Gnadenstand

Ostkirchliche Themen.
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ad-fontes
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Re: Gnadenstand

Beitrag von ad-fontes »

taddeo hat geschrieben:Nein, wie kommst Du darauf? :achselzuck:
Es gibt eine katholische und apostolische Kirche, aber weder eine christliche noch eine evangelische. :irritiert:
Wenn eine Kirche nicht mehr evangeliumsgemäß* ist, ist sie auch nicht mehr stiftungsgemäß, folglich nicht mehr legitime Kirche, somit Nicht-Kirche (= Sekte).



*alternativ ließe sich einsetzen: katholisch, orthodox, christlich.
Christi vero ecclesia, sedula et cauta depositorum apud se dogmatum custos, nihil in his umquam permutat, nihil minuit, nihil addit; non amputat necessaria, non adponit superflua; non amittit sua, non usurpat aliena. (Vincentius Lerinensis, Com. 23, 16)

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Joseph
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Re: Gnadenstand

Beitrag von Joseph »

Mary hat geschrieben:
Linus hat geschrieben:
Mary hat geschrieben:Da wir Orthodoxen eine solche Lehre nicht kennen, und da wir nicht zwischen lässlichen und Todsünden unterscheiden,
Deshalb finde ich es problematisch, mit Begriffen zu hantieren, die dem "System" eigentlich fremd sind.
Danke Maria & Linus, well put..!

Leider ist unsere Diskussion immer dadurch behindert, daß wir, in deutsch, auf theologische Begriffe welche durch die RK geprägt wurden zurückgreifen müssen da wir uns ungut in Griechisch oder Russisch unterhalten können. Die westliche Theologensprache hat sich, notgedrungen, leider in die Orthodoxe Theologie eingeschlichen und bereitet dadurch viele Mißverständnisse... Ein guter Teil unserer "Kleinkämpfe" beruht auf der einfachen Tatsache, daß wir dieselben Begriffe anders interpretieren und mit einem anderen, Orthodoxen, Inhalt belegt haben während der westliche Katholik seine, originale und in seiner Welt korrekte, Interpretation benutzt...

Was nötig ist, ist eine Reinigung der Orthodoxen Theologie von diesem, westlich-korrekten, aber Orthodox -irreführendem Sprachgebrauch. Das braucht seine Zeit, ist aber "in der Mache"

Gruß
Joseph
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Mary
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Re: Gnadenstand

Beitrag von Mary »

ad-fontes hat geschrieben:
Mary hat geschrieben: Ich nenne auch die Kirche von Rom Kirche, da sie zwar im Schisma ist, aber trotzdem auf dem Fundament der Apostel steht.
Kann denn eine Gemeinschaft auf dem Fundament der Apostel stehen, also apostolisch sein, ohne die übrigen Wesensmerkmale der Kirche zu erfüllen, d.h. ohne zugleich rechtgläubig und katholisch zu sein?
Mein Satz war eine Reaktion auf die Aussage von ChrisCross, der statt von der Orthodoxen Kirche von "orthodoxen Gemeinschaften" geredet hat. Offiziell redet aber die römische Kirche von der Orthodoxie als einer "SchwesterKIRCHE".

Das ganze aus orthodoxer Sicht:
Die römische Kirche lebt sei über tausend Jahren leider im Schisma.
Leider sind in diesen Jahren häretische zusätzliche Lehren entstanden, (die ein Zusammengehen sehr erschweren).
Dennoch besteht noch die apostolischer Sukkzession, darauf habe ich mich bezogen, als ich vom Fundament der Apostel sprach. (meine laienhafte Meinung)

So besser verständlich, was ich meinte?

Lg Maria
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ChrisCross
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Re: Gnadenstand

Beitrag von ChrisCross »

Mary hat geschrieben:
ad-fontes hat geschrieben:
Mary hat geschrieben: Ich nenne auch die Kirche von Rom Kirche, da sie zwar im Schisma ist, aber trotzdem auf dem Fundament der Apostel steht.
Kann denn eine Gemeinschaft auf dem Fundament der Apostel stehen, also apostolisch sein, ohne die übrigen Wesensmerkmale der Kirche zu erfüllen, d.h. ohne zugleich rechtgläubig und katholisch zu sein?
Mein Satz war eine Reaktion auf die Aussage von ChrisCross, der statt von der Orthodoxen Kirche von "orthodoxen Gemeinschaften" geredet hat. Offiziell redet aber die römische Kirche von der Orthodoxie als einer "SchwesterKIRCHE".

Das ganze aus orthodoxer Sicht:
Die römische Kirche lebt sei über tausend Jahren leider im Schisma.
Leider sind in diesen Jahren häretische zusätzliche Lehren entstanden, (die ein Zusammengehen sehr erschweren).
Dennoch besteht noch die apostolischer Sukkzession, darauf habe ich mich bezogen, als ich vom Fundament der Apostel sprach. (meine laienhafte Meinung)

So besser verständlich, was ich meinte?

