Dr. Johannes Kreier wird zu Vr. Makarios

Ostkirchliche Themen.
RömerDesNordens
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Re: Dr. Johannes Kreier wird zu Vr. Makarios

Beitrag von RömerDesNordens »

Trisagion hat geschrieben:
Mittwoch 19. Februar 2020, 10:50
Kai hat geschrieben:
Mittwoch 19. Februar 2020, 09:37
RömerDesNordens hat geschrieben:
Mittwoch 19. Februar 2020, 08:15
Das behauptet der hiesige (=austro-bavarische) Pöbel auch, ja wahrscheinlich der eines jeden LandStriches!
Im Tode - und somit auch in der Hölle als dem ewigen Tode - sind alle gleich, dort können all die ignoranten SelbstVerGötzer z.B. den grossen Hesso-Franken GOETHE freilich duzen sooft sie wollen. Das Reich der Intelligenz, d.i. der Himmel, hingegen ist - wie noch Pius XI. wusste - eine unerbittliche HierArchie, wo jeder seinen GOTTgewollten Platz hat.
Alter Falter!
Mir ist nicht klar, warum der nördliche Römer sich so sehr auf einen nach der Intelligenz geordneten Himmel freut? :hmm:

Ich krame dann mal meinen Wechsler IQ raus. Sollte sicher für einen Platz in den vorderen Reihen reichen.

Ach so, Platon habe ich zum erstenmal so mit vierzehn Jahren durchgelesen. Komplett. Sehr unterhaltsam, viel unterhaltsamer als Aristoteles, der ja mehr so den Charme eines Telefonbuchs versprüht. Leider hat Aristoteles praktisch immer recht, oder jedenfalls mehr recht als Platon. Gut schreiben können und die Wahrheit finden sind halt zwei paar Schuhe, womit wir dann auch beim Freimaurer Goethe wären...
Wenn Sie Intelligenz mit dem "IntelligenzQuotienten", d.h. der technischen "Intelligen" (=Intellekt), gleichsetzen, dann kommen mir ehrlichgesagt Zweifel, ob Sie beide auch restlos verstanden haben. Wahrscheinlich traten Sie auch ohne eigene Fragen an beide heran und dann ist der Stagirit wie jeder andere Systematiker freilich "sehr überzeugend", während bei PLATON selbst PhilosophieHistoriker wie Windelband oder Hirschberger ziemlich ratlos sind, was Er eigentlich wirklich meint. Übrigens zeigte Ed.Schürer (als der wohl beste Kenner der griech. Denker), dass ARISTOTELES die IdeenLehre Seines Meisters gar nicht richtig verstanden haben dürfte; jedenFalls gab Er sie eindeutig völlig entstellt wider. Soviel zur jeweiligen Grösse der beiden.
Zu glauben, dass Stil und Inhalt nicht zusammenhingen, ist überhaupt die Häresie der Formlosigkeit.

Trisagion
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Re: Dr. Johannes Kreier wird zu Vr. Makarios

Beitrag von Trisagion »

RömerDesNordens hat geschrieben:
Mittwoch 19. Februar 2020, 23:46
Wenn Sie Intelligenz mit dem "IntelligenzQuotienten", d.h. der technischen "Intelligen" (=Intellekt), gleichsetzen, dann kommen mir ehrlichgesagt Zweifel, ob Sie beide auch restlos verstanden haben.
Also, das mit dem IQ war eher als Scherz gemeint. Solange wir uns einig sind, daß meiner größer ist als Deiner, brauchen wir da nicht weiter drüber reden. ;D

