Enzyklika des Ökumenischen Patriarchates

Ostkirchliche Themen.
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Joseph
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Re: Enzyklika des Ökumenischen Patriarchates

Beitrag von Joseph »

lifestylekatholik hat geschrieben:Orthodox zu werden ist auf dem Gebiet der Kirche von Rom keine Option.
Warum kommt dann die Schweizer Garde mit dem Schießgewehr? Mein Liaba, Orthodox zu werden heißt der falschen Lehre den Rücken zuzuwenden und das passiert, ein Gläubiger Christ nach dem anderen, auf dem "Gebiet der Kirche von Rom," täglich in immer schnellerer Folge....
Am besten wäre es natürlich wenn die "Kirche von Rom" selbst wieder Orthodox würde, das braucht halt Zeit..... aber wir arbeiten daran.

Gruß
Joseph
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Joseph
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Re: Enzyklika des Ökumenischen Patriarchates

Beitrag von Joseph »

taddeo hat geschrieben: Nach Ansicht mancher Orthodoxer (und wohl auch Römer) fand da ein "Judaskuß" statt. Google mal nach diesem Stichwort zusammen mit den beteiligten Namen, Du wirst Dich über die Ergebnisse wundern.
Nach Ansicht der allergrößten Mehrheit Orthodoxer fand da ein "Judaskuß" statt. :traurigtaps:
Gruß
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Nassos
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Re: Enzyklika des Ökumenischen Patriarchates

Beitrag von Nassos »

Zur Konzilsgebundenheit hätte ich eine Frage: sind die Konzile nach Ansicht der RKK nicht vom Hl. Geist beseelt gewesen? Ich kann mir das ehrlich gesagt nicht vorstellen. Aber wenn dies so gesehen wird, warum sind die Konzile dann nicht bindend?
(Oder habe ich da etwas mißverstanden?)

Gruß,
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Joseph
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Re: Enzyklika des Ökumenischen Patriarchates

Beitrag von Joseph »

Mary hat geschrieben:
lifestylekatholik hat geschrieben:»Orthodox« zu werden ist auf dem Gebiet der Kirche von Rom keine Option.
Wo genau verlaufen denn Deiner Ansicht nach die Grenzen des Gebiets von Rom?
Mary, das ist wohl die Grenze des Vatikanstaates....

und Lifestyle.... ich habe zwar schon zu deinem Post geantwortet, aber ich lese Deinen Satz hier nochmal bei Mary. Man muss sich diesen Satz mal langsam auf der Zunge vergehen lassen, hahaha:
Orthodox zu werden ist auf dem Gebiet der Kirche von Rom keine Option...... mmmmh :D
Zuletzt geändert von Joseph am Montag 1. März 2010, 20:22, insgesamt 1-mal geändert.
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Mary
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Re: Enzyklika des Ökumenischen Patriarchates

Beitrag von Mary »

lifestylekatholik hat geschrieben:
Mary hat geschrieben:Wo genau verlaufen denn Deiner Ansicht nach die Grenzen des Gebiets von Rom?
Über die Grenzverläufe im Einzelnen zu diskutieren, ist in diesem konkreten Fall gar nicht nötig. Sicherlich gehören aber Polen und Deutschland dazu.
Da bin ich aber beruhigt....

ich dachte schon, es wäre die ganze Erdkugel gemeint ;D
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Re: Enzyklika des Ökumenischen Patriarchates

Beitrag von Mary »

Joseph hat geschrieben:
Mary hat geschrieben:
lifestylekatholik hat geschrieben:»Orthodox« zu werden ist auf dem Gebiet der Kirche von Rom keine Option.
Wo genau verlaufen denn Deiner Ansicht nach die Grenzen des Gebiets von Rom?
May, das ist wohl die Grenze des Vatikanstaates....

und Lifestyle.... ich habe z\war schon zu deinem Post geantwortet, aber ich lese Deinen Satz hier nochmal bei Mary. Man muss sich diesen Satz mal langsam auf der Zunge vergehen lassen, hahaha:
Orthodox zu werden ist auf dem Gebiet der Kirche von Rom keine Option...... mmmmh :D
Joseph!! :huhu:

führe mich nicht in Versuchung...
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Re: Enzyklika des Ökumenischen Patriarchates

Beitrag von Mary »

Florianklaus hat geschrieben:
Der Abfall von der katholischen Kirche ist nirgendwo auf der Welt eine Option. Aber: Reisende soll man nicht aufhalten.
Naja...
wer orthodox wird, schliesst sich ja erst recht der katholischen Kirche an.
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Nassos
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Re: Enzyklika des Ökumenischen Patriarchates

Beitrag von Nassos »

Liebe Leute,

es ist nun hinreichend definiert, wer wie seine Kirche betrachtet und ja: es ist verwirrend mit katholisch und römisch-katholisch.
Für die einen ein und dasselbe für die anderen nicht so ganz.