Lg Maria
Dass ich orthodoxe Gemeinschaften geschrieben habe, sollte sicher nicht diskriminieren. Wer den Zusammenhang liest, wird feststellen, dass von protestantischen und orthodoxen Gemeinschaften die Rede war. da ich aber die Protestanten nicht als Kirche bezeichnen wollte, habe ich für bei die Bezeichnung als Gemeinschaft gewählt. Was die Orthodoxie an dem Begriff allerdings auszusetzen hat, bleibt mir ein wenig unverständlich. Natürliche erkenne auch ich die apostolische Sukzession an. Wenn aber von einer Gemeinschaft die Rede ist, dann trifft dies doch sicher auf die Orthodoxie vor. Hier ist nicht nur die Lehre der einzelnen Teile sehr ähnliche, ich erkenne auch ein offenbar viel größeres Gefühl für die Zusammengehörigkeit zu anderen Orthodoxen.

Jetzt aber mal zurück zum Thema :pfeif:
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Mary
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Re: Gnadenstand

Beitrag von Mary »

Nassos hat geschrieben:Ich halte ChrisCross nicht für unfair. Er hatte sich tatsächlcih auf die Unveränderlichen bezogen. Und selbst die kleinen Sünden, die lässlichen oder Nichttodsünden werden doch zu Todsünden, wenn sie auf Uneinsichtigkeit bzw. auf die Ablehnung Gottes (es gibt Ihn, aber was juckts mich) begründen.

Den Spruch mit dem Gedächtnisschwund möchte ich im ersten Schritt nicht als verletzend hinnehmen. Es ist das, wie ChrisCross es verstanden hat oder verstehen wollte und stellt das zur Diskussion.

Wir dürfen hierbei nie vergessen, dass wir nicht außerhalb des Gnadenstandes reden (also unabhängig davon). Gedenken wir unserer Schwächen und Verfehlungen (Krankheiten und Verbrechen) vor Gott und versuchen uns zu besseren.
Wenn das unser Wille ist, dann bewegen wir uns auf Gott zu. Und Gott wird sich auf uns zubewegen.
Ja, ok, vielleicht ist es tatsächlich so.

Zu deinem letzten Abschnitt:
Ich glaube, dass Du mit "Gnadenstand" etwas ganz anderes meinst, als römische Katholiken.

Kathpedia.de schreibt dazu
Der Gnadenstand oder Stand der Gnade ist der Zustand der Seele, die des übernatürlichen Lebens und der damit verbundenen göttlichen Tugenden und anderer übernatürlicher Gaben besitzt. Er meint dasselbe wie der Stand der Rechtfertigung (eigentlich der Stand des Gerechfertigten). Das Gegenteil davon ist der Stand der Ungnade oder der Todsünde.
Stand der Gnade oder Gnadenstand ist also der Zustand, indem sich ein röm.kath. Christ direkt nach der Beicht (oder Taufe) befindet. Es ist das Ziel jedes röm. Katholiken, diesen Stand zu erreichen und zu erhalten, weil er in diesem Stand sterben möchte. So hat er die Möglichkeit, in den Himmel zu kommen - direkt oder nach Abbüssen von Strafen im Fegefeuer.
Wer im Stand der Todsünde stirbt (= eine Todsünde nicht gebeichtet hat oder zumindest angesichts des Todes so sehr bereut hat, dass es vollkommene Reue war), der kommt in die Hölle. Da kann leider auch Gott nichts mehr ändern.

:) Zur Auflockerung...
der kleine Sven kommt von der Beichte und trifft vor der Kirche seinen Kumpel Paul... der stellt ihm ein Bein und er fällt längelang hin. Er steht wieder auf und meint mit mühsamer Selbstbeherrschung: Du hast Glück, dass ich gerade im Stand der Gnade bin, aber pass auf, dass Du mir morgen nach der Kirche nicht übern Weg läufst.


Jaja, ist natürlich Quatsch.... in diesem Sinne habts einen gesegneten Abend
Mary
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ChrisCross
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Re: Gnadenstand

Beitrag von ChrisCross »

Mary hat geschrieben::) Zur Auflockerung...
der kleine Sven kommt von der Beichte und trifft vor der Kirche seinen Kumpel Paul... der stellt ihm ein Bein und er fällt längelang hin. Er steht wieder auf und meint mit mühsamer Selbstbeherrschung: Du hast Glück, dass ich gerade im Stand der Gnade bin, aber pass auf, dass Du mir morgen nach der Kirche nicht übern Weg läufst.

