Kurze Fragen, kurze Antworten, kurze Nachrichten

Rund um den traditionellen römischen Ritus und die ihm verbundenen Gemeinschaften.
Juergen
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Re: Kurze Fragen, kurze Antworten, kurze Nachrichten

Beitrag von Juergen » Donnerstag 7. März 2019, 19:29

taddeo hat geschrieben:
Mittwoch 6. März 2019, 16:48
Ich hätte so einen im Depot, allerdings nicht mit Goldschnitt, sondern rot. Einband ist schwarz, er ist anscheinend so gut wie unbenutzt.
Ich denke, daß es die gesuchte Ausgabe ist, zumindest ist das Geleitwort von 1962.
Ups… zu spät gesehen.
Inzwischen habe ich einen gebrauchten in annehmbarem Zustande (zumindest lt. der Internet-Photos) gefunden und bestellt. Selbst der Goldschnitt sieht noch gut aus.

Dennoch: Danke für das Angebot!
Gruß
Jürgen
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Re: Kurze Fragen, kurze Antworten, kurze Nachrichten

Beitrag von taddeo » Donnerstag 7. März 2019, 19:42

Juergen hat geschrieben:
Donnerstag 7. März 2019, 19:29
taddeo hat geschrieben:
Mittwoch 6. März 2019, 16:48
Ich hätte so einen im Depot, allerdings nicht mit Goldschnitt, sondern rot. Einband ist schwarz, er ist anscheinend so gut wie unbenutzt.
Ich denke, daß es die gesuchte Ausgabe ist, zumindest ist das Geleitwort von 1962.
Ups… zu spät gesehen.
Inzwischen habe ich einen gebrauchten in annehmbarem Zustande (zumindest lt. der Internet-Photos) gefunden und bestellt. Selbst der Goldschnitt sieht noch gut aus.

Dennoch: Danke für das Angebot!
Dann darfst du gern in 10 Jahren wieder nachfragen, wenn dein neuer dann hinüber ist. :D :huhu:

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Re: Kurze Fragen, kurze Antworten, kurze Nachrichten

Beitrag von Amigo » Freitag 8. März 2019, 10:36

Angesichts der Mißbrauchsaffäre habe ich mich heute gefragt: Kann eigentlich - analog zum Ehehindernis, wenn einer der Partner zum Zeitpunkt der Eheschließung zB Unauflöslichkeit oder Treue ausschließt - die Priesterweihe ungültig sein, wenn ein Kandidat zum Zeitpunkt seiner Weihe den Zölibat nicht zu halten beabsichtigt? Einerseits schiene mir das irgendwie "aus Symmetriegründen" logisch; andererseits ist der Priester ja anders als Eheleute nicht auch Spender, sondern ausschließlich Empfänger des Sakraments. Gibts da in der Sakramentenlehre Aussagen oder Präzedenzfälle?

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Re: Kurze Fragen, kurze Antworten, kurze Nachrichten

Beitrag von CIC_Fan » Freitag 8. März 2019, 11:32

nein ich denke nicht

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Re: Kurze Fragen, kurze Antworten, kurze Nachrichten

Beitrag von Herr v. Liliencron » Freitag 8. März 2019, 12:27

Nein, deswegen nicht. Wenn aber ein Priester nachträglich zB offenbaren würde, zum Priestertum gezwungen worden zu sein und deshalb bei der Weihe die Absicht gehabt habe, die Weihe nicht zu empfangen, wäre davon auszugehen, dass er das Sakrament der Priesterweihe nicht empfangen hat, auch wenn dessen äußerer Ritus vollständig und korrekt an ihm vollzogen worden ist.

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Re: Kurze Fragen, kurze Antworten, kurze Nachrichten

Beitrag von Juergen » Freitag 8. März 2019, 14:50

taddeo hat geschrieben:
Donnerstag 7. März 2019, 19:42
Dann darfst du gern in 10 Jahren wieder nachfragen, wenn dein neuer dann hinüber ist. :D :huhu:
:D

Das Buch ist eingetroffen. Es befindet sich in einer schwarzen Schutzhülle:
Bild

Ferner ist es durch einen Papierumschlag geschützt:
Bild

Der eigentliche Einband sieht wie neu aus. Der Papierumschlag ist an den Ecken bestoßen; der Lederinband unversehrt.
Bild

Auch der Goldschnitt ist noch nahezu wie neu:
Bild

Vorne ist eine Widmung drin in alter Schrift (Kurrent):
Meiner lb. Enkelin Gerlinde
Weihnachten 66
Oma


Bei dem Datum der Widmung wird klar, warum das Buch noch so neu ausieht. Lange wurde es wohl nicht mehr benutzt ehe sich die Liturgie vollends änderte.

