FSSPX - die xte

Rund um den traditionellen römischen Ritus und die ihm verbundenen Gemeinschaften.
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Alkuin
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FSSPX - die xte

Beitrag von Alkuin »

Das Thema ist aus "KPE" abgetrennt. Alkuin hat es nicht eröffnet. Petra

Meine These: Alle nachkonziliaren Gruppierungen wie Opus Dei, KPE und andere 'Möchtegernkatholischseingrüppchen' sind eine Frucht der negativen Folgen des Vat II., die dazu geführt haben, daß die Zeit gekommen ist, da die gesunde Lehre nicht mehr ertragen wird. Im Grunde sind diese angeblichen "rechten" Gruppen genauso links wie alles andere, was sich heute in der Kirche findet. Die einzige Ausnahme scheint die PB St.Pius X. zu sein. :tanz:
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Erich_D
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Beitrag von Erich_D »

Die Katholikengespräche sind wohl kaum der geeignete Ort für Propaganda gegen das II. Vatikanische Konzil der katholischen Kirche und für die schismatische Gemeinschaft Lefevres.
"Spiel nicht mit den Schmuddelkindern sing nicht ihre Lieder. Geh doch in die Oberstadt mach´s wie deine Brüder", so sprach die Mutter, sprach der Vater, lehrte der Pastor."

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Alkuin
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Beitrag von Alkuin »

Wie ich schrieb, ist das eine These, und will auch keine Propaganda sein. Doch wer ein wenig nachdenkt, muß an dieser These etwas finden. Nix für ungut! :)
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Erich_D
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Beitrag von Erich_D »

Alkuin hat geschrieben:Wie ich schrieb, ist das eine These, und will auch keine Propaganda sein. Doch wer ein wenig nachdenkt, muß an dieser These etwas finden. Nix für ungut! :)
Na gut. Ich denke ein wenig nach ... ich denke immer noch ... ich denke ... Ja, ich kann an diesen Thesen etwas finden: ich halte sie für Unsinn.

Und es bleibt dabei: wenn Du solche Thesen diskutieren willst, gut, dann aber nicht in diesem Board. Hier gilt - bei einiger Toleanz - der Grundsatz, dass die diskutierten Thesen sich innerhalb des katholischen Glaubens und der katholischen Kirche bewegen. Und bei Lefevre und seinen Leuten ist das auf Grund ihres Schismas nicht mehr gegeben.

Ausserdem hat das nichts mehr mit dem Thema dieses Threads zu tun.
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Alkuin
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Beitrag von Alkuin »

Wo findest Du bei der PB einen solchen Unsinn wie bei Opus Dei oder KPE? Außerdem gibt es verschiedene Qualitäten eines Schismas: Glaubensschisma, Gehorsamsschisma etc. Nenn mir eine Stelle bei der PB, die nicht mit dem Glauben übereinstimmt. Bin übrigbens kein PB-Anhänger!
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Alkuin
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Beitrag von Alkuin »

Möchte das Thema nicht weiter vertiefen, weiß auch nicht, ob Du ein Moderator bist. Wenn ja, ok, wenn nein, dann bitte Deinen Boardpartnern etwas mehr Nettigkeit entgegenbringen! Sollte ein enkanstoß sein, ich hoffe doch, hier wird gedacht. Bisher hatte ich jedenfalls den Eindruck! Gute Nacht!
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schmitz-backes
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Beitrag von schmitz-backes »

Alkuin hat geschrieben:Wo findest Du bei der PB einen solchen Unsinn wie bei Opus Dei oder KPE? Außerdem gibt es verschiedene Qualitäten eines Schismas: Glaubensschisma, Gehorsamsschisma etc. Nenn mir eine Stelle bei der PB, die nicht mit dem Glauben übereinstimmt. Bin übrigbens kein PB-Anhänger!


Meiner Meinung nach ist die PB zwar rechtgläubig, hat jedoch eine seltsame Auffassung des Gehorsamsbegriffs, sowie der Tradition.

Attestiert der hl. Vater denen nicht schon eine Häresie, wenn er schreibt:"Darum stellt dieser Ungehorsam, der eine wirkliche Ablehnung des Römischen Primats in sich schließt, einen schismatischen Akt dar. "?
Glaub zwar, dass das nicht so gemeint war, ist ja auch wiederrufen worden!

