EKD - Geistliche und moralische Selbstauflösung

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San Marco
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Re: EKD - Geistliche und moralische Selbstauflösung

Beitrag von San Marco » Freitag 20. Juni 2014, 16:30

Edi hat geschrieben:
Wahrscheinlich wird es in Baden-Württemberg auch nicht mehr allzulange dauern bis homosexuelle Verbindungen wie in nicht wenigen andern Landeskirchen auch offiziell von der Kirche "einsegnet" werden dürfen.
Es gibt in Baden-Württemberg Gemeinden dreier evangelischen Landeskirchen. Die in Baden und die in Württemberg. Das Bündnis von Thron und Altar lässt die Grenzen des Großherzogtums Baden und des Königreichs Württemberg (beide von Napoleons Gnaden) weiterleben......
Hinzu kommt die Evangelisch-reformierte Gemeinde in Stuttgart mit 800 Mitgliedern, die zur evengelisch-reformierten Landeskirche gehört.

Die Evangelische Landeskirche in Baden ist eine unierte Kirche mit ca. 1,2 Mio Mitgliedern.

Die Evangelische Landeskirche in Württemberg ist eine lutherische Kirche mit ca. 2,2 Mio Mitgliedern.

Damit sind das zusammen ungefähr 15 Prozent aller evangelisch-landeskirchlichen Christen Deutschlands und 33 Prozent der baden-württembergischen Bevölkerung.

Pilgerer
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Re: EKD - Geistliche und moralische Selbstauflösung

Beitrag von Pilgerer » Freitag 20. Juni 2014, 17:13

San Marco hat geschrieben:
Edi hat geschrieben:
Wahrscheinlich wird es in Baden-Württemberg auch nicht mehr allzulange dauern bis homosexuelle Verbindungen wie in nicht wenigen andern Landeskirchen auch offiziell von der Kirche "einsegnet" werden dürfen.
Es gibt in Baden-Württemberg Gemeinden dreier evangelischen Landeskirchen. Die in Baden und die in Württemberg. Das Bündnis von Thron und Altar lässt die Grenzen des Großherzogtums Baden und des Königreichs Württemberg (beide von Napoleons Gnaden) weiterleben......
Hinzu kommt die Evangelisch-reformierte Gemeinde in Stuttgart mit 800 Mitgliedern, die zur evengelisch-reformierten Landeskirche gehört.

Die Evangelische Landeskirche in Baden ist eine unierte Kirche mit ca. 1,2 Mio Mitgliedern.

Die Evangelische Landeskirche in Württemberg ist eine lutherische Kirche mit ca. 2,2 Mio Mitgliedern.

Damit sind das zusammen ungefähr 15 Prozent aller evangelisch-landeskirchlichen Christen Deutschlands und 33 Prozent der baden-württembergischen Bevölkerung.
Trotzdem gibt es in den Landeskirchen auch noch evangelikale Gemeinden oder Kommunitäten, die der EAD nahestehen und den politik-hörigen Weg nicht mitgehen.
Es ist für Christen kein Problem, wenn der Staat andere Werte verfolgt als die Bibel. In dem Fall können sie ja trotzdem an ihren Werten festhalten. Schlecht wird es erst dann, wenn der Staat christliche Kirchen ideologisch indoktrinieren will oder sie das von sich aus tun.
10 Die Erlösten des HERRN werden wiederkommen und nach Zion kommen mit Jauchzen; ewige Freude wird über ihrem Haupte sein; Freude und Wonne werden sie ergreifen, und Schmerz und Seufzen wird entfliehen. (Jesaja 35,10)

gc-148
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Re: EKD - Geistliche und moralische Selbstauflösung

Beitrag von gc-148 » Freitag 20. Juni 2014, 17:19

Clemens hat geschrieben:Gestern durfte beim "Christustag" in Stuttgart, der Zentralveranstaltung des landeskirchlichen Pietismus, sogar Margot Käßmann auftreten und ihre Irrlehren verbreiten.
Welche Irrlehren verbreitet Margot Käßmann?

