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baf - Werkzeug Gottes oder Adams Apfel?

Verfasst: Dienstag 30. Juni 2009, 15:06
von ad-fontes
Eine Vetreterin des baj überreichte im Anschluss an die Bischofsweihe von Sigisbert Kraft 1985 diesem einen Apfel "als Zeichen des Aufbegehrens der Frauen aus männlicher Bevormundung".

Wie ist die Rolle des Bundes alt-katholischer Frauen (baf) bei der Umgestaltung der alt-katholischen Kirche zu einer "zeitgemäßen" Kirche zu bewerten?

Was ist von dem Anliegen einer "geschlechtergerechten Sprache" zu halten?

http://de.wikipedia.org/wiki/Bund_Alt-K ... her_Frauen
http://www.baf-im-netz.de/

Re: baf - Werkzeug Gottes oder Adams Apfel?

Verfasst: Dienstag 30. Juni 2009, 15:12
von cantus planus
ad-fontes hat geschrieben:Eine Vetreterin des baj überreichte im Anschluss an die Bischofsweihe von Sigisbert Kraft 1985 diesem einen Apfel "als Zeichen des Aufbegehrens der Frauen aus männlicher Bevormundung".
Erstaunlich, dass man dafür den Apfel wählte. Ob den Frauen bewußt war, welches Eigentor dieses Symbol ist...? :vogel:

Re: baf - Werkzeug Gottes oder Adams Apfel?

Verfasst: Dienstag 30. Juni 2009, 15:19
von ad-fontes
cantus planus hat geschrieben:
ad-fontes hat geschrieben:Eine Vetreterin des baj überreichte im Anschluss an die Bischofsweihe von Sigisbert Kraft 1985 diesem einen Apfel "als Zeichen des Aufbegehrens der Frauen aus männlicher Bevormundung".
Erstaunlich, dass man dafür den Apfel wählte. Ob den Frauen bewußt war, welches Eigentor dieses Symbol ist...? :vogel:
Na, ein paar handgestrickte Socken hat er dazu gekriegt, "um ihm kalte Füße zu ersparen"; no joke :ikb_band:

Re: baf - Werkzeug Gottes oder Adams Apfel?

Verfasst: Dienstag 30. Juni 2009, 15:35
von Lutheraner
cantus planus hat geschrieben:
ad-fontes hat geschrieben:Eine Vetreterin des baj überreichte im Anschluss an die Bischofsweihe von Sigisbert Kraft 1985 diesem einen Apfel "als Zeichen des Aufbegehrens der Frauen aus männlicher Bevormundung".
Erstaunlich, dass man dafür den Apfel wählte. Ob den Frauen bewußt war, welches Eigentor dieses Symbol ist...? :vogel:
Dem Bischof war's wohl auch nicht bewußt. Er hat den Apfel geschluckt und die FO eingeführt.

Re: baf - Werkzeug Gottes oder Adams Apfel?

Verfasst: Dienstag 30. Juni 2009, 15:44
von ad-fontes
Lutheraner hat geschrieben:
cantus planus hat geschrieben:
ad-fontes hat geschrieben:Eine Vetreterin des baj überreichte im Anschluss an die Bischofsweihe von Sigisbert Kraft 1985 diesem einen Apfel "als Zeichen des Aufbegehrens der Frauen aus männlicher Bevormundung".
Erstaunlich, dass man dafür den Apfel wählte. Ob den Frauen bewußt war, welches Eigentor dieses Symbol ist...? :vogel:
Dem Bischof war's wohl auch nicht bewußt. Er hat den Apfel geschluckt und die FO eingeführt.
Eingeführt hat er sich nicht, das oblag der Bistumssynode, und das Diakonat der Frau geschah bereits unter seinem Vorgänger, aber, so muss man doch sagen, er hat sie begünstigt, indem er die Frage des Priestertums der Frau (und dann wurde das Bischofsamt gleich miteingeschlossen) von einer Glaubens- zu einer Sache der Disziplin erklärt hat.

Dass einem einzelnen Bischof diese Kompetenz zukommt, wo hat dies ein Vorbild in der Alten Kirche? Hier wird das Manko sichtbar, dass die altkath. Kirchen nationalkirchlich verfasst sind, aber aufgrund ihrer geringen Größe keine Provinz bilden können (von der rudimentären Utrechter abgesehen), so dass sie Ortskirche im altkirchlichen Sinn sind. Und die UU gilt nur als Zusammenschluss selbstständiger Orts-/Nationalkirchen.

