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Protasius
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Beitrag von Protasius »

ad-fontes hat geschrieben:
Dienstag 3. Dezember 2019, 14:42
Kann ein Abt ein Konventamt feiern?
:achselzuck: In einer kleinen Abtei mit sehr wenigen Priestern könnte das wohl sein; aber normalerweise ist der Abt mW nicht in der Reihe der Hebdomadare.
Der so genannte ‚Geist’ des Konzils ist keine autoritative Interpretation. Er ist ein Geist oder Dämon, der exorziert werden muss, wenn wir mit der Arbeit des Herrn weiter machen wollen. – Ralph Walker Nickless, Bischof von Sioux City, Iowa, 2009

Juergen
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Beitrag von Juergen »

ad-fontes hat geschrieben:
Dienstag 3. Dezember 2019, 14:42
Kann ein Abt ein Konventamt feiern?
Nur sofern der Abt die Priesterweihe empfangen hat. :roll:

Alkuin zum Beispiel war Diakon und wurde trotzdem 796 Abt von St. Martin in Tours…

Gruß Jürgen

Dieser Beitrag kann unter Umständen Spuren von Satire, Ironie und ähnlich schwer Verdaulichem enthalten. Er ist nicht für jedermann geeignet, insbesondere nicht für Humorallergiker. Das Lesen erfolgt auf eigene Gefahr.

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Lycobates
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Re: Kurze Fragen, kurze Antworten, kurze Nachrichten

Beitrag von Lycobates »

Protasius hat geschrieben:
Dienstag 3. Dezember 2019, 14:54
ad-fontes hat geschrieben:
Dienstag 3. Dezember 2019, 14:42
Kann ein Abt ein Konventamt feiern?
:achselzuck: In einer kleinen Abtei mit sehr wenigen Priestern könnte das wohl sein; aber normalerweise ist der Abt mW nicht in der Reihe der Hebdomadare.
Wenn sie einen Buckel haben, nennt man sie Dromedare.
:tuete:
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Beitrag von Juergen »

Lycobates hat geschrieben:
Dienstag 3. Dezember 2019, 16:13
Protasius hat geschrieben:
Dienstag 3. Dezember 2019, 14:54
ad-fontes hat geschrieben:
Dienstag 3. Dezember 2019, 14:42
Kann ein Abt ein Konventamt feiern?
:achselzuck: In einer kleinen Abtei mit sehr wenigen Priestern könnte das wohl sein; aber normalerweise ist der Abt mW nicht in der Reihe der Hebdomadare.
Wenn sie einen Buckel haben, nennt man sie Dromedare. :tuete:
Die Vorsilbe Heb- (gebildet nach Lautverschiebung aus Hepa / ἑπτά vgl. franz. hebdomadaire) steht aber doch normalerweise für sieben: Da müßten sie also sieben Buckel haben.

Gruß Jürgen

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Lycobates
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Re: Kurze Fragen, kurze Antworten, kurze Nachrichten

Beitrag von Lycobates »

Juergen hat geschrieben:
Dienstag 3. Dezember 2019, 16:17
Lycobates hat geschrieben:
Dienstag 3. Dezember 2019, 16:13
Protasius hat geschrieben:
Dienstag 3. Dezember 2019, 14:54
ad-fontes hat geschrieben:
Dienstag 3. Dezember 2019, 14:42
Kann ein Abt ein Konventamt feiern?
:achselzuck: In einer kleinen Abtei mit sehr wenigen Priestern könnte das wohl sein; aber normalerweise ist der Abt mW nicht in der Reihe der Hebdomadare.
Wenn sie einen Buckel haben, nennt man sie Dromedare. :tuete:
Die Vorsilbe Heb- (gebildet nach Lautverschiebung aus Hepa / ἑπτά vgl. franz. hebdomadaire) steht aber doch normalerweise für sieben: Da müßten sie also sieben Buckel haben.

μηδὲν ἄγαν
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Siard
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Beitrag von Siard »

Protasius hat geschrieben:
Dienstag 3. Dezember 2019, 14:54
ad-fontes hat geschrieben:
Dienstag 3. Dezember 2019, 14:42
Kann ein Abt ein Konventamt feiern?
:achselzuck: In einer kleinen Abtei mit sehr wenigen Priestern könnte das wohl sein; aber normalerweise ist der Abt mW nicht in der Reihe der Hebdomadare.
Bei uns war er es.

