Segenspendendes Feuer in Jerusalem zu Ostern

Ostkirchliche Themen.

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Linus
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Segenspendendes Feuer in Jerusalem zu Ostern

Beitrag von Linus » Mittwoch 26. April 2006, 21:50

Leider kann man da recht wenig erkennen, bei dem bild im nachbarstrang, aber vielleicht könnt ihr ja was erzählen

Erzählen!

Linus :mrgreen:
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Beitrag von Tatiana » Donnerstag 27. April 2006, 18:52



Seit zweitausend Jahren flammt am Großen Sonnabend in der Kirche des Sarges des Herrn in Jerusalem das Segenspendende Feuer auf. Das geschieht im Moment der Auferstehung Christi in der Höhle des Heiligen Grabes, in der in diesem Augenblick der orthodoxe Patriarch von Jerusalem betet. Der erste Zeuge des Herabsinkens des Segenspendenden Feuers in den Sarg des Herrn war Apostel Petrus - gerade er erblickte im Grab Christi am Vorabend des Osterfestes ein wunderbares Licht. Das Erscheinen des Segenspendenden Feuers wird durch helle Lichtblicke in der ganzen Kirche begleitet. Oft geschieht es, daß die Kerzen in Händen der Pilger, die sich in der Kirche versammeln, aufflammen. Das Segenspendende Feuer ist in den ersten Minuten sehr weich und verbrennt nicht.

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Linus
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Beitrag von Linus » Donnerstag 27. April 2006, 19:32

Gabs dazu mal naturwissenschaftliche Untersuchungen?

Irgendeie wirkt ja das Feuer schon anders...
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Beitrag von Tatiana » Donnerstag 27. April 2006, 19:59

Habe den Artikel von dänischen Theologen Niels Christian Hvidt "Das Wunder des Heiligen Feuers von Jerusalem" gefunden:
Niels Christian Hvidt in "Das Wunder des Heiligen Feuers von Jerusalem" hat geschrieben: "Am Heiligen Samstag sammeln sich die Gläubigen in großen Gruppen in der Grabeskirche, da an diesem Tag Feuer vom Himmel herabkommt und die Lampen in der Kirche entzündet." So liest man in einem der vielen Osterreiseführer des Heiligen Landes.

"Das Wunder des heiligen Feuers" ist den orthodoxen Christen als das "größte aller christlichen Wunder" bekannt. Es findet jedes Jahr zur selben Zeit, auf die selbe Art und am selben Ort statt. Von keinem anderen Wunder ist bekannt, dass es mit einer solchen Regelmäßigkeit und für so eine große Zeitspanne geschieht. Man kann über dieses Wunder bereits in Quellen aus dem achten Jahrhundert lesen. Das Wunder ereignet sich in der Grabeskirche in Jerusalem, für Millionen von Gläubigen der heiligste Ort auf der Erde. Die Grabeskirche selbst ist ein rätselhafter Ort. Theologen, Historiker und Archäologen nehmen an, dass die Kirche sowohl Golgatha, den kleinen Hügel, auf dem Jesus Christus gekreuzigt wurde, als auch das "neue Grab", nahe bei Golgatha, wo sein Leichnam, wie in den Evangelien beschrieben, bestattet wurde, enthält. Die Christen glauben, dass er genau an diesem Ort von den Toten auferstanden ist.

Das Wunder lässt sich durch die Jahrhunderte in den vielen Reiseberichten des Heiligen Landes verfolgen. Der russische Priester Daniel beschreibt das "Wunder des heiligen Feuers" und die es umrahmenden Zeremonien sehr detailliert in seiner Reisebeschreibung aus den Jahren 1106/07. Er erinnert sich darin, wie der Patriarch die Grabeskapelle (Anastasis) mit zwei nicht brennenden Kerzen betritt. Er kniet vor dem Stein auf den Christus nach seinem Tode aufgebahrt wurde und sagt bestimmte Gebete, worauf das Wunder geschieht. Licht geht aus dem Inneren des Steines hervor - ein blaues, undefinierbares Licht, dass nach einiger Zeit Öllampen, sowie die zwei Kerzen des Patriarchen entzündet. Das Licht ist "das Heilige Feuer" und breitet sich zu allen Menschen, die sich in der Kirche aufhalten, aus. Die Zeremonie um "Das Wunder des Heiligen Feuers" ist wohl die älteste, unverändert praktizierte christliche Zeremonie in der Welt. Seit dem vierten Jahrhundert bis zum heutigen Tage berichten verschiedenste Quellen von seiner Ehrfurcht einflössenden Kraft. Aus diesen Quellen geht hervor, dass das Wunder durch die Jahrhunderte immer am selben Ort, dem selben Feiertag und im selben liturgischen Rahmen gefeiert wurde. Man kann sich fragen, ob es auch im Jahr 1998 geschehen würde.

Um dies heraus zu finden, bin ich nach Jerusalem gereist, um bei der Zeremonie während der "Das Wunder des Heiligen Feuers" geschieht, anwesend zu sein. Ich kann bezeugen, dass es nicht nur in der antiken Kirche und während des Mittelalters, sondern auch am 18. April 1998 geschah. Der griechisch-orthodoxe Patriarch von Jerusalem. Diodorus I. ist der Mann, der jedes Jahr das Grab betritt, um das Heilige Feuer zu empfangen. Er ist Patriarch von Jerusalem seit 1982 und somit der Kronzeuge für das Wunder. Vor der diesjährigen Zeremonie empfing uns der Patriarch zu einer Privataudienz, bei der ich die Möglichkeit hatte, mit ihm über das Wunder zu sprechen um herauszufinden, was genau im Grab passiert und was das Wunder für ihn persönlich bedeutet. Weiterhin bekam ich durch seine Hilfe die Erlaubnis, den Balkon der Grabeskirche zu betreten, von dem aus ich einen guten Überblick über die in Erwartung des "Großen Wunders des Heiligen Feuers" um das Grab versammelte Menge hatte.

