Fragen zum Thema Orthodoxie

Ostkirchliche Themen.
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Anselmus
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Re: Fragen zum Thema Orthodoxie

Beitrag von Anselmus » Samstag 16. März 2013, 08:36

Hierbei fallen mir zuerst die Ikone der myrrhetragenden Frauen sowie die Auferstehungsikone ein.



und



Beide stellen die Auferstehung nicht direkt dar. In der ersten Ikone sieht man nur das leere Grab und auf der zweiten, sieht man den schon auferstandenen Christus, der Adam und Eva mit sich hinaufzieht (aus dem Hades).

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Bernhard
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Re: Fragen zum Thema Orthodoxie

Beitrag von Bernhard » Samstag 16. März 2013, 16:57

Hallo! Könnte mir jemand von den Insidern des Ostens sagen, wo ich die Messtexte des syrisch- malabarischen Ritus finde? (Ordo) Das wäre klasse! Schon einmal vielen DanK! :)

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Sebastian
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Re: Fragen zum Thema Orthodoxie

Beitrag von Sebastian » Samstag 16. März 2013, 21:43

Bernhard hat geschrieben:Hallo! Könnte mir jemand von den Insidern des Ostens sagen, wo ich die Messtexte des syrisch- malabarischen Ritus finde? (Ordo) Das wäre klasse! Schon einmal vielen DanK! :)
Bernhard, auf welcher Sprache bitte? M.W. sind diese Texte neben arabisch und altgriechisch nur auf englisch vorhanden. Kann mich aber auch irren.
"Selig sind die, die nicht gesehen und doch geglaubt haben" (Joh. 20,31)

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songul
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Re: Fragen zum Thema Orthodoxie

Beitrag von songul » Samstag 16. März 2013, 22:23

die gibt es auf Englisch, Malayalam und Syrisch.

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Bernhard
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Re: Fragen zum Thema Orthodoxie

Beitrag von Bernhard » Montag 18. März 2013, 09:06

Sebastian hat geschrieben:
Bernhard hat geschrieben:Hallo! Könnte mir jemand von den Insidern des Ostens sagen, wo ich die Messtexte des syrisch- malabarischen Ritus finde? (Ordo) Das wäre klasse! Schon einmal vielen DanK! :)
Bernhard, auf welcher Sprache bitte? M.W. sind diese Texte neben arabisch und altgriechisch nur auf englisch vorhanden. Kann mich aber auch irren.
Englisch wäre ideal. Weißt Du, wo ich die finde? (Zitierfähig)
Danke schonmal!

Ralf
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Re: Fragen zum Thema Orthodoxie

Beitrag von Ralf » Montag 18. März 2013, 14:39

Hier im Kreuzgang-Forum ist es weit verbreitet, Gericht über die Bischöfe als Hirten der Kirche zu halten. Manch einer dünkt sich besonders schlau und autoritativ. Man sollte das nicht allzu ernst nehmen.

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Re: Fragen zum Thema Orthodoxie

Beitrag von Pilgerer » Mittwoch 27. März 2013, 23:08

Wie entwickelt sich die Ökumene zwischen der orthodoxen Kirche und den orientalischen Kirchen? Orthodoxwiki schreibt:
In the 2th century, a number of dialogues have occurred between the Oriental Orthodox and the Chalcedonian Orthodox which suggest that both communions now share a common Christology with differing terminology. As yet, full communion has not been restored.
http://orthodoxwiki.org/Oriental_Orthodox

Wie haben sie die christologischen Probleme gelöst? Wie weit sind sie noch von der Kommunionsgemeinschaft entfernt?
10 Die Erlösten des HERRN werden wiederkommen und nach Zion kommen mit Jauchzen; ewige Freude wird über ihrem Haupte sein; Freude und Wonne werden sie ergreifen, und Schmerz und Seufzen wird entfliehen. (Jesaja 35,10)

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Linus
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Re: Fragen zum Thema Orthodoxie

