Warum ich evangelischer Pfarrer werden möchte

Rund um Anglikanertum, Protestantismus und Freikirchenwesen.
Stephen Dedalus
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Re: Warum ich evangelischer Pfarrer werden möchte

Beitrag von Stephen Dedalus »

Protasius hat geschrieben:
Melanchthon hat geschrieben: Und was ist falsch an seinen Aussagen deiner Meinung nach?
Unter anderem die Behauptung, daß das ZDK die Katholiken verträte, denn gewählt werden die nicht. Sogar das Zentralkomitee der Kommunistischen Partei der Volksrepublik China wahrt einen demokratischeren Anschein.
Diese Behauptung findet man nirgendwo in meinem Text. Allerdings ist Dein Beitrag ein guter Beleg für meine Aussage, daß man in Euren Kreisen das ZDK haßt wie die Pest.
Außerdem ist die katholische Kirche nicht auf Deutschland beschränkt, sondern eine Weltkirche, und mit der stehen wir lehrmäßig auf gutem Fuß.
Welche ist gemeint? Die in Linz? In der Schweiz? In den Niederlanden? In den USA? :freude:

Das ist auch so ein gängiger Topos. Die brüchige Gemeinschaft - manchmal sogar der sichtbare Bruch - mit der realen katholischen Kirche in Deutschland und ihren Bischöfen wird damit legitimiert, dass man einfach seine Loyalität anderswo verankert. Wahlweise ist das dann die katholische Weltkirche, aus deren einheitlicher Front die deutschen Bischöfe ausgeschert seien, oder der Papst, in den hinein man das projiziert, was man sich wünscht, oder aber einfach der 'unverfälschte katholische Glaube vor dem Konzil' usw.... Schließlich kann man auch dem Papst ja nicht mehr trauen, seit er hier im Forum als 'Modernist' enttarnt wurde. ;)
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taddeo
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Re: Warum ich evangelischer Pfarrer werden möchte

Beitrag von taddeo »

Melanchthon hat geschrieben:
taddeo hat geschrieben:Du solltest Dich fürs ZDK bewerben - wer soviele Vorurteile auf einmal in einem Text unterbringen kann wie Du, scheint zu Höherem berufen. :vogel:
Und was ist falsch an seinen Aussagen deiner Meinung nach?
In den letzten beiden Absätzen zB stimmt fast nichts von dem, was dasteht. Und was über die Blogözese gesagt wird, klingt auch mehr nach Neid als nach Sachkenntnis. Sicher gibt es dort einige wenige Meinungsführer, aber das ist in allen Bloggerszenen gleich. Aber die Leserzahlen zB des Herrn Alipius, um nur die auffälligste Erscheinung der deutschsprachigen Blogözese zu nennen, sind auch Ausdruck einer großen, wenn auch selbst nicht bloggenden geistigen Anhängerschaft.

Stephen Dedalus
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Re: Warum ich evangelischer Pfarrer werden möchte

Beitrag von Stephen Dedalus »

taddeo hat geschrieben:Du solltest Dich fürs ZDK bewerben - wer soviele Vorurteile auf einmal in einem Text unterbringen kann wie Du, scheint zu Höherem berufen. :vogel:
:D Ich sage ja, Ihr haßt das ZDK wie die Pest...

Hinsichtlich der 'Vorurteile': Dir (und den anderen hier) scheint überhaupt nicht bewußt zu sein, wie Eure Beiträge und Diskussionen von Menschen gelesen werden, die nicht Eure unausgesprochenen oder ausgesprochenen Prämissen teilen.
Zuletzt geändert von Stephen Dedalus am Sonntag 16. September 2012, 17:49, insgesamt 1-mal geändert.
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Clemens
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Re: Warum ich evangelischer Pfarrer werden möchte

Beitrag von Clemens »

San Marco hat geschrieben:Stellenweise errinnert das Geschreibsel an das Werk eines Abiturienten, der sich seinen Aufsatz aus Wikipedia zusammenschreibt.
Mist! Ich bin entlarvt! :auweia:
Wie ist dir das nur gelungen?? :hmm:

Seltsam freilich, dass auch all die theologischen Leuchten, die mir "Stammtischniveau" und ähnliches vorwerfen, noch kein einziges Argument gebracht haben, was und warum in meinem Büchlein falsch sei. Ich tät's ja in der nächsten Auflage durchaus verbessern, wenn ich entsprechend belehrt würde.

Sollte sich San Marcos Kritik freilich darauf fokussieren* dass ich die gängigen Arbeitshypothesen der Einleitungswissenschaft (NT) nicht für glaubwürdig halte, dann werde ich damit leben müssen und können...