Was genau passiert in der Grabeskirche am Oster-Samstag? Warum hat das Wunder so einen starken Einfluss auf die orthodoxe Tradition? Warum scheint es so, als ob niemand in den katholischen und protestantischen Ländern etwas über das Wunder gehört hat?
Eine der berühmtesten Zeremonien der orthodoxen Kirche
Das Wunder geschieht jedes Jahr am orthodoxen Ostersamstag. Es gibt viele Arten von orthodoxen Christen: syrische, armenische, russische und griechisch-orthodoxe, sowie die Kopten. In der Grabeskirche gibt es allein sieben verschiedene Denominationen. Das Datum des orthodoxen Osterfestes richtet sich nach dem Julianischen Kalender und nicht nach dem in Westeuropaüblichen Gregorianischen Kalender. Dies hat zur Folge, dass das orthodoxe Osterfest auf ein anderes Datum fällt, als das protestantische und katholische.

Seitdem Konstantin der Große Mitte des vierten Jahrhunderts die heilige Grabeskirche errichten ließ, wurde sie viele Male zerstört. Die Kreuzfahrer bauten die Kirche, wie wir sie heute sehen können. Um Jesus Grab wurde eine kleine Kapelle mit zwei Räumen errichtet - einkleiner Raum vor dem Grab und der Grabraum selber, in den nicht mehr als fünf Leute passen. Diese Kapelle ist der Mittelpunkt der wunderbaren Ereignisse. An keinem anderen Tag ist die heilige Grabeskirche so gefüllt, wie am Ostersamstag. Wer in die Kirche eintreten möchte, muss mit bis zu sechs Stunden Wartezeit rechnen. Wegen des großen Andrangs, schaffen es jedes Jahr mehrere hundert Menschen überhaupt nicht bis in die Kirche. Pilger von allen Enden der Erde kommen, die Mehrheit aus Griechenland, in den letzten Jahren ein zunehmender Anteil aus Russland und den ehemaligen Ostblockländern.

Um dem Grab so nah wie möglich zu sein, kampieren Pilger in Erwartung des Wunders um die Grabeskapelle schon ab dem Nachmittag des Karfreitags. Das Wunder ereignet sich um 14:00 Uhr, aber bereits gegen elf Uhr ist die Kirche wie ein siedender Kessel.
Die Feier
Von etwa elf Uhr bis um 13:00 Uhr singen die arabischen lauthalstraditionelle Lieder. Diese Lieder gehen auf die türkische Besatzung von Jerusalem im 13. Jahrhundert zurück, einer Zeit, in der die Christen ihre Lieder ausschließlich innerhalb ihrer Kirchen singen durften. "Wir sind die Christen, das sind wir seit Jahrhunderten und wir werden das für immerund ewig sein. Amen!" singen sie aus voller Kehle, von Trommeln begleitet. Die Trommler werden dabei von anderen auf den Schultern getragen, die wild um die Grabeskapelle herumtanzen. Aber um 13:00 Uhr klingen die Lieder aus und danach herrscht Stille - eine gespannte, geladene Stille, elektrisiert von der Erwartung der großen Manifestation von Gottes Kraft die alle erfahren werden.

Um 13:00 Uhr schiebt sich eine Delegation der lokalen Autoritäten durch die Menge. Obwohl diese Offiziellen keine Christen sind, sind sie doch Teil der Zeremonie. In der Zeit der türkischen Besatzung Palästinas waren sie moslemische Türken, heute sind sie Israelis. Seit Jahrhunderten ist die Anwesenheit dieser Offiziellen integraler Bestandteil der Zeremonie, denn sie repräsentieren die Römer aus der Zeit Jesu. Die Evangelienberichten von Römern, die das Grab Jesu versiegelten, so dass seine Jünger den Leichnam nicht stehlen konnten, um nachher zu behaupten, er wäre auferstanden. Genauso versiegeln heute die israelischen Autoritäten das Grab mit Wachs. Vor dem versiegeln der Tür ist es üblich, dass sie das Grab nach versteckten Feuerquellen durchsuchen, die das Wunder durch Betrug ermöglichen würden. Genau wie damals die Römer garantierten, dass es nach dem Tode Jesu keine Manipulationen gab, garantieren heute die israelischen Vertreter, dass 1998 nicht betrogen wird.
Das Zeugnis des Patriarchen
Nachdem das Grab überprüft und versiegelt wurde, singt die ganze Kirche das Kyrie Eleison (Herr, erbarme Dich). Um 13:45 Uhr betritt der Patriarch die Szenerie. An der Spitzeeiner großen Prozession umkreist er das Grab dreimal, wonach er seiner liturgischen Kleider entledigt wird, bis auf ein weißes Gewand, dass er als ein Zeichen von Demut vor der großen Kraft Gottes trägt, die er nun erfahren wird. Alle Öllampen sind bereits in der vorherigen Nacht gelöscht worden und nun verlöschen alle übrigen künstlichen Lichtquellen, so dass ein Grossteil der Kirche in Dunkelheit gehüllt ist. Mit zwei großen Kerzen betritt der Patriarch die Grabeskapelle – zuerst den kleinen Raum vor dem Grab und dann das Grab selber. Es ist unmöglich, die Ereignisse im Grab zu verfolgen, deshalb habe ich den Patriarchen von Jerusalem, Diodorus, über das Geschehen dort befragt:

"Eure Seligkeit, was passiert, wenn ihr die Heilige Grabeskapelle betretet?"