Es scheint mir allerdings, daß Du Intelligenz und Intellekt etwas durcheinanderbringst. Der Mensch hat Wille und Intellekt (Erkenntnisfähigkeit, Verstand, vom Lateinischen intellectus). Es ist der Intellekt, der den Menschen vom Tier unterscheidet, und ihm erlaubt "Bild Gottes" zu sein. Intelligenz bezeichnet hingegen die kognitive Leistungsfähigkeit, die geistige Kraft. Darum heißt es ja auch Intelligenz-Quotient, nicht Intellekt-Quotient. Es gibt viele verschiedene Methoden IQ zu messen (z.B. eben die Wechsler Adult Intelligence Scale, WAIS), wobei kein Test das komplette Leistungsspektrum erfasst. Aber soetwas wie WAIS ist in etwa mit einem Zehnkampf zu vergleichen. Wer dabei gut abschneidet, ist sicherlich ein guter Athlet, auch wenn sich Aktivitäten finden lassen wo er nicht brilliert.

Jedenfalls denke ich nicht, daß eine Hierarchie im Himmel auf der Intelligenz beruhen kann, also auf kognitiver Leistungsfähigkeit. Gott ist ja kein Sudoku Puzzle. Schon eher auf dem Intellekt, quasi gedacht als Maß der Gottähnlichkeit. Aber inwiefern es da sinnvoll ist eine Skalierung auf menschlichem Niveau einzuführen, weiß ich nicht. Die klassische Lehre zur Hierarchie im Himmel besagt jedenfalls, daß man je nach dem erreichten Grad der Gottesliebe (caritas) an der seligmachenden Schau Gottes teilhat. Gottesliebe also, nicht Intellekt, und schon garnicht Intelligenz.
RömerDesNordens hat geschrieben:
Mittwoch 19. Februar 2020, 23:46
Zu glauben, dass Stil und Inhalt nicht zusammenhingen, ist überhaupt die Häresie der Formlosigkeit.
Und doch ist nicht alles Gold was glänzt.

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songul
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Re: Dr. Johannes Kreier wird zu Vr. Makarios

Beitrag von songul »

Betrifft nicht Vr Makarios aber ist der Niederalteicher Pater Romanos auch orthodox geworden? In seinem FB Profil steht dass er seit 2019 in Diensten des rumänischen Patriarchates sein soll...

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Robert Ketelhohn
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Re: Dr. Johannes Kreier wird zu Vr. Makarios

Beitrag von Robert Ketelhohn »

Osthugo hat geschrieben:
Freitag 15. November 2019, 17:10
Viele von Euch werden den ehem. Hochschulseelsorger der kath. Hochschulgemeinde Edith Stein in Saarbrücken, Dr, Johannes Kreier, kennen. Manchen ist er vielleicht auch durch seine sowohl kurzweiligen, als auch theologisch tiefgehenden Schulungen im Bereich Bibel und Liturgie bekannt, die als Videomitschnitte in YouTube kursieren.

Ich hatte mich schon gewundert, dass er nach dem Ende des „Klosters am Rande der Stadt“ plötzlich aus dem Netz verschwunden war.

Nunmehr habe ich mit Freude vernommen, dass Dr. Johannes Kreier im April dieses Jahres in den Priesterstand des Westeuropäischen Exarchats des Moskauer Patriarchats (Diözese von Cherson) aufgenommen wurde. Tags darauf wurde er von Altvater Archimandrit Gabriel Bunge zum Hieromönch mit dem Namen Makarius geschoren.

Bild

Gotte segne sein weiteres Wirken!
:glubsch: :auweia: :panisch: :aengstlich: :erschrocken: :detektiv: :heiligschein: :heiligenschein: :scheinheilig: :ikb_thumbsup:
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Herr v. Liliencron
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Re: Dr. Johannes Kreier wird zu Vr. Makarios

Beitrag von Herr v. Liliencron »

Robert Ketelhohn hat geschrieben:
Montag 11. Mai 2020, 00:58
Osthugo hat geschrieben:
Freitag 15. November 2019, 17:10
Viele von Euch werden den ehem. Hochschulseelsorger der kath. Hochschulgemeinde Edith Stein in Saarbrücken, Dr, Johannes Kreier, kennen. Manchen ist er vielleicht auch durch seine sowohl kurzweiligen, als auch theologisch tiefgehenden Schulungen im Bereich Bibel und Liturgie bekannt, die als Videomitschnitte in YouTube kursieren.

