Neuapostolische Kirche

Rund um Anglikanertum, Protestantismus und Freikirchenwesen.
Benutzeravatar
tantum ergo
Beiträge: 315
Registriert: Montag 3. März 2008, 16:08
Wohnort: Düsseldorf

Neuapostolische Kirche

Beitrag von tantum ergo » Montag 8. September 2008, 11:01

Hallo zusammen,
leider bin ich nicht sicher, ob dieses Thema hier in der Klausnerei so richtig aufgehoben ist, scheint mir noch der passendste Bereich zu sein:

Ein Bekannter von uns hat uns zu einem Konzert in seine "neuapostolische Kirche" eingeladen. Gegen gute Musik ist ja erstmal nichts einzuwenden und zumindest eine Ausrichtung an Jesus Christus scheint man dieser Religionsgemeinschaft wohl zugestehen können.
Nun frage ich mich aber: ist das nun eine christliche Kirche, oder aufgrund anderer Privatoffenbarungen eher eine Sekte (dabei hänge ich nicht an einem engen Definitionsbegriff)?

Hat jemand Informationen über die, die über Wikipedia-Niveau hinausgehen, vielleicht sogar persönliche Erfahrungen?

Herzlichen Dank vorab und Gottes Segen,
tantum ergo
„Ich bin gekommen, um Feuer auf die Erde zu werfen. Wie froh wäre ich, es würde schon brennen!“ (Lk 12,49)

Benutzeravatar
Sebastian
Beiträge: 1537
Registriert: Sonntag 20. August 2006, 11:23
Wohnort: Frag den Igel
Kontaktdaten:

Beitrag von Sebastian » Montag 8. September 2008, 11:04

Hallo. T.E., schau doch mal hier gab es schonmal einen Strang.
"Selig sind die, die nicht gesehen und doch geglaubt haben" (Joh. 20,31)

Benutzeravatar
tantum ergo
Beiträge: 315
Registriert: Montag 3. März 2008, 16:08
Wohnort: Düsseldorf

Beitrag von tantum ergo » Montag 8. September 2008, 11:15

Sebastian hat geschrieben:Hallo. T.E., schau doch mal hier gab es schonmal einen Strang.
Ups, den hatte ich übersehen - gibt aber auch nicht viel her, denn der Link scheint veraltet zu sein, und dass sich die "NAK" selbst nicht als Sekte sieht, ist ja nachvollziehbar. Daher meine Frage nach eher persönlichen, von mir aus auch (positiv wie negativ) wertenden Auskünften und Einschätzungen

Gottes Segen,
tantum ergo
„Ich bin gekommen, um Feuer auf die Erde zu werfen. Wie froh wäre ich, es würde schon brennen!“ (Lk 12,49)

Benutzeravatar
Sebastian
Beiträge: 1537
Registriert: Sonntag 20. August 2006, 11:23
Wohnort: Frag den Igel
Kontaktdaten:

Beitrag von Sebastian » Montag 8. September 2008, 11:39

Um etwas genauer auf Deine Frage einzugehen (der von mir verlinkte Strang ist ja wirklich nicht gerade ausführlich). Du kannst davon ausgehen, dass das Dir angebotene Konzert musikalisch auf hohem Niveau sein wird. Nun ist es aber so, dass halt genau mit solchen Konzerten, "Öffentlichkeitsarbeit" geleistet werden soll. D.h. Werben neuer Mitglieder, oder Verbesserung des gesellschaftlichen Ansehens (O-Ton: "das ist ja ne' nette musizierende Gemeinschaft") ...

Worauf Du Dich ebenfalls einstellen musst ist, dass ein NAK Oberer zu Beginn und Ende zum "Gebet" aufrufen wird. Es liegt dann an Dir, ob Du daran teilnehmen möchtest.
"Selig sind die, die nicht gesehen und doch geglaubt haben" (Joh. 20,31)

Benutzeravatar
wackererkatholik
Beiträge: 81
Registriert: Dienstag 5. Juni 2007, 14:09
Wohnort: ...tief im Westen

Beitrag von wackererkatholik » Montag 8. September 2008, 12:47

Hallo tantum ergo,

als ehemaliges Mitglied der NAK, kann ich dir dieses Forum und diese Seite empfehlen.

Wackere Grüße!
Stat crux dum volvitur orbis.

Benutzeravatar
Marcus
Beiträge: 3028
Registriert: Dienstag 13. Juni 2006, 14:48

Beitrag von Marcus » Montag 8. September 2008, 13:02

Hallo Tantum Ergo!

Mir fielen dazu zwei Seiten von NAK-Aussteigern ein:

http://www.nak-info.de/
http://www.naki.de/

Die Betreiber scheinen sich heute allerdings im evangelikalen Lager angesiedelt zu haben. Zumindest sind aber die Kritikpunkte an den traditionellen Lehren der NAK, mit denen die meisten Nakies groß geworden sind, quellenmäßig belegt. Es gibt zwar ein paar positive Entwicklungen in der NAK, so auch Stellungnahmen der NAK, aber diese sind zumeist nur Fassade und in zu wenigen Gemeinden angekommen.

