Fragen zum Thema Orthodoxie

Ostkirchliche Themen.
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Alexander
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Re: Fragen zum Thema Orthodoxie

Beitrag von Alexander » Mittwoch 29. Februar 2012, 13:34

Constantinopolitanum 879 (upheld within the Cathedral of Holy Sophia) hat geschrieben:Canon 2.

Though hitherto some bishops having descended to the habit of monks, have been forced nevertheless to remain in height of the prelacy, they have been overlooked when they did so. But, with this in mind, this holy and ecumenical Council, with a view to regulating this oversight, and readjusting this irregular practice to the ecclesiastical statutes, has decreed that if any bishop or anyone else with a prelatical office is desirous of descending to monastic life and of replenishing the region of penitence and of penance, let him no longer cherish any claim to prelatical dignity. For the monks’ conditions of subordination represent the relationship of pupilship, and not of teachership or of presidency; nor do they undertake to pastor others, but are to be content with being pastored. Wherefore, in accordance with what was said previously, we decree that none of those who are on the prelatical list and are enrolled pastors shall lower themselves to the level of the pastored and repentant. If anyone should dare to do so, after the delivery and discrimination of the decision hereby being pronounced, he having deprived himself of his prelatical rank, shall no longer have the right to return to his former status, which by actual deeds he has vitiated.
Kanones dieses Konzils haben Aufnahme gefunden in alle kirchenrechtlichen Codices aller Ortskirchen, das Konzil wurde allgemein rezipiert. Aber dann änderte sich die Praxis... Man wendet den angeführten Kanon jetzt in einem ganz anderen Sinne an: dass nämlich die Mönche im großen Schema keinen Bistümern als Ordinarier vorstehen dürfen. Das hat aber mit der Intention der Konzilsväter nichts gemein.
Zuletzt geändert von Alexander am Mittwoch 29. Februar 2012, 13:53, insgesamt 1-mal geändert.
Herr Gott,
großes Elend ist über mich gekommen.
Meine Sorgen wollen mich erdrücken,
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Gib Kraft zu tragen, was du schickst,
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Alexander
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Re: Fragen zum Thema Orthodoxie

Beitrag von Alexander » Mittwoch 29. Februar 2012, 13:39

Man bedenke bei dem angeführten Kanon auch den vierten Kanon des Konzils von Chalkedon (451):
Let them who sincerely and truly enter upon monastic life be accorded due honor. But inasmuch as some use the monk’s garb to disturb the affairs of the Church and civil government, by going round in the cities negligently disregarding their duties, and even undertaking to build themselves monasteries, it is decreed that no one shall anywhere build or establish any monastery or any oratory (i.e., prayerhouse] without the consent and approval of the Bishop of the city; and that Monks in every city and country be subject to the Bishop, and embrace quietude, and pay heed only to fasting and prayer, while continuing in the places patiently whereunto they have been assigned, without intruding upon or meddling in ecclesiastical affairs, nor leaving their own monasteries, unless at any time they be permitted to do so by the Bishop of the city on account of some exigency; and that no one shall receive a slave into the monasteries to become a monk, without his owner’s consent and approval. We have decreed that anyone transgressing this rule of ours shall be excluded from communion, in order that the name of God be not blasphemed. The Bishop of the city, however, is required to make proper provision for monasteries.
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ad-fontes
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Re: Fragen zum Thema Orthodoxie

Beitrag von ad-fontes » Mittwoch 29. Februar 2012, 14:37

Alexander hat geschrieben:
ad-fontes hat geschrieben:Die Orthodoxie kennt das Gesetz der Akribie bzgl. der Zölibatsverpflichtung des höheren Klerus.
Für die Bischöfe.
Nein, eben nicht. Siehe Can. 12 und 48, die die Möglichkeit der Promotion ins Bischofsamt eines verheirateten Mannes voraussetzen.