Re: baf - Werkzeug Gottes oder Adams Apfel?

Verfasst: Dienstag 30. Juni 2009, 15:49
von Christ86
ad-fontes hat geschrieben:Eine Vetreterin des baj überreichte im Anschluss an die Bischofsweihe von Sigisbert Kraft 1985 diesem einen Apfel "als Zeichen des Aufbegehrens der Frauen aus männlicher Bevormundung".

Wie ist die Rolle des Bundes alt-katholischer Frauen (baf) bei der Umgestaltung der alt-katholischen Kirche zu einer "zeitgemäßen" Kirche zu bewerten?

Was ist von dem Anliegen einer "geschlechtergerechten Sprache" zu halten?

http://de.wikipedia.org/wiki/Bund_Alt-K ... her_Frauen
http://www.baf-im-netz.de/
Unsere Frauenvereine beschäftigen sich mehr mit Bazars für wohltätige Zwecke, mit Geschenken für die Unterrichtskinder (an Weihnachten), mit Apéros und sonstigen Gemeindediensten.

Wenn sie mal eine Aussage machen (gesamtschweizerisch), dann bisher nur zu politischen Themen (Verschärfung des Asylrechts etc.), welche sie ablehnen.

Ich könnte ja mal anfragen, ob man nicht die geschlechtergerechte Sprache in der Liturgie eingeführt haben will. :D

Re: baf - Werkzeug Gottes oder Adams Apfel?

Verfasst: Dienstag 30. Juni 2009, 15:59
von Lutheraner
ad-fontes hat geschrieben:
Lutheraner hat geschrieben:
cantus planus hat geschrieben:
ad-fontes hat geschrieben:Eine Vetreterin des baj überreichte im Anschluss an die Bischofsweihe von Sigisbert Kraft 1985 diesem einen Apfel "als Zeichen des Aufbegehrens der Frauen aus männlicher Bevormundung".
Erstaunlich, dass man dafür den Apfel wählte. Ob den Frauen bewußt war, welches Eigentor dieses Symbol ist...? :vogel:
Dem Bischof war's wohl auch nicht bewußt. Er hat den Apfel geschluckt und die FO eingeführt.
Eingeführt hat er sich nicht, das oblag der Bistumssynode, und das Diakonat der Frau geschah bereits unter seinem Vorgänger, aber, so muss man doch sagen, er hat sie begünstigt, indem er die Frage des Priestertums der Frau (und dann wurde das Bischofsamt gleich miteingeschlossen) von einer Glaubens- zu einer Sache der Disziplin erklärt hat.
Was unterscheidet eigentlich einen altkath. Bischof von einem evang.-luth. Landesbischof (abgesehen davon, dass der eine eine spezielle Weihe bekommt und der andere nicht)?

Re: baf - Werkzeug Gottes oder Adams Apfel?

Verfasst: Dienstag 30. Juni 2009, 16:08
von ad-fontes
Lutheraner hat geschrieben:
ad-fontes hat geschrieben:
Lutheraner hat geschrieben:
cantus planus hat geschrieben:
ad-fontes hat geschrieben:Eine Vetreterin des baj überreichte im Anschluss an die Bischofsweihe von Sigisbert Kraft 1985 diesem einen Apfel "als Zeichen des Aufbegehrens der Frauen aus männlicher Bevormundung".
Erstaunlich, dass man dafür den Apfel wählte. Ob den Frauen bewußt war, welches Eigentor dieses Symbol ist...? :vogel:
Dem Bischof war's wohl auch nicht bewußt. Er hat den Apfel geschluckt und die FO eingeführt.
Eingeführt hat er sich nicht, das oblag der Bistumssynode, und das Diakonat der Frau geschah bereits unter seinem Vorgänger, aber, so muss man doch sagen, er hat sie begünstigt, indem er die Frage des Priestertums der Frau (und dann wurde das Bischofsamt gleich miteingeschlossen) von einer Glaubens- zu einer Sache der Disziplin erklärt hat.
Was unterscheidet eigentlich einen altkath. Bischof von einem evang.-luth. Landesbischof (abgesehen davon, dass der eine eine spezielle Weihe bekommt und der andere nicht)?
Das er ne fesche Mitra trägt :cowboy:
.. aber bitte nicht zu spitz, könnte pianisch wirken; die überlässt man lieber den polnisch-katholischen Hierarchen.

