Opus Dei in der Sicht der Tradition

Rund um den traditionellen römischen Ritus und die ihm verbundenen Gemeinschaften.

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Linus
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Re: Opus Dei in der Sicht der Tradition

Beitrag von Linus » Freitag 12. Februar 2010, 12:58

Zitat dessen, der sich outete: "Klar, weil ich glaube, daß dahinter irgendwelche linken stecken, die der Kirche ans zeug flicken möchten."

Ich hab ja schon für kreuzgang.org als erstinformationsquelle geworben, aber ich glaub nicht, daß ers macht. :breitgrins:
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Libertas Ecclesiae
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Re: Opus Dei in der Sicht der Tradition

Beitrag von Libertas Ecclesiae » Freitag 12. Februar 2010, 18:06

Was hatte es mit diesem Escrivá-Privileg, die alte Messe weiterhin feiern zu dürfen, nun wirklich auf sich? Ist es nur ein Gerücht oder doch mehr?

Userin „Biggi“ äußert sich auf http://fortes-fide.blogspot.com/21/2 ... messe.html folgendermaßen:
Biggi hat geschrieben:Das Gerücht, der hl. Josemaria habe bis zu seinem Tod (1975) die hl. Messe im alten Ritus gefeiert, hält sich im Internet zwar hartnäckig, ist aber dennoch falsch. Auch wenn ihm manche Änderungen der Liturgiereform vermutlich zu radikal oder übereilt erschienen, hat er sich gewissenhaft an die Vorgaben der Kirche gehalten - auch (nicht nur!) in liturgischen Fragen. Und als er von den Überlegungen erfuhr, beim Vatikan für ihn eine Sondererlaubnis zum Beibehalten des alten Ritus zu erbitten, wie sie für ältere Priester damals häufig waren und rasch erteilt wurden, hat er sich dem energisch widersetzt. Das habe ich von Leuten erfahren, die in der fraglichen Zeit mit ihm zusammenlebten.
Seit ich das Opus Dei kenne (197) habe ich jedenfalls noch NIE dort eine Messe im alten Ritus erlebt. Und ich bin froh darum!
Biggi
Für die Umstellung auf den Novus Ordo gab es doch ohnehin noch eine Übergangszeit bis 1975/76, und Escrivá starb bereits 1975, also hätte er doch ohnhin keines Privilegs für den überlieferten Ritus bedurft. :achselzuck:

Gibt es wenigstens eine authentische Quelle für die zitierte „Prophezeihung“ des Heiligen: „Werft die [alten] Meßbücher nicht weg, sie werden zurückkehren!“???
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Berolinensis
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Re: Opus Dei in der Sicht der Tradition

Beitrag von Berolinensis » Freitag 12. Februar 2010, 18:26

Libertas Ecclesiae hat geschrieben:Was hatte es mit diesem Escrivá-Privileg, die alte Messe weiterhin feiern zu dürfen, nun wirklich auf sich? Ist es nur ein Gerücht oder doch mehr?

Userin „Biggi“ äußert sich auf http://fortes-fide.blogspot.com/21/2 ... messe.html folgendermaßen:
Biggi hat geschrieben:Das Gerücht, der hl. Josemaria habe bis zu seinem Tod (1975) die hl. Messe im alten Ritus gefeiert, hält sich im Internet zwar hartnäckig, ist aber dennoch falsch. Auch wenn ihm manche Änderungen der Liturgiereform vermutlich zu radikal oder übereilt erschienen, hat er sich gewissenhaft an die Vorgaben der Kirche gehalten - auch (nicht nur!) in liturgischen Fragen. Und als er von den Überlegungen erfuhr, beim Vatikan für ihn eine Sondererlaubnis zum Beibehalten des alten Ritus zu erbitten, wie sie für ältere Priester damals häufig waren und rasch erteilt wurden, hat er sich dem energisch widersetzt. Das habe ich von Leuten erfahren, die in der fraglichen Zeit mit ihm zusammenlebten.
Seit ich das Opus Dei kenne (197) habe ich jedenfalls noch NIE dort eine Messe im alten Ritus erlebt. Und ich bin froh darum!
Biggi
Für die Umstellung auf den Novus Ordo gab es doch ohnehin noch eine Übergangszeit bis 1975/76, und Escrivá starb bereits 1975, also hätte er doch ohnhin keines Privilegs für den überlieferten Ritus bedurft. :achselzuck:

