Institut St. Philipp Neri und Coronakrise

Rund um den traditionellen römischen Ritus und die ihm verbundenen Gemeinschaften.
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Lycobates
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Re: Institut St. Philipp Neri und Coronakrise

Beitrag von Lycobates »

taddeo hat geschrieben:
Mittwoch 15. April 2020, 22:00
Lycobates hat geschrieben:
Mittwoch 15. April 2020, 20:30
Herr v. Liliencron hat geschrieben:
Mittwoch 15. April 2020, 20:02
Ich stamme aus D, lebe aber nicht dort - und kann dieses Syndrom nicht nachvollziehen.
Mir geht es ebenso.
Aber das Syndrom kann ich trotzdem nachvollziehen.

Als ich vor Jahrzehnten in Tunis, im europäischen Montfleury-Viertel an einem Fußgängerüberweg wartete (die Ampel war rot, aber in weiter Ferne war kein Auto zu sehen), winkte mir ein Polizist von gegenüber, doch bitte zu überqueren, was ich dann mit einigem Befremden auch tat. Er sagte mir dann väterlich (ich war damals noch ein, buchstäblich, blauäugiger junger Mann und in keiner Weise als autochthon definierbar), wenn kein Auto zu sehen wäre, müßte ich trotz rot überqueren, sonst würde ich andere Fußgänger verwirren!

Wenn ich dasselbe unter den gleichen Umständen in unserem biederen Deutschland mache, werde ich von den Umstehenden angepöbelt.
:breitgrins:
In Regensburg, nahe beim Domspatzengymnasium, gibt es eine Fußgängerampel am Überweg über eine vierspurige Hauptverkehrsstraße.
Da stand mal an einem Sonntagmorgen (wo kaum Verkehr war) ein Kardinal Ratzinger und wartete vorbildlich, bis endlich grün würde, obwohl seit Minuten kein Auto vorbeikam. Zu seinen Begleitern sagte er allerdings: "In Rom würde ich da jetzt bei Rot drübergehn!" ;D
Henry Vollam Morton schreibt irgendwo (ich zitiere jetzt aus dem Gedächtnis) in seinem (köstlichen) A Traveller in Southern Italy, zuerst 1969, daß man in Neapel nur sicher überqueren kann (egal ob bei rot oder grün), indem man entweder den Arm weit ausstreckt, und ohne links und rechts zu gucken, festen Schrittes das rettende Ufer anstrebt, oder aber sich als Nonne verkleidet. Dafür hielte alles an (jedenfalls in den 60ern).
Ersteres habe ich mehrfach (mit Erfolg) probiert, letzteres nicht :breitgrins:
Der Mittelweg ist der einzige Weg, der nicht nach Rom führt (Arnold Schönberg)
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Juergen
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Re: Institut St. Philipp Neri und Coronakrise

Beitrag von Juergen »

Herr v. Liliencron hat geschrieben:
Mittwoch 15. April 2020, 22:14
taddeo hat geschrieben:
Mittwoch 15. April 2020, 22:10
Lycobates hat geschrieben:
Mittwoch 15. April 2020, 22:08
Herr v. Liliencron hat geschrieben:
Mittwoch 15. April 2020, 22:03
Aber in Bayern nicht. Feinen Humor hat Ratzinger auf jeden Fall. :)
Ich kenne Bayern (leider) zu wenig.
Ich würde aber denken, daß dort der Marschtrittkatholizismus westfälischer Prägung weniger verbreitet ist. :breitgrins:
Es ist halt Mist, wenn du in Regensburg bekannt bist wie ein bunter Hund und dir solche "Fehltritte" nicht leisten kannst. :pfeif:
Kardinäle können zudem nicht nur bei, sondern sogar in Rot über die Fahrbahn gehen.
Im Prinzip kann jeder in rot auf der Fahrbahn verbluten. :tuete:

Gruß Jürgen

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Lycobates
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Re: Institut St. Philipp Neri und Coronakrise

Beitrag von Lycobates »

Herr v. Liliencron hat geschrieben:
Mittwoch 15. April 2020, 22:10
Lycobates hat geschrieben:
Mittwoch 15. April 2020, 22:08
Herr v. Liliencron hat geschrieben:
Mittwoch 15. April 2020, 22:03
Aber in Bayern nicht. Feinen Humor hat Ratzinger auf jeden Fall. :)
Ich kenne Bayern (leider) zu wenig.
Ich würde aber denken, daß dort der Marschtrittkatholizismus westfälischer Prägung weniger verbreitet ist. :breitgrins:
Sind Sie (ursprünglich) Münsteraner Diözesan?
Nein, doch nicht ;), obwohl ich nicht nein sagen würde.
Mir paßte eher, wenn ich wählen dürfte, ein ehemaliger fürstbischöflicher Delegaturbezirk.
Zuletzt geändert von Lycobates am Mittwoch 15. April 2020, 22:26, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Institut St. Philipp Neri und Coronakrise

Beitrag von Herr v. Liliencron »

Lycobates hat geschrieben:
Mittwoch 15. April 2020, 22:23
Herr v. Liliencron hat geschrieben:
Mittwoch 15. April 2020, 22:10
Lycobates hat geschrieben:
Mittwoch 15. April 2020, 22:08
Herr v. Liliencron hat geschrieben:
Mittwoch 15. April 2020, 22:03
Aber in Bayern nicht. Feinen Humor hat Ratzinger auf jeden Fall. :)
Ich kenne Bayern (leider) zu wenig.
Ich würde aber denken, daß dort der Marschtrittkatholizismus westfälischer Prägung weniger verbreitet ist. :breitgrins:
Sind Sie (ursprünglich) Münsteraner Diözesan?
Nein, doch nicht ;)
Hätte mich auch sehr erstaunt.

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Re: Institut St. Philipp Neri und Coronakrise

Beitrag von Herr v. Liliencron »

Gottesdienste in Berlin ab 4. Mai wieder möglich:

https://www.kathnews.de/ab-4-mai-wieder ... -in-berlin.

In Österreich ab 15. Mai übrigens auch. Dort aber gelten strengere Vorschriften. Pro 20 qm Fläche des Gottesdienstraumes darf jeweils zur gleichen Zeit nur eine Person anwesend sein.

Für eine Kirche mit der Größe des Stephansdomes (!) bedeutet das laut Kardinal Schönborn, dass 120 Teilnehmer möglich sind.

Nach dieser 20 qm-Regel bestimmt sich rechnerisch, wieviele Gläubige einen Gottesdienst besuchen können.

Zusätzlich muss jeder zu jedem einen Abstand von 2 m wahren, statt in D 1,50 m.

Viele kleine Kirchen können also in Österreich auch über den 15. Mai hinaus noch nicht wieder benutzt werden.

Während also in Berlin und damit in St. Afra wieder Gottesdienste mit 50 Teilnehmern möglich sind, richtet sich in A die Teilnehmerzahl nach den qm der Kirche. Außerdem ist in A Mundschutzpflicht für alle Personen älter als 6 Jahre. Kommunionspendung deshalb und wegen 2 m Abstand praktisch nicht möglich.

Um den Vergleich zu haben, wäre es interessant zu wissen, wieviele Leute (statt 50) in St. Afra zugleich anwesend sein dürften, wenn St. Afra in Österreich wäre, zB in Wien.

Petrus
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Re: Institut St. Philipp Neri und Coronakrise

Beitrag von Petrus »

Herr v. Liliencron hat geschrieben:
Freitag 24. April 2020, 10:20
Gottesdienste in Berlin ab 4. Mai wieder möglich:

https://www.kathnews.de/ab-4-mai-wieder ... -in-berlin.