"Ich betrete das Grab und knie in heiliger Furcht vor dem Platz nieder, auf den Jesus nach seinem Tode gebettet wurde und von dem er von den Toten wieder auferstanden ist. In der Heiligen Grabeskapelle selber zu beten, ist für mich immer ein sehr heiliger Moment an einem sehr heiligen Ort. Von hier aus ist Er in Herrlichkeit auferstanden, und von hier aus hat er sein Licht in alle Welt verbreitet. Johannes schreibt im ersten Kapitel seines Evangeliums, dass Jesus das Licht der Welt ist. Kniend in der unmittelbaren Nähe des Ortes, von dem Er von den Toten auferstanden, wird man in der unmittelbare nähe seiner glorreichen Auferstehung gebracht. Katholiken und Protestanten nennen diese Kirche "die Grabeskirche". Wir nennen sie "die Auferstehungskirche". Die Auferstehung Christus ist für uns Orthodoxe das Zentrum unseres Glaubens. Durch Seine Auferstehung hat Christus den endgültigen Sieg über den Tod errungen, nicht nur über seinen Tod, sondern auch über den Tod aller die nahe bei Ihm stehen werden.
Ich glaube, dass es kein Zufall ist, dass das Heilige Feuer genau an diesem Ort herabkommt. Bei Matthäus 28,3 steht, dass bei Christus Auferstehung ein Engel erschienen ist, der in ein furchterregendes Licht gekleidet war. Ich glaube, dass dieses Licht, das den Engel während Jesu Auferstehung umhüllt hat, das selbe Licht ist, das auf eine wunderbare Weise jeden Ostersamstag erscheint. Christus will uns erinnern, dass seine Auferstehung Realität ist und nicht nur ein Mythos; er kam wirklich in die Welt um durch seinen Tod und seine Auferstehung das notwendige Opfer zu bringen, damit dem Menschen die Wiedervereinigung mit seinem Schöpfer ermöglicht würde."
Das Blaue Licht
"Ich suche meinen Weg bis in den Grabraum in der Dunkelheit und falle auf die Knie. Hier spreche ich bestimmte Gebete, die uns durch Jahrtausende überliefert wurden und warte dann. Manchmal warte ich ein paar Minuten, aber meistens passiert das Wunder gleich nachdem ich gebetet habe. Aus dem Innern des Steins, auf dem Jesus aufgebahrt wurde, entweicht ein unbeschreibbares Licht. Normalerweise hat es eine blaue Nuance, aber die Farbe kann sich ändern und kann viele Töne annehmen. Mann kann es mitmenschlichen Worten nicht beschreiben. Das Licht steigt aus dem Stein empor, sowie Nebel aus einem See. Es sieht fast so aus, als ob der Stein von einer Wolkeumgeben ist, aber es ist Licht. Das Licht verhält sich jedes Jahrunterschiedlich, manchmal bedeckt es nur den Stein, ein andermal leuchtet der ganze Grabraum, so dass die Menschen, die in der Kirche warten, das Grab vonLicht erfüllt sehen. Das Licht brennt nicht- ich habe mir in dem 16Jahren, in denen ich nun Patriarch von Jerusalem bin und das heilige Lichtempfange, noch nie den Bart verbrannt. Das Licht hat eine andere Konsistenz als das Feuer, das in den Öllampen brennt."

"An einem bestimmten Punkt steigt das Licht empor und bildet eine Säule, in der das Feuer sich anders verhält, so dass ich meine Kerzenanzünden kann. Nachdem ich das Feuer empfangen habe, gehe ich nach draußen und gebe das Feuer zuerst dem armenischen und dann dem koptischen Patriarchen und dann allen Menschen, die sich in der Kirche befinden."
Die Symbolische Bedeutung des Wunders
"Wie erleben Sie das Wunder und was bedeutet es für Ihr spirituelles Leben?"

"Das Wunder bewegt mich jedes Jahr aufs neue tief. Jedes mal bedeutetes einen weiteren Schritt zu meiner Bekehrung. Für mich persönlich ist es ein großer Trost, Christus Treue zu uns zu erleben, die Er dadurch beweist, dass Er uns das Licht jedes Jahr trotz unserer Schwächen und Versagen wieder sendet. Wir erleben viele Wunder in unsere Kirche, und Wunder sind nichts Fremdes für uns. Es passiert oft, dass Ikonen weinen, wenn der Himmel uns zeigen will das er uns nahe ist; wir haben auch Heilige, denen Gott viele geistige Gaben schenkt. Keines dieser Wunder hat jedoch so eine durchdringende und symbolische Bedeutung für uns, wie das Wunder des Heiligen Lichtes. Das Wunderist beinahe wie ein Sakrament. Es vergegenwärtigt die Auferstehung Christi, als ob sie nur vor ein paar Jahre n geschehen wäre."

