktagsmesse im kleinen Kreis und in manchen Predigten anklingen lassen,dass er ein Vertreter von Priesterehe und Frauenpriestertum sowie der Lehre,dass es zwar eine Hölle gibt,aber sie auf Grund von Gottes Barmherzigkeit vermutlich einmal leer sein wird-ist-dann wäre er eigentlich ein idealer Priester.
Unser Dorfpfarrer ist dagegen ein träger Hund.Die 5000-Seelengemeinde ist über einige Dörfer räumlich verteilt (Wir sind schon seit Jahren ein Pfarrverband-wie er jetzt allenthalben eingeführt wird),so dass er nach dem Pfarrgottesdienst sonntags noch in eine zweite Gemeinde muss;
darüber oder über die gehäuft bei örtlichen oder Kirchenfesten anfallenden Messen beklagt er sich nicht selten lauthals.regelmässige Beichtzeiten gib´s gar nicht-nur Beichtgespräche nach Voranmeldung-eine Hürde ,die nur wenige überwinden.Zum Mitfeiern und Vertilgen grösserer Portionen bei Familien-und Vereinsfeiern findet er aber seltsamerweise Zeit.In der Messe redet er gerne laut und viel und macht vor allem bei speziellen Messen z.B. für Vereine viel"Eigenbau"-Liturgie,beim Hochgebet ist dann immer nur Zeit für die kürzeste Version
Durch die barmherzige Liebe unseres Gottes wird uns besuchen das aufstrahlende
Licht aus der Höhe.......(Lk1,76)

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Re: Wie glaubwürdig sind unsere Pastoren/Priester?

Beitrag von Miserere Nobis Domine » Dienstag 11. August 2009, 23:28

incarnata hat geschrieben:Würde er nicht regelmässig gewisse liturgische Missbräuche betreiben wie
Kommunion unter beiden Gestalten durch Eintauchen der Hostie durch die Kommunizierenden bei der Werktagsmesse im kleinen Kreis
Inwiefern ist das ein Missbrauch?

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anneke6
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Re: Wie glaubwürdig sind unsere Pastoren/Priester?

Beitrag von anneke6 » Dienstag 11. August 2009, 23:45

Das Selbst-Eintauchen der Hostie durch den Kommunikanten ist verboten. Wenn die Kommunion unter beiderlei Gestalt gereicht wird, müssen entweder sie entweder getrennt gereicht werden oder der Spender muß die Hostie eintauchen und sie dem Kommunikanten in den Mund geben.
???

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Sempre
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Re: Wie glaubwürdig sind unsere Pastoren/Priester?

Beitrag von Sempre » Mittwoch 12. August 2009, 03:38

GeorgBln hat geschrieben: Wenn gutverdienende Pfarrer mit Beamtenstatus, Dienstwagen, 160 qm Dienstwohnung (ist sempre einer von ihnen?) HartzIV-Empfänger (ich bin keiner) [...]
Hiermit bestätigst Du, was ich festgestellt habe. Was tut es denn zu Sache, ob wir, Du oder ich, reicher oder ärmer sind? Um Deine Neugier zu stillen: ich bin weder Priester noch Beamter noch reich.

GeorgBln hat geschrieben: Ich sagte ja bereits, dass man die Menschen nur aus einem äußerst bescheidenen Lebensstil heraus glaubhaft anpredigen kann.
Ja, das sagtest Du. Ist das aber so? Eine Begründung lieferst Du nicht. Anstatt dessen erörterst Du Details darüber, welche Priester/Pfarrer es wie bequem und komfortabel haben (können).

Ich sehe das anders. Mir ist völlig gleichgültig, was der Priester verdient, ob er dem Luxus verfallen ist, oder was sonst seine Sünden sein mögen und ob er himmelstauglich ist. Ich erwarte von ihm, dass er sich auskennt und mir den Weg weist.

Ich finde es gut, wenn er ein Beamtengehalt hat, das ihn von weltlichen Sorgen befreit (ist ja schließlich kein Managergehalt). So kann er sich unbesorgt um die Schäfchen kümmern. Eine ärmlichere Ausstattung mag möglicherweise ihm den Weg zum Heil erleichtern, aber mir, dem "Angepredigten", doch nicht. Schließlich erwarte ich von ihm nicht, dass er mir predigt, es sei eine Sünde, ein Beamtengehalt zu beziehen.