Pollux
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Re: EKD - Geistliche und moralische Selbstauflösung

Beitrag von Pollux » Freitag 20. Juni 2014, 19:02

Pilgerer hat geschrieben:Ich habe mir das Papier in Teilen durchgelesen. Hier ein kritischer Punkt mit Blick auf homosexuelle Partnerschaften:
EKD hat geschrieben:Die Frage nach der Segnung homosexueller Paare und der Gleichstellung homosexueller Partnerschaften, die sich darin ausdrückt, bewegt die evangelische Kirche seit Langem und ist nach wie vor umstritten. Im Kern geht es bei diesem Thema um das evangelische Verständnis der kirchlichen Trauung angesichts neuer Lebensformen. Es geht aber auch um die Frage, wie biblische Texte - zum Beispiel der Schöpfungsbericht - auszulegen sind und welche Rolle dabei die historische und gesellschaftliche Einordnung spielt. Deutet man die biblischen Aussagen, in denen Homosexualität als Sünde gekennzeichnet wird (3. Mose 18,22; 2,13; Röm 1,26-27), als zeitlos gültig, kann man zu der Meinung kommen, eine homosexuelle Partnerschaft sei mit einer heterosexuellen keinesfalls vergleichbar. Allerdings gibt es auch biblische Texte, die von zärtlichen Beziehungen zwischen Männern sprechen. Fragt man jenseits dieser einzelnen Textstellen nach dem, was menschliche Beziehung in Gottes Schöpfung ausmacht, dann ist zu konstatieren: Der Mensch wird von Anfang an als Wesen beschrieben, das zur Gemeinschaft bestimmt ist (1. Mose 2,18). Durch das biblische Zeugnis hindurch klingt als „Grundton“ vor allem der Ruf nach einem verlässlichen, liebevollen und verantwortlichen Miteinander, nach einer Treue, die der Treue Gottes entspricht. Liest man die Bibel von dieser Grundüberzeugung her, dann sind gleichgeschlechtliche Partnerschaften, in denen sich Menschen zu einem verbindlichen und verantwortlichen Miteinander verpflichten, auch in theologischer Sicht als gleichwertig anzuerkennen. Nutzen homosexuelle Menschen heute die rechtliche Möglichkeit der eingetragenen Partnerschaft, dann erklären sie, wie heterosexuelle Menschen, bei der Eheschließung öffentlich ihren Willen, sich dauerhaft aneinander zu binden und füreinander Verantwortung zu tragen.
(Hervorhebungen von mir)

http://www.ekd.de/EKD-Texte/orientierun ... 8849.html

Der Fehler in der Argumentation liegt hier insbesondere darin, Treue und Sexualität in einen Topf zu werfen. Treue, die sich in Freundschaften oder brüderlicher Liebe zeigt, ist etwas völlig anderes als die homosexuelle Gier oder Praktik. Homosexualität hat nicht viel mit Treue zu tun, sondern ist primär das Benutzen des anderen zum Zweck des vergötzten Lustempfindens. Es gibt daher keine theologische Rechtfertigung dafür, homosexuelle Partnerschaften gegenüber heterosexuellen als gleichwertig anzuerkennen.
Ich glaube das hast Du richtig erkannt. Volle Zustimmung! :klatsch:

gc-148
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Re: EKD - Geistliche und moralische Selbstauflösung

Beitrag von gc-148 » Freitag 20. Juni 2014, 20:03

Pollux hat geschrieben:
Pilgerer hat geschrieben:Ich habe mir das Papier in Teilen durchgelesen. Hier ein kritischer Punkt mit Blick auf homosexuelle Partnerschaften:

Der Fehler in der Argumentation liegt hier insbesondere darin, Treue und Sexualität in einen Topf zu werfen. Treue, die sich in Freundschaften oder brüderlicher Liebe zeigt, ist etwas völlig anderes als die homosexuelle Gier oder Praktik. Homosexualität hat nicht viel mit Treue zu tun, sondern ist primär das Benutzen des anderen zum Zweck des vergötzten Lustempfindens. Es gibt daher keine theologische Rechtfertigung dafür, homosexuelle Partnerschaften gegenüber heterosexuellen als gleichwertig anzuerkennen.
Heterosexualität hat ebensoviel oder so wenig mit Treue oder Untreu oder reiner Lustbefriedigung zu tun wie Homosexualität.
Die Ablehnung homosexueller Partnerschaften aus rein statischen Gründen bzgl der Treue ist ein absoluter Nonsinn.....

Alt-Katholik
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Re: EKD - Geistliche und moralische Selbstauflösung

Beitrag von Alt-Katholik » Freitag 20. Juni 2014, 21:48

Pilgerer musste heute wieder seinen geistigen Dünnpfiff entladen...

Wenn ein Mann seine Frau ...., dann ist das kein Egoismus? Wie kommt denn deiner Meinung nach heterosexuelle Lust ansonsten zustande?