Wir müssen unterscheiden:
1. Zölibatsversprechen für unverheiratete Kleriker vor Empfang der Subdiakonatsweihe (gilt in der gesamten Ökumene; die aktuelle griechische Praxis lasse ich jetzt hierbei unberücksichtigt)
2. Enthaltsamkeitsversprechen für verheiratete Kandidaten (gilt in den orthodoxen - inzwischen untergegangenen (?) - abendländischen Kirchen)
3. Trennung im beiderseitigen Einvernehmen bei der Wahl eines verheirateten Mannes zum Bischof
Alexander hat geschrieben: Der dritte Kanon Concilii Quinisexti behandelt wie viele anderen Kanones die unerlaubten Priesterehen. Das sind Ehen, die Priestern verboten sind. Es darf nämlich nicht zum Priester geweiht werden, wer mit einer Witwe, Hure, Schauspielerin oder Sklavin verheiratet ist. Die Väter des Concilium Quinisextum waren nicht schisophrän, Ad-Fontes, die Kanones 13 und 3 betreffen Verschiedenes. Lies nochmal den Kanon 13. Von Anfang bis zum Ende.
Was Gegenstand der besagten Canones ist, ist klar. Es geht aber aus ihnen ebenso hervor - und das ist für unseren Zusammenhang von Bedeutung -, daß die römische Kirche "die Norm der Akribia einhält" (can. 3) und ferner, daß es in der römischen Kirche als kanonische Ordnung überliefert ist, daß die Kandidaten für das Diakonat und das Presbyterat Enthaltsamkeit im Hinblick auf den geschlechtlichen Umgang mit ihren Ehefrauen geloben (can. 13).

Diese Praxis - wie ebenso die der afrikanischen Kirche, die auch die Subdiakone in das Enthaltsamkeitsgebot miteinschließt - ist somit orthodox, auch wenn es der Wille der Konzilsväter ist, daß von nun an von den Ordinanden ein solches Versprechen nicht gefordert werden soll.
Alexander hat geschrieben:
ad-fontes hat geschrieben:das gilt cum grano salis auch für das, was orthodox ist und was nicht
Wer hat Dich das glauben lassen? Du hättest von keinem meiner Kollegen eine gute Note bekommen. Dich selber benotest Du sehr großzügig, wie ich sehe. Vergibst Du Dir auch akademische Grade?
Was soll die Böldelei, mein Guter? Hier geht es doch nicht um Noten oder der Entsprechung von (vorgefertigten) Erwartungen. Es geht darum, was richtig und falsch, was orthodox und was nicht orthodox ist.
Alexander hat geschrieben:
ad-fontes hat geschrieben:Der Vergleich hinkt, denn ich kommuniziere nicht mit den Hirten, die sich "alt-katholisch" nennen
Tut mir leid, mir wurde berichtet, Du seist in der Altkatholischen Kirche zu Hause. Dann setze in meinen Satz eben das ein, wo du heimisch bist. So, nun an die restlichen Kanones...
Mit denen, die den Weg der Wahrheit verlassen haben, kann ich keine Gemeinschaft mehr haben. Seit einigen Jahren schon halte ich mich von deren Versammlungen fern. Heimisch fühle ich mich im Haus Gottes. Das ist dort, wo die, die im rechten Glauben fest stehen, sich versammeln.
Christi vero ecclesia, sedula et cauta depositorum apud se dogmatum custos, nihil in his umquam permutat, nihil minuit, nihil addit; non amputat necessaria, non adponit superflua; non amittit sua, non usurpat aliena. (Vincentius Lerinensis, Com. 23, 16)

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ad-fontes
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Re: Fragen zum Thema Orthodoxie

Beitrag von ad-fontes » Mittwoch 29. Februar 2012, 14:48

Alexander hat geschrieben:
Constantinopolitanum 879 (upheld within the Cathedral of Holy Sophia) hat geschrieben:Canon 2.

Though hitherto some bishops having descended to the habit of monks, have been forced nevertheless to remain in height of the prelacy, they have been overlooked when they did so. But, with this in mind, this holy and ecumenical Council, with a view to regulating this oversight, and readjusting this irregular practice to the ecclesiastical statutes, has decreed that if any bishop or anyone else with a prelatical office is desirous of descending to monastic life and of replenishing the region of penitence and of penance, let him no longer cherish any claim to prelatical dignity. For the monks’ conditions of subordination represent the relationship of pupilship, and not of teachership or of presidency; nor do they undertake to pastor others, but are to be content with being pastored. Wherefore, in accordance with what was said previously, we decree that none of those who are on the prelatical list and are enrolled pastors shall lower themselves to the level of the pastored and repentant. If anyone should dare to do so, after the delivery and discrimination of the decision hereby being pronounced, he having deprived himself of his prelatical rank, shall no longer have the right to return to his former status, which by actual deeds he has vitiated.
Kanones dieses Konzils haben Aufnahme gefunden in alle kirchenrechtlichen Codices aller Ortskirchen, das Konzil wurde allgemein rezipiert.
Nein, wurde es nicht. Genausowenig wie das Trullanum.