In Österreich ab 15. Mai übrigens auch. Dort aber gelten strengere Vorschriften. Pro 20 qm Fläche des Gottesdienstraumes darf jeweils zur gleichen Zeit nur eine Person anwesend sein.

Für eine Kirche mit der Größe des Stephansdomes (!) bedeutet das laut Kardinal Schönborn, dass 120 Teilnehmer möglich sind.

Nach dieser 20 qm-Regel bestimmt sich rechnerisch, wieviele Gläubige einen Gottesdienst besuchen können.

Zusätzlich muss jeder zu jedem einen Abstand von 2 m wahren, statt in D 1,50 m.

Viele kleine Kirchen können also in Österreich auch über den 15. Mai hinaus noch nicht wieder benutzt werden.

Während also in Berlin und damit in St. Afra wieder Gottesdienste mit 50 Teilnehmern möglich sind, richtet sich in A die Teilnehmerzahl nach den qm der Kirche. Außerdem ist in A Mundschutzpflicht für alle Personen älter als 6 Jahre. Kommunionspendung deshalb und wegen 2 m Abstand praktisch nicht möglich.

Um den Vergleich zu haben, wäre es interessant zu wissen, wieviele Leute (statt 50) in St. Afra zugleich anwesend sein dürften, wenn St. Afra in Österreich wäre, zB in Wien.

dann ruf doch einfach mal an dort (solltest Du einen Fernsprech-Anschluß besitzen), sage uns dann gern dann Bescheid, und texte uns dann wieder mit Deinen lichtvollen Ausführungen zu.

Dafür Dir im Voraus herzlichen Dank.

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Re: Institut St. Philipp Neri und Coronakrise

Beitrag von Herr v. Liliencron »

Hab ich tatsächlich schon gemacht. Leider hat der Befragte ein ähnlich gutes mathematisches und räumliches Vorstellungsvermögen wie ich. Jedenfalls kann ich mir vorstellen, dass sehr viele Kirchen diese österr. 20 qm-Regel nicht umsetzen können bzw könnten.

ZB die Piusbruderschaft kann das nirgendwo in Österreich, vermutet ein Bekannter in der Alpenrepublik!

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Siard
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Re: Institut St. Philipp Neri und Coronakrise

Beitrag von Siard »

In vielen Kirchen am Land (in den Städten scheint es mir kaum besser) dürften dann zwischen fünf und zehn Menschen die Messen besuche dürfen, in den Ortskapellen meist nicht ein einziger.
Eine Berücksichtigung der m³ hätte ich außerdem schlüssiger gefunden.
Zuletzt geändert von Siard am Freitag 24. April 2020, 18:36, insgesamt 1-mal geändert.

Herr v. Liliencron
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Re: Institut St. Philipp Neri und Coronakrise

Beitrag von Herr v. Liliencron »

Siard hat geschrieben:
Freitag 24. April 2020, 18:29
In vielen Kirchen am Land (in den Stäsdten scheint es mir kaum besser) dürften dann zwischen fünf und zehn Menschen die Messen besuche dürfen, in den Ortskapellen meist nicht ein einziger.


Ja, eben. Binieren kann man in so einem Notfall sicher auch, aber 10 oder mehr Messen halten kann und darf ein einzelner Priester ja nicht.

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Siard
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Re: Institut St. Philipp Neri und Coronakrise

Beitrag von Siard »

Herr v. Liliencron hat geschrieben:
Freitag 24. April 2020, 18:33
Ja, eben. Binieren kann man in so einem Notfall sicher auch, ….
Auch in dieser Situation wir , so scheint's, von vielen "modernen" Priestern die Konzelebration bevorzugt.