Bibelleser
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Re: EKD - Geistliche und moralische Selbstauflösung

Beitrag von Bibelleser » Freitag 20. Juni 2014, 21:59

Alt-Katholik hat geschrieben:Pilgerer musste heute wieder seinen geistigen Dünnpfiff entladen...

Wenn ein Mann seine Frau ...., dann ist das kein Egoismus? Wie kommt denn deiner Meinung nach heterosexuelle Lust ansonsten zustande?
Naja....es gibt doch hier deutliche Unterschiede. Die natürliche Sexualität von Mann und Frau hat als natürliches Ziel die Erzeugung von Nachwuchs. Dieses eigentlich einzige Ziel wird gottgewollt beim Homo sapiens durch eine permanent vorhandene Vereinigungsfähigkeit der Partner begleitet.

Bei homosexuellen Menschen geht der gottgewollte Geschlechtstrieb völlig ins Leere. Hier ist der Geschlechtstrieb quasi nur für "Vergnügungen" und Lustgewinn" da. Die angewandten Praktiken sind gegen Gottes Willen.

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Re: EKD - Geistliche und moralische Selbstauflösung

Beitrag von gc-148 » Freitag 20. Juni 2014, 22:17

Bibelleser hat geschrieben:Naja....es gibt doch hier deutliche Unterschiede. Die natürliche Sexualität von Mann und Frau hat als natürliches Ziel die Erzeugung von Nachwuchs. Dieses eigentlich einzige Ziel wird gottgewollt beim Homo sapiens durch eine permanent vorhandene Vereinigungsfähigkeit der Partner begleitet.
Frag doch mal die heutigen Ehepaare .. ganz zu schweigen von sonstigen Paaren.
Die Antwort würde dich sehr überraschen......

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Re: EKD - Geistliche und moralische Selbstauflösung

Beitrag von heiliger_raphael » Freitag 20. Juni 2014, 22:44

Die Praxis der heutigen Ehepaare hat allerdings zu keinen physiologischen Modifikationen beim Menschen geführt, insofern die Aussage über die Natur der Sache immer noch stimmig ist. Allerdings möchte ich dem widersprechen, was bezüglich des Lustgewinns bei homosexuellen Paaren gesagt wurde. Dort dürfte, sofern eine Liebesbeziehung zugrunde liegt, in der sexuellen Vereinigung in der gleichen Weise die Hingabe und die emotionale Verschmelzunh wie bei heterosexuellen Paaren eine Rolle spielen. Dass dabei keine Kinder gezeugt werden, liegt natürlich in der Natur der Sache (sic!), aber ich finde es auch nicht richtig, homosexuellen Paaren Egoismus, Selbstbezogenheit und "bloßen Spaß an der Freud" zu unterstellen, dagegen spricht zumindest beim Vorhandensein einer langjähriger Partnerschaft eben diese.

Pollux
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Re: EKD - Geistliche und moralische Selbstauflösung

Beitrag von Pollux » Freitag 20. Juni 2014, 23:43

Und die eindeutigen Worte des Apostels Paulus sollen heute nicht mehr Geltung haben???
Natürlich gilt auch hier das Jesus Wort:"Wer von euch ohne Sünde ist, der werfe den ersten Stein."Kein Mensch ist ohne Sünde, aber gelebte Homosexualität ist Sünde nach meinem Verständnis.
Zuletzt geändert von Pollux am Freitag 20. Juni 2014, 23:46, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: EKD - Geistliche und moralische Selbstauflösung

Beitrag von Heinrich II » Freitag 20. Juni 2014, 23:45

Pollux hat geschrieben:Und die eindeutigen Worte des Apostels Paulus sollen heute nicht mehr Geltung haben???
Wie sagte mir vor einiger Zeit ein ev. Kirchenvorstandsmitglied: "Paulus ist ja schon problematisch."
Wer euch ein anderes Evangelium verkündet, als ihr angenommen habt, der sei verflucht. Geht es mir denn um die Zustimmung der Menschen, oder geht es mir um Gott?

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Re: EKD - Geistliche und moralische Selbstauflösung

Beitrag von heiliger_raphael » Samstag 21. Juni 2014, 07:04

Pollux hat geschrieben:Und die eindeutigen Worte des Apostels Paulus sollen heute nicht mehr Geltung haben???
Natürlich gilt auch hier das Jesus Wort:"Wer von euch ohne Sünde ist, der werfe den ersten Stein."Kein Mensch ist ohne Sünde, aber gelebte Homosexualität ist Sünde nach meinem Verständnis.
Als eigentlliches Problem sehe ich eher, dass sich die ganzen heterosexuellen Menschen eben lieber mit Homosexualität befassen als mit ihren eigenen Sünden. Würden sie die von Dir genannten Worte ernst nehmen, würde vermutlich niemand mehr in der Kirche irgendetwas über Homosexuelle sagen.