Juergen
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Re: Kurze Fragen, kurze Antworten, kurze Nachrichten

Beitrag von Juergen »

Lycobates hat geschrieben:
Dienstag 3. Dezember 2019, 16:26
Juergen hat geschrieben:
Dienstag 3. Dezember 2019, 16:17
Lycobates hat geschrieben:
Dienstag 3. Dezember 2019, 16:13
Protasius hat geschrieben:
Dienstag 3. Dezember 2019, 14:54
ad-fontes hat geschrieben:
Dienstag 3. Dezember 2019, 14:42
Kann ein Abt ein Konventamt feiern?
:achselzuck: In einer kleinen Abtei mit sehr wenigen Priestern könnte das wohl sein; aber normalerweise ist der Abt mW nicht in der Reihe der Hebdomadare.
Wenn sie einen Buckel haben, nennt man sie Dromedare. :tuete:
Die Vorsilbe Heb- (gebildet nach Lautverschiebung aus Hepa / ἑπτά vgl. franz. hebdomadaire) steht aber doch normalerweise für sieben: Da müßten sie also sieben Buckel haben.
μηδὲν ἄγαν
Da hast Du natürlich auch wieder recht.

Gruß Jürgen

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ad-fontes
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Beitrag von ad-fontes »

Protasius hat geschrieben:
Dienstag 3. Dezember 2019, 14:54
ad-fontes hat geschrieben:
Dienstag 3. Dezember 2019, 14:42
Kann ein Abt ein Konventamt feiern?
:achselzuck: In einer kleinen Abtei mit sehr wenigen Priestern könnte das wohl sein; aber normalerweise ist der Abt mW nicht in der Reihe der Hebdomadare.
Die Frage stellt sich mir insofern Abt und Konvent zwei unterschiedliche Rechtspersönlichkeiten sind (z.B. eigene Siegel), also weniger vom praktischen oder liturgischen Gesichtspunkt her (die Prioren waren oder sind vom Hebdomararsdienst ja oft auch ausgenommen).

Läßt sich sagen: der Abt gehört nicht seinem Konvent an, sondern steht ihm gegenüber (wie auch früher der Dompropst dem Domkapitel, wo - wie in vielen Klöstern beim Prior - die Leitung faktisch beim Domdechanten lag). Und wenn dem so ist, dann kann ein Abt doch kein Konventamt feiern, sondern nur seine eigene Messe, oder ist das beckmesserisch?
Christi vero ecclesia, sedula et cauta depositorum apud se dogmatum custos, nihil in his umquam permutat, nihil minuit, nihil addit; non amputat necessaria, non adponit superflua; non amittit sua, non usurpat aliena. (Vincentius Lerinensis, Com. 23, 16)

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Siard
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Beitrag von Siard »

Die Position des Abtes und sein Verhältnis zum Konvent hat sich sicher in den letzten 100 Jahren massiv verändert. Der Abt wohnt allerdings auch heute noch oft in der Prälatur, die nicht (vollständig) der Klausur unterliegt.
Die meisten Äbte benutzen m.W. ihre Kapellen nicht mehr für ihre eigenen Messen, manche dieser Kapellen gibt auch nicht mehr.
Den Abt als Gegenüber zu sehen, finde ich merkwürdig. Der Abt ist das Haupt des Konventes, so wie Christus das Haupt seiner Kirche. Auch rechtlich wurde dies (zumindest bis in jüngste Zeit) so gesehen.
Dr. Ambros Pfiffig pflegte oft darauf hinzuweisen:

Wo der Abt ist, ist die Abtei.

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Libertas Ecclesiae
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Beitrag von Libertas Ecclesiae »

„Die letzte Messe ist noch nicht gelesen.“
(Jelena Tschudinowa)

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Lycobates
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Re: Kurze Fragen, kurze Antworten, kurze Nachrichten

Beitrag von Lycobates »

Libertas Ecclesiae hat geschrieben:
Donnerstag 5. Dezember 2019, 22:58
Neue Heilige im alten Ritus [?]