Jaja, ist natürlich Quatsch.... in diesem Sinne habts einen gesegneten Abend
Mary
:D Ich hoffe mal, dass sich der letzte Satz auf den Witz bezieht.
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Joseph
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Re: Gnadenstand

Beitrag von Joseph »

ChrisCross hat geschrieben:Hier ist nicht nur die Lehre der einzelnen Teile sehr ähnliche, ich erkenne auch ein offenbar viel größeres Gefühl für die Zusammengehörigkeit zu anderen Orthodoxen.
Die OK besteht nicht aus "Teilen mit ähnlicher Lehre" sie ist EINE Kirche mit EINER Lehre. Administrativ gibt es verschiedene Landeskirchen.... alle sind sie DIE EINE Orthodoxe Kirche.
Da wir EINE Kirche sind fühlen wir uns nicht nur "zusammengehörig" wir sind EINS... wir sind EINE Familie.

Gruß
Joseph
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ChrisCross
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Re: Gnadenstand

Beitrag von ChrisCross »

Joseph hat geschrieben:
ChrisCross hat geschrieben:Hier ist nicht nur die Lehre der einzelnen Teile sehr ähnliche, ich erkenne auch ein offenbar viel größeres Gefühl für die Zusammengehörigkeit zu anderen Orthodoxen.
Die OK besteht nicht aus "Teilen mit ähnlicher Lehre" sie ist EINE Kirche mit EINER Lehre. Administrativ gibt es verschiedene Landeskirchen.... alle sind sie DIE EINE Orthodoxe Kirche.
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Landeskirchen verbinde ich leider mit dem Luthertum, was mich davon abschreckte den begriff auch für euch zu verwenden. Es wrd wohl niemand bestreiten können, dass es auch innerhalb der Orthodoxie leicht unterschiedliche Richtungen in der Theologie gibt. Mit den "anderen" meinte ich keine administrativen Landeskrichen, sondern jeden einzelnen Christ innerhalb der Orthodoxie. Wenn ich mir die Bilder ansehe, die hier eingestellt werden, fällt mir immer wieder diese gelebte Gemeinschaft auf.
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Re: Gnadenstand

Beitrag von Mary »

Oh... ja, natürlich war der Witz gemeint!

Erklärung von wegen Gemeinschaften wird akzeptiert :ja:

ChrisCross hat geschrieben: Hier ist nicht nur die Lehre der einzelnen Teile sehr ähnliche, ich erkenne auch ein offenbar viel größeres Gefühl für die Zusammengehörigkeit zu anderen Orthodoxen.
Den Satz verstehe ich nicht... hilfst Du mir mal? :achselzuck:
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ChrisCross
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Re: Gnadenstand

Beitrag von ChrisCross »

Mary hat geschrieben:Oh... ja, natürlich!

Erklärung von wegen Gemeinschaften wird akzeptiert :ja:

ChrisCross hat geschrieben: Hier ist nicht nur die Lehre der einzelnen Teile sehr ähnliche, ich erkenne auch ein offenbar viel größeres Gefühl für die Zusammengehörigkeit zu anderen Orthodoxen.
Den Satz verstehe ich nicht... hilfst Du mir mal? :achselzuck:
Ich meinte damit die einzelnen Landeskirchen, die eine geradezu homogene Lehre aufweisen. Man vergleiche das mal mit der römischen Kirche, in der seit neustem jedes Land seinen eigenen Weg gehen möchte. Bei ähnliche darfst du gerne ein e streichen.
Der zweite Teil des Satzes bezog sich auf die gelebte Gemeinschaft unter den einzelnen Christen der Orthodoxie. Wie ich schon an Joseph geschrieben habe, lässt sich bei den hier eingestellten Bildern ein stärkeres Gefühl der Brüderlichkeit und Liebe zum Nächsten erkennen. Andere Christen wirken dagegen eher gefühlskalt.
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Re: Gnadenstand

Beitrag von Mary »

ChrisCross hat geschrieben:
Ich meinte damit die einzelnen Landeskirchen, die eine geradezu homogene Lehre aufweisen. Man vergleiche das mal mit der römischen Kirche, in der seit neustem jedes Land seinen eigenen Weg gehen möchte. Bei ähnliche darfst du gerne ein e streichen.
Der zweite Teil des Satzes bezog sich auf die gelebte Gemeinschaft unter den einzelnen Christen der Orthodoxie. Wie ich schon an Joseph geschrieben habe, lässt sich bei den hier eingestellten Bildern ein stärkeres Gefühl der Brüderlichkeit und Liebe zum Nächsten erkennen. Andere Christen wirken dagegen eher gefühlskalt.
Ah, jetzt verstehe ich, danke!

Ich dachte, Du beziehest Dich auf das Verhältnis Deiner Kirche zur Orthodoxie und anderen Christen.

Deine Beobachtung über "innerorthodoxe" Brüderlichkeit und Liebe kann ich nur bestätigen! Das lässt sich auch in den Gemeinden erleben.
(Deshalb fällt es mir so leicht, in der Orthodoxie die Kirche des Menschenliebenden Gottes zu erkennen)

Lg Maria
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ad-fontes
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Re: Gnadenstand

Beitrag von ad-fontes »

ChrisCross hat geschrieben:
Joseph hat geschrieben:
ChrisCross hat geschrieben:Hier ist nicht nur die Lehre der einzelnen Teile sehr ähnliche, ich erkenne auch ein offenbar viel größeres Gefühl für die Zusammengehörigkeit zu anderen Orthodoxen.
Die OK besteht nicht aus "Teilen mit ähnlicher Lehre" sie ist EINE Kirche mit EINER Lehre. Administrativ gibt es verschiedene Landeskirchen.... alle sind sie DIE EINE Orthodoxe Kirche.
Da wir EINE Kirche sind fühlen wir uns nicht nur "zusammengehörig" wir sind EINS... wir sind EINE Familie.