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Re: EKD - Geistliche und moralische Selbstauflösung

Beitrag von Alt-Katholik » Samstag 21. Juni 2014, 10:51

heiliger_raphael hat geschrieben:
Pollux hat geschrieben:Und die eindeutigen Worte des Apostels Paulus sollen heute nicht mehr Geltung haben???
Natürlich gilt auch hier das Jesus Wort:"Wer von euch ohne Sünde ist, der werfe den ersten Stein."Kein Mensch ist ohne Sünde, aber gelebte Homosexualität ist Sünde nach meinem Verständnis.
Als eigentlliches Problem sehe ich eher, dass sich die ganzen heterosexuellen Menschen eben lieber mit Homosexualität befassen als mit ihren eigenen Sünden. Würden sie die von Dir genannten Worte ernst nehmen, würde vermutlich niemand mehr in der Kirche irgendetwas über Homosexuelle sagen.
Zustimmung. Mir ist bis heute außerdem kein evangelikaler/konservativer Christ über den Weg gelaufen, der vor Restaurants, die Miesmuscheln anbieten, demonstriert. Die Steinigung von EhebrecherInnen verlangt komischerweise auch keiner mehr. Oder das der Papst rasiert durch die Gegend läuft, große Sünde!

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Re: EKD - Geistliche und moralische Selbstauflösung

Beitrag von HeGe » Samstag 21. Juni 2014, 13:28

gc-148 hat geschrieben:
Clemens hat geschrieben:Gestern durfte beim "Christustag" in Stuttgart, der Zentralveranstaltung des landeskirchlichen Pietismus, sogar Margot Käßmann auftreten und ihre Irrlehren verbreiten.
Welche Irrlehren verbreitet Margot Käßmann?
Und diese Frage von einem katholischen Pfarrer... :nein:
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Re: EKD - Geistliche und moralische Selbstauflösung

Beitrag von Reinhard » Samstag 21. Juni 2014, 17:25

heiliger_raphael hat geschrieben:
Pollux hat geschrieben:Und die eindeutigen Worte des Apostels Paulus sollen heute nicht mehr Geltung haben???
Natürlich gilt auch hier das Jesus Wort:"Wer von euch ohne Sünde ist, der werfe den ersten Stein."Kein Mensch ist ohne Sünde, aber gelebte Homosexualität ist Sünde nach meinem Verständnis.
Als eigentliches Problem sehe ich eher, dass sich die ganzen heterosexuellen Menschen eben lieber mit Homosexualität befassen als mit ihren eigenen Sünden. ...
Da ist wohl was dran ... zumal diese Sünde in der Bibel in einem Atemzug mit einer ganzen Reihe anderer genannt wird:
1.Kor. 6:9-10 hat geschrieben:9 Wisst ihr denn nicht, dass Ungerechte das Reich Gottes nicht erben werden? Täuscht euch nicht! Weder Unzüchtige noch Götzendiener, weder Ehebrecher noch Lustknaben, noch Knabenschänder,
10 noch Diebe, noch Habgierige, keine Trinker, keine Lästerer, keine Räuber werden das Reich Gottes erben.
Klar ist homosexuelle Praxis Sünde, - aber eine ganze Reihe vermeintlicher "Kavaliersdelikte" eben auch, genau so !

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Re: EKD - Geistliche und moralische Selbstauflösung

Beitrag von Alt-Katholik » Samstag 21. Juni 2014, 20:43

Reinhard hat geschrieben:
heiliger_raphael hat geschrieben:
Pollux hat geschrieben:Und die eindeutigen Worte des Apostels Paulus sollen heute nicht mehr Geltung haben???
Natürlich gilt auch hier das Jesus Wort:"Wer von euch ohne Sünde ist, der werfe den ersten Stein."Kein Mensch ist ohne Sünde, aber gelebte Homosexualität ist Sünde nach meinem Verständnis.
Als eigentliches Problem sehe ich eher, dass sich die ganzen heterosexuellen Menschen eben lieber mit Homosexualität befassen als mit ihren eigenen Sünden. ...
Da ist wohl was dran ... zumal diese Sünde in der Bibel in einem Atemzug mit einer ganzen Reihe anderer genannt wird:
1.Kor. 6:9-10 hat geschrieben:9 Wisst ihr denn nicht, dass Ungerechte das Reich Gottes nicht erben werden? Täuscht euch nicht! Weder Unzüchtige noch Götzendiener, weder Ehebrecher noch Lustknaben, noch Knabenschänder,
10 noch Diebe, noch Habgierige, keine Trinker, keine Lästerer, keine Räuber werden das Reich Gottes erben.
Klar ist homosexuelle Praxis Sünde, - aber eine ganze Reihe vermeintlicher "Kavaliersdelikte" eben auch, genau so !
Interessant, wie du das Wort "Knabenschänder" nicht dick markiert hast. (Bestimmt aus Versehen, nicht das mir noch vorgeworfen wird, ich würde etwas unterstellen wollen!)

