Jause oder Abendmahl?

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Lutheraner
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Beitrag von Lutheraner »

anneke6 hat geschrieben:@ Lutheraner: Ich wohle in Good Old Germany, und das nicht erst seit gestern, habe ich ja auch in anderen Threads geschrieben.
Ich gehe meistens in die Kirche der Polnischen Katholischen Mission, aber auch in meine Ortsgemeinde. Nirgendwo gibt es dergleichen… ;)
Wie läuft das in Deiner Gemeinde dann ab: Wird bei Euch der Kelch gereicht? Oder entlässt Euch der Pfarrer nach der Kommunion ordentlich?
overkott hat geschrieben:Ich finde die Kekse-Phantasie bildlich völlig verkehrt.

Die Hostie ist weder rosa, noch süß - auch nach der Wandlung nicht.

Ich weiß also wirklich nicht, wo Lutheraner sich da wieder rumgetrieben hat.
Die "Keks-Phantasie" kommt nicht von mir, sondern von Deinen Glaubensgeschwistern. Damit fangen die regelmäßig an (das kenne ich aus anderen Foren auch). Diese "Keks-Phantasie" entspringt dem jahrhundealten Abendmahlsmissbrauch in der römischen Gemeinschaft, der zumindest theoretisch beim Vat. II abgeschafft wurde. In der Praxis hält er sich hartnäckig.
"Ta nwi takashi a huga bakashi. Ta nwi takashi maluka batuka"

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overkott
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Beitrag von overkott »

Jetzt dreht Lutheran aber völlig ab.

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anneke6
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Beitrag von anneke6 »

overkott hat geschrieben:Jetzt dreht Lutheran aber völlig ab.
Ich glaube, der kompensiert hier, was er zu seiner katholischen Frau nicht sagen darf.

Also Lutheraner:
Bei uns in der Polnischen Katholischen Mission wird der Kelch nie gereicht. Am Gründonnerstag gibt es Kommunion unter beiderlei Gestalt, wobei die Hostie vom Priester eingetaucht und dann dem Kommunikanten auf die Zunge gelegt wird. So wird es in PL auch in den meisten geistlichen Gemeinschaften, wo Kommunion unter beiderlei Gestalt üblich ist, gemacht.
Ansonsten wird nur die Hostie gereicht, fast alle empfangen auf die Zunge.
In unserer Ortsgemeinde wird an den Sonntagen in den geprägten Zeiten (i.e. Advent, Weihnachtszeit, Fastenzeit, Osterzeit) der Kelch gereicht. Die meisten empfangen auf die Hand. Die Hostie natürlich, nicht den Kelch. ;)
Was eine ordentliche Entlassung nach der Kommunion ist, weiß ich nicht. Grundsätzlich ist aber die Schlußformel "Ite Missa est" eine Aussendung, oder auch eine Entlassung.
???

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Lutheraner
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Beitrag von Lutheraner »

anneke6 hat geschrieben: Ich glaube, der kompensiert hier, was er zu seiner katholischen Frau nicht sagen darf.
Ne, sie ist sehr vernünftig. Aber im echten Leben kenne ich halt keine "Hardcore-Katholen". Die meisten römischen Katholiken interessieren sich doch überhaupt nicht für solche Themen. Ihr habt hier bei mir den Exoten-Bonus :kiss:
anneke6 hat geschrieben: Was eine ordentliche Entlassung nach der Kommunion ist, weiß ich nicht.
Nach dem Empfang des Abendmahls (wenn alle kommuniziert haben) erfolgt die Entlassung durch Sendung und Segen. Erst dann läuft man zur Bank zurück. Dadurch hat der Pfarrer auch den Überblick, dass die Gaben verzehrt wurden und damit kein Schindluder getrieben wird. Eine respektvolle und würdige Feier des Hl. Abendmahls dauert natürlich seine Zeit.
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overkott
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Beitrag von overkott »

anneke6 hat geschrieben:
overkott hat geschrieben:Jetzt dreht Lutheran aber völlig ab.
Ich glaube, der kompensiert hier, was er zu seiner katholischen Frau nicht sagen darf.
Er kann also auch anders?

