Gottesdienst als Vergegenwärtigung des Heils
Verfasst: Freitag 5. Dezember 2008, 17:28
Heute empfing ich folgenden Newsletter:
Mit Spannung erwarte ich das aus den Lehrgesprächen resultierende Ergebnis. Ein paar Gemeinsamkeiten werden sich sicherlich feststellen lassen. Dennoch braucht man nicht erwarten, dass sich beide Seiten in der Abendmahlslehre einigen werden (das wurde ohnehin nie als Ziel deklariert). Dafür sind die Unterschiede im Verständnis sowie in der Erklärung der Realpräsenz zu groß. Wenn die Gespräche allerdings mit dazu beitragen, bestehende Missverständnisse abzubauen und die andere Seite besser zu verstehen, haben sie schon viel gebracht.Gottesdienst als Vergegenwärtigung des Heils
Römisch-katholische Kirche und SELK im Gespräch
Rom, 5.12.2008 - selk - In den Räumen des Päpstlichen Rates zur Förderung der Einheit der Christen kam es am 4. Dezember 2008 in Rom zu einer Begegnung zwischen Kardinal Walter Kasper (Rom) und Bischof Hans-Jörg Voigt (Hannover) als Vertretern der römisch-katholischen Kirche und der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche (SELK). An dem Gespräch nahmen außerdem Msgr. Dr. Matthias Türk (Rom) und Professor Dr. Werner Klän (Oberursel) teil.
Die Unterredung stand im Zusammenhang der Konsultationsreihe zwischen dem römisch-katholischen Johann-Adam-Möhler-Institut (Paderborn) und der Lutherischen Theologischen Hochschule Oberursel der SELK, die im April dieses Jahres begonnen und im Oktober fortgesetzt wurde. Ziel und Inhalt der Konsultationsreihe ist die Bündelung grundlegender Gemeinsamkeiten zwischen
der römisch-katholischen Kirche und dem Bekenntnisluthertum, wie es im Internationalen Lutherischen Rat (ILC)zusammengeschlossen ist. Dabei ist eine liturgisch-theologische Zugangsweise in den Blick genommen, die bei der Feier des Gottesdienstes als Vergegenwärtigung des Heils in den Gnadenmitteln Wort und Sakrament als Quelle und Ausdruck theologischer Lehre ansetzt.
Kardinal Kasper stellte einführend die Arbeit des Päpstlichen Rates zur Förderung der Einheit der Christen vor. Bischof Voigt und Prof. Dr. Klän schilderten die theologische Ausrichtung des ILC und der SELK. Während der Begegnung in Rom wurden Berührungspunkte in den Fragen der Realpräsenz des Leibes und Blutes Christi in der Feier des Altarsakraments, in der theologischen Bewertung eines kirchlichen Lehramtes und der Betonung der Notwendigkeit des ordinierten Amtes für die Feier der Eucharistie festgestellt. Außerdem wurde vergleichbare Grundsätze bei der Zulassung zur
Abendmahlsfeier und im Blick auf die Kirchengemeinschaft erörtert.
Die Konsultationsreihe ist auf drei Jahre angelegt. Sowohl das Executive Comittee des ILC als auch der Päpstliche Rat zur Förderung der Einheit der Christen werden regelmäßig über den Fortgang der Gespräche unterrichtet.
--------------------
Eine Meldung von selk_news /
Redaktion: SELK - Gesamtkirche /
selk_news werden herausgegeben von der Kirchenleitung
der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche (SELK),
Schopenhauerstraße 7, 30625 Hannover,
Tel. +49-511-557808 - Fax +49-511-551588,
E-Mail selk@selk.de
---> Informationen aus Kirche und Gemeinden in Wort und Bild
auch unter "SELK-Aktuell" auf http://www.selk.de