Ich hatte mich schon gewundert, dass er nach dem Ende des „Klosters am Rande der Stadt“ plötzlich aus dem Netz verschwunden war.

Nunmehr habe ich mit Freude vernommen, dass Dr. Johannes Kreier im April dieses Jahres in den Priesterstand des Westeuropäischen Exarchats des Moskauer Patriarchats (Diözese von Cherson) aufgenommen wurde. Tags darauf wurde er von Altvater Archimandrit Gabriel Bunge zum Hieromönch mit dem Namen Makarius geschoren.

Bild

Gotte segne sein weiteres Wirken!
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Erfreulich ist das nie, wenn jemand zur schismatischen "Orthodoxie" abfällt, obwohl er nicht aus einem ursprünglich ostkirchlich geprägten Kulturkreis stammt und die Lehre der röm.-kath. wahren Kirche Christi theologisch gut kennt, aber liturgisch und psychologisch verständlich und verzeihlich ist vieles. Auch solche und ähnliche Abfälle von der einzig wahren Kirche Christi in Einheit mit dem Römischen Stuhl und zahllose verlorene Berufungen hat Paul VI. zweifellos zu verantworten!

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Siard
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Re: Dr. Johannes Kreier wird zu Vr. Makarios

Beitrag von Siard »

Herr v. Liliencron hat geschrieben:
Montag 11. Mai 2020, 08:10
Auch solche und ähnliche Abfälle von der einzig wahren Kirche Christi in Einheit mit dem Römischen Stuhl und zahllose verlorene Berufungen hat Paul VI. zweifellos zu verantworten!
Da dürfte seine Heiligkeit Bergolio noch wesentlich erfolgreicher sein.
Ach du meine Nase!

Herr v. Liliencron
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Re: Dr. Johannes Kreier wird zu Vr. Makarios

Beitrag von Herr v. Liliencron »

Glaube ich ehrlich gesagt nicht. Außerdem hat Papst Franziskus den neuen Ritus zumindest nicht selbst schaffen lassen und verpflichtend vorgeschrieben. Das ist die besondere, einzigartig negative "Qualität" an Paul VI.

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Bruder Donald
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Re: Dr. Johannes Kreier wird zu Vr. Makarios

Beitrag von Bruder Donald »

Herr v. Liliencron hat geschrieben:
Montag 11. Mai 2020, 08:10
Erfreulich ist das nie, wenn jemand zur schismatischen "Orthodoxie" abfällt, [...]
Ich würde da mal lieber nicht so vorlaut sein, wenn man dem "Verein" angehört, der eigenmächtig und ohne Rücksprache mit der "Ostkirche" Veränderungen im Credo vorgenommen hat... :pfeif:
Prüft alles und behaltet das Gute! (1. Thess 5,21)

Herr v. Liliencron
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Re: Dr. Johannes Kreier wird zu Vr. Makarios

Beitrag von Herr v. Liliencron »

Die Problematik der Einfügung des filioque sehe ich rituell-liturgisch auch. Dogmatisch wurde die Aussage von den von Rom getrennten Ostkirchen nachträglich als Häresie konstruiert, um die eigene hierarchische Trennung vermeintlich rechtfertigen zu können, also mit theologischen Irrungen im Westen, die angeblich schon vor das Schisma zurückreichen (anders als die späteren Dogmatisierungen von 1854, 1870 und 1950).