Bonaventura war auch heimlicher Ökumeniker.

Schließlich hatte er vermutlich XVI Prozent Lutheraner in den eigenen Reihen.

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anneke6
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Beitrag von anneke6 »

Lutheraner hat geschrieben:
anneke6 hat geschrieben: Ich glaube, der kompensiert hier, was er zu seiner katholischen Frau nicht sagen darf.
Ne, sie ist sehr vernünftig. Aber im echten Leben kenne ich halt keine "Hardcore-Katholen". Die meisten römischen Katholiken interessieren sich doch überhaupt nicht für solche Themen. Ihr habt hier bei mir den Exoten-Bonus :kiss:
Das ist doch etwas Schönes!
Lutheraner hat geschrieben:
Nach dem Empfang des Abendmahls (wenn alle kommuniziert haben) erfolgt die Entlassung durch Sendung und Segen. Erst dann läuft man zur Bank zurück. Dadurch hat der Pfarrer auch den Überblick, dass die Gaben verzehrt wurden und damit kein Schindluder getrieben wird. Eine respektvolle und würdige Feier des Hl. Abendmahls dauert natürlich seine Zeit.
Der Meßritus sieht so etwas nicht vor, weder im neuen noch im tridentinischen Ritus.
Die Austeilung der Kommunion dauerte vor dem Konzil meistens nicht lange, da nur wenige jeden Sonntag die Kommunion empfingen.
Mittlerweile ist es anders, deshalb dauert es auch entsprechend lang. Bevor wir in unserer Gemeinde die ersten Kommunionhelfer hatten, wurden während der Kommunion mindestens drei Lieder gesungen.
Vorne bleiben geht bei uns auf gar keinen Fall, es sei denn, die Kommunion wird nur wenigen gespendet, die können dann alle gleichzeitig zurückgehen. Aber ansonsten behindert man die Kommunionausteilung, vor allem an der Kommunionbank, da hinter einem ja schon die nächsten warten. Man kann kurz knien bleiben, aber man muß spätestens wieder aufstehen, wenn die Reihe vom Priester neu abgeschritten wird. Sonst bekommt man die Kommunion ja zweimal.
In den USA empfehlen einige Bischöfe, daß nach der Kommunion alle, wenn sie zu ihren Plätzen zurückgekehrt sind, stehen sollen. Gehört habe ich davon durch Proteste von Gläubigen, die das nicht wollten.
???

Petra
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Beitrag von Petra »

Lutheraner hat geschrieben:Nach dem Empfang des Abendmahls (wenn alle kommuniziert haben) erfolgt die Entlassung durch Sendung und Segen. Erst dann läuft man zur Bank zurück.
Das kann ich mir gar nicht vorstellen. Stehen dann am Ende des GD alle um den Altar rum und erst nach dem Schlußsegen geht man zur Bank bzw. verlässt die Kirche? :hmm:

regina 32
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Beitrag von regina 32 »

Petra hat geschrieben:[

Das kann ich mir gar nicht vorstellen. Stehen dann am Ende des GD alle um den Altar rum und erst nach dem Schlußsegen geht man zur Bank bzw. verlässt die Kirche? :hmm:
Nun, ist wahrscheinlich eine Frage der Menge der Kommunikanten (oder wie man die auch immer nennen mag).....


Leute, Tolleranz, mir liegen auch oft lästerliche Reden auf der Zunge, die ich runterschlucken muss obwohl ich kaddolisch bin

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overkott
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Beitrag von overkott »

Jetzt redet doch nicht immer auf Lutheraner ein.