Während der Patriarch in der Kapelle vor dem Grab kniet, ist es zwar stockdunkel draußen, aber deswegen herrscht noch lange keine Stille. Man hört ein lautes Murmeln, die Atmosphäre ist sehr gespannt. Wennder Patriarch mit den zwei brennenden Kerzen hervortritt, die die Dunkelheiterhellen, hallt ein lautes Jubeln in der Kirche wieder, vergleichbar mit dem Torschrei bei einem Fußballspiel.
Das Wunder führt zum Glauben
Das Wunder beschränkt sich nicht nur auf das, was sich in der Kapelle, wo der Patriarch betet abspielt. Was wahrscheinlich viel bedeutsamer ist, sind Berichte darüber, dass das blaue Licht auch in der Kirche erscheint und "aktiv" ist. Jedes Jahr berichten immer wieder viele Gläubige, dass dieses wundersame Licht Kerzen, die sie in der Hand hielten, ganz von selbst entzündete.
Jeder in der Kirche wartet mit Kerzen in der Hand, in der Hoffnung, dass sie sich spontan entzünden werden. Oft fangen erlöschte Öllampen vor den Augen der Pilger spontan an zu brennen. Man sieht, wie sich das blaue Feuer an verschiedene Stellen in der Kirche bewegt.

Eidesstattliche Erklärungen von Pilgern, deren Kerzen sich entzündeten, bezeugen die Authentizität dieser Entzündungen.
Die Person, die das Wunder aus der Nähe erlebt - entweder dadurch, dass sich eine Kerze in der Umgebung spontan entzündet, oder dadurch, dass sie das blaue Feuer sieht - verlässt Jerusalem als veränderter Mensch. Für jeden, der an dieser Zeremonie teilnimmt, gibt es immer ein "vor" und "nach dem Wunder des heiligen Feuers in Jerusalem".
Unbekannt im Westen
Man kann sich fragen, warum das Wunder in Westen Europas fast unbekannt ist. In den protestantischen Gebieten wäre eine mögliche Erklärung, dass hier keine Tradition der Wunder existiert. Die Menschenwissen nicht, in welche "Schublade" sie das Wunder einordnen sollen, und die Medien registrieren es nicht als solches. In der katholischen Welt jedoch gibt es eine starke Tradition und ein großes Interesse für Wunder, warum also ist es kaum bekannt?

Dafür reicht eine einzige Erklärung: Kirchenpolitik!

Nur die Orthodoxe Kirche feiert die Zeremonie, während das Wunder geschieht. Es ereignet sich nur während der orthodoxen Osterfeier, ohne dass katholische Geistliche teilnehmen. Einige orthodoxe Christen werten dies als einen Beweis, dass die orthodoxe Kirche die einzig legitime Kirche Christi in der Welt ist, und diese Sichtweise bereitet manchen katholischen Kreisen Schwierigkeiten.
Die Frage der Authentizität
So wie bei anderen Wundern auch, gibt es Menschen, die der Auffassung sind, dass alles Betrug, und nichts als ein Meisterstück orthodoxer Propaganda ist. Sie glauben, dass der Patriarch eine Feuerquelle im Grab hat. Diese Kritiker sehen sich mit einer Reihe von Fragen konfrontiert. Streichhölzer und andere Feuerquellen sind relativ junge Erfindungen. Es ist nur ein paar hundert Jahre her, als das Entzünden von Feuer war eine langwierige Angelegenheit war, die viel länger als die paar Minuten gedauert hat, die der Patriarch im Grab verbringt. Man könnte auch vermuten, dass sich eine versteckte Öllampe im Grab befindet, mit deren Hilfe die Kerzen entzündet werden. Dem steht jedoch das Zeugnis der Offiziellen gegenüber, die das Grab kontrolliert und nichts gefunden haben.

Das stärkste Argument gegen einen Betrug ist aber nicht das Zeugnis der Patriarchen.

Die Kritik muss sich den Tausenden von unabhängigen Zeugnissen der Pilger, deren Kerzen sich spontan und ohne eine plausible Erklärung entzündet haben, stellen. Nach unseren Recherchen es war bisher nichtmöglich, das spontane Entzünden einer Kerze zu filmen. Ich bin aber im Besitz einer Videosequenz, die von dem jungen Ingenieur Souhel Nabdiel aus Bethlehem gefilmt wurde. Herr Nabdiel hat seit seiner frühen Kindheit an der Zeremonie teilgenommen. Im Jahre1996 wurde er gebeten, die Zeremonie vom Balkon der Kirche aus zu filmen. Mit ihm auf dem Balkon befanden sich noch eine Nonne und vier weitere Gläubige. Die Nonne stand rechts von Herr Nabdiel. Auf dem Video kann man sehen, wie er zuerst die Menge unten in der Kirche aufnimmt. Als der Moment gekommen ist, an dem der Patriarch ins Grab eintritt, um das Heilige Feuer zu empfangen, erlöschen alle Lichter. Während der Patriarch sich noch im Grab befindet, hört man auf dem Video einen überraschten Aufschrei von der Nonne, die neben Herrn Nabdiel steht.
Die Videokamera beginnt zu wackeln, und man kann die aufgeregte Stimmender sich auf dem Balkon befindenden Gläubigen hören. Die Kamera dreht sich jetzt nach rechts, wo sich die Ursache der Aufregung befindet. Eine große Kerze, die von der russischen Nonne gehalten wird, entzündet sich vor den Augen der Anwesenden, noch bevor der Patriarch aus dem Grab herausgekommen ist. Mit zitternden Händen hält sie die Kerze, während sie sich immer wieder in Ehrfurcht vor der großen Macht, deren Zeugin sie gerade geworden war, bekreuzigt. Diese Videosequenz scheint die beste erhältliche filmische Dokumentation des Wunders zu sein.
Wunder können nicht bewiesen werden
Das Wunder wird - wie alle Wunder - von unerklärlichen Faktoren begleitet. Wie der Erzbischof von Tiberias, Alexios, gesagt hat, als ich ihm in Jerusalem getroffen habe:
"Das Wunder wurde nie gefilmt und wird wahrscheinlich auch nie gefilmt werden. Wunder können nicht bewiesen werden. Glaube ist die Voraussetzung, damit ein Wunder Frucht im Leben einer Person bringt, und ohne diese Glauben gibt es keine Wunder im exakten Sinne.
Das wahre Wunder in der christlichen Tradition hat nur einen Sinn: Gott erweist seiner Schöpfung seine Gnade, und Gott kann diese Gnade nicht ohne den Glauben seiner Geschöpfe erweisen. Deshalb kann es kein Wunder ohne Glauben geben."

