Ostkirchliche Nachrichten

Ostkirchliche Themen.
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Hubertus
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Re: Ostkirchliche Nachrichten

Beitrag von Hubertus »

Interessant, daß die Pantokrator-Darstellung in der Apsis dreidimensional, als Skulptur (oder wenigstens Relief), dargestellt ist (im Film zu sehen von 24:52 bis 24:55).

Ist das nicht ein "Bruch" mit der Ikonentradition, oder gibt es da weitere Beispiele?
Der Kult ist immer wichtiger als jede noch so gescheite Predigt. Die Objektivität des Kultes ist das Größte und das Wichtigste, was unsere Zeit braucht. Der Alte Ritus ist der größte Schatz der Kirche, ihr Notgepäck, ihre Arche Noah. (M. Mosebach)

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Robert Ketelhohn
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Re: Ostkirchliche Nachrichten

Beitrag von Robert Ketelhohn »

Hubertus hat geschrieben:
Dienstag 16. Juni 2020, 18:30
Ist das nicht ein "Bruch" mit der Ikonentradition, oder gibt es da weitere Beispiele?
https://smile.amazon.de/Verbotene-Bilde ... 464&sr=8-1

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Protasius
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Re: Ostkirchliche Nachrichten

Beitrag von Protasius »

Als ich letztes Jahr das Andrej-Rubljow-Museum für Altrussische Kunst und Kultur im Erlöser-Andronikow-Kloster besuchte, befanden sich dort eine ganze Reihe von figürlichen Darstellungen von Heiligen; hier etwa der hl. Nikolaus der Wundertäter, eine hölzerne Statue aus der Region Archangelsk, entstanden im späten 17. oder frühen 18. Jahrhundert.
Dateianhänge
P1020217.JPG
Der so genannte ‚Geist’ des Konzils ist keine autoritative Interpretation. Er ist ein Geist oder Dämon, der exorziert werden muss, wenn wir mit der Arbeit des Herrn weiter machen wollen. – Ralph Walker Nickless, Bischof von Sioux City, Iowa, 2009

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Vinzenz Ferrer
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Re: Ostkirchliche Nachrichten

Beitrag von Vinzenz Ferrer »

Robert Ketelhohn hat geschrieben:
Montag 15. Juni 2020, 12:55
Ich gebe zu bedenken, daß es sich um historische Szenen aus der Geschichte der russischen Streitkräfte handelt, nicht um Heiligendarstellungen.
Die Auferstehungskirche wird die Hauptkirche der russischen Streitkräfte und steckt voller Symbolik.

Wer die Stufen zur Kirche hinauf geht, läuft über Waffen aus deutscher Produktion. Dort sind zum Beispiel unschädlich gemachte Pistolen der Wehrmacht eingebaut, die im Zweiten Weltkrieg in die Hände der Roten Armee gelangten. Auch die zweiflügelige, aus Metall gefertigte hohe Eingangstür folgt dieser Symbolik, erklärt im Staatsfernsehen der Chefarchitekt Dmitrij Smirnow:

„Das ist das Siegestor, auf dem zwei Erzengel dargestellt sind. Sie sehen hier Ereignisse schon am Ende des Zweiten Weltkriegs. Im Zentrum sehen Sie ein Schwert, das im faschistischen Adler steckt. Und dieses Schwert stellt den Griff der Tür dar.“

[...]

Die Waffen der Wehrmacht sind längst nicht die einzigen symbolisch aufgeladenen Elemente dieser Kirche: Sie hat von außen ein olivgrünes Aussehen, der Durchmesser der Hauptkuppel beträgt 19,45 Meter, um an das Jahr des Kriegsendes zu erinnern. Das liegt 75 Jahre zurück, weshalb der Glockenturm 75 Meter hoch ist. Und die kleine der insgesamt sechs goldenen Kuppeln, für jede Teilstreitkraft des russischen Militärs eine, weist eine Höhe von 14,18 Metern auf. Der Krieg mit dem Deutschen Reich währte für die Sowjetunion 1418 Tage.
Quelle: https://www.deutschlandfunkkultur.de/ru ... _id=478567

Du, Robert, was sagen wir eigentlich als deutsche Patrioten zu diesem Bau?
Ist der „antideutsch“? :hmm:
Glaube heißt Widerstand gegen die Schwerkraft. (Benedikt XVI.)

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Siard
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Re: Ostkirchliche Nachrichten

Beitrag von Siard »

Vinzenz Ferrer hat geschrieben:
Mittwoch 17. Juni 2020, 11:09
Du, Robert, was sagen wir eigentlich als deutsche Patrioten zu diesem Bau?
Ist der „antideutsch“? :hmm:
Du hast Robert gefragt, aber ich möchte auch etwas dazu sagen. :breitgrins:
Das russische Gedenken ist in erster Linie antifaschistisch nicht antideutsch. Anders ist es bei den Freunden in der NATO, wie man schon an deren Gedenkfeiern sehen kann. Hollywoodfilme sind da auch verräterisch.

Ich hätte dazu noch eine erhellende familiäre Geschichte, aber die erspare ich euch (erstmal?).

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Osthugo
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Re: Ostkirchliche Nachrichten

Beitrag von Osthugo »

Siard hat geschrieben:
Mittwoch 17. Juni 2020, 12:47
Vinzenz Ferrer hat geschrieben:
Mittwoch 17. Juni 2020, 11:09
Du, Robert, was sagen wir eigentlich als deutsche Patrioten zu diesem Bau?
Ist der „antideutsch“? :hmm:
Du hast Robert gefragt, aber ich möchte auch etwas dazu sagen. :breitgrins:
Das russische Gedenken ist in erster Linie antifaschistisch nicht antideutsch. Anders ist es bei den Freunden in der NATO, wie man schon an deren Gedenkfeiern sehen kann. Hollywoodfilme sind da auch verräterisch.

Ich hätte dazu noch eine erhellende familiäre Geschichte, aber die erspare ich euch (erstmal?).
Nein, bitte erzähl sie... :klatsch:
"Heiliger Engel, Schützer meiner Seele und meines Leibes, verlaß mich Sünder nicht! Weiche nicht von mir wegen meiner Sünden! Umfasse meine schwache Hand und führe mich den Weg des Heiles!"
(Makarios der Ägypter)

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HeGe
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Re: Ostkirchliche Nachrichten

Beitrag von HeGe »

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