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Beyerhausens christozentrische Bekenntnis-Ökumene

Verfasst: Freitag 23. Oktober 2009, 22:26
von TillSchilling
Dieservon Lutheraner verlinkte Bericht vom Ökumenischen Bekenntniskongress lässt mich wundern was man hier von diesem Ansatz der sogenannten christozentrische Bekenntnis-Ökumene hält.

Mehr Info unter http://www.institut-diakrisis.de/ikbg.html

Re: Beyerhausens christozentrische Bekenntnis-Ökumene

Verfasst: Freitag 23. Oktober 2009, 23:07
von Lioba
Till- die kennt keiner! Leider!

Re: Beyerhausens christozentrische Bekenntnis-Ökumene

Verfasst: Freitag 23. Oktober 2009, 23:36
von TillSchilling
Lioba hat geschrieben:Till- die kennt keiner! Leider!
Ganz so kann es nicht sein. Wenn der Salzburger Weihbischof Andreas Laun teilnimmt.

Ob das "Leider" berechtigt ist frage ich mich. Was bekennen bekenntnistreue lutherische, pietistische, anglikanische, katholische etc. Christen gemeinsam?

Re: Beyerhausens christozentrische Bekenntnis-Ökumene

Verfasst: Freitag 23. Oktober 2009, 23:52
von Niels
Doch, ich habe mal ein Heft von Diakrisis an einem Schriftenstand gesehen. Sind nicht auch Hugo Staudinger und Kartsten Bürgener dabei?

Re: Beyerhausens christozentrische Bekenntnis-Ökumene

Verfasst: Samstag 24. Oktober 2009, 09:12
von Amandus2
Der Begriff "christozentrisch" ist katholischem Denken eher fremd. Er stammt aus der evangelikalen Ecke der Protestanten.

Es ist wieder mal eine Idee von Prof. Beyerhaus, der selbst unter Evangelikalen höchst umstritten ist, weil er sich -als Evangelikaler- vor Jahren zum "Bischof" weihen lies.

Es täten allen gut, wenn sich Beyerhaus mit seinen 80 Jahren endlich zur Ruhe setzen würde!

Re: Beyerhausens christozentrische Bekenntnis-Ökumene

Verfasst: Samstag 24. Oktober 2009, 10:38
von Clemens
Ich gehöre als "Beyerhausianer" zu diesem Kreis.
Sachliche Anfragen beantworte ich gerne nach bestem Wissen.
Polemik gegen ihn aus katholischer Ecke finde ich unangebracht, da keiner so viel wie er tat (und bewirkte) für die Annäherung der konservativen Lutheraner an die katholische Kirche!

Re: Beyerhausens christozentrische Bekenntnis-Ökumene

Verfasst: Samstag 24. Oktober 2009, 10:46
von Niels
(Mein "Doch" bezog sich auf Liobas "die kennt keiner! Leider" und sollte heißen: doch, ich kenne sie - es war keinesfalls polemisch gemeint.)

Re: Beyerhausens christozentrische Bekenntnis-Ökumene

Verfasst: Samstag 24. Oktober 2009, 11:08
von Clemens
Niels hat geschrieben:(Mein "Doch" bezog sich auf Liobas "die kennt keiner! Leider" und sollte heißen: doch, ich kenne sie - es war keinesfalls polemisch gemeint.)
Du hast nicht polemisiert und warst auch nicht gemeint.

Re: Beyerhausens christozentrische Bekenntnis-Ökumene

Verfasst: Samstag 24. Oktober 2009, 14:39
von FranzSales
Also ich finde das gut, was er da tut. Eine konservativer Lutheraner oder Anglikaner ist mir theologisch und emotional näher als der liberale Katholik in meiner eigenen Kirche.

