Ostkirchliche Nachrichten

Ostkirchliche Themen.
PascalBlaise
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Re: Ostkirchliche Nachrichten

Beitrag von PascalBlaise » Mittwoch 31. Oktober 2018, 09:25

Hanspeter hat geschrieben:
Mittwoch 31. Oktober 2018, 09:14
PascalBlaise hat geschrieben:
Mittwoch 31. Oktober 2018, 08:40
Kurze Zwischenfrage: Welches Imperium? Wer ist denn der Imperator?
Und wer ist Darth Vader?
Meine Assoziation wäre jetzt eher das imperium romanum und ein entsprechender römischer Heerführer,
aber die Frage war ernst gemeint.
– et lux in tenebris lucet et tenebrae eam non comprehenderunt –

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Raphael
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Re: Ostkirchliche Nachrichten

Beitrag von Raphael » Mittwoch 31. Oktober 2018, 09:31

Hanspeter hat geschrieben:
Mittwoch 31. Oktober 2018, 09:14
PascalBlaise hat geschrieben:
Mittwoch 31. Oktober 2018, 08:40
Kurze Zwischenfrage: Welches Imperium? Wer ist denn der Imperator?
Und wer ist Darth Vader?
Du scheinst eher ein Skywalker * zu sein! 8)






* Translation = Hans-Peter guck-in-die-Luft
Wenn der Humanismus den Menschen an die erste Stelle setzt,
dann ist der Anti-Humanismus eine gerechtfertigte Ideologie!

Siard
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Re: Ostkirchliche Nachrichten

Beitrag von Siard » Mittwoch 31. Oktober 2018, 15:22

PascalBlaise hat geschrieben:
Mittwoch 31. Oktober 2018, 08:40
Kurze Zwischenfrage: Welches Imperium? Wer ist denn der Imperator?
Das einzige derzeitige Imperium sind die USA.
Sie sägten die Äste ab, auf denen sie saßen
Und schrieen sich zu ihre Erfahrungen,
Wie man schneller sägen könnte, und fuhren
Mit Krachen in die Tiefe, und die ihnen zusahen,
Schüttelten die Köpfe beim Sägen und
Sägten weiter.

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Ewald Mrnka
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Re: Ostkirchliche Nachrichten

Beitrag von Ewald Mrnka » Mittwoch 31. Oktober 2018, 16:05

Siard hat geschrieben:
Mittwoch 31. Oktober 2018, 15:22
PascalBlaise hat geschrieben:
Mittwoch 31. Oktober 2018, 08:40
Kurze Zwischenfrage: Welches Imperium? Wer ist denn der Imperator?
Das einzige derzeitige Imperium sind die USA.
.........und es befindet sich im unaufhaltsamen Sinkflug. Das ist einerseits sehr zu begrüßen, doch selbst angeschlagene Gegner sind noch gefährlich.
Wer die wirklichen Herrschenden identifizieren will, braucht sich nur zwei Fragen zu stellen:
WEN und WAS darfst Du NICHT kritisieren?
WESSEN INTERESSEN verfolgt das System?

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martin v. tours
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Re: Ostkirchliche Nachrichten

Beitrag von martin v. tours » Mittwoch 31. Oktober 2018, 18:22

CIC_Fan hat geschrieben:
Mittwoch 31. Oktober 2018, 08:02
martin v. tours hat geschrieben:
Dienstag 30. Oktober 2018, 19:28
1. Ewald, schön wieder einmal etwas von Dir zu hören !
2. Natürlich führt das Imperium gerade Krieg ( den CIC_Fan juckt es nicht, denn er hat zur dunkeln Seite der Macht gewechselt)
Nur weil wir in Mitteleuropa momentan nicht gerade im Frontgebiet wohnen (kann sich noch ändern)heisst das nicht das es keinen Krieg gibt
nein den ich bin Yoda das wir jeder bestätigen der mich physisch kennt :D :D
Ich weiss zwar nicht ob Du klein und grün bist, aber manchmal schreibst Du so wie Yoda spricht. :) 8)
Nach dem sie nicht erreicht hat, daß die Menschen praktizieren, was sie lehrt, hat die gegenwärtige Kirche beschlossen, zu lehren, was sie praktizieren.
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Jeremias
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Re: Ostkirchliche Nachrichten

Beitrag von Jeremias » Donnerstag 1. November 2018, 12:27

Ich hoffe mal ernstlich, ihr trollt hier ein wenig herum, ansonsten müsste ich annehmen, dass ihr einen ähnlichen psychischen Zustand wie bspw. Scientologen habt.
Orthodoxer. Physikdidaktiker. Rollenspieler. Liberaler. Konservativer. Modernist. Ökumenist.
Alles Titel, mit denen man mich bedenken kann, die deswegen mich trotzdem nicht gänzlich beschreiben.