*(Kuck! Ich kenne sogar ein Fremdwort, obwohl ich sie in meinem Traktat möglichst vermieden habe, um nämlich auch die dummen und ungebildeten Pietisten besser verführen zu können.)

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cantus planus
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Re: Warum ich evangelischer Pfarrer werden möchte

Beitrag von cantus planus »

Stephen Dedalus hat geschrieben:Hinsichtlich der 'Vorurteile': Dir (und den anderen hier) scheint überhaupt nicht bewußt zu sein, wie Eure Beiträge und Diskussionen von Menschen gelesen werden, die nicht Eure unausgesprochenen oder unausgesprochenen Prämissen teilen.
Von wannen kömmt dir diese Erkenntnis? :hae?:
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Reinhard
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Re: Warum ich evangelischer Pfarrer werden möchte

Beitrag von Reinhard »

San Marco hat geschrieben:Ich habe dieses schmale Bändchen gelesen und gebe es gerne an jemand Interessierten weiter. Stellenweise errinnert das Geschreibsel an das Werk eines Abiturienten, der sich seinen Aufsatz aus Wikipedia zusammenschreibt.
Zur Entstehungsgeschichte der einzelnen Bücher des Neuen Testaments hat "Clemens" das Niveau eines pietistischen Hauskreises nicht überschritten.
Du verwirfst das Büchlein von Clemens aufgrund der Stilnote "mangelhaft" ...

Gibt es denn - abseits der Polemik - Punkte, wo er in seiner Argumentation von falschen Prämissen ausgeht ?
Oder wo er unzulässige Schlussfolgerungen zieht ?

Denn eigentlich ist er ja ein voll ausgebildeter ev. Theologe mit über einem Jahrzehnt Seelsorge-Erfahrung. Das ist ja nicht nichts !
So jemand hat es definitiv nicht verdient, von einem 20-jährigen kraft einer "Stilnote" zerrissen zu werden.
Oha, Clemens war schneller ! :breitgrins:

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taddeo
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Re: Warum ich evangelischer Pfarrer werden möchte

Beitrag von taddeo »

Stephen Dedalus hat geschrieben:
taddeo hat geschrieben:Du solltest Dich fürs ZDK bewerben - wer soviele Vorurteile auf einmal in einem Text unterbringen kann wie Du, scheint zu Höherem berufen. :vogel:
:D Ich sage ja, Ihr haßt das ZDK wie die Pest...
Wie kommst Du darauf? Es interessiert mich genauso wenig wie alle anderen Zentralkommitees, die ich nicht beeinflussen kann und die mich nicht vertreten können und wollen. Ich ärgere mich nur mit schöner Regelmäßigkeit über deren Anmaßung, sich trotz permanenter gegenteiliger Beweisführung andauernd das Etikett "katholisch" draufzupappen. Aber das tun alle möglichen anderen Gruppierungen ja auch, insofern muß man das wohl einfach hinnehmen.

Stephen Dedalus
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Re: Warum ich evangelischer Pfarrer werden möchte

Beitrag von Stephen Dedalus »

taddeo hat geschrieben: Wie kommst Du darauf? Es interessiert mich genauso wenig wie alle anderen Zentralkommitees, die ich nicht beeinflussen kann und die mich nicht vertreten können und wollen. Ich ärgere mich nur mit schöner Regelmäßigkeit über deren Anmaßung, sich trotz permanenter gegenteiliger Beweisführung andauernd das Etikett "katholisch" draufzupappen. Aber das tun alle möglichen anderen Gruppierungen ja auch, insofern muß man das wohl einfach hinnehmen.
Wie ich oben sagte, ist es ja kennzeichnend für Eure Kreise, bewerten zu wollen, ob die anderen katholisch sind oder nicht. :D

Und die Indifferenz nehme ich Dir nicht ab.
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Melanchthon
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Re: Warum ich evangelischer Pfarrer werden möchte

Beitrag von Melanchthon »

Stephen Dedalus hat geschrieben:
taddeo hat geschrieben: Wie kommst Du darauf? Es interessiert mich genauso wenig wie alle anderen Zentralkommitees, die ich nicht beeinflussen kann und die mich nicht vertreten können und wollen. Ich ärgere mich nur mit schöner Regelmäßigkeit über deren Anmaßung, sich trotz permanenter gegenteiliger Beweisführung andauernd das Etikett "katholisch" draufzupappen. Aber das tun alle möglichen anderen Gruppierungen ja auch, insofern muß man das wohl einfach hinnehmen.
Wie ich oben sagte, ist es ja kennzeichnend für Eure Kreise, bewerten zu wollen, ob die anderen katholisch sind oder nicht. :D