Glück für mich. :)

Preis 29,- für das Buch und 2,60 Porto.

(Ich weiß nicht, ob ich beim Einkauf Payback aktiviert hatte. Wenn ja gibt es dafür noch 14 Punkte (=14 Cent))
Gruß
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Beitrag von Niels » Freitag 8. März 2019, 15:06

Sieht tadellos aus.
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Re: Kurze Fragen, kurze Antworten, kurze Nachrichten

Beitrag von Herr v. Liliencron » Freitag 8. März 2019, 16:53

Ein sehr schönes Exemplar. Und das im Anselm-Schott-Jubiläumsjahr! Gratulation!

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Re: Kurze Fragen, kurze Antworten, kurze Nachrichten

Beitrag von Herr v. Liliencron » Freitag 8. März 2019, 17:08

Diese papiernen Schutzumschläge waren früher üblich, ähnlich wie heute neue Bücher in Plastikfolie eingeschweißt sind. Wenn soetwas heute noch erhalten ist, darf man davon ausgehen, dass das Buch nie verwendet worden ist. Blättern Sie das Buch mal durch, um zu sehen, ob die Seiten wegen des Goldschnitts noch zusammenkleben!

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Re: Kurze Fragen, kurze Antworten, kurze Nachrichten

Beitrag von Juergen » Sonntag 24. März 2019, 15:11

Darf/kann/soll/muß heute am 3. Fastensonntag der Gedenktag des Erzengels Gabriel kommemoriert werden?

Dort wird es gerade (live) getan: https://www.facebook.com/sacredheartorl ... live_video

:hmm:
Gruß
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Beitrag von Hubertus » Sonntag 24. März 2019, 15:33

Juergen hat geschrieben:
Sonntag 24. März 2019, 15:11
Darf/kann/soll/muß heute am 3. Fastensonntag der Gedenktag des Erzengels Gabriel kommemoriert werden?

Dort wird es gerade (live) getan: https://www.facebook.com/sacredheartorl ... live_video

:hmm:
Vermutlich erst seit den 1962er-Rubriken nicht mehr.
Die Gemeinschaft feiert aber offenbar nach älteren liturgischen Normen; lt. ihrer Homepage begehen sie am 1. Januar das Fest der Beschneidung des Herrn, nach MR1962 ist das einfach der Oktavtag von Weihnachten.
Der Kult ist immer wichtiger als jede noch so gescheite Predigt. Die Objektivität des Kultes ist das Größte und das Wichtigste, was unsere Zeit braucht. Der Alte Ritus ist der größte Schatz der Kirche, ihr Notgepäck, ihre Arche Noah. (M. Mosebach)

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Beitrag von CIC_Fan » Sonntag 24. März 2019, 15:47

die Kommemoration war vorgeschrieben durch das Dekret Divinu Afflatu von 1911 bis zur Reform der Liturgie 1955

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Beitrag von Juergen » Sonntag 24. März 2019, 15:59

Hubertus hat geschrieben:
Sonntag 24. März 2019, 15:33
Die Gemeinschaft feiert aber offenbar nach älteren liturgischen Normen; lt. ihrer Homepage begehen sie am 1. Januar das Fest der Beschneidung des Herrn, nach MR1962 ist das einfach der Oktavtag von Weihnachten.
Hm… :hmm:

Wie sie nun genau feiern steht auf ihrer Homepage nicht: https://sacredheartorlando.org/
As a result of many reforms following the Second Vatican Council in the 1960s, Catholics all over the world saw their Mass and Catholic Faith changed beyond recognition. Latin was replaced by modern languages, the time-honored prayers and rites were revised or even deleted, and, most tragic of all, the teachings of the Church were watered down, changed, or ignored.
Sacred Heart Traditional Catholic Church is respectfully independent of the Diocese of Orlando, and was founded in 1986 to uphold the Roman Catholic Faith in its integrity and to preserve the dignity and holiness of Roman Catholic worship. We worship as countless generations of Catholics have worshipped, using only the ancient and traditional liturgy of the Church. We profess the Catholic Faith and Morals as they have always been taught and believed by the Church throughout the centuries. We do so not out of nostalgia or stubbornness, but because we wish to be faithful to the unchanging and unchangeable Truth that Christ entrusted to His Holy Church.
Gruß
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Beitrag von Herr v. Liliencron » Sonntag 24. März 2019, 17:00

