Ostkirchliche Nachrichten

Ostkirchliche Themen.
Ralf
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Re: Ostkirchliche Nachrichten

Beitrag von Ralf »

Robert Ketelhohn hat geschrieben:
Montag 13. Juli 2020, 11:20
Bei weitem schwerer wiegt jedoch, daß im Phanar ein Pudel der Amis an deren Leine sitzt. Also lassen wir mal die Kirche im Dorf.
Du glaubst auch alles, was die Russen sagen. Robert, Robert ...
Hier im Kreuzgang-Forum ist es weit verbreitet, Gericht über die Bischöfe als Hirten der Kirche zu halten. Manch einer dünkt sich besonders schlau und autoritativ. Man sollte das nicht allzu ernst nehmen.

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Vinzenz Ferrer
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Re: Ostkirchliche Nachrichten

Beitrag von Vinzenz Ferrer »

Robert Ketelhohn hat geschrieben:
Montag 13. Juli 2020, 11:20
Also lassen wir mal die Kirche im Dorf.
Meine Rede! :D
Schlag doch mal genau das(!) dem Sultan vor! :blinker:
Glaube heißt Widerstand gegen die Schwerkraft. (Benedikt XVI.)

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Robert Ketelhohn
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Re: Ostkirchliche Nachrichten

Beitrag von Robert Ketelhohn »

Osthugo hat geschrieben:
Montag 13. Juli 2020, 11:43
Der Islam wird von maßgeblichen Kräften dafür aber gerne als Vehikel benutzt.
Schon wahr, aber diese Kräfte sind ein hiesiges Eigengewächs und jedenfalls nicht islamisch.
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Robert Ketelhohn
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Re: Ostkirchliche Nachrichten

Beitrag von Robert Ketelhohn »

Vinzenz Ferrer hat geschrieben:
Montag 13. Juli 2020, 11:56
Robert Ketelhohn hat geschrieben:
Montag 13. Juli 2020, 11:20
Also lassen wir mal die Kirche im Dorf.
Meine Rede! :D
Schlag doch mal genau das(!) dem Sultan vor! :blinker:
Ball gefangen! Bravo! :D
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Robert Ketelhohn
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Re: Ostkirchliche Nachrichten

Beitrag von Robert Ketelhohn »

Ralf hat geschrieben:
Montag 13. Juli 2020, 11:49
Robert Ketelhohn hat geschrieben:
Montag 13. Juli 2020, 11:20
Bei weitem schwerer wiegt jedoch, daß im Phanar ein Pudel der Amis an deren Leine sitzt. Also lassen wir mal die Kirche im Dorf.
Du glaubst auch alles, was die Russen sagen. Robert, Robert ...
:kugel:
Was hat den da gebimmelt, diesen Reflex auszulösen?

(Tatsächlich zitiere ich da natürlich höchstens mich selber, keinen Russen, oder was für einen Türken du mir sonst noch bauen willst.)
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Robert Ketelhohn
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Re: Ostkirchliche Nachrichten

Beitrag von Robert Ketelhohn »

Die Hagia Sophia von Konstantinopel ist der Christenheit im Jahre des Herrn 1453 verloren gegangen, nicht 2020.

Kaiser Sigismund, Sohn Karls IV., erkannte schon zu Anfang des 15. Jahrhunderts klar die Gefahr und suchte zeit seines Lebens – immer wieder neu –, die christlichen Völker zum Abwehrkampf zu einen. An den vielfältigen inneren Gegensätzen, dynastischen, frühnationalen (wie in Böhmen) und religiösen (Konstanzer Konzil) und nicht zuletzt am rücksichtslosen Ausgreifen Venedigs auf die Balkanhalbinsel ist er gescheitert.

Dann scheiterte auch noch (im nachhinein) das Florentiner Unionskonzil, nicht zuletzt daran, daß die östlichen Hierarchen, die selbst nicht teilgenommen hatten, unter osmanischem Druck in die Konzilsbeschlüsse nicht einwilligten, andererseits aber auch im Westen das Interesse erlahmte.

So hatte Mehmed 1453 fast freie Hand, wenn auch die Mauern von Byzanz noch eine Zeitlang trotzten.

Das Versagen des Westens oder seine Folgen heute dem Herrn Erdogan anzulasten ist unredlich. Was heute untergeht, ist nicht eine der wichtigsten Kirchen der Christenheit, sondern die museale Mißgeburt des freimaurerischen Gewaltherrschers Mustapha Kemal Pascha alias Atatürk.