Beitrag von Linus » Donnerstag 28. März 2013, 09:24

Irgendeine im schweizerischen sitzende panorthodoxe Kommission ( Chambesy, hat hier im Forum sofort gegenwehr ausgelöst, als ich die texte hier einstellte) hat publiziert, dass die kommuningemeinschaft de facto gewährt wird auch wenns de jure nicht durch ist....
"Katholizismus ist ein dickes Steak, ein kühles Dunkles und eine gute Zigarre." G. K. Chesterton
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Ilija
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Re: Fragen zum Thema Orthodoxie

Beitrag von Ilija » Samstag 30. März 2013, 19:02

Linus hat geschrieben:Irgendeine im schweizerischen sitzende panorthodoxe Kommission ( Chambesy, hat hier im Forum sofort gegenwehr ausgelöst, als ich die texte hier einstellte) hat publiziert, dass die kommuningemeinschaft de facto gewährt wird auch wenns de jure nicht durch ist....
Bei vielen orthodoxen Ortskirchen sind altorientale zur Kommunion zugelassen, natürlich nicht Offiziell (Bei den Kirchen des Mittelmeerraums)! Bei einigen anderen dagegen auf offene Ablehnung. (Kirchen des ehemaligen Ostblocks). Altorientale müssen eigentlich nicht neu getauft oder Gesalbt werden aber es gibt (leider) orth. Kirchen wo diese wieder getauft werden sollen(???) Was für ein unsinn.... Bei uns, dürfen die altorientalen zu allen Mysterien. Wir auch bei denen auch wenn es keine offizielle Kirchenvereinigung gibt! Ich finde das gut so....

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Re: Fragen zum Thema Orthodoxie

Beitrag von Ilija » Samstag 30. März 2013, 19:06

Achso, Gegenwehr löst sie in manchen orthodoxen Kreisen aus weil so manche keine (positive) Veränderungen haben wollen, leben in einer Vergangenheit und wollen auch von den Theologischen Kommisionen oder (neueren) Puplikationen hoher orth. Funktionäre und Synoden nix wissen obwohl zwischen unseren beiden Kirchen übereinstimmung herrschen, es gibt nur noch andere Schwierigkeiten die aber in einem zusammenwachsen gelöst werden!

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Joseph
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Re: Fragen zum Thema Orthodoxie

Beitrag von Joseph » Samstag 30. März 2013, 23:41

Ilija hat geschrieben:Bei vielen orthodoxen Ortskirchen sind altorientale zur Kommunion zugelassen, natürlich nicht Offiziell
Bei uns auch...

Gruß
Joseph
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Pilgerer
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Re: Fragen zum Thema Orthodoxie

Beitrag von Pilgerer » Sonntag 31. März 2013, 13:07

Ilija hat geschrieben:
Linus hat geschrieben:Irgendeine im schweizerischen sitzende panorthodoxe Kommission ( Chambesy, hat hier im Forum sofort gegenwehr ausgelöst, als ich die texte hier einstellte) hat publiziert, dass die kommuningemeinschaft de facto gewährt wird auch wenns de jure nicht durch ist....
Bei vielen orthodoxen Ortskirchen sind altorientale zur Kommunion zugelassen, natürlich nicht Offiziell (Bei den Kirchen des Mittelmeerraums)! Bei einigen anderen dagegen auf offene Ablehnung. (Kirchen des ehemaligen Ostblocks). Altorientale müssen eigentlich nicht neu getauft oder Gesalbt werden aber es gibt (leider) orth. Kirchen wo diese wieder getauft werden sollen(???) Was für ein unsinn.... Bei uns, dürfen die altorientalen zu allen Mysterien. Wir auch bei denen auch wenn es keine offizielle Kirchenvereinigung gibt! Ich finde das gut so....

