Dr. Johannes Kreier wird zu Vr. Makarios

Ostkirchliche Themen.
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taddeo
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Re: Dr. Johannes Kreier wird zu Vr. Makarios

Beitrag von taddeo »

Cassian hat geschrieben:
Freitag 29. November 2019, 21:23
taddeo hat geschrieben:
Freitag 29. November 2019, 21:21
Nichts anderes sagt Lycobates, daß nämlich jeder Gläubige zwingend dem Papst und im Normalfall einem Bischof (oder evtl. anderen rechtmäßigen Ordinarius) untersteht, mit dem er in Glaubens-, Sitten- und Disziplinfragen übereinstimmen muß, um sich katholisch nennen zu dürfen.
nun, stimmt denn Lycobates mit Papst Franziskus in Glaubens-, Sitten- und Disziplinfragen überein? ;D
Das geht dich genauso wenig was an wie mich. :P

Cassian
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Re: Dr. Johannes Kreier wird zu Vr. Makarios

Beitrag von Cassian »

taddeo hat geschrieben:
Freitag 29. November 2019, 21:29
Cassian hat geschrieben:
Freitag 29. November 2019, 21:23
taddeo hat geschrieben:
Freitag 29. November 2019, 21:21
Nichts anderes sagt Lycobates, daß nämlich jeder Gläubige zwingend dem Papst und im Normalfall einem Bischof (oder evtl. anderen rechtmäßigen Ordinarius) untersteht, mit dem er in Glaubens-, Sitten- und Disziplinfragen übereinstimmen muß, um sich katholisch nennen zu dürfen.
nun, stimmt denn Lycobates mit Papst Franziskus in Glaubens-, Sitten- und Disziplinfragen überein? ;D
Das geht dich genauso wenig was an wie mich. :P
Achso, der große apologetische, ekklesiologische und epistemische Angelpunkt ist jetzt also Privatsache? Das nenne ich einen überzeugenden Standpunkt. :klatsch:

Ralf
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Re: Dr. Johannes Kreier wird zu Vr. Makarios

Beitrag von Ralf »

Cassian hat geschrieben:
Freitag 29. November 2019, 21:20
Was erfrechst du dir hier eigentlich immer für Urteile über das Seelenleben von Leuten, die du gar nicht kennst? :D

Du bildest dir vermutlich wirklich ein, ein ganz besonnener und demütiger Typ zu sein, und nutzt dieses Selbstbild als Bemäntelung für deine Ignoranz und dein Bedürfnis, hier Leute zu verurteilen. Eine Art spiritueller Dunning Kruger-Effekt :klatsch:
Q.e.d.
Hier im Kreuzgang-Forum ist es weit verbreitet, Gericht über die Bischöfe als Hirten der Kirche zu halten. Manch einer dünkt sich besonders schlau und autoritativ. Man sollte das nicht allzu ernst nehmen.

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taddeo
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Re: Dr. Johannes Kreier wird zu Vr. Makarios

Beitrag von taddeo »

Cassian hat geschrieben:
Freitag 29. November 2019, 21:32
taddeo hat geschrieben:
Freitag 29. November 2019, 21:29
Cassian hat geschrieben:
Freitag 29. November 2019, 21:23
taddeo hat geschrieben:
Freitag 29. November 2019, 21:21
Nichts anderes sagt Lycobates, daß nämlich jeder Gläubige zwingend dem Papst und im Normalfall einem Bischof (oder evtl. anderen rechtmäßigen Ordinarius) untersteht, mit dem er in Glaubens-, Sitten- und Disziplinfragen übereinstimmen muß, um sich katholisch nennen zu dürfen.
nun, stimmt denn Lycobates mit Papst Franziskus in Glaubens-, Sitten- und Disziplinfragen überein? ;D
Das geht dich genauso wenig was an wie mich. :P
Achso, der große apologetische Angelpunkt ist jetzt also Privatsache? Das nenne ich einen überzeugenden Standpunkt. :klatsch:
Ich kenne Lycobates nicht persönlich (leider), es kann ja gut sein, daß er hier im Forum eine Rolle einnimmt, die mit der realen Person nicht viel zu tun hat. Ich beurteile ihn im Einzelfall nach seinen Äußerungen. Manche davon teile ich nicht, aber gerade das, was er zur katholischen Dogmatik zu zitieren pflegt, hat mir wenig Anlaß zu Beanstandungen gegeben, soweit ich mich erinnere.

Cassian
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Re: Dr. Johannes Kreier wird zu Vr. Makarios

Beitrag von Cassian »

Ralf hat geschrieben:
Freitag 29. November 2019, 21:36
Cassian hat geschrieben:
Freitag 29. November 2019, 21:20
Was erfrechst du dir hier eigentlich immer für Urteile über das Seelenleben von Leuten, die du gar nicht kennst? :D

Du bildest dir vermutlich wirklich ein, ein ganz besonnener und demütiger Typ zu sein, und nutzt dieses Selbstbild als Bemäntelung für deine Ignoranz und dein Bedürfnis, hier Leute zu verurteilen. Eine Art spiritueller Dunning Kruger-Effekt :klatsch:
Q.e.d.
Sorry, aber einen sich selbst als Sedisvakantisten bezeichnenden Menschen auf die logische Konsistenz seiner Position festzunageln hat sicherlich nichts mit dem zu tun, was ich dir hier vorwerfe. :D

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Osthugo
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Re: Dr. Johannes Kreier wird zu Vr. Makarios

Beitrag von Osthugo »

Es tut mir leid. Ich habe diesen „Thread“ angezettelt und wollte damit sicherlich nicht Zank und Hader auslösen. Mir scheint die Wegsuche (und das Finden eines ganz persönlichen Weges) von Dr. Kreier (in dem ich mich selbst auf weiten Strecken wiederfinde) nicht einem spirituellen Egotrip, ekklesialer Besserwisserei oder gar böswilliger Apostasie zu entspringen, sondern der Suche nach dem, was einmal generativer Kern und Seele des katholischen Glaubens war und was wir leider verloren haben. Jenes Moment des Glaubens und der Kirchlichkeit, für das die Märtyrer bereit waren, in den Tod zu gehen, bevor sie es aufgegeben hätten. Heute sind die meisten nicht mal mehr bereit, für die Liturgie (ach, nennen wir es lieber Gottesdienstevent, Liturgie habe ich schon lange keine mehr erlebt) die Wärme des Bettes aufzugeben.
Vielleicht wird alles ein bisschen klarer, wenn wir in eines der letzten Videos von Dr. Kreier hineinhören, in dem es um den grundlegenden Verlust der „Orientierung“ im Sinne der Ostung in der Gebetshaltung gehrt

[youtube] https://youtu.be/a_P67sO0Ku4[/youtube]
"Heiliger Engel, Schützer meiner Seele und meines Leibes, verlaß mich Sünder nicht! Weiche nicht von mir wegen meiner Sünden! Umfasse meine schwache Hand und führe mich den Weg des Heiles!"
(Makarios der Ägypter)

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FranzSales
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Re: Dr. Johannes Kreier wird zu Vr. Makarios

