Priesterbruderschaft St. Petrus

Rund um den traditionellen römischen Ritus und die ihm verbundenen Gemeinschaften.
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ottaviani
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Beitrag von ottaviani » Sonntag 27. Juli 2008, 22:19

iustus hat geschrieben:
anneke6 hat geschrieben:So ist es. Ich glaube kaum, daß diejenigen, die eine konservative NOM feiern, Leuten weißmachen wollen, dies sei die sog. "Messe aller Zeiten"…
Liebe Anneke,

ich fürchte, ottaviani meinte nicht, es würde dadurch eine alte Messe vorgetäuscht, sondern er meinte, es würde überhaupt eine Messe vorgetäuscht. In seinen Augen ist doch die neue Messe gar keine. :/
Ottaviani meint es ist VIELLEICHT gar keine

Raimund J.
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Beitrag von Raimund J. » Sonntag 27. Juli 2008, 22:24

ottaviani hat geschrieben:
iustus hat geschrieben:
anneke6 hat geschrieben:So ist es. Ich glaube kaum, daß diejenigen, die eine konservative NOM feiern, Leuten weißmachen wollen, dies sei die sog. "Messe aller Zeiten"…
Liebe Anneke,

ich fürchte, ottaviani meinte nicht, es würde dadurch eine alte Messe vorgetäuscht, sondern er meinte, es würde überhaupt eine Messe vorgetäuscht. In seinen Augen ist doch die neue Messe gar keine. :/
Ottaviani meint es ist VIELLEICHT gar keine
Oha! Ein kleiner aber feiner Unterschied. Es besteht also noch Hoffnung. ;)
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anneke6
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Beitrag von anneke6 » Sonntag 27. Juli 2008, 22:34

Sieh an, ottaviani ist extra aus dem Beisel zurückgekehrt, um die Sache klarzustellen…
Mir ist gerade wieder ein abgefahrener Gedanke gekommen…diese Gedanken habe ich immer zwischen 10 Uhr abends und 2 Uhr morgens: Gibt es so etwas wie konditionelle Kommunion…ich meine, wenn man nicht weiß, ob es die Eucharistie ist?
Ich würde sagen, nein, das wäre lächerlich.
Aber vor ein paar Wochen wäre so etwas dämliches beinahe passiert
Und das kam so:
Als ich die Kirche betrat, stand das Ziborium unter dem Tabernakel. Ich befürchtete das Schlimmste, gebot unserem lieben Hiwi, stehenzubleiben und hob das Ziborium auf und öffnete es. Leer. Und zwar nicht nur keine Hostien drin, sondern sauber ausgewischt. Also wahrscheinlich kein Hostiendieb, so dachte ich. Also, war meine logische Schlußfolgerung, hat einer unserer Priester das Ziborium ganz leer gemacht — was bedeutet, daß wir neu konsekrieren müssen. Also wurde das Ziborium neu mit Hostien gefüllt. Unserem neuen Hiwi hatte ich allerdings gerade erst eingetrichtert, was es mit dem Tabernakel auf sich hat. "Da befinden sich diese…Gottesbrötchen?" (Gottesbrötchen, klasse Ausdruck!) Ich nickte. "Ich dachte immer, die Monstranz…" Ich schüttelte den Kopf. "Nein, die steht im Tresor".
Zum Glück hat unser Hiwi aber nicht das Ziborium mit den frischen Hostien in den Tabernakel gestellt…was ich sofort befürchtet hatte — aber da war der Kaplan schon wieder gekommen.
Ja, diese Geschichte ist in einer deutschen Gemeinde passiert. Aber der eigentliche Hausmeister, der diesen angelernten Hiwi (ein netter Junge, das muß man schon sagen…) seine Aufgabe übertragen hat, ist aus dem Land der Felder.
???

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cantus planus
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Beitrag von cantus planus » Sonntag 27. Juli 2008, 22:56

anneke6 hat geschrieben:Sieh an, ottaviani ist extra aus dem Beisel zurückgekehrt, um die Sache klarzustellen…
Ja, und das soll was heißen! :mrgreen:
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Maurus
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Beitrag von Maurus » Sonntag 27. Juli 2008, 23:51

maliems hat geschrieben:alte Messe oder, wenn schon neue, dann doch so, dass die Zelebration sich deutlich von dem abhebt, was sich in den letzten 30 Jahren so eingeschlichen hat.
Entschuldige, aber es ist sehr wohl möglich, dass Bekenntnis zu unserem Herrn und Heiland außerhalb der alten Messe deutlich zu machen. Dies ist schon innerhalb einer ganz normalen Diskussion bei Tische möglich.