Jeder anständige Sohn der Kirche wünscht sich Konstantinopel mit seiner Hagia Sophia und all seinen Kirchen für die Christenheit zurück. Realistisch ist ein solcher Wunsch nicht, im Okzident schon allein mangels Christenheit nicht.

Kämpft hier für Glauben, Kirche, Volk und Menschennatur. All dies tut not. Hic Rhodus, nicht in Konstantinopel.
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HeGe
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Re: Ostkirchliche Nachrichten

Beitrag von HeGe »

Apostolischer Vikar: Umwidmung der Hagia Sophia nachvollziehbar

SJ. :roll:

Daraus:
[...] Schließlich befürworteten laut aktuellen Umfragen 70 Prozent der türkischen Bevölkerung den Schritt. "Das ist eine Tatsache, der man Rechnung tragen muss." [...]
Aha. Und wenn 70 Prozent der türkischen Bevölkerung die Enteignung und Internierung von Christen befürworten würden, müsste man dem auch Rechnung tragen? :vogel:
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Lycobates
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Re: Ostkirchliche Nachrichten

Beitrag von Lycobates »

HeGe hat geschrieben:
Dienstag 14. Juli 2020, 13:50
Apostolischer Vikar: Umwidmung der Hagia Sophia nachvollziehbar

SJ. :roll:

Daraus:
[...] Schließlich befürworteten laut aktuellen Umfragen 70 Prozent der türkischen Bevölkerung den Schritt. "Das ist eine Tatsache, der man Rechnung tragen muss." [...]
Aha. Und wenn 70 Prozent der türkischen Bevölkerung die Enteignung und Internierung von Christen befürworten würden, müsste man dem auch Rechnung tragen? :vogel:
Sia subito impalato!
Un palo addirittura!

https://www.youtube.com/watch?v=Fl2mqQQpFqw
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Siard
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Re: Ostkirchliche Nachrichten

Beitrag von Siard »

HeGe hat geschrieben:
Dienstag 14. Juli 2020, 13:50
Apostolischer Vikar: Umwidmung der Hagia Sophia nachvollziehbar

SJ. :roll:

Daraus:
[...] Schließlich befürworteten laut aktuellen Umfragen 70 Prozent der türkischen Bevölkerung den Schritt. "Das ist eine Tatsache, der man Rechnung tragen muss." [...]
Aha. Und wenn 70 Prozent der türkischen Bevölkerung die Enteignung und Internierung von Christen befürworten würden, müsste man dem auch Rechnung tragen? :vogel:
Selbstverständlich!

Ralf
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Re: Ostkirchliche Nachrichten

Beitrag von Ralf »

Ihr übertreibt mal wieder maßlos. Robert ist natürlich Recht zu geben - 1453 verlor die Kirche ihren Status als solche, nicht vor ein paar Tagen.
Die Kathedral-Kirche in Córdoba ist auch kein Museum, sondern hörte nach der Rück-Eroberung auf, Moschee zu sein (was Kaiser Karl nicht so toll fand übrigens). Welchen Unterschied macht es für einen Christen, ob eine profanisierte Kirche Museum oder Moschee ist? Beten kann man in beiden - und die Liturgie findet in beiden nicht statt.
Hier im Kreuzgang-Forum ist es weit verbreitet, Gericht über die Bischöfe als Hirten der Kirche zu halten. Manch einer dünkt sich besonders schlau und autoritativ. Man sollte das nicht allzu ernst nehmen.

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HeGe
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Re: Ostkirchliche Nachrichten

Beitrag von HeGe »

Ralf hat geschrieben:
Mittwoch 15. Juli 2020, 09:57
Ihr übertreibt mal wieder maßlos. Robert ist natürlich Recht zu geben - 1453 verlor die Kirche ihren Status als solche, nicht vor ein paar Tagen.
Die Kathedral-Kirche in Córdoba ist auch kein Museum, sondern hörte nach der Rück-Eroberung auf, Moschee zu sein (was Kaiser Karl nicht so toll fand übrigens). Welchen Unterschied macht es für einen Christen, ob eine profanisierte Kirche Museum oder Moschee ist? Beten kann man in beiden - und die Liturgie findet in beiden nicht statt.
Zwischen einer "Egal"-Haltung und dem Äußern von Nachvollziehbarkeit unter Berufung auf den Mehrheitswillen als ziemlich dämlicher Begründung, ist aber noch ein Unterschied. Natürlich ist die Hagia Sophia seit unvordenklichen Zeiten keine geweihte Kirche mehr, gut finden muss ich das aber trotzdem nicht.
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Ralf
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Re: Ostkirchliche Nachrichten

Beitrag von Ralf »