Hier findest Du offizielle neuapostolische Verlautbarungen und Publikationen zu aktuellen kirchlichen, politischen und gesellschaftlichen Themen:

http://www.nak.org/de/news/nak-international/

Folgende Stellungnahmen empfehle ich ganz besonders zu lesen:

http://www.nak.org/fileadmin/download/p ... 240106.pdf
http://www.nak.org/fileadmin/download/p ... 240106.pdf

Internetmagazine, die sich schwerpunktmäßig mit der NAK befassen und von Nakies betrieben werden.

http://www.naktuell.de/ (eher neutral)
http://www.glaubenskultur.de/ (kritische Haltung zur Kirchenleitung)


Interessant ist es sicherlich auch zu lesen, wegen welcher „häretischen Äußerungen“ (aus NAK-Sicht) erst vor zwei Jahren drei neuapostolische Amtsträger ihres Amtes enthoben wurden.

http://www.glaubenskultur.de/artikel-802.html

Das lässt tief blicken.

Wenn Du einen NAK-GODI besuchst, wirst Du mit Sicherheit freundlich empfangen. Es finden auch regelmäßig Gästegottesdienste statt, in denen Nakies ihre Freunde, Bekannte, Verwandte zum Gottesdienst einladen sollen. Das sind zumeist die besten Gottesdienste, weil man ja ein positives Bild von sich abgeben möchte. Meistens wird in der Predigt etwas über die NAK erzählt, es wird eine Predigt gehalten, in der Jesus Christus im Zentrum des Glaubens steht und zum Schluss wird mal kurz erwähnt, dass aber auch die Sakramente zum Heil notwendig seien. Das wird von vielen natürlich nicht als anstößig empfunden. Warum auch? Wer sich allerdings im Lehrgebäude der NAK auskennt, weiß natürlich, welches Amt vonnöten ist, um gültiges Abendmahl zu feiern oder eine gültige Versiegelung durchzuführen. Und dieses Amt („Apostelamt“) gäbe es nach NAK-Lehre nur in einer Religionsgemeinschaft. Im Grunde wird den Gästen ja nichts Falsches über die NAK erzählt, aber in einer Form, die ein komplett anderes Bild von der NAK abgibt als es der Realität entspricht. Ich kann mich als Ex-Nakie an Gottesdiensten erinnern, die sich zu 80 % damit befassten, dass das Apostelamt heilsnotwendig sei, es ohne die Apostel keine Sündenvergebung, keinen Heiligen Geist und keine gültige Sakramente gäbe. Wo die Apostel seien da sei die Kirche! Und so eine Predigt enthält z. T. auch noch rhetorische Fragen. Etwa: „Wisst Ihr warum mein Uropa und mein Opa aus der Evangelischen Kirche ausgetreten und zur NAK übergetreten sind?“ „Weil sie den Hl. Geist haben wollten!“

Vor allem früher wurde häufiger aus Predigten der NAK-Apostel im Gottesdienst zitiert als aus den Schriften der echten Apostel. Bei manchen Nakies hat man auch wirklich den Eindruck, dass für sie die „Wiederherstellung des Apostelamtes“ im 19. Jahrhundert genauso ein heilsbedeutendes Ereignis wie der Kreuzestod Tod Christi und Seine leibliche Auferstehung gewesen sein muss. Nichtsdestotrotz wird man auch in der NAK Christen finden, ja sogar gute Christen finden. Wer allerdings meint, nur durch den Glauben an das Apostelamt selig werden zu können, bei dem habe ich ehrlich gesagt so meine Zweifel.


Viele Grüße

Marcus


P.S. Wackererkatholik: Hattest Du ähnliche Erfahrungen wie ich gemacht?

Benutzeravatar
wackererkatholik
Beiträge: 81
Registriert: Dienstag 5. Juni 2007, 14:09
Wohnort: ...tief im Westen

Beitrag von wackererkatholik » Montag 8. September 2008, 13:29

Hallo Marcus,

ja, meine Erfahrungen sind deckungsgleich. Allerdings versuche ich mich nicht mehr mit der NAK zu beschäftigen, was sicherlich schwer ist, weil sie Teil meines Lebens ist, allerdings tut Distanz sehr gut.

Die NAK ist eine Sekte im klassischen Sinn. Ich sage dies nicht, weil ich dort ausgetreten bin sondern weil sie die Merkmale einer Sekte aufweist.

Sekten-Checkliste

Wackere Grüße!
Stat crux dum volvitur orbis.

Benutzeravatar
Sebastian
Beiträge: 1537
Registriert: Sonntag 20. August 2006, 11:23
Wohnort: Frag den Igel
Kontaktdaten:

Beitrag von Sebastian » Montag 8. September 2008, 13:31

Lieber Marcus,

wusste gar nicht, dass Du ebenfalls ehm. "Naki" bist. Deine "Gottesdienstbeschreibung" trifft schon zu, allerdings erkundigte sich T.E. ja in erster Linie nach den Konzertveranstaltungen.