Oder bestreitest du etwa die Orthodoxie der abendländischen Kirchen (zum damaligen Zeitpunkt). Falls ja, wie erklärst du dann die Einheit (die erst im 11.-13. Jahrhundert zerbrach)?
Christi vero ecclesia, sedula et cauta depositorum apud se dogmatum custos, nihil in his umquam permutat, nihil minuit, nihil addit; non amputat necessaria, non adponit superflua; non amittit sua, non usurpat aliena. (Vincentius Lerinensis, Com. 23, 16)

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ad-fontes
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Re: Fragen zum Thema Orthodoxie

Beitrag von ad-fontes » Mittwoch 29. Februar 2012, 14:53

Alexander hat geschrieben:Da reicht es, folgende anzuführen:

Von den Canones apostolorum (denen kommt im Orthodoxen Kirchenrecht eine ausgesprochen hohe Autorität zu, alles andere Kirchenrecht bezieht sich in der einen oder anderen Weise auf sie) Can. 5:
No Bishop, Presbyter, or Deacon shall put away his own wife under pretext of reverence. If, however, he put her away, let him be excommunicated,” and if he persist in so doing, let him be deposed from office.
Konzil von Gangra (gilt nach orth. Kirchenrecht für die ganze Kirche): Can. 4:
If any one shall maintain, concerning a married presbyter, that is not lawful to partake of the oblation when he offers it, let him be anathema.
Dazu kommt noch eine ganze Reihe von Kanones, welche festlegen, welche Frauen die Kleriker denn haben dürfen, und was mit denen geschehen soll, die doch Frauen haben, welche nicht in die Maschen des Kirchenrechts passen usw.

Und da wäre noch die Bibel, hallo, nicht vergessen, die wichtigste Quelle! Verheiratete Apostel, Bischöfe und Diakone sind danach selbstverständlich, so lebte man auch lange in der Kirche und wahrlich, das, was die Heilige Schrift sagt, gilt "kat'akribian", wenn Du dieses Wort schon so liebgewonnen hast (was die Konzilsväter von Concilium Quinisextum sehr wohl verstehen, und zwar in beiden Fällen: sowohl wo sie die Bischofsehe verbieten und sich peinlich angesichts der Heiligen Schrift rechtfertigen, ja dem Wortlaut des Kanons nach führen sie das Verbot sozusagen kat'oikonomian ein, als auch wo sie das Verbot der Priesterehe in aller Entschlossenheit verurteilen). Entsprechend hatte es schon massiver Fremdeinwirkungen bedurft, dass unter den Erben der jesusliebenden Juden der jungen Kirche, welche natürlich nie auf eine Verschmähung der Ehe gekommen wären, sich Leute einfanden, welche dachten, ein Priester, der eine Frau hat und Kinder zeugt, würde dadurch sündigen.
Man beachte neben Can. 26 der Canones der Apostel auch Can. 1 von Neocaesarea und Can. 10 von Ancyra und grundlegend 1 Kor 7, 27.

(Dennoch sind wir in der Sache gar nicht soweit auseinander.)
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Sebastian
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Re: Fragen zum Thema Orthodoxie

Beitrag von Sebastian » Mittwoch 29. Februar 2012, 16:55

ad-fontes hat geschrieben: Mit denen, die den Weg der Wahrheit verlassen haben, kann ich keine Gemeinschaft mehr haben. Seit einigen Jahren schon halte ich mich von deren Versammlungen fern. Heimisch fühle ich mich im Haus Gottes. Das ist dort, wo die, die im rechten Glauben fest stehen, sich versammeln.


Das liest sich ein wenig geschwollen... wurdest Du in die Orthodoxe Kirche aufgenommen? Oder wer sind für Dich die Leute, die im rechten Glauben fest stehen, wo Du Dich heimisch fühlst?
"Selig sind die, die nicht gesehen und doch geglaubt haben" (Joh. 20,31)

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Re: Fragen zum Thema Orthodoxie

Beitrag von ad-fontes » Donnerstag 1. März 2012, 10:23

Hin und wieder gehe ich auch zu den Zusammenkünften derjenigen, deren Rechtgläubigkeit spätestens nach 1870 zweifelhaft geworden ist, die sich selbst aber (weiterhin) katholisch wähnen.
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Re: Fragen zum Thema Orthodoxie