Gibt es wenigstens eine authentische Quelle für die zitierte „Prophezeihung“ des Heiligen: „Werft die [alten] Meßbücher nicht weg, sie werden zurückkehren!“???
Auf NLM hat ein Kommentator aus einem Buch von Don Alvaro zitiert:
It is indeed true that St. Josemaria received an indult to celebrate what is now known as the Extraordinary Form from Paul VI until he died in 1975, and that he did indeed celebrate this.

What most people don't know, though, is that St. Josemaria himself did not ask for this indult. He specifically forbade anyone in Opus Dei for asking this.

Here's how the indult was granted to him: one day, St. Josemaria's future successor, Don Alvaro del Portillo, ran into Annibale Bugnini. He told
Bugnini that St. Josemaria was having trouble learning to say the new form of the mass, and Msgr. Bugnini said that it wasn't necessary for St. Josemaria to learn it, that he could continue to say the older form.

Don Alvaro protested, saying that St. Josemaria had forbidden anyone from asking for permission for him to say the old mass, but Bugnini insisted, and told Don Alvaro to tell St. Josemaria that he had permission to say the old mass.

I am not making this up. This is fully recounted by Don Alvaro del Portillo himself in his memoirs "Immersed in God," available from Scepter Press, on pp. 111 to 113.

For those who are not familiar with Opus Dei, Don Alvaro del Portillo was St. Josemaria's closest confidant and sole confessor for the last two decades of his life, and succeeded him as head of Opus Dei in 1975. There is no question about the veracity of this story, as amazing as it sounds.

Don Alvaro was as loyal to St. Josemaria as Cardinal Merry del Val was to St. Pius X.
Bestätigende Texte von don Alvaro und dem gegenwärtigen Prälaten, don Javier, finden sich (auf spanisch) auch hier: http://unavocecastilla.blogspot.com/2 ... maria.html

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Re: Opus Dei in der Sicht der Tradition

Beitrag von Niels » Freitag 12. Februar 2010, 18:36

Berolinensis, danke für den Hinweis. :ja:
Ich werde mal versuchen, das Buch aufzutreiben.
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Re: Opus Dei in der Sicht der Tradition

Beitrag von Berolinensis » Freitag 12. Februar 2010, 18:50

Niels hat geschrieben:Berolinensis, danke für den Hinweis. :ja:
Ich werde mal versuchen, das Buch aufzutreiben.
Das wäre interessant, aber unter dem link, den ich angegeben habe, kann man bereits eine Passage aus dem Buch von don Alvaro (Cesare Cavalleri, Álvaro del Portillo, «Entrevista sobre el Fundador del Opus Dei», Rialp, Madrid, 9 ª ed.), lesen, die im wesentlichen mit der anderen Stelle identisch sein dürfte ich zitiere (und hebe die entscheidende Passage hervor):
Cesare Cavalleri.

– ¿Cómo acogió el Padre [Josemaría Escrivá] la reforma litúrgica dispuesta por el Concilio?

S.E. Mons. Álvaro del Portillo y Diez de Sollano, Obispo tit. de Vita, Prelado de la Prelatura Personal de la Santa Cruz y Opus Dei.

– Como siempre, aplicó con obediencia y fortaleza todas las disposiciones sobre esta materia. Gracias a la solicitud de su Fundador, el Opus Dei ha sido, también en lo que se refiere a la praxis litúrgica, ejemplo de fidelidad.

Nuestro Padre encargó a algunos sacerdotes de la Obra la tarea de examinar las diversas posibilidades previstas por la reforma, y determinar y explicar cómo se aplicaban. Orientó personalmente este trabajo y aprobó sus resultados. De esta forma, todos los sacerdotes de la Obra comenzaron a aprender las nuevas rúbricas, siguiendo el deseo del Santo Padre de que “la constitución conciliar sobre la Sagrada Liturgia sea puesta en práctica en su plenitud y con todo cuidado” (Carta enviada en nombre del Papa a todos los obispos y otros superiores eclesiásticos, junto con el libro Iubilate Deo, el 14 de abril de 1974).