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Ewald Mrnka
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Re: Ostkirchliche Nachrichten

Beitrag von Ewald Mrnka » Donnerstag 1. November 2018, 16:25

Jeremias hat geschrieben:
Donnerstag 1. November 2018, 12:27
Ich hoffe mal ernstlich, ihr trollt hier ein wenig herum, ansonsten müsste ich annehmen, dass ihr einen ähnlichen psychischen Zustand wie bspw. Scientologen habt.
Die Scientologen sind übrigens gar nicht so blöd, wie man sie gerne darstellt und ekklesiogene Neurotiker finden sich überall; selbst in diesem Forum.

Tacheles: Der korrupte und feige (eigentlich recht unbedeutende) Bartholomeos I. ist inzwischen Agent des Großen Drachens.

Doch: „Zwei Römerstädte sind gefallen, die dritte steht und eine vierte wird es nicht geben.“
Wer die wirklichen Herrschenden identifizieren will, braucht sich nur zwei Fragen zu stellen:
WEN und WAS darfst Du NICHT kritisieren?
WESSEN INTERESSEN verfolgt das System?

Siard
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Re: Ostkirchliche Nachrichten

Beitrag von Siard » Donnerstag 1. November 2018, 18:12

Ewald Mrnka hat geschrieben:
Mittwoch 31. Oktober 2018, 16:05
Siard hat geschrieben:
Mittwoch 31. Oktober 2018, 15:22
PascalBlaise hat geschrieben:
Mittwoch 31. Oktober 2018, 08:40
Kurze Zwischenfrage: Welches Imperium? Wer ist denn der Imperator?
Das einzige derzeitige Imperium sind die USA.
.........und es befindet sich im unaufhaltsamen Sinkflug. Das ist einerseits sehr zu begrüßen, doch selbst angeschlagene Gegner sind noch gefährlich.
Bald wissen wir mehr.
Sie sägten die Äste ab, auf denen sie saßen
Und schrieen sich zu ihre Erfahrungen,
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Hanspeter
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Re: Ostkirchliche Nachrichten

Beitrag von Hanspeter » Donnerstag 1. November 2018, 19:15

Ewald Mrnka hat geschrieben:
Donnerstag 1. November 2018, 16:25
Jeremias hat geschrieben:
Donnerstag 1. November 2018, 12:27
Ich hoffe mal ernstlich, ihr trollt hier ein wenig herum, ansonsten müsste ich annehmen, dass ihr einen ähnlichen psychischen Zustand wie bspw. Scientologen habt.
Die Scientologen sind übrigens gar nicht so blöd, wie man sie gerne darstellt und ekklesiogene Neurotiker finden sich überall; selbst in diesem Forum.

Tacheles: Der korrupte und feige (eigentlich recht unbedeutende) Bartholomeos I. ist inzwischen Agent des Großen Drachens.

Doch: „Zwei Römerstädte sind gefallen, die dritte steht und eine vierte wird es nicht geben.“
Wer soll der große Drache sein, China? Und inwiefern ist der ökumenische Patriarch korrupt?

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Raphael
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Re: Ostkirchliche Nachrichten

Beitrag von Raphael » Donnerstag 1. November 2018, 20:23

Hanspeter hat geschrieben:
Donnerstag 1. November 2018, 19:15
Ewald Mrnka hat geschrieben:
Donnerstag 1. November 2018, 16:25
Jeremias hat geschrieben:
Donnerstag 1. November 2018, 12:27
Ich hoffe mal ernstlich, ihr trollt hier ein wenig herum, ansonsten müsste ich annehmen, dass ihr einen ähnlichen psychischen Zustand wie bspw. Scientologen habt.
Die Scientologen sind übrigens gar nicht so blöd, wie man sie gerne darstellt und ekklesiogene Neurotiker finden sich überall; selbst in diesem Forum.

Tacheles: Der korrupte und feige (eigentlich recht unbedeutende) Bartholomeos I. ist inzwischen Agent des Großen Drachens.

Doch: „Zwei Römerstädte sind gefallen, die dritte steht und eine vierte wird es nicht geben.“
Wer soll der große Drache sein, China? Und inwiefern ist der ökumenische Patriarch korrupt?
Die Apokalypse des Johannes macht schlauer! :doktor:

Nachdem der Papst nun hinreichend als Hure Babylon durchgenudelt worden ist, kommen die orthodoxen Patriarchen 'mal "ausnahmsweise" an die Reihe ...............
Wenn der Humanismus den Menschen an die erste Stelle setzt,
dann ist der Anti-Humanismus eine gerechtfertigte Ideologie!