In einer demokratischen Gesellschaft (ob die Türkei eine ist, lasse ich jetzt mal dahingestellt) hat der Wille der Bevölkerung nun schon eine gewisse Bedeutung, oder nicht? Was ist daran dämlich?
Gut finde ich es auch nicht, daß eine ehemalige Kirche wieder zur Moschee wird (war sie vor Atatürk auch über Jahrhunderte hinweg), aber nachvollziehbar ist es. Mehr hat P. Körner nicht gesagt. Er hat ja jahrelang in der Türkei gelebt und kennt die Situation dort besser zumindest als wir.
Übrigens hat er ein sehr lesenswertes Buch geschrieben "Kirche im Angesicht des Islam - Theologie des interreligiösen Zeugnisses". Ein sehr gutes Buch (was ich noch einmal lesen werde), alles andere als einheitsbreistiftend.
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Siard
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Re: Ostkirchliche Nachrichten

Beitrag von Siard »

Ralf hat geschrieben:
Mittwoch 15. Juli 2020, 09:57
Beten kann man in beiden - ….
Es ist aber verboten. :pfeif:

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Robert Ketelhohn
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Re: Ostkirchliche Nachrichten

Beitrag von Robert Ketelhohn »

Siard hat geschrieben:
Mittwoch 15. Juli 2020, 13:41
Ralf hat geschrieben:
Mittwoch 15. Juli 2020, 09:57
Beten kann man in beiden - ….
Es ist aber verboten. :pfeif:
Woher ist dir denn dieser sonderbare Einfall zugeflogen?
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Lycobates
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Re: Ostkirchliche Nachrichten

Beitrag von Lycobates »

Robert Ketelhohn hat geschrieben:
Mittwoch 15. Juli 2020, 14:13
Siard hat geschrieben:
Mittwoch 15. Juli 2020, 13:41
Ralf hat geschrieben:
Mittwoch 15. Juli 2020, 09:57
Beten kann man in beiden - ….
Es ist aber verboten. :pfeif:
Woher ist dir denn dieser sonderbare Einfall zugeflogen?
Man versuche mal, sich beim Eintritt in eine zu Museum oder Moschee umgeformte Kirche Konstantinopels zu bekreuzigen.
Ich weiß, was dann passiert.
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Lupus
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Re: Ostkirchliche Nachrichten

Beitrag von Lupus »

Wenn ich mich recht erinnere, wurde es für selbstverständlich erklärt, dass bein Papstbesuch Joh.Pauls II. sowie Benedikts VI. in der "StadtohneNamen" ( sie wird heute als der Ort benannt, bei dem man "In die Stadt" bzw. griechisch "eis tän Polin, "is tam bul", also Istambul!), in die Hagia Sophia ohne Schuhe hineingeht und keinesfalls sichtbar beten darf!
Also wohl kein zugeflogener Einfall?! :achselzuck:
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Raphael
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Re: Ostkirchliche Nachrichten

Beitrag von Raphael »

Lycobates hat geschrieben:
Mittwoch 15. Juli 2020, 14:15
Robert Ketelhohn hat geschrieben:
Mittwoch 15. Juli 2020, 14:13
Siard hat geschrieben:
Mittwoch 15. Juli 2020, 13:41
Es ist aber verboten. :pfeif:
Woher ist dir denn dieser sonderbare Einfall zugeflogen?
Man versuche mal, sich beim Eintritt in eine zu Museum oder Moschee umgeformte Kirche Konstantinopels zu bekreuzigen.
Ich weiß, was dann passiert.
Da zeigt sich dann die ganze Freundlichkeit der "Religion des Friedens"? :hmm:
Die Wahrheit hat tausend Hindernisse zu überwinden, um unbeschädigt zu Papier zu kommen, und von Papier wieder zu Kopf.
(Georg Christoph Lichtenberg)

Ralf
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Re: Ostkirchliche Nachrichten

Beitrag von Ralf »

Lycobates hat geschrieben:
Mittwoch 15. Juli 2020, 14:15
Man versuche mal, sich beim Eintritt in eine zu Museum oder Moschee umgeformte Kirche Konstantinopels zu bekreuzigen.
Ich weiß, was dann passiert.
Kommen die pöhsen Muslime und verhauen einen? :D
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Ralf
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Re: Ostkirchliche Nachrichten

Beitrag von Ralf »