Cassian
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Re: Dr. Johannes Kreier wird zu Vr. Makarios

Beitrag von Cassian »

Herr v. Liliencron hat geschrieben:
Montag 11. Mai 2020, 12:18
Die Problematik der Einfügung des filioque sehe ich rituell-liturgisch auch. Dogmatisch wurde die Aussage von den von Rom getrennten Ostkirchen nachträglich als Häresie konstruiert, um die eigene hierarchische Trennung vermeintlich rechtfertigen zu können, also mit theologischen Irrungen im Westen, die angeblich schon vor das Schisma zurückreichen (anders als die späteren Dogmatisierungen von 1854, 1870 und 1950).
Filioquismus ist arianischer Subordinationismus bezogen auf den heiligen Geist

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Robert Ketelhohn
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Re: Dr. Johannes Kreier wird zu Vr. Makarios

Beitrag von Robert Ketelhohn »

Cassian hat geschrieben:
Montag 11. Mai 2020, 13:31
Herr v. Liliencron hat geschrieben:
Montag 11. Mai 2020, 12:18
Die Problematik der Einfügung des filioque sehe ich rituell-liturgisch auch. Dogmatisch wurde die Aussage von den von Rom getrennten Ostkirchen nachträglich als Häresie konstruiert, um die eigene hierarchische Trennung vermeintlich rechtfertigen zu können, also mit theologischen Irrungen im Westen, die angeblich schon vor das Schisma zurückreichen (anders als die späteren Dogmatisierungen von 1854, 1870 und 1950).
Filioquismus ist arianischer Subordinationismus bezogen auf den heiligen Geist
Das ist natürlich auch so eine nachträgliche Konstruktion, post factum schisma. Lies mal die entsprechenden Passagen im Florentinum.
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Jeremias
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Re: Dr. Johannes Kreier wird zu Vr. Makarios

Beitrag von Jeremias »

Herr v. Liliencron hat geschrieben:
Montag 11. Mai 2020, 08:10
Erfreulich ist das nie, wenn jemand zur schismatischen "Orthodoxie" abfällt, obwohl er nicht aus einem ursprünglich ostkirchlich geprägten Kulturkreis stammt und die Lehre der röm.-kath. wahren Kirche Christi theologisch gut kennt, aber liturgisch und psychologisch verständlich und verzeihlich ist vieles. Auch solche und ähnliche Abfälle von der einzig wahren Kirche Christi in Einheit mit dem Römischen Stuhl und zahllose verlorene Berufungen hat Paul VI. zweifellos zu verantworten!
Hihi, als deutscher Orthodoxer mit ehemals katholischer Taufe muss ich ja schon etwas schmunzeln. Und wenn ich mir meine Frau angucke, die im Gegensatz zu mir nicht mit 2 Jahren, sondern mit 25 Jahren orthodox geworden ist, muss ich nochmal schmunzeln. Auch für dich, mein lieber Bruderheiliger, gilt: Man sollte nie zu arrogant daherreden, solange man nicht den Balken vor der eigenen Stirn entfernt hat.
Orthodoxer. Physikdidaktiker. Rollenspieler. Liberaler. Konservativer. Modernist. Ökumenist.
Alles Titel, mit denen man mich bedenken kann, die deswegen mich trotzdem nicht gänzlich beschreiben.

Cassian
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Re: Dr. Johannes Kreier wird zu Vr. Makarios

Beitrag von Cassian »

Robert Ketelhohn hat geschrieben:
Montag 11. Mai 2020, 13:43
Cassian hat geschrieben:
Montag 11. Mai 2020, 13:31
Herr v. Liliencron hat geschrieben:
Montag 11. Mai 2020, 12:18
Die Problematik der Einfügung des filioque sehe ich rituell-liturgisch auch. Dogmatisch wurde die Aussage von den von Rom getrennten Ostkirchen nachträglich als Häresie konstruiert, um die eigene hierarchische Trennung vermeintlich rechtfertigen zu können, also mit theologischen Irrungen im Westen, die angeblich schon vor das Schisma zurückreichen (anders als die späteren Dogmatisierungen von 1854, 1870 und 1950).
Filioquismus ist arianischer Subordinationismus bezogen auf den heiligen Geist
Das ist natürlich auch so eine nachträgliche Konstruktion, post factum schisma. Lies mal die entsprechenden Passagen im Florentinum.
Nein, das ist ein sich zwingend aus der Verhärtung beider Positionen im Zuge jahrhundertelanger Debatten ergebendes Faktum. Das Filioque ist häretisch und legt paradigmatisch ein neoplatonisches Gottesbild zugrunde. Dass die Einfügung in das Credo überdies auch illegal war, ist sicherlich wichtig, aber nicht das einzige Kriterium.

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Robert Ketelhohn
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Re: Dr. Johannes Kreier wird zu Vr. Makarios

Beitrag von Robert Ketelhohn »

Das ist ein mehrfacher Trugschluß, auch ohne innere Logik.
Zur Diskussion aber bitte da:

viewtopic.php?f=21&t=1329&hilit=filioque
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Martina
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Re: Dr. Johannes Kreier wird zu Vr. Makarios

Beitrag von Martina »

songul hat geschrieben:
Sonntag 22. März 2020, 20:24
Betrifft nicht Vr Makarios aber ist der Niederalteicher Pater Romanos auch orthodox geworden? In seinem FB Profil steht dass er seit 2019 in Diensten des rumänischen Patriarchates sein soll...
Könnte sein, allerdings steht in einem Pfarrblättchen: "Im Rahmen des Jugendgottes-dienstes am Sonntag, den 2. Juni 2019 um 10.30 Uhr wurde Pater Romanos Werner OSB von der Pfarrei St. Nikola Landshut, verabschiedet. Sein priesterlicher Dienst führt ihn in die Notfallseelsorge. " Im Amtsblatt für die Diözese Regensburg steht: "Mit Wirkung vom 15.05.2019 wurde oberhirtlich entpflichtet: P. Romanos Werner OSB von seinem Dienst als Pfarr-vikar in der Pfarrei Landshut-St. Nikola im Dekanat Landshut-Altheim". Denselben Wortlaut "entpflichtet" fand ich auch bei einer Mitteilung der entsprechenden Diözese von Johannes Kreier. Was heißt entpflichtet eigentlich genau?

In einem weiteren Blättchen fand ich: "Gelebte Vermittlung im Geist der Einheit Zum ökumenischen Engagement und den byzantinischen Mönchen der Abtei Niederaltaich von den Anfängen bis zur Gegenwart" ....

Aber das sind alles Spekulationen.
Vielleicht bringt eine Freundschaftsanfrage bei Facebook mehr Erhellung :-)
Toleranz ist die Duldung des Übels

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songul
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Re: Dr. Johannes Kreier wird zu Vr. Makarios

Beitrag von songul »

Er ist mittlerweile Mitglied der rumänischen Metropolie.

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holzi
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Re: Dr. Johannes Kreier wird zu Vr. Makarios

Beitrag von holzi »

songul hat geschrieben:
Montag 28. September 2020, 00:13
Er ist mittlerweile Mitglied der rumänischen Metropolie.
Freut mich, von dir auch einmal wieder was zu lesen!

Hat die Wahl der rumänischen Diözese einen Grund. Oder waren das eben die nächst gelegenen?
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FranzSales
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Re: Dr. Johannes Kreier wird zu Vr. Makarios

Beitrag von FranzSales »

Gibt es von Johannes Kreier eigentlich Neuigkeiten bzw.weiss jemand, wo er gerade ist?
"Herr Jesus Christus, wir beten Dich an und benedeien Dich. In Deinem Heiligen Kreuz hast Du die Welt erlöst."

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philipp
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Re: Dr. Johannes Kreier wird zu Vr. Makarios

Beitrag von philipp »

Weiss überhaupt irgendjemand warum Kreier Konfession gewechselt hat? Hat es mit dem Zustand der Kirche zu tun die er zuweilen beklagt hat?
Ich habe weder Philosophie, noch Juristerei oder Medizin, und leider auch nicht Theologie studiert.

