Die 7 ökumenischen Konzilien

Ostkirchliche Themen.
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Lioba
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Re: Die 7 ökumenischen Konzilien

Beitrag von Lioba »

Also ich habe vornweg eine Frage: wo stand Wulfila theologisch genau? Die von ihm missionierten Volksstämme waren grossenteils arianisch, Wulfila geweiht in der oströmischen Kirche, gilt er als Heiliger?
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Joseph
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Re: Die 7 ökumenischen Konzilien

Beitrag von Joseph »

Lioba hat geschrieben:Also ich habe vornweg eine Frage: wo stand Wulfila theologisch genau? Die von ihm missionierten Volksstämme waren grossenteils arianisch, Wulfila geweiht in der oströmischen Kirche, gilt er als Heiliger?
Lioba, Wulfila (Ulfila) war ein Arianer, wie kann er da ein Heiliger der Orthodoxen Kirche sein?

Wulfila converted many among the Visigoths and Ostrogoths, preaching an Arian Christianity, which when they reached the western Mediterranean, set them apart from their overwhelmingly Orthodox neighbors and subjects. Many believe that it was the ongoing Arianism of Gothic Christianity that eventually led to the addition of the Filioque to the Nicene-Constantinopolitan Creed at the Council of Toledo, Spain in 589, in a creedal attempt to bolster the divinity of the Son of God.

http://en.orthodoxwiki.org/Wulfila
http://orthodoxwiki.org/First_Ecumenical_Council
Gruß
Joseph
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Nassos
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Re: Die 7 ökumenischen Konzilien

Beitrag von Nassos »

Joseph hat geschrieben:Many believe that it was the ongoing Arianism of Gothic Christianity that eventually led to the addition of the Filioque to the Nicene-Constantinopolitan Creed at the Council of Toledo, Spain in 589, in a creedal attempt to bolster the divinity of the Son of God.
Aha, das wußte ich gar nicht. So so....
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ad-fontes
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Re: Die 7 ökumenischen Konzilien

Beitrag von ad-fontes »

Nassos hat geschrieben:
Joseph hat geschrieben:Many believe that it was the ongoing Arianism of Gothic Christianity that eventually led to the addition of the Filioque to the Nicene-Constantinopolitan Creed at the Council of Toledo, Spain in 589, in a creedal attempt to bolster the divinity of the Son of God.
Aha, das wußte ich gar nicht. So so....
Ja, historisch betrachtet, diente das filioque der Abwehr des Subordinatianismus.
(Zu dumm nur, dass man dabei übersehen hat, daß man den Hl. Geist unterordnet.)
Christi vero ecclesia, sedula et cauta depositorum apud se dogmatum custos, nihil in his umquam permutat, nihil minuit, nihil addit; non amputat necessaria, non adponit superflua; non amittit sua, non usurpat aliena. (Vincentius Lerinensis, Com. 23, 16)

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Sebastian
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Re: Die 7 ökumenischen Konzilien

Beitrag von Sebastian »

ad-fontes hat geschrieben:
(Zu dumm nur, dass man dabei übersehen hat, daß man den Hl. Geist unterordnet.)
Pssst. Dem Papst Leo III ist's aufgefallen. Er ließ deshalb das orthodoxe Glaubensbekenntnis in silberne Tafel fassen und vor'm Petrusgrab aufstellen.
"Selig sind die, die nicht gesehen und doch geglaubt haben" (Joh. 20,31)

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ad-fontes
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Re: Die 7 ökumenischen Konzilien

Beitrag von ad-fontes »

Sebastian hat geschrieben: Pssst. Dem Papst Leo III ist's aufgefallen. Er ließ deshalb das orthodoxe Glaubensbekenntnis in silberne Tafel fassen und vor'm Petrusgrab aufstellen.

Kein Wunder, reden ging ja nicht mehr so gut.
Christi vero ecclesia, sedula et cauta depositorum apud se dogmatum custos, nihil in his umquam permutat, nihil minuit, nihil addit; non amputat necessaria, non adponit superflua; non amittit sua, non usurpat aliena. (Vincentius Lerinensis, Com. 23, 16)

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Nassos
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Re: Die 7 ökumenischen Konzilien

Beitrag von Nassos »

Was? Ich versteh kein Wort!
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holzi
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Re: Die 7 ökumenischen Konzilien

Beitrag von holzi »

Nassos hat geschrieben:Was? Ich versteh kein Wort!
http://de.wikipedia.org/wiki/Leo_III._%28Papst%29
Ihm wurde die Zunge abgeschnitten, zumindest wurde das versucht.