Gönnt ihm einfach mal einen guten Abend mit Wein.

regina 32
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Beitrag von regina 32 »

regina 32 hat geschrieben:

Leute, Tolleranz, mir liegen auch oft lästerliche Reden auf der Zunge, die ich runterschlucken muss obwohl ich kaddolisch bin
so sagte mein Gatte zu mir am Tag nach der Taufe.

Schatz nimm etwas Salz mit, das Zeug ist so fad....

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anneke6
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Beitrag von anneke6 »

overkott hat geschrieben:Jetzt redet doch nicht immer auf Lutheraner ein.

Gönnt ihm einfach mal einen guten Abend mit Wein.
Ach so, so muß man jetzt künftig schreiben, um Wein zu bekommen?
Hmm

[left]http://www.popstarsplus.com/images/Home ... icture.gif[/left]
…Wein!
???

Petra
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Beitrag von Petra »

regina 32 hat geschrieben: Leute, Tolleranz, mir liegen auch oft lästerliche Reden auf der Zunge, die ich runterschlucken muss obwohl ich kaddolisch bin
Das war kein "lästerliches Reden". Tut mir leid wenn es so rüberkam.

Es sollte auch nicht heißen, dass die Kommunionweise, die Lutheraner geschildert hat, falsch wäre. Nur eben, dass ich so etwas noch nicht gesehen habe und mir es nicht vorstellen kann.

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Lutheraner
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Beitrag von Lutheraner »

Petra hat geschrieben:
Lutheraner hat geschrieben:Nach dem Empfang des Abendmahls (wenn alle kommuniziert haben) erfolgt die Entlassung durch Sendung und Segen. Erst dann läuft man zur Bank zurück.
Das kann ich mir gar nicht vorstellen. Stehen dann am Ende des GD alle um den Altar rum und erst nach dem Schlußsegen geht man zur Bank bzw. verlässt die Kirche? :hmm:
Nein, das hast Du falsch verstanden. Man steht um den Altar oder kniet an den Altarstufen (in den Landeskirchen leider nur noch selten), empfängt Brot und Wein und nachdem alle aus dieser Reihe kommuniziert haben, erfolgt hier die Entlassung vom Abendmahl durch "Sendung und Segen" (das Segenszeichen wird oft mit dem Kelch in der Hand gemacht) durch den Pfarrer. Wenn der Platz am Altar zu klein ist, kommen jetzt die nächsten an der Reihe. Am Ende des Gottesdienstes erfolgt noch der "normale" Segen.

In großen Kirchen gibt es die "Wandelkommunion". Hier empfängt man zuerst die Hostie, verzehrt sie und empfängt dann ein paar Schritte weiter den Wein. Die Entlassung entfällt hier normalerweise.
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Lutheraner
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Beitrag von Lutheraner »

anneke6 hat geschrieben:
Lutheraner hat geschrieben:
anneke6 hat geschrieben: Ich glaube, der kompensiert hier, was er zu seiner katholischen Frau nicht sagen darf.
Ne, sie ist sehr vernünftig. Aber im echten Leben kenne ich halt keine "Hardcore-Katholen". Die meisten römischen Katholiken interessieren sich doch überhaupt nicht für solche Themen. Ihr habt hier bei mir den Exoten-Bonus :kiss:
Das ist doch etwas Schönes!

Darum habe ich Euch auch alle so lieb! Ich denke noch mit vor Rührung feuchten Augen daran, wie ich einem jungen Mann, dessen Auto voller "Pater Pio"-Aufkleber und sonstigen Erkennungsmerkmalen konservativer Katholiken versehen war, letztes Jahr sein im Schnee steckengebliebene Auto heraus geschoben habe.
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anneke6
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Beitrag von anneke6 »

Wenn Pater Pio es nicht macht — dann eben Lutheraner.
Ich habe in der kalten Jahreszeit eher das Problem mit abgebrochenen Schlüsseln. Mindestens zweimal passiert.
???