Re: baf - Werkzeug Gottes oder Adams Apfel?

Verfasst: Dienstag 30. Juni 2009, 16:47
von ad-fontes
Lutheraner hat geschrieben:Was unterscheidet eigentlich einen altkath. Bischof von einem evang.-luth. Landesbischof (abgesehen davon, dass der eine eine spezielle Weihe bekommt und der andere nicht)?
Dieses: Dass die Teilhabe an der Katholizität der ihm anvertrauten Herde mit seiner Person steht oder fällt. Sie erlischt, wenn er seinerseits nicht mehr in Gemeinschaft mit anderen katholischen Bischöfen steht oder dem Grunde nach stehen würde/könnte, wenn nicht verschiedene Hindernisse (im Hinblick auf die Orthodoxie oder Defekte im Hinblick auf die RKK) dem entgegenstehen würden.

Daher wäre es sehr kurzsichtig, eine Priesterin zur ersten altkath. Bischofin zu wählen; nicht weil sie eine Frau ist, sondern weil dies die communicatio in sacris zum gegenwärtigen Zeitpunkt mit anderen katholischen Bischöfen, die die FO nicht kennen, dauerhaft verhindern und folglich die eigene Katholizität zweifelhaft würde.

Re: baf - Werkzeug Gottes oder Adams Apfel?

Verfasst: Dienstag 30. Juni 2009, 17:15
von Christ86
ad-fontes hat geschrieben:
Lutheraner hat geschrieben:Was unterscheidet eigentlich einen altkath. Bischof von einem evang.-luth. Landesbischof (abgesehen davon, dass der eine eine spezielle Weihe bekommt und der andere nicht)?
Dieses: Dass die Teilhabe an der Katholizität der ihm anvertrauten Herde mit seiner Person steht oder fällt. Sie erlischt, wenn er seinerseits nicht mehr in Gemeinschaft mit anderen katholischen Bischöfen steht oder dem Grunde nach stehen würde/könnte, wenn nicht verschiedene Hindernisse (im Hinblick auf die Orthodoxie oder Defekte im Hinblick auf die RKK) dem entgegenstehen würden.

Daher wäre es sehr kurzsichtig, eine Priesterin zur ersten altkath. Bischofin zu wählen; nicht weil sie eine Frau ist, sondern weil dies die communicatio in sacris zum gegenwärtigen Zeitpunkt mit anderen katholischen Bischöfen, die die FO nicht kennen, dauerhaft verhindern und folglich die eigene Katholizität zweifelhaft würde.
Ich hoffe daher, dass die Deutschen einen Bischof wählen und keine Bischöfin. Ich bin zwar ein Befürworter der FO - aber wir sind noch nicht bereit für eine Bischöfin. Das sagen bei uns viele. Allein schon aus Gründen des inneren Zusammenhaltes (Polen, Tschechien, Kroatien) - aber auch aus ökumenischen Gründen (RKK, OK).

Re: baf - Werkzeug Gottes oder Adams Apfel?

Verfasst: Dienstag 30. Juni 2009, 17:21
von Edi
ad-fontes hat geschrieben:Was ist von dem Anliegen einer "geschlechtergerechten Sprache" zu halten?
Nix!

Re: baf - Werkzeug Gottes oder Adams Apfel?

Verfasst: Dienstag 30. Juni 2009, 18:44
von cantus planus
Edi hat geschrieben:
ad-fontes hat geschrieben:Was ist von dem Anliegen einer "geschlechtergerechten Sprache" zu halten?
Nix!
Richtig. Hierzu müsste "Geschlecht" erstmal definiert werden. Die Emanzen und Emanzinnen, die "gerechte Sprache" fordern, verstehen den Unterschied zwischen dem grammatikalischen und dem natürlichen Geschlecht nicht. Es wird doch keiner behaupten wollen, dass das natürliche Geschlecht des sächlichen Fräuleins weiblich ist... Diese uralt-emanzipatorische Forderung offenbart nur einen peinlichen Mangel an Bildung und eine amüsante Oberflächlichkeit.

Re: baf - Werkzeug Gottes oder Adams Apfel?