Fue el primero en obedecer a las nuevas disposiciones litúrgicas y se esforzó en aprender el nuevo rito de la Misa. Desde hacía muchos años le ayudaba habitualmente en la celebración otro sacerdote: a partir de los años cincuenta solíamos hacerlo don Javier Echevarría o yo. Cuando se introdujeron los cambios litúrgicos, nos rogó que no dejáramos de hacerle todas las observaciones que nos pareciesen oportunas para ayudarle a aprender bien el nuevo rito. A pesar de su buena voluntad, nos dábamos cuenta de que le suponía un notable esfuerzo, porque debía cambiar hábitos de devoción litúrgica adquiridos durante muchos años de lucha perseverante llena de amor de Dios.

Yo me planteaba cómo ahorrar al Padre esas dificultades, y en su presencia aludí a que a otros sacerdotes más jóvenes se les había concedido permiso para seguir el rito de San Pío V y celebrar la Misa como habían hecho hasta entonces. El Padre me interrumpió inmediatamente: afirmó que no quería ningún privilegio, y me prohibió hacer esa propuesta. Sabía que yo trataba a las personas que estaban elaborando las nuevas disposiciones litúrgicas.

Algún tiempo después me encontré con Mons. Annibale Bugnini, que era el máximo responsable en este campo, y un buen amigo mío, tanto que nos tuteábamos. Hablamos de las dificultades que experimentaban algunos sacerdotes ancianos para adaptarse al nuevo rito, después de haber celebrado la Santa Misa con el antiguo durante tantos años. Era una situación conocida. De pasada, aludí al caso de nuestro Fundador, que obedecía de modo ejemplar y con profunda alegría.

Bugnini me dijo que el Fundador del Opus Dei no tenía por qué hacer un esfuerzo semejante, ya que muchos otros sacerdotes tenían permiso para celebrar con el rito anterior, y él mismo había accedido a peticiones similares de parte de personas que estaban en esas circunstancias. Aunque yo le había dicho ya que nuestro Fundador no quería otro privilegio que el de obedecer siempre a la Santa Sede, y que incluso me había prohibido pedir nada, él se empeñó en concederme el permiso para nuestro Fundador, y me insistió en que le refiriese cómo se había desarrollado nuestra conversación.
Und don Javier bestätigt das in seinem Buch (Salvador Bernal, Javier Echevarría, «Memoria del Beato Josemaría Escrivá», Rialp, Madrid, 5 ª ed.):
Salvador Bernal.

– Algunos lectores habrán advertido que buena parte de los comentarios precedentes evocan las rúbricas litúrgicas según el rito de San Pío V, vigente hasta las reformas derivadas del Concilio Vaticano II. ¿Qué sucedió cuando entraron en vigor esos cambios?

S.E. Mons. Javier Echevarría Rodríguez, Obispo tit. de Cilibia, Prelado de la Prelatura Personal de la Santa Cruz y Opus Dei.

– Mons. Escrivá de Balaguer aceptó con serenidad y obediencia la reforma, aunque los cambios le exigieron mucho trabajo: no por oposición o crítica a las innovaciones; sino porque la liturgia estaba muy integrada en su piedad, y había obtenido luces para su vida espiritual y su ministerio sacerdotal hasta de gestos que pueden parecer insignificantes en las rúbricas.

Notaba yo el esfuerzo que le suponía el cambio, teniendo en cuenta que llevaba cuarenta años siguiendo el rito anterior. Pero no aceptó excepción alguna, y me rogaba diariamente que no dejase de advertirle lo que hiciera menos bien en las nuevas rúbricas, dispuesto a manifestar su amor a la liturgia, a través del rito renovado.