Und die Indifferenz nehme ich Dir nicht ab.
Also irgendwie hast du ja schon recht. :D

Stephen Dedalus
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Re: Warum ich evangelischer Pfarrer werden möchte

Beitrag von Stephen Dedalus »

Reinhard hat geschrieben:
San Marco hat geschrieben:Ich habe dieses schmale Bändchen gelesen und gebe es gerne an jemand Interessierten weiter. Stellenweise errinnert das Geschreibsel an das Werk eines Abiturienten, der sich seinen Aufsatz aus Wikipedia zusammenschreibt.
Zur Entstehungsgeschichte der einzelnen Bücher des Neuen Testaments hat "Clemens" das Niveau eines pietistischen Hauskreises nicht überschritten.
Du verwirfst das Büchlein von Clemens aufgrund der Stilnote "mangelhaft" ...

Gibt es denn - abseits der Polemik - Punkte, wo er in seiner Argumentation von falschen Prämissen ausgeht ?
Oder wo er unzulässige Schlussfolgerungen zieht ?

Denn eigentlich ist er ja ein voll ausgebildeter ev. Theologe mit über einem Jahrzehnt Seelsorge-Erfahrung. Das ist ja nicht nichts !
So jemand hat es definitiv nicht verdient, von einem 20-jährigen kraft einer "Stilnote" zerrissen zu werden.
Oha, Clemens war schneller ! :breitgrins:
Ich las da inhaltliche Kritik, keine stilistische.
SanMarco ist übrigens nicht 20, sondern unwesentlich jünger als Clemens.
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Reinhard
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Re: Warum ich evangelischer Pfarrer werden möchte

Beitrag von Reinhard »

Stephen Dedalus hat geschrieben:SanMarco ist übrigens nicht 20, sondern unwesentlich jünger als Clemens.
Oh, sorry, ich hatte ihn qua Biografie mit Melanchthon verwechselt ! - My fault ! :tuete:

Jedenfalls ist so eine Stellvertreterdiskussion, die mehr auf Stimmung als auf Fakten setzt, für die Klarheit wenig hilfreich.
Solche Fragen sind einfach zu schwerwiegend, als dass man sie einfach per Polemik "erledigen" könnte.
Deshalb lege ich auf sachlich begründete Argumente Wert.

In diesem Sinne Danke für Deinen ausführlichen, summarischen Beitrag oben ! - dazu hätte ich auch noch ein paar Fragen,a berdarauf komme ich später zurück.
Zuletzt geändert von Reinhard am Sonntag 16. September 2012, 18:13, insgesamt 1-mal geändert.

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taddeo
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Re: Warum ich evangelischer Pfarrer werden möchte

Beitrag von taddeo »

Stephen Dedalus hat geschrieben:
taddeo hat geschrieben: Wie kommst Du darauf? Es interessiert mich genauso wenig wie alle anderen Zentralkommitees, die ich nicht beeinflussen kann und die mich nicht vertreten können und wollen. Ich ärgere mich nur mit schöner Regelmäßigkeit über deren Anmaßung, sich trotz permanenter gegenteiliger Beweisführung andauernd das Etikett "katholisch" draufzupappen. Aber das tun alle möglichen anderen Gruppierungen ja auch, insofern muß man das wohl einfach hinnehmen.
Wie ich oben sagte, ist es ja kennzeichnend für Eure Kreise, bewerten zu wollen, ob die anderen katholisch sind oder nicht. :D

Und die Indifferenz nehme ich Dir nicht ab.
"... kennzeichnend für Eure Kreise, bewerten zu wollen, ob die anderen katholisch sind ..." - mein hochgeschätzter Herr Mitforant, nach langjährigem akademischem Studium der Katholischen Theologie und anschließender privater Fortbildung sollte ich schon in der Lage sein, zumindest bewerten zu können, was vom Katholischsein derjenigen zu halten ist, die sich dafür ausgeben. Zumindest liegt das im Sinne dieses Studienganges, und durch das bestandene Diplom hat man mir sogar amtlich bestätigt, daß ich das kann. Und die Profs, die das bestätigt haben, waren durch die Bank alles andere als auch nur traditionalistisch angehaucht.

Ja, ich nehme mir durchaus das Recht heraus, zu bewerten, ob das Katholischsein (mein eigenes und das anderer) sich mit dem deckt, was das kirchliche Lehramt dafür an Kriterien aufstellt. Wenn ich selber nicht damit übereinstimme, geh ich beichten, wenn es bei anderen den äußeren Anschein hat, daß was nicht stimmt, schreib ich das eventuell hier im Forum.