Verfasst: Dienstag 30. Juni 2009, 19:05
von Christ86
cantus planus hat geschrieben:
Edi hat geschrieben:
ad-fontes hat geschrieben:Was ist von dem Anliegen einer "geschlechtergerechten Sprache" zu halten?
Nix!
Richtig. Hierzu müsste "Geschlecht" erstmal definiert werden. Die Emanzen und Emanzinnen, die "gerechte Sprache" fordern, verstehen den Unterschied zwischen dem grammatikalischen und dem natürlichen Geschlecht nicht. Es wird doch keiner behaupten wollen, dass das natürliche Geschlecht des sächlichen Fräuleins weiblich ist... Diese uralt-emanzipatorische Forderung offenbart nur einen peinlichen Mangel an Bildung und eine amüsante Oberflächlichkeit.
Jaja das kennen wir, so hat man auch den Eindruck erhalten, Gott sei ein Mann. Dabei ist das Genus und nicht Sexus :blinker:

Re: baf - Werkzeug Gottes oder Adams Apfel?

Verfasst: Dienstag 30. Juni 2009, 19:08
von Johaennschen
Ist er ja auch. Sofern er Christus, der Sohn ist. Aber Du meinst wohl den Vater, ist schon klar. Da hast Du schon recht. Deswegen mag ich auch Ikonen mit dem bärtigen Vater nicht so gern...

Re: baf - Werkzeug Gottes oder Adams Apfel?

Verfasst: Dienstag 30. Juni 2009, 19:09
von Christ86
Johaennschen hat geschrieben:Ist er ja auch. Sofern er Christus, der Sohn ist. Aber Du meinst wohl den Vater, ist schon klar.
Und den Geist :blinker: Hätte ich schreiben sollen zwei der Hypostasen Gottes? Du verstehst was ich meine :nuckel:

Re: baf - Werkzeug Gottes oder Adams Apfel?

Verfasst: Dienstag 30. Juni 2009, 19:11
von Johaennschen
Christ86 hat geschrieben:Und den Geist :blinker:
Der ist bei den FeministInnen ja "die Geistkraft", schon ziemlich peinlich.

Sagt eine Feministin zur anderen: "Reich mir doch bitte mal die Salzstreuerin." :mrgreen:

Re: baf - Werkzeug Gottes oder Adams Apfel?

Verfasst: Dienstag 30. Juni 2009, 19:13
von Christ86
Johaennschen hat geschrieben:
Christ86 hat geschrieben:Und den Geist :blinker:
Der ist bei den FeministInnen ja "die Geistkraft", schon ziemlich peinlich.

Sagt eine Feministin zur anderen: "Reich mir doch bitte mal die Salzstreuerin." :mrgreen:
Geistkraft ist eine grässliche Übersetzung und untauglich, da wird Person/Hypostase zur Sache.

Re: baf - Werkzeug Gottes oder Adams Apfel?

Verfasst: Dienstag 30. Juni 2009, 19:23
von regina 32
ein guter Bekannter von mir (Priester) konnte - wie wahrscheinlich so viele das "Binnen-I" noch nie leiden bekam aber ab und an auch von seiner Gemeinde die Rückmeldung, dass sich die Frauen zu wenig angesprochen fühlten.

Er fing dann mal eine Predigt an: "als die Christinnen und Christen von den Löwinnen und Löwen in der Arena. etc etc... " es hat niemand gemerkt, er war frustriert.

Ein andermal hat eine Feministin seinen Text korrigieren wollen und wollte aus "Mitgliedern" "MitgliederInnen" machen. Er konterte: Wenn schon, müsse es Mitglied und Mitklit heißen :pfeif: aber dauch da stieß er nciht wirklich auf offene Ohren, dazu muss ich sagen, er selber ist im Alter meines Vaters (d.h. über 70, und durchaus "gesetzt", so dass solche Bemerkungen supertrocken rüberkommen.

Generell glaube ich dass die Feministische Sprache mehr kaputt gemacht hat als genützt hat, weil mittlerweile fühlt sich "Frau" schon zwangsläufig ausgeschlossen, wenn sie nicht extra erwähnt wird. das war früher nicht der fall

Re: baf - Werkzeug Gottes oder Adams Apfel?