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Radulf Thoringi
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Re: EKD - Geistliche und moralische Selbstauflösung

Beitrag von Radulf Thoringi » Samstag 21. Juni 2014, 21:27

Clemens hat geschrieben:Das ist je nach Landeskirche unterschiedlich. Ein lutherischer Pfarrer kann nicht abgewählt werden. Aber er kann wegen "ungedeihlicher Zusammenarbeit" oder zerrüttetem Vertrauen von der Kirchenleitung zwangsversetzt werden.
Was Pollux hier beschreibt, trifft eher für Reformierte zu.

Allerdings hat in einer KGR-, bzw. Presbyteriumssitzung tatsächlich der Pfarrer nicht mehr Stimmrecht als jeder Laie, kann also locker überstimmt werden.
Bedingt. So etwas kann natürlich vorkommen. Ich habe das auch schon erlebt. Aber das betrifft natürlich nur den weltlichen Teil, die Verwaltung der Gemeinde, Bau und so. Für Fragen der Lehre und des Glaubens ist der GKR schlicht nicht zuständig. Es kann also gar keine Abstimmungen über derartige geistliche Dinge geben.
Zumindest ist das hier im Freistaat'ele so. (Unser Pfarrer würde schätzungsweise senkrecht starten wenn ihm der GKR in das Amt entscheiden würde) Ich hoffe daß das der Normalzustand ist.
"Der erste Schluck aus dem Becher der Wissenschaft führt zum Atheismus, aber auf dem Grund des Bechers wartet Gott."
Werner Heisenberg

gc-148
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Re: EKD - Geistliche und moralische Selbstauflösung

Beitrag von gc-148 » Samstag 21. Juni 2014, 21:45

Ich denke, in der rheinischen Landeskirche hat das Presbyterium auch die letzte Wacht über die Lehre.
Ein Pfarrer erzählte mir einmal:
ich komme aus einer mehr lutherischen Tradition. Die Gemeine hier ist ein strikt reformierte. Im Konfirmanden-Unterricht achtet das Presbyterium streng darauf, dass ich den Heidelberger Katechismus zugrunde lege beim Utnerricht über das Abendmahl.

San Marco
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Re: EKD - Geistliche und moralische Selbstauflösung

Beitrag von San Marco » Samstag 21. Juni 2014, 21:53

gc-148 hat geschrieben: Ein Pfarrer erzählte mir einmal:
ich komme aus einer mehr lutherischen Tradition. Die Gemeine hier ist ein strikt reformierte. Im Konfirmanden-Unterricht achtet das Presbyterium streng darauf, dass ich den Heidelberger Katechismus zugrunde lege beim Utnerricht über das Abendmahl.
Das ist doch gut so [Punkt] Engagiert und mit strammer Zucht gegenüber dem Pfarrer...

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Re: EKD - Geistliche und moralische Selbstauflösung

Beitrag von gc-148 » Samstag 21. Juni 2014, 23:47

HeGe hat geschrieben:
gc-148 hat geschrieben:
Clemens hat geschrieben:Gestern durfte beim "Christustag" in Stuttgart, der Zentralveranstaltung des landeskirchlichen Pietismus, sogar Margot Käßmann auftreten und ihre Irrlehren verbreiten.
Welche Irrlehren verbreitet Margot Käßmann?
Und diese Frage von einem katholischen Pfarrer... :nein:
bin ich nicht mehr klar im Kopf oder andere?
Wenn Margot Käßmann bei einer evangelischen Veranstaltung auftritt, wird sie ja wohl evangelische Positionen vertreten und darlegen. DAS wäre ihre Aufgabe!
Wieso kann dann hier geschrieben werden, "sie darf ihre Irrlehren verbreiten"?