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Senensis
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Re: Warum ich evangelischer Pfarrer werden möchte

Beitrag von Senensis »

Überleg Dir das gut, Melanchthon, mit der Berufswahl. Pfarrer sein ist auch nicht nur lustig.
et nos credidimus caritati

Melanchthon
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Re: Warum ich evangelischer Pfarrer werden möchte

Beitrag von Melanchthon »

Senensis hat geschrieben:Überleg Dir das gut, Melanchthon, mit der Berufswahl. Pfarrer sein ist auch nicht nur lustig.
Dessen bin ich mir vollkommen bewusst. Aber die Liebe zu unserem Herrn Jesus Christus ist bei mir viel zu groß, als dass ich nicht mehr Pfarrer werden wollte.

Kilianus
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Re: Warum ich evangelischer Pfarrer werden möchte

Beitrag von Kilianus »

Völlig aus der Luft gegriffen sind Stephens ausführliche Ausführungen weiter oben ja dann doch nicht. Seine Beschreibung des römisch-katholischen Priesternachwuchses zum Beispiel hat mich durchaus amüsiert, weil sie auf den ein oder anderen Kandidaten doch irgendwie zutreffen mag. Aber in summa ist sein Rundumschlag zunächst einmal ein wunderbarer Beleg dafür, daß Anzeichen "eines extrem selbstgewissen und selbstgerechten Konfessionalismus" nicht nur bei unsereinem Auftreten.

Wenn ich seinen Gedankengang mal kurz zusammenfassen darf:
Eher Rom- und traditionstreu ausgerichtete Katholiken sind
1. eine in der Realität vernachlässigbare Minderheit,
2. sie sind von der Welt "da draußen" auf verschiedenen Ebenen, insbesondere auf der intellektuellen, überfordert, und
3. sie terrorisieren ihre Mitmenschen, insbesondere die Katholiken gesünderer Ausprägung.

Dagegen ließe sich eine ganze Menge sagen. Zum Beispiel, daß ich die Behauptung wagen würde, daß sich in Deutschland noch nicht einmal eine Pontifikalliturgie finden ließe, in der die Vorgaben von Redemptions sacramentum komplett eingehalten würden. Wären die "Denunzantien" so pingelig wie von ihm beschrieben, wäre die Deutsche Post längst unter dem Briefverkehr zusammengebrochen.

Liturgie ist aber ein schöner Anknüpfungspunkt: Stephen verschweigt, daß das auch so böse attackierte selbstgestrickte Zeug in aller Regel nicht nur jenen Gläubigen die Galle hochkommen läßt, die aus lauter Verunsicherung angesichts einer immer komplexeren Welt Rubriken aus gut pharisäischer Grundhaltung bis aufs letzte Semikolon befolgt sehen wollen, sondern daß solche "modernen" Liturgien einen gerade dann in den Wahnsinn treiben, wenn man sich ein wenig ausführlicher mit Geschichte und Theologie der Liturgie (einschließlich der byzantinischen und altorientalischen Traditonen) beschäftigt hat.

Bildlich gesprochen sieht man die Leute, da an einem historisch gewachsenen Gebäude ohne Kenntnis des Bestands, seiner Genese und der Funktion einzelner baulicher Elemente herumfuhrwerken, große Löcher in vieleicht tragende Wände klopfen und Säulen als vermeintlich überlüssigen Zierat aus dem Weg räumen, ohne zu sehen, wie ihnen dabei das ganze Haus kollabiert.

Aber man muß Stephen natürlich zugestehen: Genau so ein Vorgehen steht am Anfang protestantisch-liturgischer Tradition. Kein Wunder also, daß er den Widerstand dagegen nur in denunzierender Weise beschreiben mag.

Stephen Dedalus
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Re: Warum ich evangelischer Pfarrer werden möchte

Beitrag von Stephen Dedalus »

taddeo hat geschrieben: "... kennzeichnend für Eure Kreise, bewerten zu wollen, ob die anderen katholisch sind ..." - mein hochgeschätzter Herr Mitforant, nach langjährigem akademischem Studium der Katholischen Theologie und anschließender privater Fortbildung sollte ich schon in der Lage sein, zumindest bewerten zu können, was vom Katholischsein derjenigen zu halten ist, die sich dafür ausgeben. Zumindest liegt das im Sinne dieses Studienganges, und durch das bestandene Diplom hat man mir sogar amtlich bestätigt, daß ich das kann. Und die Profs, die das bestätigt haben, waren durch die Bank alles andere als auch nur traditionalistisch angehaucht.
Das ist fein und ich spreche Dir nicht ab, dass Du das kannst.