Verfasst: Dienstag 30. Juni 2009, 19:43
von cantus planus
Christ86 hat geschrieben:
cantus planus hat geschrieben:
Edi hat geschrieben:
ad-fontes hat geschrieben:Was ist von dem Anliegen einer "geschlechtergerechten Sprache" zu halten?
Nix!
Richtig. Hierzu müsste "Geschlecht" erstmal definiert werden. Die Emanzen und Emanzinnen, die "gerechte Sprache" fordern, verstehen den Unterschied zwischen dem grammatikalischen und dem natürlichen Geschlecht nicht. Es wird doch keiner behaupten wollen, dass das natürliche Geschlecht des sächlichen Fräuleins weiblich ist... Diese uralt-emanzipatorische Forderung offenbart nur einen peinlichen Mangel an Bildung und eine amüsante Oberflächlichkeit.
Jaja das kennen wir, so hat man auch den Eindruck erhalten, Gott sei ein Mann. Dabei ist das Genus und nicht Sexus :blinker:
Irgendein Häretiker hat sich sogar verstiegen, Gott als "Vater" zu bezeichnen. Ich halte die Bezeichung "höchstes Wesen" auch für viel treffender. :pfeif:

Re: baf - Werkzeug Gottes oder Adams Apfel?

Verfasst: Dienstag 30. Juni 2009, 20:10
von Christ86
cantus planus hat geschrieben:
Christ86 hat geschrieben:
cantus planus hat geschrieben:
Edi hat geschrieben:
ad-fontes hat geschrieben:Was ist von dem Anliegen einer "geschlechtergerechten Sprache" zu halten?
Nix!
Richtig. Hierzu müsste "Geschlecht" erstmal definiert werden. Die Emanzen und Emanzinnen, die "gerechte Sprache" fordern, verstehen den Unterschied zwischen dem grammatikalischen und dem natürlichen Geschlecht nicht. Es wird doch keiner behaupten wollen, dass das natürliche Geschlecht des sächlichen Fräuleins weiblich ist... Diese uralt-emanzipatorische Forderung offenbart nur einen peinlichen Mangel an Bildung und eine amüsante Oberflächlichkeit.
Jaja das kennen wir, so hat man auch den Eindruck erhalten, Gott sei ein Mann. Dabei ist das Genus und nicht Sexus :blinker:
Irgendein Häretiker hat sich sogar verstiegen, Gott als "Vater" zu bezeichnen. Ich halte die Bezeichung "höchstes Wesen" auch für viel treffender. :pfeif:
Vater ist eine Anrede und eine Majestätsbezeichnung für Gott. Aber es sagt nichts aus über Sexus. Gott, der Mann und Frau (= den Menschen) als sein Bild erschaffen hat, ist grösser als wir. In der Bibel wird sogar an einigen Stellen ausdrücklich gesagt, dass Gott kein Mann ist. Die Bezeichnung El wird auch für Aschera verwendet, die eine weibliche Götze war. Gott ist grösser als die toten Götzen, denen man ein Geschlecht (Sexus) gab.

Re: baf - Werkzeug Gottes oder Adams Apfel?

Verfasst: Dienstag 30. Juni 2009, 20:23
von Miserere Nobis Domine
regina 32 hat geschrieben: Generell glaube ich dass die Feministische Sprache mehr kaputt gemacht hat als genützt hat, weil mittlerweile fühlt sich "Frau" schon zwangsläufig ausgeschlossen, wenn sie nicht extra erwähnt wird. das war früher nicht der fall
Eigentlich gibt es ja eine allgemeine Form, die die Frauen beinhaltet (z.B. der Lehrer), und eine besondere weibliche Form (z.B. die Lehrerin). Leider hat man den Fehler gemacht, die allgemeine Form als rein männlich misszudeuten. Viel sinnvoller wäre es doch gewesen, die allgemeine Form allgemein zu lassen, so dass man "die Lehrer" als Männer und Frauen versteht, und eine zusätzliche männliche Form einzuführen, wenn man speziell die Männlichkeit betonen möchte, zum Beispiel "der Lehrerich" in Anlehnung an den "Enterich".

Re: baf - Werkzeug Gottes oder Adams Apfel?