Translator: Daniela Gaisler

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Khatja
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Beitrag von Khatja » Donnerstag 27. April 2006, 20:04

Ich habe noch nichts über naturwissenschaftliche Untersuchungen des Segenspendendes Feuers gelesen, an sich scheint es mir auch nicht unbedingt nötig zu sein. Das Feuer verbrennt nicht in den ersten 10-15 Minuten, dann hört diese seine Wirkung auf.

Aber es gab und gibt zahlreiche andere (nicht naturwissenschaftliche) Untersuchungen - z.B. wird der Patriarch von Jerusalem gründlich untersucht, ob er nicht in seinen Taschen Streichhölzer o.ä. hat. Auch die Höhle des Heiligen Grabes wird strengstens von jüdischen Polizisten auf Vorhandensein irgendeiner Feuerquelle durchsucht. Nachdem der Patriarch in die Höhle hineingeht, wird die Tür versiegelt. In der Höhle befinden sich außerdem eine große Öllampe und ein Bündel aus 33 Kerzen, welche dann aufflammen. Der Patriarch betet in der Höhle so lange, bis das Segenspendende Feuer herabsteigt - dies, so Geschichte, kann von einigen Minuten bis zu einigen Stunden dauern.

Es wurde natürlich in allen Zeiten viel über das Segenspendende Feuer spekuliert. Der islamische Gelehrte und Historiker Al-Biruni berichtet darüber. So wurden einmal - in der Hoffnung, dass das Wunder nicht geschieht - alle Dochte der Öllampen durch Kupferdrahte von der türkischen Regierung ersetzt. Das Feuer flammte trotzdem auf!

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Alexander
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Beitrag von Alexander » Donnerstag 27. April 2006, 21:44

Herr Gott,
großes Elend ist über mich gekommen.
Meine Sorgen wollen mich erdrücken,
ich weiß nicht ein noch aus.
Gott, sei gnädig und hilf.
Gib Kraft zu tragen, was du schickst,
laß die Furcht
nicht über mich herrschen.
(D. Bonhoeffer)

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ottaviani
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Beitrag von ottaviani » Freitag 28. April 2006, 10:00

ich bin total fasziniert so genau hab ic das noch nie gehört

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Linus
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Beitrag von Linus » Freitag 28. April 2006, 10:21

ich bin sprachlos.


[....]!

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Nietenolaf
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Beitrag von Nietenolaf » Freitag 28. April 2006, 10:38

Niels Christian Hvidt in "Das Wunder des Heiligen Feuers von Jerusalem" hat geschrieben:Nur die Orthodoxe Kirche feiert die Zeremonie, während das Wunder geschieht. Es ereignet sich nur während der orthodoxen Osterfeier, ohne dass katholische Geistliche teilnehmen.
Bild
M.W. sind die Lateiner erst kurz nach der Einführung des gregorianischen Kalenders und damit mit der Verschiebung ihres Osterfestes "ausgestiegen". Wie es nach dem Schisma bis zu dieser Zeit gewesen sein soll, weiß ich nicht.

Daß das Wunder an die Orthodoxie, also nicht an den Ort oder die Zeit gekoppelt ist, beweist das Osterfest des Jahres 1549. In diesem Jahr bestachen die Armenier (nicht-chalcedonische Kirche) die türkischen Machthaber, ihnen (anstatt den Orthodoxen) Zugang zur Auferstehungskirche zu gewähren. Der orthodoxe Patriarch wurde ausgesperrt und betete mit seiner zahlreichen Gemeinde vor der Kirche. Nun, die Armenier warteten lange vergeblich auf das Wunder. Stattdessen erschien das Osterfeuer in diesem Jahr aus einer Marmorsäule am Eingang der Kirche, wo der orthodoxe Patriarch es mit seiner Kerze entgegennahm. Die Marmorsäule ist dabei gesprungen; sie kann heute noch betrachtet werden.
ἐὰν γὰρ ἀποϑάνῃ ἄνϑρωπος, ζήσεται συντελέσας ἡμέρας τοῦ βίου αὐτοῦ· ὑπομενῶ, ἕως ἂν πάλιν γένωμαι.

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Beitrag von Leanne » Freitag 28. April 2006, 12:22

Linus hat geschrieben:ich bin sprachlos.


[....]!

Linus
ohlala, isch auch ....... :sss:

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Beitrag von Robert Ketelhohn » Freitag 28. April 2006, 12:58

Leanne hat geschrieben:
ich bin sprachlos
ohlala, isch auch ....... :sss:
Il che potrebbe dirsi un miracolo, carina … ;D
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Beitrag von Nietenolaf » Dienstag 9. Mai 2006, 11:12

Ich habe hier eine knapp einstündige, ziemlich detaillierte und sehenswerte Dokumentation über die Auferstehungskirche und das Osterfeuer, mit allem, was dazugehört: Interviews, Slow-Motion-Aufnahmen, Hintergrundwissen usw. - und das ganze als knapp 500 MB große AVI-Datei. Man sieht eigentlich mehr als genug vom Karsamstag selbst: das Löschen der Lichter, die Versiegelung des Grabes, die Zeremonie mit dem Patriarchen, schließlich das Aufleuchten des Lichtes selbst usw.; allerdings ist die Dokumentation ist in russischer Sprache.