Ich bin wirklich davon entfernt, ständig in den Chor derer einzufallen, die ständig auf ein Schisma hinweisen und sich abgrenzen wollen, dass halte ich für unklug, denn der Kirche muss daran gelegen sein, diese Wunde zu beseitigen, dass kann man nicht stendig mit Schuldzuweisungen etc., dass hat man eigentlich (offiziel) vor 40 jahren verstanden.

Das Problem ist, dass bestimmte Teile der PB gegen Rom regelrecht "aufhetzen", andere gerade die Gemeinsamkeit suchen und auf eine Einigung im Sinne der katholischen Tradition hinarbeiten. Den besten Kontrast stellte bis vor einiger Zeit das Internetangebot der Piusbruderschaft dar: Einerseits das fast sedisvakantistische "trad.info"(abgeschalten, wie auch das ganze Internetangebot des deutschen Distrikts! Warum weiß ich nicht), andererseits, dass wesentlich moderatere, dici.org der Generalleitung, sprich Msgr. Fellays.
Ich hatte bisher zwei Begegnung mit Piusbrüdern, dass waren dann auch noch gleich zwei, die ihre Flügel meisterhaft presentierten. Der eine kniete mehrere Stunden vor dem Allerheiligsten in einer Kapelle eines bekannten Domes unseres Vaterlandes, ein sehr frommer, mit Sicherheit sehr katholischer Priester; der andere kam als Tourist in den bekannten deutschen Dom und wollte sich einen Schrein anschauen. Er tat alles, um nicht in die Nähe der Marienkapelle zu gelangen, den dort war Sakramentsandacht, er wurde eingeladen an dieser teilzunehmen, doch ging er. nach einigen Minuten stand er in der Sakristei eben dieses Domes und fragte mit breitem Grinsen und frömmelnder Stimme, ob den dieser Raum auch zur Besichtigung freigegeben sei.

Es mag sein, dass Du bei der PB nichts findest wie in der KPE, jedoch muss Du sehen, dass die PB sehr gespalten ist, da gibt es sehr viel seltsames, bspw. den Kult um Aneliese Michel etc.!

Eines ist noch seltsam, warum gibt es in Deutschland keinen wirklich katholischen Jugendverband? Nur geistliche Gemeinschaften wie Jugend 2000 etc. Gut soll die Christkönigsjugend von der Petrusbruderschaft sein! aber das gilt ja auch als "vorkonziliar".


Hat sich leider überschnitten!

Nachtrag II:
Wo vertritt das Opus dei nicht einen katholischen Standpunkt? ich halte das O.D. für eine, im Sinne der Lehre, vorbildliche Oragnaiation des Laienapostolates. Über die Praxis kann ich nicht viel sagen, aber solche Sachen wie über die KPE hört man vom O.D. nicht, kann ich mir auch nicht vorstellen
Zuletzt geändert von schmitz-backes am Sonntag 25. Juli 2004, 08:30, insgesamt 5-mal geändert.
"Ihr seid nicht die letzte Nachhut des Mittelalters, sondern die Vorboten einer neuen Zeit!" Joachim Kardinal Meisner

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Alkuin
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Beitrag von Alkuin »

@schmitz-backes, ja ist ok, was Du schreibst. Ich gehe bei der Betrachtung immer von der offiziellen Linie aus, wie bei allen anderen Gruppierungen auch. Jetzt aber wirklich Gute Nacht! :P
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Robert Ketelhohn
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Beitrag von Robert Ketelhohn »

Danke für deine Hinweise zur Piusbruderschaft, Schmitz-Backes. Das deckt sich in etwa mit meinen Beobachtungen.

Aber bitte, wollen wir hier doch bei den Pfadfindern bleiben, ja? Danke!
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rurſus nobis oriatur | et ut lampas accendatur | juſtus in eccleſia.

Geronimo

Beitrag von Geronimo »

Alkuin hat geschrieben:Meine These: Alle nachkonziliaren Gruppierungen wie Opus Dei
Äh ... Das Jahr 1928 (Gründungsjahr des OD) ist nachzukonziliar zu was ...? :mrgreen:

Abgesehen davon - ich möchte (auch wenn nicht Moderator in diesem Board) gewahrt wissen, dass hier kein Rundumschlag gegen das Vaticanum II. stattfindet. Ich halte es mit unserem Bischof Kamphaus, der uns dereinst bei einer Wallfahrt fast in Tränen ausbrechend beschwor, uns nicht von Lefevre beeindrucken zu lassen und ihm nicht die Ehre angedeihen zu lassen, eine Spaltung der Gläubigen herbeizuführen.