Beitrag von ad-fontes » Donnerstag 1. März 2012, 10:28

ad-fontes hat geschrieben: Wir müssen unterscheiden:
1. Zölibatsversprechen für unverheiratete Kleriker vor Empfang der Subdiakonatsweihe (gilt in der gesamten Ökumene; die aktuelle griechische Praxis lasse ich jetzt hierbei unberücksichtigt)
2. Enthaltsamkeitsversprechen für verheiratete Kandidaten (gilt in den orthodoxen - inzwischen untergegangenen (?) - abendländischen Kirchen)
3. Trennung im beiderseitigen Einvernehmen bei der Wahl eines verheirateten Mannes zum Bischof.
Es geht in der Diskussion nicht um das Zölibatsverständnis der postschismatischen "RKK"; das sei nochmal am Rande angemerkt.
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Re: Fragen zum Thema Orthodoxie

Beitrag von ad-fontes » Donnerstag 1. März 2012, 10:30

Sebastian hat geschrieben:
ad-fontes hat geschrieben: Mit denen, die den Weg der Wahrheit verlassen haben, kann ich keine Gemeinschaft mehr haben. Seit einigen Jahren schon halte ich mich von deren Versammlungen fern. Heimisch fühle ich mich im Haus Gottes. Das ist dort, wo die, die im rechten Glauben fest stehen, sich versammeln.


Das liest sich ein wenig geschwollen... wurdest Du in die Orthodoxe Kirche aufgenommen? Oder wer sind für Dich die Leute, die im rechten Glauben fest stehen, wo Du Dich heimisch fühlst?
Muß ich darauf antworten, so daß es deiner Schablone entspricht?

Ich schreibe lieber so wie es mich dünkt.

"Geschwollen"..nadenn, solange du nicht ausrufst: "manieriert"! 8)

für Dich: hehe, du Subjektivist! :P
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Re: Fragen zum Thema Orthodoxie

Beitrag von ad-fontes » Donnerstag 1. März 2012, 18:56

Sebastian hat geschrieben:wurdest Du in die Orthodoxe Kirche aufgenommen?
Nein, ich bin bloß ein Hörender.
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Re: Fragen zum Thema Orthodoxie

Beitrag von Ralf » Freitag 2. März 2012, 22:36

Ralf hat geschrieben:
Alexander hat geschrieben:Die Zölibatpflicht ist eine spätere Erfindung unter gnostischem Einfluss und bedarf einer Rechtfertigung angesichts der ursprünglichen Lehre, nicht umgekehrt.
Bei dem "Polemisieren dagegen" bist Du auf jeden Fall gut dabei.

Daß das Konzil von Elvira aus dem Jahr 310 (also vor dem Edikt) im Osten nicht anerkannt wurde, ist ja nichts Neues. Aber es als "unter gnostischem Einfluß" zu bezeichnen, müßte doch erst einmal belegt werden. Außerdem hat das Konzil nie behauptet, etwa grundlegend neues zu formulieren, sondern bloß eine bestehende Ordnung noch einmal eingeschärft.

Wie gesagt, der Beleg der Gnosis bei dem Konzil würde mich freuen.
Nach meiner Forumserfahrung zu urteilen werde ich keinen Beleg der obigen Behauptung lesen können.
Hier im Kreuzgang-Forum ist es weit verbreitet, Gericht über die Bischöfe als Hirten der Kirche zu halten. Manch einer dünkt sich besonders schlau und autoritativ. Man sollte das nicht allzu ernst nehmen.

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Re: Fragen zum Thema Orthodoxie

Beitrag von Linus » Sonntag 4. März 2012, 07:26

Allen die heute den Sonntag der Orthodoxie feiern zunächst Gottes Segen und schönes feiern.

Was genau wird da begangen?
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Re: Fragen zum Thema Orthodoxie

Beitrag von Mary » Sonntag 4. März 2012, 13:49

Linus hat geschrieben:Allen die heute den Sonntag der Orthodoxie feiern zunächst Gottes Segen und schönes feiern.

Was genau wird da begangen?
Danke für die Segenswünsche.

Wir feiern die Wiederherstellung der Ikonenverehrung im Jahre 843 nach der zweiten Ikonoklastischen Periode.
Zumindest hier im "Westen" ist dieser Sonntag auch Anlass zu panorthodoxen Feiern und Begegnungen. Wie es anderswo ist, weiss ich nicht.
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Re: Fragen zum Thema Orthodoxie

Beitrag von Nietenolaf » Sonntag 4. März 2012, 19:41

Linus hat geschrieben:Allen die heute den Sonntag der Orthodoxie feiern zunächst Gottes Segen und schönes feiern.