Quelle

:hmm:
Aber doch nur in der hochkirchlichen Seitenkapelle (Ecclesia Dei afflictissima) des Pachamama-Vereins?
Keineswegs in Tradi Hard-Kreisen!
:breitgrins:
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CIC_Fan

Re: Kurze Fragen, kurze Antworten, kurze Nachrichten

Beitrag von CIC_Fan »

Libertas Ecclesiae hat geschrieben:
Donnerstag 5. Dezember 2019, 22:58
Neue Heilige im alten Ritus [?]

Quelle

:hmm:
das hat ja der Papst im Motu prorio ausdrücklich gewünscht was an der Nachricht interessant ist, sollte sie stimmen, das nicht ED das veranlasst hat sondern die Gottesdienstkongregation

Juergen
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Re: Kurze Fragen, kurze Antworten, kurze Nachrichten

Beitrag von Juergen »

Der heutige Alleluja-Vers lautet:
Tota pulchra es, María: et macula originalis non est in te.
Warum steht da macula und nicht peccatum?
Hat das einen tieferen Sinn, oder liegt es daran weil in Hld 4,7 steht:
tota pulchra es amica mea et macula non est in te

:hmm:
Gruß Jürgen

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taddeo
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Re: Kurze Fragen, kurze Antworten, kurze Nachrichten

Beitrag von taddeo »

Juergen hat geschrieben:
Sonntag 8. Dezember 2019, 14:28
Der heutige Alleluja-Vers lautet:
Tota pulchra es, María: et macula originalis non est in te.
Warum steht da macula und nicht peccatum?
Hat das einen tieferen Sinn, oder liegt es daran weil in Hld 4,7 steht:
tota pulchra es amica mea et macula non est in te

:hmm:
Im Kirchenlatein (zB laut Sleumer) heißt macula nicht nur "Fleck", sondern auch "Sünde". Davon kommt ja dann auch die deutsche Bezeichnung von der "unbefleckten Empfängnis", der "immaculata conceptio", in der auch das macula drinsteckt. Es ist wohl anzunehmen, daß sich dieser Ausdruck erst im kirchlichen Gebrauch durch die liturgische Zuordnung des Hohenliedes auf Maria so entwickelt hat.

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Hubertus
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Re: Kurze Fragen, kurze Antworten, kurze Nachrichten

Beitrag von Hubertus »

Juergen hat geschrieben:
Sonntag 8. Dezember 2019, 14:28
Der heutige Alleluja-Vers lautet:
Tota pulchra es, María: et macula originalis non est in te.
Warum steht da macula und nicht peccatum?
Hat das einen tieferen Sinn, oder liegt es daran weil in Hld 4,7 steht:
tota pulchra es amica mea et macula non est in te

:hmm:
Freilich fehlt mir dazu die Expertise, aber rein semantisch ist das natürlich das schönere Gegensatzpaar (das wohl auch der Stelle im Hld zugrunde liegen dürfte): Hier wird die 'Schönheit' gepriesen, die gewissermaßen Ausfluß der Sündenfreiheit ist. Die Stelle will damit weniger eine nüchterne dogmatische Wahrheit erklären, sondern verweilt in überwältigtem Erstaunen bei der Schönheit des Heilswirkens Gottes, welche an Maria sichtbar wird.
Der Gegensatz dazu ist der "Makel", die sichtbare Form des Mangels (der die Erbsünde darstellt). Daß macula auch 'Sünde' bedeuten kann, stellt den Bedeutungszusammenhang vollends her.

Danke übrigens für den Hinweis, ich selber hätte das wohl einfach übergelesen. :daumen-rauf: :tuete:
Der Kult ist immer wichtiger als jede noch so gescheite Predigt. Die Objektivität des Kultes ist das Größte und das Wichtigste, was unsere Zeit braucht. Der Alte Ritus ist der größte Schatz der Kirche, ihr Notgepäck, ihre Arche Noah. (M. Mosebach)

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Re: Kurze Fragen, kurze Antworten, kurze Nachrichten

Beitrag von Juergen »

Mir war es aufgefallen, weil doch der Fachbegriff eigentlich peccatum originale ist.