Beitrag von FranzSales »

Du zeigst einige Ansichten, die ich trotz meiner Überzeugung als Katholik nicht verstehe (und bei manchen sehe, die an diesem Pontifikat leiden). Ich gebe Dir Recht, daß - da hat allerdings Papst Franziskus nichts mit zu tun - die gelebte Art und Weise der Stellung des Bischofs von Rom nicht unbedingt so sein muß (ganz ohne Änderung der Doktrin). Ich halte das ständige Starren (von uns allen!) auf den Bischof von Rom nicht für förderlich, fand das auch schon bei B16 und JP2 so.
Auf Christus sollen wir schauen, auf niemanden sonst! (Bestensfalls mit den Augen seiner (und unserer) Mutter.) Und was soll Dir der (jetzige oder nächste oder übernächste) Papst noch sagen, was Du nicht schon weißt? Die Lehre der Kirche ist erfahrungsgesättigt, ist im Katechismus in Grundzügen dargelegt. Die Erfahrung und das Vorbild der Heiligen - da kann jeder frei wählen oder es auch ganz lassen - gibt uns genug Anhaltspunkte. Und das reale Leben selbst bietet genug Gelegenheit der Anwendung.
Du schreibst, Du siehst niemanden, der die reiche Tradition der westlichen Kirche als Schatz heben würde. Warum benötigst Du andere dafür?
Du hast die Hl. Schrift, Du hast direkten Zugang zu Ihm über die Sakramente - was fehlt objektiv? Subjektiv vielleicht ein Gefühl der ekklesialen Geborgenheit?

Einen, Deinen letzten Punkt, sehe ich anders. Das Papsttum war der Anstoß zur Spaltung, ja, aber anders als von Dir dargelegt. Du kannst jeden Geistlichen fragen: Gehorsam ist das schwierigste Versprechen, und dem höheren Klerus, der schon weiß, wie Macht sich anfühlt, fällt das besonders schwer.

Ich habe letzten Sommer in rumänischen Klöstern (im Nordosten in der Moldauregion - himmlisch schön!) eine solch formal korrekte, aber hingerotzte "Göttliche" Liturgie erlebt (meine angeheiratete Familie ist rumänisch und ich verstehe und spreche es ganz gut), daß meine Angehörigen sich fremdschämten.

Wer meint, auf der orthodoxen Seite des Zauns sei das Gras grüner, der irrt. Es werden einfach nur die einen Probleme durch andere ersetzt.
Lieber Ralf,

ich bin beim ersten Punkt völlig bei Dir. Der absolute Bezugspunkt muss Christus selbst sein. Das ständige Starren nach Rom auf den Papst (ob begeistert oder kritisch) ist einem gesunden Glauben m.E. abträglich. Eine gewisse "Papolatrie" kann man in der Tat seit JPII feststellen. Genau das ist der Punkt: Der Papst soll das Glaubensgut unverfälscht weitergeben und nicht die Kirche "voranbringen in ein neues Zeitalter". Ja, er soll mir sagen, was ich möglicherweise schon weiß oder ggfs. auch nicht wahrhaben will. Sein Job ist es, die Einheit und Reinheit des Glaubens zu sichern und seinen "Schäfchen" auf dem Weg zur Heiligkeit und Vereinigung mit Christus zu helfen. Der Papst ist kein Politiker. Er ist kein CEO einer religiösen Organisation. Aber genau so verhält sich Rom und auch die Kirche hier in Deutschland.

Wenn ich davon sprach, dass die Schätze der westlichen Tradition gehoben werden sollten, dann meinte ich damit nicht ein "pick and choose" des einzelnen Gläubigen. Im Grunde backe ich mir doch dann meine eigene Religion. Genauso verhalten wir -verhalte ich- mich aber zur Zeit. Die Tradition von der ich sprach, sollte aber Auswirkungen auf die Liturgie, die Lehre, die Predigt und die gesamte Spiritualität der Kirche haben. Da kann ich aber gar nichts sehen. Wie sollten denn die Kinder dauerhaft geistlich wachsen, wenn "Mutter Kirche" sie nicht nährt? Wie lange kann ich einen gesunden Glauben leben, wenn ich im Grunde gegen den aktuellen Kurs der Kirche glauben muss, um überhaupt den Glauben zu halten? Was ist das für eine Kirche? Sicherlich gibt es die eine oder andere Insel, wo noch ein volles katholisches Leben möglich ist. Bei der ganz überwiegenden Zahl der Gemeinden, Bischöfe, Pfarrer und auch Gemeindemitglieder ist das anders. Die wollen diese Kirche mit ihren alten Dogmen und Lehrsätzen und Glaubensvollzügen nicht mehr. Sie wollen so sein wie alle. Das ist genauso wie bei den alten Israeliten, die immer wieder aus diesen Gründen sich vom HErrn abgewandt haben und Götzendienst betrieben haben. Das alles entfaltet sich von neuem (siehe ganz deutlich die Amazonassynode) vor unseren Augen und wird von den obersten Hierarchen nicht nur geduldet, sondern auch noch gefördert!

Im Hinblick auf die Spaltung habe ich mittlerweile tatsächlich eine andere Auffassung als Du. Es geht nicht um Gehorsam, sondern um Reaktionen auf eine Ursupation von geistlicher Macht, die nicht dem Evangelium und auch nicht der alten ungeteilten Kirche entsprechen. Hier hat es eine ganz eindeutige Verschiebung geben. Das Thema ist zu komplex, um es hier zu behandeln (wäre vielleicht ein neuer Thread). Nur zwei Statements:

“Whoever calls himself universal bishop, or desires this title, is, by his pride, the precursor to the Antichrist.” Pope St Gregory the Great (540-604 AD)

Hier ging es darum, dass sich der Bischof von Konstantinopel diesen Titel angemaßt hat (bzw. Papst Gregor hat das so verstanden). Papst Gregor führt dazu weiter aus:

“Therefore, dearly beloved brother, have humility with all your heart. It is that which inspires peace among the brethren…What will you say to Christ, Who is the Head of the universal Church – what will you say to Him at the last judgment – you, who by your title of universal, would bring all His members into subjection to yourself? Whom I pray you tell me, whom do you imitate by this perverse title if not Lucifer who, despising the legions of angels, his companions, endeavored to mount to the highest?…But if anyone usurp in the Church a title which embraces all the faithful, the universal Church – O blasphemy! – will then fall with him, since he makes himself to be called the universal. May all Christians reject this blasphemous title – this title which takes the sacerdotal honor from every priest the moment it is insanely usurped by one.”

Und man vergleiche dazu Aussagen eines Papstes aus dem 11. Jhd.:

“The Roman pontiff alone can with right be called universal.” Pope Gregory VII (1015/1028 – 1085 AD)

Gerade im 11./12. Jhd. hat es im Westen schwere Verschiebungen in der Ekklesiologie gegeben.