Was genau wird da begangen?
Danke. Ich habe zu den Hintergründen vor einer Weile mal etwas übersetzt: "Triumph der Orthodoxie". Dort werden die Ursprünge dieses Feiertages beschrieben. Das Synodikon, um das es da geht, wurde über die Jahrhunderte aber durch weitere, über den Ikonoklasmus hinausreichende Themen, ergänzt.
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Re: Fragen zum Thema Orthodoxie

Beitrag von Melody » Dienstag 6. März 2012, 10:53

Was bedeuten denn für orthodoxe Christen Ikonen?
Ihr küsst sie und verehrt sie offenbar anders, als ich das als Katholik mit einem Heiligenbild tun würde.
Für mich persönlich bleibt das letztlich nur ein Bild.

Also ich glaub, mir ist auch nicht wirklich klar, was für Euch Ikonen bedeuten?!

Betreff: Fragen und Kommentare zum Moderatorenprotokoll IV
civilisation hat geschrieben:@ S. D.

Ich mische mich nur ungern in die Angelegenheiten der orthodoxen Kirchen ein, aber weißt Du überhaupt, was für orthodoxe Christen Ikonen bedeuten?

Vermutlich nicht.
Ewa Kopacz: «Für mich ist Demokratie die Herrschaft der Mehrheit bei Achtung der Minderheitenrechte, aber nicht die Diktatur der Minderheit»

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Re: Fragen zum Thema Orthodoxie

Beitrag von Mary » Dienstag 6. März 2012, 11:48

Melody hat geschrieben:Was bedeuten denn für orthodoxe Christen Ikonen?
Ihr küsst sie und verehrt sie offenbar anders, als ich das als Katholik mit einem Heiligenbild tun würde.
Für mich persönlich bleibt das letztlich nur ein Bild.
Hallo Melody,

ich versuche es mal mit der Antwort von Erzpriester Sergius Heitz, der schrieb:
Nach orthodoxem Verständnis sind die Ikonen der Heiligen, der Gottesmutter und des Herrn selbst transparent für die Gegenwart ihrer Person. Die Verehrung, die diesen Abbildern dargebracht wird, geht über auf deren Urbilder, gilt also den Personen, nicht den Bildern selbst.
Vielleicht könnte man es so erklären: Wenn Du ein Bild deines Freundes oder Geliebten hast, dann ist das für dich nicht "nur ein Bild", sondern es ist dir quasi Sinnbild und Ersatz für den Abwesenden... Du kannst es herzen und küssen.. und dabei eigentlich den Freund küssen. Du wirst es sicher auch in Ehren halten und nicht zulassen, dass jemand es verschmutzt oder sich darüber lächerlich macht.

Ikonen werden gesegnet und gehören dann zu den heiligen Dingen.

Ikonen können sehr alt sein... und ich kann mich erinnern an die Verbundenheit, die ich spürte, als ich eine Ikone verehren durfte, von der ich wusste, dass auch der Heilige Seraphin von Sarov davor gebetet hat.

Ikonen stellen nicht eine diesseitige, weltliche Gegebenheit oder Person dar, sondern sie sind ein Bild des Reiches Gottes. Sie zeigen die Personen in ihrer Verherrlichung. So sind beispielsweise die Zürcher Stadtheiligen, die enthauptet wurden und ihre Köpfe aufhoben und eine Strecke bis zu ihrer Beerdigungsstätte trugen, zwar mit dem Köpfen in den Händen (Zeichen ihres Martyriums), aber zugleich mit Kopf (da verherrlicht) dargestellt.
Weiter sind Ikonen "gemalte Theologie", sie stellen Inhalte mit Bildern und Symbolen dar. Sie müssen dann auch regelrecht "gelesen" werden, das heisst, man muss wissen, welche Symbole welche Realitäten bedeuten.

Das nur mal auf die Schnelle... bitte ergänzt und korrigiert mich.
Mary
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Re: Fragen zum Thema Orthodoxie