Ein Priester muss kein Heiliger sein, um der Gemeinde dienen zu können. Natürlich sind Heilige wunderbare Vorbilder und natürlich wären mehr heilige Priester ein Segen. Ein Priester, der "ordentlich seinen Job macht", ist aber bereits von größtem Wert.

Gruß
Sempre
Die Lehren der Kirche zu glauben mag manch einem Schwierigkeiten bereiten. Sie aber nach eigenem Gutdünken nachzubessern und das Resultat dann für wahr zu halten, ist infantil.

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Maria Walburga
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Re: Wie glaubwürdig sind unsere Pastoren/Priester?

Beitrag von Maria Walburga » Mittwoch 12. August 2009, 09:18

anneke6, dann dürfte dich die Hostie mit den bereits eingebackenen drei Tropfen sehr erfreuen. ;)

Bild

Was das Gehalt von Pfarrern angeht, gibt es hier eine ganz interessante Aufstellung:

http://fowid.de/fileadmin/datenarchiv/G ... 224.pdf

:hmm:
„In jedem Mensch steckt ein Bild dessen, was er werden soll.
Solange er das nicht ist, ist sein Friede nicht voll.“
(Angelus Silesius)

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Lutheraner
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Re: wie glaubwürdig sind unsere Pastoren/Priester?

Beitrag von Lutheraner » Mittwoch 12. August 2009, 10:10

Raimund Josef H. hat geschrieben:Bei den Evangelischen gibts Krankensalbung?
Natürlich, das ist ja echt "sola scriptura" ;-) (aber nicht sehr verbreitet).
"Ta nwi takashi a huga bakashi. Ta nwi takashi maluka batuka"

TillSchilling
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Re: wie glaubwürdig sind unsere Pastoren/Priester?

Beitrag von TillSchilling » Mittwoch 12. August 2009, 11:23

Raimund Josef H. hat geschrieben:
SpaceRat hat geschrieben:
Pit hat geschrieben:Der eigentlich zuständige katholische Kollege - liess sich nicht sehen, in den 4 Wochen!
Es war auch eine echte Freude, einen rk. Pfarrer für die Krankensalbung meiner Schwiegeroma zu kriegen. Urlaub, nicht erreichbar, kann nicht ...
Der, der dann kam, betrat das Zimmer mit den Worten "Heute sterben sie aber auch wie die Fliegen ..."

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Bei den Evangelischen gibts Krankensalbung?
Was ist eigentlich eine katholische Krankensalbung? Habe ich das richtig verstanden, dass die eigentlich nur bei Sterbenden gereicht wird um sie auf den Tod vorzubereiten?

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Re: Wie glaubwürdig sind unsere Pastoren/Priester?

Beitrag von cantus planus » Mittwoch 12. August 2009, 11:38

Nein. Das ist die nicht auszurottende Mißdeutung als "Letzte Ölung". Da wird sie zwar auch vorgenommen, ja sie ist sogar notwendig. Allerdings sollte man die Krankensalbung auch in anderen Fällen schwerer Krankheit gerne empfangen. Mit einer akuten Todesgefahr hat die Krankensalbung nichts zu tun. Aber wie gesagt: das ist aus den Köpfen der Leute nicht auszurotten.
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Re: Wie glaubwürdig sind unsere Pastoren/Priester?

Beitrag von anneke6 » Mittwoch 12. August 2009, 12:56

@ Walburga: Das ist eine mormonische "Hostie", oder?

@ Cantus: Ich sträube mich auch gegen die Bezeichnung "Letzte Ölung", nicht zuletzt, weil sie oft von machen Nicht-Katholiken spöttisch verwendet wird (Achtung andere Christen: man beachte das "von manchen") Als ich einmal erwähnte, daß ich Wert darauf lege, ein katholisches Begräbnis zu bekommen, hörte ich: "Was, willst Du die letzte Ölung!"
Was für ein Glück, daß ich mir abgewöhnt habe, in Wutsituationen auf die Unterlippe zu beißen, die wäre sonst wohl nicht mehr da.
Ich habe die Krankensalbung schon zweimal empfangen, und es hat mir sehr geholfen. Ich bin zwar nicht vollständig gesundet — dieses wird übrigens nicht grundsätzlich angestrebt — aber es geht mir viel besser, vor allem psychisch.
Vor dem Tod ist sie natürlich auch wichtig, vor allem da sie dann, wenn der Betreffende nicht mehr beichten kann, auch ein sündenvergebendes Sakrament ist.
???