Verfasst: Dienstag 30. Juni 2009, 20:40
von ad-fontes
Miserere Nobis Domine hat geschrieben:
regina 32 hat geschrieben: Generell glaube ich dass die Feministische Sprache mehr kaputt gemacht hat als genützt hat, weil mittlerweile fühlt sich "Frau" schon zwangsläufig ausgeschlossen, wenn sie nicht extra erwähnt wird. das war früher nicht der fall
Eigentlich gibt es ja eine allgemeine Form, die die Frauen beinhaltet (z.B. der Lehrer), und eine besondere weibliche Form (z.B. die Lehrerin). Leider hat man den Fehler gemacht, die allgemeine Form als rein männlich misszudeuten. Viel sinnvoller wäre es doch gewesen, die allgemeine Form allgemein zu lassen, so dass man "die Lehrer" als Männer und Frauen versteht, und eine zusätzliche männliche Form einzuführen, wenn man speziell die Männlichkeit betonen möchte, zum Beispiel "der Lehrerich" in Anlehnung an den "Enterich".
nennt man generisches Maskulinum:
http://de.wikipedia.org/wiki/Generisches_Maskulinum

für manche ist dies aber ein gerontologisches Maskulinum.. :ikb_rip:

In welchen Ländern dieser Erde, außer in Deutschland, ist der pressure, die Sprache von ihrer Ungerechtigkeit zu erlösen, eigentlich ähnlich hoch?

Re: baf - Werkzeug Gottes oder Adams Apfel?

Verfasst: Dienstag 30. Juni 2009, 20:53
von Miserere Nobis Domine
ad-fontes hat geschrieben: In welchen Ländern dieser Erde, außer in Deutschland, ist der pressure, die Sprache von ihrer Ungerechtigkeit zu erlösen, eigentlich ähnlich hoch?
Gleich hoch weiss ich nicht, aber sehr hoch in den USA. Dort hat es allerdings auch etwas mit der politischen Ausrichtung zu tun. Politisch korrekte Sprache ist "links", bewusste Vermeidung politisch korrekter Sprache ist "rechts".

In Frankreich ist die Diskussion kaum vorhanden, in anderen französischsprachigen Ländern wie Kanada hingegen werden auf Teufel komm raus Feminina gebildet: la docteure, l'auteure, ja sogar la gouverneure. (Eine Katastrophe! Wenn schon, dann bitte gouvernatrice).

Re: baf - Werkzeug Gottes oder Adams Apfel?

Verfasst: Dienstag 30. Juni 2009, 20:56
von ad-fontes
Miserere Nobis Domine hat geschrieben:
ad-fontes hat geschrieben: In welchen Ländern dieser Erde, außer in Deutschland, ist der pressure, die Sprache von ihrer Ungerechtigkeit zu erlösen, eigentlich ähnlich hoch?
Gleich hoch weiss ich nicht, aber sehr hoch in den USA. Dort hat es allerdings auch etwas mit der politischen Ausrichtung zu tun. Politisch korrekte Sprache ist "links", bewusste Vermeidung politisch korrekter Sprache ist "rechts".

In Frankreich ist die Diskussion kaum vorhanden, in anderen französischsprachigen Ländern wie Kanada hingegen werden auf Teufel komm raus Feminina gebildet: la docteure, l'auteure, ja sogar la gouverneure. (Eine Katastrophe! Wenn schon, dann bitte gouvernatrice).
warum nicht gleich docteuse?

Re: baf - Werkzeug Gottes oder Adams Apfel?

Verfasst: Dienstag 30. Juni 2009, 22:47
von Christ86
ad-fontes hat geschrieben:
Miserere Nobis Domine hat geschrieben:
ad-fontes hat geschrieben: In welchen Ländern dieser Erde, außer in Deutschland, ist der pressure, die Sprache von ihrer Ungerechtigkeit zu erlösen, eigentlich ähnlich hoch?
Gleich hoch weiss ich nicht, aber sehr hoch in den USA. Dort hat es allerdings auch etwas mit der politischen Ausrichtung zu tun. Politisch korrekte Sprache ist "links", bewusste Vermeidung politisch korrekter Sprache ist "rechts".

In Frankreich ist die Diskussion kaum vorhanden, in anderen französischsprachigen Ländern wie Kanada hingegen werden auf Teufel komm raus Feminina gebildet: la docteure, l'auteure, ja sogar la gouverneure. (Eine Katastrophe! Wenn schon, dann bitte gouvernatrice).
warum nicht gleich docteuse?
Wozu überhaupt die schöne französische Sprache vergewaltigen? Was ist denn nicht recht daran? Nur weil da, wenn drei Frauen und ein Mann gemeint wird von "ils" gesprochen wird und nicht von "elles" (wir hatten eine Französisch-Lehrerin die fand das ausgesprochen patriarchalisch :erschrocken: )?