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Ewald Mrnka
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Re: Ostkirchliche Nachrichten

Beitrag von Ewald Mrnka » Donnerstag 1. November 2018, 23:16

Hanspeter hat geschrieben:
Donnerstag 1. November 2018, 19:15
Ewald Mrnka hat geschrieben:
Donnerstag 1. November 2018, 16:25
Jeremias hat geschrieben:
Donnerstag 1. November 2018, 12:27
Ich hoffe mal ernstlich, ihr trollt hier ein wenig herum, ansonsten müsste ich annehmen, dass ihr einen ähnlichen psychischen Zustand wie bspw. Scientologen habt.
Die Scientologen sind übrigens gar nicht so blöd, wie man sie gerne darstellt und ekklesiogene Neurotiker finden sich überall; selbst in diesem Forum.

Tacheles: Der korrupte und feige (eigentlich recht unbedeutende) Bartholomeos I. ist inzwischen Agent des Großen Drachens.

Doch: „Zwei Römerstädte sind gefallen, die dritte steht und eine vierte wird es nicht geben.“
Wer soll der große Drache sein, China? Und inwiefern ist der ökumenische Patriarch korrupt?
Joh.13 und der Ökumenische Patriarch hat ein Schisma evoziert.
Wer die wirklichen Herrschenden identifizieren will, braucht sich nur zwei Fragen zu stellen:
WEN und WAS darfst Du NICHT kritisieren?
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Hanspeter
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Re: Ostkirchliche Nachrichten

Beitrag von Hanspeter » Freitag 2. November 2018, 07:39

Interessanter Artikel zum Thema Autokephalie der Ukraine:

https://explizit.net/kirche/artikel/in- ... nalkirche/

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Ewald Mrnka
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Re: Ostkirchliche Nachrichten

Beitrag von Ewald Mrnka » Freitag 2. November 2018, 12:41

Hanspeter hat geschrieben:
Freitag 2. November 2018, 07:39
Interessanter Artikel zum Thema Autokephalie der Ukraine:

https://explizit.net/kirche/artikel/in- ... nalkirche/
Danke für den Link.
Wer die wirklichen Herrschenden identifizieren will, braucht sich nur zwei Fragen zu stellen:
WEN und WAS darfst Du NICHT kritisieren?
WESSEN INTERESSEN verfolgt das System?

Siard
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Re: Ostkirchliche Nachrichten

Beitrag von Siard » Freitag 2. November 2018, 23:04

Rom und Istanbul ziehen an einem Strang.

Ukrainische Nationalkirche? Welcher Ukraine denn?
West – Ost? Vielleicht "dürfen" die Unierten ja auch beitreten? Vielleicht wieder in Lemberg?

Die Putschisten und Kriegstreiber provozieren eifrig weiter.
Sie sägten die Äste ab, auf denen sie saßen
Und schrieen sich zu ihre Erfahrungen,
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Sägten weiter.

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Re: Ostkirchliche Nachrichten

Beitrag von Ewald Mrnka » Samstag 3. November 2018, 10:20

Siard hat geschrieben:
Freitag 2. November 2018, 23:04
Rom und Istanbul ziehen an einem Strang.

Ukrainische Nationalkirche? Welcher Ukraine denn?
West – Ost? Vielleicht "dürfen" die Unierten ja auch beitreten? Vielleicht wieder in Lemberg?

Die Putschisten und Kriegstreiber provozieren eifrig weiter.
Richtig, aber neben dem verdorbenen Rom und dem impotenten Istanbul/Konstantinopel sind noch weitere Puppenspieler mit von der Partie.
Wer die wirklichen Herrschenden identifizieren will, braucht sich nur zwei Fragen zu stellen:
WEN und WAS darfst Du NICHT kritisieren?
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Re: Ostkirchliche Nachrichten

Beitrag von Siard » Samstag 3. November 2018, 11:49

Ewald Mrnka hat geschrieben:
Samstag 3. November 2018, 10:20
Richtig, aber neben dem verdorbenen Rom und dem impotenten Istanbul/Konstantinopel sind noch weitere Puppenspieler mit von der Partie.
Und es ist kein Geheimnis, um wen es sich handelt.
Sie sägten die Äste ab, auf denen sie saßen
Und schrieen sich zu ihre Erfahrungen,
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Re: Ostkirchliche Nachrichten

Beitrag von CIC_Fan » Samstag 3. November 2018, 11:58

ich bin ganz ohr

Juergen
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Re: Ostkirchliche Nachrichten

Beitrag von Juergen » Donnerstag 8. November 2018, 15:37

Russisch-Orthodoxe-Kirche in Bad Lippspringe eingeweiht — Gemeinde zieht in neues Gotteshaus

Bad Lippspringe (WB). Die ehemals katholische Maximilian-Kolbe-Kirche in Bad Lippspringe ist neue Heimstatt der russisch-orthodoxen Gemeinde Paderborn. Sie ist offiziell eingeweiht worden.

