Dies ist mein Antwortschreiben an MND aus dem Strang der Ähnlichkeiten. Passt thematisch aber besser hier, finde ich.
Miserere Nobis Domine hat geschrieben:If it looks like a duck and quakes like a duck, it is a duck.
Ich beglückwünsche Dich zu dieser Feststellung!
Miserere Nobis Domine hat geschrieben:Ob er die Gesetze nun "aufgehoben" oder "erfüllt" hat, unterscheidet sich doch in der praktischen Auswirkung wirklich nicht.
Na, aber wie! Genauso wie Er das "Du sollst nicht Töten, Stehlen, Ehebrechen ... etc" NICHT aufhob, hob Er auch NICHT jenes auf, welches besagt, dass das Priestertum den Männern vorbehalten ist. Oder nenn mir doch "Priesterinnen" des Alten Bundes?
Ein "Recht" der Frau auf's Priestertum in der Heiligen Katholischen und Apostolischen Kirche besteht demnach nicht, so kann sich folglich dafür auch nicht eingesetzt werden. Dass es bei "Euch" (Protestanten, Altkatholiken usw) anderes ist, mag wohl auch daran liegen, dass Eure Gemeinschaften auf Schismen mit der römischen Kirche zurückgehen und ihr -so gesehen- von der Heiligen Tradition abgetrennt, eigene Wege geht, die aber mit der Tradition der Kirche unvereinbar sind (ist nicht als Provokation gemeint).
Unter den heiligen Frauen der Orthodoxen Kirche gilt eine meine besondere Bewunderung: Die heilige Tamara (+1213), Königin von Georgien, gilt noch heute, vor allem beim Klerus, als Vorbild christlicher Staatsführung: Stark im Glauben, mit einer aussergewöhnlichen Intelligenz begnadet, berief sie, kurz nach ihrer Inthronisierung, ein Lokalkonzil ein, erzog ihr Volk in Gottesfurcht, führte es durch schlimme Bedrängnisse, zog selbst aus in den Kampf gegen Perser, schaffte die Todesstrafe ab usw. Kurz: Sie machte all das, was ihre männlichen "Kollegen" zu ihrer Zeit machten, nur sehr viel besser ... Doch selbst eine solche Köningin, die zu ihrer Zeit wohl die mächtigste Frau der Welt war, wusste
wo ihr Platz in der Kirche war. Das es Frauen an Weisheit, Glauben, Liebe fehle, wurde mit ihr einmal mehr widerlegt. Also, woran liegt's?
Wie die heilige Tamara, respektieren alle orthodoxen Frauen die
Göttliche Ordnung der Kirche, die von Christus und den Aposteln überliefert wurde.
"Selig sind die, die nicht gesehen und doch geglaubt haben" (Joh. 20,31)