Re: Beyerhausens christozentrische Bekenntnis-Ökumene

Verfasst: Sonntag 25. Oktober 2009, 00:21
von Mellon
Amandus2 hat geschrieben:Der Begriff "christozentrisch" ist katholischem Denken eher fremd. Er stammt aus der evangelikalen Ecke der Protestanten.
Es ist wieder mal eine Idee von Prof. Beyerhaus, der selbst unter Evangelikalen höchst umstritten ist, weil er sich -als Evangelikaler- vor Jahren zum "Bischof" weihen lies.
Es täten allen gut, wenn sich Beyerhaus mit seinen 80 Jahren endlich zur Ruhe setzen würde!
Ich verstehe nicht ganz? Was ist nun falsch an Peter Beyerhaus?
Stört an ihm das, was manche auch Johannes Paul II. vorgeworfen haben, daß er nämlich mit über 80 noch im Dienst ist?
Oder, daß er Begriffe verwendet, die Katholiken fremd sind? Oder, daß ihm manche Evangelikale katholisierende Tendenzen nachsagen, weil er zum Beispiel die Messe feiert und ihm die apostolische Sukzession wichtig ist?
Wäre es also besser, daß er sich zur Ruhe setzte, weil er den Evangelikalen zu katholisch bzw. den Katholiken zu evangelikal ist? Soll er deswegen endlich von der Bildfläche verschwinden, weil er in kein Schema paßt?
Wie gesagt? Ich verstehe nicht ...
:achselzuck:

Re: Beyerhausens christozentrische Bekenntnis-Ökumene

Verfasst: Sonntag 25. Oktober 2009, 00:35
von Mellon
Es ist immer besser sich selbst(!) ein Bild über etwas zu machen und dann zu urteilen, als andere Urteile blindlings nachzuplappern und durch rasche Zustimmung selbst klug erscheinen zu wollen. Heraus also aus der Unmündigkeit, ihr Aufgeklärten! ;)
Denn "Unmündigkeit ist das Unvermögen, sich seines Verstandes ohne Leitung eines anderen zu bedienen. ... Sapere aude! Habe Mut dich deines eigenen Verstandes zu bedienen! ist also der Wahlspruch der Aufklärung." (Kant)
Um sich nun selbst ein Bild über die von Prof. Bayerhaus angeregten "christozentrischen Bekenntnisökumene" machen zu können, empfehle ich sehr das ausgezeichnete Buch "Das Geheimnis der Dreieinigkeit im Zeugnis der Kirche" .
Erschienen ist es im Dominus-Verlag (http://www.dominus-verlag.de) und für nur 19.95 € praktisch geschenkt, wie schon ein Blick in das Inhaltsverzeichnis zeigt, das auf den Internetseiten dieses Verlages veröffentlicht wurde.
Kenntnisreiche und kompetente Autoren, eine solide Verbindung von systematischer und praktischer Theologie, auch für Nichtakademiker gut zu lesen ...

Re: Beyerhausens christozentrische Bekenntnis-Ökumene

Verfasst: Sonntag 25. Oktober 2009, 00:53
von TillSchilling
Laut Web site des Diakrisis-Instituts hat die "Internationale Konferenz Bekennender Gemeinschaften" ja richtig ambitiöse Ziele:

"biblisch begründeten Alternative" zur "Genfer ökumenischen Bewegung" möchte man sein. "Für die Einigung der getrennten Christenheit durch Aufbau und Förderung einer Christozentrischen Bekenntnis-Ökumene" will man wirken.

Also eine Art Gegen-ÖRK.

Welche Stationen wurden auf diesem Weg konkret erreicht. Besinnungstage mit anschliessender Veröffentlichung der Referate in allen Ehren aber was folgt daraus, dass man sich über den gemeinsamen trinitarischen Glauben klar geworden ist?