Und nun zurück zu den Pfadfindern .. wenn möglich!

Geronimo

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ottaviani
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Beitrag von ottaviani »

ich habe seit jahrzehnten mein geistliches zu hause bei der PB wenn der gute bischof kamphaus da zu tränen gerührt iszt ehrt in das er muß sich aber auch die frage gefallen lassen was tut er für jeme gläubigen die den alten ritus wollen in seiner diözese ich selbst hab das mal in frankfurt erlebt in der dortigen indult gemeinde ein älterer priester der zunächst gefragt hat was wir hier wollen daß sei nur für ältere menschen und man hat gemerkt die aufgabe war ihm lästig

sicher gibt es in der PV leute mit verschiedenen ansichten aber eines dürfen wir hier nicht vergessen wir alle hier hätten vom überlieferten ritus keine ahnung hätte es nicht mgr lefebvre und seine aktivitäten gegeben wenn man den briefwechsel zwischen ihm und den römischen autoritäten liest sieht man klar das man in den 7ßer und frühen 80er jahren nicht die spur eines nachgebens zu gunsten der tradition da war kardinal benelli kreierte damals das wort von der "nachkonziliaren kirche"

Edith
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Beitrag von Edith »

Geronimo hat geschrieben: Abgesehen davon - ich möchte (auch wenn nicht Moderator in diesem Board) gewahrt wissen, dass hier kein Rundumschlag gegen das Vaticanum II. stattfindet.
Dem darf ich mich anschließen.
Dieses Board ist eine private Initiative von Katholiken. Die Höflichkeit möge gebieten, dies zu respektieren.

Ich würde im Hause eines Mulsims auch nicht dauernd über Schweinefleisch reden....

Edith
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Beitrag von Edith »

Alkuin hat geschrieben:Wo findest Du bei der PB einen solchen Unsinn wie bei Opus Dei oder KPE?
Nenn mir eine Stelle bei der PB, die nicht mit dem Glauben übereinstimmt. Bin übrigbens kein PB-Anhänger!
Nun, wenn ich recht informiert bin (?) ist die PB eine Gruppe von Menschen, die gegen den Willen der Kirche, im konsequenten Ungehorsam auch weiterhin gegen den Willen der Kirche Priester weiht. Somit mit einem Sakrament Schindluder treibt. Fortlaufend.Das finde ich beim Opus Dei nicht... zum Beispiel.

Ohne Gehorsam, ist alle Erkenntnis/Heiligkeit/guter Wille.....
eine tönende Schelle.

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ottaviani
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Beitrag von ottaviani »

ich denke die intiatoren müssen entscheiden ob wir über die PB hier diskutieren wollen wenn ja müssen wir natürlich auch über das konzil reden

Edith
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Beitrag von Edith »

ottaviani hat geschrieben:ich denke die intiatoren müssen entscheiden ob wir über die PB hier diskutieren wollen wenn ja müssen wir natürlich auch über das konzil reden
vielleicht einigen wir uns darauf, mal über Gehorsam zur Kirche zu sprechen.... der gerade dann interessant wird... wenn er nicht nach meinem Willen und meiner Erkenntnis ist......
:kratz:

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ottaviani
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Beitrag von ottaviani »

der gehorsam darf ein absoluter wert werden der sich nur aus sich selber eechtfertigt

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Beitrag von Edith »

ottaviani hat geschrieben:der gehorsam darf ein absoluter wert werden der sich nur aus sich selber eechtfertigt
Ich nehme an, das war ein Tippfehler? :kratz:

Gehorsam gegen Gott ist absolut. Wie sonst?

Und Gott sprciht numal, durch seine Kirche. Glaubt der Katholik.