Germanus
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Re: Dr. Johannes Kreier wird zu Vr. Makarios

Beitrag von Germanus »

Wenn es auf diese Frage überhaupt eine zufriedenstellende Antwort für diejenigen gibt, die der verlassenen "Konfession" angehören, wäre wohl V. Makarios derjenige, der die beste Antwort geben kann... Vielleicht ist hier das Bekenntnis erlaubt, warum ich selbst orthodox geworden bin (und womit ich womöglich einen Teil der Frage bzgl. der Konversion von V. Makarios beantworte?): Die sehr hochstehende theologische Wissenschaft in der kath. Kirche hat mir nicht die Antworten geben können, die ihrer in meinen Augen würdig gewesen wären. Das hat tatsächlich etwas damit zu tun, dass die "klassische" Theologie in der Orthodoxie kein Steckenpferd für Freunde gepflegter wissenschaftlicher Erörterungen und keine hochstehende theoretische Wissenschaft sein will, obwohl sie beides z.T. sein kann bzw. ist, aber eben nicht vorrangig und ausschließlich. Dieser feine Unterschied hat zu bedeutenden Abweichungen im Glaubensleben geführt, die durchaus Grund für eine Hinwendung zur Orthodoxie sein können bzw. es für mich sind. Vielleicht hat V. Makarios ähnliche Beweggründe verspürt? Wenn man manche Äußerungen seiner Predigten hört, könnte man es fast meinen.
Gruß G.
"Her, denke an mui, wenn diu met duinem Ruike kümmes." (Lk 23,42)

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holzi
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Re: Dr. Johannes Kreier wird zu Vr. Makarios

Beitrag von holzi »

Gibt es denn neue Predigten und/oder Katechesen/Vorträge von ihm im Netz? Sein Youtubekanal ist seit einem Jahr still.
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FranzSales
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Re: Dr. Johannes Kreier wird zu Vr. Makarios

Beitrag von FranzSales »

Germanus hat geschrieben:
Sonntag 21. Februar 2021, 20:57
Wenn es auf diese Frage überhaupt eine zufriedenstellende Antwort für diejenigen gibt, die der verlassenen "Konfession" angehören, wäre wohl V. Makarios derjenige, der die beste Antwort geben kann... Vielleicht ist hier das Bekenntnis erlaubt, warum ich selbst orthodox geworden bin (und womit ich womöglich einen Teil der Frage bzgl. der Konversion von V. Makarios beantworte?): Die sehr hochstehende theologische Wissenschaft in der kath. Kirche hat mir nicht die Antworten geben können, die ihrer in meinen Augen würdig gewesen wären. Das hat tatsächlich etwas damit zu tun, dass die "klassische" Theologie in der Orthodoxie kein Steckenpferd für Freunde gepflegter wissenschaftlicher Erörterungen und keine hochstehende theoretische Wissenschaft sein will, obwohl sie beides z.T. sein kann bzw. ist, aber eben nicht vorrangig und ausschließlich. Dieser feine Unterschied hat zu bedeutenden Abweichungen im Glaubensleben geführt, die durchaus Grund für eine Hinwendung zur Orthodoxie sein können bzw. es für mich sind. Vielleicht hat V. Makarios ähnliche Beweggründe verspürt? Wenn man manche Äußerungen seiner Predigten hört, könnte man es fast meinen.
Gruß G.
Das würde mich schon näher interessieren. Um was für Antworten hat es sich denn gehandelt und welche bedeutenden Abweichungen im Glaubensleben meinst Du? Wenn das zu persönlich ist, brauchst Du natürlich nicht zu antworten.
Zuletzt geändert von holzi am Montag 22. Februar 2021, 19:17, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Zitat repariert
"Herr Jesus Christus, wir beten Dich an und benedeien Dich. In Deinem Heiligen Kreuz hast Du die Welt erlöst."