Zumindest in der Vorosterzeit bitte ich alle von Herzen: bitte lasst Euch nicht zu solch emotionalen Ausbrüchen hinreißen. Ihr wisst, wer hierbei gewinnt. Und ich für meinen Teil möchte nicht, das er gewinnt.
Was sollen wir eines Tages vor dem fürchterlichen Richterstuhl des Hernn sagen: "er hat mich Schismatiker/Lateiner/wasweißich genannt"?

Ich werde Euch ALLE heute in meine Gebete einschließen, egal ob das lächerlich wirkt.

In der Liebe des Herrn,
Nassos
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lifestylekatholik
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Re: Enzyklika des Ökumenischen Patriarchates

Beitrag von lifestylekatholik »

Joseph hat geschrieben:Man muss sich diesen Satz mal langsam auf der Zunge vergehen lassen, hahaha:
Orthodox zu werden ist auf dem Gebiet der Kirche von Rom keine Option...... mmmmh :D
Joseph, du weißt, dass ich das so nicht geschrieben habe. Was du hier betreibst ist Rabulistik. :roll:
»Was muß man denn in der Kirche ›machen‹? In den Gottesdienſt gehen und beten reicht doch.«

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Nietenolaf
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Re: Enzyklika des Ökumenischen Patriarchates

Beitrag von Nietenolaf »

lifestylekatholik hat geschrieben:»Orthodox« zu werden ist auf dem Gebiet der Kirche von Rom keine Option.
Ich finde ja die Erwähnung eines "Gebiets der Kirche von Rom" in dem Statement viel interessanter. Sollte das eine Anerkennung des Konzepts des "kanonischen Territoriums" sein? ;)
ἐὰν γὰρ ἀποϑάνῃ ἄνϑρωπος, ζήσεται συντελέσας ἡμέρας τοῦ βίου αὐτοῦ· ὑπομενῶ, ἕως ἂν πάλιν γένωμαι.

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Lioba
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Re: Enzyklika des Ökumenischen Patriarchates

Beitrag von Lioba »

@Ilija- ist nicht deine Frau Georgierin? Wirst du dann in Zukunft in Georgien leben oder gibt es eine georgische Gemeinde hierzulande?
Die Herrschaft über den Augenblick ist die Herrschaft über das Leben.
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Ilija
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Re: Enzyklika des Ökumenischen Patriarchates

Beitrag von Ilija »

Lioba hat geschrieben:@Ilija- ist nicht deine Frau Georgierin? Wirst du dann in Zukunft in Georgien leben oder gibt es eine georgische Gemeinde hierzulande?
Ja beides... Gemeinden gibt es in Düsseldorf, München, Karlsruhe, Bonn, Münster und Bremen...

Ralf

Re: Enzyklika des Ökumenischen Patriarchates

Beitrag von Ralf »

lifestylekatholik hat geschrieben:»Orthodox« zu werden ist auf dem Gebiet der Kirche von Rom keine Option.
Ich bin als Glied der Katholischen Kirche bereits orthodox.

Ralf

Re: Enzyklika des Ökumenischen Patriarchates

Beitrag von Ralf »

Joseph hat geschrieben: In diesem Falle sprechen wir aber von einem Canon der von einem Konzil verabschiedet wurde. Wir sind eine konziliare Kirche und daher sind alle Gläubigen vom jüngsten Laien bis zum exaltiertesten Patriarchen an diese Gesetze gebunden.
Immer?

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lifestylekatholik
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Re: Enzyklika des Ökumenischen Patriarchates

Beitrag von lifestylekatholik »

Ralf hat geschrieben:
lifestylekatholik hat geschrieben:»Orthodox« zu werden ist auf dem Gebiet der Kirche von Rom keine Option.
Ich bin als Glied der Katholischen Kirche bereits orthodox.
Mönsch, fängst du jetzt auch noch an! Lies doch bitte mal im Kontext. :regel:

Ich habe »orthodox« in Anführungszeichen gesetzt. Das Ganze bezieht sich auf den unmittelbar darüberstehenden Beitrag und bedient sich der gleichen Schlüsselworte. Thema war »Konvertieren« zu einer Ostkirche. Ich hatte das sogar schon mal deutlich erklärt; das fiel allerdings als Kollateralschaden der Threadsäuberung zum Opfer, die durch einige etwas überzelotische Katholen hier angezeigt war.