Gruß
Joseph
Landeskirchen verbinde ich leider mit dem Luthertum, was mich davon abschreckte den begriff auch für euch zu verwenden. Es wrd wohl niemand bestreiten können, dass es auch innerhalb der Orthodoxie leicht unterschiedliche Richtungen in der Theologie gibt. Mit den "anderen" meinte ich keine administrativen Landeskrichen, sondern jeden einzelnen Christ innerhalb der Orthodoxie. Wenn ich mir die Bilder ansehe, die hier eingestellt werden, fällt mir immer wieder diese gelebte Gemeinschaft auf.
Joseph kann die Griechen zwar nicht leiden, aber sie sind trotzdem seine Brüder (und du und ich eben nicht.) :breitgrins:
Christi vero ecclesia, sedula et cauta depositorum apud se dogmatum custos, nihil in his umquam permutat, nihil minuit, nihil addit; non amputat necessaria, non adponit superflua; non amittit sua, non usurpat aliena. (Vincentius Lerinensis, Com. 23, 16)

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Joseph
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Re: Gnadenstand

Beitrag von Joseph »

ChrisCross hat geschrieben:Landeskirchen verbinde ich leider mit dem Luthertum, was mich davon abschreckte den begriff auch für euch zu verwenden.
Danke, Landeskirche ist leider eine Anpassung an deutsche Sprachgebräuche. Ein besseres Wort, welches ich vorziehen würde ist Sobornost

Sobornost is in contrast to the idea of fraternity, which is a submission to a brotherhood as a benefit to the individual. Sobornost is an asceticism akin to kenosis in that the individual gives up self-benefit for the community or ecclesia, being driven by theophilos rather than adelfikós. As is expressed by Kireevsky's definition of sobornost as "The wholeness of society, combined with the personal independence and the individual diversity of the citizens, is possible only on the condition of a free subordination of separate persons to absolute values and in their free creativeness founded on love of the whole, love of the Church, love of their nation and State, and so on.[5]
http://en.wikipedia.org/wiki/Sobornost
Es wrd wohl niemand bestreiten können, dass es auch innerhalb der Orthodoxie leicht unterschiedliche Richtungen in der Theologie gibt.
Das ist korrekt solange es sich um Theologoumenon ( http://www.merriam-webster.com/dictiona ... logoumenon ) handelt, die Lehre der Kirche wie sie von Christus durch die Apostel auf uns gekommen ist, ist orthodox und eins, perfekt, vollkommen und unveränderlich für alle Zeiten....


Gruß
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Joseph
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Re: Gnadenstand

Beitrag von Joseph »

ad-fontes hat geschrieben:....Joseph kann die Griechen zwar nicht leiden, aber sie sind trotzdem seine Brüder (und du und ich eben nicht.) :breitgrins:
Ad fontes, in jeder Familie gibt es den "idiot cousin" bei uns spricht "er" leider meisten griechisch.... deshalb ist er aber, wie Du schon sagtest, trotzdem mein Bruder....

Wir haben aber auch "angeheiratete" Brüder .... darunter zähle ich Dich.... :ja:

Gruß
Joseph
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ad-fontes
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Re: Gnadenstand

Beitrag von ad-fontes »

Ich wollte zum Thema läßliche Sünden noch zu bedenken geben, daß beispielsweise das Tragen von Paramenten in der falschen liturgischen Farbe oder fehlende Lippenbewegung bei der Persolvierung des Stundengebets (aber nur für den, der der Brevierpflicht unterliegt), zu den läßlichen Sünden zählen.

Sind das nach orthodoxer Auffassung Sünden, die den Menschen von Gott trennen?

Schwere Materie sind Verstöße gegen Gottesrecht (10 Gebote).

Minderschwere Materie sind Verstöße gegen kirchliches Recht (Kirchengebote).

Ich finde das durchaus konkludent.
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Mary
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Re: Gnadenstand

Beitrag von Mary »

ad-fontes hat geschrieben:
Ich finde das durchaus konkludent.
Innerhalb des Systems durchaus, ja.
ad-fontes hat geschrieben:Ich wollte zum Thema läßliche Sünden noch zu bedenken geben, daß beispielsweise das Tragen von Paramenten in der falschen liturgischen Farbe oder fehlende Lippenbewegung bei der Persolvierung des Stundengebets (aber nur für den, der der Brevierpflicht unterliegt), zu den läßlichen Sünden zählen.