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Lycobates
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Re: Dr. Johannes Kreier wird zu Vr. Makarios

Beitrag von Lycobates »

Germanus hat geschrieben:
Sonntag 21. Februar 2021, 20:57
[...] Die sehr hochstehende theologische Wissenschaft in der kath. Kirche hat mir nicht die Antworten geben können, die ihrer in meinen Augen würdig gewesen wären. Das hat tatsächlich etwas damit zu tun, dass die "klassische" Theologie in der Orthodoxie kein Steckenpferd für Freunde gepflegter wissenschaftlicher Erörterungen und keine hochstehende theoretische Wissenschaft sein will, obwohl sie beides z.T. sein kann bzw. ist, aber eben nicht vorrangig und ausschließlich. Dieser feine Unterschied hat zu bedeutenden Abweichungen im Glaubensleben geführt, die durchaus Grund für eine Hinwendung zur Orthodoxie sein können bzw. es für mich sind.
[...]
Gruß G.
Hier lohnte es sich, zum rechten Verständnis, zu eruieren, was genau unter "theologischer Wissenschaft" in der katholischen Kirche gemeint ist, der man begegnet, die man kennengelernt, ja vielleicht studiert, und dann doch hinter sich gelassen hat.

Handelt es sich um die klassische katholische Theologie des Westens, namentlich in der Nachfolge des Aquinaten, aber nicht nur, unter fortlaufender Bezugnahme auf die Heilige Schrift und die rechtgläubigen Väter und Konzilien der Vorzeit?
Oder handelt es sich um die in der Nachfolge der ungläubigen, rationalistischen und namentlich deutschen protestantischen Theologie des 19. Jahrhunderts seit dem letzten Weltkrieg allgemein grassierende modernistische und inzwischen postmodernistische Theologie, die das Wort Gottes per Bruchsteinexegese zerstückelt und sich um keinen Väterkonsens und Konzilskanon kümmert (außer möglicherweise dem letzten, von ihr gekaperten, das ihre Anhänger als Fetisch ihrer Freisinnigkeit vor sich herhalten)?
Letzterenfalls wäre es nicht eine katholische theologische Wissenschaft, der man begegnet, die man kennengelernt, ja studiert, und dann hinter sich gelassen hat, sondern eine nach dem Völkerapostel fälschlich so genannte Wissenschaft, eine ψευδώνυμος γνῶσις, ein leeres Geschwätz, κενοφωνία, das von "katholisch", von "theologisch" und von "Wissenschaft" nur den gestohlenen Namen hat.
Wer aufgrund dessen der "katholischen theologischen Wissenschaft" Lebewohl sagen würde, wäre in Wahrheit einem Fälschungsdelikt, crimen falsi, zum Opfer gefallen.
Der Mittelweg ist der einzige Weg, der nicht nach Rom führt (Arnold Schönberg)
*
Fac me Tibi semper magis credere, in Te spem habere, Te diligere
*
... una cum omnibus orthodoxis, atque catholicae et apostolicae fidei cultoribus

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philipp
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Re: Dr. Johannes Kreier wird zu Vr. Makarios

Beitrag von philipp »

holzi hat geschrieben:
Sonntag 21. Februar 2021, 21:40
Gibt es denn neue Predigten und/oder Katechesen/Vorträge von ihm im Netz? Sein Youtubekanal ist seit einem Jahr still.
leider nein, sonst wüssten wir mehr :hae?:
Ich habe weder Philosophie, noch Juristerei oder Medizin, und leider auch nicht Theologie studiert.

Germanus
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Re: Dr. Johannes Kreier wird zu Vr. Makarios

Beitrag von Germanus »