Zu diesem Anlass ist der Leiter der Berliner Diözese, Erzbischof Tichon von Podolsk, in die Badestadt gekommen. Er ist der höchste Würdenträger und Repräsentant der russisch-orthodoxen Kirche in Deutschland.

Gruß
Jürgen
Dieser Beitrag kann unter Umständen Spuren von Satire, Ironie und ähnlich schwer Verdaulichem enthalten. Er ist nicht für jedermann geeignet, insbesondere nicht für Humorallergiker. Das Lesen erfolgt auf eigene Gefahr.

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Re: Ostkirchliche Nachrichten

Beitrag von HeGe » Donnerstag 8. November 2018, 16:30

Vatican News hat geschrieben: Griechenland streicht orthodoxe Priester von der Gehaltsliste

Griechenland und die griechisch-orthodoxe Kirche haben sich am Dienstag vorläufig darauf geeinigt, etwa 10.000 Priester und Hilfskräfte von der staatlichen Gehaltsliste zu streichen. Das Abkommen soll den Weg für eine klarere Unterscheidung zwischen Kirche und Staat ebnen. [...]
Preces meae non sunt dignae: / Sed tu bonus fac benigne, / Ne perenni cremer igne.

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Re: Ostkirchliche Nachrichten

Beitrag von Lycobates » Donnerstag 8. November 2018, 17:13

Juergen hat geschrieben:
Donnerstag 8. November 2018, 15:37
Russisch-Orthodoxe-Kirche in Bad Lippspringe eingeweiht — Gemeinde zieht in neues Gotteshaus

Bad Lippspringe (WB). Die ehemals katholische Maximilian-Kolbe-Kirche in Bad Lippspringe ist neue Heimstatt der russisch-orthodoxen Gemeinde Paderborn. Sie ist offiziell eingeweiht worden.

Zu diesem Anlass ist der Leiter der Berliner Diözese, Erzbischof Tichon von Podolsk, in die Badestadt gekommen. Er ist der höchste Würdenträger und Repräsentant der russisch-orthodoxen Kirche in Deutschland.

Maximilian-Kolbe-Kirche? :hmm:
Dann ist dies wohl keine sehr alte, historische Kirche?
Der Mittelweg ist der einzige Weg, der nicht nach Rom führt (Arnold Schönberg)
*
Fac me Tibi semper magis credere, in Te spem habere, Te diligere
*
... una cum omnibus orthodoxis, atque catholicae et apostolicae fidei cultoribus

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Re: Ostkirchliche Nachrichten

Beitrag von Juergen » Donnerstag 8. November 2018, 17:50

Lycobates hat geschrieben:
Donnerstag 8. November 2018, 17:13
Maximilian-Kolbe-Kirche? :hmm:
Dann ist dies wohl keine sehr alte, historische Kirche?
Richtig.
Die Kirche ist nur 19 Jahre alt. Sie wurde am 12. Dezember 1999 vom damaligen Weihbischof in Paderborn Heinz-Josef Algermissen geweiht.
Gruß
Jürgen
Dieser Beitrag kann unter Umständen Spuren von Satire, Ironie und ähnlich schwer Verdaulichem enthalten. Er ist nicht für jedermann geeignet, insbesondere nicht für Humorallergiker. Das Lesen erfolgt auf eigene Gefahr.

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Re: Ostkirchliche Nachrichten

Beitrag von Lycobates » Donnerstag 8. November 2018, 18:30

Juergen hat geschrieben:
Donnerstag 8. November 2018, 17:50
Lycobates hat geschrieben:
Donnerstag 8. November 2018, 17:13
Maximilian-Kolbe-Kirche? :hmm:
Dann ist dies wohl keine sehr alte, historische Kirche?
Richtig.
Die Kirche ist nur 19 Jahre alt. Sie wurde am 12. Dezember 1999 vom damaligen Weihbischof in Paderborn Heinz-Josef Algermissen geweiht.
Nun, sie sei den Russen gegönnt 8)
Der Mittelweg ist der einzige Weg, der nicht nach Rom führt (Arnold Schönberg)
*
Fac me Tibi semper magis credere, in Te spem habere, Te diligere
*
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Re: Ostkirchliche Nachrichten

Beitrag von CIC_Fan » Freitag 9. November 2018, 10:02

HeGe hat geschrieben:
Donnerstag 8. November 2018, 16:30
Vatican News hat geschrieben: Griechenland streicht orthodoxe Priester von der Gehaltsliste