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Lioba
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Re: Die 7 ökumenischen Konzilien

Beitrag von Lioba »

Dass die Tafeln am Petrus- Grab angebracht wurden, hatte sicherlich eine starke symbolische Wirkung im Sinne der Berufung auf die Autorität des Petrus.
Eine Nebenfrage im Zusammenhang mit Wulfila. Kann er als Häretiker betrachtet werden oder nicht?
Zum Zeitpunkt seines Todes war die strittige Frage noch offen.
Nachtrag filioque: die Theologen, die Karl den Grossen berietenhielten den filioque-Zusatz für notwendig zur Abwehr der Arianer, er drückte diese Entscheidung erst mal nur für das Frankenreich durch- die silbernen Tafeln waren der deutliche Protest Roms. Römische Lehre wurde es erst im Zusammenhang mit dem endgültigen Zerwürfniss zwischen Ost- und Wstkirche. In dieser Zeit war Rom bereits in sehr starker Abhängigkeit vom fränkischen Reich.
Die theologischen Überlegungen dazu sind allerdings schon älter und ebenfalls in der Auseinandersetzung mit dem Arianismus entwickelt worden.
Bei Evangelens war es einfach so, dass das filioque nicht Thema der Auseinandersetzung war und somit einfach mit übernommen wurde. Es ist bei uns kein zentrales Thema. Das Bekenntnis ohne filioque gilt soweit ich weiss bei Lutheranern und Altkatholiken als ebenfalls vollwertig- mssten unsere Fachleute mehr zu wissen.
Josef- danke für die bearbeitete Hagia Sophia.
Die Herrschaft über den Augenblick ist die Herrschaft über das Leben.
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Christ86
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Re: Die 7 ökumenischen Konzilien

Beitrag von Christ86 »

Lioba hat geschrieben:Das Bekenntnis ohne filioque gilt soweit ich weiss bei Lutheranern und Altkatholiken als ebenfalls vollwertig- mssten unsere Fachleute mehr zu wissen.
Josef- danke für die bearbeitete Hagia Sophia.
Ich erlaube mir eine kurze Präzision:

Bei den Altkatholischen Kirchen gilt das Glaubensbekenntnis ohne Filioque. Das Filioque wurde vor Jahrzenten entfernt.


Akzeptiert aber nicht auch die römisch-katholische Kirche das Glaubensbekenntnis ohne Filioque als vollwertig? Wurde es nicht so letztlich in einem wichtigen Dokument wiedergegeben?

Ist zwar OT, gibt ja einen Filioque-Strang...
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songul
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Re: Die 7 ökumenischen Konzilien

Beitrag von songul »

Christ86 hat geschrieben:
Lioba hat geschrieben:Das Bekenntnis ohne filioque gilt soweit ich weiss bei Lutheranern und Altkatholiken als ebenfalls vollwertig- mssten unsere Fachleute mehr zu wissen.
Josef- danke für die bearbeitete Hagia Sophia.
Ich erlaube mir eine kurze Präzision:

Bei den Altkatholischen Kirchen gilt das Glaubensbekenntnis ohne Filioque. Das Filioque wurde vor Jahrzenten entfernt.


Akzeptiert aber nicht auch die römisch-katholische Kirche das Glaubensbekenntnis ohne Filioque als vollwertig? Wurde es nicht so letztlich in einem wichtigen Dokument wiedergegeben?

Ist zwar OT, gibt ja einen Filioque-Strang...
Tut sie. In Niederalteich und anderen byz. Gemeinde-Gottesdiensten wird auch ohne Filieoque gelesen.