Daß macula in einer Nebenbedeutung auch Sünde heißen kann, war mir im Augenblick des Lesens nicht bewußt.
Maculare verstehe ich als beflecken, besudeln, entehren etc. und demgemäß macula auch eher als Fleck, Schandfleck u.ä.
oder eben als Lehnwort im Deutschen Makel.
Gruß Jürgen

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Hubertus
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Re: Kurze Fragen, kurze Antworten, kurze Nachrichten

Beitrag von Hubertus »

Juergen hat geschrieben:
Sonntag 8. Dezember 2019, 19:43
Mir war es aufgefallen, weil doch der Fachbegriff eigentlich peccatum originale ist.

Daß macula in einer Nebenbedeutung auch Sünde heißen kann, war mir im Augenblick des Lesens nicht bewußt.
Maculare verstehe ich als beflecken, besudeln, entehren etc. und demgemäß macula auch eher als Fleck, Schandfleck u.ä.
oder eben als Lehnwort im Deutschen Makel.
Ja aber das würde ja genau zu der von mir angedachten Interpretation passen.
Der Kult ist immer wichtiger als jede noch so gescheite Predigt. Die Objektivität des Kultes ist das Größte und das Wichtigste, was unsere Zeit braucht. Der Alte Ritus ist der größte Schatz der Kirche, ihr Notgepäck, ihre Arche Noah. (M. Mosebach)

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Lycobates
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Re: Kurze Fragen, kurze Antworten, kurze Nachrichten

Beitrag von Lycobates »

Juergen hat geschrieben:
Sonntag 8. Dezember 2019, 19:43
Mir war es aufgefallen, weil doch der Fachbegriff eigentlich peccatum originale ist.
Bei guten Lateinern liest man primigenia noxia oder gar ingenita posteris Adami labes.
:breitgrins:
Der Mittelweg ist der einzige Weg, der nicht nach Rom führt (Arnold Schönberg)
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Re: Kurze Fragen, kurze Antworten, kurze Nachrichten

Beitrag von Juergen »

Lycobates hat geschrieben:
Sonntag 8. Dezember 2019, 22:23
Juergen hat geschrieben:
Sonntag 8. Dezember 2019, 19:43
Mir war es aufgefallen, weil doch der Fachbegriff eigentlich peccatum originale ist.
Bei guten Lateinern liest man primigenia noxia oder gar ingenita posteris Adami labes.
:breitgrins:
Ich bin aber alles andere als ein guter Lateiner. – Crash-Lateinkurs an der Theol.-Fakultät mit Kenntnissen von garnix. – Ich weiß auch nicht, was Du da lateinisch faselst.
Lateinkenntnisse sind aber auch nicht heilsnotwenig, sondern dienen oft sich vermeintlicher oder hoffend intellektuell als höher stehenden Personen dazu, ihre bessere Position herauszustellen. Das nenne man übrigens Hoffart. Nebenbei: Du gehörst auch dazu. :kotz:
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Beitrag von holzi »

Juergen hat geschrieben:
Montag 9. Dezember 2019, 00:01
Lateinkenntnisse sind aber auch nicht heilsnotwenig, sondern dienen oft sich vermeintlicher oder hoffend intellektuell als höher stehenden Personen dazu, ihre bessere Position herauszustellen. Das nenne man übrigens Hoffart. Nebenbei: Du gehörst auch dazu. :kotz: [/font]
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Beitrag von Lupus »

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Beitrag von taddeo »

holzi hat geschrieben:
Montag 9. Dezember 2019, 07:58
Juergen hat geschrieben:
Montag 9. Dezember 2019, 00:01
Lateinkenntnisse sind aber auch nicht heilsnotwenig, sondern dienen oft sich vermeintlicher oder hoffend intellektuell als höher stehenden Personen dazu, ihre bessere Position herauszustellen. Das nenne man übrigens Hoffart. Nebenbei: Du gehörst auch dazu. :kotz: [/font]
Juergen, nimm 'n Snickers! Immer wenn du hungrig bist, klingst du wie Raphaela! :breitgrins:
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Beitrag von Juergen »

Das scheint bisher die einzige Quelle zu sein (von der einige inzwischen schon abgeschrieben haben):
http://blog.messainlatino.it/2019/12/br ... .html#more

Breaking news: approvati adddenda nuovi santi per la Messa Tridentina?