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ottaviani
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Beitrag von ottaviani »

nein ich meinte das argument wie man versucht hat in den 70er jahren gegenüber der priesterbruderschaft das ganze auf der ebene des gehorsams zu entsorgen

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Beitrag von Edith »

ottaviani hat geschrieben:nein ich meinte das argument wie man versucht hat in den 70er jahren gegenüber der priesterbruderschaft das ganze auf der ebene des gehorsams zu entsorgen
hat nicht geklappt... mit dem Gehoram, hm?
:roll:

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ottaviani
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Beitrag von ottaviani »

natürlich nicht weil wie es damals gefordert wurde ein mißbrauch des gehorsams war das sieht man sehr gut daran das man heute in vielen punkten heute anders denkt und handelt

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Alkuin
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Beitrag von Alkuin »

Soweit ich informiert bin, sind die Pius-Papste dem OD nicht gerade nachgerannt. Eine Personalprälatur wurde sie erst durch Johannes Paul II. Bezeichnenderweise haben die OD-Leute eine abgrundtiefe Abneigung gegen die römisch-gregorianische Messe.... Das sagt schon sehr viel...
SANCTA SANCTE!

Edith
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Beitrag von Edith »

ottaviani hat geschrieben:natürlich nicht weil wie es damals gefordert wurde ein mißbrauch des gehorsams war das sieht man sehr gut daran das man heute in vielen punkten heute anders denkt und handelt
oh mei Ottavianai..... schau Dir mal irgendeine Heiligenbeschreibung an....
die wimmeln von obigen Definitionen zum Gehorsam.

So lange ungehorsam zu bleiben, bis der Obere auf meinen Kurs einschwenkt..... kling für meine Ohren nicht so sonderlich nach Ganzhingabe an Gott.... irgendwie....

Geronimo

Beitrag von Geronimo »

Ich denke (auch wenn ich einzelne Punkte an der Kritik am Vaticanum II. durchaus nachvollziehen kann), dass es ungehorsam, eigensinnig und dem katholischen Glauben Schaden zufügend ist, wenn man - angeblich um Schaden abzuwenden - ein Schisma in Kauf zu nehmen bereit ist ...

Was dies nämlich bedeutet, scheint Lefeve, wenn nicht in der Bedeutung, so doch zumindest gleichgültig gewesen zu sein. Ich habe keinerlei Verständnis für diese Vorgehensweise. Kritik an der Kirche, an Entscheidungen aus Rom, muss innerhalb der Kirche verarbeitet werden. Diese Ausrede, den katholischen Glauben zu bewahren, indem man die Gläubigen in zwei Gruppen zu spalten versucht, zeigt, dass man alles in Kauf nimmt, um seinen eigenenn Willen (!) durchzusetzen.

Ich kann dieses Gerede nicht mehr hören, dass dort irgendwas bewahrt sein soll. Bewahrt wird dort der Eigensinn, nichts anderes.

So. Und was die Tränen von Bischof Kamphaus betrifft, verbitte ich mir jede Häme darüber. Diese Tränen haben manche aus der Kreis der Zuhörer damals dazu gebracht, über Levefre richtig nachzudenken und den richtigen Schluss zu ziehen ... ihn in die Wüste zu wünschen, damit er dort den Sandwürmern predige. Und die Tränen hätten denen gut angestanden, die bereit waren (und immer noch sind), den Rock Christi in noch mehr Teile zu zerstückeln, weil sie meinen, die spirituelle Weisheit mit Löffeln gefressen zu haben.

Im übrigen sollte man berücksichtigen, dass der Vatikan und die PB sich in Annäherungsprozessen befinden - die natürlich gewissen Kreisen sicher nicht recht sind. Diese Annäherungsprozesse dürfen nicht hintertrieben werden, nur weil man sich einmal auf eine Meinung eingeschossen hat.

Und wer nicht einmal das Opus Dei zeitlich und von seiner spirituellen Ausrichtung her richtig einordnen kann, muss sich ernsthaft fragen lassen, wo er sich eigentlich informiert. Scheint mir einfach nicht auf der Höhe der Diskussion zu sein.

Geronimo

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ottaviani
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Beitrag von ottaviani »

es stimmt schon interessant ist das das OD eher als" links" galt bei seiner gründung und sich heute am rechten rand sieht sich ber nicht verändert hat das hat der verstorbene bischof von innsbruck mal gesagt " vor dem konzil hat man gesagt ich bin ein linker heute sagt man ich bin ein rechter ich habe mich nicht geändert ich denke das sagt viel

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ottaviani
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Beitrag von ottaviani »

Geronimo hat geschrieben:Ich denke (auch wenn ich einzelne Punkte an der Kritik am Vaticanum II. durchaus nachvollziehen kann), dass es ungehorsam, eigensinnig und dem katholischen Glauben Schaden zufügend ist, wenn man - angeblich um Schaden abzuwenden - ein Schisma in Kauf zu nehmen bereit ist ...