Herr v. Liliencron
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Re: Institut St. Philipp Neri und Coronakrise

Beitrag von Herr v. Liliencron »

Siard hat geschrieben:
Freitag 24. April 2020, 18:39
Herr v. Liliencron hat geschrieben:
Freitag 24. April 2020, 18:33
Ja, eben. Binieren kann man in so einem Notfall sicher auch, ….
Auch in dieser Situation wir , so scheint's, von vielen "modernen" Priestern die Konzelebration bevorzugt.
Das geht ja schlecht. Abstandsregel! Außerdem interessiert mich persönlich nicht, ob oder wie im NOM zelebriert wird.

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taddeo
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Re: Institut St. Philipp Neri und Coronakrise

Beitrag von taddeo »

Siard hat geschrieben:
Freitag 24. April 2020, 18:39
Herr v. Liliencron hat geschrieben:
Freitag 24. April 2020, 18:33
Ja, eben. Binieren kann man in so einem Notfall sicher auch, ….
Auch in dieser Situation wir , so scheint's, von vielen "modernen" Priestern die Konzelebration bevorzugt.
Konzelebration ist seit Beginn der Einschränkungen ausdrücklich verboten und war es zB sogar am Gründonnerstag, wo sie ansonsten ausdrücklich vorgeschrieben ist. Zumindest in unserem Bistum ist das so.

Herr v. Liliencron
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Re: Institut St. Philipp Neri und Coronakrise

Beitrag von Herr v. Liliencron »

taddeo hat geschrieben:
Freitag 24. April 2020, 18:47
Siard hat geschrieben:
Freitag 24. April 2020, 18:39
Herr v. Liliencron hat geschrieben:
Freitag 24. April 2020, 18:33
Ja, eben. Binieren kann man in so einem Notfall sicher auch, ….
Auch in dieser Situation wir , so scheint's, von vielen "modernen" Priestern die Konzelebration bevorzugt.
Konzelebration ist seit Beginn der Einschränkungen ausdrücklich verboten und war es zB sogar am Gründonnerstag, wo sie ansonsten ausdrücklich vorgeschrieben ist. Zumindest in unserem Bistum ist das so.
Ich dachte mir das fast, wusste es aber nicht, da mich der Ritus Pauls VI. nicht betrifft.

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Siard
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Re: Institut St. Philipp Neri und Coronakrise

Beitrag von Siard »

taddeo hat geschrieben:
Freitag 24. April 2020, 18:47
Konzelebration ist seit Beginn der Einschränkungen ausdrücklich verboten und war es zB sogar am Gründonnerstag, wo sie ansonsten ausdrücklich vorgeschrieben ist. Zumindest in unserem Bistum ist das so.
Ich habe mehrere Messen mit Konzelebrationen gesehen. Die Abstände waren so lala.

Herr v. Liliencron
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Re: Institut St. Philipp Neri und Coronakrise

Beitrag von Herr v. Liliencron »

Siard hat geschrieben:
Freitag 24. April 2020, 18:59
taddeo hat geschrieben:
Freitag 24. April 2020, 18:47
Konzelebration ist seit Beginn der Einschränkungen ausdrücklich verboten und war es zB sogar am Gründonnerstag, wo sie ansonsten ausdrücklich vorgeschrieben ist. Zumindest in unserem Bistum ist das so.
Ich habe mehrere Messen mit Konzelebrationen gesehen. Die Abstände waren so lala.
Nicht jeder Altar ist ja auch so geräumig wie der Papstaltar in St. Peter! Da wäre es technisch sicher machbar 2 m Abstand locker einzuhalten.

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Re: Institut St. Philipp Neri und Coronakrise

Beitrag von Herr v. Liliencron »

Es ging mir ja beim Stichwort Bination auch mehr um die Möglichkeit, die Zahl der Messen zu erhöhen, wenn an der einzelnen Messe nur sehr wenige Menschen teilnehmen dürfen/können.