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Niels
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Re: Die 7 ökumenischen Konzilien

Beitrag von Niels »

songul hat geschrieben:In Niederalteich und anderen byz. Gemeinde-Gottesdiensten wird auch ohne Filieoque gelesen.
Echt? Ich war ja schon dreimal in Niederaltaich, aber hab's offenbar nie mitbekommen. :tuete:
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cantus planus
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Re: Die 7 ökumenischen Konzilien

Beitrag von cantus planus »

Niels hat geschrieben:
songul hat geschrieben:In Niederalteich und anderen byz. Gemeinde-Gottesdiensten wird auch ohne Filieoque gelesen.
Echt? Ich war ja schon dreimal in Niederaltaich, aber hab's offenbar nie mitbekommen. :tuete:
Das ist eben echter Katholizismus. :D
"War 'ne tolle Predicht heute, oder?" - "Ja, aber ich hab nich zujehört."
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Niels
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Re: Die 7 ökumenischen Konzilien

Beitrag von Niels »

cantus planus hat geschrieben:
Niels hat geschrieben:
songul hat geschrieben:In Niederalteich und anderen byz. Gemeinde-Gottesdiensten wird auch ohne Filieoque gelesen.
Echt? Ich war ja schon dreimal in Niederaltaich, aber hab's offenbar nie mitbekommen. :tuete:
Das ist eben echter Katholizismus. :D
"War 'ne tolle Predicht heute, oder?" - "Ja, aber ich hab nich zujehört."
:D
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Joseph
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Re: Die 7 ökumenischen Konzilien

Beitrag von Joseph »

Lioba hat geschrieben: Eine Nebenfrage im Zusammenhang mit Wulfila. Kann er als Häretiker betrachtet werden oder nicht?
Natürlich ist er als Anhänger des Arius mit diesem anathematisiert worden, er ist somit ein Häretiker!

Das erste Ökumenische Konzil verlief wie folgt:
The Council was opened by Constantine with the greatest solemnity. The emperor began by making the bishops understand that they had a greater and better business in hand than personal quarrels and interminable recriminations. Nevertheless, he had to submit to the infliction of hearing the last words of debates which had been going on previous to his arrival. Eusebius of Caesarea and his two abbreviators, Socrates and Sozomen, as well as Rufinus and Gelasius of Cyzicus, report no details of the theological discussions. Rufinus tells us only that daily sessions were held and that Arius was often summoned before the assembly; his opinions were seriously discussed and the opposing arguments attentively considered. The majority, especially those who were confessors of the Faith, energetically declared themselves against the impious doctrines of Arius. St. Athanasius assures us that the activities of the Council were nowise hampered by Constantine's presence. To St. Athanasius may be attributed a preponderant influence in the formulation of the symbol of the First Ecumenical Council, of which the following is a literal translation:

We believe in one God the Father Almighty, Maker of all things visible and invisible; and in one Lord Jesus Christ, the only begotten of the Father, that is, of the substance [ek tes ousias] of the Father, God of God, light of light, true God of true God, begotten not made, of the same substance with the Father [homoousion to patri], through whom all things were made both in heaven and on earth; who for us men and our salvation descended, was incarnate, and was made man, suffered and rose again the third day, ascended into heaven and cometh to judge the living and the dead. And in the Holy Ghost. Those who say: There was a time when He was not, and He was not before He was begotten; and that He was made out of nothing (ex ouk onton); or who maintain that He is of another hypostasis or another substance [than the Father], or that the Son of God is created, or mutable, or subject to change, [them] the Catholic Church anathematizes.

The adhesion was general and enthusiastic. All the bishops save five declared themselves ready to subscribe to this formula, convince that it contained the ancient faith of the Apostolic Church. The opponents were soon reduced to two, Theonas of Marmarica and Secundus of Ptolemais, who were exiled and anathematized. Arius and his writings were also branded with anathema, his books were cast into the fire, and he was exiled to Illyria.


http://www.intratext.com/IXT/ENG835/_P2.HTM

Gruß
Joseph
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Joseph
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Re: Die 7 ökumenischen Konzilien

Beitrag von Joseph »

Niels hat geschrieben:
songul hat geschrieben:In Niederalteich und anderen byz. Gemeinde-Gottesdiensten wird auch ohne Filieoque gelesen.
Echt? Ich war ja schon dreimal in Niederaltaich, aber hab's offenbar nie mitbekommen. :tuete:
Alle Uniat Kirchen benutzen das Credo OHNE filioque Zusatz.... auch in einigen "regulären" RK wird das filioque seit neuestem weggelassen (hier in NA)

Gruß
Joseph
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