Mit Spannung erwarte ich das aus den Lehrgesprächen resultierende Ergebnis. Ein paar Gemeinsamkeiten werden sich sicherlich feststellen lassen. Dennoch braucht man nicht erwarten, dass sich beide Seiten in der Abendmahlslehre einigen werden (das wurde ohnehin nie als Ziel deklariert). Dafür sind die Unterschiede im Verständnis sowie in der Erklärung der Realpräsenz zu groß. Wenn die Gespräche allerdings mit dazu beitragen, bestehende Missverständnisse abzubauen und die andere Seite besser zu verstehen, haben sie schon viel gebracht.Gottesdienst als Vergegenwärtigung des Heils
Römisch-katholische Kirche und SELK im Gespräch
Rom, 5.12.2008 - selk - In den Räumen des Päpstlichen Rates zur Förderung der Einheit der Christen kam es am 4. Dezember 2008 in Rom zu einer Begegnung zwischen Kardinal Walter Kasper (Rom) und Bischof Hans-Jörg Voigt (Hannover) als Vertretern der römisch-katholischen Kirche und der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche (SELK). An dem Gespräch nahmen außerdem Msgr. Dr. Matthias Türk (Rom) und Professor Dr. Werner Klän (Oberursel) teil.
Die Unterredung stand im Zusammenhang der Konsultationsreihe zwischen dem römisch-katholischen Johann-Adam-Möhler-Institut (Paderborn) und der Lutherischen Theologischen Hochschule Oberursel der SELK, die im April dieses Jahres begonnen und im Oktober fortgesetzt wurde. Ziel und Inhalt der Konsultationsreihe ist die Bündelung grundlegender Gemeinsamkeiten zwischen
der römisch-katholischen Kirche und dem Bekenntnisluthertum, wie es im Internationalen Lutherischen Rat (ILC)zusammengeschlossen ist. Dabei ist eine liturgisch-theologische Zugangsweise in den Blick genommen, die bei der Feier des Gottesdienstes als Vergegenwärtigung des Heils in den Gnadenmitteln Wort und Sakrament als Quelle und Ausdruck theologischer Lehre ansetzt.
Kardinal Kasper stellte einführend die Arbeit des Päpstlichen Rates zur Förderung der Einheit der Christen vor. Bischof Voigt und Prof. Dr. Klän schilderten die theologische Ausrichtung des ILC und der SELK. Während der Begegnung in Rom wurden Berührungspunkte in den Fragen der Realpräsenz des Leibes und Blutes Christi in der Feier des Altarsakraments, in der theologischen Bewertung eines kirchlichen Lehramtes und der Betonung der Notwendigkeit des ordinierten Amtes für die Feier der Eucharistie festgestellt. Außerdem wurde vergleichbare Grundsätze bei der Zulassung zur
Abendmahlsfeier und im Blick auf die Kirchengemeinschaft erörtert.
Die Konsultationsreihe ist auf drei Jahre angelegt. Sowohl das Executive Comittee des ILC als auch der Päpstliche Rat zur Förderung der Einheit der Christen werden regelmäßig über den Fortgang der Gespräche unterrichtet.
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Gottesdienst als Vergegenwärtigung des Heils
Gottesdienst als Vergegenwärtigung des Heils
Heute empfing ich folgenden Newsletter:
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- Registriert: Donnerstag 9. November 2006, 10:50
Hallo Marcus,
ich halte von solchen ökumenischen Dialogen nicht viel und gerade bei Kirchen wie der SELK und der RKK wird auch nie etwas bahnbrechendes dabei herauskommen, weil beide einen Wahrheitsanspruch haben, den sie keinem Kompromiss opfern (das ist jetzt ohne Wertung gemeint). Im Prinzip wird man ein paar gegenseitige Missverständnisse feierlich beseitigen, ein paar Römer mehr werden erfahren, dass es die SELK überhaupt gibt und das war's dann wohl auch schon.
ich halte von solchen ökumenischen Dialogen nicht viel und gerade bei Kirchen wie der SELK und der RKK wird auch nie etwas bahnbrechendes dabei herauskommen, weil beide einen Wahrheitsanspruch haben, den sie keinem Kompromiss opfern (das ist jetzt ohne Wertung gemeint). Im Prinzip wird man ein paar gegenseitige Missverständnisse feierlich beseitigen, ein paar Römer mehr werden erfahren, dass es die SELK überhaupt gibt und das war's dann wohl auch schon.
"Ta nwi takashi a huga bakashi. Ta nwi takashi maluka batuka"
Das soll ja auch eine Konsultationsreihe werden und keine InsultationsreiheLutheraner hat geschrieben:Im Prinzip wird man ein paar gegenseitige Missverständnisse feierlich beseitigen, ein paar Römer mehr werden erfahren, dass es die SELK überhaupt gibt und das war's dann wohl auch schon.
Also von daher ist das schon gar nicht so schlecht. Grüße, Allons!
Und das ist doch wirklich nichts Schlechtes, im Gegenteil!Lutheraner hat geschrieben:Hallo Marcus,
Im Prinzip wird man ein paar gegenseitige Missverständnisse feierlich beseitigen
Ich erinnere mich mit Grausen an eine Unterrichtshilfe der "Wisconsin Evangelical Lutheran Synod" aus den USA, wo allen Ernstes behauptet wird, die Römer würden Maria als Mitgöttin anbeten. Und das ist doch reiner Humbuk. Man kann sich schon echt toll über einen andersgläubigen Christen erheben, wenn jener nur abstruse Positionen vertritt.
Wenn man Jesu Hoffnung, "daß alle eins werden", ernst nehmen will, muß man darauf auch hinarbeiten. Und da ist es ein entscheidener Fortschritt, nicht etwa eine Karrikatur der anderen Kirche im Kopfe zu haben, sondern verstehen zu wollen, was dort wirklich geglaubt wird und wie dies wirklich begründet wird und hierbei dann eigene Vorurteile beiseite zu schieben.
Eine Kirche, die dies nicht tut, sondern nur die eigene Position gesichert sehen will, verkommt zur Sekte. Egal ob sie sich nun römisch, lutherisch, reformiert, landes- oder freikirchlich nennt.
Ich habe nach zwei Beiträgen geschaut, die zum Wortlaut des Themas passen:
Das Offertorium
Abendmahl und Opfer - einige Gedanken dazu
Der erste Beitrag stammt von einem Altlutheraner, der zweite von einem hochkirchlichen Lutheraner.
Da man sicherlich im Rahmen der Lehrgespräche auch auf die in den Beiträgen abgehandelten Punkte eingehen wird, würden mich mal Eure Meinungen dazu interessieren.
Das Offertorium
Abendmahl und Opfer - einige Gedanken dazu
Der erste Beitrag stammt von einem Altlutheraner, der zweite von einem hochkirchlichen Lutheraner.
Da man sicherlich im Rahmen der Lehrgespräche auch auf die in den Beiträgen abgehandelten Punkte eingehen wird, würden mich mal Eure Meinungen dazu interessieren.