Hm ....
Da fängt der Text so verheißungsvoll an mit einem Loblied auf die Schönheit der Sexualität, und schwenkt dann schon im 2. Absatz in einen merkwürdig strohigen, von Soziologismen durchsetzten Tonfall ein, bei dem es mehr um Regeln als um Leben geht. Schade eigentlich, und traurig !
Am Ende kommt nicht mehr heraus als eine langatmige Rechtfertigung der theologischen Beliebigkeit, wie sie in der EKD nun mal vorherrscht. Mit LGBT ist gut, Herumreden um den Brei und allem, aber ohne jeden Charme. Wenn das Buch da nicht
sehr viel besser ist als dieser Teaser-Text, dann ist das ein trauriges Bild !
Unwillkührlich habe ich mich gefragt: was hat meine, katholische, Welt denn nun tatsächlich - jenseits aller Vorurteile - mehr zu bieten zu diesem Thema ?
Wo wird "auf katholisch" die Sexualität denn tatsächlich
gefeiert ? - doch ja, da wäre das Hohelied und recht persönliche Auslegungen dazu, und die sind ziemlich beliebt. Auch bei Exerzitien und in der Begleitung, auch bei Ordensleuten. Ja, die Kraft der Liebe und des Lebens, die da drin steckt, wird nicht nur "berücksichtigt", sondern
tatsächlich gefeiert.
Und dann ist da die "Theologie des Leibes" von PP. Johannes Paul II,
wie sie z.B. hier entfaltet wird. Sie ist eine großartige Meditation der Liebe, der Sexualität, der Körperlichkeit, und wie das alles zusammen hängt.
Dort finde ich all die Antworten, die ich als Jugendlicher so schmerzlich vermisst habe: "wie lerne ich
Liebe ?"
- Wie Sex geht, das wusste ich als Kind der sexuellen Befreiung ziemlich genau. Körperlich meine ich, nicht seelisch.
Dazu konnte mir damals niemand etwas sagen, das musste ich auf einem langen Weg mühsam allein heraus finden. Damals war ich auch noch nicht katholisch.
Wobei helfen dann Beiträge wie der hier beworbene dann eigentlich weiter ? Wo bieten sie wirklich Neues ?
Ich weiß nicht - ich fürchte: nirgends.
Schade.