Nur: Es ist eine Sache festzustellen, dass eine Position inhaltlich von der offiziell durch das Lehramt vertretenen Position abweicht.
Eine andere Sache ist, dem Vertreter dieser Position abzusprechen, katholisch zu sein.

Denk mal an die wirklich fundamentalen Diskussionen der mittelalterlichen und scholastischen Theologie - da ging es um ganz andere Kaliber als heute. Und trotzdem wäre niemand auf die Idee gekommen, die Gegenpartei einfach als 'nicht katholisch' zu bezeichnen. Das heute gern gebrauchte Totschlagargument dient wohl vor allem der Vermeidung einer Argumentation.
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taddeo
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Re: Warum ich evangelischer Pfarrer werden möchte

Beitrag von taddeo »

Der große Unterschied zwischen damals und heute besteht doch wohl darin, daß seinerzeit über noch offene theologische Fragen disputiert wurde, während heute selbst Bischöfe ungeniert lehramtlich endgültig entschiedene Glaubenssätze in Frage stellen. Nur, daß heute die Laien mündig genug sind, ihnen dabei auf die Schliche zu kommen und derlei Verhalten öffentlich zu machen.

Stephen Dedalus
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Re: Warum ich evangelischer Pfarrer werden möchte

Beitrag von Stephen Dedalus »

Kilianus hat geschrieben: Wenn ich seinen Gedankengang mal kurz zusammenfassen darf:
Eher Rom- und traditionstreu ausgerichtete Katholiken sind
1. eine in der Realität vernachlässigbare Minderheit,
Ich schließe das aus der immer wieder gehörten Bemerkung aktiver und prakitizierender Katholiken, die mir versichern, in ihrem persönlichen Umfeld gebe es solche Tendenzen nicht. Auch niemanden, der sich darüber Gedanken mache. Melanchthon oben erwähnte ja ähnliches.

(Abgesehen davon halte ich die Begriffe 'romtreu' und 'traditionstreu' in diesem Zusammenhang für ein Konstrukt, aber das nur am Rande).
2. sie sind von der Welt "da draußen" auf verschiedenen Ebenen, insbesondere auf der intellektuellen, überfordert, und
Nein, nicht einfach überfordert. Es handelt sich zum Teil um eine bewußte, mitunter aber wohl auch unbewußte Entscheidung, die Offenheit der Diskussion zu verweigern. Es gibt darunter durchaus Leute, die sich bewußt dafür entscheiden, ab sofort nur noch die Meinung des Lehramtes als Wahrheit anzuerkennen. Und wie oben gesagt: Das ist eine mögliche Option. Aber man muß sich über die Konsequenzen klar sein.
Dagegen ließe sich eine ganze Menge sagen. Zum Beispiel, daß ich die Behauptung wagen würde, daß sich in Deutschland noch nicht einmal eine Pontifikalliturgie finden ließe, in der die Vorgaben von Redemptions sacramentum komplett eingehalten würden.
Ich weiß auch nicht, warum das unbedingt so wichtig wäre. Liturgische Vielfalt hat es immer gegeben. Auch in der römischen Kirche.
Wären die "Denunzanten" so pingelig wie von ihm beschrieben, wäre die Deutsche Post längst unter dem Briefverkehr zusammengebrochen.
Wie oben gesagt, handelt es sich - im Verhältnis zum gesamt katholischen Kirchenvolk - um eine verschwindende Minderheit. Daher schafft die Post das noch. Außerdem läuft ja mittlerweile auch viel über elektronische Post. Bei kath.net werden ja in entsprechenden Artikeln gleich gerne E-Mailadressen mit angegeben, um dem Publiko das 'Beschweren' zu erleichtern.
sondern daß solche "modernen" Liturgien einen gerade dann in den Wahnsinn treiben, wenn man sich ein wenig ausführlicher mit Geschichte und Theologie der Liturgie (einschließlich der byzantinischen und altorientalischen Traditonen) beschäftigt hat.
Mit anderen Worten: Es handelt sich doch um ein Thema für die wenigen 'Eingeweihten'.
Zuletzt geändert von Stephen Dedalus am Sonntag 16. September 2012, 19:30, insgesamt 2-mal geändert.
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Stephen Dedalus
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Re: Warum ich evangelischer Pfarrer werden möchte