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Siard
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Re: Institut St. Philipp Neri und Coronakrise

Beitrag von Siard »

Herr v. Liliencron hat geschrieben:
Freitag 24. April 2020, 19:18
Es ging mir ja beim Stichwort Bination auch mehr um die Möglichkeit, die Zahl der Messen zu erhöhen, wenn an der einzelnen Messe nur sehr wenige Menschen teilnehmen dürfen/können.
Das ist für manche Priester weniger wichtig, als zu konzelebrieren.

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Re: Institut St. Philipp Neri und Coronakrise

Beitrag von Herr v. Liliencron »

Sicherlich. Aber diese Priester haben dann in meinen Augen keine priesterliche Gesinnung. Auch keine seelsorgliche oder wie man heute eher sagt: keine pastorale.

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taddeo
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Re: Institut St. Philipp Neri und Coronakrise

Beitrag von taddeo »

Siard hat geschrieben:
Freitag 24. April 2020, 18:59
taddeo hat geschrieben:
Freitag 24. April 2020, 18:47
Konzelebration ist seit Beginn der Einschränkungen ausdrücklich verboten und war es zB sogar am Gründonnerstag, wo sie ansonsten ausdrücklich vorgeschrieben ist. Zumindest in unserem Bistum ist das so.
Ich habe mehrere Messen mit Konzelebrationen gesehen. Die Abstände waren so lala.
Einzige Ausnahme, die auch öffentlich dokumentiert ist, sind die Messen unseres Bischofs im Dom, die er meistens mit 2 Konzelebranten feiert. Aber der Altar erlaubt es ohne weiteres, 1,5 Meter Abstand einzuhalten.

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Siard
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Re: Institut St. Philipp Neri und Coronakrise

Beitrag von Siard »

taddeo hat geschrieben:
Freitag 24. April 2020, 22:39
Einzige Ausnahme, die auch öffentlich dokumentiert ist, sind die Messen unseres Bischofs im Dom, die er meistens mit 2 Konzelebranten feiert. Aber der Altar erlaubt es ohne weiteres, 1,5 Meter Abstand einzuhalten.
Anderswo gibt es auch dokumentierte Fälle, die z.B. auf Youtube noch abrufbar sein sollten.
Diese Konzelebriererei gaht mir immer mehr gegen den Strich. Ich erinnere mich an Gemeinden, in denen Messen wegen "Priestermangels" gestrichen wurden, aber trotzdem konzelebriert.

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Juergen
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Re: Institut St. Philipp Neri und Coronakrise

Beitrag von Juergen »

Werter Freund des Instituts,
der Berliner Senat hat eine neue Verordnung erlassen. Demnach dürfen ab den 4. Mai 2020 wieder Gottesdienste mit bis zu 50 Personen stattfinden. Daher finden Sie unten in dieser Nachricht die Gottesdienstzeiten für die kommende Woche.

Die hll. Messen am Sonntag, dem 10. Mai 2020, können nur mit verbindlicher Voranmeldung besucht werden.

Bitte senden Sie hierfür eine SMS an 0175/5962653. Bitte geben Sie in Ihrer Anmeldung die Personenzahl, die Namen der Personen und Ihre Adressen an.

Wir bemühen uns Ihnen eine Bestätigung zukommen zu lassen, sobald wir Ihre Anmeldung in unsere Listen eingetragen haben.

Mit freundlichen Grüßen
aus Ihrer kleinen Oase in Berlin

Ihr

Dr. Gerald Goesche, Propst

und die Mitglieder des Instituts St. Philipp Neri
Gruß Jürgen

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Re: Institut St. Philipp Neri und Coronakrise

Beitrag von Herr v. Liliencron »

Juergen hat geschrieben:
Sonntag 3. Mai 2020, 13:48
Werter Freund des Instituts,
der Berliner Senat hat eine neue Verordnung erlassen. Demnach dürfen ab den 4. Mai 2020 wieder Gottesdienste mit bis zu 50 Personen stattfinden. Daher finden Sie unten in dieser Nachricht die Gottesdienstzeiten für die kommende Woche.