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Re: Wie glaubwürdig sind unsere Pastoren/Priester?

Beitrag von cantus planus » Mittwoch 12. August 2009, 13:00

anneke6 hat geschrieben:@ Cantus: Ich sträube mich auch gegen die Bezeichnung "Letzte Ölung", nicht zuletzt, weil sie oft von machen Nicht-Katholiken spöttisch verwendet wird (Achtung andere Christen: man beachte das "von manchen") Als ich einmal erwähnte, daß ich Wert darauf lege, ein katholisches Begräbnis zu bekommen, hörte ich: "Was, willst Du die letzte Ölung!"
*grins*

Das wäre dann die letzte Einbalsamierung.
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Re: Wie glaubwürdig sind unsere Pastoren/Priester?

Beitrag von Lutheraner » Mittwoch 12. August 2009, 13:42

anneke6 hat geschrieben:Ich sträube mich auch gegen die Bezeichnung "Letzte Ölung"....
War das bis zum Vat. II die offizielle Bezeichnung oder wurde das nur landläufig so bezeichnet und praktiziert?
"Ta nwi takashi a huga bakashi. Ta nwi takashi maluka batuka"

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Re: Wie glaubwürdig sind unsere Pastoren/Priester?

Beitrag von cantus planus » Mittwoch 12. August 2009, 13:54

Früher war das die offizielle Bezeichnung. Die irrige Auffassung, man dürfte die Krankensalbung nur einmal empfangen, hat übrigens nicht Vaticanum II korrigiert, sondern schon das Tridentinum. Man sieht, wie lange es dauert, bis sich Reformen in den Köpfen festsetzen...
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Re: Wie glaubwürdig sind unsere Pastoren/Priester?

Beitrag von ad-fontes » Mittwoch 12. August 2009, 14:55

anneke6 hat geschrieben:@ Walburga: Das ist eine mormonische "Hostie", oder?
Eine neuapostolische Hostie.
Christi vero ecclesia, sedula et cauta depositorum apud se dogmatum custos, nihil in his umquam permutat, nihil minuit, nihil addit; non amputat necessaria, non adponit superflua; non amittit sua, non usurpat aliena. (Vincentius Lerinensis, Com. 23, 16)

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Re: Wie glaubwürdig sind unsere Pastoren/Priester?

Beitrag von ad-fontes » Mittwoch 12. August 2009, 14:57

anneke6 hat geschrieben: @ Cantus: Ich sträube mich auch gegen die Bezeichnung "Letzte Ölung".
Halte es aber für bedauerlich, dass dadurch das Wort "Ölung" per se diskreditiert wurde.

Was spricht gegen die Bezeichnung Krankenölung?
Christi vero ecclesia, sedula et cauta depositorum apud se dogmatum custos, nihil in his umquam permutat, nihil minuit, nihil addit; non amputat necessaria, non adponit superflua; non amittit sua, non usurpat aliena. (Vincentius Lerinensis, Com. 23, 16)

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Re: Wie glaubwürdig sind unsere Pastoren/Priester?

Beitrag von taddeo » Mittwoch 12. August 2009, 20:58

ad-fontes hat geschrieben:Was spricht gegen die Bezeichnung Krankenölung?
Der allgemeine Sprachgebrauch. Das Öl wird nun mal zum Zweck der Salbung verwendet, und nicht zur Ölung wie bei einem alten Bulldog.

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Re: Wie glaubwürdig sind unsere Pastoren/Priester?

Beitrag von cantus planus » Mittwoch 12. August 2009, 20:58

Geölt wird ein Motor und eine quietschende Tür.
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Re: Wie glaubwürdig sind unsere Pastoren/Priester?

Beitrag von taddeo » Mittwoch 12. August 2009, 21:12

cantus planus hat geschrieben:Geölt wird ein Motor und eine quietschende Tür.
Letztere auch geschmiert.

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Re: Wie glaubwürdig sind unsere Pastoren/Priester?

