conscientia hat geschrieben:
nicht neuere freikirchen wie die baptisten (ich erlaube mir, den "methodismus" wegen seines ursprungs bei j. wesley für eine besondere form des anglikanismus zu halten).
Frage: Die Baptisten gehen aus den Anabaptisten des 16. Jahrhunderts hervor... ist das neu, oder sprichst du hier von deutschen Freikirchen? In den USA sind Baptisten keine kleine Minderheit wie hier...
Es gibt da einiges, was mal erwaehnenswert waere um es in der kKirche in Augenschein zu nehmen:
- freiere Wahl der Instrumente im Gottesdienst (die katholische Praxis sieht zwar in manchem Jugendgodi schon relativ gut aus, ich habe schon moderne Musik im Godi gesehen, aber rein theoretisch ist das ein Affront)
- das Wort Gottes nicht in den Hintergrund stellen (ich habe es erlebt, dass aus Zeitmangel mal eben die Predigt weggelassen wurde...)
- die Idee eines Praise Teams oder Chores finde ich klasse... da singt ein Chor oder ein Praise Team laut mit und die Gemeinde wird stark angespornt... Chor und Klavier empfielt sich fuer Gemeinden mit einer Mehrheit aelterer Mitbuerger (Praise Team ist eine kleine Band mit modernen Liedern)
- kleinere Gebaeude sind wunderbar... da wird die Gemeinde nicht drin verschluckt (wobei man das schlecht veraendern kann)
- gemeinsame Aktivitaeten als Gemeinde; durch die kleine Struktur muss eine Baptistengemeinde in den USA sehr stark zusammenarbeiten und zusammenhalten... gemeinesame Aktivitaeten, Bibelstudiengruppen und Ausfluege staerken den Gemeinschaftssinn
... und das alles ohne ein einziges theologisches Dilemma zu nennen... wow...
Geschmäcker sind ja verschiedenen und bekanntlich lässt sich darüber auch streiten. Eine theologisch überarbeitete Tridentinische Messe (z. B. die Deutsche Messe Form B), Orgelspiel, alte Kirchenlieder und gregorianische Choräle würden mich persönlich allerdings mehr ansprechen als moderne Wortgottesdienste mit scheinbarer Endlospredigt, moderne Lobpreisungen, Songs und E-Musik. Ich will nicht nur über Gott etwas hören, sondern Ihn auch besinnlich miterleben und das nicht in einer Popkulturmanier. Wenn natürlich Jugendliche den Wunsch äußern, moderne Gottesdienste zu feiern und moderne Lieder zu singen, soll man es ihnen ermöglichen, den sonntäglichen Hauptgottesdienst davon allerdings schön rausnehmen. Sonst lande ich vielleicht nachher noch in einer Tridentinischen Messe bei den Petrus- oder bei den Piusbrüdern...