Was dies nämlich bedeutet, scheint Lefeve, wenn nicht in der Bedeutung, so doch zumindest gleichgültig gewesen zu sein. Ich habe keinerlei Verständnis für diese Vorgehensweise. Kritik an der Kirche, an Entscheidungen aus Rom, muss innerhalb der Kirche verarbeitet werden. Diese Ausrede, den katholischen Glauben zu bewahren, indem man die Gläubigen in zwei Gruppen zu spalten versucht, zeigt, dass man alles in Kauf nimmt, um seinen eigenenn Willen (!) durchzusetzen.

Ich kann dieses Gerede nicht mehr hören, dass dort irgendwas bewahrt sein soll. Bewahrt wird dort der Eigensinn, nichts anderes.

So. Und was die Tränen von Bischof Kamphaus betrifft, verbitte ich mir jede Häme darüber. Diese Tränen haben manche aus der Kreis der Zuhörer damals dazu gebracht, über Levefre richtig nachzudenken und den richtigen Schluss zu ziehen ... ihn in die Wüste zu wünschen, damit er dort den Sandwürmern predige. Und die Tränen hätten denen gut angestanden, die bereit waren (und immer noch sind), den Rock Christi in noch mehr Teile zu zerstückeln, weil sie meinen, die spirituelle Weisheit mit Löffeln gefressen zu haben.

Im übrigen sollte man berücksichtigen, dass der Vatikan und die PB sich in Annäherungsprozessen befinden - die natürlich gewissen Kreisen sicher nicht recht sind. Diese Annäherungsprozesse dürfen nicht hintertrieben werden, nur weil man sich einmal auf eine Meinung eingeschossen hat.

Und wer nicht einmal das Opus Dei zeitlich und von seiner spirituellen Ausrichtung her richtig einordnen kann, muss sich ernsthaft fragen lassen, wo er sich eigentlich informiert. Scheint mir einfach nicht auf der Höhe der Diskussion zu sein.

Geronimo
das ist keine häme was bischof kaphaus betrifft sondern nur die feststellung von tatsachen, er hat nichts getan um den gläubigen entgegenzukommen die den alten ritus wünschen wie ecclesia dei das fordert

ich lasse diese diskussion hier mal nur soviel die verhandlungen wurden im juni 2003 von der Priesterbruderschaft beendet da man versucht hatte die bruderschaft zu spalten

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Pelikan
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Beitrag von Pelikan »

Ich verstehe nicht ganz, warum die Piusbrüder überall wie ein rotes Tuch wirken und Ablehnung, wenn nicht sogar Hohn hervorrufen, während die Ost-Orthodoxen, die weitaus mehr Schwierigkeiten mit dem Papst haben und weitaus weniger Konzilien anerkennen, wärmstens empfangen werden und der ökumenische Austausch mit ihnen floriert. Verdienen die Piusbrüder nicht mindestens ebensoviel Sympathie und Entgegenkommen?

schmitz-backes
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Beitrag von schmitz-backes »

Hat man schon mal auf diese Weise ein Schisma beseitigt, liebe Leute?
Nein, und es wird auch nie der Fall sein!

Hier geht es um Menschen die in ein"Schisma" gegangen sind, weil sie an dem was in der Nachkonzilszeit in der Kirche geschah gebrochen sind! Ich weiß wovon ich rede. Die Kirche hat in dieser Zeit größte Fehler gemacht, bspw. das faktische Verbot der alten Messe. Alte Priestern die festhalten wollten mussten morgens sehr früh in einer abgeschlossenen Kirche zelebrieren, wovon niemand wissen dürfte! Ich weiß nicht ob ihr euch vorstellen könnt was dies für einen priester bedeuten kann! Wie mögen die gemeinden dieser Priester wohl gedacht haben? So kann man solche Brüche riskieren!
Dieses Konzept ist Baden gegangen, daher haben wir heute das Lefebvre-Problem!
Die vier Bischofsweihen waren eine Frechheit Lefebvres, eine hätt doch genügt, man hätte um weiter bitten können! Mit den Weihen hat er sehr viele in ein schismatisches Feld geführt, sie gefährdet, dass ist auch sehr schlimm. ich weiß nicht ob man es ald Altersstarrsinn abtun kann.