Beitrag von Stephen Dedalus »

taddeo hat geschrieben:Der große Unterschied zwischen damals und heute besteht doch wohl darin, daß seinerzeit über noch offene theologische Fragen disputiert wurde, während heute selbst Bischöfe ungeniert lehramtlich endgültig entschiedene Glaubenssätze in Frage stellen. Nur, daß heute die Laien mündig genug sind, ihnen dabei auf die Schliche zu kommen und derlei Verhalten öffentlich zu machen.
In der Theologie sind immer Fragen offen. Jedenfalls solange, bis der Herr wiederkommt. (Aber das sehen Katholiken wahrscheinlich anders... :) )
Zuletzt geändert von Stephen Dedalus am Sonntag 16. September 2012, 19:31, insgesamt 1-mal geändert.
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taddeo
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Re: Warum ich evangelischer Pfarrer werden möchte

Beitrag von taddeo »

Kilianus hat geschrieben:Völlig aus der Luft gegriffen sind Stephens ausführliche Ausführungen weiter oben ja dann doch nicht.
Nein, VÖLLIG nicht, aber in dieser Überspitzung schon.
Seine Beschreibung des römisch-katholischen Priesternachwuchses zum Beispiel hat mich durchaus amüsiert, weil sie auf den ein oder anderen Kandidaten doch irgendwie zutreffen mag.
Auch da stimmt die Beobachtung des Einzelfalls durchaus, aber genau diese Typen gab es zu früheren Zeiten ganz genauso und nicht seltener als heute, das kann ich aus eigener Anschauung glaubhaft versichern. Wieviele von denen dann jemals den Weihealtar erreich(t)en, steht auf einem anderen Blatt.

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Raphael
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Re: Warum ich evangelischer Pfarrer werden möchte

Beitrag von Raphael »

Melanchthon hat geschrieben:
taddeo hat geschrieben:Du solltest Dich fürs ZDK bewerben - wer soviele Vorurteile auf einmal in einem Text unterbringen kann wie Du, scheint zu Höherem berufen. :vogel:
Und was ist falsch an seinen Aussagen deiner Meinung nach?
Sie sind offenbar absichtlich unsachlich abgefaßt! 8)

Soviel Textexegese sollte man auch als Protti können ................
Die Wahrheit hat tausend Hindernisse zu überwinden, um unbeschädigt zu Papier zu kommen, und von Papier wieder zu Kopf.
(Georg Christoph Lichtenberg)

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Heinrich II
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Re: Warum ich evangelischer Pfarrer werden möchte

Beitrag von Heinrich II »

Clemens hat geschrieben:
San Marco hat geschrieben:Stellenweise errinnert das Geschreibsel an das Werk eines Abiturienten, der sich seinen Aufsatz aus Wikipedia zusammenschreibt.
Mist! Ich bin entlarvt! :auweia:
Wie ist dir das nur gelungen?? :hmm:

Seltsam freilich, dass auch all die theologischen Leuchten, die mir "Stammtischniveau" und ähnliches vorwerfen, noch kein einziges Argument gebracht haben, was und warum in meinem Büchlein falsch sei. Ich tät's ja in der nächsten Auflage durchaus verbessern, wenn ich entsprechend belehrt würde.

Sollte sich San Marcos Kritik freilich darauf fokussieren* dass ich die gängigen Arbeitshypothesen der Einleitungswissenschaft (NT) nicht für glaubwürdig halte, dann werde ich damit leben müssen und können...

*(Kuck! Ich kenne sogar ein Fremdwort, obwohl ich sie in meinem Traktat möglichst vermieden habe, um nämlich auch die dummen und ungebildeten Pietisten besser verführen zu können.)
:klatsch: :klatsch: :klatsch:

Auf die Argumente Deiner Kritiker warte ich auch noch...
Zuletzt geändert von Heinrich II am Sonntag 16. September 2012, 19:34, insgesamt 1-mal geändert.
Wer euch ein anderes Evangelium verkündet, als ihr angenommen habt, der sei verflucht. Geht es mir denn um die Zustimmung der Menschen, oder geht es mir um Gott?

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taddeo
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Re: Warum ich evangelischer Pfarrer werden möchte

Beitrag von taddeo »

Stephen Dedalus hat geschrieben:In der Theologie sind immer Fragen offen.
Aber manche eben nicht mehr, auch wenn Du das (bzw. daran) nicht glaubst.
Und ausgerechnet die Grundsätze, die am öftesten in Frage gestellt werden, hat schon ein gewisser J. v. N. endgültig entschieden, wie etwa die Unauflöslichkeit der Ehe. Aber warum sollte sich ein katholischer Bischof an solche alten Kamellen halten, wenn ihm der Dialog doch höhere Weisheit eingibt ...