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overkott
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Beitrag von overkott »

Lutheraner hat geschrieben:
anneke6 hat geschrieben:
Lutheraner hat geschrieben:
anneke6 hat geschrieben: Ich glaube, der kompensiert hier, was er zu seiner katholischen Frau nicht sagen darf.
Ne, sie ist sehr vernünftig. Aber im echten Leben kenne ich halt keine "Hardcore-Katholen". Die meisten römischen Katholiken interessieren sich doch überhaupt nicht für solche Themen. Ihr habt hier bei mir den Exoten-Bonus :kiss:
Das ist doch etwas Schönes!

Darum habe ich Euch auch alle so lieb! Ich denke noch mit vor Rührung feuchten Augen daran, wie ich einem jungen Mann, dessen Auto voller "Pater Pio"-Aufkleber und sonstigen Erkennungsmerkmalen konservativer Katholiken versehen war, letztes Jahr sein im Schnee steckengebliebene Auto heraus geschoben habe.
Ob du glaubst oder nicht, Lutheraner, du bist ein Engel.

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FioreGraz
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Beitrag von FioreGraz »

overkott hat geschrieben:Jetzt redet doch nicht immer auf Lutheraner ein.

Gönnt ihm einfach mal einen guten Abend mit Wein.
... sonst kriegt er schlieslich das Brot nicht runter.

LG
Firoe
Einer ist Gesetzgeber und Richter, er, der die Macht hat, zu retten oder zu verderben. Wer aber bist du, daß du den Nächsten richtest? (Jak4,12)
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overkott
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Beitrag von overkott »

FioreGraz hat geschrieben:
overkott hat geschrieben:Jetzt redet doch nicht immer auf Lutheraner ein.

Gönnt ihm einfach mal einen guten Abend mit Wein.
... sonst kriegt er schlieslich das Brot nicht runter.

LG
Firoe
Natürlich.

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Lutheraner
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Beitrag von Lutheraner »

Hallo Anneke,
anneke6 hat geschrieben:Man kann kurz knien bleiben, aber man muß spätestens wieder aufstehen, wenn die Reihe vom Priester neu abgeschritten wird. Sonst bekommt man die Kommunion ja zweimal.
Na, und Du hast behauptest, dass Du die Turbo-Kommunion nicht kennst.....
Stell Dir das einfach noch stehend vor, da geht's noch schneller.

anneke6 hat geschrieben: In den USA empfehlen einige Bischöfe, daß nach der Kommunion alle, wenn sie zu ihren Plätzen zurückgekehrt sind, stehen sollen. Gehört habe ich davon durch Proteste von Gläubigen, die das nicht wollten.
Hinterher sollte jedem Gläubigen die Zeit bleiben, dass er ein persönliches Dankgebet sprechen kann (kniend oder stehend). Alles andere erachte ich als unwürdig nach dem Empfang des wahren Leibes und wahren Blutes des Herrn.
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anneke6
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Beitrag von anneke6 »

Lutheraner hat geschrieben:Hallo Anneke,
anneke6 hat geschrieben:Man kann kurz knien bleiben, aber man muß spätestens wieder aufstehen, wenn die Reihe vom Priester neu abgeschritten wird. Sonst bekommt man die Kommunion ja zweimal.
Na, und Du hast behauptest, dass Du die Turbo-Kommunion nicht kennst.....
Stell Dir das einfach noch stehend vor, da geht's noch schneller.
Das empfinde ich nicht als Turbokommunion. Ganz davon abgesehen besteht die Wirkung der heiligen Eucharistie ja nicht darin, wie lange man kniet oder ob überhaupt.
Lutheraner hat geschrieben:
anneke6 hat geschrieben: In den USA empfehlen einige Bischöfe, daß nach der Kommunion alle, wenn sie zu ihren Plätzen zurückgekehrt sind, stehen sollen. Gehört habe ich davon durch Proteste von Gläubigen, die das nicht wollten.
Hinterher sollte jedem Gläubigen die Zeit bleiben, dass er ein persönliches Dankgebet sprechen kann (kniend oder stehend). Alles andere erachte ich als unwürdig nach dem Empfang des wahren Leibes und wahren Blutes des Herrn.
Das wird dadurch ja nicht ausgeschlossen. Aber ich finde diese Idee nicht gut. So wie das Gebet nach der Kommunion persönlich ist, sollte auch die Gebetshaltung persönlich gewählt werden, ob man nun knien, stehen oder meditativ sitzen will. Einheitliches Stehen nach der Kommunion macht nur dort Sinn, wo den ganzen Gottesdienst über gestanden wird.
???