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Zu welcher orthodoxen Kirche gehörst du? Wie hat deine Kirche es geschafft, die christologischen Differenzen zu lösen?
Sind die orientalischen Kirchen den slawischen Orthodoxen möglicherweise etwas fremd? Kulturell und geographisch ist doch eine größere Distanz zwischen Osteuropa und Syrien oder Ägypten.
Kann ein orthodoxes Konzil über das Verhältnis zu den altorientalischen Kirchen Klarheit schaffen?
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Re: Fragen zum Thema Orthodoxie

Beitrag von Ilija » Sonntag 31. März 2013, 17:14

Pilgerer hat geschrieben:
Ilija hat geschrieben:
Linus hat geschrieben:Irgendeine im schweizerischen sitzende panorthodoxe Kommission ( Chambesy, hat hier im Forum sofort gegenwehr ausgelöst, als ich die texte hier einstellte) hat publiziert, dass die kommuningemeinschaft de facto gewährt wird auch wenns de jure nicht durch ist....
Bei vielen orthodoxen Ortskirchen sind altorientale zur Kommunion zugelassen, natürlich nicht Offiziell (Bei den Kirchen des Mittelmeerraums)! Bei einigen anderen dagegen auf offene Ablehnung. (Kirchen des ehemaligen Ostblocks). Altorientale müssen eigentlich nicht neu getauft oder Gesalbt werden aber es gibt (leider) orth. Kirchen wo diese wieder getauft werden sollen(???) Was für ein unsinn.... Bei uns, dürfen die altorientalen zu allen Mysterien. Wir auch bei denen auch wenn es keine offizielle Kirchenvereinigung gibt! Ich finde das gut so....

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Zu welcher orthodoxen Kirche gehörst du? Wie hat deine Kirche es geschafft, die christologischen Differenzen zu lösen?
Sind die orientalischen Kirchen den slawischen Orthodoxen möglicherweise etwas fremd? Kulturell und geographisch ist doch eine größere Distanz zwischen Osteuropa und Syrien oder Ägypten.
Kann ein orthodoxes Konzil über das Verhältnis zu den altorientalischen Kirchen Klarheit schaffen?
http://www.rum-orthodox.de!

Die Differenzen wurden soviel ich weiß ausgeräumt und das schon vor über 2 Jahren! Die ist aber auch in den anderen alten Patriarchaten möglich.

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Re: Fragen zum Thema Orthodoxie

Beitrag von christian12 » Sonntag 31. März 2013, 20:36

kathweb.at am 31.03.2013 hat geschrieben: [...] Metropolit Hilarion versicherte Papst Franziskus, dass die russisch-orthodoxe Kirche auf dem Weg zur Einheit weiter voranschreiten wolle, wies aber auch auf die Hindernisse hin, die einer persönlichen Begegnung zwischen Papst und Moskauer Patriarch im Weg stehen, insbesondere die Situation in der westlichen Ukraine.
Was ist das Problem an der Situation in der westlichen Ukraine, das dem Treffen zwischen dem Moskauer Patriarchen und dem Papst entgegensteht?

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Protasius
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Re: Fragen zum Thema Orthodoxie

Beitrag von Protasius » Sonntag 31. März 2013, 21:17

christian12 hat geschrieben:
kathweb.at am 31.03.2013 hat geschrieben: [...] Metropolit Hilarion versicherte Papst Franziskus, dass die russisch-orthodoxe Kirche auf dem Weg zur Einheit weiter voranschreiten wolle, wies aber auch auf die Hindernisse hin, die einer persönlichen Begegnung zwischen Papst und Moskauer Patriarch im Weg stehen, insbesondere die Situation in der westlichen Ukraine.
Was ist das Problem an der Situation in der westlichen Ukraine, das dem Treffen zwischen dem Moskauer Patriarchen und dem Papst entgegensteht?
Das bezieht sich wohl auf die unierte Ruthenische griechisch-katholische Kirche.
Der so genannte ‚Geist’ des Konzils ist keine autoritative Interpretation. Er ist ein Geist oder Dämon, der exorziert werden muss, wenn wir mit der Arbeit des Herrn weiter machen wollen. – Ralph Walker Nickless, Bischof von Sioux City, Iowa, 2009

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christian12
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Re: Fragen zum Thema Orthodoxie