CIC_Fan hat geschrieben:
Sonntag 24. März 2019, 15:47
die Kommemoration war vorgeschrieben durch das Dekret Divinu Afflatu von 1911 bis zur Reform der Liturgie 1955
Demnach verwenden die wahrscheinlich die Editio typica des MR1920, wahrscheinlich mit bis 1958 neu eingeführten Festen, aber ohne Karwochenreform von 1951-1955, die erst mit dem MR1962 Eingang in die Editio typica fand.

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Re: Kurze Fragen, kurze Antworten, kurze Nachrichten

Beitrag von Lycobates » Montag 25. März 2019, 00:56

CIC_Fan hat geschrieben:
Sonntag 24. März 2019, 15:47
die Kommemoration war vorgeschrieben durch das Dekret Divinu Afflatu von 1911 bis zur Reform der Liturgie 1955
Und dazu das Festevangelium Missus est als Schlußevangelium der Sonntagsmesse, da stricte proprium.
Der Mittelweg ist der einzige Weg, der nicht nach Rom führt (Arnold Schönberg)
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Gibt es hier noch jemanden

Beitrag von Herr v. Liliencron » Dienstag 2. April 2019, 20:19

der den Bomm statt des Schott verwendet oder bevorzugt?

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Re: Gibt es hier noch jemanden

Beitrag von Lycobates » Mittwoch 3. April 2019, 12:22

Herr v. Liliencron hat geschrieben:
Dienstag 2. April 2019, 20:19
der den Bomm statt des Schott verwendet oder bevorzugt?
Ich persönlich habe nie einen Bomm gehabt.
Ich besitze einen Schott meines Vaters, aus den 30er Jahren, verwende ihn aber seit meiner Kindheit nicht (mehr).

Wenn ich ein Meßbuch in die Kirche mitnehme (es kommt auch vor, daß ich dort während der Messe schlicht den Rosenkranz bete oder nach dem Gehör das Proprium ohne Text mitverfolge), dann ist es gewöhnlich ein (Reise-)Altarmissale von Pustet in 8° aus dem Jahre 1930, das bequem in jeder Tasche paßt; ich besitze für die neueren Feste auch eins, funkelnagelneu, aus dem Jahre 1951-55 (editio XXVIII juxta typicam), das als Groß-Oktav allerdings nicht so handlich ist.
Ein kleines Juwel ist mein Officium Hebdomadae Sanctae von Plantin (-Moretus) aus dem Jahre 1638, das ich nun ab Palmsonntag wieder verwenden werde.
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Re: Gibt es hier noch jemanden

Beitrag von Herr v. Liliencron » Mittwoch 3. April 2019, 13:58

Lycobates hat geschrieben:
Mittwoch 3. April 2019, 12:22
Herr v. Liliencron hat geschrieben:
Dienstag 2. April 2019, 20:19
der den Bomm statt des Schott verwendet oder bevorzugt?
Ich persönlich habe nie einen Bomm gehabt.
Ich besitze einen Schott meines Vaters, aus den 30er Jahren, verwende ihn aber seit meiner Kindheit nicht (mehr).

Wenn ich ein Meßbuch in die Kirche mitnehme (es kommt auch vor, daß ich dort während der Messe schlicht den Rosenkranz bete oder nach dem Gehör das Proprium ohne Text mitverfolge), dann ist es gewöhnlich ein (Reise-)Altarmissale von Pustet in 8° aus dem Jahre 1930, das bequem in jeder Tasche paßt; ich besitze für die neueren Feste auch eins, funkelnagelneu, aus dem Jahre 1951-55 (editio XXVIII juxta typicam), das als Groß-Oktav allerdings nicht so handlich ist.
Ein kleines Juwel ist mein Officium Hebdomadae Sanctae von Plantin (-Moretus) aus dem Jahre 1638, das ich nun ab Palmsonntag wieder verwenden werde.
Solche Pustet-Missalia besitze auch ich. Wenn man Latein kann, eigentlich am besten. Weil frei von Interpretation, von der keine Übersetzung zwangsläufig frei sein kann. Allerdings hat man natürlich auch keine Garantie, dem Lateinischen immer den richtigen, theologisch-liturgischen Sinn beizulegen. Aber die hat niemand. Für mich ist das der eigentliche Grund, warum man beim Urtext der jeweiligen Liturgiesprache bleiben und keine lebendigen Sprachen direkt als liturgische Sprache verwenden sollte.