Die hll. Messen am Sonntag, dem 10. Mai 2020, können nur mit verbindlicher Voranmeldung besucht werden.

Bitte senden Sie hierfür eine SMS an 0175/5962653. Bitte geben Sie in Ihrer Anmeldung die Personenzahl, die Namen der Personen und Ihre Adressen an.

Wir bemühen uns Ihnen eine Bestätigung zukommen zu lassen, sobald wir Ihre Anmeldung in unsere Listen eingetragen haben.

Mit freundlichen Grüßen
aus Ihrer kleinen Oase in Berlin

Ihr

Dr. Gerald Goesche, Propst

und die Mitglieder des Instituts St. Philipp Neri
Sehr schön, nur wäre es wahrscheinlich auch ohne das Beschreiten des Rechtsweges durch Propst, Institut und Freudeskreis jetzt ganz genauso. Deswegen finde ich es sehr positiv, dass nichts in und zwischen diesen Zeilen etwas in die Richtung andeutet. Spricht für mich sehr für Dr. Goesche!

Wieviele Messen werden denn jetzt sonntags in St. Afra gehalten, drei oder mehr? Frage nur interessenshalber.
Zuletzt geändert von Herr v. Liliencron am Sonntag 3. Mai 2020, 15:07, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Institut St. Philipp Neri und Coronakrise

Beitrag von Juergen »

Herr v. Liliencron hat geschrieben:
Sonntag 3. Mai 2020, 14:30
Wieviele Messen werden denn jetzt sonntags in St. Afra gehalten, drei oder mehr? Frage nur interessenshalber.
10. Mai - 4. So. nach Ostern (Cantate Domino)
10.00 Rosenkranz
10.30 Hochamt
16.00 gesungenes Amt
18.00 gesungenes Amt
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Re: Institut St. Philipp Neri und Coronakrise

Beitrag von CIC_Fan »

ja da hätte es die Klage nicht gebraucht

maliems
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Re: Institut St. Philipp Neri und Coronakrise

Beitrag von maliems »

was ich nicht kapiere:

warum vergrößern denn die ganzen Institute nicht ihre Messzeiten um 1?

Dann wäre eine solcher Irrsinn mit Anmledung doch nicht nötig.

Wer zu spät kommt, geht zur nächsten.

Ich bin kein Berliner, aber hier im Kölner Raum machen das die Pfarreien auch. Und da bin ich zu arrogant für. Ich melde mich nicht an. Ich gehe hin, Und wenn ich nicht erwünscht bin, gehe ich wieder.

aber warten auf die nächste, das wäre ok

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Robert Ketelhohn
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Re: Institut St. Philipp Neri und Coronakrise

Beitrag von Robert Ketelhohn »

Ich darf hier mal mitteilen, daß wir jeweils zwei Kläger waren, gemeinsam vor dem Verwaltungsgericht und dem Oberverwaltungsgericht gegen den Senat von Berlin und vor dem Bundesverfassungsgericht gegen denselben und die Vorinstanzen: Der Propst und ich.
Propter Sion non tacebo, | ſed ruinas Romę flebo, | quouſque juſtitia
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Re: Institut St. Philipp Neri und Coronakrise

Beitrag von Herr v. Liliencron »

Robert Ketelhohn hat geschrieben:
Montag 4. Mai 2020, 02:00
Ich darf hier mal mitteilen, daß wir jeweils zwei Kläger waren, gemeinsam vor dem Verwaltungsgericht und dem Oberverwaltungsgericht gegen den Senat von Berlin und vor dem Bundesverfassungsgericht gegen denselben und die Vorinstanzen: Der Propst und ich.

Danke, aber das ist ja bekannt. Der Propst (für das Institut) und der eingetragene Verein des Freundeskreises, wohl vertreten durch Sie. Tut aber an sich nichts zur Sache.