Heute können wir so nicht mehr mit dem Problem umgehen und man muss die Zeichen der Zeit erkennen, nämlich, dass sich dort ein Orden zu einer Gegenkirche entwickelt!

Die Probleme liegen also auf beiden Seiten, lasst sie uns ausräumen!

Und wenn wir selbst Massen an Theologen aushalten, die die Auferstehung etc. leugnen, dann können wir doch auch die paar Theologen vertragen die mit der Ökumene Probleme haben, die vier Bischöfe alzu mal, oder?
"Ihr seid nicht die letzte Nachhut des Mittelalters, sondern die Vorboten einer neuen Zeit!" Joachim Kardinal Meisner

schmitz-backes
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Beitrag von schmitz-backes »

Weiß jemand, warum der deutsche Distrikt der PB St. Pius seine Internetpresenz eingestellt hat?
"Ihr seid nicht die letzte Nachhut des Mittelalters, sondern die Vorboten einer neuen Zeit!" Joachim Kardinal Meisner

Geronimo

Beitrag von Geronimo »

Lieber Schmitz-Backes,

es geht nach wie vor um den Gehorsamsgedanken, der dank Edith in diesen Thread Eingang gefunden hat (ob Gehör, weiß ich nicht ;)

Wir können doch auf der einen Seite nicht an Priester herummäkeln, wenn sie heute eigenmächtig Hochgebete verändern, und auf der anderen Seite Priester belobigen, weil sie sich aus eigenem Antrieb entschließen, dem Papst nicht mehr zu folgen. Beides ist Ungehorsam - oder? Ich erwarte von meinem Priester, dass er die Dinge, die mir unverständlich -mir nahebringt und das mag in bezug auf Vaticanum II. einiges gewesen sein - nahe bringt. Und nicht einen, der einen Sonderweg für sich beansprucht und noch erwartet, dass ich den mitgehe.
Ich bin der letzte, der abstreitet, dass auf dem Rücken und im Namen des Konzils Fehler gemacht wurde. Aber es ist auch ein eklatanter Fehler, sich aus der Kirche zu verabschieden, nur weil man sich nicht auseinandersetzen will. Das ist kindischer Trotz. Von dieser Meinung bringt mich niemand an. Und es kann mir keiner erklären, dass so ein Verhalten üblich und katholisch ist.

Dass die Dinge sich wieder ändern, sieht man daran, dass manch junger Priester heutzutage erstaunlich "konservativ" daherkommt. Es besteht eben doch ein Sehnen, das sich Bahn verschafft - aber die Idee, die Reform rückgängig zu machen, die sollte ganz schnell aus allen Köpfen verschwinden.

Es gibt Wunden auf beiden Seiten; vieles wurde damals nicht richtig wahrgenommen, Verletzungen wurden in Kauf genommen, Gefahren runtergespielt, Warnungen in den Wind geschlagen. Ich stehe völlig auf der Seite derer, die Angst hatten und haben, dass etwas auf der Strecke bleiben würde. Die Zeit hat gezeigt, dass Ängste berechtigt waren. Aber nun ist es Zeit, Dinge abzustellen, die aus dem Ruder gelaufen sind. Dass man dazu nicht die Zeit und die Kraft aufgebracht hat, sondern sich muksch in die beleidigte Ecke zurückgezogen - nee, das ist nicht das, was einen Katholiken frommt. Und es frommt mich, auf meinen Bischof zu hören und nicht auf einen mir unbekannten Menschen namens Lefevre. Und Aufgabe meines Bischofs ist, die Einheit in seinem Bistum zu wahren und die verunsicherten Gläubigen zu stärken.

Geronimo

By the way ... mir reicht eine Kirche in Frankfurt, welche einmal in der Woche den alten Ritus anbietet.