Lupus hat geschrieben:
Mittwoch 15. Juli 2020, 15:15
Wenn ich mich recht erinnere, wurde es für selbstverständlich erklärt, dass bein Papstbesuch Joh.Pauls II. sowie Benedikts VI. in der "StadtohneNamen" ( sie wird heute als der Ort benannt, bei dem man "In die Stadt" bzw. griechisch "eis tän Polin, "is tam bul", also Istambul!), in die Hagia Sophia ohne Schuhe hineingeht und keinesfalls sichtbar beten darf!
Also wohl kein zugeflogener Einfall?! :achselzuck:
+Lupus
Das gebietet die Höflichkeit, zumal wenn viele Kameras auf einen gerichtet sind. Ein Gebet, das als Machtdemonstration genutzt wird, ist keines.
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Lycobates
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Re: Ostkirchliche Nachrichten

Beitrag von Lycobates »

Ralf hat geschrieben:
Mittwoch 15. Juli 2020, 15:25
Lycobates hat geschrieben:
Mittwoch 15. Juli 2020, 14:15
Man versuche mal, sich beim Eintritt in eine zu Museum oder Moschee umgeformte Kirche Konstantinopels zu bekreuzigen.
Ich weiß, was dann passiert.
Kommen die pöhsen Muslime und verhauen einen? :D
Ja, man wird angepöbelt
(von Uniformträgern der türkischen Republik, nicht unbedingt von Selim Normalverbraucher).
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Lycobates
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Re: Ostkirchliche Nachrichten

Beitrag von Lycobates »

Lupus hat geschrieben:
Mittwoch 15. Juli 2020, 15:15
Wenn ich mich recht erinnere, wurde es für selbstverständlich erklärt, dass bein Papstbesuch Joh.Pauls II. sowie Benedikts VI. in der "StadtohneNamen" ( sie wird heute als der Ort benannt, bei dem man "In die Stadt" bzw. griechisch "eis tän Polin, "is tam bul", also Istambul!), in die Hagia Sophia ohne Schuhe hineingeht und keinesfalls sichtbar beten darf!
Also wohl kein zugeflogener Einfall?! :achselzuck:
+Lupus
Nein, in die Hagia Sophia kam man (das ändert sich wohl jetzt) ohne die Schuhe auszuziehen.

In funktionierenden Moscheen allerdings liegen alte Teppiche, und da sind für Besucher Strümpfe, bzw. bloße Füße angesagt.
Allerdings kann man in der Türkei, bis auf weiteres, im Gegensatz zu weiten Teilen Nordafrikas, alle Moscheen einfach besuchen (mit angemessener Kleidung). Gespanntheit Christen gegenüber ist mir nur in der Eyüp-Moschee aufgefallen im frommen Stadtteil des gleichen Namens.
Sichtbar (christlich) beten geht nirgendwo, außer in funktionierenden christlichen Kirchen, wenn man sie offen findet.
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Robert Ketelhohn
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Re: Ostkirchliche Nachrichten

Beitrag von Robert Ketelhohn »

Oben war nicht von „sichtbarem“ (also demonstrativem) Gebet die Rede. Ich habe also verstanden, es sei uns dort kirchlicherseits verboten zu beten. (Denn wer sonst könnte uns generell dort zu beten verbieten?)
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Ralf
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Re: Ostkirchliche Nachrichten

Beitrag von Ralf »

Lycobates hat geschrieben:
Mittwoch 15. Juli 2020, 15:28
Ralf hat geschrieben:
Mittwoch 15. Juli 2020, 15:25
Kommen die pöhsen Muslime und verhauen einen? :D
Ja, man wird angepöbelt
(von Uniformträgern der türkischen Republik, nicht unbedingt von Selim Normalverbraucher).
Ja und? Du wirst auch im Kölner Dom von den Domschweizern angepöbelt, wenn Du als Mann vergessen hast, Deine Mütze abzunehmen.

Das ist erträglich.
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Cassian
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Re: Ostkirchliche Nachrichten

Beitrag von Cassian »

Ralf hat geschrieben:
Montag 13. Juli 2020, 11:49
Robert Ketelhohn hat geschrieben:
Montag 13. Juli 2020, 11:20
Bei weitem schwerer wiegt jedoch, daß im Phanar ein Pudel der Amis an deren Leine sitzt. Also lassen wir mal die Kirche im Dorf.
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Osthugo
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Re: Ostkirchliche Nachrichten

Beitrag von Osthugo »

https://www.kathpress.at/goto/meldung/1 ... ine-kirche
Beim Gottesdienst wie auch in den kurzen Ansprachen am Ende der Liturgie wurde einerseits der Schmerz der orthodoxen Gläubigen deutlich, zum anderen aber auch die Enttäuschung ausgesprochen, dass der Westen scheinbar nicht verstehe, was es mit der Hagia Sophia auf sich habe.