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Re: Institut St. Philipp Neri und Coronakrise

Beitrag von HeGe »

CIC_Fan hat geschrieben:
Sonntag 3. Mai 2020, 16:28
ja da hätte es die Klage nicht gebraucht
Ich fand sie trotzdem wichtig. Auch wenn ich von vorneherein wenig Chancen gesehen habe, war es zum einen sinnvoll als politisches Zeichen, zum anderen aber auch, um die konkrete Begründung des Gerichtes zu lesen. Und die fand ich, wie ich schon im Corona-Thread schrieb, recht erschreckend, weil mit der Argumentation auch zukünftigen Einschränkungen Tür und Tor geöffnet wurde.
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Robert Ketelhohn
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Re: Institut St. Philipp Neri und Coronakrise

Beitrag von Robert Ketelhohn »

Herr v. Liliencron hat geschrieben:
Montag 4. Mai 2020, 05:29
Robert Ketelhohn hat geschrieben:
Montag 4. Mai 2020, 02:00
Ich darf hier mal mitteilen, daß wir jeweils zwei Kläger waren, gemeinsam vor dem Verwaltungsgericht und dem Oberverwaltungsgericht gegen den Senat von Berlin und vor dem Bundesverfassungsgericht gegen denselben und die Vorinstanzen: Der Propst und ich.
Danke, aber das ist ja bekannt. Der Propst (für das Institut) und der eingetragene Verein des Freundeskreises, wohl vertreten durch Sie. Tut aber an sich nichts zur Sache.
Nein, der Propst für den Verein, ich als Privatmann und Vater dreier Ministranten stellvertretend für das gläubige Volk.
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Re: Institut St. Philipp Neri und Coronakrise

Beitrag von Robert Ketelhohn »

HeGe hat geschrieben:
Montag 4. Mai 2020, 10:41
Und die fand ich, wie ich schon im Corona-Thread schrieb, recht erschreckend, weil mit der Argumentation auch zukünftigen Einschränkungen Tür und Tor geöffnet wurde.
So sehe ich das auch.
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DarPius
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Re: Institut St. Philipp Neri und Coronakrise

Beitrag von DarPius »

Robert Ketelhohn hat geschrieben:
Montag 4. Mai 2020, 11:21
HeGe hat geschrieben:
Montag 4. Mai 2020, 10:41
Und die fand ich, wie ich schon im Corona-Thread schrieb, recht erschreckend, weil mit der Argumentation auch zukünftigen Einschränkungen Tür und Tor geöffnet wurde.
So sehe ich das auch.
Mit anderen Worten: es wird sondiert, seit wann wir als Märtyrer angesehen werden können, wenn das Ziel offensichtlich wird, dass es sich mit den Einschränkungen keinesfalls um den öffentlichen Wohl handelt.
'Et portae inferi non praevalebunt eam'

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Re: Institut St. Philipp Neri und Coronakrise

Beitrag von Herr v. Liliencron »

Robert Ketelhohn hat geschrieben:
Montag 4. Mai 2020, 11:19
Herr v. Liliencron hat geschrieben:
Montag 4. Mai 2020, 05:29
Robert Ketelhohn hat geschrieben:
Montag 4. Mai 2020, 02:00
Ich darf hier mal mitteilen, daß wir jeweils zwei Kläger waren, gemeinsam vor dem Verwaltungsgericht und dem Oberverwaltungsgericht gegen den Senat von Berlin und vor dem Bundesverfassungsgericht gegen denselben und die Vorinstanzen: Der Propst und ich.
Danke, aber das ist ja bekannt. Der Propst (für das Institut) und der eingetragene Verein des Freundeskreises, wohl vertreten durch Sie. Tut aber an sich nichts zur Sache.
Nein, der Propst für den Verein, ich als Privatmann und Vater dreier Ministranten stellvertretend für das gläubige Volk.

Das war wirklich noch nicht zu mir gedrungen, ändert nach meinen Dafürhalten in der Sache aber ebenfalls nichts.

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