Meine Meinung dazu:
Kann man sich anhören / ansehen, oder auch nicht. Ich brauch es nicht unbedingt.
"Selig sind die, die nicht gesehen und doch geglaubt haben" (Joh. 20,31)

Benutzeravatar
tantum ergo
Beiträge: 315
Registriert: Montag 3. März 2008, 16:08
Wohnort: Düsseldorf

Beitrag von tantum ergo » Montag 8. September 2008, 15:59

Sebastian hat geschrieben:Deine "Gottesdienstbeschreibung" trifft schon zu, allerdings erkundigte sich T.E. ja in erster Linie nach den Konzertveranstaltungen.
Meine Meinung dazu:
Kann man sich anhören / ansehen, oder auch nicht. Ich brauch es nicht unbedingt.
Stimmt schon, ich hatte in erster Linie und aus Anlass des Konzerts gefragt, aber natürlich auch mit dem Hintergrund, wo ich da rein gerate. Für die beschriebenen Fälle wäre ich entweder gerne gewappnet - oder ich verkneif mir den Besuch eben :roll:

Gottes Segen,
tantum ergo
„Ich bin gekommen, um Feuer auf die Erde zu werfen. Wie froh wäre ich, es würde schon brennen!“ (Lk 12,49)

Benutzeravatar
Edi
Beiträge: 9585
Registriert: Montag 12. Januar 2004, 18:16

Beitrag von Edi » Montag 8. September 2008, 17:18

Die Apostel haben sich bis heute noch nicht von ihrer früheren Irrlehre, die allen Mitgliedern massiv eingetrichtert wurde, distanziert, nämlich dass Jesus wiederkäme bevor ihr damaliger Stammapostel Bischof stürbe.
Als er dann doch gestorben ist, haben sie ihren Mitgliedern weisgemacht, Gott habe seinen Plan geändert, statt zu einzuräumen, der Stammapostel habe sich geirrt.
Zuletzt geändert von Edi am Montag 8. September 2008, 18:46, insgesamt 1-mal geändert.

Benutzeravatar
Marcus
Beiträge: 3028
Registriert: Dienstag 13. Juni 2006, 14:48

Beitrag von Marcus » Montag 8. September 2008, 18:03

Zu dem Thema bekam ich mal etwas von einer „Schlumpfung“ mit. Stammapostel Bischoff ordinierte bereits 1948 (?) den damaligen Bezirksapostel Kuhlen zu seinem Amtsnachfolger. Fortan diente er als Stammapostelhelfer. Der Sohn von Stammapostel Bischoff, ebenfalls Apostel und der Leiter des Bischoffsverlages, und Kuhlen sollen sich persönlich nicht sonderlich gemocht haben. Daher wäre es für Bischoffs Sohn nicht einfach unter der spätern Führung von Kuhlen geworden. Aus diesem Grund sollen der Sohnemann und ein paar andere versucht haben, dem damals alternden Stammapostel (ca. 80 Jahre alt) einzureden, dass der Herr noch zu dessen Lebzeiten wiederkäme. Der Plan ging auf. Unter diesen Voraussetzungen brauchte man natürlich keinen Stammapostelnachfolger mehr und Kuhlen trat auch von der Nachfolge Bischoffs zurück. Aus dieser Offenbarung wurde bald ein Glaubensdogma. Kuhlen, andere Apostel und Bischöfe, die das nicht mittragen wollten und sich weigerten, entsprechend zu predigen, wurden ihres Amtes enthoben und sogar aus der NAK ausgeschlossen. Als Bischoff starb, hieß es dann lapidar, der Herr hätte seine Meinung geändert. Interessant ist es übrigens, dass Bischoff im Alter von ca. 80 Jahren nach der Verkündigung dieses Dogmas, seinem Sohn die Verlagsrechte am kircheneigenen Verlag für die nächsten 25 Jahre übertragen haben soll. Da wollte man wohl ganz auf Nummer sicher gehen. Was aber an dieser Theorie, die ich so mal in einem Forum gelesen habe, dran ist, weiß ich nicht.

Edi, Du warst nicht zufällig auch mal in der NAK?

P.S.

Interessanter Artikel zum Thema:

http://www.glaubenskultur.de/artikel-629.html

Benutzeravatar
Edi
Beiträge: 9585
Registriert: Montag 12. Januar 2004, 18:16

Beitrag von Edi » Montag 8. September 2008, 18:58

Marcus hat geschrieben:Edi, Du warst nicht zufällig auch mal in der NAK?
Nein, war ich nicht. Aber meine Oma ist im Alter von 60 oder mehr Jahren noch zu den Aposteln übergetreten und zudem hatte ich immer wieder auch privaten Kontakt zu Mitgliedern der NAK. Dann haben auch nahe Verwandte, die Apostel als Kollegen hatten, immer wieder über diese berichtet. Auserdem kamen sie vor Jahren immer auch in die Häuser (ob sie das heute noch tun, ist mir nicht bekannt). Ein Bekannter wollte mir das Aposteltum immer wieder mal eintrichtern, seine Lebensweise hat aber alles andere als überzeugt. Alles, was ich bisher bei denen gesehen habe, war wie so ein nachgemachter, unechter Glaube für Leute, die selber nichts denken und hinterfragen wollen. Einmal war ich in einen Gottesdienst eingeladen, naja, dachte ich, mal sehen. Sie brauchen keine studierten Prediger wie andere, so sagten sie. Womit ich gewiss nicht sagen will, dass studierte Theologen nicht auch eine Menge Quatsch erzählen können).Dementsprechend flach und simpel war auch ihre Predigt. Sie haben damals ein Lied gesungen: "bei dir in der Höh' (ich erinnere mich noch genau), auf der kurzen Nachhausefahrt hatte der Mann, der mich einlud, Krach mit seiner Frau - war also nichts mit der Höh'.