Und genau diese Anmaßung, dass ein Mann alleine versucht die Richtung der Kirche zu ändern, merken alle aufmerksamen Christen (gerade auch die Traditionalisten). Sie sind aber letztlich gefangen in ihrer Ohnmacht des Gehorsams zum Papst, egal, was dieser tut. Das ist m.E. ein Systemfehler des römischen Katholizismus. Aus der Nummer kommt man ohne ein Schisma nicht mehr raus, es sei denn Gott tut ein Wunder.

Natürlich ist das Gras bei den Orthodoxen nicht grüner. Ich hatte ja schon gesagt, dass diese ihre eigenen Problem haben. Es ist auch keine Lösung jetzt wild in orthodoxen Gemeinden zu konvertieren, die dafür kein Verständnis haben und wo man letztlich ein ethnischer Fremdkörper ist und bleibt. Vater Bunge hat mir in diesem Zusammenhang gesagt, dass uns vermutlich nichts anderes übrig bleibt, als zu "überwintern". Möge Gott uns allen gnädig sein.

Ich habe jetzt etwas viel geschrieben, weil ich in der adventlichen Fastenzeit ein Medienfasten ausprobieren will und daher erstmal nichts kommen wird.

Ich würde mir für diesen Thread wünschen, dass er frei von Polemik bleibt und die Argumente offen und mit geschwisterlichem Respekt ausgetauscht werden können. Das gilt für die Hitzköpfe in beide Richtungen. Mit Schaum vor dem Mund hat man noch nie ein Herz bekehrt.

Pax et Bonum
Franz
"Herr Jesus Christus, wir beten Dich an und benedeien Dich. In Deinem Heiligen Kreuz hast Du die Welt erlöst."

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FranzSales
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Re: Dr. Johannes Kreier wird zu Vr. Makarios

Beitrag von FranzSales »

Mir scheint die Wegsuche (und das Finden eines ganz persönlichen Weges) von Dr. Kreier (in dem ich mich selbst auf weiten Strecken wiederfinde) nicht einem spirituellen Egotrip, ekklesialer Besserwisserei oder gar böswilliger Apostasie zu entspringen, sondern der Suche nach dem, was einmal generativer Kern und Seele des katholischen Glaubens war und was wir leider verloren haben.
Das sehe und empfinde ich genauso wie Du.
"Herr Jesus Christus, wir beten Dich an und benedeien Dich. In Deinem Heiligen Kreuz hast Du die Welt erlöst."

Germanus
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Re: Dr. Johannes Kreier wird zu Vr. Makarios

Beitrag von Germanus »

Ohne mir anmaßen zu wollen, für andere sprechen zu können: Die Aufnahme von Dr. Kreier und anderen in die orthodoxe Kirche sind womöglich keine egoistische Suche nach grünerem Gras und herzerhebenderer Liturgie und schöneren kirchenmusikalischen Formen. Es geht bei manchen Menschen nicht um die äußeren Ausdrucksformen, sondern um den Glaubensschatz an sich, den sie (wieder) erreichen müssen, um aufrecht vor Gott stehen zu können (was ein schönes Bild ist). Jeder vernünftig Denkende weiß, dass die orthodoxe Kirche die gleichen und sogar dieselben Probleme hat, wie sie in der röm.-kath. Kirche allenthalben sichtbar sind. Der Eintritt in die orthodoxe Kirche von manchen Menschen - vielleicht auch Dr. Kreiers und P. Bunges - ist daher eher die notwendig gewordene Wahl zwischen zwei Theologien: die römische hat durchaus schon seit vielen JAhrhunderten ein anderes theol. Hierarchiegefüge übernommen (was weiter oben schon anklang) und erweist sich dadurch, ich bitte die Wortwahl zu entschuldigen, als nicht mehr fähig, dem Glaubensleben und dem Glauben an sich zu genügen. (Man könnte sogar sagen: Diese Theologie widerspricht oft dem Glauben jener Menschen, die in die orth. Kirche eintreten.) Man ist in den traditionell röm.-kath. Landen auch schon zu lange daran gewöhnt, dass man etwas übergestülpt bekommen hat - den Ausdruck eines Glaubens, der forciert "römisch" gemacht wurde vor langer Zeit. Die orth. Kirche als "ethnisch geprägt" zu klassifizieren, ist daher ganz richtig, aber sie ist es nicht mehr und nicht weniger, als es auch die röm.-kath. Kirche ist. Im Westen ist die orth. Kirche einfach noch zu jung installiert, als dass es anders erscheinen könnte.
Gruß G.
"Her, denke an mui, wenn diu met duinem Ruike kümmes." (Lk 23,42)

Ralf
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Re: Dr. Johannes Kreier wird zu Vr. Makarios

Beitrag von Ralf »

FranzSales hat geschrieben:
Samstag 30. November 2019, 09:49
Lieber Ralf,

ich bin beim ersten Punkt völlig bei Dir. Der absolute Bezugspunkt muss Christus selbst sein. Das ständige Starren nach Rom auf den Papst (ob begeistert oder kritisch) ist einem gesunden Glauben m.E. abträglich. Eine gewisse "Papolatrie" kann man in der Tat seit JPII feststellen. Genau das ist der Punkt: Der Papst soll das Glaubensgut unverfälscht weitergeben und nicht die Kirche "voranbringen in ein neues Zeitalter". Ja, er soll mir sagen, was ich möglicherweise schon weiß oder ggfs. auch nicht wahrhaben will. Sein Job ist es, die Einheit und Reinheit des Glaubens zu sichern und seinen "Schäfchen" auf dem Weg zur Heiligkeit und Vereinigung mit Christus zu helfen. Der Papst ist kein Politiker. Er ist kein CEO einer religiösen Organisation. Aber genau so verhält sich Rom und auch die Kirche hier in Deutschland.

Wenn ich davon sprach, dass die Schätze der westlichen Tradition gehoben werden sollten, dann meinte ich damit nicht ein "pick and choose" des einzelnen Gläubigen. Im Grunde backe ich mir doch dann meine eigene Religion. Genauso verhalten wir -verhalte ich- mich aber zur Zeit. Die Tradition von der ich sprach, sollte aber Auswirkungen auf die Liturgie, die Lehre, die Predigt und die gesamte Spiritualität der Kirche haben. Da kann ich aber gar nichts sehen. Wie sollten denn die Kinder dauerhaft geistlich wachsen, wenn "Mutter Kirche" sie nicht nährt? Wie lange kann ich einen gesunden Glauben leben, wenn ich im Grunde gegen den aktuellen Kurs der Kirche glauben muss, um überhaupt den Glauben zu halten? Was ist das für eine Kirche? Sicherlich gibt es die eine oder andere Insel, wo noch ein volles katholisches Leben möglich ist. Bei der ganz überwiegenden Zahl der Gemeinden, Bischöfe, Pfarrer und auch Gemeindemitglieder ist das anders. Die wollen diese Kirche mit ihren alten Dogmen und Lehrsätzen und Glaubensvollzügen nicht mehr. Sie wollen so sein wie alle. Das ist genauso wie bei den alten Israeliten, die immer wieder aus diesen Gründen sich vom HErrn abgewandt haben und Götzendienst betrieben haben. Das alles entfaltet sich von neuem (siehe ganz deutlich die Amazonassynode) vor unseren Augen und wird von den obersten Hierarchen nicht nur geduldet, sondern auch noch gefördert!