Was du machst, ist genauso rabulistisch wie die beeden Beiträge von Joseph. :gaehn:

PS: Die Kirche ist orthodox. Ob gerade du orthodox bist, ist damit noch nicht klar.
»Was muß man denn in der Kirche ›machen‹? In den Gottesdienſt gehen und beten reicht doch.«

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Ilija
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Re: Enzyklika des Ökumenischen Patriarchates

Beitrag von Ilija »

Ralf hat geschrieben:
lifestylekatholik hat geschrieben:»Orthodox« zu werden ist auf dem Gebiet der Kirche von Rom keine Option.
Ich bin als Glied der Katholischen Kirche bereits orthodox.

Na das bezweifel ich aber....Wenn du zu Zeiten Gregorios Dialogos gelebt hättest, würde ich dir zustimmen aber du Lebst in der Zeit nach Vatikan I und II und da müssen wir dir wiedersprechen lieber Ralf....

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holzi
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Re: Enzyklika des Ökumenischen Patriarchates

Beitrag von holzi »

Ilija hat geschrieben:Na das bezweifel ich aber....Wenn du zu Zeiten Gregorios Dialogos gelebt hättest, würde ich dir zustimmen aber du Lebst in der Zeit nach Vatikan I und II und da müssen wir dir wiedersprechen lieber Ralf....
Sagen wir mal so: Ich bin orthodox, ob das auf alle Mitglieder meiner Kirche zutrifft, weiß ich nicht. :pfeif:

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Joseph
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Re: Enzyklika des Ökumenischen Patriarchates

Beitrag von Joseph »

Nietenolaf hat geschrieben:
lifestylekatholik hat geschrieben:»Orthodox« zu werden ist auf dem Gebiet der Kirche von Rom keine Option.
Ich finde ja die Erwähnung eines "Gebiets der Kirche von Rom" in dem Statement viel interessanter. Sollte das eine Anerkennung des Konzepts des "kanonischen Territoriums" sein? ;)
Ah Nietenolaf, die Möglichkeiten die sich hier eröffnen (sollte Deine Frage mit ja beantwortet werden) sind das reinste debattorianische Schlaraffenland. Hahahahaha
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Joseph
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Re: Enzyklika des Ökumenischen Patriarchates

Beitrag von Joseph »

Ralf hat geschrieben:
Joseph hat geschrieben: In diesem Falle sprechen wir aber von einem Canon der von einem Konzil verabschiedet wurde. Wir sind eine konziliare Kirche und daher sind alle Gläubigen vom jüngsten Laien bis zum exaltiertesten Patriarchen an diese Gesetze gebunden.
Immer?
Nein, Donnerstags nicht...! :breitgrins: :pfeif:
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Nassos
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Re: Enzyklika des Ökumenischen Patriarchates

Beitrag von Nassos »

Nassos hat geschrieben:Zur Konzilsgebundenheit hätte ich eine Frage: sind die Konzile nach Ansicht der RKK nicht vom Hl. Geist beseelt gewesen? Ich kann mir das ehrlich gesagt nicht vorstellen. Aber wenn dies so gesehen wird, warum sind die Konzile dann nicht bindend?
(Oder habe ich da etwas mißverstanden?)

Gruß,
Nassos
Na, wie sieht es aus?
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anneke6
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Re: Enzyklika des Ökumenischen Patriarchates

Beitrag von anneke6 »

Nassos hat geschrieben:
Nassos hat geschrieben:Zur Konzilsgebundenheit hätte ich eine Frage: sind die Konzile nach Ansicht der RKK nicht vom Hl. Geist beseelt gewesen? Ich kann mir das ehrlich gesagt nicht vorstellen. Aber wenn dies so gesehen wird, warum sind die Konzile dann nicht bindend?
(Oder habe ich da etwas mißverstanden?)