Gerhard
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Die FSSP, die FSSPX und ein Provokateur

Beitrag von Gerhard » Donnerstag 13. November 2008, 07:48

Was ist denn von der Petrusbruderschaft zu halten? Ist diese Gemeinschaft als "Gegenbewegung" zur FSSPX gegründet worden?

Dieses Thema wurde nicht von Gerhard eröffnet, sondern entstand durch Abtrennung aus "Gemeinschaften mit Traditionellem Ritus" - Mod
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Linus
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Beitrag von Linus » Donnerstag 13. November 2008, 09:30

Sozusagen. Als die FSSPX ihre schismatischen Akte mit der Weibischofsweihe von vier Priestern setzte, ohne der Erlaubnis Roms, traten da einige aus. Um etwas das ganz sicher Papsttreu ist (daher auch dieser Name) zu gründen.
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Gerhard
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Beitrag von Gerhard » Donnerstag 13. November 2008, 09:35

Das sind also ehemalige Priester der FSSPX?
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Linus
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Beitrag von Linus » Donnerstag 13. November 2008, 09:48

Die Gründergeneration ja.
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Beitrag von Gerhard » Donnerstag 13. November 2008, 10:24

Kannst Du Namen nennen? Mich interessieren vor allem die Priester, die heute noch in der Petrusbruderschaft aktiv sind. Zwanzig Jahre sind ja keine Generation.
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Linus
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Beitrag von Linus » Donnerstag 13. November 2008, 10:30

Wirf Google an.... :roll:
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Gerhard
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Beitrag von Gerhard » Donnerstag 13. November 2008, 10:31

OK, danke.
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iustus
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Beitrag von iustus » Donnerstag 13. November 2008, 10:31

Schau hier:

http://petrusbruderschaft.eu/pages/gesc ... enwald.php

Das ist die Geschichte der ersten Tage der Petrusbruderschaft. Darin werden auch die Namen der Gründer genannt.

Gerhard
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Beitrag von Gerhard » Donnerstag 13. November 2008, 10:41

Danke, iustus. Du hast mir zeitintensive Sucherei gespart. Vergelt's Gott.
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Raphaela
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Beitrag von Raphaela » Donnerstag 13. November 2008, 12:06

Pater Recktenwald ist doch auch öfters hier im Forum, vielleicht kann er ja zusätzlich zu diesen geschichtlichen Daten noch einige Infos geben?

maliems
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Beitrag von maliems » Donnerstag 13. November 2008, 15:25

Gerhard hat geschrieben:Danke, iustus. Du hast mir zeitintensive Sucherei gespart. Vergelt's Gott.
zeitintensiv? dauert 10 sec

Recktenwald
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Beitrag von Recktenwald » Donnerstag 13. November 2008, 21:57

Die Petrusbruderschaft versteht sich nicht als Gegenbewegung zur Piusbruderschaft. Sie wurde nach den Bischofsweihen von EB Lefebvre von jenen Priestern gegründet, die den Bruch mit Rom nicht mitvollziehen wollten und zum Einigungsprotokoll standen, das EB Lefebvre auch in ihrem Namen am 5.5.1988 unterschrieben hatte. Die FSSP versteht sich als die in der Einheit mit der Kirche verbleibende pars sanior der Piusbruderschaft.
“Es gibt zwei Arten von Menschen: solche, die ein Dogma haben und es auch wissen, und solche, die ein Dogma haben und es nicht wissen.”
Chesterton

Raimund J.
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Beitrag von Raimund J. » Donnerstag 13. November 2008, 22:46

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Gerhard
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Beitrag von Gerhard » Freitag 14. November 2008, 07:36

Recktenwald hat geschrieben:Die Petrusbruderschaft versteht sich nicht als Gegenbewegung zur Piusbruderschaft.
Sehr geehrter P. Recktenwald,

ich habe eine Formulierung auf den Seiten der Wikipedia Gemeinschaft so verstanden. Da ich mir das auch nicht so vorstellen konnte, habe ich in meiner geschätzten Kreuzgang Gemeinschaft nachgefragt, um Klarheit zu erhalten.

Ich danke Ihnen sehr für den konstruktiven Beitrag. Vergelt's Gott.