Wer Jesus Christus nicht selber erfährt und nur allein andern nachplappert, der ist arm dran, selbst, wenn er die beste Lehre hat, was hier ja nicht der Fall ist. Es werden Riten eingeghalten, aber der lebendige Glaube fehlt. Das ganze ist eine gewaltige Roßtäuscherei, mal ganz abgesehen von deren Irrlehren. Sie erfrechen sich ja auch zu behaupten, nach den echten Aposteln sei jahrhundertlang geistlich alles tot gewesen bis zu der Zeit wo Gott angeblich die neuen Apostel erweckt hätte,a so sie selber. Schon dass allein ist ein Granatenschwindel, man darf nur ein wenig die Kirchengeschichte ansehen, um zu wissen, dass das nicht stimmt.

Benutzeravatar
Marcus
Beiträge: 3028
Registriert: Dienstag 13. Juni 2006, 14:48

Beitrag von Marcus » Montag 8. September 2008, 20:03

Hallo Edi,

danke für Deine Antwort.

Ja, die Predigten sind inhaltlich sehr flach in der NAK. Als bester Prediger gilt auch meist der, welcher eine inhaltlich flache Predigt mit guter Rhetorik anreichern kann und sich gut darzustellen vermag. Aber gerade die freie Form der Predigt, also ohne Manuskript, wird von der NAK gerne als Argument gegen andere christl. Glaubensgemeinschaften genutzt, um dem eigenen Volk zu sagen, dass man keine stud. Theologen und vorgefertigte Predigten bräuchte, weil in der NAK ja der Hl. Geist wirke und die Predigten entsprechend inspiriert seien.

Wie ist Deine Oma eigentlich zur NAK gekommen? Bei meiner lag das zum Einen an den schlechten Erfahrungen, welche die Familie mit der Evangelischen Kirche gemacht hatte und zum Anderen, dass sie durch eine gute Freundin der Familie in diese Sekte hineingeführt wurde und ihr die „familiäre Atmosphäre“ dort gefallen haben muss.

Gruß Marcus

Benutzeravatar
wackererkatholik
Beiträge: 81
Registriert: Dienstag 5. Juni 2007, 14:09
Wohnort: ...tief im Westen

Beitrag von wackererkatholik » Montag 8. September 2008, 20:17

Bei mir fing auch alles mit meiner Oma an :mrgreen: !

Schon interessant oder... 8)
Stat crux dum volvitur orbis.

Benutzeravatar
Edi
Beiträge: 9585
Registriert: Montag 12. Januar 2004, 18:16

Beitrag von Edi » Montag 8. September 2008, 20:25

Marcus hat geschrieben:Hallo Edi,

danke für Deine Antwort.

Ja, die Predigten sind inhaltlich sehr flach in der NAK. Als bester Prediger gilt auch meist der, welcher eine inhaltlich flache Predigt mit guter Rhetorik anreichern kann und sich gut darzustellen vermag. Aber gerade die freie Form der Predigt, also ohne Manuskript, wird von der NAK gerne als Argument gegen andere christl. Glaubensgemeinschaften genutzt, um dem eigenen Volk zu sagen, dass man keine stud. Theologen und vorgefertigte Predigten bräuchte, weil in der NAK ja der Hl. Geist wirke und die Predigten entsprechend inspiriert seien.

Wie ist Deine Oma eigentlich zur NAK gekommen? Bei meiner lag das zum Einen an den schlechten Erfahrungen, welche die Familie mit der Evangelischen Kirche gemacht hatte und zum Anderen, dass sie durch eine gute Freundin der Familie in diese Sekte hineingeführt wurde und ihr die „familiäre Atmosphäre“ dort gefallen haben muss.

Gruß Marcus
Hallo Marcus,

meine Oma war mal einige Zeit lang krank und lebte allein (Mann längst verstorben). Das erfuhren die Apostel und so kamen sie zu ihr und halfen ihr auch da und dort, bei Einkaufen usw. Nachdem sie wieder gesund war, wurde sie natürlich in die Apostelkirche eingeladen und so kam es, dass sie dort Mitglied wurde. Den Stammapostel hatte sie dann auch an der Wand hängen und erzählte, dass ihr wie eine Art Strich durch die Brust ging, als sie von einem Apostel versiegelt wurde.
Bekannt ist ja, wie du auch andeutest, dass die Apostel eine mehr oder weniger familiäre Atmosphäre haben und dass sie auch zusammenhalten, offenbar mehr als andere Christen. Das allein hat schon manche bewogen, dort beizutreten. Ein ehemals Evangelischer sagte mir einmal, es sei in der Apostelkirche viel familiärer und man habe zu den andern Gläubigen dort mehr Kontakt als in der ev. Kirche, daher sei er dort eingetreten. Sich immer wieder ordentlich einen hinter die Binde gekippt, hat der Versiegelte aber weiterhin.

Gruss Edi

Benutzeravatar
Marcus
Beiträge: 3028
Registriert: Dienstag 13. Juni 2006, 14:48

Beitrag von Marcus » Montag 8. September 2008, 22:23

Es ist schon bezeichnend, dass man in keiner neuapostolischen Gemeinde ein Kruzifix, eine Ikone, dafür aber wenigstens im Ämterzimmer ein Bild des Stammapostels, des Bezirksapostels und des Apostels vorfindet. Und solche Bilder konnte man sich zumindest früher über den kircheneigenen Verlag auch bestellen und dann ins Wohnzimmer hängen. Auf den von der NAK herausgegebenen Kalender waren auch immer der Stammapostel, Bezirksapostel und Apostel zu sehen. Außerdem wurden deren Geburtstage vermerkt. Da hatte man sich sozusagen einen eigenen „Heiligengedenkkalender“ gemacht.