FranzSales hat geschrieben:
Montag 22. Februar 2021, 19:00
Germanus hat geschrieben:
Sonntag 21. Februar 2021, 20:57
Wenn es auf diese Frage überhaupt eine zufriedenstellende Antwort für diejenigen gibt, die der verlassenen "Konfession" angehören, wäre wohl V. Makarios derjenige, der die beste Antwort geben kann... Vielleicht ist hier das Bekenntnis erlaubt, warum ich selbst orthodox geworden bin (und womit ich womöglich einen Teil der Frage bzgl. der Konversion von V. Makarios beantworte?): Die sehr hochstehende theologische Wissenschaft in der kath. Kirche hat mir nicht die Antworten geben können, die ihrer in meinen Augen würdig gewesen wären. Das hat tatsächlich etwas damit zu tun, dass die "klassische" Theologie in der Orthodoxie kein Steckenpferd für Freunde gepflegter wissenschaftlicher Erörterungen und keine hochstehende theoretische Wissenschaft sein will, obwohl sie beides z.T. sein kann bzw. ist, aber eben nicht vorrangig und ausschließlich. Dieser feine Unterschied hat zu bedeutenden Abweichungen im Glaubensleben geführt, die durchaus Grund für eine Hinwendung zur Orthodoxie sein können bzw. es für mich sind. Vielleicht hat V. Makarios ähnliche Beweggründe verspürt? Wenn man manche Äußerungen seiner Predigten hört, könnte man es fast meinen.
Gruß G.
Das würde mich schon näher interessieren. Um was für Antworten hat es sich denn gehandelt und welche bedeutenden Abweichungen im Glaubensleben meinst Du? Wenn das zu persönlich ist, brauchst Du natürlich nicht zu antworten.
Das Bild der "Fälschung" der Theologie, das 'Lycobates' gebraucht, ist nicht schlecht. Allerdings gehen wir da auch schon wieder auseinander: Wo Lycobates die Entwicklung der kath. Theologie im Gefolge des Thomas von Aquin als folgerichtig und einzig richtig sieht, sehe ich tatsächlich keine Folgerichtigkeit. Das Leben im theologischen Raum, wie es noch zur Zeit des Thomas von Aquin wahrnehmbar war, hat sich gerade zu jener Zeit Tendenzen gebeugt, die zur Verfälschung geführt haben. Diese Tendenzen haben wohl etwas mit den Denkmustern zu tun, die durchaus kulturell bedingt sind. Deshalb ist das Latein so, wie es sich darstellt und wie es handhabbar ist, z.B. Die Antwort der röm. Theologie ist immer fundiert: das Problem ist hingegen eher die Frage, die die Antworten herausgefordert haben. Und da liegt ein gewisse Problematik: Die Entwicklungen im Glaubensleben (im Gottesdienst, in der Disziplin etc.) beginnen seit dem Mittelalter, sich aus der Defensive zu gestalten. Und zwar nicht im Sinne des positiven Bekenntnischarakters, wie etwa bei der Entwicklung des Glaubensbekenntnisses. Antworten der Theologie bewirken so etwas wie eine Nutzbarmachung Gottes, wo z.B. der Mensch die Größe des liturgischen Geschehens unmöglich fassen kann. Das waren im späten Mittelalter in der röm. Theologie keine wirklich weltbewegenden Neuausrichtungen, aber im eigentlich nicht aufspaltbaren Gesamtgefüge hat diese Entwicklung aus der Defensive heraus unter dem Deckmantel der Kontinuität großen Schaden angerichtet in Bezug auf den Glauben der Kirche. Die Entwicklung des Gottesdienstes der Kirche ist da tatsächlich nur ein äußeres Anzeichen: Die röm.-kath. Antworten auf Fragen nach der Form und Wirkung des sakramentalen Tuns beispielsweise offenbaren Ansätze, die orthodoxerseits nicht disziplinär, sondern vor dem dogmatischen Hintergrund gesehen werden müssen. Einzelheiten würden an dieser Stelle wohl tatsächlich den Rahmen sprengen, vor allem deshalb, da sie im Kontext einer Jahrhunderte wärenden Entwicklung gesehen werden sollten. Die Zäsur, die z.B. Lycobates' Theologie und diejenige, in der ich lebe, so vollständig trennen konnte, dass daraus eine Frage nach Wohl und Wehe wurde, war sicherlich zu ihrer Zeit so unscheinbar, dass ich mich immer wieder wundere, welche Kräfte wohl eingewirkt haben mögen, dass wir heute anderes glauben.
Gruß G.
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