Beitrag von Stephanie » Dienstag 6. März 2012, 17:15

Liebe Melody, :huhu:

um zu verstehen, welche Gefühle sich bei Orthodoxen regen bzgl. der Ikonenverehrung bzw. des Gegenteils davon, muss man vielleicht gar nicht so viel erklären...
Für uns sind Ikonen gesegnet, sie gehören dem Heiligen an.
Als Katholikin gehst du ja auch sorgsam und ehrfürchtig mit Weihwasser oder der Kreuzestoddarstellung des Herrn um - soll heißen, man nimmt es nicht zum Blumengießen, verschüttet es nicht leichtfertig oder wirft es in die Ecke, wirft nicht seine Schmutzwäsche oder Schuhe darüber usw.
So reichen die Gefühle bei Verunreinigung/Entweihung von Zorn über Ekel bis hin zur Trauer. Ähnlich, wie man sich als Katholik fühlt, wenn man lesen muss, dass Menschen in Weihwasserbecken urinieren oder auf dem Altar Sex haben... Oder stell dir vor du bist bei der Anbetung vor dem Allerheiligsten und es käme jemand herein und würde, ach was weiß ich, die Monstranz herunterwerfen oder anspucken oder ähnliches...
Es ist eine Mischung aus Fassungslosigkeit und Trauer, die dann je nach Temperament umschlägt. Ich denke, das ist allen gläubigen Menschen gemein. Und das ist ja auch gut so.
Wenn wir schon Fotografien unserer Lieben in Ehren halten - wie sehr mehr trifft dies dann auf den Umgang mit Heiligem zu?

Und was die Verehrung betrifft...naja...wenn du das Kreuz küsst, küsst du ja auch nicht das Stück Holz (physisch und materiell gesehen natürlich schon, aber dein Kuss, deine Verehrung wird wohl nicht dem geschnitzten Stück Holz gelten, sondern der Erlösungstat Christi). Und so gilt unsere Verehrung natürlich nicht dem materiellen Stück Holz/Papier sondern der Person und ihrem Werk, ihrem Vorbild.

Liebe Grüße aus dem heute endlich sehr schönen, sonnigen Süden mit herrlich blauem Himmel, Vogelgezwitscher und Frühling in der Luft!
:drueck:
Stephanie
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Re: Fragen zum Thema Orthodoxie

Beitrag von ad-fontes » Mittwoch 7. März 2012, 14:36

Nietenolaf hat geschrieben:
Linus hat geschrieben:Allen die heute den Sonntag der Orthodoxie feiern zunächst Gottes Segen und schönes feiern.

Was genau wird da begangen?
Danke. Ich habe zu den Hintergründen vor einer Weile mal etwas übersetzt: "Triumph der Orthodoxie". Dort werden die Ursprünge dieses Feiertages beschrieben. Das Synodikon, um das es da geht, wurde über die Jahrhunderte aber durch weitere, über den Ikonoklasmus hinausreichende Themen, ergänzt.
Die Gebete, die am Sonntag im Anschluß an die Göttliche Liturgie gebetet wurden, handelt es dabei um den Bußkanon des hl. Andreas von Kreta? Dabei wurde auch, soweit ich es verstanden habe, mehrmals der vier orth. Patriarchen der Pentarchie gedacht. Gibt es den Text auch auf Deutsch oder Englisch zum Nachlesen. Findet sich im Original auch der erste Sitz?
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Re: Fragen zum Thema Orthodoxie

Beitrag von ad-fontes » Mittwoch 7. März 2012, 14:40

Melody hat geschrieben:Für mich persönlich bleibt das letztlich nur ein Bild.
Damit setzt du dich dem Verdacht der Häresie aus. wenn du das für wahr hälst, bist du nicht katholisch, sondern stehst außerhalb (s. 2. Ök. Konzil von Nizäa)!
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Re: Fragen zum Thema Orthodoxie

Beitrag von Stephanie » Mittwoch 7. März 2012, 15:00

ad-fontes hat geschrieben:
Nietenolaf hat geschrieben:
Linus hat geschrieben:Allen die heute den Sonntag der Orthodoxie feiern zunächst Gottes Segen und schönes feiern.

Was genau wird da begangen?
Danke. Ich habe zu den Hintergründen vor einer Weile mal etwas übersetzt: "Triumph der Orthodoxie". Dort werden die Ursprünge dieses Feiertages beschrieben. Das Synodikon, um das es da geht, wurde über die Jahrhunderte aber durch weitere, über den Ikonoklasmus hinausreichende Themen, ergänzt.
Die Gebete, die am Sonntag im Anschluß an die Göttliche Liturgie gebetet wurden, handelt es dabei um den Bußkanon des hl. Andreas von Kreta? Dabei wurde auch, soweit ich es verstanden habe, mehrmals der vier orth. Patriarchen der Pentarchie gedacht. Gibt es den Text auch auf Deutsch oder Englisch zum Nachlesen. Findet sich im Original auch der erste Sitz?

Ja gibt es. Allerdings nur antiquarisch und meist nicht vollständig, d.h. du musst die Bände dir zusammensammeln oder in die Universitäts-Bibliothek deines Vertrauens gehen (vorausgesetzt, dass vor Ort eine größere katholische Fakultät ansässig ist).