Die Hagia Sophia sei nach wie vor eine Kirche und sei niemals profanisiert worden, auch wenn sie nach der Eroberung von Konstantinopel 1453 als Moschee, später dann als Museum jetzt eben abermals als Moschee verwendet werde, hieß es im Zuge des Gebets in der Dreifaltigkeitskathedrale.
"Heiliger Engel, Schützer meiner Seele und meines Leibes, verlaß mich Sünder nicht! Weiche nicht von mir wegen meiner Sünden! Umfasse meine schwache Hand und führe mich den Weg des Heiles!"
(Makarios der Ägypter)

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Re: Ostkirchliche Nachrichten

Beitrag von Stephanie »

Berlin:

MdB Jan Nolte (Bundestagsabgeordneter) im Gespräch mit Erzpriester André Sikojev (Beauftragter der Synode der ROKA) : "Hagia Sophia"


https://www.youtube.com/watch?v=Jhjg6qo ... e=youtu.be
Wird kaum der Gerechte gerettet, wo werde ich Sünder erscheinen? Die Last und Hitze des Tages habe ich nicht getragen. Die um die elfte Stunde kamen, denen zähle mich bei, Gott, und sei mein Erretter.

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Robert Ketelhohn
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Re: Ostkirchliche Nachrichten

Beitrag von Robert Ketelhohn »

Stephanie hat geschrieben:
Samstag 25. Juli 2020, 14:34
Berlin:
MdB Jan Nolte (Bundestagsabgeordneter) im Gespräch mit Erzpriester André Sikojev (Beauftragter der Synode der ROKA) : "Hagia Sophia"
https://www.youtube.com/watch?v=Jhjg6qo ... e=youtu.be
Danke dir!
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Re: Ostkirchliche Nachrichten

Beitrag von Ralf »

Stört es eigentlich niemanden hier, dass die Enzyklika der griechischen Patriarchen von 1848 immer noch gilt und somit - bis auf die Russen - die Orthodoxie die Katholiken gar nicht als getauft ansieht? Mag sein, dass der eine oder andere Bischof das mittlerweile anders sieht (und auch sehen darf), doch die Lehre der Griechen ist glasklar.
Oder kennt jemand diesbezüglich eine Fortentwicklung der gemeinsamen orthodoxen Lehre?
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Siard
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Re: Ostkirchliche Nachrichten

Beitrag von Siard »

Ralf hat geschrieben:
Sonntag 26. Juli 2020, 08:54
Stört es eigentlich niemanden hier, dass die Enzyklika der griechischen Patriarchen von 1848 immer noch gilt und somit - bis auf die Russen - die Orthodoxie die Katholiken gar nicht als getauft ansieht? Mag sein, dass der eine oder andere Bischof das mittlerweile anders sieht (und auch sehen darf), doch die Lehre der Griechen ist glasklar.
Oder kennt jemand diesbezüglich eine Fortentwicklung der gemeinsamen orthodoxen Lehre?
Da die RK vorbehaltlos alle Taufen der EKD anerkennt, habe ich großes Verständnis für eine solche Haltung.
MW erkennt die Kommission der Orthodoxen Kirche in Deutschland (Verband der Diözesen), EKD-Taufen an, damit wäre eine Ablehnung von DBK-Taufen nicht zu rechtfertigen.

Nach eigener Erfahrung halte ich EKD-Taufen für häufig sehr problematisch, auch diverse rk Taufen die ich erlebt habe, waren ebenfalls grenzwertig.

Ralf
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Re: Ostkirchliche Nachrichten

Beitrag von Ralf »

Siard, Deine Reflexe werden ungenauer. Es geht um 1848, nicht 196x.
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Jeremias
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Re: Ostkirchliche Nachrichten

Beitrag von Jeremias »

Wäre mir neu. Weder ich in 1985 noch meine Frau in 2016 wurden neu getauft. Das ist eine Eigenart der Russen, bei den Griechen findet das eigentlich nicht statt.
Orthodoxer. Physikdidaktiker. Rollenspieler. Liberaler. Konservativer. Modernist. Ökumenist.
Alles Titel, mit denen man mich bedenken kann, die deswegen mich trotzdem nicht gänzlich beschreiben.

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martin v. tours
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Re: Ostkirchliche Nachrichten

Beitrag von martin v. tours »

Katholiken neu taufen, das machen die Russen der Auslandskirche (ROKA)
Die Russen die dem Moskauer Patriarchat unterstellt sind, nicht.
Nach dem sie nicht erreicht hat, daß die Menschen praktizieren, was sie lehrt, hat die gegenwärtige Kirche beschlossen, zu lehren, was sie praktizieren.
Nicolás Gómez Dávila

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