Im Hinblick auf die Spaltung habe ich mittlerweile tatsächlich eine andere Auffassung als Du. Es geht nicht um Gehorsam, sondern um Reaktionen auf eine Ursupation von geistlicher Macht, die nicht dem Evangelium und auch nicht der alten ungeteilten Kirche entsprechen. Hier hat es eine ganz eindeutige Verschiebung geben. Das Thema ist zu komplex, um es hier zu behandeln (wäre vielleicht ein neuer Thread). Nur zwei Statements:

“Whoever calls himself universal bishop, or desires this title, is, by his pride, the precursor to the Antichrist.” Pope St Gregory the Great (540-604 AD)

Hier ging es darum, dass sich der Bischof von Konstantinopel diesen Titel angemaßt hat (bzw. Papst Gregor hat das so verstanden). Papst Gregor führt dazu weiter aus:

“Therefore, dearly beloved brother, have humility with all your heart. It is that which inspires peace among the brethren…What will you say to Christ, Who is the Head of the universal Church – what will you say to Him at the last judgment – you, who by your title of universal, would bring all His members into subjection to yourself? Whom I pray you tell me, whom do you imitate by this perverse title if not Lucifer who, despising the legions of angels, his companions, endeavored to mount to the highest?…But if anyone usurp in the Church a title which embraces all the faithful, the universal Church – O blasphemy! – will then fall with him, since he makes himself to be called the universal. May all Christians reject this blasphemous title – this title which takes the sacerdotal honor from every priest the moment it is insanely usurped by one.”

Und man vergleiche dazu Aussagen eines Papstes aus dem 11. Jhd.:

“The Roman pontiff alone can with right be called universal.” Pope Gregory VII (1015/1028 – 1085 AD)

Gerade im 11./12. Jhd. hat es im Westen schwere Verschiebungen in der Ekklesiologie gegeben.

Und genau diese Anmaßung, dass ein Mann alleine versucht die Richtung der Kirche zu ändern, merken alle aufmerksamen Christen (gerade auch die Traditionalisten). Sie sind aber letztlich gefangen in ihrer Ohnmacht des Gehorsams zum Papst, egal, was dieser tut. Das ist m.E. ein Systemfehler des römischen Katholizismus. Aus der Nummer kommt man ohne ein Schisma nicht mehr raus, es sei denn Gott tut ein Wunder.

Natürlich ist das Gras bei den Orthodoxen nicht grüner. Ich hatte ja schon gesagt, dass diese ihre eigenen Problem haben. Es ist auch keine Lösung jetzt wild in orthodoxen Gemeinden zu konvertieren, die dafür kein Verständnis haben und wo man letztlich ein ethnischer Fremdkörper ist und bleibt. Vater Bunge hat mir in diesem Zusammenhang gesagt, dass uns vermutlich nichts anderes übrig bleibt, als zu "überwintern". Möge Gott uns allen gnädig sein.

Ich habe jetzt etwas viel geschrieben, weil ich in der adventlichen Fastenzeit ein Medienfasten ausprobieren will und daher erstmal nichts kommen wird.

Ich würde mir für diesen Thread wünschen, dass er frei von Polemik bleibt und die Argumente offen und mit geschwisterlichem Respekt ausgetauscht werden können. Das gilt für die Hitzköpfe in beide Richtungen. Mit Schaum vor dem Mund hat man noch nie ein Herz bekehrt.

Pax et Bonum
Franz
Lieber Franz,

da Du mir nicht mehr antworten kannst/willst, nur ein paar kurze Bemerkungen dazu: das Haupteinfallstor für eine Schwächung des Glaubens im Klerus ist meines Erachtens nach nahezu vollkommen absente Askese. Im Westen ist sie quasi unbekannt (nicht zuletzt in vielen Klöstern!). Besonders mal wieder hierzulande: das schon abgeschwächte PAENITEMINI von Papst Paul VI. hat die DBK komplett verwässert. Es wird NICHTS mehr verlangt, was auch nur ansatzweise Ausdauer bedarf.
Daher: es liegt ganz viel im Argen, doch das Arge ist nicht die Doktrin (dann hätten, die jetzt aufschreien, es konsequenterweise auch schon vor 20 Jahren tun müssen), sondern die spirituelle Praxis, die sich auch körperlich äußert. Befeuert auch von der angeblich wissenschaftlichen Theologie hat sich bei uns eine Reverse Gnosis breitgemacht: alles was der Körper macht ist gut, weil es faktisch egal ist.

Was die Weiterentwicklung der Doktrin angeht, hier zum Primat, so bitte ich bspw. die Aussage zur Immakulata zu bedenken (die P. Kreier und P. Bunge ja jetzt ablehnen müßten eigentlich). Sowohl Thomas von Aquin als auch Bonaventura lehnten diese ab, womöglich auch Päpste dieser Zeit. Das besagt aber nicht, daß diese Lehre eine Neuerung ist, sondern daß die Kirche nicht zu allen Zeiten alles erkannt hat. Wozu sonst die Weiterentwicklung des Credo, das 452 mehr umfaßte als 325? Ein Einfrieren der Entwicklung ist in meinen Augen ein Einzäunen des Hl. Geistes.

"Überwintern" ist ein gutes Stichwort. Wir überwintern nicht nur in der Kirche, sondern vor allem auch mit unserer Sündhaftigkeit. Und der der anderen.

Ich wünsche Dir eine gesegnete Adventszeit, sei es als Fastenzeit oder ohne Fasten. Pax et bonum,
Ralf
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Ralf
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Re: Dr. Johannes Kreier wird zu Vr. Makarios

Beitrag von Ralf »