Sebastian und Wackererkatholik: Gab es bei Euch damals auch Sonntagsschullehrerinnen, die Euch eintrichtern wollten, dass die Apostel, vor allem der Stammapostel, das lebendige Wort Gottes verkündeten, man daher diese Predigten nicht kritisieren oder nur gedanklich hinterfragen dürfe und Kritik an einer Apostelpredigt sogar eine Sünde gegen den Heiligen Geist darstelle, da diese beim Predigen ja vom Hl. Geist geleitet würden? Ich bin zwar Gott sei Dank in einer liberalen Familie aufgewachsen. Wer aber aus einem konservativen neuapostolischen Elternhaus zur Zeit meiner Kindheit stammte, der glaubte in vielen Fällen weniger aus Liebe und Überzeugung an Gott, die Apostel und die NAK, sondern aus purer Angst und hatte auch ständig Angst, etwas falsch zu machen. Das ging soweit, dass manche Nakies erzählten, als Kinder immer große Angst davor gehabt zu haben, wenn ihre Eltern mal eine zeitlang außer Haus waren. Sie dachten nämlich, dass der Herr Jesus in der Zwischenzeit gekommen sei um die „Seinigen“ zu holen und sie, weil sie eventuell nicht artig waren, zurückbleiben mussten. Und weil es immer hieß, dass der Herr sein „auserwähltes Volk“ an weltlichen Orten wie Kinos, Sportplätzen, Diskotheken etc... nicht suchen würde, wurde einem dringlich geraten, diesen fernzubleiben. Das betraf zwar meiner Generation schon weniger, meine Oma war aber als ich einem Fußballverein beitreten wollte aus diesem Grund sehr skeptisch über mein Vorhaben.

Einen wirklich innigen und lebendigen Glauben hatten m. E. relativ wenige Nakies. Der Glaube bestand eigentlich nur in der kindlichen Annahme der postulierten neuapostolischen Lehren. In der Bibel wurde sehr wenig gelesen. Bibelkreise existierten nicht. Und die Kirchengeschichte spielte auch keine Rolle. Nach dem Bild der NAK muss die Kirche Christi nämlich so eine Art Phönix sein. Vom Ableben des letzten Apostels bis ins 19. Jahrhundert, wo das Apostelamt wieder eingeführt wurde, gab es sie nämlich nicht. Wurde jemand krank, war man bemüht einen möglichst hohen Amtsträger um sein Gebet zu bitten, weil man das für effektiver hielt.

Die NAK ist für einige Nakies so eine Art „Arsche Noah“. Wer auf dem Schiff ist, der ist in Sicherheit. Wer es verlässt und nicht an Bord geht, kommt in der Sintflut um. Das würde zwar so heute kein Amtsträger mehr sagen. Diese Denkrichtung existiert aber durchaus noch in den Köpfen einiger Amtsträger.

Sicherlich hat sich im Laufe der Zeit auch in der NAK nicht zuletzt aufgrund des starken öffentlichen Drucks durch Aussteigern in den 90er Jahren doch einiges zum Guten gewendet. Nicht vergessen darf man allerdings, dass die meisten Nakies in dem von mir skizzierten System aufgewachsen sind und das bei vielen seine Spuren hinterlassen hat und auch noch nachwirkt. Ich hatte als Jugendlich, so absurd das auch klingen mag, das Glück Agnostiker und auch Atheist gewesen zu sein. So war ich von der NAK wenigstens nicht mehr beeinflussbar und konnte dann als Erwachsener nach und nach zum christlichen Glauben finden. Und weil ich im Grunde nicht viel über den christlichen Glauben wusste und auch nie zuvor in der Bibel las, musste ich ganz von vorne beginnen.

Benutzeravatar
Edi
Beiträge: 9585
Registriert: Montag 12. Januar 2004, 18:16

Beitrag von Edi » Montag 8. September 2008, 23:16

Marcus hat geschrieben:....Das ging soweit, dass manche Nakies erzählten, als Kinder immer große Angst davor gehabt zu haben, wenn ihre Eltern mal eine zeitlang außer Haus waren. Sie dachten nämlich, dass der Herr Jesus in der Zwischenzeit gekommen sei um die „Seinigen“ zu holen und sie, weil sie eventuell nicht artig waren, zurückbleiben mussten.
Diese Sekten wie auch nicht wenige Pfingstler reden sehr oft von der Entrückung und meinen, diese Zeit käme bald, evtl. sgar zu unseren Lebzeiten noch. Wohl möchten sie gerne aus allen irdischen Nöten und Schwierigkeiten befreit sein, das scheint ein wichtiges Motiv dabei zu sein.
Sie leben aber nicht so, wie man es von jemand erwarten könnte, der meint, der Herr käme sehr bald.

Eine Pfingstlerin sprach zu mir auch einmal darüber und ich antwortete darauf, der Herr brauche nicht wiederzukommen, er säße ja gleich unter unserem Tisch und lache. Diesen lockeren Spruch hat sie mir aber sehr übel genommen und meinen Spruch auch andern erzählt. Dabei wollte ich etwas Ernstes damit sagen, nämlich dass der Herr immer bei uns sein wolle und wir nicht erst auf sein Wiederkommen warten müssten. Er sei ja im Geiste immer da, so wir ihn suchten. Mit dem Spruch hatte ich es bei ihr aber so verdorben und konnte dann auch nicht erklären, was ich damit gemeint habe. Diese Leute sind unfähig mit anderen Menschen überhaupt zu reden, sobald sie merken, dass man nicht so ganz einig mit ihnen ist, denn sie haben mehr Angst als Gottesliebe.