Derzeit fast vollständig:
http://www.zvab.com/displayBookDetails. ... 236748&b=1
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Re: Fragen zum Thema Orthodoxie

Beitrag von Reinhard » Mittwoch 7. März 2012, 19:01

Melody hat geschrieben:...
Für mich persönlich bleibt das letztlich nur ein Bild.

Also ich glaub, mir ist auch nicht wirklich klar, was für Euch Ikonen bedeuten?!
Vor einem Jahr bei den Exerzitien in Belgien steckte ich bei der Betrachtung, welches Leiden Christus für uns auf sich genommen hat, regelrecht fest.
Ich habe die ganze Stunde des stillen Gebets darüber regelrecht "auf Stroh gekaut" - bin da einfach nicht drangekommen.
Auf dem Flur vor der Kapelle hing eine Christusikone - als nach dem Gebet der Blick dieses Christus meinen Blick traf, war mit einem Mal alles klar, ohne ein Wort. Der Blick sagte alles, und damit war es klar, das Leiden und die Liebe, für mich !
(und mir ist dabei auch klar geworden, wie sehr ich von den Gebeten Anderer abhänge und sie brauche. - So eine Ikone kann ja nur unter Ringen und Gebet geschrieben werden, in sofern ist sie ja immer auch in ein Bild gegossenes Gebet. Das Gebet des Ikonenschreibers, irgendwann vor langer Zeit, irgendwo in Russland hat mir geholfen. Und natürlich Christus selbst, der hinter der Ikone steht !) Aber das ist nur, was ich als westlicher Christ, mit einem geringen Verständnis, damit erlebt habe.

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Ilija
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Re: Fragen zum Thema Orthodoxie

Beitrag von Ilija » Mittwoch 7. März 2012, 20:01

ad-fontes hat geschrieben:
Nietenolaf hat geschrieben:
Linus hat geschrieben:Allen die heute den Sonntag der Orthodoxie feiern zunächst Gottes Segen und schönes feiern.

Was genau wird da begangen?
Danke. Ich habe zu den Hintergründen vor einer Weile mal etwas übersetzt: "Triumph der Orthodoxie". Dort werden die Ursprünge dieses Feiertages beschrieben. Das Synodikon, um das es da geht, wurde über die Jahrhunderte aber durch weitere, über den Ikonoklasmus hinausreichende Themen, ergänzt.
Die Gebete, die am Sonntag im Anschluß an die Göttliche Liturgie gebetet wurden, handelt es dabei um den Bußkanon des hl. Andreas von Kreta? Dabei wurde auch, soweit ich es verstanden habe, mehrmals der vier orth. Patriarchen der Pentarchie gedacht. Gibt es den Text auch auf Deutsch oder Englisch zum Nachlesen. Findet sich im Original auch der erste Sitz?
http://www.prodromos-verlag.de/Methodios_Synodikon.pdf

Wer diesen Verlag noch nicht kennt!? Eine richtige Schatzkammer :)

LG

Ilias

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Joseph
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Re: Fragen zum Thema Orthodoxie

Beitrag von Joseph » Samstag 10. März 2012, 09:02

ad-fontes hat geschrieben: Bußkanon des hl. Andreas von Kreta?
Text auch auf Deutsch oder Englisch zum Nachlesen.
ad fontes, sieh hier: http://www.orthodoxchristian.info/pages/canon.htm
Gruss
aus Canada :cowboy:
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Re: Fragen zum Thema Orthodoxie

Beitrag von ad-fontes » Samstag 10. März 2012, 13:21

Joseph hat geschrieben:
ad-fontes hat geschrieben: Bußkanon des hl. Andreas von Kreta?
Text auch auf Deutsch oder Englisch zum Nachlesen.
ad fontes, sieh hier: http://www.orthodoxchristian.info/pages/canon.htm
Gruss
aus Canada :cowboy:
Danke für den Tipp, aber der gemeinte Text ist der von Ilias. Trotzdem hilfreich (aber wird der überhaupt an Sonntagen gelesen? -- ich glaube, eher nicht..oder?)
Christi vero ecclesia, sedula et cauta depositorum apud se dogmatum custos, nihil in his umquam permutat, nihil minuit, nihil addit; non amputat necessaria, non adponit superflua; non amittit sua, non usurpat aliena. (Vincentius Lerinensis, Com. 23, 16)

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Re: Fragen zum Thema Orthodoxie

Beitrag von Joseph » Samstag 10. März 2012, 21:02

ad-fontes hat geschrieben: .... Trotzdem hilfreich (aber wird der überhaupt an Sonntagen gelesen? -- ich glaube, eher nicht..oder?)
Bei uns schon... Vesper am Sonntag der Orthodoxie.