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Beitrag von CIC_Fan » Mittwoch 3. April 2019, 14:10

wobei die Unierten lange vor dem Konzil durchaus in "lebendigen" Sprachen zelebriert haben

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Re: Gibt es hier noch jemanden

Beitrag von Lycobates » Mittwoch 3. April 2019, 14:25

Herr v. Liliencron hat geschrieben:
Mittwoch 3. April 2019, 13:58
Lycobates hat geschrieben:
Mittwoch 3. April 2019, 12:22
Herr v. Liliencron hat geschrieben:
Dienstag 2. April 2019, 20:19
der den Bomm statt des Schott verwendet oder bevorzugt?
Ich persönlich habe nie einen Bomm gehabt.
Ich besitze einen Schott meines Vaters, aus den 30er Jahren, verwende ihn aber seit meiner Kindheit nicht (mehr).

Wenn ich ein Meßbuch in die Kirche mitnehme (es kommt auch vor, daß ich dort während der Messe schlicht den Rosenkranz bete oder nach dem Gehör das Proprium ohne Text mitverfolge), dann ist es gewöhnlich ein (Reise-)Altarmissale von Pustet in 8° aus dem Jahre 1930, das bequem in jeder Tasche paßt; ich besitze für die neueren Feste auch eins, funkelnagelneu, aus dem Jahre 1951-55 (editio XXVIII juxta typicam), das als Groß-Oktav allerdings nicht so handlich ist.
Ein kleines Juwel ist mein Officium Hebdomadae Sanctae von Plantin (-Moretus) aus dem Jahre 1638, das ich nun ab Palmsonntag wieder verwenden werde.
Solche Pustet-Missalia besitze auch ich. Wenn man Latein kann, eigentlich am besten. Weil frei von Interpretation, von der keine Übersetzung zwangsläufig frei sein kann. Allerdings hat man natürlich auch keine Garantie, dem Lateinischen immer den richtigen, theologisch-liturgischen Sinn beizulegen. Aber die hat niemand. Für mich ist das der eigentliche Grund, warum man beim Urtext der jeweiligen Liturgiesprache bleiben und keine lebendigen Sprachen direkt als liturgische Sprache verwenden sollte.
Die Pustet-Drucke sind für mich die besten, schön gestochen, in klarer Letter, nicht zu klein, ein intelligenter Druck, wobei dafür gesorgt ist, daß man nicht im falschen Augenblick umblättern, bzw. sich nicht allzuoft Stücke des Propriums oder Kommemorationen aus verschiedenen Teilen des Buches zusammensuchen muß. Die Drucke von Marietti, Mame, Dessain, Desclée, u.a. gefallen da weniger.
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Re: Kurze Fragen, kurze Antworten, kurze Nachrichten

Beitrag von Lycobates » Mittwoch 3. April 2019, 14:31

CIC_Fan hat geschrieben:
Mittwoch 3. April 2019, 14:10
wobei die Unierten lange vor dem Konzil durchaus in "lebendigen" Sprachen zelebriert haben
Na ja, schon mal sein bestes Koptisch auf einen Fellachen ausprobiert?
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Beitrag von CIC_Fan » Mittwoch 3. April 2019, 14:37

nein aber mit dem ungarisch der ruthenen hab ich kein Problem :-)

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Re: Gibt es hier noch jemanden

Beitrag von Alte Messe im Norden » Mittwoch 3. April 2019, 14:41

Lycobates hat geschrieben:
Mittwoch 3. April 2019, 14:25
Herr v. Liliencron hat geschrieben:
Mittwoch 3. April 2019, 13:58
Lycobates hat geschrieben:
Mittwoch 3. April 2019, 12:22
Herr v. Liliencron hat geschrieben:
Dienstag 2. April 2019, 20:19
der den Bomm statt des Schott verwendet oder bevorzugt?
Ich persönlich habe nie einen Bomm gehabt.
Ich besitze einen Schott meines Vaters, aus den 30er Jahren, verwende ihn aber seit meiner Kindheit nicht (mehr).