Griechenland und die griechisch-orthodoxe Kirche haben sich am Dienstag vorläufig darauf geeinigt, etwa 10.000 Priester und Hilfskräfte von der staatlichen Gehaltsliste zu streichen. Das Abkommen soll den Weg für eine klarere Unterscheidung zwischen Kirche und Staat ebnen. [...]
sehr vernünftig

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Re: Ostkirchliche Nachrichten

Beitrag von CIC_Fan » Freitag 9. November 2018, 10:04

Lycobates hat geschrieben:
Donnerstag 8. November 2018, 17:13
Juergen hat geschrieben:
Donnerstag 8. November 2018, 15:37
Russisch-Orthodoxe-Kirche in Bad Lippspringe eingeweiht — Gemeinde zieht in neues Gotteshaus

Bad Lippspringe (WB). Die ehemals katholische Maximilian-Kolbe-Kirche in Bad Lippspringe ist neue Heimstatt der russisch-orthodoxen Gemeinde Paderborn. Sie ist offiziell eingeweiht worden.

Zu diesem Anlass ist der Leiter der Berliner Diözese, Erzbischof Tichon von Podolsk, in die Badestadt gekommen. Er ist der höchste Würdenträger und Repräsentant der russisch-orthodoxen Kirche in Deutschland.

Maximilian-Kolbe-Kirche? :hmm:
Dann ist dies wohl keine sehr alte, historische Kirche?
es ist sehr vernünftig nicht benötigte Kirchen anderen religiösen Gemeinschaften zur Verfügung zu stellen oder zu verkaufen

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Re: Ostkirchliche Nachrichten

Beitrag von HeGe » Dienstag 27. November 2018, 14:15

HeGe hat geschrieben:
Donnerstag 8. November 2018, 16:30
Vatican News hat geschrieben: Griechenland streicht orthodoxe Priester von der Gehaltsliste

Griechenland und die griechisch-orthodoxe Kirche haben sich am Dienstag vorläufig darauf geeinigt, etwa 10.000 Priester und Hilfskräfte von der staatlichen Gehaltsliste zu streichen. Das Abkommen soll den Weg für eine klarere Unterscheidung zwischen Kirche und Staat ebnen. [...]
Griechenland: Gemischte Reaktionen auf Abkommen Staat-Kirche
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Re: Ostkirchliche Nachrichten

Beitrag von CIC_Fan » Mittwoch 28. November 2018, 08:22

jede Kirche wehrt sich wenn ihr Privilegien genommen werden ist doch völlig klar

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Re: Ostkirchliche Nachrichten

Beitrag von HeGe » Dienstag 18. Dezember 2018, 15:10

Preces meae non sunt dignae: / Sed tu bonus fac benigne, / Ne perenni cremer igne.

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Re: Ostkirchliche Nachrichten

Beitrag von Walter » Dienstag 18. Dezember 2018, 20:37

HeGe hat geschrieben:
Dienstag 18. Dezember 2018, 15:10
Kiewer Konzil: Ukraine gründet neue orthodoxe Kirche
Traurig, traurig! :heul:

Zuvor gab es in der Ukraine eine kanonische Kirche (geleitet vom Metropoliten Onufrij) und zwei Schismatikergruppen. Letztere wurden nun auf Druck der USA und Präsident Poрoschenko zusammengerottet und daraus eine sog. (von Moskau) unabhängige ukrainisch-orthodoxe Kirche gebastelt.

Der Patriarch von Istambul (ehem. Konstantinopel) musste dazu wohl auf Druck der Türkei und den USA seinen Segen geben und hat so, um seine eigene Haut in der Türkei zu retten, ein vorübergehendes Schisma der orthodoxen Kirche in Kauf genommen.

Aber unabhängig ist diese Schismatiker-Kirche genauso wenig wie die Ukraine selbst; weder politisch:

Ukraine: Kirche ohne Putin aber mit Poрoschenko und den USA

noch kirchlich:

Die ukrainische Online-Publikation „Westi“ hat geschrieben:Die ukrainische Online-Publikation „Westi“ hatte am vergangenen Dienstag berichtet, der vom Heiligen Synod in Konstantinopel ausgearbeitete Statutenentwurf für die neue ukrainische Kirche sehe keine umfassende Autokephalie vor. Die neue Kirche werde vielmehr als Metropolie vollkommen vom Patriarchat in Konstantinopel abhängig sein. Das Oberhaupt der Kirche werde daher auch „nur“ den Titel Metropolit tragen. Der Kontakt zur orthodoxen Welt werde über das Patriarchat von Konstantinopel erfolgen (so wie jetzt der Kontakt der von Metropolit Onufrij geleiteten ukrainisch-orthodoxen Kirche zur orthodoxen Welt über das Moskauer Patriarchat geschehe).