Sind das nach orthodoxer Auffassung Sünden, die den Menschen von Gott trennen?
Nun, ähem.... ;) korrigiert mich, bitte, Geschwister...
ich würde nämlich rundheraus behaupten, dass diese Beispiele überhaupt keine Sünden sind, nach orthodoxer Auffassung...

:detektiv:
Maria
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Joseph
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Re: Gnadenstand

Beitrag von Joseph »

Mary hat geschrieben: Nun, ähem.... ;) korrigiert mich, bitte, Geschwister...
ich würde nämlich rundheraus behaupten, dass diese Beispiele überhaupt keine Sünden sind, nach orthodoxer Auffassung...
:detektiv:
Maria
Falsche Farben sind "Schlamperei"..... und nicht die Lippen beim lesen/beten bewegen.... mmh, ich lese immer ohne meine Lippen zu bewegen.... ad fontes, Du hast zuviel Freizeit....

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Re: Gnadenstand

Beitrag von Joseph »

ChrisCross hat geschrieben:Wie ich schon an Joseph geschrieben habe, lässt sich bei den hier eingestellten Bildern ein stärkeres Gefühl der Brüderlichkeit und Liebe zum Nächsten erkennen. Andere Christen wirken dagegen eher gefühlskalt.
ChrisCross, Nassos wird mich jetzt gleich wieder beißen, aber das kommt davon, die Brüderlichkeit, weil wir Orthodoxe eben zusammen Pirogees essen oder hier in NA Hamburgers.... (Griechen essen Dolmades weil sie kein Fleisch vertragen können. Sie haben sehr sensitive Gaumen, Mägen und Seelen).

ChrisCross, das ist genau eine der Stärken unserer Kirche....wir empfangen nicht nur die göttliche Speise als Nahrung vom Altar, wir sitzen auch jeden Sonntag zusammen und nehmen die Speise für unseren Körper gemeinsam ein. Wir sind wirklich eine Familie.... dies geschieht auf der Ebene einer Pfarrei und setzt sich weltweit fort.

Gruß
Joseph

PS: Ich muss nun hier eine öffentliche Entschuldigung an alle die sich von mir so insensitive als "idiot cousins" angesprochen fühlenden griechischen Brüder von mir geben. Ich liebe meine griechischen Brüder, sie sind Gottes Geschenk an die Welt, das Beste neben vorgeschnittenen Toastbrot, oder gar dem Löffel. Ich liege im Staub zu ihren Füssen und erflehe die Huld ihrer großmütigen Vergebung...

Ich nehme alles was ich jemals über sie gesagt habe zurück und behaupte von nun an das Gegenteil...

Ich stehe hier, und kann nicht anders, ich posaune es in die Welt, für jeden einzelnen von ihnen gilt: "Maximus est. Optimus est. Merda tua non putet"*
*You're the biggest. You're the best. Your shit don't stink.
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Raphael

Re: Gnadenstand

Beitrag von Raphael »

Joseph hat geschrieben:PS: Ich muss nun hier eine öffentliche Entschuldigung an alle die sich von mir so insensitive als "idiot cousins" angesprochen fühlenden griechischen Brüder von mir geben.
Willst Du Dich etwa dieser säkularen Unsitte unterwerfen? :panisch:
Man entschuldigt sich nicht, sondern man bittet um Verzeihung! :regel:

Als Buße solltest Du mindestens zu Fuß von BC bis zum Berg Athos - Ist der nicht in Griechenland? :pfeif: - [Punkt] :narr:

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Re: Gnadenstand

Beitrag von Stephanie »

@ Raphael:
Danke! Ich bekomme immer zu hören, dass ich ein Korinthenk***** sei, weil ich mich über das "Wir bitten um Entschuldigung" so ärgere. Jedenfalls lässt mich das dann immer an meinen Empfindungen zweifeln... Schön zu sehen, dass ich nicht ganz allein so denke, das beruhigt.

@ Joseph:
Lieber Bruder, du bist gelegentlich ein ganz schöner... "Charmebolzen"...
Die Kurse für gepflegten Umgang mit den Mitmenschen bietet bestimmt auch eine VHS in deiner Nähe an... :blinker:
Oder um es mit "Gott" bei Don Camillo zu formulieren: Etwas weniger Dampf bitte... Dann muss man danach auch weniger Menschen in deiner Umgebung seelisch verarzten.

Ich bin mir übrigens nicht sicher, ob wir es hier drüben derzeit nicht mit eurem Monsunwetter aufnehmen können...ich überlege mir gerade auf Bootsverkehr umzusteigen :hmm: Jedenfalls muss ich demnächst ernstlich über die Anschaffung von Gummistiefeln nachdenken.
Wird kaum der Gerechte gerettet, wo werde ich Sünder erscheinen? Die Last und Hitze des Tages habe ich nicht getragen. Die um die elfte Stunde kamen, denen zähle mich bei, Gott, und sei mein Erretter.

