Opus Dei in der Sicht der Tradition

Rund um den traditionellen römischen Ritus und die ihm verbundenen Gemeinschaften.

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HeGe
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Re: Opus Dei in der Sicht der Tradition

Beitrag von HeGe » Dienstag 13. Dezember 2016, 16:01

Juergen hat geschrieben:Wieso müßte er eine Ablehnung begründen?
Es geht wohl eher um pastorales Müssen, als ein rechtliches Müssen.
Preces meae non sunt dignae: / Sed tu bonus fac benigne, / Ne perenni cremer igne.

taddeo
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Re: Opus Dei in der Sicht der Tradition

Beitrag von taddeo » Dienstag 13. Dezember 2016, 17:04

Juergen hat geschrieben:Wieso müßte er eine Ablehnung begründen?
"begründen können" habe ich bewußt geschrieben. Begründen müßte er sie nicht. Aber die Bestätigung eines Oberen durch den Papst ist kein freiwilliger Gunsterweis, sondern eine Rechtspflicht. Bei Ablehnung hätte das OD durchaus ein Recht, Gründe dafür zu erfahren - allein schon, um bei der erforderlichen Neuwahl auf die päpstlichen Kriterien Rücksicht nehmen zu können.

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Juergen
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Re: Opus Dei in der Sicht der Tradition

Beitrag von Juergen » Dienstag 13. Dezember 2016, 17:11

taddeo hat geschrieben:
Juergen hat geschrieben:Wieso müßte er eine Ablehnung begründen?
"begründen können" habe ich bewußt geschrieben. Begründen müßte er sie nicht. Aber die Bestätigung eines Oberen durch den Papst ist kein freiwilliger Gunsterweis, sondern eine Rechtspflicht. Bei Ablehnung hätte das OD durchaus ein Recht, Gründe dafür zu erfahren - allein schon, um bei der erforderlichen Neuwahl auf die päpstlichen Kriterien Rücksicht nehmen zu können.
Was würde passieren, wenn der Papst seine Gründe nicht darlegt, sondern einfach „Nö!“ sagt und auf Nachfrage gar nicht reagiert? – Nix würde passieren.
Gruß
Jürgen

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Re: Opus Dei in der Sicht der Tradition

Beitrag von Niels » Dienstag 13. Dezember 2016, 17:12

Die "Welt" weiß, wer der Nachfolger wird: https://www.welt.de/vermischtes/article ... s-Dei.html
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Re: Opus Dei in der Sicht der Tradition

Beitrag von CIC_Fan » Dienstag 13. Dezember 2016, 17:24

HeGe hat geschrieben:Soweit ich weiß, wählt das Opus Dei seinen Oberen selbst, der Papst muss diesen nur bestätigen. Die Einflussmöglichkeiten sind also äußerst begrenzt.
es ist relativ einfach er muß nur die Bestätigung verweigern und eine Visitation anordnen das reicht völlig wenn natürlich die Prälatur so dem Papst ergeben bleibt wie bis jetzt auch nehmen sie selbst den Wechsel vor

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Re: Opus Dei in der Sicht der Tradition

Beitrag von taddeo » Dienstag 13. Dezember 2016, 17:29

Juergen hat geschrieben:
taddeo hat geschrieben:
Juergen hat geschrieben:Wieso müßte er eine Ablehnung begründen?
"begründen können" habe ich bewußt geschrieben. Begründen müßte er sie nicht. Aber die Bestätigung eines Oberen durch den Papst ist kein freiwilliger Gunsterweis, sondern eine Rechtspflicht. Bei Ablehnung hätte das OD durchaus ein Recht, Gründe dafür zu erfahren - allein schon, um bei der erforderlichen Neuwahl auf die päpstlichen Kriterien Rücksicht nehmen zu können.
Was würde passieren, wenn der Papst seine Gründe nicht darlegt, sondern einfach „Nö!“ sagt und auf Nachfrage gar nicht reagiert? – Nix würde passieren.
Rechtlich nicht, das stimmt. Aber auch ein Papst kann nicht einfach den Erdogan geben. Wenn er das OD gegen sich aufbringt, wenn dort unter der Decke Ressentiments gegen ihn brodeln, wird das seinem Pontifikat nicht unbedingt nützen.

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Juergen
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Re: Opus Dei in der Sicht der Tradition

Beitrag von Juergen » Dienstag 13. Dezember 2016, 17:31

taddeo hat geschrieben:Rechtlich nicht, das stimmt. Aber auch ein Papst kann nicht einfach den Erdogan geben…
Wenn er das nicht kann, ist ja zu hoffen, daß es doch noch eine konkrete Antwort auf die Dubia von ihm gibt.
Oder ist das Können/Wollen in dem einen Fall was anderes wie im anderen und somit doch doch erdoganisch?
:tuete:
Gruß
Jürgen

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Re: Opus Dei in der Sicht der Tradition

Beitrag von Niels » Dienstag 13. Dezember 2016, 17:32

taddeo hat geschrieben:Aber auch ein Papst kann nicht einfach den Erdogan geben.
Tut er das nicht schon längst? :hmm:
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Juergen
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Re: Opus Dei in der Sicht der Tradition

Beitrag von Juergen » Dienstag 13. Dezember 2016, 17:34

Niels hat geschrieben:
taddeo hat geschrieben:Aber auch ein Papst kann nicht einfach den Erdogan geben.
Tut er das nicht schon längst? :hmm:
Eben.
Gruß
Jürgen

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Re: Opus Dei in der Sicht der Tradition

Beitrag von CIC_Fan » Dienstag 13. Dezember 2016, 17:40

Juergen hat geschrieben:
taddeo hat geschrieben:Rechtlich nicht, das stimmt. Aber auch ein Papst kann nicht einfach den Erdogan geben…
Wenn er das nicht kann, ist ja zu hoffen, daß es doch noch eine konkrete Antwort auf die Dubia von ihm gibt.
Oder ist das Können/Wollen in dem einen Fall was anderes wie im anderen und somit doch doch erdoganisch?
:tuete:
seit die Kardinäle mit dem Text an die Öffentlichkeit gegangen sind,weiß man es ist kirchenpolitisches Kalkül daher wird der Papst darauf natürlich nicht antworten

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Re: Opus Dei in der Sicht der Tradition

Beitrag von Niels » Dienstag 13. Dezember 2016, 17:44

Eine Nichtantwort ist auch "kirchenpolitisches Kalkül".
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Re: Opus Dei in der Sicht der Tradition

Beitrag von CIC_Fan » Dienstag 13. Dezember 2016, 20:19

Ja natürlich und die einzig mögliche Reaktion ich versteh nicht daß gerade Em Brandmüller so etwas mit macht

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