Gruß,
Nassos
Na, wie sieht es aus?
Nassos, ich habe nicht geantwortet, weil ich nicht wirklich kompetent ist. Aber meines Wissens unterscheidet die RKK zwischen unfehlbaren Konzilen und nicht-unfehlbaren. Was genau die Bedingungen sind, damit ein Konzil als unfehlbar anerkannt wird, muß jemand erklären, der da mehr bescheid weiß. Ich weiß zum Beispiel nur, daß das II. Vatikanische Konzil nicht unfehlbar ist. Ökumenisch (aus unserer Sicht) schon, aber als Pastoralkonzil angelegt.
???

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Florianklaus
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Re: Enzyklika des Ökumenischen Patriarchates

Beitrag von Florianklaus »

anneke6 hat geschrieben:
Nassos hat geschrieben:
Nassos hat geschrieben:Zur Konzilsgebundenheit hätte ich eine Frage: sind die Konzile nach Ansicht der RKK nicht vom Hl. Geist beseelt gewesen? Ich kann mir das ehrlich gesagt nicht vorstellen. Aber wenn dies so gesehen wird, warum sind die Konzile dann nicht bindend?
(Oder habe ich da etwas mißverstanden?)

Gruß,
Nassos
Na, wie sieht es aus?
Nassos, ich habe nicht geantwortet, weil ich nicht wirklich kompetent ist. Aber meines Wissens unterscheidet die RKK zwischen unfehlbaren Konzilen und nicht-unfehlbaren. Was genau die Bedingungen sind, damit ein Konzil als unfehlbar anerkannt wird, muß jemand erklären, der da mehr bescheid weiß. Ich weiß zum Beispiel nur, daß das II. Vatikanische Konzil nicht unfehlbar ist. Ökumenisch (aus unserer Sicht) schon, aber als Pastoralkonzil angelegt.

Da kenne ich aber mindestens einen deutschen Diözesanbischof, der das anders sieht und für den alle Konzilsdokumente des 2.Vat. 100%ig verbindlich sind.

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anneke6
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Re: Enzyklika des Ökumenischen Patriarchates

Beitrag von anneke6 »

Lehmann würde ich Nassos nicht empfehlen, wenn er etwas über unser Kirchenrecht wissen will. Ich glaube, der ist auch nicht viel kompetenter als ich. Vielleicht EWTN oder Father Z.
???

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lifestylekatholik
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Re: Enzyklika des Ökumenischen Patriarchates

Beitrag von lifestylekatholik »

anneke6 hat geschrieben:Ich weiß zum Beispiel nur, daß das II. Vatikanische Konzil nicht unfehlbar ist.
Es hat keine Dogmen (= Glaubenssätze) definiert.
»Was muß man denn in der Kirche ›machen‹? In den Gottesdienſt gehen und beten reicht doch.«

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Ewald Mrnka
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Re: Enzyklika des Ökumenischen Patriarchates

Beitrag von Ewald Mrnka »

lifestylekatholik hat geschrieben:
anneke6 hat geschrieben:Ich weiß zum Beispiel nur, daß das II. Vatikanische Konzil nicht unfehlbar ist.
Es hat keine Dogmen (= Glaubenssätze) definiert.
Viele sprechen von einem "Pastoralkonzil".
Wer die wirklichen Herrschenden identifizieren will, braucht sich nur zwei Fragen zu stellen:
WEN und WAS darfst Du NICHT kritisieren?
WESSEN INTERESSEN verfolgt das System?

Ralf

Re: Enzyklika des Ökumenischen Patriarchates

Beitrag von Ralf »

Nassos hat geschrieben:Zur Konzilsgebundenheit hätte ich eine Frage: sind die Konzile nach Ansicht der RKK nicht vom Hl. Geist beseelt gewesen? Ich kann mir das ehrlich gesagt nicht vorstellen. Aber wenn dies so gesehen wird, warum sind die Konzile dann nicht bindend?
(Oder habe ich da etwas mißverstanden?)

Gruß,
Nassos
Das Mißverständnis liegt in der Schwarz-Weiß-Denke. Es ist durchaus möglich (und tatsächlich so), daß konziliare Aussagen zeitgebunden gültig sind, andere wiederum "ohne Verfallsdatum". Konzilstexte sind wie alle Texte der Kirchengeschichte (einschließlich der Heiligen Schrift) im geschichtlichen Kontext und der Tradition zu interpretieren. Der Hl. Geist kann in der Kirche durchaus mehr als nur Ewiges formulieren - also: nicht den Geist unterschätzen! :breitgrins:

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Nassos
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Re: Enzyklika des Ökumenischen Patriarchates

Beitrag von Nassos »

1.) Ich erlaube mir, mich gegen "Schwarz-Weiß-Denke" zu wehren. "Unkenntnis" träfe es besser.
2.) In der Sakristei sei mir erlaubt, mich auf die sieben ökumenischen Konzilien zu beschränken.