Fragesteller
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Re: EKD - Geistliche und moralische Selbstauflösung

Beitrag von Fragesteller » Sonntag 22. Juni 2014, 00:22

gc-148 hat geschrieben:
HeGe hat geschrieben:
gc-148 hat geschrieben:
Clemens hat geschrieben:Gestern durfte beim "Christustag" in Stuttgart, der Zentralveranstaltung des landeskirchlichen Pietismus, sogar Margot Käßmann auftreten und ihre Irrlehren verbreiten.
Welche Irrlehren verbreitet Margot Käßmann?
Und diese Frage von einem katholischen Pfarrer... :nein:
bin ich nicht mehr klar im Kopf oder andere?
Wenn Margot Käßmann bei einer evangelischen Veranstaltung auftritt, wird sie ja wohl evangelische Positionen vertreten und darlegen. DAS wäre ihre Aufgabe!
Wieso kann dann hier geschrieben werden, "sie darf ihre Irrlehren verbreiten"?
Weil bei konservativen Pietisten (von denen Clemens ja herkommt und denen er wohl noch immer nähersteht als anderen Protestanten) teilweise sehr anderes als "evangelisch" gilt als bei Käßmanns - und genau dieses Eigenprofil durch den Auftritt der Dame (so Clemens) unterlaufen werde.

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Re: EKD - Geistliche und moralische Selbstauflösung

Beitrag von heiliger_raphael » Freitag 27. Juni 2014, 13:48

Die evangelische Kirche arbeitet an ihrem sehr eigenen Verhältnis zur Sünde:

"Der Mut zur Sünde, zum Anderssein, ist eine der Grundideen meiner Arbeit zur Thematik der „Sieben Todsünden“ gewesen. Die Intention einer Ausformulierung der scheinbar antiquierten Moralvorstellungen lag für mich im Überprüfen und Negieren von gefestigten Perspektiven. Das Konzept der Todsünden durchzieht gewollt und bewußt oder nicht unsere Zeit und Umgebung, sei es in der Werbung, der Literatur oder anderen künstlerischen Auseinandersetzungen. Es besteht demnach eine deutliche Anziehungskraft und Aktualität, die sich für mich aus der Frage schöpfte: was wäre das Dasein ohne all diese lässlichen Laster?"

http://www.48-stunden-neukoelln.de/de/e ... %C3%BCnden

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Re: EKD - Geistliche und moralische Selbstauflösung

Beitrag von Clemens » Freitag 27. Juni 2014, 13:58

gc-148 hat geschrieben:
HeGe hat geschrieben:
gc-148 hat geschrieben:
Clemens hat geschrieben:Gestern durfte beim "Christustag" in Stuttgart, der Zentralveranstaltung des landeskirchlichen Pietismus, sogar Margot Käßmann auftreten und ihre Irrlehren verbreiten.
Welche Irrlehren verbreitet Margot Käßmann?
Und diese Frage von einem katholischen Pfarrer... :nein:
bin ich nicht mehr klar im Kopf oder andere?
Wenn Margot Käßmann bei einer evangelischen Veranstaltung auftritt, wird sie ja wohl evangelische Positionen vertreten und darlegen. DAS wäre ihre Aufgabe!
Wieso kann dann hier geschrieben werden, "sie darf ihre Irrlehren verbreiten"?
Sie meint z. B., dass Josef der leibliche Vater Jesu war. Das ist - wenngleich im Protestantismus weit verbreitet - auch nach den evangelischen Bekenntnissen Ketzerei.
Diese Irrlehre wiederum ist nur Symptom für ein Schriftverständnis, das dem des Pietismus (und des Christustags) krass entgegensteht. Dass sich letzteres zu ändern scheint, ist wiederum Zeichen für einen Paradigmenwechsel, der wohl noch weitere Menschen aus der EKD heraustreiben wird.

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Re: EKD - Geistliche und moralische Selbstauflösung