Beitrag von christian12 » Sonntag 31. März 2013, 21:22

Protasius hat geschrieben:
christian12 hat geschrieben:
kathweb.at am 31.03.2013 hat geschrieben: [...] Metropolit Hilarion versicherte Papst Franziskus, dass die russisch-orthodoxe Kirche auf dem Weg zur Einheit weiter voranschreiten wolle, wies aber auch auf die Hindernisse hin, die einer persönlichen Begegnung zwischen Papst und Moskauer Patriarch im Weg stehen, insbesondere die Situation in der westlichen Ukraine.
Was ist das Problem an der Situation in der westlichen Ukraine, das dem Treffen zwischen dem Moskauer Patriarchen und dem Papst entgegensteht?
Das bezieht sich wohl auf die unierte Ruthenische griechisch-katholische Kirche.
Und was ist für den Patriarchen das Problem an ihr? Ihre Existenz?

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Quasinix
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Re: Fragen zum Thema Orthodoxie

Beitrag von Quasinix » Sonntag 31. März 2013, 22:31

pro-oriente.at hat geschrieben:Nach dem Ersten Weltkrieg wurde das Gebiet der Ruthenischen Griechisch-Katholischen Kirche Teil der neu gebildeten Republik Tschechoslowakei. Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs verschlechterte sich die Situation für die Ruthenische Kirche dramatisch. Während die Diözese Prešov bei der Tschechoslowakei verblieb, wurde das Gebiet der Eparchie Mukacevo Teil der Ukrainischen Sozialistischen Sowjetrepublik. Die Sowjetunion schloss zunächst 1946 das Priesterseminar von Užhorod, bevor sie 1949 die Ruthenische Griechisch-Katholische Kirche gänzlich verbot: Ihre Gläubigen wurden der Russischen Orthodoxen Kirche eingegliedert. In der kommunistischen Tschechoslowakei wurde parallel verfahren.

Mit der Unabhängigkeitserklärung der Ukraine am 24. August 1991 wurde die Wiedergeburt der Ruthenischen Griechisch-Katholischen Kirche eingeläutet. Ab diesem Zeitpunkt erhielt nämlich die Ruthenische Kirche den Großteil ihres früher enteigneten Besitzes vom Staat zurück. Bereits zuvor, und zwar im Jänner 1991, konnte die Eparchie Mukacevo kanonisch wiedererrichtet werden. In Užhorod konnte im selben Jahr auch ein neues Priesterseminar gegründet werden.
Diese Rückgabe von geraubtem Kirchengut sehen unsere Orthodoxen Brüder nun ihrerseits als "Diebstahl" - hier mehr zum Thema:

http://www.kreuzgang.org/viewtopic.php?f=21&t=6561

Wie immer klappt der Dialog also auch hier nur, wenn der Katholische Part sich komplett entäußert, bis hin zur Selbstaufgabe. Und das auch und gerade mit denjenigen "Getrennten Brüdern", die uns angeblich am allernächsten stehen und um deren Wohlwollen willen mancher Katholik auch schon mal den Universalprimat des Papstes und ähnliches Trennende aufzugeben bereit ist, vgl. auch Balamand.
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Joseph
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Re: Fragen zum Thema Orthodoxie

Beitrag von Joseph » Montag 1. April 2013, 19:27

Quasinix hat geschrieben:....Diese Rückgabe von geraubtem Kirchengut sehen unsere Orthodoxen Brüder nun ihrerseits als "Diebstahl"
So, zuerst zwingt man, unter politischen Druck, Orthodoxe Gläubige in eine Union mit Rom. Dann einverleibt man sich deren Kirchengut. Dieses wird dann, ausgerechnet von den Kommunisten, wieder an die rechtmäßige Eigentümerin, die OC, zurückgegeben. Nach dem Zusammenbruch des Kommunismus, soll es nun zum zweiten Mal, durch rechtliche Machenschaften, der rechtmäßigen Eigentümerin abgenommen werden, nur um es dem erstmaligen Dieb zurückzugeben. Man wundert sich nun, daß die OC sich dagegen wehrt? Informiere Dich bitte, aber erst nachdem Du von Deinen hohen Ross herabgestiegen bist und bevor Du wieder hierher kommst um uns an's Bein zu pinkeln...