Sin que hubiese por su parte el menor síntoma de rebeldía, nos comentaba a un grupo de sacerdotes en 1968: obedezco rendidamente en todo lo que han dispuesto para la celebración de la Santa Misa, pero echo de menos tantas rúbricas de piedad y de amor que han quitado: por ejemplo, ya no doy el beso a la patena, en el que ponía tanto amor –toda mi alma– para que Él se lo encontrara. Pero hemos de saber obedecer, viendo la mano de Dios, y tratando al Señor con delicadeza, sin robarle nada de tiempo.

Fue una temporada larga de esfuerzo. Si volvíamos a plantearle la posibilidad de pedir el privilegio, previsto para sacerdotes de cierta edad, se oponía: por espíritu de obediencia a las normas eclesiásticas, prohibió que se diera un solo paso en ese sentido. Sucedió una vez que, estando don Álvaro del Portillo con Mons. Bugnini, hablaron de la nueva liturgia. Comentó don Álvaro el trabajo que suponía el cambio para el Fundador del Opus Dei. Mons. Bugnini preguntó: «¿por qué no usa del privilegio?». Le aclaró don Álvaro que el Fundador de la Obra nos había enseñado siempre con su propia vida, también ahora, a obedecer rendidamente; «además –añadió–, me ha prohibido estrictamente que te pida nada». Mons. Bugnini suplicó que le dijera que tenía concedido el privilegio de celebrar la Santa Misa con el rito anterior. Insistió don Álvaro en que no le pedía nada, y Mons. Bugnini reiteró: «di a Mons. Escrivá que tú no me has pedido nada, porque ésa es la verdad; y añádele que te he comunicado que celebre como antes, porque tiene esa facultad».

Don Álvaro le comunicó ese diálogo, y Mons. Escrivá de Balaguer agradeció la posibilidad que se le concedía. Pero, desde entonces, cuando la utilizaba, no quiso que asistiese a su Misa más que la persona que le ayudaba.

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Linus
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Re: Opus Dei in der Sicht der Tradition

Beitrag von Linus » Freitag 12. Februar 2010, 20:12

Libertas Ecclesiae hat geschrieben:Was hatte es mit diesem Escrivá-Privileg, die alte Messe weiterhin feiern zu dürfen, nun wirklich auf sich? Ist es nur ein Gerücht oder doch mehr?
Nach Aussage des mir bekannten"Werks"- Priesters war diese Ausnahmeregelung nur für die Person Escrivas gültig. Alle anderen feier(te)n in der ordentlichen Form, wehalb "Biggi" auch keine 1962er Messen im Werk erlebt hat.
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Re: Opus Dei in der Sicht der Tradition

Beitrag von ottaviani » Sonnabend 13. Februar 2010, 11:29

Es ist eine große Freude wenn sich das Werk für den alten Ritus öffnet

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Lupus
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Re: Opus Dei in der Sicht der Tradition

Beitrag von Lupus » Sonnabend 13. Februar 2010, 12:05

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Re: Opus Dei in der Sicht der Tradition

Beitrag von Linus » Sonnabend 13. Februar 2010, 14:43

ottaviani hat geschrieben:Es ist eine große Freude wenn sich das Werk für den alten Ritus öffnet
Siehst du dafür anzeichen? Ich nicht.
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Re: Opus Dei in der Sicht der Tradition

Beitrag von Raimund J. » Sonnabend 13. Februar 2010, 15:33

Linus hat geschrieben:
ottaviani hat geschrieben:Es ist eine große Freude wenn sich das Werk für den alten Ritus öffnet
Siehst du dafür anzeichen? Ich nicht.
http://www.katholisches.info/?p=6692
... Soeben wurde bekannt, daß in der großen römischen Pfarrei Sant’Eugenio, die vom Opus Dei betreut wird, künftig monatlich mehrere Heilige Messen im alten Ritus zelebriert werden.
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Re: Opus Dei in der Sicht der Tradition

Beitrag von Linus » Sonnabend 13. Februar 2010, 20:53

Raimund Josef H. hat geschrieben:
Linus hat geschrieben:
ottaviani hat geschrieben:Es ist eine große Freude wenn sich das Werk für den alten Ritus öffnet
Siehst du dafür anzeichen? Ich nicht.
http://www.katholisches.info/?p=6692
... Soeben wurde bekannt, daß in der großen römischen Pfarrei Sant’Eugenio, die vom Opus Dei betreut wird, künftig monatlich mehrere Heilige Messen im alten Ritus zelebriert werden.