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Lutheraner
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Beitrag von Lutheraner »

anneke6 hat geschrieben:
Lutheraner hat geschrieben:Hallo Anneke,
anneke6 hat geschrieben:Man kann kurz knien bleiben, aber man muß spätestens wieder aufstehen, wenn die Reihe vom Priester neu abgeschritten wird. Sonst bekommt man die Kommunion ja zweimal.
Na, und Du hast behauptest, dass Du die Turbo-Kommunion nicht kennst.....
Stell Dir das einfach noch stehend vor, da geht's noch schneller.
Das empfinde ich nicht als Turbokommunion. Ganz davon abgesehen besteht die Wirkung der heiligen Eucharistie ja nicht darin, wie lange man kniet oder ob überhaupt.
Das Verhalten der Gläubigen in der Kommunion ist auch Ausdruck ihres Glaubens. Wie verhält man sich, wenn man dem Göttlichen begegnet? Glaubt man wirklich, was man bekennt? Es wird zwischen den Konfessionen oft nur über das diskutiert, was als Abendmahlsverständnis Bekenntnis ist, aber was geglaubt wird, das erkennt man nur an der Haltung während der Feier.
Dabei geht er hier nicht unbedingt um die Empfangshaltung wie knien und stehen. Die Würdigkeit des Mahls hängt auch von anderen Faktoren ab. Auch das Herrenmahl als gemeinsame Feier darf nicht in den Hintergrund treten.
Wenn die Austeilung der Kommunion der Verteilung von Werbeartikeln in der Fußgängerzone ähnelt oder wenn der Feier der Charakter des Opfergedächtnisses genommen wird (um auch das andere Extrem aufzuführen), dann läuft man große Gefahr das Mysterium bereits entstellt zu haben.
"Ta nwi takashi a huga bakashi. Ta nwi takashi maluka batuka"

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overkott
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Beitrag von overkott »

Lutheraner hat geschrieben:
anneke6 hat geschrieben:
Lutheraner hat geschrieben:Hallo Anneke,
anneke6 hat geschrieben:Man kann kurz knien bleiben, aber man muß spätestens wieder aufstehen, wenn die Reihe vom Priester neu abgeschritten wird. Sonst bekommt man die Kommunion ja zweimal.
Na, und Du hast behauptest, dass Du die Turbo-Kommunion nicht kennst.....
Stell Dir das einfach noch stehend vor, da geht's noch schneller.
Das empfinde ich nicht als Turbokommunion. Ganz davon abgesehen besteht die Wirkung der heiligen Eucharistie ja nicht darin, wie lange man kniet oder ob überhaupt.
Das Verhalten der Gläubigen in der Kommunion ist auch Ausdruck ihres Glaubens.
Da gilt: Nur nicht verkrampfen.

ad_hoc
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Beitrag von ad_hoc »

Schöne Auffassung, Lutheraner.
:jump:

Gruß, ad_hoc
quidquid cognoscitur, ad modum cognoscentis cognoscitur (n. Thomas v. Aquin)

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Marcus
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Beitrag von Marcus »

ad_hoc hat geschrieben:Schöne Auffassung, Lutheraner.
:jump:

Gruß, ad_hoc
Da scheint sich wohl eine KSBB/FSSP(X)-Ökumene anzubahnen... :mrgreen: :D :mrgreen:

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