Beitrag von overkott » Freitag 27. Juni 2014, 14:04

Clemens hat geschrieben:
gc-148 hat geschrieben:
HeGe hat geschrieben:
gc-148 hat geschrieben:
Clemens hat geschrieben:Gestern durfte beim "Christustag" in Stuttgart, der Zentralveranstaltung des landeskirchlichen Pietismus, sogar Margot Käßmann auftreten und ihre Irrlehren verbreiten.
Welche Irrlehren verbreitet Margot Käßmann?
Und diese Frage von einem katholischen Pfarrer... :nein:
bin ich nicht mehr klar im Kopf oder andere?
Wenn Margot Käßmann bei einer evangelischen Veranstaltung auftritt, wird sie ja wohl evangelische Positionen vertreten und darlegen. DAS wäre ihre Aufgabe!
Wieso kann dann hier geschrieben werden, "sie darf ihre Irrlehren verbreiten"?
Sie meint z. B., dass Josef der leibliche Vater Jesu war. Das ist - wenngleich im Protestantismus weit verbreitet - auch nach den evangelischen Bekenntnissen Ketzerei.
Diese Irrlehre wiederum ist nur Symptom für ein Schriftverständnis, das dem des Pietismus (und des Christustags) krass entgegensteht. Dass sich letzteres zu ändern scheint, ist wiederum Zeichen für einen Paradigmenwechsel, der wohl noch weitere Menschen aus der EKD heraustreiben wird.
Sie geht mit ihrer Meinung über den Text hinaus. Ihr fehlt schlicht der Schriftbeweis, von einer DNA-Probe ganz zu schweigen. Auch interessiert sie sich mit der Jungfernhäutchenfraktion zu sehr für körperliche Dinge. Als Geistliche vermag sie in diesem Punkt nicht zu überzeugen.

Die immerwährende Jungfräulichkeit Marias ist geistlich zu verstehen.

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Re: EKD - Geistliche und moralische Selbstauflösung

Beitrag von Clemens » Freitag 27. Juni 2014, 14:17

Ein bibeltreuer Evangelischer versteht die Bibel so, dass Maria bis zur Geburt Jesu faktisch Jungfrau war und dass Josef zu dieser Schwangerschaft außer seinem Namen und väterlichen Schutz nichts beigesteuert hat.
Ob jemand, der lehrt, Josef sei der Vater Jesu, auf dem "Christustag" ein passender Redner ist, muss dessen Trägerkreis entscheiden. Bis vor kurzem schien das noch den meisten Pietisten völlig undenkbar.

Dabei geht es auch nicht um Hymen u.ä., sondern um die Frage, ob die biblische Überlieferung und Heilslehre grundsätzlich und zuverlässiog glaubwürdig ist, oder ob solche Aussagen wie die jungfräuliche Empfängnis auch sachlich falsch sein können.

TillSchilling
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Re: EKD - Geistliche und moralische Selbstauflösung

Beitrag von TillSchilling » Freitag 27. Juni 2014, 15:30

Interessanter Artikel aus den Stuttgarter Nachrichten zum Hintergund des Chistustags und zur aktuellen Entwicklung:
http://www.stuttgarter-nachrichten.de/i ... 8b3f7.html

was noch kommt:
Die Signale stehen auf Annäherung. Und das muss auch so sein – schließlich soll in einem Jahr gemeinsam gefeiert und gebetet werden. Denn was 1969 in der Messehalle 6 am Killesberg in die Brüche ging, soll dann wieder zusammenwachsen. Im kommenden Jahr wollen der Kirchentag und der Christustag in Stuttgart gemeinsame Sache machen. „Wir sind dann ein Teil des Gesamtprogramms“, sagt Albrecht, „wir feiern dann unter dem Dach des Kirchentags an Fronleichnam in der Porsche-Arena den Christustag – zusammen mit den Teilnehmern des Kirchentags.“
Sehr interessant finde ich auch die folgende Aussage:
Versöhnen statt spalten. „Es gibt nur noch das Positive, die Gemeinsamkeiten, ganz ohne Gegenpositionen“, sagt Rolf Hille, der froh über diese Entwicklung ist. Denn wenn „Gemüter in Wallung“ geraten, wie er sagt, entfernen sich die Diskutanten oft von der Sache. So wie zuletzt beim Streit um den Bildungsplan oder das Familienpapier der Evangelischen Kirche Deutschland (EKD). Hille sieht in den Debatten von damals und heute Parallelen: „Der einzige Unterschied zu 1969 ist, dass es sich thematisch von der Dogmatik zur Ethik verschoben hat.“
Man hat nicht mehr die Kraft oder den Willen oder vielleicht auch nicht mehr die Glaubensüberzeugung um noch über dogmatische Themen zu streiten. Wie will man dann im Streit über ethische oder moralische Themen noch überzeugen? Wie will man verhindern nur als Moralisierer wahrgenommen zu werden?

Pollux
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Re: EKD - Geistliche und moralische Selbstauflösung

Beitrag von Pollux » Freitag 27. Juni 2014, 15:54

Das ist eben die unmaßgebliche Meinung einer ev. Theologin.Das hält die ev. Kirche aus.Deswegen wird auch so leicht keiner sich von seiner Ortsgemeinde verabschieden, denn da findet Kirche statt und nicht in akademischen Theologendisputationen.

