Anglikanische und altkatholische Gemeinschaft

Rund um Anglikanertum, Protestantismus und Freikirchenwesen.
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Florianklaus
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Re: Anglikanische und altkatholische Gemeinschaft

Beitrag von Florianklaus »

Miserere Nobis Domine hat geschrieben:
Stephen Dedalus hat geschrieben: Das mag für die Großstädte gelten. Für das platte Land wohl noch nicht. Diese Entwicklung ist Teil der neuen Multikulti- und Multioptionsgesellschaft.
Gerade auf dem "platten Land" ist ja der Assimilationsdruck stärker, weil die Gemeinden dort kleiner und Mischehen häufiger sind. Ausserdem sind dort oft nicht genug Orthodoxe einer Nationalität, so dass die verschiedenen Nationalitäten zusammenkommen. Da entstehen dann durchaus deutsch- oder mehrsprachige Gemeinden, z.B. diese hier:
http://www.orthodoxe-kirche-albstadt.de ... -gemeinde/

Sehr schöne Seite! Wieso gehört denn diese Gemeinde nicht zum Moskauer Patriarchat?

Miserere Nobis Domine
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Re: Anglikanische und altkatholische Gemeinschaft

Beitrag von Miserere Nobis Domine »

Florianklaus hat geschrieben: Sehr schöne Seite! Wieso gehört denn diese Gemeinde nicht zum Moskauer Patriarchat?
Wieso sollte sie?

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Florianklaus
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Re: Anglikanische und altkatholische Gemeinschaft

Beitrag von Florianklaus »

Miserere Nobis Domine hat geschrieben:
Florianklaus hat geschrieben: Sehr schöne Seite! Wieso gehört denn diese Gemeinde nicht zum Moskauer Patriarchat?
Wieso sollte sie?

Weil sie "russischer Tradition" ist?

Miserere Nobis Domine
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Re: Anglikanische und altkatholische Gemeinschaft

Beitrag von Miserere Nobis Domine »

Florianklaus hat geschrieben:
Miserere Nobis Domine hat geschrieben:
Florianklaus hat geschrieben: Sehr schöne Seite! Wieso gehört denn diese Gemeinde nicht zum Moskauer Patriarchat?
Wieso sollte sie?

Weil sie "russischer Tradition" ist?
Das Exarchat der orthodoxen Gemeinden russischer Tradition in Westeuropa gibt es ja schon seit den 1930er-Jahren, also schon vor den MP-Bistümern in Deutschland.
Die Frage wäre also eher, warum die Gemeinde nicht in der ROCOR ist. Und das hat wohl etwas mit Mentalitätsunterschieden zu tun, die sich im Laufe der Zeit entwickelt haben. Aber genau kann ich das nicht sagen.

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Christ86
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Re: Anglikanische und altkatholische Gemeinschaft

Beitrag von Christ86 »

Stephen Dedalus hat geschrieben: Das mag für die Großstädte gelten. Für das platte Land wohl noch nicht. Diese Entwicklung ist Teil der neuen Multikulti- und Multioptionsgesellschaft.
Ich habe die ersten Jahre meines Lebens auf dem wohl "plattesten Land" verbracht, nämlich in einem winzigen Weiler, der heute etwa 150 Bewohner zählt (zu meiner Zeit waren es weniger) und wo es zu Fuss auf die eine Seite mindestens 15 min dauert, bis man das nächste Kaff erreicht, in alle anderen Richtungen mind. ca. 30-45 min.

Man war da erzreformiert, wir waren in der Tat die einzigen Nicht-Reformierten. Meine Spiel- und später Schulkameraden mussten jeden Sonntag in die Sonntagsschule und die Eltern waren allgemein sehr fromm.

Heute leben da ein, zwei Ausländer, Christen aber.

Und trotzdem hat sich da religiös sehr viel getan. Die Leutchen haben sich nämlich von der reformierten Kirche abgewandt, entweder in den Atheismus oder vielfach zum Freikirchentum. Erst vor kurzer Zeit hat eine ehemalige Schulfreundin die Gläubigentaufe empfangen. Ein anderer Schulkamerad ist Prediger in einer Freikirche.

Auch auf dem Land ist der religiöse Wechsel spürbar. Die übergekommenen - und heute erzliberalen - Gemeinschaften gehen auch da ein und neue Gruppierungen bilden sich. Die Tage der liberalen (Ex-)Christen sind gezählt.

Die Orthodoxie wäre nicht schlecht beraten, wenn sie dort Missionen eröffnen würde. Wer unter freiem Himmel lebt, hat viel Zeit - mangels Kontakten zu vielen Menschen - sich mit Gott und der Welt zu beschäftigen. Fruchtbarer Boden, wenn die Landeskirchen sich selbst entchristlicht haben.
Wie bewundernswert sind deine Werke, o Herr, alles hast du mit Weisheit gemacht! Ps 104

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