Cari lettori, MiL ha appena appreso da fonti in alto loco che, recentemente, la Congregazione per il Culto divino e la disciplina dei Sacramenti ha approvato l'introduzione del “proprio dei santi” nel Messale Romano, ed. 1962, di un numero, limitato (7 o 8), di nuovi santi, canonizzati dal 1962 in avanti.
Si sa con certezza che l'uso di questi "addenda" sarà facoltativo.
Non ci è dato ancora di sapere quali siano i santi scelti e di conseguenza in quali giorni, o se queste celebrazioni siano state coordinate col calendario VOM o, ancora, se l'aggiunta al Santorale riguardi tutte le parti della S. Messa (introito, orazione, offertorio, etc.) o solo alcune di esse.

Non sappiamo nemmeno se siano stato integrato anche l’Ufficio.
Sempre, da quello che sappiamo, tale "addenda" dovrebbero essere disponibili nelle prime settimane del nuovo anno.
Gruß Jürgen

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Re: Kurze Fragen, kurze Antworten, kurze Nachrichten

Beitrag von ad-fontes »

Juergen hat geschrieben:
Dienstag 3. Dezember 2019, 16:05
ad-fontes hat geschrieben:
Dienstag 3. Dezember 2019, 14:42
Kann ein Abt ein Konventamt feiern?
Nur sofern der Abt die Priesterweihe empfangen hat. :roll:

Alkuin zum Beispiel war Diakon und wurde trotzdem 796 Abt von St. Martin in Tours…

Die Priesterweihe ist mW für den Empfang der Abtsweihe zwingend vorgeschrieben..Weiß jemand seit wann bzw. wodurch?

Außerdem war Alkuin meiner Erinnerung nach bloßer Kommendarabt.
Christi vero ecclesia, sedula et cauta depositorum apud se dogmatum custos, nihil in his umquam permutat, nihil minuit, nihil addit; non amputat necessaria, non adponit superflua; non amittit sua, non usurpat aliena. (Vincentius Lerinensis, Com. 23, 16)

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Re: Kurze Fragen, kurze Antworten, kurze Nachrichten

Beitrag von ad-fontes »

Siard hat geschrieben:
Dienstag 3. Dezember 2019, 16:48
Protasius hat geschrieben:
Dienstag 3. Dezember 2019, 14:54
ad-fontes hat geschrieben:
Dienstag 3. Dezember 2019, 14:42
Kann ein Abt ein Konventamt feiern?
:achselzuck: In einer kleinen Abtei mit sehr wenigen Priestern könnte das wohl sein; aber normalerweise ist der Abt mW nicht in der Reihe der Hebdomadare.
Bei uns war er es.
Grüß Gott Siard, :huhu:
schön, dass du hier noch aktiv bist.. :klatsch:

Bei Hartmann steht: Wenn der Bischof pontificaliter zelebriert, findet das Konventamt nach der Prim statt; ein Pontifikalamt ist jedenfalls kein Entschuldigungsgrund, das tägliche Konventamt ausfallen zu lassen. Könnte das nicht auch mutatis mutandis für Abteien gelten?
Christi vero ecclesia, sedula et cauta depositorum apud se dogmatum custos, nihil in his umquam permutat, nihil minuit, nihil addit; non amputat necessaria, non adponit superflua; non amittit sua, non usurpat aliena. (Vincentius Lerinensis, Com. 23, 16)

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Beitrag von ad-fontes »

Ich hatte es schon einmal versucht, leider vergebens.. im Hochamt ruht die linke Hand des Zelebranten ja auf der Mensa, wenn er den Weihrauch einlegt (er steht dabei an der Epistelseite). Nun ist mir aber schon des öfteren aufgefallen (bei unterschiedlichen Priestern), daß in der Missa cantata der Zelebrant mehr in der Mitte steht und die Linke eben nicht auf dem Altar ruht.