Germanus hat geschrieben:
Samstag 30. November 2019, 10:31
Ohne mir anmaßen zu wollen, für andere sprechen zu können: Die Aufnahme von Dr. Kreier und anderen in die orthodoxe Kirche sind womöglich keine egoistische Suche nach grünerem Gras und herzerhebenderer Liturgie und schöneren kirchenmusikalischen Formen. Es geht bei manchen Menschen nicht um die äußeren Ausdrucksformen, sondern um den Glaubensschatz an sich, den sie (wieder) erreichen müssen, um aufrecht vor Gott stehen zu können (was ein schönes Bild ist). Jeder vernünftig Denkende weiß, dass die orthodoxe Kirche die gleichen und sogar dieselben Probleme hat, wie sie in der röm.-kath. Kirche allenthalben sichtbar sind. Der Eintritt in die orthodoxe Kirche von manchen Menschen - vielleicht auch Dr. Kreiers und P. Bunges - ist daher eher die notwendig gewordene Wahl zwischen zwei Theologien: die römische hat durchaus schon seit vielen JAhrhunderten ein anderes theol. Hierarchiegefüge übernommen (was weiter oben schon anklang) und erweist sich dadurch, ich bitte die Wortwahl zu entschuldigen, als nicht mehr fähig, dem Glaubensleben und dem Glauben an sich zu genügen. (Man könnte sogar sagen: Diese Theologie widerspricht oft dem Glauben jener Menschen, die in die orth. Kirche eintreten.) Man ist in den traditionell röm.-kath. Landen auch schon zu lange daran gewöhnt, dass man etwas übergestülpt bekommen hat - den Ausdruck eines Glaubens, der forciert "römisch" gemacht wurde vor langer Zeit. Die orth. Kirche als "ethnisch geprägt" zu klassifizieren, ist daher ganz richtig, aber sie ist es nicht mehr und nicht weniger, als es auch die röm.-kath. Kirche ist. Im Westen ist die orth. Kirche einfach noch zu jung installiert, als dass es anders erscheinen könnte.
Gruß G.
Lieber Germanus, ich maße mir kein Urteil über die Abwanderungsmotive von P. Kreier oder gar P. Bunge an. ich muß aber Deinem Pauschalurteil widersprechen, daß die Katholische Kirche sich "als nicht mehr fähig [erweise], dem Glaubensleben und dem Glauben an sich zu genügen".
Wir dürfen nicht den Fehler machen, die Katholische Kirche weltweit mit dem dt. Phänotyp deckungsgleich zu setzen. Hierzulande habe ich wenig Hoffnung, daß das sich in den nächsten Jahrzehnten erholt.
Und was Dein "Überstülpen" angeht, so kann ich Dir aus rumänischen Erfahrungen berichten, daß dort das auf orthodoxer Seite nicht minder beobachtet wird. Generell hat da der hohe Klerus nicht den besten Ruf, zumal bei gläubigen Gebildeten. Ich habe bspw. während einer Predigt in der orth. Kathedrale (=Metropolie) von Sibiu/Hermannstadt schon das erlebt, was man im sich modern dünkenden Theater hierzulande eine Publikumsbeschimpfung nennt. Das war echt krass.
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Lycobates
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Re: Dr. Johannes Kreier wird zu Vr. Makarios

Beitrag von Lycobates »

Als Banause fragt man sich, wo denn der große Gregor im 6. Jh. so fließend Englisch gelernt hat ...
;D

(Bei einer theologischen Diskussion der zweiten oder dritten Hand muß ich passen)
:achselzuck:
Der Mittelweg ist der einzige Weg, der nicht nach Rom führt (Arnold Schönberg)
*
Fac me Tibi semper magis credere, in Te spem habere, Te diligere
*
... una cum omnibus orthodoxis, atque catholicae et apostolicae fidei cultoribus

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Niels
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Re: Dr. Johannes Kreier wird zu Vr. Makarios

Beitrag von Niels »

Lycobates hat geschrieben:
Samstag 30. November 2019, 23:58
Als Banause fragt man sich, wo denn der große Gregor im 6. Jh. so fließend Englisch gelernt hat ...
;D
:kugel: (Er hat doch die Missionare zum Albion geschickt. ;D )
Nolite timere pusillus grex, quia complacuit Patri vestro dare vobis regnum.

Trisagion
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Re: Dr. Johannes Kreier wird zu Vr. Makarios

Beitrag von Trisagion »

Osthugo hat geschrieben:
Freitag 15. November 2019, 17:10
Viele von Euch werden den ehem. Hochschulseelsorger der kath. Hochschulgemeinde Edith Stein in Saarbrücken, Dr, Johannes Kreier, kennen. ... Nunmehr habe ich mit Freude vernommen, dass Dr. Johannes Kreier im April dieses Jahres in den Priesterstand des Westeuropäischen Exarchats des Moskauer Patriarchats (Diözese von Cherson) aufgenommen wurde.
Ich wollte mich kurz bedanken dafür, daß Sie (oder ist hier Duzen üblich?) diese Neuigkeiten hier bekannt gemacht haben. Ich bin schon seit vielen Jahren Fan der Video-Predigten des Dr. Kreier, und habe mich schon sehr gewundert was nun aus Ihm geworden ist.

Aus meiner derzeit (mehr oder weniger...) katholischen Perspektive ist es äußerst schade einen solch guten Priester an die russische Orthodoxie zu verlieren. :glubsch: Und für mich persönlich durchaus ein Grund auch mal wieder ernsthafter in diese Richtung zu schauen. Es wäre äußerst interessant von Dr. Kreier selber etwas zu seinem Wechsel zu hören, nicht nur allgemein zu seinem Weg als Katholik zu den Orthodoxen, sondern auch speziell warum es nun gerade die russische Version geworden ist...

Ich würde mich also sehr freuen, wenn irgendwelche neuen Veröffentlichungen von (oder auch über...) Dr. Kreier hier auch wieder verlinkt werden.

Alles Gute,
Tris

Ralf
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Re: Dr. Johannes Kreier wird zu Vr. Makarios

Beitrag von Ralf »

Wie ich gehört habe, hat die Kommunität, die Dr. Kreier (u.a.?) zusammen mit einem ehemaligen Zisterzienser aus Mehrerau geführt hat, sich mittlerweile wieder aufgelöst.
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holzi
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Re: Dr. Johannes Kreier wird zu Vr. Makarios

Beitrag von holzi »

Trisagion hat geschrieben:
Donnerstag 26. Dezember 2019, 20:15
[...](oder ist hier Duzen üblich?)[...]
Ja, das ist es. Und herzlich willkommen, lieber Trisagion!
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Raphaela
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Re: Dr. Johannes Kreier wird zu Vr. Makarios

Beitrag von Raphaela »

FranzSales hat geschrieben:
Samstag 30. November 2019, 09:56
Mir scheint die Wegsuche (und das Finden eines ganz persönlichen Weges) von Dr. Kreier (in dem ich mich selbst auf weiten Strecken wiederfinde) nicht einem spirituellen Egotrip, ekklesialer Besserwisserei oder gar böswilliger Apostasie zu entspringen, sondern der Suche nach dem, was einmal generativer Kern und Seele des katholischen Glaubens war und was wir leider verloren haben.
Das sehe und empfinde ich genauso wie Du.
Mir auch und ich freue mich für ihn.
Ich bin gerne katholisch, mit Leib und Seele!

RömerDesNordens
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Re: Dr. Johannes Kreier wird zu Vr. Makarios

Beitrag von RömerDesNordens »

Ich kannte auch einen NOM-ler, der die Byzantinische Liturgie zelebrierte (um schliesslich mit einer Geliebten durchzubrennen). Zudem mehrere KonzilsKatholiken, welche Ikonen sammeln.
Generell scheint denen alles willkommen zu sein, sofern es nur nicht wirklich katholisch ist.
Vom hw. P.Kreier kenne ich einige VorTräge auf YouTube. Abgesehen von einem zeitweise ziemlich unerträglichen Gestammle & Gephrase war Er dort doch deutlich distanziert gegenüber uns suprakonziliaren Katholiken (und somit auch gegenüber den besseren Byzantinern ["Orthodoxen"]).
Bei aller BeWunderung für diese - ich besuche selbst auch deren Ritus - ist bei ihnen vieles viel mehr in der Schwebe (Rom:Byzanz=Weihwasser:Weihrauch), was den AufWeichern freilich allzusehr zugegenkommt. Auch ist die WeltFlucht, zu denen die OstKirchler neigen, im heutigen Gnostizismus die noch grössere Gefahr als der - sicherlich auch gnostische - Immanentismus von [...].
Zuletzt geändert von HeGe am Donnerstag 20. Februar 2020, 11:15, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Despektierlichen Begriff entfernt.