Der Statutenentwurf sehe außerdem vor, dass die Bischofsversammlung der neuen Kirche in allen wichtigen Fragen den Phanar konsultieren muss. Entscheidungen Konstantinopels müssten nicht begründet werden.

Von hoher symbolischer Bedeutung sei auch die vorgesehene Bestimmung, wonach die neue ukrainische Kirche den Chrisam (das heilige Salböl für die Sakramentenspendung) ausschließlich aus Konstantinopel erhalten werde, womit zum Ausdruck gebracht werde, dass die Kiewer Kirche nicht vollkommen selbständig ist. Ebenso werde die neue Kirche nicht in Eigenregie Heiligsprechungen durchführen können; sie könne nur Vorschläge machen, die vom Heiligen Synod in Konstantinopel zu beraten sind.

Quelle: Stiftung Pro Oriente, Wien
γενηθήτω το θέλημά σου·

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Anselmus
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Re: Ostkirchliche Nachrichten

Beitrag von Anselmus » Mittwoch 19. Dezember 2018, 07:25

Im Endeffekt führt es aber wohl nur darauf hinaus, dass es jetzt in der Ukraine weiterhin die kanonische Ukrainisch-Orthodoxe Kirche gibt und nur noch eine schismatische Gruppe. Ich glaube ehrlich gesagt kaum, dass Bartholomäus es hinbekommt, dass ein nennenswert Anteil der autokephalen Kirchen die neue Organisation in der Ukraine anerkennt. Das klang bisher ganz anders.

Außerdem ist das alles auch nicht ganz so gelaufen, wie Konstantinopel sich das vorgestellt hat. Sie hätten wohl (wie auch Präsident Poroschenko) den ehemaligen kanonischen Mitropoliten Simeon von Vinnitsa als Vorsteher der neuen Organisation gesehen, was sehr viel einfacher den anderen Kirchen zu verkaufen gewesen wären. Um das zu bewerkstelligen hat selbst der Ukrainische Geheimdienst Druck auf die Bischöfe ausgeübt. Scheinbar wurden wohl Bischöfe dazu gezwungen ihr Wahlrecht per Unterschrift an den "Metropoliten" Simeon abzutreten, aber das war Konstantninopel dann doch etwas zu kriminell, diese Stimmen anzuerkennen.

Jetzt haben sie einen von "Patriarch" Philarets Zöglingen, "Metropolit" Epiphanius, der direkt wie der Elephant im Porzellanladen auftritt und bei seinem ersten Gottesdienst nicht des Patriarchen Kyrills gedacht hat (wenn ein Vorsteher einer Kirche zelebriert, gedenkt er ALLER autokephalen Patriarchen). "Patriarch" Philaret trägt weiter den Klobuk eines Patriarchen und will auch weiterhin Patriarch genannt werden und behauptet auch, dass er weiterhin die Fäden der neuen Organisation in den Händen hält.

Ich glaube, in Konstantinopel haben einige die Hände über dem Kopf zusammengeschlagen, als sie bemerkten, welchen Clowns-Haufen sie jetzt in den heimischen Stall geholt haben :freude: Wäre das nicht alles so traurig, könnte fast etwas Schadenfreude aufkommen.

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Ewald Mrnka
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Re: Ostkirchliche Nachrichten

Beitrag von Ewald Mrnka » Mittwoch 19. Dezember 2018, 12:26

Walter hat geschrieben:
Dienstag 18. Dezember 2018, 20:37
HeGe hat geschrieben:
Dienstag 18. Dezember 2018, 15:10
Kiewer Konzil: Ukraine gründet neue orthodoxe Kirche
Traurig, traurig! :heul:

Zuvor gab es in der Ukraine eine kanonische Kirche (geleitet vom Metropoliten Onufrij) und zwei Schismatikergruppen. Letztere wurden nun auf Druck der USA und Präsident Poрoschenko zusammengerottet und daraus eine sog. (von Moskau) unabhängige ukrainisch-orthodoxe Kirche gebastelt.

Der Patriarch von Istambul (ehem. Konstantinopel) musste dazu wohl auf Druck der Türkei und den USA seinen Segen geben und hat so, um seine eigene Haut in der Türkei zu retten, ein vorübergehendes Schisma der orthodoxen Kirche in Kauf genommen.