Die Neuapostolischen haben mit einem Lügengebäude angefangen, mit Lügen (u.a. Stammapostel Bischoff) weitergemacht und sollten ihren Verein lieber früher als später dicht machen. Alle diese Leute sind weit weg davon Apostel zu sein, sondern pflegen nur ihre Irrtümer und die ihrer Vorfahren weiter. Es ist gut, das denen jetzt nicht wenige Leute davonlaufen.

Benutzeravatar
Sebastian
Beiträge: 1537
Registriert: Sonntag 20. August 2006, 11:23
Wohnort: Frag den Igel
Kontaktdaten:

Beitrag von Sebastian » Dienstag 9. September 2008, 10:32

Marcus hat geschrieben:Sebastian und Wackererkatholik: Gab es bei Euch damals auch Sonntagsschullehrerinnen, die Euch eintrichtern wollten, dass die Apostel, vor allem der Stammapostel, das lebendige Wort Gottes verkündeten, man daher diese Predigten nicht kritisieren oder nur gedanklich hinterfragen dürfe und Kritik an einer Apostelpredigt sogar eine Sünde gegen den Heiligen Geist darstelle, da diese beim Predigen ja vom Hl. Geist geleitet würden?
Nö, nicht in solcher Form. "Meine" Sontagsschullehrerin war lieb und wollte uns christliches Grundwissen vermitteln. Das, was in den Heften vorgeschrieben war, wurde gepflegt übergangen und statt dessen hörten wir "Geschichten aus der Bibel" ...

Ich halte es auch - für meinen Teil - nicht sonderlich hilfreich sich mit der NAK weiter zu befassen. Warum auch? Sie ist das, was sie ist.
Mich interessieren weder die Entwicklungen dieser Gemeinschaft, noch die unzähligen häretischen Lehren. Mit der orthodoxen Taufe habe ich mich auch endgültig von der NAK verabschiedet ...
"Selig sind die, die nicht gesehen und doch geglaubt haben" (Joh. 20,31)

Benutzeravatar
tantum ergo
Beiträge: 315
Registriert: Montag 3. März 2008, 16:08
Wohnort: Düsseldorf

Beitrag von tantum ergo » Dienstag 9. September 2008, 10:35

Sebastian hat geschrieben:Ich halte es auch - für meinen Teil - nicht sonderlich hilfreich sich mit der NAK weiter zu befassen. Warum auch? Sie ist das, was sie ist.
Meine Bitte um Eindrücke von Euch ist jedenfalls erfüllt: herzlichen Dank dafür!
Jetzt muss ich mich nur noch entscheiden, ob ich zu diesem Konzert gehe oder eher nicht (wahrscheinlich eher nicht, aber falls doch, kann ich bei Interesse gerne berichten)
Gottes Segen,
tantum ergo
„Ich bin gekommen, um Feuer auf die Erde zu werfen. Wie froh wäre ich, es würde schon brennen!“ (Lk 12,49)

Benutzeravatar
wackererkatholik
Beiträge: 81
Registriert: Dienstag 5. Juni 2007, 14:09
Wohnort: ...tief im Westen

Beitrag von wackererkatholik » Dienstag 9. September 2008, 11:08

Geh mal ruhig hin. Die beißen schon nicht und du machst mir nicht den Eindruck, eine labile, für die NAK empfängliche Seele zu haben.

Deine Eindrücke würden mich nämlich sehr interessieren ;D
Stat crux dum volvitur orbis.

Benutzeravatar
tantum ergo
Beiträge: 315
Registriert: Montag 3. März 2008, 16:08
Wohnort: Düsseldorf

Beitrag von tantum ergo » Dienstag 9. September 2008, 13:56

wackererkatholik hat geschrieben:Geh mal ruhig hin. Die beißen schon nicht und du machst mir nicht den Eindruck, eine labile, für die NAK empfängliche Seele zu haben.
Deine Eindrücke würden mich nämlich sehr interessieren ;D
Es geht mir weniger um die Sorge, "umgedreht"zu werden, sondern mehr darum, ob ich mich wirklich überhaupt auf eine solche Veranstaltung einlassen möchte, zumal ich dafür auch noch ein etwas hektisches Wochenende in Kauf nehmen müsste. Aber ich schau mal :hmm:

Gottes Segen,
tantum ergo
„Ich bin gekommen, um Feuer auf die Erde zu werfen. Wie froh wäre ich, es würde schon brennen!“ (Lk 12,49)

Benutzeravatar
Marcus
Beiträge: 3028
Registriert: Dienstag 13. Juni 2006, 14:48

Beitrag von Marcus » Dienstag 9. September 2008, 20:23

Sebastian hat geschrieben:
Marcus hat geschrieben:Sebastian und Wackererkatholik: Gab es bei Euch damals auch Sonntagsschullehrerinnen, die Euch eintrichtern wollten, dass die Apostel, vor allem der Stammapostel, das lebendige Wort Gottes verkündeten, man daher diese Predigten nicht kritisieren oder nur gedanklich hinterfragen dürfe und Kritik an einer Apostelpredigt sogar eine Sünde gegen den Heiligen Geist darstelle, da diese beim Predigen ja vom Hl. Geist geleitet würden?
Nö, nicht in solcher Form. "Meine" Sontagsschullehrerin war lieb und wollte uns christliches Grundwissen vermitteln. Das, was in den Heften vorgeschrieben war, wurde gepflegt übergangen und statt dessen hörten wir "Geschichten aus der Bibel" ...

Ich halte es auch - für meinen Teil - nicht sonderlich hilfreich sich mit der NAK weiter zu befassen. Warum auch? Sie ist das, was sie ist.
Mich interessieren weder die Entwicklungen dieser Gemeinschaft, noch die unzähligen häretischen Lehren. Mit der orthodoxen Taufe habe ich mich auch endgültig von der NAK verabschiedet ...
Da gebe ich Dir vollkommen Recht. Ich hätte das Thema NAK auch nicht weiter angeschnitten, wenn es nicht zum Thread-Thema gemacht worden wäre. Außenstehende sollte aber mal einen Eindruck davon haben, wie es zumindest früher dort so zuging, wobei einige Vorsteher geistig immer noch im „bischofflichen Zeitalter“ leben müssen, wie man so mitbekommt.

Bei uns war es auch nicht der Fall, dass uns ständig so ein Zeug eingetrichtert wurde. Aber bei Kindern, die ohnehin aus einem stramm neuapostolischen Elternhaus kamen und sich im Sonntagsschulalter befanden, brauchte man auch nicht ständig dieses Thema anzusprechen, um sie dazu zu bringen, sich der Autorität des Stammapostels und der anderen Apostel unterzuordnen.

Benutzeravatar
Dottore Cusamano
Beiträge: 1129
Registriert: Sonntag 20. Januar 2008, 15:19

Beitrag von Dottore Cusamano » Donnerstag 9. Oktober 2008, 11:41

@tantum ergo

Hallo tantum ergo!

Hast Du die Veranstaltung inzwischen besucht? Wenn ja, wie war Dein Eindruck von diesen Leuten?

Gruß
DC
"Da erhob sich ein Kampf im Himmel: Michael und seine Engel kämpften mit dem Drachen, und auch der Drache und seine Engel kämpften. Doch sie richteten nichts aus und es blieb kein Platz mehr für sie im Himmel." (Offb 12, 7-8)

Benutzeravatar
tantum ergo
Beiträge: 315
Registriert: Montag 3. März 2008, 16:08
Wohnort: Düsseldorf

Beitrag von tantum ergo » Donnerstag 9. Oktober 2008, 11:53

Dottore Cusamano hat geschrieben:Hallo tantum ergo!
Hast Du die Veranstaltung inzwischen besucht? Wenn ja, wie war Dein Eindruck von diesen Leuten?
Gruß
DC
Hallo,
nein ich war nicht bei der Veranstaltung, was aber nicht an den "thread-Ergebnissen" lag, sondern daran, dass ich an dem Tag schlicht keine Zeit hatte. Da der Kontakt dorthin aber eine Kollegin meiner Frau ist, bin ich sicher, dass wir noch mal eine Einladung erhalten werden ...

Gottes Segen,
tantum ergo
„Ich bin gekommen, um Feuer auf die Erde zu werfen. Wie froh wäre ich, es würde schon brennen!“ (Lk 12,49)

Benutzeravatar
ifugao
Beiträge: 1489
Registriert: Freitag 13. April 2007, 09:55

Neuapostolische Kirche

Beitrag von ifugao » Mittwoch 17. Juni 2009, 11:50

Dieses Thema wurde aus dem "Kirchenmusik-Thread" auf der Orgelempore abgetrennt. Ifuago hat ihn nicht eröffnet.
cantus planus, Moderator



Jetzt sage mir nur noch einer Jugendliche hätten kein Interesse an Gott.

Es ist eine Amateuraufnahme.... Die Stimmung gibt es dennoch wieder.

http://www.youtube.com/watch?v=7E9L1Lry ... re=related

Hier noch eine Aufnahme

http://www.youtube.com/watch?v=_7ssGKem ... re=related

Lobe den Herren gesungen von fast 5. Menschen

http://www.youtube.com/watch?v=cyoNxe7idJ&NR=1
Zuletzt geändert von ifugao am Mittwoch 17. Juni 2009, 12:03, insgesamt 1-mal geändert.
Der Schwache kann nicht verzeihen. Verzeihen ist eine Eigenschaft des Starken.
Mahatma Gandhi

Benutzeravatar
Teutonius
Beiträge: 972
Registriert: Donnerstag 6. Mai 2004, 23:30
Wohnort: Berlin SO

Re: Kirchenmusik bei Youtube

Beitrag von Teutonius » Mittwoch 17. Juni 2009, 11:54

Toll wie die beim Halleluja alle sitzen bleiben...
fide & caritate

Benutzeravatar
ifugao
Beiträge: 1489
Registriert: Freitag 13. April 2007, 09:55

Re: Kirchenmusik bei Youtube

Beitrag von ifugao » Donnerstag 18. Juni 2009, 08:59

Ja, es muß wohl sehr schön gewesen sein.
Habe ich gerade eben gefunden:

///
  • Sektenwerbung entfernt.
    cantus planus, Mod.
Der Schwache kann nicht verzeihen. Verzeihen ist eine Eigenschaft des Starken.
Mahatma Gandhi

Benutzeravatar
ifugao
Beiträge: 1489
Registriert: Freitag 13. April 2007, 09:55

Re: Kirchenmusik bei Youtube

Beitrag von ifugao » Donnerstag 18. Juni 2009, 11:50

ifugao hat geschrieben:Ja, es muß wohl sehr schön gewesen sein.
Habe ich gerade eben gefunden:

///
  • Sektenwerbung entfernt.
    cantus planus, Mod.
Ach du liebe Zeit.... :auweia:
Was habe ich denn jetzt gemacht?
Der Schwache kann nicht verzeihen. Verzeihen ist eine Eigenschaft des Starken.
Mahatma Gandhi

Benutzeravatar
cantus planus
Beiträge: 24273
Registriert: Donnerstag 20. Juli 2006, 16:35
Wohnort: Frankreich: Département Haut-Rhin; Erzbistum Straßburg

Re: Kirchenmusik bei Youtube

Beitrag von cantus planus » Donnerstag 18. Juni 2009, 12:01

Dokumente der "Neuapostolischen Kirche" verlinkt.
Nutzer seit dem 13. September 2015 nicht mehr im Forum aktiv.

‎Tradition ist das Leben des Heiligen Geistes in der Kirche. — Vladimir Lossky

Benutzeravatar
ifugao
Beiträge: 1489
Registriert: Freitag 13. April 2007, 09:55

Re: Kirchenmusik bei Youtube

Beitrag von ifugao » Donnerstag 18. Juni 2009, 15:26

ifugao hat geschrieben:
ifugao hat geschrieben:Ja, es muß wohl sehr schön gewesen sein.
Habe ich gerade eben gefunden:

///
  • Sektenwerbung entfernt.
    cantus planus, Mod.
Ach du liebe Zeit.... :auweia:
Was habe ich denn jetzt gemacht?
Dokumente der "Neuapostolischen Kirche" verlinkt.
Das waren keine Dokumente. Es war eine für jedermann zugängliche kleine Zeitung.
Übrigens war ich bei diesem Event nicht dabei. Der ev. Kirchentag...... du verstehst.
Wenn dies deine persönliche Meinung über diese Kirche ist bleibt es dir selbstverständlich unbenommen dies jederzeit niederzuschreiben.
Als kompetenter Moderator solltest du aber auch darauf achten sie als deine persönliche Meinung zu kennzeichen.
Mir haben lediglich die 40.000 Jugendlichen gefallen, die 4 Tage in Düsseldorf ihren Glauben friedlich gefeiert haben.
So etwas sollte man auch einmal zeigen, bevor hier wieder das große Geheule losgeht. "Wir haben keine Jugend mehr in den Gemeinden"
Der Schwache kann nicht verzeihen. Verzeihen ist eine Eigenschaft des Starken.
Mahatma Gandhi

Benutzeravatar
cantus planus
Beiträge: 24273
Registriert: Donnerstag 20. Juli 2006, 16:35
Wohnort: Frankreich: Département Haut-Rhin; Erzbistum Straßburg

Re: Kirchenmusik bei Youtube

Beitrag von cantus planus » Donnerstag 18. Juni 2009, 15:37

Ich äußere meine Meinung als Moderator immer deutlich von meiner Privatmeinung abgesetzt, wie auch in diesem Fall: die "Neuapostolische Kirche" ist eine Sekte, die Sonderlehren vertritt, die von keiner anderen Kirche (im weitesten Sinne) anerkannt wird, und der alle Merkmale einer Kirche abzusprechen sind, sogar jene, die man bspw. den Lutheranern zugestehen kann. Selbst die notorisch unzuverlässige Wikipedia stellt fest: "Die Neuapostolische Kirche ist weder im Ökumenischen Rat der Kirchen noch in der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) vertreten und arbeitet auch nicht in der Evangelischen Allianz mit, wobei mittlerweile Aufnahmeanträge gestellt wurden oder Annäherungen bestehen. Da die NAK an einigen exklusiven Aussagen festhält, konnte es noch nicht zu einer Einigung kommen." Soviel zu meiner Privatmeinung...

Die verlinkten Magazine waren übrigens in diesem Strang thematisch ohnehin daneben, da sie mit Kirchenmusik nichts zu tun hatten. Es ist schön, dass so viele Jugendliche ihren Glauben friedlich gefeiert haben. Mit Kirchenmusik hat ein derartiges Event ebenso viel zu tun, wie der Besuch des Dalai Lamas.

Ich sehe nicht, warum die verlinkten Magazine in einem katholischen Internetforum in dieser recht unkritischen - um nicht zu sagen: den Eindruck einer Befürwortung vermittelnden Art und Weise - Platz finden sollten. Beschwerden gegen Entscheidungen der Moderation können jederzeit beim Administrator eingebracht werden.

cantus planus,
Moderator
Nutzer seit dem 13. September 2015 nicht mehr im Forum aktiv.

‎Tradition ist das Leben des Heiligen Geistes in der Kirche. — Vladimir Lossky

Benutzeravatar
ifugao
Beiträge: 1489
Registriert: Freitag 13. April 2007, 09:55

Re: Kirchenmusik bei Youtube

Beitrag von ifugao » Donnerstag 18. Juni 2009, 15:49

Beschwerden gegen Entscheidungen der Moderation können jederzeit beim Administrator eingebracht werden.

Prust.....
Als wäre mir das wichtig. :freude:
Der Schwache kann nicht verzeihen. Verzeihen ist eine Eigenschaft des Starken.
Mahatma Gandhi

Antworten Vorheriges ThemaNächstes Thema