ich hab meinen Kontakt zum Werk genutzt und ihn auf o.a. Meldung angesprochen, die Antwort: "Man muß schritt für schritt den a.o. Ritus in die Selbstverständlichkeit führen."
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Re: Opus Dei in der Sicht der Tradition

Beitrag von ottaviani » Sonnabend 13. Februar 2010, 21:37

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taddeo
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Re: Opus Dei in der Sicht der Tradition

Beitrag von taddeo » Sonnabend 13. Februar 2010, 21:38

Ich hoffe, daß ich das auch hierzulande noch selber erleben darf ... :bedrippelt:

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Re: Opus Dei in der Sicht der Tradition

Beitrag von cantus planus » Sonnabend 13. Februar 2010, 23:29

Falls nicht, stelle ich dir gerne ein Gästebett auf... :breitgrins:
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Opus Dei und Summorum Pontificum

Beitrag von Niels » Sonnabend 17. Juli 2010, 11:29

http://rorate-caeli.blogspot.com/21/ ... -mass.html

Zusammenfassung bei summorum-pontificum.de:
http://summorum-pontificum.de hat geschrieben:Wie weit wird Opus Dei die alte Liturgie unterstützen?

(...) Zum 6. Jahrestag der Errichtung der Gesellschaft durch Papst Pius XII. hat Rorate Caeli Fakten und Meinungen zur liturgischen Entwicklung beim Opus Dei zusammengetragen. Danach steht nicht zu erwarten, daß die Gemeinschaft sich - gegen den Willen ihres Gründers - von der Liturgie in der reformierten Form abwenden wird. Gleichzeitg deuten jedoch viele Anzeichen darauf hin, daß Summorum Pontificum dort zunehmend Resonanz findet und das Opus in Zukunft verstärkt darauf hinwirken wird, den Gläubigen, die das wünschen, auch die überlieferte Liturgie zugänglich zu machen.
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Re: Opus Dei und Summorum Pontificum

Beitrag von HeGe » Sonnabend 17. Juli 2010, 12:00

Niels hat geschrieben:http://rorate-caeli.blogspot.com/2010/0 ... -mass.html

Zusammenfassung bei summorum-pontificum.de:
http://summorum-pontificum.de hat geschrieben:Wie weit wird Opus Dei die alte Liturgie unterstützen?

(...) Zum 60. Jahrestag der Errichtung der Gesellschaft durch Papst Pius XII. hat Rorate Caeli Fakten und Meinungen zur liturgischen Entwicklung beim Opus Dei zusammengetragen. Danach steht nicht zu erwarten, daß die Gemeinschaft sich - gegen den Willen ihres Gründers - von der Liturgie in der reformierten Form abwenden wird. Gleichzeitg deuten jedoch viele Anzeichen darauf hin, daß Summorum Pontificum dort zunehmend Resonanz findet und das Opus in Zukunft verstärkt darauf hinwirken wird, den Gläubigen, die das wünschen, auch die überlieferte Liturgie zugänglich zu machen.
Das entspricht ja auch ungefähr dem, was von Steinitz bei der PMT-Tagung in Essen gesagt hat.
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Re: Opus Dei in der Sicht der Tradition

Beitrag von Anizet » Sonnabend 17. Juli 2010, 12:21

Zum Thema kann ich folgendes beitragen:
Vor gut einem Jahr hatte ich ein kurzes Gespräch mit Dr. Hildebrandt, dem derzeitigen Pfarrer (und Oberen?) von St. Pantaleon in Köln. Von ihm persönlich weiß ich, dass er niemals die alte Messe zelebrieren wird, es sei denn er bekommt den Auftrag von Oben. Mit dabei in der Runde stand Prof. Stöhr, der sich ob der Meinungsäußerung seines Mitbruders etwas wunderte, dennoch nicht dagegen sprach (gegen die Aussage v. Dr. Hidebrandt).
Wobei ich sagen muss, dass dort wirklich eine katholische Athmosphäre zu spüren ist.