Aber unabhängig ist diese Schismatiker-Kirche genauso wenig wie die Ukraine selbst; weder politisch:

Ukraine: Kirche ohne Putin aber mit Poрoschenko und den USA

noch kirchlich:

Die ukrainische Online-Publikation „Westi“ hat geschrieben:Die ukrainische Online-Publikation „Westi“ hatte am vergangenen Dienstag berichtet, der vom Heiligen Synod in Konstantinopel ausgearbeitete Statutenentwurf für die neue ukrainische Kirche sehe keine umfassende Autokephalie vor. Die neue Kirche werde vielmehr als Metropolie vollkommen vom Patriarchat in Konstantinopel abhängig sein. Das Oberhaupt der Kirche werde daher auch „nur“ den Titel Metropolit tragen. Der Kontakt zur orthodoxen Welt werde über das Patriarchat von Konstantinopel erfolgen (so wie jetzt der Kontakt der von Metropolit Onufrij geleiteten ukrainisch-orthodoxen Kirche zur orthodoxen Welt über das Moskauer Patriarchat geschehe).

Der Statutenentwurf sehe außerdem vor, dass die Bischofsversammlung der neuen Kirche in allen wichtigen Fragen den Phanar konsultieren muss. Entscheidungen Konstantinopels müssten nicht begründet werden.

Von hoher symbolischer Bedeutung sei auch die vorgesehene Bestimmung, wonach die neue ukrainische Kirche den Chrisam (das heilige Salböl für die Sakramentenspendung) ausschließlich aus Konstantinopel erhalten werde, womit zum Ausdruck gebracht werde, dass die Kiewer Kirche nicht vollkommen selbständig ist. Ebenso werde die neue Kirche nicht in Eigenregie Heiligsprechungen durchführen können; sie könne nur Vorschläge machen, die vom Heiligen Synod in Konstantinopel zu beraten sind.

Quelle: Stiftung Pro Oriente, Wien
Ein Erfolg des CIA
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Re: Ostkirchliche Nachrichten

Beitrag von Kirchenjahr » Mittwoch 19. Dezember 2018, 22:02

Nun, die Angelegenheit ist sehr komplex. Neben der weltlichen Politik spielen da vielleicht auch Eitelkeiten mit und vor allem die Gier nach Macht und Geld.

Das Moskauer Patriarchat hat dem Patriarchat von Konstantinopel schon lange den ersten Rang abgelaufen: Politisch in einem islamischen Land "gefangen", öffentlichkeitswirksam dem römischen Papst angebiedert, die griechische Kirche zwischen Athos und Moderne schwankend, Hellas als Pleitestaat zwischen Hochfinanz und Hedgefonds kalt gestellt, fristet der Ehrenprimas ein vergleichsweise einflussloses Leben. Im Gegenzug dazu erlebt das Moskauer Patriarchat durch Rückbesinnung auf die Orthodoxie nach dem Zusammenbruch der Sovjetunion eine neue Blüte. Kirchen und Klöster werden wieder errichtet und auch im Ausland gewinnt man zunehmend an Einfluss. Politisch wird man durch den "Imperator" Putin unterstützt.

Vor diesem politischen Hintergrund und vor der Historie in der Ukraine müsste das Moskauer Patriarchat das Rennen in der Angelegenheit machen, wäre da nicht die einseitige Anerkennung der OCA durch das Moskauer Patriarchat, welche genauso wenig den Kanones entspricht, wie die aktuelle Anerkennung der ukrainischen Schismatiker durch das Patriarchat von Konstantinopel.

Vielleicht mahlen die Mühlen in Istanbul etwas zu langsam und man hat dort noch nicht mitbekommen, dass Mr. Donald Trump das Gefüge in den USA mächtig durcheinander gewürfelt hat. Obama mit seinen kiewer Umsturzschergen ist da nicht mehr angesagt. Man kann nicht einfach mehr ein panorthodoxes Konzil einberufen, welches beschließt, dass die finanzstarke OCA bei Istanbul bleibt und im Gegenzug die vormals sehr gläubige, aber im gegenwärtigen Zustand völlig desolate Ukraine zurück an Moskau fällt. Zumal weder Imperator Putin noch das Moskauer Patriarchat irgendein Interesse daran haben können, sich den failed State Ukraine oder noch schlimmer die failed ukrainische Schismatikerkirche ohne Behebung der bestehenden politischen Schwierigkeiten / Differenzen / Probleme an die Beine zu binden.

Politisch spielt die Zeit ohnehin für Moskau. Wenn aufgrund Gasleitung 2 in der Ostsee das Gas nur noch durch Moskauer Bedingungen diktiert durch die Ukraine fließt, spätestens dann wärmen sich die Gläubigen dort an den Kerzen in den Kirchen Moskaus. Wer frieren will, heuert dann bei Swoboda oder eben den Schismatikern an.