Wenn ich ein Meßbuch in die Kirche mitnehme (es kommt auch vor, daß ich dort während der Messe schlicht den Rosenkranz bete oder nach dem Gehör das Proprium ohne Text mitverfolge), dann ist es gewöhnlich ein (Reise-)Altarmissale von Pustet in 8° aus dem Jahre 1930, das bequem in jeder Tasche paßt; ich besitze für die neueren Feste auch eins, funkelnagelneu, aus dem Jahre 1951-55 (editio XXVIII juxta typicam), das als Groß-Oktav allerdings nicht so handlich ist.
Ein kleines Juwel ist mein Officium Hebdomadae Sanctae von Plantin (-Moretus) aus dem Jahre 1638, das ich nun ab Palmsonntag wieder verwenden werde.
Solche Pustet-Missalia besitze auch ich. Wenn man Latein kann, eigentlich am besten. Weil frei von Interpretation, von der keine Übersetzung zwangsläufig frei sein kann. Allerdings hat man natürlich auch keine Garantie, dem Lateinischen immer den richtigen, theologisch-liturgischen Sinn beizulegen. Aber die hat niemand. Für mich ist das der eigentliche Grund, warum man beim Urtext der jeweiligen Liturgiesprache bleiben und keine lebendigen Sprachen direkt als liturgische Sprache verwenden sollte.
Die Pustet-Drucke sind für mich die besten, schön gestochen, in klarer Letter, nicht zu klein, ein intelligenter Druck, wobei dafür gesorgt ist, daß man nicht im falschen Augenblick umblättern, bzw. sich nicht allzuoft Stücke des Propriums oder Kommemorationen aus verschiedenen Teilen des Buches zusammensuchen muß. Die Drucke von Marietti, Mame, Dessain, Desclée, u.a. gefallen da weniger.
Ja, genauso ist es.
Auch bei den Brevieren ist m. E. Pustet führend.

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Re: Gibt es hier noch jemanden

Beitrag von Lycobates » Mittwoch 3. April 2019, 16:53

Alte Messe im Norden hat geschrieben:
Mittwoch 3. April 2019, 14:41
Lycobates hat geschrieben:
Mittwoch 3. April 2019, 14:25
Herr v. Liliencron hat geschrieben:
Mittwoch 3. April 2019, 13:58
Lycobates hat geschrieben:
Mittwoch 3. April 2019, 12:22
Herr v. Liliencron hat geschrieben:
Dienstag 2. April 2019, 20:19
der den Bomm statt des Schott verwendet oder bevorzugt?
Ich persönlich habe nie einen Bomm gehabt.
Ich besitze einen Schott meines Vaters, aus den 30er Jahren, verwende ihn aber seit meiner Kindheit nicht (mehr).

Wenn ich ein Meßbuch in die Kirche mitnehme (es kommt auch vor, daß ich dort während der Messe schlicht den Rosenkranz bete oder nach dem Gehör das Proprium ohne Text mitverfolge), dann ist es gewöhnlich ein (Reise-)Altarmissale von Pustet in 8° aus dem Jahre 1930, das bequem in jeder Tasche paßt; ich besitze für die neueren Feste auch eins, funkelnagelneu, aus dem Jahre 1951-55 (editio XXVIII juxta typicam), das als Groß-Oktav allerdings nicht so handlich ist.
Ein kleines Juwel ist mein Officium Hebdomadae Sanctae von Plantin (-Moretus) aus dem Jahre 1638, das ich nun ab Palmsonntag wieder verwenden werde.
Solche Pustet-Missalia besitze auch ich. Wenn man Latein kann, eigentlich am besten. Weil frei von Interpretation, von der keine Übersetzung zwangsläufig frei sein kann. Allerdings hat man natürlich auch keine Garantie, dem Lateinischen immer den richtigen, theologisch-liturgischen Sinn beizulegen. Aber die hat niemand. Für mich ist das der eigentliche Grund, warum man beim Urtext der jeweiligen Liturgiesprache bleiben und keine lebendigen Sprachen direkt als liturgische Sprache verwenden sollte.
Die Pustet-Drucke sind für mich die besten, schön gestochen, in klarer Letter, nicht zu klein, ein intelligenter Druck, wobei dafür gesorgt ist, daß man nicht im falschen Augenblick umblättern, bzw. sich nicht allzuoft Stücke des Propriums oder Kommemorationen aus verschiedenen Teilen des Buches zusammensuchen muß. Die Drucke von Marietti, Mame, Dessain, Desclée, u.a. gefallen da weniger.
Ja, genauso ist es.
Auch bei den Brevieren ist m. E. Pustet führend.
Ist, oder, leider, war führend.
:huhu:
Der Mittelweg ist der einzige Weg, der nicht nach Rom führt (Arnold Schönberg)
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Re: Gibt es hier noch jemanden