Man kann sie mit Geduld und Beharrlichkeit stückweise aus diesen Quellen herunterladen:

(von rapidshare.de): Teil 1 - Teil 2 - Teil 3 - Teil 4 - Teil 5 - Teil 6.

(von files.to): Teil 1 - Teil 2 - Teil 3 - Teil 4 - Teil 5 - Teil 6.

Geduld ist nötig, weil jeder Teil ca. 100 MB groß ist, und zumindest von Rapidshare ist bekannt, daß man solche Datenmengen nur aller 90 Minuten herunterladen kann. Freilich ist es nicht im entferntesten so entbehrungsvoll, wie eine Pilgerschaft nach Jerusalem.

Hier ein paar Bilder daraus:

Bild Bild Bild

Bild Bild
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Beitrag von Raphael » Dienstag 9. Mai 2006, 17:11

@ Nietenolaf
Nietenolaf hat geschrieben:Ich habe hier eine knapp einstündige, ziemlich detaillierte und sehenswerte Dokumentation über die Auferstehungskirche und das Osterfeuer, mit allem, was dazugehört: Interviews, Slow-Motion-Aufnahmen, Hintergrundwissen usw. - und das ganze als knapp 500 MB große AVI-Datei.
Herzlichen Dank! :)
Die Welt kann man nur verstehen, wenn man vor dem Kreuz von Golgatha kniet!

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Das Osterfeuer-Wunder in Jerusalem

Beitrag von Clemens » Montag 9. Februar 2009, 11:12

Im Orthodoxen Forum habe ich folgende Meldung entdeckt und bin - erstaunt (und vielleicht sogar beeindruckt?).
Stimmt das?? :glubsch:


"Das Wunder des heiligen Feuers" ist den orthodoxen Christen als das "größte aller christlichen Wunder" bekannt. Es findet jedes Jahr zur selben Zeit, auf die selbe Art und am selben Ort statt. Von keinem anderen Wunder ist bekannt, dass es mit einer solchen Regelmäßigkeit und für so eine große Zeitspanne geschieht. Man kann uber dieses Wunder bereits in Quellen aus dem achten Jahrhundert lesen."....


http://www.nadegda.de/german/glaube/Feu ... usalem.htm

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Re: Das Osterfeuer-Wunder in Jerusalem

Beitrag von Clemens » Montag 9. Februar 2009, 12:26

Aaah, dann kann man die Stränge ja zusammenflechten!

Ich werd doch nicht statt katholisch orthodox werden müssen... ? :|

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Re: Das Osterfeuer-Wunder in Jerusalem

Beitrag von Lutheraner » Montag 9. Februar 2009, 12:47

Clemens hat geschrieben:Ich werd doch nicht statt katholisch orthodox werden müssen... ? :|
Ja, mach mal. Und wenn sich das hinterher als Humbug herausstellt, konvertierst Du dann woanders hin oder fällst aus Enttäuschung ganz vom Glauben ab?
"Ta nwi takashi a huga bakashi. Ta nwi takashi maluka batuka"

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Re: Das Osterfeuer-Wunder in Jerusalem

Beitrag von Sebastian » Montag 9. Februar 2009, 12:59

Auch ein Lutheraner darf gerne nach Jerusalem fahren um sich vom Wunder zu überzeugen. :ja:
"Selig sind die, die nicht gesehen und doch geglaubt haben" (Joh. 20,31)

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Re: Segenspendendes Feuer in Jerusalem zu Ostern

Beitrag von Lutheraner » Montag 9. Februar 2009, 13:27

Echt, und der Herr Patriarch nimmt mich dann mit in die "Grabeshöhle" :blinker: ?

Ein Wunder ist immer eine Wissenslücke. Entweder man glaubt dran oder lässt es sein (frei nach Bultmann). Davon allerdings seinen Glauben abhängig zu machen (darauf wollte ich mit meiner Antwort an Clemens hinaus) ist höchst gefährlich für den Glauben.
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Re: Segenspendendes Feuer in Jerusalem zu Ostern

Beitrag von Sebastian » Montag 9. Februar 2009, 14:10

Lutheraner hat geschrieben:Echt, und der Herr Patriarch nimmt mich dann mit in die "Grabeshöhle" ?
Nein, denn das entspricht nicht der Tradition. Du könntest Dich hingegen von der heilenden Kraft des Feuers überzeugen. Die Gläubigen führen es oftmals an kranke Körperstellen. Es soll von Krankheiten heilen. Viele berichten, dass es nicht brennt für eine gewisse Zeit. Wie bei allen Wundern sei jedoch auch gesagt, dass der uneingeschränkte Glaube an unseren Herrn Jesus Christus und Seine Kirche zur wahrhaften Glaubenserfahrung vorrausgesetzt ist.

Das Andersgläubige (z.B. Moslems) wundersame Erfahrungen mit dem Feuer machten ist auch berichtet. Diese kamen dann i.d.R. zum wahren Glauben an Christus. So haben Wunder auch etwas offenbarendes an sich. Mit einer Wissenslücke hat das eher wenig zu tun ...
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Re: Das Osterfeuer-Wunder in Jerusalem

Beitrag von Clemens » Montag 9. Februar 2009, 16:14

Lutheraner hat geschrieben:
Clemens hat geschrieben:Ich werd doch nicht statt katholisch orthodox werden müssen... ? :|
Ja, mach mal. Und wenn sich das hinterher als Humbug herausstellt, konvertierst Du dann woanders hin oder fällst aus Enttäuschung ganz vom Glauben ab?
Keine Angst (die ist nämlich, wie ich bei dir lernen durfte, ein schlechter Ratgeber :breitgrins: ), ganz so einfach mache ich es mir nun doch nicht.