Für die Orthodoxie wäre es hilfreich, wenn die Frage der Gewährung der Autokephalie und der Zuständigkeit in der Diaspora einvernehmlich geklärt werden könnte. Gott kann das gewähren, wenn es der Kirche und den Menschen hilfreich ist. Aus meiner bescheidenen menschlichen Sicht bleibt ein Keil zwischen Moskau und Istanbul zurück und ein Ehrenprimas, der die Realität völlig falsch eingeschätzt hat. Aber vielleicht holt Mr. Donald Trump den Mann noch nach New York und ernennt ihn zum Patriarchen von Washington und ganz Amerika ;D Allerdings würde die Probleme nur auf den nächsten Kontinent verlagert.

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Ewald Mrnka
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Re: Ostkirchliche Nachrichten

Beitrag von Ewald Mrnka » Donnerstag 20. Dezember 2018, 13:51

Kirchenjahr hat geschrieben:
Mittwoch 19. Dezember 2018, 22:02
Nun, die Angelegenheit ist sehr komplex. Neben der weltlichen Politik spielen da vielleicht auch Eitelkeiten mit und vor allem die Gier nach Macht und Geld.

Das Moskauer Patriarchat hat dem Patriarchat von Konstantinopel schon lange den ersten Rang abgelaufen: Politisch in einem islamischen Land "gefangen", öffentlichkeitswirksam dem römischen Papst angebiedert, die griechische Kirche zwischen Athos und Moderne schwankend, Hellas als Pleitestaat zwischen Hochfinanz und Hedgefonds kalt gestellt, fristet der Ehrenprimas ein vergleichsweise einflussloses Leben. Im Gegenzug dazu erlebt das Moskauer Patriarchat durch Rückbesinnung auf die Orthodoxie nach dem Zusammenbruch der Sovjetunion eine neue Blüte. Kirchen und Klöster werden wieder errichtet und auch im Ausland gewinnt man zunehmend an Einfluss. Politisch wird man durch den "Imperator" Putin unterstützt.

Vor diesem politischen Hintergrund und vor der Historie in der Ukraine müsste das Moskauer Patriarchat das Rennen in der Angelegenheit machen, wäre da nicht die einseitige Anerkennung der OCA durch das Moskauer Patriarchat, welche genauso wenig den Kanones entspricht, wie die aktuelle Anerkennung der ukrainischen Schismatiker durch das Patriarchat von Konstantinopel.

Vielleicht mahlen die Mühlen in Istanbul etwas zu langsam und man hat dort noch nicht mitbekommen, dass Mr. Donald Trump das Gefüge in den USA mächtig durcheinander gewürfelt hat. Obama mit seinen kiewer Umsturzschergen ist da nicht mehr angesagt. Man kann nicht einfach mehr ein panorthodoxes Konzil einberufen, welches beschließt, dass die finanzstarke OCA bei Istanbul bleibt und im Gegenzug die vormals sehr gläubige, aber im gegenwärtigen Zustand völlig desolate Ukraine zurück an Moskau fällt. Zumal weder Imperator Putin noch das Moskauer Patriarchat irgendein Interesse daran haben können, sich den failed State Ukraine oder noch schlimmer die failed ukrainische Schismatikerkirche ohne Behebung der bestehenden politischen Schwierigkeiten / Differenzen / Probleme an die Beine zu binden.

Politisch spielt die Zeit ohnehin für Moskau. Wenn aufgrund Gasleitung 2 in der Ostsee das Gas nur noch durch Moskauer Bedingungen diktiert durch die Ukraine fließt, spätestens dann wärmen sich die Gläubigen dort an den Kerzen in den Kirchen Moskaus. Wer frieren will, heuert dann bei Swoboda oder eben den Schismatikern an.

Für die Orthodoxie wäre es hilfreich, wenn die Frage der Gewährung der Autokephalie und der Zuständigkeit in der Diaspora einvernehmlich geklärt werden könnte. Gott kann das gewähren, wenn es der Kirche und den Menschen hilfreich ist. Aus meiner bescheidenen menschlichen Sicht bleibt ein Keil zwischen Moskau und Istanbul zurück und ein Ehrenprimas, der die Realität völlig falsch eingeschätzt hat. Aber vielleicht holt Mr. Donald Trump den Mann noch nach New York und ernennt ihn zum Patriarchen von Washington und ganz Amerika ;D Allerdings würde die Probleme nur auf den nächsten Kontinent verlagert.
Tacheles :daumen-rauf:
Wer die wirklichen Herrschenden identifizieren will, braucht sich nur zwei Fragen zu stellen:
WEN und WAS darfst Du NICHT kritisieren?
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