Ich und viele meiner Compadres sind auch nicht Deine "Orthodoxen Brüder". Mit solchem hochnäsigen, uninformierten BS wird es uns aber auch wirklich sehr schwer gemacht in auch nur eine höfliche Relation mit Deinen Leuten einzugehen. Solange ich so einen Quatsch lese und solch arroganten Verlautbarungen höre, kann mir der ganze heuchlerische Ecumenismus gestohlen bleiben. Es ist eh DIE moderne Häresie.

Joseph, pretty peed off about your sniffling tone... never mind the contend of your diatribe. :cowboy:
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Re: Fragen zum Thema Orthodoxie

Beitrag von Quasinix » Montag 1. April 2013, 19:38

Danke für diese ungeschminkte Reaktion! Wer hier wem zwangsweise angegliedert wurde, ergibt sich doch allein schon aus den Zahlenverhältnissen... Und wer sich was "einverleibt" hat, aus den bekannten historischen Fakten. Soviel zu den angeblich nur mikroskopischen Unterschieden zwischen Katholiken und Orthodoxen. In einem stimme ich Dir jedoch zu: Der falsche Ökumenismus der Vorleistungen und Selbstaufgabe muß endlich aufhören; die Tür zur Rückkehr in den Schoß der Kirche steht jedem jederzeit offen.
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Re: Fragen zum Thema Orthodoxie

Beitrag von Mary » Montag 1. April 2013, 21:36

Quasinix hat geschrieben:Soviel zu den angeblich nur mikroskopischen Unterschieden zwischen Katholiken und Orthodoxen.
Dass es nur mikroskopische Unterschiede gebe, behauptet ja auch nur ihr Römer.
Es gibt immerhin nicht wenige römische Katholiken, denen die Unterschiede wichtig genug sind, dass sie den Schritt in die Orthodoxie gehen. (Ich gehöre dazu)
Quasinix hat geschrieben:die Tür zur Rückkehr in den Schoß der Kirche steht jedem jederzeit offen.
Nur zu.... ihr dürft jederzeit zurückkommen in den Schoß. :kussmund:
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Walter
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Re: Fragen zum Thema Orthodoxie

Beitrag von Walter » Montag 1. April 2013, 22:04

Quasinix hat geschrieben:Wer hier wem zwangsweise angegliedert wurde, ergibt sich doch allein schon aus den Zahlenverhältnissen... Und wer sich was "einverleibt" hat, aus den bekannten historischen Fakten. Soviel zu den angeblich nur mikroskopischen Unterschieden zwischen Katholiken und Orthodoxen. In einem stimme ich Dir jedoch zu: Der falsche Ökumenismus der Vorleistungen und Selbstaufgabe muß endlich aufhören; die Tür zur Rückkehr in den Schoß der Kirche steht jedem jederzeit offen.
Wie erklärst du dir, lieber Quasinix, »allein schon aus den Zahlenverhältnissen« die Aufweichung des Katholizismus in den letzten 50 Jahren hin zum Protestantismus? :hmm:

M.E. gibt es für die römisch-katholische Kirche langfristig nur zwei Alternativen: Protestantismus oder Orthodoxie. Deinen Beiträgen hier im Kreuzgang entnehme ich, dass du dann die Orthodoxie bevorzugen würdest. ;D
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Quasinix
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Re: Fragen zum Thema Orthodoxie

Beitrag von Quasinix » Montag 1. April 2013, 23:11

Ich finde es positiv, wenn man die Unterschiede nicht kleinredet, um sich eine ganz kurz bevorstehende Einheit vorzugaukeln. Auf dieser realistischen Basis kann man dann sicherlich auch fruchtbar auf diversen Feldern zusammenarbeiten.