Auch hatte ich nach den Rubriken für Weihrauch in der Missa cantata gefragt, ebenfalls vergebens. Damit man einfach mal ne Grundlage hat und nicht nur nach dem Augenschein urteilen muß (sofern von urteilen überhaupt die Rede sein kann).
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Re: Neue Heilige im Kalender der a.o.F.

Beitrag von Sempre »

Juergen hat geschrieben:
Montag 9. Dezember 2019, 16:52
Sempre, da quello che sappiamo, tale "addenda" dovrebbero essere disponibili nelle prime settimane del nuovo anno.
Danke Jürgen, wusste ich gar nicht!
Niemals sei gesagt es werde je zugelassen, daß ein zum Leben prädestinierter Mensch sein Leben ohne das Sakrament des Mittlers beendet. (St. Augustin, Gegen Julian, V-4)

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Beitrag von Protasius »

ad-fontes hat geschrieben:
Freitag 3. Januar 2020, 18:42
Ich hatte es schon einmal versucht, leider vergebens.. im Hochamt ruht die linke Hand des Zelebranten ja auf der Mensa, wenn er den Weihrauch einlegt (er steht dabei an der Epistelseite). Nun ist mir aber schon des öfteren aufgefallen (bei unterschiedlichen Priestern), daß in der Missa cantata der Zelebrant mehr in der Mitte steht und die Linke eben nicht auf dem Altar ruht.

Auch hatte ich nach den Rubriken für Weihrauch in der Missa cantata gefragt, ebenfalls vergebens. Damit man einfach mal ne Grundlage hat und nicht nur nach dem Augenschein urteilen muß (sofern von urteilen überhaupt die Rede sein kann).
Rubriken für Weihrauch in der Missa cantata gibt es genaugenommen erst ab dem 1962er-Missale. Die vorausgehende langjährige Gewohnheit in bspw. Deutschland war ein legitimer usus praeter rubricas; ältere Beschreibungen kann man bei diversen Rubrizisten finden (bspw. Hartmann, Repertorium rituum). Der Ritus servandus von 1962 sagt bei der Incensation nach dem Stufengebet ganz lapidar
Ritus servandus, IV 8 hat geschrieben:In Missis cantatis, si incensationes fiant, celebrans se gerit ut supra pro Missa solemni dictum est; in fine a ministrante incensatur.
In Bezug auf das Evangelium steht dort
Ritus servandus VI 8 hat geschrieben:In Missis cantatis Epistola a ministrante cani potest; secus sufficit ut legatur a celebrante, qui tamen potest Epistolam more solito canere. Si incensationes fiant, celebrans antequam dicat Munda cor meum, in medio altaris incensum ponit et benedicit, et post verba Sequentia vel Initium sancti Evangelii, etc. ter missale incensat; postquam autem Evangelium cantaverit, celebrans non incensatur.
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Re: Kurze Fragen, kurze Antworten, kurze Nachrichten

Beitrag von ad-fontes »

Protasius hat geschrieben:
Freitag 3. Januar 2020, 22:47
ad-fontes hat geschrieben:
Freitag 3. Januar 2020, 18:42
Ich hatte es schon einmal versucht, leider vergebens.. im Hochamt ruht die linke Hand des Zelebranten ja auf der Mensa, wenn er den Weihrauch einlegt (er steht dabei an der Epistelseite). Nun ist mir aber schon des öfteren aufgefallen (bei unterschiedlichen Priestern), daß in der Missa cantata der Zelebrant mehr in der Mitte steht und die Linke eben nicht auf dem Altar ruht.