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taddeo
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Re: Gnadenstand

Beitrag von taddeo »

ad-fontes hat geschrieben:Ich wollte zum Thema läßliche Sünden noch zu bedenken geben, daß beispielsweise das Tragen von Paramenten in der falschen liturgischen Farbe oder fehlende Lippenbewegung bei der Persolvierung des Stundengebets (aber nur für den, der der Brevierpflicht unterliegt), zu den läßlichen Sünden zählen.
Meines Wissens gibt es in den Ostkirchen (sowohl orthodoxen als auch unierten) keine verbindlichen Vorschriften hinsichtlich des Farbkanons von Paramenten. Es gibt wohl überlieferte Gewohnheiten, wann welche Farbe angemessen ist, aber keine rubrizistischen Regeln wie bei uns Lateinern.
Und ich bin mir auch nicht sicher, ob in den Ostkirchen überhaupt das Stundengebet privat persolviert wird bzw. werden muß. Ich kenne es eigentlich nur so, daß das Stundengebet entweder öffentlich in den Kirchen gesungen wird oder gar nicht.

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Nassos
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Re: Gnadenstand

Beitrag von Nassos »

Joseph hat geschrieben:
ChrisCross hat geschrieben:Wie ich schon an Joseph geschrieben habe, lässt sich bei den hier eingestellten Bildern ein stärkeres Gefühl der Brüderlichkeit und Liebe zum Nächsten erkennen. Andere Christen wirken dagegen eher gefühlskalt.
ChrisCross, Nassos wird mich jetzt gleich wieder beißen, aber das kommt davon, die Brüderlichkeit, weil wir Orthodoxe eben zusammen Pirogees essen oder hier in NA Hamburgers.... (Griechen essen Dolmades weil sie kein Fleisch vertragen können. Sie haben sehr sensitive Gaumen, Mägen und Seelen).

ChrisCross, das ist genau eine der Stärken unserer Kirche....wir empfangen nicht nur die göttliche Speise als Nahrung vom Altar, wir sitzen auch jeden Sonntag zusammen und nehmen die Speise für unseren Körper gemeinsam ein. Wir sind wirklich eine Familie.... dies geschieht auf der Ebene einer Pfarrei und setzt sich weltweit fort.

Gruß
Joseph

PS: Ich muss nun hier eine öffentliche Entschuldigung an alle die sich von mir so insensitive als "idiot cousins" angesprochen fühlenden griechischen Brüder von mir geben. Ich liebe meine griechischen Brüder, sie sind Gottes Geschenk an die Welt, das Beste neben vorgeschnittenen Toastbrot, oder gar dem Löffel. Ich liege im Staub zu ihren Füssen und erflehe die Huld ihrer großmütigen Vergebung...

Ich nehme alles was ich jemals über sie gesagt habe zurück und behaupte von nun an das Gegenteil...

Ich stehe hier, und kann nicht anders, ich posaune es in die Welt, für jeden einzelnen von ihnen gilt: "Maximus est. Optimus est. Merda tua non putet"*
*You're the biggest. You're the best. Your shit don't stink.
Ist ja gut, beruhige Dich, Brauner.

Ich nehme Deine Bitte um Entschuldigung an. Und Ihr anderen, Ihr Besserwisser, zürnt dem Bruder nicht. Des Herren Knecht, der "that makes me so easily nobody after" nicht zu verstehen vermag, sei dies ausdrücklichst genehmigt, ich bitte Euch.
Oder habt Ihr das Antzlitz Eurer Väter vergessen, Maden?

Joseph, ich HASSE Dolmades. Ich HASSE gemista. Ich VERABSCHEUE Moussaka. Ich stehe da eher auf Zwiebelrostbraten mit Spätzle. Du bist nicht in der Lage, mich richtig einzuschätzen, aber mach Dir nichts draus. Ich bin es auch nicht.

Gruß,
Dschäg Spärra :pirat:
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Re: Gnadenstand

Beitrag von lifestylekatholik »

stephaniemariaalexandra hat geschrieben:Etwas weniger Dampf bitte... Dann muss man danach auch weniger Menschen in deiner Umgebung seelisch verarzten.
Joseph mit weniger Dampf? -- Dann würde ich mir Sorgen machen, ob ihm was fehlt.
:ja:
»Was muß man denn in der Kirche ›machen‹? In den Gottesdienſt gehen und beten reicht doch.«

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anneke6
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Re: Gnadenstand