Beitrag von Alte Messe im Norden » Mittwoch 3. April 2019, 16:58

Lycobates hat geschrieben:
Mittwoch 3. April 2019, 16:53
Alte Messe im Norden hat geschrieben:
Mittwoch 3. April 2019, 14:41
Lycobates hat geschrieben:
Mittwoch 3. April 2019, 14:25
Herr v. Liliencron hat geschrieben:
Mittwoch 3. April 2019, 13:58
Lycobates hat geschrieben:
Mittwoch 3. April 2019, 12:22
Herr v. Liliencron hat geschrieben:
Dienstag 2. April 2019, 20:19
der den Bomm statt des Schott verwendet oder bevorzugt?
Ich persönlich habe nie einen Bomm gehabt.
Ich besitze einen Schott meines Vaters, aus den 30er Jahren, verwende ihn aber seit meiner Kindheit nicht (mehr).

Wenn ich ein Meßbuch in die Kirche mitnehme (es kommt auch vor, daß ich dort während der Messe schlicht den Rosenkranz bete oder nach dem Gehör das Proprium ohne Text mitverfolge), dann ist es gewöhnlich ein (Reise-)Altarmissale von Pustet in 8° aus dem Jahre 1930, das bequem in jeder Tasche paßt; ich besitze für die neueren Feste auch eins, funkelnagelneu, aus dem Jahre 1951-55 (editio XXVIII juxta typicam), das als Groß-Oktav allerdings nicht so handlich ist.
Ein kleines Juwel ist mein Officium Hebdomadae Sanctae von Plantin (-Moretus) aus dem Jahre 1638, das ich nun ab Palmsonntag wieder verwenden werde.
Solche Pustet-Missalia besitze auch ich. Wenn man Latein kann, eigentlich am besten. Weil frei von Interpretation, von der keine Übersetzung zwangsläufig frei sein kann. Allerdings hat man natürlich auch keine Garantie, dem Lateinischen immer den richtigen, theologisch-liturgischen Sinn beizulegen. Aber die hat niemand. Für mich ist das der eigentliche Grund, warum man beim Urtext der jeweiligen Liturgiesprache bleiben und keine lebendigen Sprachen direkt als liturgische Sprache verwenden sollte.
Die Pustet-Drucke sind für mich die besten, schön gestochen, in klarer Letter, nicht zu klein, ein intelligenter Druck, wobei dafür gesorgt ist, daß man nicht im falschen Augenblick umblättern, bzw. sich nicht allzuoft Stücke des Propriums oder Kommemorationen aus verschiedenen Teilen des Buches zusammensuchen muß. Die Drucke von Marietti, Mame, Dessain, Desclée, u.a. gefallen da weniger.
Ja, genauso ist es.
Auch bei den Brevieren ist m. E. Pustet führend.
Ist, oder, leider, war führend.
:huhu:
:ja:

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Re: Kurze Fragen, kurze Antworten, kurze Nachrichten

Beitrag von Juergen » Dienstag 9. April 2019, 17:15

Juergen hat geschrieben:
Mittwoch 6. März 2019, 16:37
Gibt es eigentlich den Schott von 1962 in der deutschen, einsprachigen* Ausgabe noch irgendwo ungebraucht zu kaufen?
Die neuaufgelegten (Akademiker-)Ausgaben sind ja zweisprachig, schwer, unhandlich und eher was für den Hausgebrauch, als ihn mit in die Messe zu schleppen.
Mein alter einsprachiger Schott ist mit einem blauem Plastikeinband versehen (nachträglich angebracht?). Leider ist er etwas stark gebraucht, der Goldschnitt abgenutzt, und der Rücken ist inzwischen mit blauem Klebeband repariert. Er ist noch nutzbar, aber unschön anzusehen.
Größe:ca 15×10cm (entspricht etwa A6-Postkartenformat) und 2,5cm dick.