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ottaviani
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Beitrag von ottaviani »

den gläubigen offebar nicht das sieht mann wie stark die gottesdienste in hattersheim besucht werden die die PB anbietet ixh durfte dortz oim bildungswerk schon verschiedentlich vorträge halten
im überigendenke ich muß man die geschichte der PB sich genau anscjauen um zu sehen warum da verschiedenes gekommen ist wie es eben kam

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ottaviani
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Beitrag von ottaviani »

schmitz-backes hat geschrieben:Weiß jemand, warum der deutsche Distrikt der PB St. Pius seine Internetpresenz eingestellt hat?
offenbar weil der obere wechselt mit 15.8. und ich denke der will das irgentwie anders machen

schmitz-backes
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Beitrag von schmitz-backes »

Geronimo hat geschrieben:Lieber Schmitz-Backes,

es geht nach wie vor um den Gehorsamsgedanken, der dank Edith in diesen Thread Eingang gefunden hat (ob Gehör, weiß ich nicht ;)

Wir können doch auf der einen Seite nicht an Priester herummäkeln, wenn sie heute eigenmächtig Hochgebete verändern, und auf der anderen Seite Priester belobigen, weil sie sich aus eigenem Antrieb entschließen, dem Papst nicht mehr zu folgen. Beides ist Ungehorsam - oder? Ich erwarte von meinem Priester, dass er die Dinge, die mir unverständlich -mir nahebringt und das mag in bezug auf Vaticanum II. einiges gewesen sein - nahe bringt. Und nicht einen, der einen Sonderweg für sich beansprucht und noch erwartet, dass ich den mitgehe.
Ich bin der letzte, der abstreitet, dass auf dem Rücken und im Namen des Konzils Fehler gemacht wurde. Aber es ist auch ein eklatanter Fehler, sich aus der Kirche zu verabschieden, nur weil man sich nicht auseinandersetzen will. Das ist kindischer Trotz. Von dieser Meinung bringt mich niemand an. Und es kann mir keiner erklären, dass so ein Verhalten üblich und katholisch ist.

Dass die Dinge sich wieder ändern, sieht man daran, dass manch junger Priester heutzutage erstaunlich "konservativ" daherkommt. Es besteht eben doch ein Sehnen, das sich Bahn verschafft - aber die Idee, die Reform rückgängig zu machen, die sollte ganz schnell aus allen Köpfen verschwinden.

Es gibt Wunden auf beiden Seiten; vieles wurde damals nicht richtig wahrgenommen, Verletzungen wurden in Kauf genommen, Gefahren runtergespielt, Warnungen in den Wind geschlagen. Ich stehe völlig auf der Seite derer, die Angst hatten und haben, dass etwas auf der Strecke bleiben würde. Die Zeit hat gezeigt, dass Ängste berechtigt waren. Aber nun ist es Zeit, Dinge abzustellen, die aus dem Ruder gelaufen sind. Dass man dazu nicht die Zeit und die Kraft aufgebracht hat, sondern sich muksch in die beleidigte Ecke zurückgezogen - nee, das ist nicht das, was einen Katholiken frommt. Und es frommt mich, auf meinen Bischof zu hören und nicht auf einen mir unbekannten Menschen namens Lefevre. Und Aufgabe meines Bischofs ist, die Einheit in seinem Bistum zu wahren und die verunsicherten Gläubigen zu stärken.

Geronimo

By the way ... mir reicht eine Kirche in Frankfurt, welche einmal in der Woche den alten Ritus anbietet.
Ich bin der letzte, der für Priester der Piusbruderschaft ein Lob aussprechen möchte, der Ungehorsam den sie aufbringen ist vieleicht sogar schwerwiegender als der eines Priester, der sich einen neuen Kanon erfindet.

Ich möchte jedoch anmerken, dass am II. Vat. keine neuen Dogmen verkündet wurden, d.h. es darf angezweifelt werden.

Für wirklich Arrogant, ich glaube das muss ich jetzt so sagen, halte ich, wenn Du hinsichtlich des oben von mir dargestellten Sachverhaltes von kindischem Trotz sprichst.
Die Kirche muss auch Leuten eine Heimat bieten können, die sich mit den neuen Dingen nicht anfreunden konnten, ohne diese Heimat können sie sie auch nicht annehmen. Daher braucht man auch viele Indult für die überlieferte Form der römischen Messe.
Lieblos ist dein vermerk, dass dir der Indult in Frankfurt reicht, so kann man auch die Leute in die Arme der FSSPX treiben.
"Ihr seid nicht die letzte Nachhut des Mittelalters, sondern die Vorboten einer neuen Zeit!" Joachim Kardinal Meisner

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