Aber ich habe mich bis heute immer gewundert, wieso die Orthodoxen so stur sind, an einem erwiesenermaßen falschen Kalender festzuhalten.
Sollte das Feuerwunder kein Humbug sein, dann wäre ich in meiner bisherigen Meinung allerdings ernsthaft irritiert.

Aber - wissbegierig wie ich bin - rechne ich noch lange nicht damit, ausgelernt zu haben.

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Re: Das Osterfeuer-Wunder in Jerusalem

Beitrag von Nietenolaf » Montag 9. Februar 2009, 18:58

Clemens hat geschrieben:Aber ich habe mich bis heute immer gewundert, wieso die Orthodoxen so stur sind, an einem erwiesenermaßen falschen Kalender festzuhalten.
Sollte das Feuerwunder kein Humbug sein, dann wäre ich in meiner bisherigen Meinung allerdings ernsthaft irritiert.
Das jährlich wiederkehrende Wunder des Osterfeuers ist kein Wunder, das die Göttlichkeit des alten Paschalions bzw. des julianischen Kalenders bestätigt, sondern eines, das die Göttlichkeit und Unverfälschtheit des Orthodoxen Glaubens bezeugt. Ich bin mir sicher, daß es, sollte das Fest der Auferstehung Christi plötzlich nach dem gregorianischen Kalender berechnet werden, just an diesem Tag passiert.
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Alexej Veselov
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Re: Segenspendendes Feuer in Jerusalem zu Ostern

Beitrag von Alexej Veselov » Mittwoch 11. Februar 2009, 16:23

Hallo!
Lutheraner hat geschrieben:Ein Wunder ist immer eine Wissenslücke.
Interessant, wie kommst du zu dieser Überzeugung? Mir wurde immer gesagt, ein wunder ist eine Tat Gottes, die außerhalb der Gesetze dieser Welt liegt... Die ja auch von ihm geschaffen wurden.

Herzliche Grüße,

Alexej

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songul
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Re: Segenspendendes Feuer in Jerusalem zu Ostern

Beitrag von songul » Mittwoch 11. Februar 2009, 18:21

Alexej Veselov hat geschrieben:Hallo!
Lutheraner hat geschrieben:Ein Wunder ist immer eine Wissenslücke.
Interessant, wie kommst du zu dieser Überzeugung? Mir wurde immer gesagt, ein wunder ist eine Tat Gottes, die außerhalb der Gesetze dieser Welt liegt... Die ja auch von ihm geschaffen wurden.

Herzliche Grüße,

Alexej
Ja eben, denn wenn ein Wunder in all seinen Einzelheiten erklärbar wäre, isses ja kein Wunder mehr.

Ist eigentlich logisch. Oder?

LG Songul 8)

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Re: Segenspendendes Feuer in Jerusalem zu Ostern

Beitrag von Johaennschen » Mittwoch 11. Februar 2009, 22:17

Gemeint war wohl, daß es bei gewissen Frömmigkeitsformen Tendenzen gibt, recht schnell von Wundern zu sprechen, obwohl vieles auch ganz einfach zu erklären wäre.
Solche Wunder könnten dann tatsächlich eine Wissenslücke sein. Deswegen prüft etwa die römisch-katholische Kirche angebliche Wunder auch sehr genau. Ein Großteil fällt bei einer solchen Überprüfung durch. Lutheraners These scheint nun zu sein, daß gar keines übrig bliebe, würde man nur noch genauer überprüfen.
Es gibt keine Dummheit, an die der moderne Mensch nicht imstande wäre zu glauben, sofern er damit nur dem Glauben an Christus ausweicht.
Nicolás Gómez Dávila

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Re: Segenspendendes Feuer in Jerusalem zu Ostern

Beitrag von Allons » Mittwoch 11. Februar 2009, 23:10

Dieses wäre zur Zeit die einzige Reise, die ich tatsächlich ausgesprochen gerne antreten würde. Schau mer mal, vielleicht gibt es ja ein Zeichen..

HG, Allons!

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Lutheraner
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Re: Segenspendendes Feuer in Jerusalem zu Ostern

Beitrag von Lutheraner » Freitag 13. Februar 2009, 13:55

Alexej Veselov hat geschrieben:Hallo!
Lutheraner hat geschrieben:Ein Wunder ist immer eine Wissenslücke.
Interessant, wie kommst du zu dieser Überzeugung? Mir wurde immer gesagt, ein wunder ist eine Tat Gottes, die außerhalb der Gesetze dieser Welt liegt... Die ja auch von ihm geschaffen wurden.
Lieber Alexej,

erst der Glaube macht aus einem Ereignis ein Wunder. Wenn wir die Ursachen eines Ereignisses mit unserem Wissen erklären können, dann können wir das Ereignis zwar immer noch als das Wirken Gottes deuten, aber ein Wunder ist es nach gängiger Definition nicht mehr.
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Seltsam

Beitrag von sofaklecks » Freitag 13. Februar 2009, 15:59

Seltsam.