Natürlich sind nicht alle Konzilsbeschlüsse für immer gültig. Spätere Konzile können erweitern, verbessern, was weiß ich...
Doch bei Konzilen, die vorgeben (im Hl. Geist), dass an einer Entscheidung nichts zu rütteln sei, wird der Ewigkeitsstempel aufgedrückt.

Was ich bis jetzt verstanden habe ist: für die RKK sind die Konzilien vom Hl. Geist beseelt. Korrekt?
Konzilsbeschlüsse sind nicht bindend, auch wenn ein Konzilsbeschluss immer noch "aktuell ist". Falsch?

Vielen Dank!
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Bernado
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Re: Enzyklika des Ökumenischen Patriarchates

Beitrag von Bernado »

Nassos hat geschrieben:1.) Ich erlaube mir, mich gegen "Schwarz-Weiß-Denke" zu wehren. "Unkenntnis" träfe es besser.
2.) In der Sakristei sei mir erlaubt, mich auf die sieben ökumenischen Konzilien zu beschränken.

Natürlich sind nicht alle Konzilsbeschlüsse für immer gültig. Spätere Konzile können erweitern, verbessern, was weiß ich...
Doch bei Konzilen, die vorgeben (im Hl. Geist), dass an einer Entscheidung nichts zu rütteln sei, wird der Ewigkeitsstempel aufgedrückt.

Was ich bis jetzt verstanden habe ist: für die RKK sind die Konzilien vom Hl. Geist beseelt. Korrekt?
Konzilsbeschlüsse sind nicht bindend, auch wenn ein Konzilsbeschluss immer noch "aktuell ist". Falsch?

Vielen Dank!
Ralf hat die richtige Antwort schon angedeutet: Das hängt davon ab.

Konzilien haben sich in den letzten Jahrhunderten zu vielen Dingen geäußert, für die man den hl. Geist nicht unbedingt verantwortlich machen sollte. Deshalb bedürfen ihre Beschlüsse für die Kirche von Rom einer Bestätigung durch den Papst, und deshalb hat sich neuerdings unter ihren Dokumenten eine Unterscheidung entwickelt zwischen solchen, die dogmatische Aussagen treffen wollen ("dogmatische" Konstitution), solchen, die die Art der Verkündigung betreffen ("pastorale" Konstitution), solchen, die Recht setzen (Dekrete) und solche die eine offenbar nicht dogmatische, aber gewichtige Aussage treffen wollen (Erklärung). Wobei die beiden letzteren nur auf Deutsch unterschiedlich benannt werden (Dekret bzw. Erklärung), während sie auf Latein gleicherweise "Decretum" heißen.

Ich halte das für eine wenig glückliche Entwicklung. Die früheren Konzile des 2. Jahrtausends kannten soweit ich weiß nur eine Unterscheidung zwischen dogmatischen Aussagen, die durch die berühmte Formel "anathema sit" (verurteilt sei, wer etwas anderes sagt) markiert waren, und allgemeinen Erklärungen, die eine aktuelle Stellungnahme ausdrückten, die aber keine Glaubenswahrheiten formulieren wollten. Die Dogmen sind Ausdruck unwandelbarer Wahrheit, die Erklärungen beziehen sich auf Zeitgebundenes und können mit diesem vergehen oder ihren Charakter verändern. Das wurde so gehandhabt bis zum 1. Vatikanum einschließlich.

Das 2. Vatikanum wurde ausdrücklich einberufen als Pastoralkonzil, das keine neuen Wahrheiten definieren und keine Verurteilungen neuer Irrtümer aussprechen sollte, sondern den unveränderten Bestand des Glaubens wo erforderlich in einer dem modernen Menschen verständlicheren Form präsentieren sollte. Von daher ist Papst Benedikts "Hermeneutik der Kontinuität" nichts als eine reine Selbstverständlichkeit.

Was uns heute Probleme bereitet, ist

a) daß die nicht immer sehr klaren Aussagen des 2. Vatikanums von vielen Umstürzlern in der Kirche völlig undifferenziert so dargestellt, werden, als ob sie Dogmenrang hätten und

b) ein "Geist des Konzils" erfunden wurde, den es zwar in einigem Umfang tatsächlich gab, den aber mit dem Hl. Geist zu identifizieren nicht der geringste Grund besteht.