Beitrag von cantus planus » Mittwoch 12. August 2009, 21:13

Einen Kranken hingegen kann man nicht schmieren. Höchstens den Arzt. :pfeif:
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Re: Wie glaubwürdig sind unsere Pastoren/Priester?

Beitrag von Chrysostomus » Mittwoch 12. August 2009, 21:47

Interessant, was die Krankensalbung, -ölung oder -schmierung mit den Pastorengehältern so gemein hat.
incarnata hat geschrieben:[...]Würde er nicht regelmässig gewisse liturgische Missbräuche betreiben[...]
Schonmal darüber nachgedacht, dass er gerade DESWEGEN so ein guter Priester ist? Weil er eben sich Gedanken über die Anliegen der Menschen macht, und nicht nur die AEM/Rubriken im Messbuch liest??

Das eine schließt das andere nicht aus - aber zu meiner "Freude" darf ich viel zu oft erleben, dass pedantische Liturgen noch schlimmere Seelsorger sind, als gute Seelsorger Liturgen.

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Re: Wie glaubwürdig sind unsere Pastoren/Priester?

Beitrag von Maurus » Mittwoch 12. August 2009, 22:21

incarnata hat geschrieben:Würde er nicht regelmässig gewisse liturgische Missbräuche betreiben wie
Kommunion unter beiden Gestalten durch Eintauchen der Hostie durch die Kommunizierenden bei der Werktagsmesse im kleinen Kreis
Im kleinen Kreis könnte man die Leute wirklich einfach aus dem Kelch trinken lassen.

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Re: Wie glaubwürdig sind unsere Pastoren/Priester?

Beitrag von anneke6 » Mittwoch 12. August 2009, 22:23

:ja:
???

Raimund J.
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Re: Wie glaubwürdig sind unsere Pastoren/Priester?

Beitrag von Raimund J. » Mittwoch 12. August 2009, 22:57

Chrysostomus hat geschrieben:Interessant, was die Krankensalbung, -ölung oder -schmierung mit den Pastorengehältern so gemein hat.
incarnata hat geschrieben:[...]Würde er nicht regelmässig gewisse liturgische Missbräuche betreiben[...]
Schonmal darüber nachgedacht, dass er gerade DESWEGEN so ein guter Priester ist? Weil er eben sich Gedanken über die Anliegen der Menschen macht, und nicht nur die AEM/Rubriken im Messbuch liest??

Das eine schließt das andere nicht aus - aber zu meiner "Freude" darf ich viel zu oft erleben, dass pedantische Liturgen noch schlimmere Seelsorger sind, als gute Seelsorger Liturgen.
Gute Liturgie ist Seelsorge!
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Re: Wie glaubwürdig sind unsere Pastoren/Priester?

Beitrag von cantus planus » Mittwoch 12. August 2009, 23:23

Chrysostomus hat geschrieben:
incarnata hat geschrieben:[...]Würde er nicht regelmässig gewisse liturgische Missbräuche betreiben[...]
Schonmal darüber nachgedacht, dass er gerade DESWEGEN so ein guter Priester ist?
Ich gehe bei liturgischen Mißbräuchen, die ich mal andernorts erlebe, gleich rückwärts zur Tür hinaus. Auch mitten in der Messe. Die Situation in meiner Heimatgemeinde war jahrzehntelang unerträglich. Letztes Jahr kam ein neuer Pfarrer, und es wurde noch schlimmer. Jetzt kam ein neuer Kaplan, und ich habe von einigen älteren Damen gehört, dass er "so lebendig predigt und dabei immer die Altarstufen hoch- und runterläuft".

Reicht mir völlig, um meine Heimatgemeinde weiter zu meiden, wenn ich mal zu Hause bin. Ich brauche keine gute Seelsorge, wenn die Liturgie miserabel ist. Da entscheide ich dann lieber mit den Füßen.
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Re: Wie glaubwürdig sind unsere Pastoren/Priester?

Beitrag von Robert Ketelhohn » Donnerstag 13. August 2009, 11:50

Bleibt mal bitte beim Thema.
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Re: Wie glaubwürdig sind unsere Pastoren/Priester?