Re: baf - Werkzeug Gottes oder Adams Apfel?

Verfasst: Dienstag 30. Juni 2009, 22:54
von Teutonius
Miserere Nobis Domine hat geschrieben:
regina 32 hat geschrieben: Generell glaube ich dass die Feministische Sprache mehr kaputt gemacht hat als genützt hat, weil mittlerweile fühlt sich "Frau" schon zwangsläufig ausgeschlossen, wenn sie nicht extra erwähnt wird. das war früher nicht der fall
Eigentlich gibt es ja eine allgemeine Form, die die Frauen beinhaltet (z.B. der Lehrer), und eine besondere weibliche Form (z.B. die Lehrerin). Leider hat man den Fehler gemacht, die allgemeine Form als rein männlich misszudeuten. Viel sinnvoller wäre es doch gewesen, die allgemeine Form allgemein zu lassen, so dass man "die Lehrer" als Männer und Frauen versteht, und eine zusätzliche männliche Form einzuführen, wenn man speziell die Männlichkeit betonen möchte, zum Beispiel "der Lehrerich" in Anlehnung an den "Enterich".
Gott hat den Mann als Sein Abbild geschaffen, die Frau als Abbild des Mannes.

Re: baf - Werkzeug Gottes oder Adams Apfel?

Verfasst: Dienstag 30. Juni 2009, 22:56
von Christ86
Miserere Nobis Domine hat geschrieben:In Frankreich ist die Diskussion kaum vorhanden, in anderen französischsprachigen Ländern wie Kanada hingegen werden auf Teufel komm raus Feminina gebildet: la docteure, l'auteure, ja sogar la gouverneure. (Eine Katastrophe! Wenn schon, dann bitte gouvernatrice).
Und warum das -e bei Feminina? Es heisst ja auch la/le professeur - es gäbe weitere Beispiele. Warum muss man da was neu erfinden, was die französische Sprache so nicht kennt?

Re: baf - Werkzeug Gottes oder Adams Apfel?

Verfasst: Dienstag 30. Juni 2009, 23:04
von ad-fontes
Christ86 hat geschrieben:
Miserere Nobis Domine hat geschrieben:In Frankreich ist die Diskussion kaum vorhanden, in anderen französischsprachigen Ländern wie Kanada hingegen werden auf Teufel komm raus Feminina gebildet: la docteure, l'auteure, ja sogar la gouverneure. (Eine Katastrophe! Wenn schon, dann bitte gouvernatrice).
Und warum das -e bei Feminina? Es heisst ja auch la/le professeur - es gäbe weitere Beispiele. Warum muss man da was neu erfinden, was die französische Sprache so nicht kennt?
Das ist im Deutschen ja nicht anders..
Wären da nicht die Assoziationen an die weißen Häubchen, hiessen Frauen im Diakonenamt Diakonissen.

Und die weibliche Form von Bischof Bischofin; von Bischöfe Bischöfinnen oder brauch ich Nachhilfe? :emil:

Re: baf - Werkzeug Gottes oder Adams Apfel?

Verfasst: Dienstag 30. Juni 2009, 23:10
von Christ86
ad-fontes hat geschrieben:
Christ86 hat geschrieben:
Miserere Nobis Domine hat geschrieben:In Frankreich ist die Diskussion kaum vorhanden, in anderen französischsprachigen Ländern wie Kanada hingegen werden auf Teufel komm raus Feminina gebildet: la docteure, l'auteure, ja sogar la gouverneure. (Eine Katastrophe! Wenn schon, dann bitte gouvernatrice).
Und warum das -e bei Feminina? Es heisst ja auch la/le professeur - es gäbe weitere Beispiele. Warum muss man da was neu erfinden, was die französische Sprache so nicht kennt?
Das ist im Deutschen ja nicht anders..
Wären da nicht die Assoziationen an die weißen Häubchen, hiessen Frauen im Diakonenamt Diakonissen.