Stephen Dedalus
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Re: Warum ich evangelischer Pfarrer werden möchte

Beitrag von Stephen Dedalus »

taddeo hat geschrieben:
Stephen Dedalus hat geschrieben:In der Theologie sind immer Fragen offen.
Aber manche eben nicht mehr, auch wenn Du das (bzw. daran) nicht glaubst.
Theologische Fragen sind so lange offen, solange die Gläubigen um die Antworten ringen. Da nützt das Lehramt nix, und hätte es das hundertmal entschieden.

Meine Kirche lehrt mich keine Antworten auf alle offenen Fragen. Allerdings lehrt sie mich, dass Christus mich trotz meiner offenen Fragen trägt und alles am Ende bei ihm gut aufgehoben ist. Das ist doch schon mal was. :)
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Kilianus
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Re: Warum ich evangelischer Pfarrer werden möchte

Beitrag von Kilianus »

Stephen Dedalus hat geschrieben:
sondern daß solche "modernen" Liturgien einen gerade dann in den Wahnsinn treiben, wenn man sich ein wenig ausführlicher mit Geschichte und Theologie der Liturgie (einschließlich der byzantinischen und altorientalischen Traditonen) beschäftigt hat.
Mit anderen Worten: Es handelt sich doch um ein Thema für die wenigen 'Eingeweihten'.
Ok. Ein vermeintlicher oder tatsächlicher Mangel an theologisch-intellektueller Kompetenz ist prinzipiell irrelevant, da sie immer eine Sache der "wenigen ,Eingeweihten'" sein wird - aber sie taugt natürlich als Argument gegen Leute, die anderer Meinung sind als Du (siehe oben).

Irgendwie meine ich mich dunkel daran zu erinnern, daß Du früher auch ernstzunehmendes Zeug von Dir gegeben hast. Was hat sich verändert? Ist das die Reaktion auf den Umstand, daß Dein Laden in seinem Mutterland in absehbarer Zeit eine "Tendenz" ist, die normale Leute in ihrem persönlichen Umfeld gar nicht mehr erleben?

Nimm's Dir nicht so zu Herzen. Wenn ich an dieser Stelle noch einmal Drewermann zitieren darf: „Politisch ist allein die Masse stark; religiös ist die Masse gleichgültig.“ :nuckel:

Melanchthon
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Re: Warum ich evangelischer Pfarrer werden möchte

Beitrag von Melanchthon »

Kilianus hat geschrieben:
Stephen Dedalus hat geschrieben:
sondern daß solche "modernen" Liturgien einen gerade dann in den Wahnsinn treiben, wenn man sich ein wenig ausführlicher mit Geschichte und Theologie der Liturgie (einschließlich der byzantinischen und altorientalischen Traditonen) beschäftigt hat.
Mit anderen Worten: Es handelt sich doch um ein Thema für die wenigen 'Eingeweihten'.
Ok. Ein vermeintlicher oder tatsächlicher Mangel an theologisch-intellektueller Kompetenz ist prinzipiell irrelevant, da sie immer eine Sache der "wenigen ,Eingeweihten'" sein wird - aber sie taugt natürlich als Argument gegen Leute, die anderer Meinung sind als Du (siehe oben).

Irgendwie meine ich mich dunkel daran zu erinnern, daß Du früher auch ernstzunehmendes Zeug von Dir gegeben hast. Was hat sich verändert? Ist das die Reaktion auf den Umstand, daß Dein Laden in seinem Mutterland in absehbarer Zeit eine "Tendenz" ist, die normale Leute in ihrem persönlichen Umfeld gar nicht mehr erleben?

Nimm's Dir nicht so zu Herzen. Wenn ich an dieser Stelle noch einmal Drewermann zitieren darf: „Politisch ist allein die Masse stark; religiös ist die Masse gleichgültig.“ :nuckel:
Euer Laden gerät auch ein bisschen ins Wanken, so wie eigentlich jeder christlicher Laden auf der Welt. Ich wäre mal nicht so schadenfroh. :pfeif:

Kilianus
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Re: Warum ich evangelischer Pfarrer werden möchte

Beitrag von Kilianus »

Kleiner Nachtrag noch zum liturgischen Aspekt: Ich finde es bemerkenswert, daß Du ihre Legitimität am Erkenntnishorizont der breiten Besuchermasse festmachst. Frei nach dem Prinzip: Scheißegal, ob der Kelch leer ist, so lange es keiner merkt. Klarer kann man eigentlich nicht zu erkennen geben, daß man ein im liturgischen Kontext vorgetragenes Gebet in Wirklichkeit gar nicht an Gott adressiert, sondern ans Volk - mithin eine fromme Show abzieht.