@Walter: Ich wurde durch die Gnade Gottes in eine Katholische Familie hineingeboren, katholisch getauft und werde die Kirche mit Gottes Gnade niemals verlassen. Wenn 99,9% abfallen, ist nicht die Katholische Kirche gescheitert, sondern diese 99,9%. Egal wie unvorteilhaft die Relation zwischen Taufscheinkatholiken und echten Gläubigen ist - die Kirche wird nach Christi Verheißung nicht untergehen. Gerade in schweren Zeiten ist Treue zur Kirche die oberste Pflicht - dank der Verheißungen Christi brauchen wir keinen "Plan B" ;)
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Joseph
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Re: Fragen zum Thema Orthodoxie

Beitrag von Joseph » Dienstag 2. April 2013, 02:43

Quasinix hat geschrieben:Ich finde es positiv, wenn man die Unterschiede nicht kleinredet, um sich eine ganz kurz bevorstehende Einheit vorzugaukeln. Auf dieser realistischen Basis kann man dann sicherlich auch fruchtbar auf diversen Feldern zusammenarbeiten.
Dem kann ich mich anschließen. Aber der Ton macht bekanntlich die Musik... und gewisse Blaskonzerte reizen ganz einfach.
Quasinix, um ganz ehrlich zu sein sind mir echte, gläubige Katholiken hundertmal lieber als was sich im Allgemeinen hinter dem heutigen römischen Markenzeichen verbirgt. Ja wir haben unsere Unterschiede, welche seit mehr als tausend Jahren bekannt sind und welche auch wenn man ehrlich ist durchaus diskutieren kann (in gewissen Grenzen). Leider ist die RK heute nicht mehr imstande sich zu diesen Gegensätzen verbindlich zu äussern. Sie ist, leider, in einem zu großen Tohuwabohu im Inneren sowie im äusseren.
Wenn es dann zu dem zu erwarteten Schisma in der römischen Kirche kommt, kann ich mir sogar vorstellen, daß der gläubige Rest von Euch eines Tages mit uns wieder in Kommunion sein wird. Ich stimme also mit Walter's letztem Satz vollkommen überein. Dem Triumphalismus den Du hier an den Tag legst fehlen allerdings jegliche Fundamente. Schau Dich einmal objektiv in Deiner Kirche um... besonders im Hinblick auf das letzte Konklave und dessen zu erwartenden katastrophalen Ergebnissen.

@ Mary, Danke. Gestern am Tage des Heiligen Gregory Palamas (Western Ostern) wurden in meiner Kirche zwei Katholiken durch Chrismation von Fr. Lawrence in die Orthodoxe Kirche aufgenommen. An Pas'cha im Mai wird eine Familie mit 4 Kindern durch Chrismation Orthodox. Sie sind philipinische, Ukrainisch Katholische Uniaten..(nur in Canada, eh). Die Chrismation wird von Fr. Gerasim vorgenommen welcher vor drei Jahren von der Ukrainisch Katholischen Kirche zur Orthodoxen kam und letzes Jahr vom Bischof wieder als Priester "vested" wurde...

Gruß

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Re: Fragen zum Thema Orthodoxie

Beitrag von Quasinix » Dienstag 2. April 2013, 02:55

Auch wenn die Feinde früher meist außerhalb und nicht innerhalb der Kirche zu finden waren, gab es immer wieder schwere Krisen in der Kirchengeschichte - trotzdem stets an die Verheißung Christi zu glauben, Seine Kirche werde nicht untergehen, ist kein Triumphalismus, sondern die urchristliche Tugend der Hoffnung und Zeichen des Vertrauens auf Ihn.
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Re: Fragen zum Thema Orthodoxie

Beitrag von Joseph » Dienstag 2. April 2013, 04:55

Quasinix hat geschrieben:..... ist kein Triumphalismus, sondern die urchristliche Tugend der Hoffnung und Zeichen des Vertrauens auf Ihn.
Quasinix, bitte spiele nicht die Unschuld vom Lande die nichts versteht. Du weißt genau was ich mit Triumphalismus bezeichnete, gell! Natürlich hast Du mit diesem oben zitierten Satz recht, trotzdem hat er aber auch garnichts mit dem Thema und meiner "Anklage" zu tun.

