Erste Ode:
Die eine, dreipersönliche Herrschaft preisen laut die Seraphim, die anfanglose, ewige, die alles gebildet, die unbegreifliche. Und jede Zunge preiset sie gläubig mit ihren Gesängen.
Um den Menschen kundzutun deine eine, dreifalt strahlende Gottheit, hast du einst den Menschen gebildet und ihn nach deinem Bilde gestaltet, gabst Einsicht ihm, Menschenfreund, gabst Wort ihm und Geist.
Vom Himmel her in den drei Personen der höchsten Gottheit eine einzige Macht offenbarend, sagtest du, Vater, zu deinem Sohn und dem Geist, die Gleiches vollbringen: Kommt, laßt nieder uns steigen und ihre Sprachen verwirren.
Theotokion: Als Ratschluß ist der ungezeugte Vater im Bilde den Weisen verkündet, als gleichanfangloses Wort der wesensgleiche Sohn, und der Heilige Geist als jenes Wesen, das in der Jungfrau die Menschwerdung vollzog.
Dritte Ode:
Du hast deutlich dem Abraham einst, da du dreipersönlich erschienest, doch als Einer im göttlichen Wesen, die reine Gotteserkenntnis im Bilde gezeigt. Und gläubig besingen in Hymnen wir dich, den unbeschränkt gebietenden, dreisonnigen Gott.
Aus dir gezeugt, leuchtete göttlich ohne Ausfluß, o Vater, als Licht vom Licht hervor der unveränderliche Sohn, aus dir geht hervor auch der Geist, das göttliche Licht. Und der einzigen Gottheit dreipersönlichen Glanz verehren wir gläubig, ihm sagen wir preis.
Als Einheit wird die Dreiheit in übermächtiger, Wort und Einsicht überragender Weise von den Geistwesen verherrlicht, die, dreimal Heilig singend, laut schallen lassen ihr Lob. Mit ihnen im Einklang wird auch von uns der dreipersönliche Herr in Hymnen gefeiert.
Theotokion: Aus dir ging ohne Zeugung hervor, der überraget die Zeiten. Der ohne Gestalt ist, ward uns ähnlich. Und die Natur und Herrschaft des Vaters und des Sohnes und des Geistes hat er gelehrt, Gottesmutter. Drum preisen wir dich.
Poetisches Kathisma:
Den Vater und den Sohn laßt uns alle verehren und den guten Geist, geehrt durch gleiche Herrlichkeit, die ungeschaffene Dreiheit und übergöttliche Macht, welcher der Körperlosen Heere lobsingen. Sie wollen heute auch wir Erdgeborene gläubig preisen in Scheu.
Theotokion:
Führe uns auf dem Wege der Reue, die stets wir neigen zu den schlechten Wegen der Sünden und zum Zorne reizen den übergütigen Herrn, Jungfräuliche, Maria, gepriesene, der verzweifelten Menschen Zuflucht, Gottes Gezelt.
Vierte Ode:
Leuchte, dreisonnige Urgottheit, mir mit den Strahlen deines göttlichen Glanzes, daß mit den Augen meines Herzens ich schaue die Schönheit deines über sinnlichen, urgöttlichen Lichts und deiner lichtstrahlenden, süßen Gemeinschaft.
Einst hast du befestigt die Himmel, o Herr, und all ihre Macht duch dein allmächtiges Wort und den wesensgleichen Hauch deines Mundes. Mit ihnen bist Herr du des Alls in der Gottheit dreifaltstrahlender, unumschränkt herrschender Macht.
Wie du mich geformt hast nach deinem Bilde und Gleichnis, urgöttliche, allmächtige Dreiheit, unvermischte Einheit, gib mir Klugheit und Licht, zu erfüllen deinen heiligen Willen, der gut ist in Kraft und vollendet.
Theotokion: Du hast den Einen der Dreiheit geboren, Allreine, den urgöttlichen Sohn, der unseretwegen Fleisch nahm aus dir und die Erdgeborenen erleuchtet mit abendlosem Lichte und Glanz der dreisonnigen Gottheit.
Fünfte Ode:
Die Ersten der Engel lässest unmittelbar du erglänzen in deiner Schönheit unzugänglichem Glanz. Durch deine Strahlen, o Dreiheit, unumschränkeste Macht, erleuchte, die dich in rechtem Glauben besingen.
Jetzt besingt die Natur dich, einzige, dreisonnige Urgottheit, in Hymnen, sie, die du aus Güte schufst, und bittet dich, von Fehlern, Gefahren und Übeln und Nöten sie zu befreien.
Dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, der einen Natur und Gottheit, bringen gläubig wir Preis, der geschiedenen, unteilbaren, dem einen Gott der unsichtbaren und sichtbaren Schöpfung.
Theotokion: Alle Prophetensprüche haben vorher, Reine, im Umriß beschrieben dein unsagbares und unfaßbares Gebären. Wir haben erkannt es als der einfachen und dreisonnigen Gottheit geheimnisvollstes Werk.
Sechste Ode:
Der du die gleiche Macht hast, Dreiheit überwesentlich, so bist du Eine in der Gleichheit des Willens, einfach, ungeteilt. So schließe in deiner Macht rings uns ein.
Du hast alle Äonen durch deinen Willen als Gütige aus dem Nichts erschaffen, unbegreifliche Dreiheit. Dann hast du auch den Menschen gebildet. Wohlan denn, auch jetzt entreiße mich jeder Bedrängnis.
Theotokion: Du wardst das Haus der nie untersinkenden Sonne, dessen, der schuf und in Allmacht hinsetzte die Sterne, die großen, reine Jungfrau, Braut Gottes. Wohlan denn, entreiße auch jetzt mich der Leidenschaften Finsternis.
Poetisches Kathisma:
Die heilige Dreiheit und die ungeschiedene Natur, ungeteilt in drei Personen geteilt, und ungeschieden bleibend nach dem Wesen der Gottheit, laßt uns, Erdgeborene, verehren in Furcht und rühmen als Bildner und Herrn, als übergütigen Gott.
Theotokion:
Lenke, Reine, meine arme Seele und erbarme dich ihrer, die ob der Menge der Fehler in den Abgrund der Verlorenheit gleitet, Allreine. Und in der furchtbaren Stunde des Todes entreiße du mich den Dämonen, die Anklage erheben, und jeglicher Strafe.
Siebente Ode:
Wort Gottes, wesensgleicher Abglanz des allgewaltigen Gottes, wie du versprochen, bereite mir ein göttliches Wohnen bei dir als Erbarmer mit deinem Vater und Geist, und furchtbar mache mich den Dämonen und Lüsten.
Um uns zu zeigen, Gebieter, das Meer deiner Erbarmung, sandtest du deinen Sohn in unser Elend, schufst wieder uns neu nach der Schönheit von einst. Wohlan denn, auch jetzt gib mir Einsicht durch den göttlichen Geist.
Theotokion: Der auf der Cherubim Throne dahinfährt und König des Alls ist, der hat in deinem jungfräulichem Schoße, Allreine, gewohnt und vom Verderben menschenfreundlich alle erlöst. Wohlan denn, auch jetzt schließ rings mit deinen Bitten mich ein.
Achte Ode:
Durch deinen göttlichen Wink, Herr aller, Dreipersönlicher und Allgewaltiger, hast ausgespannt wie ein Vlies du die Himmel (Jes 40,22). Dann ließest du schweben auch der Erde Tiefe mit deinem allmächtigen Griff. Drum mache auch stark deine Knechte in der Liebe zu dir und im Glauben an dich, Menschenfreund, damit wir in Liebe dich preisen in alle Äonen.
Erleuchte, urgöttliches Licht, die, welche in Hymnen besingen das in den Personen dreisonnige, doch wieder im Wesen einfache Licht, daß stets sie hinschauen zu deinen lichtgebenden Strahlen. Durch sie werde ich gesättigt mit deiner süßen und leuchtenden und ganz seligen Herrlichkeit, und gläubig erhebe ich dich in die Äonen.
Theotokion: Erhoben hat dein Sohn zu den Himmeln der Menschen Natur, die er, ohne sich zu wandeln, annahm, Gottesmutter, Allreine, im Übermaße der Güte errettend uns vom alten Verderben. Ihm singen zum Danke wir: Es rühme die ganze Schöpfung ihn und erhebe ihn in alle Äonen.
Neunte Ode:
Errette, Erretter der Schöpfungm der wahrnehmbaren, der geistigen, deine Knechte vor der Hinterlist, der Bosheit der Feinde, wesensgleiche, allheilige Dreiheit. Behüte vor Nachstellung stets deine Herde.
Um den unermeßlichen Abgrund deiner wesenhaften Güte zu zeigen, gabst du Verheißungen uns, die deinen Knechten zum Heil sind, dreisonniger, unumschränkt herrschender, allgewaltiger Gott. Würdige uns, sie zu erfüllen.
Theotokion: Neige dich unsern Gebeten, der du in drei urgöttlichen Personen als nur ein wahrer Gott im Glauben erfaßt wirst, und gib Trost deinen Knechten auf der reinen und allgepriesenen Gottesgebärerin Bitten.