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Protasius
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Re: Warum ich evangelischer Pfarrer werden möchte

Beitrag von Protasius »

Melanchthon hat geschrieben:
Kilianus hat geschrieben:
Stephen Dedalus hat geschrieben:
sondern daß solche "modernen" Liturgien einen gerade dann in den Wahnsinn treiben, wenn man sich ein wenig ausführlicher mit Geschichte und Theologie der Liturgie (einschließlich der byzantinischen und altorientalischen Traditonen) beschäftigt hat.
Mit anderen Worten: Es handelt sich doch um ein Thema für die wenigen 'Eingeweihten'.
Ok. Ein vermeintlicher oder tatsächlicher Mangel an theologisch-intellektueller Kompetenz ist prinzipiell irrelevant, da sie immer eine Sache der "wenigen ,Eingeweihten'" sein wird - aber sie taugt natürlich als Argument gegen Leute, die anderer Meinung sind als Du (siehe oben).

Irgendwie meine ich mich dunkel daran zu erinnern, daß Du früher auch ernstzunehmendes Zeug von Dir gegeben hast. Was hat sich verändert? Ist das die Reaktion auf den Umstand, daß Dein Laden in seinem Mutterland in absehbarer Zeit eine "Tendenz" ist, die normale Leute in ihrem persönlichen Umfeld gar nicht mehr erleben?

Nimm's Dir nicht so zu Herzen. Wenn ich an dieser Stelle noch einmal Drewermann zitieren darf: „Politisch ist allein die Masse stark; religiös ist die Masse gleichgültig.“ :nuckel:
Euer Laden gerät auch ein bisschen ins Wanken, so wie eigentlich jeder christlicher Laden auf der Welt.
Was willst du damit sagen (und bedenke, daß die Welt nicht nur aus Deutschland besteht, und die katholische Kirche auch nicht)?
Der so genannte ‚Geist’ des Konzils ist keine autoritative Interpretation. Er ist ein Geist oder Dämon, der exorziert werden muss, wenn wir mit der Arbeit des Herrn weiter machen wollen. – Ralph Walker Nickless, Bischof von Sioux City, Iowa, 2009

Kilianus
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Re: Warum ich evangelischer Pfarrer werden möchte

Beitrag von Kilianus »

Melanchthon hat geschrieben: Euer Laden gerät auch ein bisschen ins Wanken, so wie eigentlich jeder christlicher Laden auf der Welt. Ich wäre mal nicht so schadenfroh. :pfeif:
Mag sein. Aber im Gegensatz zu Stephen bemühe ich das nicht beständig als Argument für Wahr- oder Unwahrheit theologischer Aussagen. Deshalb habe ich ihm ja auch noch mal mein liebstes Drewermann-Zitat ans Herz gelegt.

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taddeo
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Re: Warum ich evangelischer Pfarrer werden möchte

Beitrag von taddeo »

Melanchthon hat geschrieben:Euer Laden gerät auch ein bisschen ins Wanken, so wie eigentlich jeder christlicher Laden auf der Welt. Ich wäre mal nicht so schadenfroh. :pfeif:
Unser Laden (der ja m. W. noch immer auch der Deine ist) mag gelegentlich etwas wanken, ja. Aber im Gegensatz zu anderen fällt er nicht.

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Raphael
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Re: Warum ich evangelischer Pfarrer werden möchte

Beitrag von Raphael »

Melanchthon hat geschrieben:Euer Laden gerät auch ein bisschen ins Wanken, so wie eigentlich jeder christlicher Laden auf der Welt. Ich wäre mal nicht so schadenfroh. :pfeif:
Da verwechselst Du offensichtlich eine dynamische Stabilität mit einem "ein bißchen Wanken"! :kussmund:
Die Wahrheit hat tausend Hindernisse zu überwinden, um unbeschädigt zu Papier zu kommen, und von Papier wieder zu Kopf.
(Georg Christoph Lichtenberg)

Melanchthon
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Re: Warum ich evangelischer Pfarrer werden möchte

Beitrag von Melanchthon »

Weltweit gesehen wächst jede Gemeinschaft.

Aber in Europa und allgemein den westlichen Industriestaaten gerät die Gemeinschaft Christi ins Wanken.

Das wollte ich nur zu bedenken geben. Ich zu meinem Teil halte mich bei so was zurück. Hochmut kommt bekanntlich vor dem Fall. :P

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