*einsprachig bedeutet hier, daß (fast) alles in auf Deutsch gedruckt ist außer dem Ordo Missae, der zweisprachig gedruckt ist.


Vor ein paar Tagen sortierte ich ein Bücherregal etwas auseinander: Gebetbücher hierhin, Gesangbücher dorthin…

Und dabei fällt mir dann das in die Hände:

Bild

Hatte sich also tatsächlich zwischen den anderen Büchern ein Schott versteckt. :ikb_hammer:
Imprimatur ist von 1957. Er ist also etwas älter als die anderen.
Gruß
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Re: Kurze Fragen, kurze Antworten, kurze Nachrichten

Beitrag von Herr v. Liliencron » Dienstag 9. April 2019, 20:46

Juergen hat geschrieben:
Dienstag 9. April 2019, 17:15
Juergen hat geschrieben:
Mittwoch 6. März 2019, 16:37
Gibt es eigentlich den Schott von 1962 in der deutschen, einsprachigen* Ausgabe noch irgendwo ungebraucht zu kaufen?
Die neuaufgelegten (Akademiker-)Ausgaben sind ja zweisprachig, schwer, unhandlich und eher was für den Hausgebrauch, als ihn mit in die Messe zu schleppen.
Mein alter einsprachiger Schott ist mit einem blauem Plastikeinband versehen (nachträglich angebracht?). Leider ist er etwas stark gebraucht, der Goldschnitt abgenutzt, und der Rücken ist inzwischen mit blauem Klebeband repariert. Er ist noch nutzbar, aber unschön anzusehen.
Größe:ca 15×10cm (entspricht etwa A6-Postkartenformat) und 2,5cm dick.

*einsprachig bedeutet hier, daß (fast) alles in auf Deutsch gedruckt ist außer dem Ordo Missae, der zweisprachig gedruckt ist.


Vor ein paar Tagen sortierte ich ein Bücherregal etwas auseinander: Gebetbücher hierhin, Gesangbücher dorthin…

Und dabei fällt mir dann das in die Hände:

Bild

Hatte sich also tatsächlich zwischen den anderen Büchern ein Schott versteckt. :ikb_hammer:
Imprimatur ist von 1957. Er ist also etwas älter als die anderen.
Der sogenannte Schott 2.

CIC_Fan
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Beitrag von CIC_Fan » Freitag 12. April 2019, 12:27

Weiß eigentlich jemand ob es auch in diesem Jahr Gemeinden der FSSP gibt die die Karwochenliturgie in der Form feiern wie Sie vor 1955 üblich war

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holzi
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Beitrag von holzi » Freitag 12. April 2019, 14:45

CIC_Fan hat geschrieben:
Freitag 12. April 2019, 12:27
Weiß eigentlich jemand ob es auch in diesem Jahr Gemeinden der FSSP gibt die die Karwochenliturgie in der Form feiern wie Sie vor 1955 üblich war
In Regensburg! Es ist zwar keine Gemeinde der FSSP, aber die Karwoche wird von Patres der FSSP zelebriert.
https://www.roemische-messe-regensburg.de
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CIC_Fan
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Re: Kurze Fragen, kurze Antworten, kurze Nachrichten

Beitrag von CIC_Fan » Freitag 12. April 2019, 14:59

danke

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Hubertus
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Re: Kurze Fragen, kurze Antworten, kurze Nachrichten

Beitrag von Hubertus » Freitag 12. April 2019, 17:10

In München ebenfalls.
Der Kult ist immer wichtiger als jede noch so gescheite Predigt. Die Objektivität des Kultes ist das Größte und das Wichtigste, was unsere Zeit braucht. Der Alte Ritus ist der größte Schatz der Kirche, ihr Notgepäck, ihre Arche Noah. (M. Mosebach)

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Hanspeter
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Beitrag von Hanspeter » Freitag 12. April 2019, 21:35

Hubertus hat geschrieben:
Freitag 12. April 2019, 17:10
In München ebenfalls.
Wo denn, in der Damenstiftskirche?

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