Auch hatte ich nach den Rubriken für Weihrauch in der Missa cantata gefragt, ebenfalls vergebens. Damit man einfach mal ne Grundlage hat und nicht nur nach dem Augenschein urteilen muß (sofern von urteilen überhaupt die Rede sein kann).
Rubriken für Weihrauch in der Missa cantata gibt es genaugenommen erst ab dem 1962er-Missale. Die vorausgehende langjährige Gewohnheit in bspw. Deutschland war ein legitimer usus praeter rubricas; ältere Beschreibungen kann man bei diversen Rubrizisten finden (bspw. Hartmann, Repertorium rituum). Der Ritus servandus von 1962 sagt bei der Incensation nach dem Stufengebet ganz lapidar
Ritus servandus, IV 8 hat geschrieben:In Missis cantatis, si incensationes fiant, celebrans se gerit ut supra pro Missa solemni dictum est; in fine a ministrante incensatur.
In Bezug auf das Evangelium steht dort
Ritus servandus VI 8 hat geschrieben:In Missis cantatis Epistola a ministrante cani potest; secus sufficit ut legatur a celebrante, qui tamen potest Epistolam more solito canere. Si incensationes fiant, celebrans antequam dicat Munda cor meum, in medio altaris incensum ponit et benedicit, et post verba Sequentia vel Initium sancti Evangelii, etc. ter missale incensat; postquam autem Evangelium cantaverit, celebrans non incensatur.
Danke für die Info!
Christi vero ecclesia, sedula et cauta depositorum apud se dogmatum custos, nihil in his umquam permutat, nihil minuit, nihil addit; non amputat necessaria, non adponit superflua; non amittit sua, non usurpat aliena. (Vincentius Lerinensis, Com. 23, 16)

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ad-fontes
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Beitrag von ad-fontes »

Was sagen denn die Rubrizisten zu dem Usus, daß der Assistent (der assistierende Ministrant in der missa cantata, hier war es mir aufgefallen), einige der Gesten des Zelebranten beim Hochgebet mitvollzieht (Bekreuzigung nach ex hac altaris, Klopfen an die Brust beim Nobis quoque)? Und was haltet Ihr davon?
Christi vero ecclesia, sedula et cauta depositorum apud se dogmatum custos, nihil in his umquam permutat, nihil minuit, nihil addit; non amputat necessaria, non adponit superflua; non amittit sua, non usurpat aliena. (Vincentius Lerinensis, Com. 23, 16)

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Hanspeter
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Beitrag von Hanspeter »

Zelebrieren infulierte Prälaten Pontifikalämter?

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Protasius
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Re: Kurze Fragen, kurze Antworten, kurze Nachrichten

Beitrag von Protasius »

Hanspeter hat geschrieben:
Sonntag 5. Januar 2020, 20:33
Zelebrieren infulierte Prälaten Pontifikalämter?
Hängt von den Prälaten ab.

Infulierte Äbte zelebrieren ein normales Pontifikalamt; Einschränkungen gab es mW früher in der Zahl der Mönche, die mit Kasel, Dalmatik oder Tunicella im Chor saßen (jeweils zwei WIMRE), während die Kathedralkanoniker im Pontifikalamt des Ordinarius alle entsprechend ihres Kanonikats über dem Rochett Gewänder trugen. Ich kann mich nicht erinnern, das schon mal auf nachkonziliaren Bildern gesehen zu haben, aber hier sieht man das in Westminster:

Bild

Ob diese Einschränkungen im 20. Jahrhundert immer noch galten, weiß ich nicht; die Einschränkungen, die Alexander VII. im 17. Jahrhundert festgelegt hatte (keine siebte Kerze, nur zwei Stufen am [nicht permanenten, sondern nur für diese Gelegenheit errichteten] Thron, nur drei Mal im Jahr [niemals im Requiem], nicht außerhalb seines Klosters), galten zu Anfang desselben aufgrund zahlreicher Privilegien so für nahezu keinen Abt mehr. Äbte und Prälaten nullius etwa hatten in ihrem Territorium bzgl. der Pontifikalien die gleichen Rechte wie ein Diözesanbischof.

Im Falle von apostolischen Protonotaren und den Kanonikern gewisser Kathedralen und Basiliken mit usus pontificalium war das etwas komplizierter, aber da diese Rechte seit dem Konzil mW nicht mehr verliehen werden, wäre das eine ziemlich akademische Diskussion.
Der so genannte ‚Geist’ des Konzils ist keine autoritative Interpretation. Er ist ein Geist oder Dämon, der exorziert werden muss, wenn wir mit der Arbeit des Herrn weiter machen wollen. – Ralph Walker Nickless, Bischof von Sioux City, Iowa, 2009

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