Ich versuche hier meine Hand auszustrecken.... so? Du scheinst mir einer dieser wenigen noch echten, gläubigen Katholiken zu sein mit denen ich gerne zusammenarbeiten kann (trotz unserer "Unterschiede") Ich weiß auch, daß einem das Herz zerreißt wenn man miterleben muß wie der geliebten Kirche so langsam der Hals zugedrückt wird. Fern sei es von mir darüber erfreut zu sein. Aber man muß der Realität in die Augen schauen, erkennen was sie ist und sich dann auf die Konsequenzen des Erkannten konzentrieren.

Glaube mir, als gläubige Christen stehen uns, egal ob RK oder Orthodox, schlimme Zeiten bevor. Wenn Du die Geschichte kennst kannst Du erkennen warum Du entweder bei uns oder zumindest in enger Nachbarschaft mit uns am besten aufgehoben bist. Wir Orthodoxe haben schmerzliche und langjährige Erfahrungen mit Martyrium, Verfolgungen und Verachtung in unserem Gedächtnis. Die RK hat dagegen gesehen eigentlich eine mehr oder weniger glückliche Geschichte gehabt welche nun zu ihrem Ende zu kommen scheint. Schon aus diesem Grunde sollten die echten Christen sich gegenseitig ermuntern, trösten und Schutz geben... und sich nicht gegenseitig ans Bein pinkeln, gelle.

Gruß

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Re: Fragen zum Thema Orthodoxie

Beitrag von Raphael » Dienstag 2. April 2013, 07:42

Joseph hat geschrieben:Gruß

Joseph :cowboy:
Watt sitzt'e denn schon wieder im Glashaus und schmeißt mit Steinen, Jupp? :roll:
Wenn der Humanismus den Menschen an die erste Stelle setzt,
dann ist der Anti-Humanismus eine gerechtfertigte Ideologie!

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Re: Fragen zum Thema Orthodoxie

Beitrag von Joseph » Dienstag 2. April 2013, 08:02

Raphael hat geschrieben:
Joseph hat geschrieben:Gruß

Joseph :cowboy:
Watt sitzt'e denn schon wieder im Glashaus und schmeißt mit Steinen, Jupp? :roll:
Weil es sich dort im Regen besser sitzt. Die unteren Scheiben wurden zur Sicherheit entfernt.....
Beruhigt nun?

Gruß
Joseph :cowboy:
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Re: Fragen zum Thema Orthodoxie

Beitrag von Raphael » Dienstag 2. April 2013, 08:09

Joseph hat geschrieben:
Raphael hat geschrieben:
Joseph hat geschrieben:Gruß

Joseph :cowboy:
Watt sitzt'e denn schon wieder im Glashaus und schmeißt mit Steinen, Jupp? :roll:
Weil es sich dort im Regen besser sitzt. Die unteren Scheiben wurden zur Sicherheit entfernt.....
Beruhigt nun?

Gruß
Joseph :cowboy:
Nö! 8)

1. Es regnet nicht! :doktor:
2. Gerade die oberen Scheiben gehen zu Bruch, wenn'ste weiter in hohem Bogen mit Steinen schmeißen tust! :detektiv:
Wenn der Humanismus den Menschen an die erste Stelle setzt,
dann ist der Anti-Humanismus eine gerechtfertigte Ideologie!

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Re: Fragen zum Thema Orthodoxie

Beitrag von Joseph » Dienstag 2. April 2013, 08:17

1. Hier schon...
2. Ich werfe flach, damit die Steine auf euch dobschen wie auf einer Pfütze...
3. Scheint zu funktionieren, da du da...

Gruß, mein Julius
Josephius
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Raphael
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Re: Fragen zum Thema Orthodoxie

Beitrag von Raphael » Dienstag 2. April 2013, 09:43

Joseph hat geschrieben:1. Hier schon...
Da, wo Du bis', isses immer anners! :kussmund:
Joseph hat geschrieben:2. Ich werfe flach, damit die Steine auf euch dobschen wie auf einer Pfütze...
Deine Anwürfe sind geradezu unterirdisch, den flachen Abwurf mußt'e noch üben! 8)
Joseph hat geschrieben:3. Scheint zu funktionieren, da du da...