Beitrag von anneke6 »

taddeo hat geschrieben:
ad-fontes hat geschrieben:Ich wollte zum Thema läßliche Sünden noch zu bedenken geben, daß beispielsweise das Tragen von Paramenten in der falschen liturgischen Farbe oder fehlende Lippenbewegung bei der Persolvierung des Stundengebets (aber nur für den, der der Brevierpflicht unterliegt), zu den läßlichen Sünden zählen.
Meines Wissens gibt es in den Ostkirchen (sowohl orthodoxen als auch unierten) keine verbindlichen Vorschriften hinsichtlich des Farbkanons von Paramenten. Es gibt wohl überlieferte Gewohnheiten, wann welche Farbe angemessen ist, aber keine rubrizistischen Regeln wie bei uns Lateinern.
Und ich bin mir auch nicht sicher, ob in den Ostkirchen überhaupt das Stundengebet privat persolviert wird bzw. werden muß. Ich kenne es eigentlich nur so, daß das Stundengebet entweder öffentlich in den Kirchen gesungen wird oder gar nicht.
Was die Farben angeht…es gibt schon Traditionen. Gewänder an Bußtagen sind dunkel und bewegen sich meist im Farbspektrum zwischen violett und sehr dunklem Blau. Die Russen tragen an Marienfesten gerne blau, allerdings logischerweise ein helles Blau, wohingegen bei uns Römern auch gerne dunkles Blau verwendet wird. An Pfingsten habe ich noch nichts anderes gesehen als grün, auch nicht auf Youtube. Bei verzierten Gewändern für Ostern, Weihnachten und Sonntage…da habe ich den Eindruck, der Phantasie der Paramentenhersteller sind kaum Grenzen gesetzt…da habe ich an Kombinationen und Verzierungen unzählige Varianten aus Gold und/oder Rot gesehen. Blumen, Seraphim und Weintrauben findet man bei uns Römern selten (nie?) auf Paramenten und ich hätte mir früher nie träumen können, daß es gut ausehen kann.
Was das Stundengebet angeht…für Laien gibt es keine allgemeine Pflicht zum Stundengebet, obwohl die Stunden in vielen Gebetbüchern enthalten sind. Dort allerdings vor allem für den Gebrauch beim öffentlichen Gottesdienst. Bei den Klerikern sieht es ein bißchen anders aus. Da gibt es strenge Ansichten dazu. Ein griechisch-orthodoxer Priester aus den USA antwortete einmal auf die Frage, was für eine Sünde ein Priester beginge, der nicht täglich das ganze (!) Stundengebet verrichte: "A mortal sin."
???

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Nassos
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Re: Gnadenstand

Beitrag von Nassos »

Bitte den Gnadenstand nicht zu verlassen. Ok? :pfeif:
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Mary
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Re: Gnadenstand

Beitrag von Mary »

anneke6 hat geschrieben:
ad-fontes hat geschrieben:Ich wollte zum Thema läßliche Sünden noch zu bedenken geben, daß beispielsweise das Tragen von Paramenten in der falschen liturgischen Farbe

Was die Farben angeht…es gibt schon Traditionen.


Hallo, Anneke,
Hut ab vor Deinen Kenntnissen...
aber das war ja nicht die Frage, sondern gefragt war, ob das Tragen der "falschen" Farbe Sünde sei und von Gott entferne. (Die Antwort ist, m.E.: Nein)
Mein Priester trägt bsp am Hohen und Heiligen Freitag ein majestätisches Schwarz... was den Kontrast zu weiss am Samstagmorgen unglaublich stark macht!
Aber ich glaube, das Verwenden von "falschen" Farben hängt auch oft schlicht damit zusammen, dass sich die Gemeinde oder der Priester nicht Gewänder in allen nötigen Farben leisten kann!
Insofern, lieber ein Gottesdienst in falscher Farbe als keiner, nicht?

anneke6 hat geschrieben:
ad-fontes hat geschrieben:oder fehlende Lippenbewegung bei der Persolvierung des Stundengebets (aber nur für den, der der Brevierpflicht unterliegt), zu den läßlichen Sünden zählen.
Da gibt es strenge Ansichten dazu. Ein griechisch-orthodoxer Priester aus den USA antwortete einmal auf die Frage, was für eine Sünde ein Priester beginge, der nicht täglich das ganze (!) Stundengebet verrichte: "A mortal sin."
Auch hier trifft deine Antwort nicht ganz... die Frage war ja, ob das Fehlen der Lippenbewegung eine Sünde sei. DASS die Gebete verrichtet werden sollen, wenn jemand verpflichtet dazu ist, versteht sich ja von selbst. Und es nicht zu tun, ist Sünde und entfernt von Gott.
Herr, erbarme Dich.

Liebe Grüsse
Maria
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anneke6
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Re: Gnadenstand

Beitrag von anneke6 »

Ich bezog mich auf den Kommentar von Taddeo, und im Bezug auf jenen macht er auch Sinn.
Ansonsten…sollten wir vielleicht dem Ruf von Nassos folgen.
Nassos for Mod! :ikb_russia:
???