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Re: Opus Dei und Summorum Pontificum

Beitrag von Bernado » Sonnabend 17. Juli 2010, 12:36

HeGe hat geschrieben:Das entspricht ja auch ungefähr dem, was von Steinitz bei der PMT-Tagung in Essen gesagt hat.
Was hat er denn gesagt?
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Re: Opus Dei und Summorum Pontificum

Beitrag von HeGe » Sonnabend 17. Juli 2010, 14:27

Bernado hat geschrieben:
HeGe hat geschrieben:Das entspricht ja auch ungefähr dem, was von Steinitz bei der PMT-Tagung in Essen gesagt hat.
Was hat er denn gesagt?
Wenn ich mich recht erinnere, ging es zunächst um die Haltung von Escriva zur alten Messe, wozu sinngemäß die Aussage war, dass dieser wohl kein Verfechter der Reformen war, aber diese im Gehorsam angenommen hat. Was er zur Frage gesagt hat, ob Escriva später nochmal nach dem alten Missale gefeiert hat, weiß ich nicht mehr genau, da gab es auch verschiedene Meinungen. Die heutige Auffassung des Opus Dei beschrieb er meiner Erinnerung nach als ähnlich nüchtern im Gehorsam. Also keine grundsätzliche Ablehnung, aber man sieht die ordentliche Form des römischen Ritus eben als den Regelfall an.

Vielleicht erinnern sich Niels oder Cantus Planus noch an mehr.
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Re: Opus Dei in der Sicht der Tradition

Beitrag von cantus planus » Sonnabend 17. Juli 2010, 14:51

Nein. Das war sinngemäß so richtig.
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Re: Opus Dei in der Sicht der Tradition

Beitrag von KatholischeTradition2000 » Sonnabend 17. Juli 2010, 15:20

Also nochmals zur Liturgie: Der hl. Josef Maria hatte definitiv die Erlaubnis den Alten Ritus weiterhin fürs ich zu feiern. Auch seine Einstellung zum NOM ist nicht ganz unkritisch gewesen. Wie unter anderem durch folgendes Zitat deutlich wird: "Werft die Bücher nicht weg(gemeint ist das Missale 1962)! Sie werden wieder zurückkehren!

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Re: Opus Dei in der Sicht der Tradition

Beitrag von cantus planus » Sonnabend 17. Juli 2010, 15:30

KatholischeTradition2000 hat geschrieben:Sie werden wieder zurückkehren!
Ein prophetischer Satz. :ja:
Nach menschlichem Ermessen war bis vor wenigen Jahren damit nicht zu rechnen.
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Re: Opus Dei in der Sicht der Tradition

Beitrag von KatholischeTradition2000 » Sonnabend 17. Juli 2010, 15:52

Hier auch der entsprechende Artikel aus dem das Zitat stammt. Dort ist der Heilige auch der der Feier der tridentinischen Liturgie zu sehen(im Jahr 1972 wohlgemerkt :ikb_thumbsup: )

http://www.katholisches.info/?p=6751

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Re: Opus Dei in der Sicht der Tradition

Beitrag von FranzSales » Sonnabend 17. Juli 2010, 16:07

Der nächste Papst wird mit Sicherheit die Freigabe der Alten Messe rückgängig machen. Spätestens auf dem III. Vatikanischen Konzil.
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Re: Opus Dei in der Sicht der Tradition

Beitrag von Niels » Sonnabend 17. Juli 2010, 16:10

cantus planus hat geschrieben:Nein. Das war sinngemäß so richtig.
Dito. :ja:
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Re: Opus Dei in der Sicht der Tradition

Beitrag von Marion » Sonnabend 17. Juli 2010, 16:16

FranzSales hat geschrieben:Der nächste Papst wird mit Sicherheit die Freigabe der Alten Messe rückgängig machen. Spätestens auf dem III. Vatikanischen Konzil.
Das ist vorbei! Das geht nun wirklich nicht mehr. Das haben nun zuviele mitgekriegt, daß das auch gar nie gegangen ist ;)
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Re: Opus Dei in der Sicht der Tradition