Gruß, mein Julius
Josephius
dadudada ....... :achselzuck:
Bis'te jetzt ins Lager der Dadaisten gewechselt? :auweia:
Wenn der Humanismus den Menschen an die erste Stelle setzt,
dann ist der Anti-Humanismus eine gerechtfertigte Ideologie!

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Re: Fragen zum Thema Orthodoxie

Beitrag von Jeremias » Dienstag 2. April 2013, 10:17

Joseph hat geschrieben: Die RK hat dagegen gesehen eigentlich eine mehr oder weniger glückliche Geschichte gehabt welche nun zu ihrem Ende zu kommen scheint.
Naja. Die Kirche als gesellschaftlich bestimmende Kraft in westlich geprägten, reichen Ländern ist sicherlich auf dem absteigenden Ast. Aber das war meines Erachtens auch nie Ziel der Kirche ("Mein Reich ist nicht von dieser Welt")...
Und wenn man sich die Zahlen in Südamerika anschaut, dann mag man doch am Niedergang der katholischen Kirche an sich zweifeln.

Nichtsdestotrotz habe ich als Aussenstehender das Gefühl, das für eine Gesundung der katholischen Kirche es nötig ist, sich der protestantischen fünften Kolonne zu entledigen. Denn solange katholische Religionslehrer die Auferstehung leugnen können, ohne ihre Lehrerlaubnis zu verlieren... :nein:
Da aber wiederum vermute ich, dass ein Jesuit dem durchaus entgegensteht. :daumen-rauf:
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Alles Titel, mit denen man mich bedenken kann, die deswegen mich trotzdem nicht gänzlich beschreiben.

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Re: Fragen zum Thema Orthodoxie

Beitrag von Ilija » Dienstag 2. April 2013, 21:18

Joseph hat geschrieben:
Quasinix hat geschrieben: Quasinix, um ganz ehrlich zu sein sind mir echte, gläubige Katholiken hundertmal lieber als was sich im Allgemeinen hinter dem heutigen römischen Markenzeichen verbirgt. Ja wir haben unsere Unterschiede, welche seit mehr als tausend Jahren bekannt sind und welche auch wenn man ehrlich ist durchaus diskutieren kann (in gewissen Grenzen). Leider ist die RK heute nicht mehr imstande sich zu diesen Gegensätzen verbindlich zu äussern. Sie ist, leider, in einem zu großen Tohuwabohu im Inneren sowie im äusseren.
Schau Dich einmal objektiv in Deiner Kirche um... besonders im Hinblick auf das letzte Konklave und dessen zu erwartenden katastrophalen Ergebnissen.
Lieber Joseph, wenn der neue Papst sich als Primus inter Pares versteht und sich vom hohen päpstlichen Sockel herunter gesellt, wie kann das für uns katastrophale Folgen haben? Wenn das so weiter geht, kann uns ALLEN nix besseres passieren! In vieler hinsicht vertritt er Positionen, die mit unserer übereinstimmen. Mir sind "Traditionelle" Katholiken die du als die Gläubigen Katholiken nennst nicht lieber den die beharen auf diesem hohen Sockel wo der Papst unrechtmäßig stand! Ihr lasst euch Blenden wenn es eine Gruppe gibt die sich als Tradis ausgeben weil die Liturgie so schön ist aber Vorstellung von der Kirche haben wie aus dem 18. Jahrhundert als gerade das Papstdogma verkündet wurde. Die Positionen die der neue Bischof von Rom hat sind wohl eher mit den unseren zu vergleichen und daher von uns auch zu begrüssen! Siehe die Predigt unseren Ökumenischen Patriarchen Bartholomaios :) Die Katholischen Tradis sind uns nicht freundlich gesinnt! Preisen wir Gott für das was gerade geschieht und verwechseln wir nicht Traditionalismus mit christlichen Werten...

LG

Ilias

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