Mit herzlichen Grüßen
Gerhard
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cantus planus
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Bischof Mixa in Chorkleidung bei Missa Tridentina

Beitrag von cantus planus » Dienstag 23. Dezember 2008, 14:50

Bischof Mixa assistiert in Chorkleidung bei einem Tridentinischen Amt: NLM berichtet. :jump:

Möge dieser Schritt des Bischofs Vorbildwirkung für andere Bischöfe sein, auf das es bald zur Normalität gehört, dass auch deutsche Bischöfe selbstverständlich in beiden Formen des römischen Ritus zelebrieren!
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ad_hoc
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Re: Bischof Mixa in Chorkleidung bei Missa Tridentina

Beitrag von ad_hoc » Dienstag 23. Dezember 2008, 23:39

Wenn ich mich nicht sehr irre, handelt es sich bei dem zelebrierenden Priester um Pater Huber. Ein hervorragender Geistlicher und Seelsorger.

Es freut mich immer, wenn ein Bischof seine zuvor eher ablehnende Haltung gegenüber dem Alten Ritus korrigiert.

Gruß, ad_hoc
quidquid cognoscitur, ad modum cognoscentis cognoscitur (n. Thomas v. Aquin)

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overkott
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Re: Bischof Mixa in Chorkleidung bei Missa Tridentina

Beitrag von overkott » Mittwoch 24. Dezember 2008, 10:51

Möge der Bischof immer daran festhalten, dass nicht der Glanz der Gewänder den Gottesdienst ausmacht, sondern ein bescheidenes und friedvolles Herz.

obsculta
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Re: Bischof Mixa in Chorkleidung bei Missa Tridentina

Beitrag von obsculta » Mittwoch 24. Dezember 2008, 12:03

Die Nachricht freut mich sehr.
Es wäre wunderbar,wenn das
kein einmaliges Ereignis bleiben
würde und auch andere Bischöfe
seinem Beispiel folgen würden.

LG Obsculta

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incarnata
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Re: Bischof Mixa in Chorkleidung bei Missa Tridentina

Beitrag von incarnata » Donnerstag 8. Januar 2009, 23:47

Wie ich im Initiativkreis-Blättchen las,hat er in der Messe auch die Predigt gehalten !
Durch die barmherzige Liebe unseres Gottes wird uns besuchen das aufstrahlende
Licht aus der Höhe.......(Lk1,76)

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Re: 20 Jahre Priesterbruderschaft St. Petrus

Beitrag von Fridericus » Sonntag 7. Juni 2009, 14:43

Ich habe das Gefühl, meine Frage passt in diesen Strang am besten, deswegen nun hier.



Die Priester der FSSP haben ja keine eigenen Pfarreien (außer in Rom). Wo und wie leben diese Priester dann? (In kleinen Gemeinschaften oder jeder für sich?)

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ottaviani
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Re: 20 Jahre Priesterbruderschaft St. Petrus

Beitrag von ottaviani » Sonntag 7. Juni 2009, 15:10

kleine niederlassungen sie haben verschiedene Aufträge in den einzelnen Diözesen

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Re: 20 Jahre Priesterbruderschaft St. Petrus

Beitrag von Fridericus » Sonntag 7. Juni 2009, 19:30

ottaviani hat geschrieben:kleine niederlassungen sie haben verschiedene Aufträge in den einzelnen Diözesen

Und die FSSPX-Priester?

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Re: 20 Jahre Priesterbruderschaft St. Petrus

Beitrag von ottaviani » Sonntag 7. Juni 2009, 20:02

Arbeiten in eigen Regie

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Re: 20 Jahre Priesterbruderschaft St. Petrus

Beitrag von Fridericus » Sonntag 7. Juni 2009, 20:13

ottaviani hat geschrieben:Arbeiten in eigen Regie

Das ist mir schon klar.
Aber wie leben sie? Auch in kleinen Gemeinschaften?

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Re: 20 Jahre Priesterbruderschaft St. Petrus

Beitrag von ottaviani » Montag 8. Juni 2009, 07:40

in gemeinschaften meistens mindestens 2 Priester und 1 bruder wenn das haus sehr groß ist auch eine kl. gemeinschaft von schwestern

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Absage für FSSP-Niederlassung in Düsseldorf

Beitrag von Fridericus » Montag 24. August 2009, 20:31

Absage für FSSP-Niederlassung in Düsseldorf.

http://exsultet.net/?p=824

Völlig unverständlich.

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Re: Absage für FSSP-Niederlassung in Düsseldorf

Beitrag von iustus » Montag 24. August 2009, 21:34

Es müsste doch jeder Bischof erst einmal froh sein über Priester, die in seiner Diözese wirken wollen. Das Gegenteil muss begründet werden.

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