Und so stehen wir plötzlich da mit einer Theologie und mit vielen Bischöfen, die aus dem definitiv nichts dogmatisieren wollenden Vatikanum II ein "Superdogma" machen und die den jeweils nach eigenem Gusto definierten "Geist des Konzils" zum Ausdruck des hl. Geistes umdeuten. Im einzelnen sehr unterschiedlich, in der generellen Richtung völlig gleichlaufend: Anpassung an die säkularen Tendenzen.

Da müssen wir jetzt nun durch. Und da es sich bei dem Ganzen um ein Problem der Artikulation der Kirche in einer modernen säkularisierten Gesellschaft handelt, werdet Ihr da auch noch durchmüssen, nachdem die "Zeitkapsel", die eine gewisse Zeit lang die Kerngebiete der Orthodoxie umfangen hat, aufgeplatzt ist.
„DIE SORGE DER PÄPSTE ist es bis zur heutigen Zeit stets gewesen, dass die Kirche Christi der Göttlichen Majestät einen würdigen Kult darbringt.“ Summorum Pontificum 2007 (http://www.summorum-pontificum.de/)

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Re: Enzyklika des Ökumenischen Patriarchates

Beitrag von Galilei »

Bernado hat geschrieben:Konzilien haben sich in den letzten Jahrhunderten zu vielen Dingen geäußert, für die man den hl. Geist nicht unbedingt verantwortlich machen sollte. Deshalb bedürfen ihre Beschlüsse für die Kirche von Rom einer Bestätigung durch den Papst, und deshalb hat sich neuerdings unter ihren Dokumenten eine Unterscheidung entwickelt zwischen solchen, die dogmatische Aussagen treffen wollen ("dogmatische" Konstitution), solchen, die die Art der Verkündigung betreffen ("pastorale" Konstitution), solchen, die Recht setzen (Dekrete) und solche die eine offenbar nicht dogmatische, aber gewichtige Aussage treffen wollen (Erklärung). Wobei die beiden letzteren nur auf Deutsch unterschiedlich benannt werden (Dekret bzw. Erklärung), während sie auf Latein gleicherweise "Decretum" heißen.
Im Lateinischen wird zwischen »declaratio« und »decretum« unterschieden.

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Re: Enzyklika des Ökumenischen Patriarchates

Beitrag von lifestylekatholik »

Bernado hat geschrieben:Und da es sich bei dem Ganzen um ein Problem der Artikulation der Kirche in einer modernen säkularisierten Gesellschaft handelt, werdet Ihr da auch noch durchmüssen, nachdem die "Zeitkapsel", die eine gewisse Zeit lang die Kerngebiete der Orthodoxie umfangen hat, aufgeplatzt ist.
Hm, ist die Entstehung einer »modernen säkularisierten Gesellschaft«, wie sie im Abendland entstand, zwangsläufig? Hinken die Gesellschaften in den Gebieten der Ostkirchen nur zeitlich hinterher oder entwickeln sie sich nicht auch anders?
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Re: Enzyklika des Ökumenischen Patriarchates

Beitrag von Bernado »

Galilei hat geschrieben:Im Lateinischen wird zwischen »declaratio« und »decretum« unterschieden.
Danke für den Hinweis - irgendwo (Spindelboeck?) habe ich das anders gesehen.
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Re: Enzyklika des Ökumenischen Patriarchates

Beitrag von Bernado »

lifestylekatholik hat geschrieben:
Bernado hat geschrieben:Und da es sich bei dem Ganzen um ein Problem der Artikulation der Kirche in einer modernen säkularisierten Gesellschaft handelt, werdet Ihr da auch noch durchmüssen, nachdem die "Zeitkapsel", die eine gewisse Zeit lang die Kerngebiete der Orthodoxie umfangen hat, aufgeplatzt ist.
Hm, ist die Entstehung einer »modernen säkularisierten Gesellschaft«, wie sie im Abendland entstand, zwangsläufig? Hinken die Gesellschaften in den Gebieten der Ostkirchen nur zeitlich hinterher oder entwickeln sie sich nicht auch anders?
Russland sehe ich voll auf diesem Weg. Griechenland weiß ich nicht - sehe aber auch keine Alternative.
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