TillSchilling
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Re: EKD - Geistliche und moralische Selbstauflösung

Beitrag von TillSchilling » Freitag 27. Juni 2014, 16:22

Pollux hat geschrieben:Das ist eben die unmaßgebliche Meinung einer ev. Theologin.
Weder ist die Theologin unmassgeblich noch die Meinung nicht weit verbreitet.
Pollux hat geschrieben:Das hält die ev. Kirche aus. Deswegen wird auch so leicht keiner sich von seiner Ortsgemeinde verabschieden.
Nein, das hält sie auf Dauer nicht aus. Und verabschiedet haben sich ja schon viele Tausende. Wo kommen denn die vielen Besucher der verschiedenen non-denominational Freikirchen her?

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Re: EKD - Geistliche und moralische Selbstauflösung

Beitrag von Pilgerer » Freitag 27. Juni 2014, 17:08

Pollux hat geschrieben:Das ist eben die unmaßgebliche Meinung einer ev. Theologin.Das hält die ev. Kirche aus.Deswegen wird auch so leicht keiner sich von seiner Ortsgemeinde verabschieden, denn da findet Kirche statt und nicht in akademischen Theologendisputationen.
Das stimmt. Die großen christlichen Kirchen sind zumeist sowohl Kirche als auch Vorhof der Kirche. Es ist schon ein Fortschritt, wenn es überhaupt einen Christus-Glauben gibt, selbst wenn das nicht der christliche Glaube ist.
10 Die Erlösten des HERRN werden wiederkommen und nach Zion kommen mit Jauchzen; ewige Freude wird über ihrem Haupte sein; Freude und Wonne werden sie ergreifen, und Schmerz und Seufzen wird entfliehen. (Jesaja 35,10)

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Re: EKD - Geistliche und moralische Selbstauflösung

Beitrag von overkott » Freitag 27. Juni 2014, 17:35

Pollux hat geschrieben:Das ist eben die unmaßgebliche Meinung einer ev. Theologin.Das hält die ev. Kirche aus.Deswegen wird auch so leicht keiner sich von seiner Ortsgemeinde verabschieden, denn da findet Kirche statt und nicht in akademischen Theologendisputationen.
Sola Ortsgemeinde? Oder sola-la?

Pollux
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Re: EKD - Geistliche und moralische Selbstauflösung

Beitrag von Pollux » Freitag 27. Juni 2014, 21:46

Mir ist das einfach nicht so wichtig wie sich das verhält mit der Jungfrauengeburt.Daraus könnt ihr doch keinen Dogmenstreit ableiten.In manchen Übersetzungen steht statt Jungfrau im biologischen Sinn "junge Frau." So weit ich weiß war Maria bei der Geburt Jesu vielleicht 15 oder 16 Jahre alt und nach dem Zeugnis eines afrikanischen Freundes aus dem Senegal war sie vermutlich dunkelhäutig bis schwarz. Ist das nun wichtig für den Glauben? Im NT gibt es ja der Wunder viele, aber sind die alle wörtlich zu verstehen wie z.B. das Weinwunder oder die Speisung der 5000 mit fünf Broten und zwei Fischen?Ihr Katholiken müsst eher aufpassen,dass euch bei eurer engherzigen Auslegung der Bibel nicht eure Basis irgendwann davon läuft.

Alt-Katholik
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Re: EKD - Geistliche und moralische Selbstauflösung

Beitrag von Alt-Katholik » Freitag 27. Juni 2014, 21:52

Pollux hat geschrieben:Mir ist das einfach nicht so wichtig wie sich das verhält mit der Jungfrauengeburt.Daraus könnt ihr doch keinen Dogmenstreit ableiten.In manchen Übersetzungen steht statt Jungfrau im biologischen Sinn "junge Frau." So weit ich weiß war Maria bei der Geburt Jesu vielleicht 15 oder 16 Jahre alt und nach dem Zeugnis eines afrikanischen Freundes aus dem Senegal war sie vermutlich dunkelhäutig bis schwarz. Ist das nun wichtig für den Glauben? Im NT gibt es ja der Wunder viele, aber sind die alle wörtlich zu verstehen wie z.B. das Weinwunder oder die Speisung der 5000 mit fünf Broten und zwei Fischen?Ihr Katholiken müsst eher aufpassen,dass euch bei eurer engherzigen Auslegung der Bibel nicht eure Basis irgendwann davon läuft.
Sag bloß Jesus war ein Neger? :D

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