Herr v. Liliencron
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Re: Dr. Johannes Kreier wird zu Vr. Makarios

Beitrag von Herr v. Liliencron »

RömerDesNordens hat geschrieben:
Montag 17. Februar 2020, 00:07
Ich kannte auch einen NOM-ler, der die Byzantinische Liturgie zelebrierte (um schliesslich mit einer Geliebten durchzubrennen). Zudem mehrere KonzilsKatholiken, welche Ikonen sammeln.
Generell scheint denen alles willkommen zu sein, sofern es nur nicht wirklich katholisch ist.
Vom hw. P.Kreier kenne ich einige VorTräge auf YouTube. Abgesehen von einem zeitweise ziemlich unerträglichen Gestammle & Gephrase war Er dort doch deutlich distanziert gegenüber uns suprakonziliaren Katholiken (und somit auch gegenüber den besseren Byzantinern ["Orthodoxen"]).
Bei aller BeWunderung für diese - ich besuche selbst auch deren Ritus - ist bei ihnen vieles viel mehr in der Schwebe (Rom:Byzanz=Weihwasser:Weihrauch), was den AufWeichern freilich allzusehr zugegenkommt. Auch ist die WeltFlucht, zu denen die OstKirchler neigen, im heutigen Gnostizismus die noch grössere Gefahr als der - sicherlich auch gnostische - Immanentismus von [...].
Lateiner neigen in scholastischer Tradition, erst recht in deren Spät- und Nachform der Neuscholastik dafür dazu, zu viel und auch Unnötiges aus der Schwebe zu nehmen. Das führt dann dazu, festzulegen, was gerade noch so reichen soll, dass etwas gerade noch gültig ist. Diese Mentalität hat den NOM erst möglich gemacht.

Trisagion
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Re: Dr. Johannes Kreier wird zu Vr. Makarios

Beitrag von Trisagion »

RömerDesNordens hat geschrieben:
Montag 17. Februar 2020, 00:07
Zudem mehrere KonzilsKatholiken, welche Ikonen sammeln. Generell scheint denen alles willkommen zu sein, sofern es nur nicht wirklich katholisch ist.
Ikonen als nicht-katholisch und den Ikonoklasmus als gut katholisch zu definieren ist ja nun wahrlich eine Ironie der Geschichte. Im Bilderstreit stand Rom (u.a. Gregor III) auf Seite der Ikonenverehrer gegen den byzantischen Kaiser, und die Legitimität der Ikonenverehrung wurde im Zweites Konzil von Nicäa folgerichtig - bindend für Katholiken - niedergeschrieben. Und bis ins Mittelalter wurden im Westen dann auch Ikonen produziert und verehrt. Die Ablehnung durch die Franken unter Karl des Großen wurde prompt wieder vom Papst zurückgewiesen, und letztlich hat das Verschwindern der Ikonen im Westen mehr mit der "Kulturrevolution" der Renaissance und der Änderung des westlichen Kunstgeschmacks zu tun als mit irgendwas sonst. Ach so, ja, außer eben daß dann später immer wieder Protestanten Bilderstürme inszenierten gegen den Katholizismus.
RömerDesNordens hat geschrieben:
Montag 17. Februar 2020, 00:07
Vom hw. P.Kreier kenne ich einige VorTräge auf YouTube. Abgesehen von einem zeitweise ziemlich unerträglichen Gestammle & Gephrase war Er dort doch deutlich distanziert gegenüber uns suprakonziliaren Katholiken (und somit auch gegenüber den besseren Byzantinern ["Orthodoxen"]).
Ich denke mal, Dir ist da das "wer nicht für uns ist, ist gegen uns" etwas auf die Ohren geschlagen? Ich jedenfalls halt die Predigten des Dr Kreier zum allergrößten Teil für exemplarisch, treu der Schrift, mit großer Tiefe, immer interessant und sehr gut vorgetragen. In den Hunderten von Predigten die man auf YouTube (und früher auf gloria.tv) finden kann (konnte), gibt es sicher auch mal Schwächeres. Aber selbst das ist immer noch besser als der typische Ranz den ich so wöchentlich in der Kirche zu hören kriege...

Ralf
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Re: Dr. Johannes Kreier wird zu Vr. Makarios

Beitrag von Ralf »

Trisagion hat geschrieben:
Montag 17. Februar 2020, 10:20
RömerDesNordens hat geschrieben:
Montag 17. Februar 2020, 00:07
Zudem mehrere KonzilsKatholiken, welche Ikonen sammeln. Generell scheint denen alles willkommen zu sein, sofern es nur nicht wirklich katholisch ist.
Ikonen als nicht-katholisch und den Ikonoklasmus als gut katholisch zu definieren ist ja nun wahrlich eine Ironie der Geschichte. Im Bilderstreit stand Rom (u.a. Gregor III) auf Seite der Ikonenverehrer gegen den byzantischen Kaiser, und die Legitimität der Ikonenverehrung wurde im Zweites Konzil von Nicäa folgerichtig - bindend für Katholiken - niedergeschrieben. Und bis ins Mittelalter wurden im Westen dann auch Ikonen produziert und verehrt. Die Ablehnung durch die Franken unter Karl des Großen wurde prompt wieder vom Papst zurückgewiesen, und letztlich hat das Verschwindern der Ikonen im Westen mehr mit der "Kulturrevolution" der Renaissance und der Änderung des westlichen Kunstgeschmacks zu tun als mit irgendwas sonst. Ach so, ja, außer eben daß dann später immer wieder Protestanten Bilderstürme inszenierten gegen den Katholizismus.
RömerDesNordens hat geschrieben:
Montag 17. Februar 2020, 00:07
Vom hw. P.Kreier kenne ich einige VorTräge auf YouTube. Abgesehen von einem zeitweise ziemlich unerträglichen Gestammle & Gephrase war Er dort doch deutlich distanziert gegenüber uns suprakonziliaren Katholiken (und somit auch gegenüber den besseren Byzantinern ["Orthodoxen"]).
Ich denke mal, Dir ist da das "wer nicht für uns ist, ist gegen uns" etwas auf die Ohren geschlagen? Ich jedenfalls halt die Predigten des Dr Kreier zum allergrößten Teil für exemplarisch, treu der Schrift, mit großer Tiefe, immer interessant und sehr gut vorgetragen. In den Hunderten von Predigten die man auf YouTube (und früher auf gloria.tv) finden kann (konnte), gibt es sicher auch mal Schwächeres. Aber selbst das ist immer noch besser als der typische Ranz den ich so wöchentlich in der Kirche zu hören kriege...
:daumen-rauf:
Hier im Kreuzgang-Forum ist es weit verbreitet, Gericht über die Bischöfe als Hirten der Kirche zu halten. Manch einer dünkt sich besonders schlau und autoritativ. Man sollte das nicht allzu ernst nehmen.