Beitrag von Niels » Sonnabend 17. Juli 2010, 16:17

FranzSales hat geschrieben:Der nächste Papst wird mit Sicherheit die Freigabe der Alten Messe rückgängig machen. Spätestens auf dem III. Vatikanischen Konzil.
Das hieße aber, dass dieser papa haereticus mitsamt seinem concilium haereticum dann endgültig einen eigenen "Laden" aufmachen, der nichts mehr mit der Kirche zu tun hat, da sie die Beschlüsse sowohl des Tridentinums wie auch des Vaticanums II vorsätzlich missachten...
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Re: Opus Dei und Summorum Pontificum

Beitrag von Bernado » Sonnabend 17. Juli 2010, 16:40

HeGe hat geschrieben:
Bernado hat geschrieben:
HeGe hat geschrieben:Das entspricht ja auch ungefähr dem, was von Steinitz bei der PMT-Tagung in Essen gesagt hat.
Was hat er denn gesagt?
Wenn ich mich recht erinnere, ging es zunächst um die Haltung von Escriva zur alten Messe, wozu sinngemäß die Aussage war, dass dieser wohl kein Verfechter der Reformen war, aber diese im Gehorsam angenommen hat. Was er zur Frage gesagt hat, ob Escriva später nochmal nach dem alten Missale gefeiert hat, weiß ich nicht mehr genau, da gab es auch verschiedene Meinungen. Die heutige Auffassung des Opus Dei beschrieb er meiner Erinnerung nach als ähnlich nüchtern im Gehorsam. Also keine grundsätzliche Ablehnung, aber man sieht die ordentliche Form des römischen Ritus eben als den Regelfall an.

Vielleicht erinnern sich Niels oder Cantus Planus noch an mehr.
Danke - das passt ja alles recht gut zusammen. Interessant dann noch der Hinweis auf "Katholisches", wonach an den Seminaren des Opus Dei abn diesem Studienjahr jetzt auch die alte Liturgie gelehrt wird.
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Re: Opus Dei in der Sicht der Tradition

Beitrag von ottaviani » Sonnabend 17. Juli 2010, 16:41

FranzSales hat geschrieben:Der nächste Papst wird mit Sicherheit die Freigabe der Alten Messe rückgängig machen. Spätestens auf dem III. Vatikanischen Konzil.
das wird kein Papst tun

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Re: Opus Dei in der Sicht der Tradition

Beitrag von Bernado » Sonnabend 17. Juli 2010, 16:41

Niels hat geschrieben:
FranzSales hat geschrieben:Der nächste Papst wird mit Sicherheit die Freigabe der Alten Messe rückgängig machen. Spätestens auf dem III. Vatikanischen Konzil.
Das hieße aber, dass dieser papa haereticus mitsamt seinem concilium haereticum dann endgültig einen eigenen "Laden" aufmachen, der nichts mehr mit der Kirche zu tun hat, da sie die Beschlüsse sowohl des Tridentinums wie auch des Vaticanums II vorsätzlich missachten...
Nun nimm dem Häretiker-Nachwuchs doch nicht die letzten Illusionen; sie setzen so große Hoffnungen auf Vaticanum III.
„DIE SORGE DER PÄPSTE ist es bis zur heutigen Zeit stets gewesen, dass die Kirche Christi der Göttlichen Majestät einen würdigen Kult darbringt.“ Summorum Pontificum 2007 (http://www.summorum-pontificum.de/)

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FranzSales
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Re: Opus Dei in der Sicht der Tradition

Beitrag von FranzSales » Sonnabend 17. Juli 2010, 16:56

das wird kein Papst tun
Na und ob Kardinal Lehmann das machen wird!
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Re: Opus Dei in der Sicht der Tradition

Beitrag von Albert » Sonnabend 17. Juli 2010, 17:15

FranzSales hat geschrieben:Der nächste Papst wird mit Sicherheit die Freigabe der Alten Messe rückgängig machen. Spätestens auf dem III. Vatikanischen Konzil.
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