Für mich ist jeder Mensch ein Wunder.

sofaklecks

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Re: Segenspendendes Feuer in Jerusalem zu Ostern

Beitrag von Lutheraner » Freitag 13. Februar 2009, 16:40

Was ist daran seltsam?
"Ta nwi takashi a huga bakashi. Ta nwi takashi maluka batuka"

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Re: Segenspendendes Feuer in Jerusalem zu Ostern

Beitrag von Nietenolaf » Dienstag 17. Februar 2009, 13:48

Lutheraner hat geschrieben:Ein Wunder ist immer eine Wissenslücke.
Interfax-Religion[/url] / [url=http://www.bogoslov.ru/de/text/385013/index.html]Bogoslov.Ru hat geschrieben:Ein russischer Physiker beschreibt erstmals
elektrische Entladungen während der Herab-
kunft des Osterfeuers


17. Februar 2009 - In der Arbeitsgruppe „Christentum und Wissenschaft“
auf der XVII. Weihnachts-Bildungskonferenz am Dienstag in Moskau
wurden der Öffentlichkeit erstmals die Resultate eines wissenschaftlichen
Experiments vorgestellt, das von russischen Wissenschaftlern am Karsamstag
des Jahres 2008 in der Kirche der Grablegung Christi in Jerusalem durchge-
führt wurde.

Der Leiter des Kurtschatow-Instituts für Atomenergie und Doktor der Physik,
Andrej Wolkow, hielt einen Vortrag über seinen Versuch, die niederfrequenten
langwelligen Radiowellen zu erfassen, die in der Jerusalemer Kirche während
der alljährlichen Herabkunft des Segensfeuers auftreten.
Mit Hilfe einer eigens entwickelten Apparatur hat der Wissenschaftler im Ver-
lauf der fast sechseinhalb Stunden dauernden Erwartung des Feuers in der
Kirche Messungen durchgeführt und diese in den folgenden Monaten ausge-
wertet.

A. Wolkow nennt den Unterschied zwischen den Werten vom Tag der Herab-
kunft des Feuers und denen vom Tag davor ein „absolutes Wunder“. Außer-
dem führe „die Analyse des Spalts in der Säule direkt am Eingang in die Kirche
tatsächlich zu der Annahme, dieser könne nur in Folge einer elektrischen Ent-
ladung zustandegekommen sein“.

Selbiges äußerte nach A. Wolkow auch sein Kollege – der weltweit führende
Experte auf dem Gebiet der Bruchmechanik Jewgenij Morosow.

A. Wolkow räumt ein, dass „vom wissenschaftlichen Standpunkt aus eine ein-
zige Messung keine stichhaltigen Beweise liefern kann“, bekräftigt aber gleich-
zeitig seine volle Verantwortung für die erhaltenen Resultate und ist bereit,
diese zu veröffentlichen.

„Wenn Sie mich aber in meiner Eigenschaft als Wissenschaftler fragen, ob es [ein
Wunder – d. Red.] stattgefunden hat oder nicht, würde ich antworten: ich weiß
es nicht“, fügte er hinzu.
Der Dozent der Russischen Orthodoxen Universität des hl. Johannes des Theo-
logen sprach davon, dass A. Wolkow ein „Vorreiter der Wissenschaft sei, indem
er die in der Geschichte erste zuverlässige und verantwortungsvolle Messung
des Segensfeuers durchführte“.

Das Segensfeuer erscheint schon seit vielen Jahrhunderten am Vortag des Ortho-
doxen Osterfestes auf dem Grab Christi in Jerusalem. Die orthodoxen Christen
sind überzeugt davon, dass das Wunder des Segensfeuers von der Wahrheit des
Orthodoxen Glaubens zeugt, zumal es in der Geschichte kein einziges Osterfest
gegeben hat, zu welchem das heilige Feuer nicht auf dem Grab Christi erschienen
wäre...
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Re: Segenspendendes Feuer in Jerusalem zu Ostern

Beitrag von Sebastian » Dienstag 17. Februar 2009, 14:24

Sebastian hat geschrieben:Viele berichten, dass es nicht brennt für eine gewisse Zeit.
http://www.youtube.com/watch?v=LXl56iko ... re=related
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Re: Segenspendendes Feuer in Jerusalem zu Ostern

Beitrag von Alexej Veselov » Freitag 29. Mai 2009, 22:45

Lutheraner hat geschrieben:
Alexej Veselov hat geschrieben:Hallo!
Lutheraner hat geschrieben:Ein Wunder ist immer eine Wissenslücke.
Interessant, wie kommst du zu dieser Überzeugung? Mir wurde immer gesagt, ein wunder ist eine Tat Gottes, die außerhalb der Gesetze dieser Welt liegt... Die ja auch von ihm geschaffen wurden.
Lieber Alexej,

erst der Glaube macht aus einem Ereignis ein Wunder. Wenn wir die Ursachen eines Ereignisses mit unserem Wissen erklären können, dann können wir das Ereignis zwar immer noch als das Wirken Gottes deuten, aber ein Wunder ist es nach gängiger Definition nicht mehr.
http://bogoslov.ru/de/text/379836.html

Apropos Definition :)

Aber letzten Endes kommt es da hart auf hart: Christ, oder nicht Christ...

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Monergist
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Re: Segenspendendes Feuer in Jerusalem zu Ostern

Beitrag von Monergist » Donnerstag 1. April 2010, 10:54

Seit wenigen Stunden ist dieses Video über das Heilige Feuer online, die deutsche Version kommt etwas weiter unten:

http://www.oodegr.com/english/ekklisia/holylight.htm

Viele Grüße
1 Cor.11:30: That is why the work of a priest is not to distribute tickets, so that people might enter Paradise; he must heal people, so that when they encounter God, God will become light and not fire to them.

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