Re: Beyerhausens christozentrische Bekenntnis-Ökumene

Verfasst: Sonntag 25. Oktober 2009, 09:46
von Lioba
Der Begriff "christozentrisch" ist katholischem Denken eher fremd. Er stammt aus der evangelikalen Ecke der Protestanten.
Wenn dies katholischem Denken fremd sein sollte, hätte allerdings jedes ökumenische Gespräch seinen Sinn verloren:
Kolosser 1, 15-20
15welcher ist das Ebenbild des unsichtbaren Gottes, der Erstgeborene vor allen Kreaturen. {Hebräer.1,3} 1,3
welcher, sintemal er ist der Glanz seiner Herrlichkeit und das Ebenbild seines Wesens und trägt alle Dinge mit seinem kräftigen Wort und hat gemacht die Reinigung unsrer Sünden durch sich selbst, hat er sich gesetzt zu der Rechten der Majestät in der Höhe{Offenbarung.3,14} 3,14
Und dem Engel der Gemeinde zu Laodizea schreibe: Das sagt, der Amen heißt, der treue und wahrhaftige Zeuge, der Anfang der Kreatur Gottes: 16Denn durch ihn ist alles geschaffen, was im Himmel und auf Erden ist, das Sichtbare und das Unsichtbare, es seien Throne oder Herrschaften oder Fürstentümer oder Obrigkeiten; es ist alles durch ihn und zu ihm geschaffen. {Johannes.1,3} 1,3
Alle Dinge sind durch dasselbe gemacht, und ohne dasselbe ist nichts gemacht, was gemacht ist.{Johannes.1,10} 1,10
Es war in der Welt, und die Welt ist durch dasselbe gemacht; und die Welt kannte es nicht.{Hebräer.1,2} 1,2
hat er am letzten in diesen Tagen zu uns geredet durch den Sohn, welchen er gesetzt hat zum Erben über alles, durch welchen er auch die Welt gemacht hat; 17Und er ist vor allem, und es besteht alles in ihm. {Apostelgeschichte.26,23} 26,23
daß Christus sollte leiden und der erste sein aus der Auferstehung von den Toten und verkündigen ein Licht dem Volk und den Heiden.{1 Korinther.15,20} 15,20
Nun ist aber Christus auferstanden von den Toten und der Erstling geworden unter denen, die da schlafen.{Offenbarung.1,5} 1,5
und von Jesu Christo, welcher ist der treue Zeuge und Erstgeborene von den Toten und der Fürst der Könige auf Erden! Der uns geliebt hat und gewaschen von den Sünden mit seinem Blut{Epheser.1,22} 1,22
und hat alle Dinge unter seine Füße getan und hat ihn gesetzt zum Haupt der Gemeinde über alles, 18Und er ist das Haupt des Leibes, nämlich der Gemeinde; er, welcher ist der Anfang und der Erstgeborene von den Toten, auf daß er in allen Dingen den Vorrang habe. 19Denn es ist das Wohlgefallen gewesen, daß in ihm alle Fülle wohnen sollte {Kolosser.2,9} 2,9
Denn in ihm wohnt die ganze Fülle der Gottheit leibhaftig,{Johannes.1,16} 1,16
Und von seiner Fülle haben wir alle genommen Gnade um Gnade.{Epheser.1,23} 1,23
welche da ist sein Leib, nämlich die Fülle des, der alles in allem erfüllt.{2 Korinther.5,19} 5,19
Denn Gott war in Christo und versöhnte die Welt mit ihm selber und rechnete ihnen ihre Sünden nicht zu und hat unter uns aufgerichtet das Wort von der Versöhnung. 20und alles durch ihn versöhnt würde zu ihm selbst, es sei auf Erden oder im Himmel, damit daß er Frieden machte durch das Blut an seinem Kreuz, durch sich selbst. {1 Johannes.2,2} 2,2
Und derselbe ist die Versöhnung für unsre Sünden, nicht allein aber für die unseren sondern auch für die der ganzen Welt.

Re: Beyerhausens christozentrische Bekenntnis-Ökumene

Verfasst: Sonntag 25. Oktober 2009, 09:55
von FranzSales
Der Begriff "christozentrisch" ist katholischem Denken eher fremd. Er stammt aus der evangelikalen Ecke der Protestanten.
Wenn Christus nicht mehr die Mitte Deines Glaubens ist, so frage ich mich umgekehrt, was Du noch in der Katholischen Kirche suchst. :tuete: