Schuld und Sühne - Glauben Protestanten anders?
Verfasst: Dienstag 26. August 2014, 17:40
Die Frage nach Schuld und Sühne durchzieht nicht nur die Opfertheologie des Alten Bundes, sondern bestimmt auch den Anfang des Evangeliums. Reue geht der Taufe voraus ( wobei die Kindestaufe eine Sonderolle einnimmt ). Auch in der Theologie Jesu sowie seinen Zeichen und Wundern nimmt die Frage nach Schuld und Sühne eine zentrale Rolle ein. Das gilt etwa bei seinen Heilungen, die er mit der Vergebung von Sünden verbindet. Krankheit ist für ihn nicht länger Sündenstrafe. Gottes Wirken zeigt sich im Denken Jesu in der Heilung. Vergebung als persönliche Vorleistung vor der Vergebung durch den Vater im Himmel ist für ihn wesentlich. Und schließlich interpretiert er selbst seinen Tod als Opfer zur Vergebung der Sünden.
Das bestimmt natürlich auch das liturgische Geschehen im Gottesdienst. Wer die katholische Liturgie verstehen will, muss mit Jesus die ganze Bibel in den Blick nehmen. Darin entfalten sich nicht nur die Handlungen zeichenhaft. Der Glaube selbst ist weniger wörtlich, als vielmehr bildlich zu verstehen. Das gilt für Gottes Herrschaft im Bild des Staates bzw. des Reiches mitsamt seiner Lenkung durch den Herrn und seiner Gerichtsbarkeit am Jüngsten Tag, die gerechten Ausgleich herstellen soll und nicht einfach nur eine gnadenhafte Bestätigung der Sünder. Dem Bild der Gerichtsbarkeit entsprechen auch Orte der Belohnung und Bestrafung ( Himmel, himmlisches Jerusalem, Paradies, Feuersee ). Auch das Fegefeuer als Ort der Läuterung ist ein biblisches Motiv. Die allgemeine Auferstehung aller Toten ( nicht nur der Guten, sondern auch der Bösen ) ist die conditio sine qua non für die Gerichtsbarkeit. Auch hier glaubt die Kirche nicht an eine Auferstehung im materialistischen, sondern - wie Paulus ausführlich darstellt - im spirituellen Sinn. Auch beim Jüngsten Gericht geht es um Schuld und Sühne.
Probleme mit dieser eschatologischen Vision von der Auferstehung, dem Gericht, Himmel, Hölle und Fegefeuer haben diejenigen, die den Glauben 1. wörtlich nehmen, 2. egozentrisch nur um sich selbst Angst vor dem Tod haben und 3. auch nicht am gerechten Ausgleich, sondern nur an Gnade für sich selbst interessiert sind.
Das bestimmt natürlich auch das liturgische Geschehen im Gottesdienst. Wer die katholische Liturgie verstehen will, muss mit Jesus die ganze Bibel in den Blick nehmen. Darin entfalten sich nicht nur die Handlungen zeichenhaft. Der Glaube selbst ist weniger wörtlich, als vielmehr bildlich zu verstehen. Das gilt für Gottes Herrschaft im Bild des Staates bzw. des Reiches mitsamt seiner Lenkung durch den Herrn und seiner Gerichtsbarkeit am Jüngsten Tag, die gerechten Ausgleich herstellen soll und nicht einfach nur eine gnadenhafte Bestätigung der Sünder. Dem Bild der Gerichtsbarkeit entsprechen auch Orte der Belohnung und Bestrafung ( Himmel, himmlisches Jerusalem, Paradies, Feuersee ). Auch das Fegefeuer als Ort der Läuterung ist ein biblisches Motiv. Die allgemeine Auferstehung aller Toten ( nicht nur der Guten, sondern auch der Bösen ) ist die conditio sine qua non für die Gerichtsbarkeit. Auch hier glaubt die Kirche nicht an eine Auferstehung im materialistischen, sondern - wie Paulus ausführlich darstellt - im spirituellen Sinn. Auch beim Jüngsten Gericht geht es um Schuld und Sühne.
Probleme mit dieser eschatologischen Vision von der Auferstehung, dem Gericht, Himmel, Hölle und Fegefeuer haben diejenigen, die den Glauben 1. wörtlich nehmen, 2. egozentrisch nur um sich selbst Angst vor dem Tod haben und 3. auch nicht am gerechten Ausgleich, sondern nur an Gnade für sich selbst interessiert sind.