Beitrag von Lioba » Donnerstag 13. August 2009, 13:19

Was ich so als Fazit sehe, Glaubwürdigkeit hängt weder direkt mit dem Gehalt noch mit der Konfession zusammen.
Die Herrschaft über den Augenblick ist die Herrschaft über das Leben.
M. v. Ebner- Eschenbach

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Re: Wie glaubwürdig sind unsere Pastoren/Priester?

Beitrag von incarnata » Donnerstag 13. August 2009, 19:17

cantus planus hat geschrieben:Einen Kranken hingegen kann man nicht schmieren. Höchstens den Arzt. :pfeif:
Hast Du ´ne Ahnung!In Hautklinken wurde ein beträchtlicher Teil der Therapien im sog."Schmierzimmer" an die Kranken verabreicht !Die Bezeichnung galt zwar als unschön ;
man sollte stattdessen "Salbenraum"sagen ,-liess sich aber nicht ausrotten.Erst seit ein paar Jahren
wird in Kliniken hauptsächlich operiert,mit Licht bestrahlt oder gebadet;hauptsächlich,da sich der Anteil der verschiedenen Erkrankungen verändert hat und sich das blosse "schmieren" für die Kliniken nicht mehr rechnet !
Schon wieder off-topic :neinfreu:
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Re: Wie glaubwürdig sind unsere Pastoren/Priester?

Beitrag von Chrysostomus » Donnerstag 13. August 2009, 22:33

cantus planus hat geschrieben:Reicht mir völlig, um meine Heimatgemeinde weiter zu meiden, wenn ich mal zu Hause bin. Ich brauche keine gute Seelsorge, wenn die Liturgie miserabel ist. Da entscheide ich dann lieber mit den Füßen.
Na und Großmütterchen im Krankenhaus braucht aber keine 1:1-Liturgie, sondern vor allem Seelsorge. Die Frage ist nur, wer sich in der größeren Not befindet? ... Naa?

Aber nein!!, natürlich ist es gerechtfertigt, dass der Priester hereinkommt und sagt: "Heute sterben sie wie die Fliegen", solange er aber ja romtreu und korrekt zelebriert! Die Alte is' ja eh glei' tot. Was brauchst'se dann noch Seelsorge. Nay.
:panisch:

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Re: Wie glaubwürdig sind unsere Pastoren/Priester?

Beitrag von lifestylekatholik » Freitag 14. August 2009, 11:43

Chrysostomus hat geschrieben:
cantus planus hat geschrieben:Reicht mir völlig, um meine Heimatgemeinde weiter zu meiden, wenn ich mal zu Hause bin. Ich brauche keine gute Seelsorge, wenn die Liturgie miserabel ist. Da entscheide ich dann lieber mit den Füßen.
Na und Großmütterchen im Krankenhaus braucht aber keine 1:1-Liturgie, sondern vor allem Seelsorge. Die Frage ist nur, wer sich in der größeren Not befindet? ... Naa?

Aber nein!!, natürlich ist es gerechtfertigt, dass der Priester hereinkommt und sagt: "Heute sterben sie wie die Fliegen", solange er aber ja romtreu und korrekt zelebriert! Die Alte is' ja eh glei' tot. Was brauchst'se dann noch Seelsorge. Nay.
:panisch:
:hae?: Ich versteh nur Bahnhof. :achselzuck:
»Was muß man denn in der Kirche ›machen‹? In den Gottesdienſt gehen und beten reicht doch.«

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Re: Wie glaubwürdig sind unsere Pastoren/Priester?

Beitrag von Lutheraner » Sonntag 16. August 2009, 17:40

Heute morgen war ich in der röm.-kath. Sonntagsmesse. Dauer: 35 Minuten. Da blieb gar keine Zeit für liturgische Missbräuche ;)
"Ta nwi takashi a huga bakashi. Ta nwi takashi maluka batuka"

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Re: Wie glaubwürdig sind unsere Pastoren/Priester?

Beitrag von SpaceRat » Sonntag 16. August 2009, 17:49

Lutheraner hat geschrieben:Heute morgen war ich in der röm.-kath. Sonntagsmesse. Dauer: 35 Minuten. Da blieb gar keine Zeit für liturgische Missbräuche ;)
Da hatte der Religionsdiener der rk. Gemeinschaft wohl Jagdwurst gegessen ...
Schmutziges Geschirr schimmelt nicht, wenn man es einfriert.

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