Dann mach mal schön weiter ;D

Wiedawech
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Re: Fragen zum Thema Orthodoxie

Beitrag von ad-fontes » Sonntag 11. März 2012, 13:57

Ilija hat geschrieben: Wer diesen Verlag noch nicht kennt!? Eine richtige Schatzkammer :)
Einige Texte bzw. Textpassagen bieten gute Beispiele dafür, daß in der Kirche Gottes weder der Erzbischof von Rom noch sonstjemand als Einzelperson Unfehlbarkeit zueigen ist.
Christi vero ecclesia, sedula et cauta depositorum apud se dogmatum custos, nihil in his umquam permutat, nihil minuit, nihil addit; non amputat necessaria, non adponit superflua; non amittit sua, non usurpat aliena. (Vincentius Lerinensis, Com. 23, 16)

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Re: Fragen zum Thema Orthodoxie

Beitrag von ad-fontes » Sonntag 11. März 2012, 14:48

Was genau ist die Ακολουθία του Νυμφίου?
Christi vero ecclesia, sedula et cauta depositorum apud se dogmatum custos, nihil in his umquam permutat, nihil minuit, nihil addit; non amputat necessaria, non adponit superflua; non amittit sua, non usurpat aliena. (Vincentius Lerinensis, Com. 23, 16)

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Re: Fragen zum Thema Orthodoxie

Beitrag von lifestylekatholik » Montag 12. März 2012, 23:26

ad-fontes hat geschrieben:Einige Texte bzw. Textpassagen bieten gute Beispiele dafür, daß in der Kirche Gottes weder der Erzbischof von Rom noch sonstjemand als Einzelperson Unfehlbarkeit zueigen ist.
Welche und wie?
»Was muß man denn in der Kirche ›machen‹? In den Gottesdienſt gehen und beten reicht doch.«

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Re: Fragen zum Thema Orthodoxie

Beitrag von taddeo » Dienstag 13. März 2012, 08:03

ad-fontes hat geschrieben:
Ilija hat geschrieben: Wer diesen Verlag noch nicht kennt!? Eine richtige Schatzkammer :)
Einige Texte bzw. Textpassagen bieten gute Beispiele dafür, daß in der Kirche Gottes weder der Erzbischof von Rom noch sonstjemand als Einzelperson Unfehlbarkeit zueigen ist.
Das behauptet ja auch keiner. Unfehlbar ist doch nur der Papst als Oberhaupt der Gesamtkirche, und auch der nur in speziellen Fällen und als Amtsträger, keinesfalls als private "Einzelperson". :achselzuck:

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Re: Fragen zum Thema Orthodoxie

Beitrag von Nietenolaf » Dienstag 13. März 2012, 10:27

taddeo hat geschrieben:Unfehlbar ist doch nur der Papst als Oberhaupt der Gesamtkirche, und auch der nur in speziellen Fällen und als Amtsträger, keinesfalls als private "Einzelperson". :achselzuck:
Na, genau... :) Zu dieser Angelegenheit liebe ich geradezu die Formulierung des Nutzers Josef, die er in der einen oder anderen Abwandlung immer mal wieder gebracht hat:
josef hat geschrieben:Seit dem Jahre 1870 kann der HEILIGE GEIST der Christenheit garantieren, daß die Päpste SEINEN Willen stets getreu und zuverlässig - folglich unfehlbar - verkünden.
ἐὰν γὰρ ἀποϑάνῃ ἄνϑρωπος, ζήσεται συντελέσας ἡμέρας τοῦ βίου αὐτοῦ· ὑπομενῶ, ἕως ἂν πάλιν γένωμαι.

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Re: Fragen zum Thema Orthodoxie

Beitrag von Lupus » Mittwoch 14. März 2012, 17:36

"Auch Spötter müssen sterben!"
+L.
Christus mein Leben, Maria meine Hoffnung, Don Bosco mein Ideal!

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Re: Fragen zum Thema Orthodoxie

Beitrag von anneke6 » Mittwoch 14. März 2012, 17:38

Lupus hat geschrieben:"Auch Spötter müssen sterben!"
+L.
Von wem stammt denn dieser Spruch? :pfeif:
???

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