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Re: Dr. Johannes Kreier wird zu Vr. Makarios

Beitrag von Ralf »

Ikonenverehrung ist zutiefst katholisch. Zahlreiche Mönche und einfache Gläubige des Ostens suchten damals in Rom Schutz vor den Ikonoklasten. Da hat wieder jemand eine sehr selektive Wahrnehmung von der Geschichte der Kirche Jesu Christi.
Hier im Kreuzgang-Forum ist es weit verbreitet, Gericht über die Bischöfe als Hirten der Kirche zu halten. Manch einer dünkt sich besonders schlau und autoritativ. Man sollte das nicht allzu ernst nehmen.

Cassian
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Re: Dr. Johannes Kreier wird zu Vr. Makarios

Beitrag von Cassian »

Ralf hat geschrieben:
Montag 17. Februar 2020, 10:58
Ikonenverehrung ist zutiefst katholisch. Zahlreiche Mönche und einfache Gläubige des Ostens suchten damals in Rom Schutz vor den Ikonoklasten. Da hat wieder jemand eine sehr selektive Wahrnehmung von der Geschichte der Kirche Jesu Christi.
Ist das auch der Grund, weswegen im Westen die Beschlüsse des Siebten Ökumenischen Konzils aufgrund von Karl "dem Großen" und seinem Hofhäretiker Theodulf von Orleans nicht umgesetzt wurden? ;D

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Sempre
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Re: Dr. Johannes Kreier wird zu Vr. Makarios

Beitrag von Sempre »

Trisagion hat geschrieben:
Montag 17. Februar 2020, 10:20
RömerDesNordens hat geschrieben:
Montag 17. Februar 2020, 00:07
Zudem mehrere KonzilsKatholiken, welche Ikonen sammeln. Generell scheint denen alles willkommen zu sein, sofern es nur nicht wirklich katholisch ist.
Ikonen als nicht-katholisch und den Ikonoklasmus als gut katholisch zu definieren ist ja nun wahrlich eine Ironie der Geschichte.
RömerDesNordens verteidigt doch die Bilder!? Ohne den unkatholischen Bilderstreit hätten die Griechen ja nicht bloß diese zweidimensionalen Ikonen, sondern u.a. auch ein Kruzifix. Diese stilisierten flach-Bilder sind eine Art Kompromiss zwischen Verehrung und Ablehnung von Bildern. Chesterton läßt sich darüber in seiner unnachahmlichen Art in seinem Buch über St. Thomas von Aquin und St. Franz von Assisi aus.

RömerDesNordens hat geschrieben:
Montag 17. Februar 2020, 00:07
Vom hw. P.Kreier kenne ich einige VorTräge auf YouTube.
Mich hat es auch nicht gewundert, daß Kreier ganz offen zeigt, was er tatsächlich von der Kirche Gottes und ihrer Lehre hält.
Niemals sei gesagt es werde je zugelassen, daß ein zum Leben prädestinierter Mensch sein Leben ohne das Sakrament des Mittlers beendet. (St. Augustin, Gegen Julian, V-4)

Trisagion
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Re: Dr. Johannes Kreier wird zu Vr. Makarios

Beitrag von Trisagion »

Sempre hat geschrieben:
Montag 17. Februar 2020, 12:22
Ohne den unkatholischen Bilderstreit hätten die Griechen ja nicht bloß diese zweidimensionalen Ikonen, sondern u.a. auch ein Kruzifix. Diese stilisierten flach-Bilder sind eine Art Kompromiss zwischen Verehrung und Ablehnung von Bildern.
Ich bitte dann mal einfach um ein paar Beispiele für "nicht-flache" Bilder (nicht Statuen!) von Menschen vor frühstens dem italienischen Duecento. Wenn das ein fauler "griechischer" Kompromiß war, dann gibt es doch sicher eine Vielzahl älterer aber naturalistischer Portraits aus dem Abendland? Gerne auch aus der Zeit vor dem Bilderstreit, dann vielleicht sogar aus "griechischem" Gebiet... :achselzuck:

(Hinzugefügt: Sempre, das von Die hier im Forum benutzte stilisierte Flach-Bild, dient Dir das dann auch als Ausdruck eines Kompromisses zwischen der Verehrung und Ablehnung von Bildern? ;) )

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Sempre
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Re: Dr. Johannes Kreier wird zu Vr. Makarios

Beitrag von Sempre »

Trisagion hat geschrieben:
Montag 17. Februar 2020, 12:50
Sempre hat geschrieben:
Montag 17. Februar 2020, 12:22
Ohne den unkatholischen Bilderstreit hätten die Griechen ja nicht bloß diese zweidimensionalen Ikonen, sondern u.a. auch ein Kruzifix. Diese stilisierten flach-Bilder sind eine Art Kompromiss zwischen Verehrung und Ablehnung von Bildern.
Ich bitte dann mal einfach um ein paar Beispiele für "nicht-flache" Bilder (nicht Statuen!) von Menschen vor frühstens dem italienischen Duecento. Wenn das ein fauler "griechischer" Kompromiß war, dann gibt es doch sicher eine Vielzahl älterer aber naturalistischer Portraits aus dem Abendland? Gerne auch aus der Zeit vor dem Bilderstreit, dann vielleicht sogar aus "griechischem" Gebiet... :achselzuck:

(Hinzugefügt: Sempre, das von Die hier im Forum benutzte stilisierte Flach-Bild, dient Dir das dann auch als Ausdruck eines Kompromisses zwischen der Verehrung und Ablehnung von Bildern? ;) )
Was Du vorträgst, ist kein Argument dagegen, daß der Bilderstreit einen Einfluß auf die unterschiedlichen Entwicklungen etwa ab dem 10. Jahrhundert im Osten und im Westen hatte, was die Abbildung Christi und der Heiligen angeht.
Niemals sei gesagt es werde je zugelassen, daß ein zum Leben prädestinierter Mensch sein Leben ohne das Sakrament des Mittlers beendet. (St. Augustin, Gegen Julian, V-4)

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Re: Dr. Johannes Kreier wird zu Vr. Makarios

Beitrag von Sempre »

P.S.: Wo Du recht hast: Von mir falsch formuliert: "Diese stilisierten flach-Bilder sind eine Art Kompromiss zwischen Verehrung und Ablehnung von Bildern."

Man kann nur das Stehenbleiben dabei als Kompromiss ... bezeichnen.
Niemals sei gesagt es werde je zugelassen, daß ein zum Leben prädestinierter Mensch sein Leben ohne das Sakrament des Mittlers beendet. (St. Augustin, Gegen Julian, V-4)

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Re: Dr. Johannes Kreier wird zu Vr. Makarios

Beitrag von Trisagion »

Naja, so um die erste Jahrtausendwende herum liefen der christliche Osten und Westen ganz allgemein auseinander. Was da nun genau was, wie, wann und warum verursacht hat, dazu habe ich keine wohlinformierte Meinung.