Und die weibliche Form von Bischof Bischofin; von Bischöfe Bischöfinnen oder brauch ich Nachhilfe? :emil:
Nun ja, aber im Französischen würde man das -e nicht brauchen, wie la professeur zeigt. Dann gibt es typisch weibliche Endungen wie bei actrice. Einfach ein -e hinter ein -eur zu setzen ist nicht die übliche Variante. Sonst hiesse es acteure. Oder la roie. Aber besser keine seltsamen Ideen bringen :ikb_shutup:

Re: baf - Werkzeug Gottes oder Adams Apfel?

Verfasst: Dienstag 30. Juni 2009, 23:16
von ad-fontes
Christ86 hat geschrieben:
ad-fontes hat geschrieben:
Christ86 hat geschrieben:
Miserere Nobis Domine hat geschrieben:In Frankreich ist die Diskussion kaum vorhanden, in anderen französischsprachigen Ländern wie Kanada hingegen werden auf Teufel komm raus Feminina gebildet: la docteure, l'auteure, ja sogar la gouverneure. (Eine Katastrophe! Wenn schon, dann bitte gouvernatrice).
Und warum das -e bei Feminina? Es heisst ja auch la/le professeur - es gäbe weitere Beispiele. Warum muss man da was neu erfinden, was die französische Sprache so nicht kennt?
Das ist im Deutschen ja nicht anders..
Wären da nicht die Assoziationen an die weißen Häubchen, hiessen Frauen im Diakonenamt Diakonissen.

Und die weibliche Form von Bischof Bischofin; von Bischöfe Bischöfinnen oder brauch ich Nachhilfe? :emil:
Nun ja, aber im Französischen würde man das -e nicht brauchen, wie la professeur zeigt. Dann gibt es typisch weibliche Endungen wie bei actrice. Einfach ein -e hinter ein -eur zu setzen ist nicht die übliche Variante. Sonst hiesse es acteure. Oder la roie. Aber besser keine seltsamen Ideen bringen :ikb_shutup:
denkst du, das ist quatsch, obige Beispiele?

Re: baf - Werkzeug Gottes oder Adams Apfel?

Verfasst: Dienstag 30. Juni 2009, 23:22
von Christ86
ad-fontes hat geschrieben:
Christ86 hat geschrieben:
ad-fontes hat geschrieben:
Christ86 hat geschrieben:
Miserere Nobis Domine hat geschrieben:In Frankreich ist die Diskussion kaum vorhanden, in anderen französischsprachigen Ländern wie Kanada hingegen werden auf Teufel komm raus Feminina gebildet: la docteure, l'auteure, ja sogar la gouverneure. (Eine Katastrophe! Wenn schon, dann bitte gouvernatrice).
Und warum das -e bei Feminina? Es heisst ja auch la/le professeur - es gäbe weitere Beispiele. Warum muss man da was neu erfinden, was die französische Sprache so nicht kennt?
Das ist im Deutschen ja nicht anders..
Wären da nicht die Assoziationen an die weißen Häubchen, hiessen Frauen im Diakonenamt Diakonissen.

Und die weibliche Form von Bischof Bischofin; von Bischöfe Bischöfinnen oder brauch ich Nachhilfe? :emil:
Nun ja, aber im Französischen würde man das -e nicht brauchen, wie la professeur zeigt. Dann gibt es typisch weibliche Endungen wie bei actrice. Einfach ein -e hinter ein -eur zu setzen ist nicht die übliche Variante. Sonst hiesse es acteure. Oder la roie. Aber besser keine seltsamen Ideen bringen :ikb_shutup:
denkst du, das ist quatsch, obige Beispiele?
Welche, die deutschen oder französischen? Bei den französischen denke ich, man würgt einfach an der Sprache herum. Die Académie française kennt solche Worte nicht, sonst stünden sie in den Wörterbüchern und würden unterrichtet. Bei unseren Sprachdiplomen (die sind noch nicht lange her) musste man vielmehr spezielle weibliche Nomen angeben.

Wie MND schon sagte, das eine würde eher gouvernatrice heissen, es heisst ja auch l'empereur und l'impératrice, und nicht l'empereure....

Re: baf - Werkzeug Gottes oder Adams Apfel?

Verfasst: Dienstag 30. Juni 2009, 23:26
von ad-fontes
Ich will ja nicht drauf rumreiten, bis zum Beweis des Gegenteils bleib ich dann mal bei Bischofin ohne '' :zirkusdirektor: