Teilnahme am evangelischen Gottesdienst

Rund um Anglikanertum, Protestantismus und Freikirchenwesen.

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Petrus
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Re: Teilnahme am evangelischen Gottesdienst

Beitrag von Petrus » Freitag 13. April 2018, 20:42

umusungu hat geschrieben:
Donnerstag 12. April 2018, 21:44
Petrus hat geschrieben:
Donnerstag 12. April 2018, 17:40
umusungu hat geschrieben:
Donnerstag 12. April 2018, 00:11
Warum wird kein Aspergil mitgenommen?
Weil die Verwendung von Weihwasser bei einer evangelischen Beerdigung nicht üblich ist.
aber das öffentliche Beten des Rosenkranzes ist ok, oder wie?
probier' das doch mal aus,
umusungu,

und berichte dann gern uns Allen hier :)

btw: ich bin kein Rosenkranzbeter.
muß mal nachschauen,

mombi +++
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Petrus
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Re: Teilnahme am evangelischen Gottesdienst

Beitrag von Petrus » Freitag 13. April 2018, 20:45

so.

Rosenkranz gesucht, und gefunden.

Alles gut.
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Petrus
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Re: Teilnahme am evangelischen Gottesdienst

Beitrag von Petrus » Freitag 13. April 2018, 21:43

umusungu hat geschrieben:
Freitag 13. April 2018, 19:45
Ich habe auch schon in Chorkleidung an einem evangelischen Sonntagsgottesdienst teilgenommen und die Schriftlesung übernommen.
auch das noch.

übrigens:

bei uns (Bayreuth) ist es üblich,
dass der evangelische Dekan
im Amts-Gewand
bei der Fronleichnams-Prozession mitgeht.


bittschön:
http://www.nordbayerischer-kurier.de/na ... ion_268107
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Petrus
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Re: Teilnahme am evangelischen Gottesdienst

Beitrag von Petrus » Freitag 13. April 2018, 21:58

umusungu hat geschrieben:
Freitag 13. April 2018, 19:45
Ich habe auch schon in Chorkleidung an einem evangelischen Sonntagsgottesdienst teilgenommen und die Schriftlesung übernommen.
danke. super.

In meiner ursprünglichen Heimat ist es neuerdings bei der Fronleichnamsprozession üblich, daß der evang.-luth Dekan da mitgeht.

bittschön:


http://www.nordbayerischer-kurier.de/na ... ion_268107
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Lycobates
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Re: Teilnahme am evangelischen Gottesdienst

Beitrag von Lycobates » Freitag 13. April 2018, 22:15

umusungu hat geschrieben:
Freitag 13. April 2018, 19:45
Lycobates hat geschrieben:
Freitag 13. April 2018, 18:01
FranzSales hat geschrieben:
Freitag 13. April 2018, 16:49

Ich würde:

- mich erheben
- mich hinsetzen
- mich hinknien (gibt es z.B. in der SELK)
- mitbeten und das Vaterunser sprechen
- mitsingen
Das Heilige Offizium war da über Jahrhunderte konsistent einer anderen Meinung (siehe hier: http://www.latinmassmagazine.com/articl ... Allan.html), und ich glaube der hl. Franz von Sales auch. :hmm:

Ich würde demnach, gerade im Hinblick auf die allgemeine heutige Verflachung, zu desto größerer Vorsicht mahnen.
Wir sind nicht mehr in den Zeiten kämpferischer Gegenreformation.
Die Praxis der Kirche, wie im verlinkten Artikel beschrieben, beschränkt sich keineswegs auf die Zeit der katholischen Reform bis heute. (Nur sind Dekrete aus noch früheren Zeiten etwas schwieriger aufzutreiben, und weniger bequem zusammenzustellen, aber sie existieren).
Ein Blick in die Kirchengeschichte, etwa z.Z. der arianischen Kontroverse oder der Donatistenkrise, um nur das Altertum zu benennen, bezeugt unmißverständlich, wie klar die Catholica ihre Gläubigen immer gegen Schisma und Häresie abgegrenzt hat und auch hat abgrenzen müssen. Das ist schlichtweg ein Erfordernis des Ersten Gebotes, unumgänglichen göttlichen Rechts, wie der verlinkte Artikel zum Schluß bezeugt, und zwar zu Recht, und nicht kirchlichen (reformablen) Rechts.
Es gibt demnach auch keinen Kleriker oder Laien, der für sich oder andere rechtswirksam bestimmen könnte, daß dem ab Tag X nicht mehr so sein müsse oder könne.

Eine indifferente Haltung, die eine communicatio in sacris ohne vollständige Glaubens- und Rechtsgemeinschaft befürwortet und praktiziert, ist katholischerseits nicht nachvollziehbar. Sie ist auch ein Betrug der Uninformierten, denen Unverbindlichkeit vorgegaukelt wird.
Das 1917 kodifizierte Kirchenrecht, das bis 1983 zumindest formal auch bei Konzilens galt, statuierte für diesen Fall von Rechts wegen einen Häresieverdacht.
Wenn Begriffe noch Sinn und Inhalt haben, dann sollte das doch zu denken geben.

Sine ira et studio
Der Mittelweg ist der einzige Weg, der nicht nach Rom führt (Arnold Schönberg)
*
Fac me Tibi semper magis credere, in Te spem habere, Te diligere
*
... una cum omnibus orthodoxis, atque catholicae et apostolicae fidei cultoribus

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Raphael
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Re: Teilnahme am evangelischen Gottesdienst

Beitrag von Raphael » Sonnabend 14. April 2018, 08:44

Lycobates hat geschrieben:
Freitag 13. April 2018, 22:15
Wenn Begriffe noch Sinn und Inhalt haben, dann sollte das doch zu denken geben.
Und genau das ist das Einfallstor für die verderblichen Irrlehren! :auweia:

Nach dem lingustic turn meinen zunehmend mehr Theologen, man können sich alles zurechtdefinieren, wie es in den Kram paßt. Kirchliche Gebote sind schließlich lästig und es ist mit Mühen verbunden, wenn man sie erfüllen möchte. Also verbiegt man lieber die traditionellen Begriffe, frei nach dem Motto:
Was nicht paßt, wird passend gemacht! :daumen-runter:

Darüber hinaus kann dann auch noch empirisch gegen die Existenz einer einzigen Kirche argumentiert werden:
Die protestantischen Gemeinschaften haben nun schon fünf Jahrhunderte überdauert und sind trotz des "Großen Abfalls" - auch bekanntgeworden als Reformation - nicht im Nirwana gelandet. :pirat:
Und Geschichte ist nach kirchlicher Auffassung Heilsgeschichte, demzufolge muß dann ja die protestantische Gemeinschaft zum Heil der Menschheit beitragen.

Und warum sollten die Katholiken nicht selbstkritisch sein, beherbergen sie doch etliche dubiose Gestalten in ihren Reihen? :hmm:

All diesen Einwendungen soll folgender Ratschlag aus der Hl. Schrift entgegengehalten werden:
Geliebte, da es mich sehr drängte, euch über unsere gemeinsame Rettung zu schreiben, hielt ich es für notwendig, euch mit diesem Brief zu ermahnen: Kämpft für den Glauben, der den Heiligen ein für alle Mal übergeben ist! Denn es haben sich einige Leute eingeschlichen, die schon seit Langem für das Gericht vorgemerkt sind: Gottlose, die unseres Gottes Gnade mit einem zügellosen Leben vertauschen und die Jesus Christus, unseren einzigen Herrscher und Herrn, verleugnen.
(Brief des Judas 3 f.)
Die Welt kann man nur verstehen, wenn man vor dem Kreuz von Golgatha kniet!

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Re: Teilnahme am evangelischen Gottesdienst

Beitrag von Niels » Sonnabend 14. April 2018, 08:49

umusungu hat geschrieben:
Freitag 13. April 2018, 19:45
Ich habe auch schon in Chorkleidung an einem evangelischen Sonntagsgottesdienst teilgenommen und die Schriftlesung übernommen.
Soviel missionarischen Eifer hätte ich Dir gar nicht zugetraut. :blinker:
O Herr, verleih, dass Lieb' und Treu'
in dir uns all verbinden,
dass Hand und Mund zu jeder Stund'
dein' Freundlichkeit verkünden,
bis nach der Zeit den Platz bereit'
an deinem Tisch wir finden.

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Re: Teilnahme am evangelischen Gottesdienst

Beitrag von Radulf Thoringi » Sonnabend 14. April 2018, 18:40

FranzSales hat geschrieben:
Freitag 13. April 2018, 16:49
Keine physische Teilnahme am Gottesdienst. Also nicht sich erheben, hinsetzen, hinknien, oder was auch immer, wenn die anderen es tun. Nicht laut mitbeten, auch kein Vaterunser, kein Kreuzzeichen machen, nicht mitsingen, auch dann nicht, wenn das Kirchenlied auch ein katholisches sein könnte, denn der Anlaß ist kein katholischer.
Ich würde:

- mich erheben
- mich hinsetzen
- mich hinknien (gibt es z.B. in der SELK)
- mitbeten und das Vaterunser sprechen
- mitsingen
- natürlich (still) für den Verstorbenen beten

Ich würde nicht:

-am Abendmahl teilnehmen
:klatsch: Genau so sehen das offenbar auch andere Römer. Es ist übrigens auch nicht schlimm den Pfarrer links vom Hl. Vater nicht zu kennen. Der ist sicher nicht gleichermaßen wichtig und sowieso nur ein Häretiker.



Aber wie ich jetzt gelernt habe, ist Papst Franziscus nun zumindest unter Häresieverdacht.

Ich frag jetzt lieber nicht, ob möglicherweise bei einer ziemlich großen Konfession eine Führungsposition frei ist und ich es nur nicht weiß? :tuete:

Schön das Umusungu dem Heiligen Vater folgt. ;D
"Der erste Schluck aus dem Becher der Wissenschaft führt zum Atheismus, aber auf dem Grund des Bechers wartet Gott."
Werner Heisenberg

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Raphael
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Re: Teilnahme am evangelischen Gottesdienst

Beitrag von Raphael » Sonntag 15. April 2018, 08:11

Radulf Thoringi hat geschrieben:
Sonnabend 14. April 2018, 18:40
Ich frag jetzt lieber nicht, ob möglicherweise bei einer ziemlich großen Konfession eine Führungsposition frei ist und ich es nur nicht weiß? :tuete:
Ich sehe, Du sitzt hier einem weit verbreiteten Irrtum auf! 8)

Dieser Irrtum kann wie folgt formuliert werden:
Weil das Christentum eine Offenbarungsreligion ist, weiß jeder Christ alles das, was zum Vollzug dieser Religion relevant ist! :pfeif:
Die Welt kann man nur verstehen, wenn man vor dem Kreuz von Golgatha kniet!

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FranzSales
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Re: Teilnahme am evangelischen Gottesdienst

Beitrag von FranzSales » Donnerstag 24. Mai 2018, 11:39

Ich war letztes Wochenende zu einer Konfirmation unseres Patenkindes in der SELK. Eine sehr schöne lutherische Messe (mit etwas zu viel Liedern ...). Ich werde aber nie verstehen, warum die den Kanon abgeschafft haben. Präfation, Sanktus, Einsetzungsbericht (gesungen), Agnus Dei und dann gleich Austeilung.
Dort gibt es aber tatsächlich noch eine knieende Mundkommunion und die Gebete in Fahrtrichtung. :klatsch:
Zuletzt geändert von FranzSales am Donnerstag 24. Mai 2018, 11:41, insgesamt 3-mal geändert.
"Herr Jesus Christus, wir beten Dich an und benedeien Dich. In Deinem Heiligen Kreuz hast Du die Welt erlöst."

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