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Joseph
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Re: Gnadenstand

Beitrag von Joseph »

Raphael hat geschrieben:
Joseph hat geschrieben:PS: Ich muss nun hier eine öffentliche Entschuldigung an alle die sich von mir so insensitive als "idiot cousins" angesprochen fühlenden griechischen Brüder von mir geben.
Willst Du Dich etwa dieser säkularen Unsitte unterwerfen? :panisch:
Man entschuldigt sich nicht, sondern man bittet um Verzeihung! :regel:

Als Buße solltest Du mindestens zu Fuß von BC bis zum Berg Athos - Ist der nicht in Griechenland? :pfeif: - [Punkt] :narr:
Lieber Raphael, ich bitte auch Dich um Verzeihung, Vergebung, Gnade, daß ich nur um Entschuldigung an meine griechischen Brüder appelliert hatte. Ich dachte damit, daß ich im Staub vor ihren Füßen lag, meine Demut genügsam demonstriert war. Wie ich sehe ist das nicht der Fall...

Da mir der Unterschied im deutschen Sprachgebrauch zwischen Entschuldigung und Verzeihung nicht mehr so geläufig ist bitte ich um Deine Klarifizierung. Ich dachte, eine Entschuldigung wäre in etwa so: "Ich entschuldige mich daß Du nicht ganz für voll zu nehmen bist"... und eine Bitte um Verzeihung sich so anhört: "Hoppla" oder "Ui"... So machte man es immer in der Politik und, als ich noch dort in kurzen Hosen rum lief, in der Straßenbahn wenn man jemand auf den Fuß getreten ist.

In meinem heutige Sprachgebrauch ist eine Entschuldigung in etwa so: "Im sorry you're an idiot" und eine Vergebungsbemühung; "Oops"

So, nochmals, ich bitte untertänigst um Vergebung/Verzeihung/Gnade und entschuldige mich, daß ich nicht ein besserer Mensch bin....

Das mit dem Athos is gar keine schlechte Idee, nur mit dem Luftanhalten unterm Atlantik wird's schwierig...

Gruß
Joseph
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Joseph
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Re: Gnadenstand

Beitrag von Joseph »

stephaniemariaalexandra hat geschrieben:@ Joseph:
Lieber Bruder, du bist gelegentlich ein ganz schöner... "Charmebolzen"...
Ich weiß, ich weiß.... :kussmund:
Ich bin mir übrigens nicht sicher, ob wir es hier drüben derzeit nicht mit eurem Monsunwetter aufnehmen können...ich überlege mir gerade auf Bootsverkehr umzusteigen :hmm: Jedenfalls muss ich demnächst ernstlich über die Anschaffung von Gummistiefeln nachdenken.
Mir sind dieses jahr Schwimmflossen gewachsen und mein sogenanter "tan" ist nichts weiter als Rost....

Gruß
Flipper
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Joseph
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Re: Gnadenstand

Beitrag von Joseph »

Nassos hat geschrieben:...Ist ja gut, beruhige Dich, Brauner.

Ich nehme Deine Bitte um Entschuldigung an. Und Ihr anderen, Ihr Besserwisser, zürnt dem Bruder nicht. Des Herren Knecht, der "that makes me so easily nobody after" nicht zu verstehen vermag, sei dies ausdrücklichst genehmigt, ich bitte Euch.
Oder habt Ihr das Antzlitz Eurer Väter vergessen, Maden?
Oh Basileus, Oh Heracles, Oh Sprecher des hellenistischen Kultur und Landkreises..... ich küsse Euer Durchlaucht wohlgeformte Füße.
Joseph, ich HASSE Dolmades. Ich HASSE gemista. Ich VERABSCHEUE Moussaka. Ich stehe da eher auf Zwiebelrostbraten mit Spätzle. Du bist nicht in der Lage, mich richtig einzuschätzen, aber mach Dir nichts draus. Ich bin es auch nicht.
Das kann ich voll nachempfinden. Gibt es doch auf Erden nur zwei gastronomisch enttäuschendere Erlebnisse, die englische "Küche" und die mexikanische....

Ausgenommen türkischem Kaffee (Mocka), den meine griechischen Brüder unbegreiflicherweise griechischen Kaffee nennen und ich in konziliarem Entgegenkommen, Byzantinischem nenne, ja der schmeckt!

Gruß
Joseph
PS: haste den CD runter geladen?
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Re: Gnadenstand

Beitrag von Joseph »

Nassos hat geschrieben:Bitte den Gnadenstand nicht zu verlassen. Ok? :pfeif:
Aber der Gnadenstand hat anscheinend keinen Kaffee und auch keine Gebäckstückchen mehr .... was soll man machen?
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Joseph
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Re: Gnadenstand

Beitrag von Joseph »

anneke6 hat geschrieben: Meines Wissens gibt es in den Ostkirchen (sowohl orthodoxen als auch unierten) keine verbindlichen Vorschriften hinsichtlich des Farbkanons von Paramenten.
Anneke, es gibt schon Vorschriften:
Trauer: schwarz oder weiß (bei uns weiß), schwarz nur an Karfreitag.
Pfingsten: grün
Weihnachten, Ostern: Weiß
Marienfeste: hell Blau
Fastenzeit: violett
Holy Martyrs: rot
Normale Tage: gold

Aber in Ermangelung von Vestments in einer armen Pfarrei, kann immer gold getragen werden...

Grüezi
Joseph
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