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martin v. tours
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Re: Dr. Johannes Kreier wird zu Vr. Makarios

Beitrag von martin v. tours »

Ralf hat geschrieben:
Montag 17. Februar 2020, 10:47
Trisagion hat geschrieben:
Montag 17. Februar 2020, 10:20
RömerDesNordens hat geschrieben:
Montag 17. Februar 2020, 00:07
Zudem mehrere KonzilsKatholiken, welche Ikonen sammeln. Generell scheint denen alles willkommen zu sein, sofern es nur nicht wirklich katholisch ist.
Ikonen als nicht-katholisch und den Ikonoklasmus als gut katholisch zu definieren ist ja nun wahrlich eine Ironie der Geschichte. Im Bilderstreit stand Rom (u.a. Gregor III) auf Seite der Ikonenverehrer gegen den byzantischen Kaiser, und die Legitimität der Ikonenverehrung wurde im Zweites Konzil von Nicäa folgerichtig - bindend für Katholiken - niedergeschrieben. Und bis ins Mittelalter wurden im Westen dann auch Ikonen produziert und verehrt. Die Ablehnung durch die Franken unter Karl des Großen wurde prompt wieder vom Papst zurückgewiesen, und letztlich hat das Verschwindern der Ikonen im Westen mehr mit der "Kulturrevolution" der Renaissance und der Änderung des westlichen Kunstgeschmacks zu tun als mit irgendwas sonst. Ach so, ja, außer eben daß dann später immer wieder Protestanten Bilderstürme inszenierten gegen den Katholizismus.
RömerDesNordens hat geschrieben:
Montag 17. Februar 2020, 00:07
Vom hw. P.Kreier kenne ich einige VorTräge auf YouTube. Abgesehen von einem zeitweise ziemlich unerträglichen Gestammle & Gephrase war Er dort doch deutlich distanziert gegenüber uns suprakonziliaren Katholiken (und somit auch gegenüber den besseren Byzantinern ["Orthodoxen"]).
Ich denke mal, Dir ist da das "wer nicht für uns ist, ist gegen uns" etwas auf die Ohren geschlagen? Ich jedenfalls halt die Predigten des Dr Kreier zum allergrößten Teil für exemplarisch, treu der Schrift, mit großer Tiefe, immer interessant und sehr gut vorgetragen. In den Hunderten von Predigten die man auf YouTube (und früher auf gloria.tv) finden kann (konnte), gibt es sicher auch mal Schwächeres. Aber selbst das ist immer noch besser als der typische Ranz den ich so wöchentlich in der Kirche zu hören kriege...
:daumen-rauf:
:daumen-rauf:
Nach dem sie nicht erreicht hat, daß die Menschen praktizieren, was sie lehrt, hat die gegenwärtige Kirche beschlossen, zu lehren, was sie praktizieren.
Nicolás Gómez Dávila

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Re: Dr. Johannes Kreier wird zu Vr. Makarios

Beitrag von martin v. tours »

Die Vorträge von Johannes Kreier sind zu 99% besser als die meisten Vorträge und Predigten über den Glauben die im Internet zu finden sind.
Auch auf K-TV findet sich meist Kitsch und Blümchenpädagogik
Nach dem sie nicht erreicht hat, daß die Menschen praktizieren, was sie lehrt, hat die gegenwärtige Kirche beschlossen, zu lehren, was sie praktizieren.
Nicolás Gómez Dávila

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FranzSales
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Re: Dr. Johannes Kreier wird zu Vr. Makarios

Beitrag von FranzSales »

RömerDesNordens hat geschrieben:
Montag 17. Februar 2020, 00:07
Ich kannte auch einen NOM-ler, der die Byzantinische Liturgie zelebrierte (um schliesslich mit einer Geliebten durchzubrennen). Zudem mehrere KonzilsKatholiken, welche Ikonen sammeln.
Generell scheint denen alles willkommen zu sein, sofern es nur nicht wirklich katholisch ist.
Vom hw. P.Kreier kenne ich einige VorTräge auf YouTube. Abgesehen von einem zeitweise ziemlich unerträglichen Gestammle & Gephrase war Er dort doch deutlich distanziert gegenüber uns suprakonziliaren Katholiken (und somit auch gegenüber den besseren Byzantinern ["Orthodoxen"]).
Bei aller BeWunderung für diese - ich besuche selbst auch deren Ritus - ist bei ihnen vieles viel mehr in der Schwebe (Rom:Byzanz=Weihwasser:Weihrauch), was den AufWeichern freilich allzusehr zugegenkommt. Auch ist die WeltFlucht, zu denen die OstKirchler neigen, im heutigen Gnostizismus die noch grössere Gefahr als der - sicherlich auch gnostische - Immanentismus von [...].
Betrachtet man diesen Schmarrn, dann ist doch klar, das sich ein gebildeter und frommer Mann wie Kreier einer solchen Art von Vulgärtraditionalismus niemals anschliessen könnte. Ihr Tradis seid nicht nur für Progressive ein abschreckendes Beispiel ... :rebbe:
"Herr Jesus Christus, wir beten Dich an und benedeien Dich. In Deinem Heiligen Kreuz hast Du die Welt erlöst."

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FranzSales
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Re: Dr. Johannes Kreier wird zu Vr. Makarios

Beitrag von FranzSales »

Sempre hat geschrieben:
Montag 17. Februar 2020, 12:22
Trisagion hat geschrieben:
Montag 17. Februar 2020, 10:20
RömerDesNordens hat geschrieben:
Montag 17. Februar 2020, 00:07
Zudem mehrere KonzilsKatholiken, welche Ikonen sammeln. Generell scheint denen alles willkommen zu sein, sofern es nur nicht wirklich katholisch ist.
Ikonen als nicht-katholisch und den Ikonoklasmus als gut katholisch zu definieren ist ja nun wahrlich eine Ironie der Geschichte.
RömerDesNordens verteidigt doch die Bilder!? Ohne den unkatholischen Bilderstreit hätten die Griechen ja nicht bloß diese zweidimensionalen Ikonen, sondern u.a. auch ein Kruzifix. Diese stilisierten flach-Bilder sind eine Art Kompromiss zwischen Verehrung und Ablehnung von Bildern. Chesterton läßt sich darüber in seiner unnachahmlichen Art in seinem Buch über St. Thomas von Aquin und St. Franz von Assisi aus.

RömerDesNordens hat geschrieben:
Montag 17. Februar 2020, 00:07
Vom hw. P.Kreier kenne ich einige VorTräge auf YouTube.
Mich hat es auch nicht gewundert, daß Kreier ganz offen zeigt, was er tatsächlich von der Kirche Gottes und ihrer Lehre hält.
Das zeigt eigentlich nur, das der Westen nicht ansatzweise verstanden hat, was eine Ikone ist und welche Theologie dahintersteht. Die plumpe gegenständliche Kunst -insbesondere der Renaissance oder des Barock- hat mit Verehrung nichts zu tun, sondern hat eher heidnische Züge. Hier ist alles auf Sinnlichkeit ausgelegt, die wenig Raum für echte Kontemplation lässt.

http://www.traditionalbyzantineiconogra ... onography/
"Herr Jesus Christus, wir beten Dich an und benedeien Dich. In Deinem Heiligen Kreuz hast Du die Welt erlöst."

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